3.8 Die Umhüllung unserer Sprache mit einem liberalen Anstrich bringt uns nicht weiter
3.8 Wrapping Our Language In A Liberal Veneer Gets Us Nowhere
Wir beurteilen Herrscher und staatliche Institutionen nach ihren Handlungen und danach, ob diese Handlungen mit der Gerechtigkeit übereinstimmen, wie Allah sie festgelegt hat. Wir verstecken unsere Überzeugungen nicht hinter überflüssigen und letztlich bedeutungslosen Bezeichnungen wie „demokratisch“ oder „undemokratisch“. Falls noch Zweifel bestanden, ob diese Begriffe überhaupt eine Bedeutung haben, hätte die westliche Reaktion auf den Putsch in der Türkei 2016 im Vergleich zu der auf den Putsch in Ägypten 2013 die Frage endgültig klären müssen. Zwei Putsche, in zwei Ländern: Ägypten und die Türkei. Je nach persönlicher Haltung und religiöser Ausrichtung war der eine Putsch „gewiss“ demokratisch und der andere „eindeutig“ undemokratisch. Warum? Weil der eine „offensichtlich“ den Willen des Volkes verkörperte und der andere „zweifellos“ nicht. Die bei jedem Putsch getöteten Menschen waren je nachdem, wen man fragt und von welchem Putsch man spricht, entweder „Märtyrer“ oder „Verräter“.
We judge rulers and governmental institutions by their actions and whether those actions conform with justice as delineated by Allah. We do not hide our beliefs behind superfluous and ultimately meaningless designations of “democratic” or “undemocratic.” If there were any doubt left about whether these terms have any meaning, the Western reaction to the 2016 coup in Turkey versus the reaction to the 2013 coup in Egypt should have settled the issue conclusively. Two coups, in two countries: Egypt and Turkey. Depending on one’s personal commitments and religious orientation, one coup was “certainly” democratic and the other was “clearly” undemocratic. Why? Because one coup “obviously” represented the will of the people and the other “undoubtedly” did not. The people killed in each coup were “martyrs” or “traitors” depending on who you ask, depending on which coup you are talking about.
Also können wir über Demokratie bis zum Umfallen debattieren, aber wir kommen nie weiter, weil es ein leerer, hoffnungslos subjektiver Begriff ist, der auf jede politische Handlung oder jede Regierungsform projiziert werden kann.
So we can debate democratic-ness till we are blue in the face, but we will never get anywhere because this is an empty, hopelessly subjective concept that can be projected onto any political act or governmental structure.
Indem wir unsere Sprache in diesen liberalen Anstrich hüllen und leere Begriffe wie „Demokratie“ verwenden, um unsere Meinungen zu vermitteln, schieben wir in Wahrheit eine echte Diskussion auf. Die eigentliche Diskussion lautet: Was schuldet eine regierende Autorität letztlich ihrem Volk, und was schuldet das Volk ihr? Und vor allem: Woher wissen wir, was die richtige Antwort ist? Sind wir Nihilisten, die nicht glauben, dass es eine richtige Antwort gibt? Oder glauben wir, dass es eine richtige Antwort gibt, und wenn ja, wie bestimmen wir sie?
By wrapping our language in this liberal veneer and employing empty concepts like “democracy” to convey our opinions, what we are really doing is postponing a real discussion. The real discussion is: At the end of the day, what does a governing authority owe its people and what do the people owe it and, more importantly, how do we know what is the right answer? Are we nihilists who do not believe there is a right answer? Or do we believe that there is a right answer, in which case, how do we determine it?
Diese Fragen zwingen uns, über den Sinn des menschlichen Daseins und die Natur unserer Existenz sowie über unsere Beziehung zu unserem Schöpfer nachzudenken. Doch der liberale Säkularismus will nicht, dass wir ein Gespräch auf dieser Ebene führen. Der liberale Säkularismus will nicht, dass Menschen auf dieser Ebene denken, dass sie Gott in den Sinn kommen lassen. Deshalb erklärt er, Gott sei irrelevant. Tiefergehende metaphysische Fragen seien irrelevant. Der Sinn deiner Existenz sei irrelevant. Beschäftige dich lieber mit diesen künstlichen Begriffen. Streite nur darüber, welche leeren Etiketten auf dieses oder jenes Regime zutreffen. Versenke dich in eine Debatte, die von vornherein kein fruchtbares Ende haben kann. Über Gott zu sprechen sei zu unbequem, zu kindisch. Man könne ebenso gut über den Weihnachtsmann oder den Osterhasen streiten. Stattdessen solle man sich den Reihen der säkularen Intelligenz anschließen und ein „ernsthaftes“, „intellektuelles“ Gespräch über demokratische Repräsentation, Säkularisierung und ähnliche Themen führen.
These are the kinds of questions that make us think about human purpose and the nature of our existence and our relationship to our Maker. But liberal secularism does not want us to have a conversation on that level. Liberal secularism does not want people to think on that level, to bring God to mind. So it tells us that God is irrelevant. Deeper metaphysical questions are irrelevant. The meaning of your existence is irrelevant. Just busy yourself with these artificial terms. Just bicker about what empty labels are applicable to this or that regime. Submerge yourself in a debate that, by design, has no fruitful end. Talking about God is too uncomfortable, too childish. You might as well argue about Santa Claus or the Easter Bunny. Instead, join the ranks of the secular intelligentsia and have a “serious,” “intellectual” conversation about democratic representation, secularization, etc
Ich glaube, ich verzichte.
I think I’ll pass.