Seine Erfahrung mit Al-Mutawakkil
His Experience With Al-mutawakkil
Am Mittwoch, sechs Nächte vor dem Ende des Monats Dhu l-Hiddscha 232 [11. August 847], trat al-Mutawakkil ʿalā llāh, der damals sechsundzwanzig Jahre alt war, die Nachfolge al-Wāthiqs als Kalif an. Durch ihn ließ Gott den Sieg der Sunna zustande kommen und setzte dem Leid ein Ende, das durch die Inquisition verursacht worden war, sehr zur Freude der Menschen. 73.1
On Wednesday, with six nights left in Dhu l-Hijjah 232 [August 11, 847], al- Mutawakkil ʿalā llāh, who was then twenty-six years of age, succeeded al-Wāthiq as caliph. Through him God brought about the triumph of the sunnah and put an end to the suffering caused by the Inquisition, much to the gratification of the people. 73.1
[Al-Taymī:] Es gab drei große Kalifen: Abū Bakr, der die Abtrünnigen bekämpfte, bis sie sich ergaben; ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz, der die Missstände der Umayyaden beseitigte; und al-Mutawakkil, der die ketzerischen Neuerungen abschaffte und die Sunna öffentlich verkündete. 73.2
[Al-Taymī:] There were three great caliphs: Abū Bakr, who fought the apostates until they surrendered; ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz, who made good the abuses of the Umayyads; and al-Mutawakkil, who abolished heretical innovations and publicly proclaimed the sunnah. 73.2
[ʿAlī ibn al-Jahm:] Der Kalif al-Mutawakkil ließ nach mir schicken und sagte: „ʿAlī, ich habe im Traum den Propheten ﷺ gesehen. Ich erhob mich, um ihn zu begrüßen, und er sagte: ‚Du erhebst dich für mich, obwohl du ein Kalif bist?‘“ 73.3
[ʿAlī ibn al-Jahm:] The Caliph al-Mutawakkil sent for me and said, “ʿAlī, I dreamed I saw the Prophet. I rose to greet him, and he said, ‘You’re rising for me even though you’re a caliph?’” 73.3
„Es ist ein guter Traum, Herrscher der Gläubigen“, sagte ich. „Dass du dich seinetwegen erhebst, bedeutet, dass du für die Sunna eintrittst. Und er hat dich einen Kalifen genannt!“ Al-Mutawakkil war erfreut.
“It’s a good dream, Commander of the Faithful,” I said. “Your rising for him symbolizes your standing up for the sunnah. And he called you a caliph!” Al-Mutawakkil was pleased.
[ʿAlī ibn Ismāʿīl:] In Tarsus träumte ich, dass ich al-Mutawakkil sah, wie er an einem Ort voller Licht saß. 73.4
[ʿAlī ibn Ismāʿīl:] In Tarsus I dreamed that I saw al-Mutawakkil sitting in a place full of light. 73.4
„Al-Mutawakkil?“, fragte ich.
“Al-Mutawakkil?” I asked.
„Ja“, sagte er.
“Yes,” he said.
„Was hat Gott mit dir getan?“ „Er hat mir vergeben.“ „Warum?“ „Wegen des kleinen Teils der Sunnah, den ich wiederherstellen konnte.“ [Der Autor:] Al-Mutawakkil löschte die Feuer der ketzerischen Neuerung und entzündete die Lampen der Sunnah.
“What has God done with you?” “He forgave me.” “Why?” “Because of the little bit of sunnah I was able to restore.” [The author:] Al-Mutawakkil extinguished the fires of heretical innovation and lit the lamps of sunnah.
[Ibrāhīm ibn Muḥammad:] Im Jahr 234 [848–49] wählte al-Mutawakkil eine Reihe von Rechtsgelehrten und Hadith-Gelehrten aus, darunter Muṣʿab al-Zubayrī, Isḥāq ibn Abī Isrāʾīl, Ibrāhīm ibn ʿAbd Allāh al-Harawī sowie ʿAbd Allāh und ʿUthmān, die Söhne des Ibn Abī Shaybah, um Auszeichnungen und regelmäßige Stipendien zu erhalten. Er ordnete an, dass sie öffentliche Hadith-Sitzungen abhalten sollten, um die Überlieferungen zu lehren, die die Sezessionisten und die Anhänger des Jahm widerlegen, ebenso wie die Überlieferungen, die das Sehen Gottes beschreiben. ʿUthmān ibn Abī Shaybah ließ sich eine Kanzel aufstellen, um innerhalb der Stadt al-Manṣūr eine Sitzung zu leiten. Etwa dreißigtausend Menschen versammelten sich, um ihn zu hören. Abū Bakr ibn Abī Shaybah hielt seine Sitzung in der Moschee von al-Ruṣāfah ab, wo sich ebenfalls weitere dreißigtausend Menschen zum Zuhören versammelten.423 73.5
[Ibrāhīm ibn Muḥammad:] In 234 [848–49], al-Mutawakkil chose a number of jurists and Hadith-men, including Muṣʿab al-Zubayrī, Isḥāq ibn Abī Isrāʾīl, Ibrāhīm ibn ʿAbd Allāh al-Harawī, and ʿAbd Allāh and ʿUthmān, the sons of Ibn Abī Shaybah, to receive awards and regular stipends, and ordered them to hold public Hadith sessions to teach the reports that refute the Secessionists and the followers of Jahm, as well as the reports that describe seeing God. ʿUthmān ibn Abī Shaybah had a pulpit set up for him to lead a session inside the City of al-Manṣūr. Some thirty thousand people gathered to hear him. Abū Bakr ibn Abī Shaybah held his session in the mosque of al- Ruṣāfah, where another thirty thousand gathered to hear.423 73.5
[Ghulām Khalīl:] In ʿAbbādān, nach dem Ende der Inquisition, rezitierte Abū Jaʿfar al-Khawwāṣ für mich: 73.6
[Ghulām Khalīl:] In ʿAbbādān, after the end of the Inquistion, Abū Jaʿfar al- Khawwāṣ recited for me: 73.6
Das Seil der Irrgläubigen ist zerfasert und gerissen.
The heretics’ rope has frayed and snapped.
Ihre Zeit an der Macht ist gekommen und wieder vergangen.
Their turn in power come and gone.
Und mit ihnen ist auch das Heer des Teufels dahingegangen.
And gone with them is the Devil’s horde.
Die sich versammelten, um sie anzufeuern.
That gathered round to cheer them on.
Sagt mir, Freunde: Bei all dem Haufen.
Tell me, friends: In all that lot.
War es ein Vorbild? Auch nur eines?
Was there an exemplar? Even one?
Einer wie Sufyān ath-Thawrī, der uns alle lehrte.
One like Sufyān of Thawr, who taught us all.
Was anzunehmen und was zu meiden ist?
What to accept and what to shun?
Oder Sulaymān von Taym, der nie schlief.
Or Sulaymān of Taym, who never slept.
Aus Furcht vor dem allsehenden Blick Gottes?
For fear of God’s all-seeing gaze?
Oder wie Mālik, jenes Meer, jene Weide.
Or like Mālik, that sea, that pasture-ground.
Wo kommen die Rechtsgelehrten zum Grasen hin?
Where the jurists come to graze?
Oder Ibn Ḥanbal, der tapfere junge Mann des Islam.
Or Ibn Ḥanbal, Islam’s brave young man.
Ein so mutiges Herz, wie Gott es je geschaffen hat.
As stout a heart as God e’er made.
Wer, obwohl von Peitsche und Schwert umgeben,
Who, though ringed about with whip and sword.
Sie trotzten ihrem Lärm unerschrocken.424
Faced their clamor unafraid.424
Nachtrag
Addendum
Fünf Monate nach Beginn seiner Herrschaft ließ al-Mutawakkil Aḥmad ibn Ḥanbal zu sich rufen. 73.7
Five months into his reign, al-Mutawakkil sent for Aḥmad ibn Ḥanbal. 73.7
[Ṣāliḥ:] Al-Mutawakkil befahl Isḥāq ibn Ibrāhīm, meinen Vater zu ihm zu schicken. Also ließ Isḥāq meinen Vater rufen und sagte: „Der Befehlshaber der Gläubigen verlangt deine Anwesenheit. Mach dich bereit für eine Reise!“ Mein Vater sagte: 73.8
[Ṣāliḥ:] Al-Mutawakkil ordered Isḥāq ibn Ibrāhīm to send my father to him. So Isḥāq summoned my father and said: “The Commander of the Faithful requires your presence. Prepare yourself for a journey!” My father said: 73.8
Isḥāq bat mich außerdem, ihm zu verzeihen, dass er dabei war, als ich ausgepeitscht wurde. Ich sagte ihm, dass ich allen, die dort anwesend waren, bereits verziehen hatte. Dann sagte er, er wolle mich etwas über den Qurʾān fragen – nicht um mich zu prüfen, sondern weil er es wirklich wissen wolle.
Isḥāq also asked me to forgive him for being present when I was flogged. I told him that I had already forgiven everyone who was there. Then he said he wanted to ask me about the Qurʾan—not to test me, but because he genuinely wanted to know.
„Unter uns also: Was sagst du über den Qur'an?“ „Er ist die Rede Gottes“, antwortete ich ihm, „ungeschaffen.“ „Warum ungeschaffen?“ „Gott hat gesagt: «Sein ist die Schöpfung, Sein ist der Befehl»425, was zeigt, dass das, was Er erschafft, nicht dasselbe ist wie das, was Er befiehlt.“ „Aber Sein Befehl ist geschaffen“, sagte Isḥāq.
“Just between us, then: What do you say about the Qurʾan?” “It’s the speech of God,” I told him, “uncreated.” “Why uncreated?” “God has said, «His is the creation, His the command,»425 which shows that what He creates is not the same as what He commands.” “But His command is created,” said Isḥāq.
„Gott steh uns bei!“, sagte ich. „Kann ein erschaffenes Ding ein anderes erschaffen?“ „Doch welche Autorität sagt dir, dass es nicht erschaffen ist?“ „Jaʿfar ibn Muḥammad sagt: ‚Es ist weder ein Schöpfer noch ein erschaffenes Ding.‘“ Da schwieg er.
“God help us!” I said. “Can one created thing create another?” “But what authority tells you it isn’t created?” “Jaʿfar ibn Muḥammad says, ‘It is neither a creator nor a created thing.’” He fell silent.
Am nächsten Abend ließ er mich zu sich rufen und fragte: „Wie fühlst du dich dabei, zu gehen?“ „Das liegt ganz bei dir.“ [Ṣāliḥ fuhr fort:] 73.9
The next night, he sent for me and asked, “How do you feel about going?” “That’s up to you.” [Ṣāliḥ continued:] 73.9
Ein Bericht darüber, was geschah, als Aḥmads Feinde ihn bei den Behörden anzeigten und behaupteten, er beherberge einen Anhänger ʿAlīs
An Account Of What Happened When Aḥmad’s Enemies Denounced Him To The Authorities, Claiming That He Was Harboring A Partisan Of ʿalī
Nachdem Aḥmad zu al-Mutawakkil gebracht und danach wieder zurückgeschickt worden war, starb Isḥāq ibn Ibrāhīm, und ihm folgte sein Sohn ʿAbd Allāh ibn Isḥāq nach. Danach denunzierten Aḥmads Feinde ihn bei al-Mutawakkil und behaupteten, er beherberge einen Anhänger ʿAlīs.426 73.10
After Aḥmad was taken to see al-Mutawakkil and then sent back again, Isḥāq ibn Ibrāhīm died and was succeeded by his son, ʿAbd Allāh ibn Isḥāq. Then Aḥmad’s enemies denounced him to al-Mutawakkil, claiming that he was harboring a partisan of ʿAlī.426 73.10
[Ṣāliḥ:] Der Kalif al-Mutawakkil schickte eine Nachricht an ʿAbd Allāh ibn Isḥāq, den neuen Statthalter in Bagdad, mit der Anweisung, Aḥmad ibn Ḥanbal davor zu warnen, dem Kalifen irgendetwas zu verbergen. Danach entsandte der Kalif seinen Kämmerer Muẓaffar sowie den Leiter des Kurierdienstes, einen Mann namens Ibn al-Kalbī, dem er dieselbe Nachricht geschickt hatte. Spät in der Nacht, als die meisten Menschen schon zu Bett gegangen waren, suchten al-Muẓaffar und Ibn al-Kalbī Aḥmad auf und überbrachten ihm die Botschaft, die ʿAbd Allāh ibn Isḥāq ihnen übermittelt hatte: nämlich, dass er sich davor hüten solle, dem Kalifen etwas zu verbergen. 73.11
[Ṣāliḥ:] The Caliph al-Mutawakkil sent a message to ʿAbd Allāh ibn Isḥāq, the new governor in Baghdad, telling him to warn Aḥmad ibn Ḥanbal against hiding anything from the caliph. The caliph then dispatched his chamberlain, Muẓaffar, as well as the chief of the courier service, a man named Ibn al-Kalbī, to whom he had sent the same message. Late at night, after most people had gone to bed, al-Muẓaffar and Ibn al-Kalbī confronted Aḥmad and passed on the message that ʿAbd Allāh ibn Isḥāq had conveyed to them: that is, that he should be wary of hiding anything from the caliph. 73.11
[Ṣāliḥ:] Es klopfte, und mein Vater, der nur einen Lendenschurz trug, öffnete die Tür. Die Besucher verlasen eine Botschaft des Kalifen, in der angedeutet wurde, dass er einen Anhänger ʿAlīs beherberge. Er sagte: „Ich weiß nicht, was er damit meint. Ich glaube, dass ihm Gehorsam geschuldet ist in guten wie in schlechten Zeiten, ob willig oder nicht, selbst wenn er andere mir vorziehen sollte. Ich bedauere, dass ich nicht mit meinen muslimischen Brüdern beten, am Freitagsgebet teilnehmen oder mich an die Gemeinschaft wenden kann.“427 73.12
[Ṣāliḥ:] There was a knock, and my father, who was dressed only in his breechclout, answered the door. The callers read aloud a message from the caliph suggesting that he was harboring a partisan of ʿAlī. He said, “I don’t know what he means. I believe that obedience is due him in good times and bad, willingly or not, even if he should favor others over me. I regret not being able to pray with my fellow Muslims, attend Friday prayers, or address the community.”427 73.12
Seine Reise nach Samarra, nachdem der Vorwurf ausgeräumt worden war
His Journey To Samarra After The Accusation Had Been Cleared Up
[Ṣāliḥ:] Mein Vater erhielt einen Brief von ʿAlī ibn al-Jahm, in dem stand: „Der Befehlshaber der Gläubigen sendet dir hiermit Yaʿqūb, genannt Qawṣarrah, mit einem Geschenk für dich, und er befiehlt dir, zu ihm zu kommen. Er ruft dich im Namen Gottes auf, nicht um Befreiung zu bitten und nicht das Geld zurückzusenden, das er dir geschickt hat, denn dies würde die Hand derer stärken, die gegen dich arbeiten.“ 73.16
[Ṣāliḥ:] My father received a letter from ʿAlī ibn al-Jahm saying: “The Commander of the Faithful herewith sends you Yaʿqūb, called Qawṣarrah, with a gift for you, and orders you to come to him. He calls upon you in the name of God not to plead for exemption or to return the money he has sent you, for doing so will strengthen the hand of those working against you.” 73.16
Am nächsten Tag kehrte Yaʿqūb zurück und ging hinein, um ihn zu besuchen. „Abū ʿAbd Allāh“, sagte er, „der Beherrscher der Gläubigen lässt dich grüßen und sagt: ‚Ich bin nun von deiner Unschuld überzeugt. Da ich mir sowohl die Gesellschaft deiner Gegenwart als auch den Segen deiner Gebete wünsche, sende ich dir hiermit zehntausend Dirham, um die Kosten deiner Reise zu decken.‘“ Dann holte Yaʿqūb einen Beutel hervor, mit einem verknoteten Säckchen, das etwa zweihundert Dinare enthielt, und der Rest war mit ungeprägten Dirham gefüllt. Mein Vater warf nicht einmal einen Blick darauf.
The next day, Yaʿqūb returned and went in to see him. “Abū ʿAbd Allāh,” he said, “the Commander of the Faithful conveys his greetings to you and says: ‘I am now convinced of your innocence. Desiring, as I do, the comfort of your presence and the blessing of your prayers, I herewith send to you ten thousand dirhams to cover the expenses of your journey.’” Yaʿqūb then brought out a bag with a knotted pouch containing about two hundred dinars and the rest filled with untrimmed dirhams. My father didn’t even look at it.
Yaʿqūb band es wieder zu und sagte: „Ich komme morgen wieder, um zu erfahren, wozu du dich entschlossen hast.“ Dann fügte er hinzu: „Gepriesen sei Gott, der verhindert hat, dass die Neuerer sich über deinen Untergang freuen.“ Dann ging er.
Yaʿqūb tied it back up, saying, “I’ll be back tomorrow to find out what you’ve decided to do.” He added, “Praise God, who prevented the innovators from rejoicing in your downfall.” Then he left.
Ich brachte eine grüne Waschwanne herein, drehte sie um und ließ sie auf den Beutel fallen.
I brought in a green washtub,430 turned it over, and dropped it on top of the bag.
Als die Zeit des Abendgebets gekommen war, sagte mein Vater: „Ṣāliḥ, nimm das und stell es in dein Haus.“ Also legte ich es auf das Dach neben die Stelle, wo ich schlief. Am nächsten Morgen früh hörte ich ihn nach mir rufen, also stand ich auf und ging zu ihm hinüber. Er erzählte mir, dass er nicht geschlafen habe. Als ich ihn fragte, warum nicht, fing er an zu weinen und sagte: „Ich dachte, ich wäre ihnen entkommen, doch nun sind sie gekommen, um mich am Ende meines Lebens zu quälen!“ Er fuhr fort: „Ich habe beschlossen, dieses Ding wegzugeben, sobald es Morgen ist.“ „Das liegt bei dir“, sagte ich.
Mehr darüber, was sich zwischen ihm und al-Mutawakkil nach seiner Rückkehr aus Samarra ereignete
More On What Happened Between Him And Al-mutawakkil After His Return From Samarra
[Ṣāliḥ:] Mein Vater pflegte Boten zu empfangen, die al-Mutawakkils Grüße überbrachten und sich nach seinem Befinden erkundigten. Wir freuten uns, die Besucher zu empfangen, doch mein Vater zitterte so heftig, dass wir ihn in schwere Kleider hüllen mussten. Er krümmte seine Finger zusammen und sagte: „Hätte ich meine Seele in der Hand, ich würde sie loslassen“, und öffnete dann seine Hand. 73.45
[Ṣāliḥ:] My father used to receive visits from messengers conveying al-Mutawakkil’s greetings and asking after his health. We were happy to receive the visitors, but my father would shudder so violently that we had to bundle him up in heavy clothes. He would bunch his fingers together and say, “If I had my soul in my hand, I would let it go,” then open his hand. 73.45
Einige Zeit später kamen al-Mutawakkil und sein Gefolge auf ihrem Weg nach al-Madāʾin durch al-Shammāsiyyah. Mein Vater sagte mir, dass er nicht wolle, dass ich zu ihnen gehe oder ihnen irgendeine Nachricht schicke. Ich sagte, dass ich das nicht tun würde.
Some time later, al-Mutawakkil and his entourage were passing through al- Shammāsiyyah on their way to al-Madāʾin. My father told me that he didn’t want me to go to them or send them word of any kind. I said I wouldn’t.
Am nächsten Tag saß ich draußen, und da erschien genau vor mir – obwohl es ein regnerischer Tag war – Yaḥyā ibn Khāqān, der trotz Regen mit einem gewaltigen Gefolge gekommen war.
The next day I was sitting outside and there right in front of me—even though it was a rainy day—appeared Yaḥyā ibn Khāqān, who had come, rain and all, with a vast entourage.
„Ist das eine Art, sich zu benehmen?“, sagte er, als er direkt vor unserer Gasse vom Pferd stieg. „Du bist nicht gekommen, um dem Herrscher der Gläubigen die Grüße deines Vaters zu überbringen, deshalb hat er mich zu dir geschickt.“ Ich versuchte ihn zu überreden, auf dem Pferd durch die Gasse zu reiten, doch er lehnte ab und begann stattdessen, sich durch den Schlamm zu kämpfen. Als er die Tür erreichte, zog er die Überschuhe, die er über seinen Stiefeln trug, aus und betrat das Haus.
“Is this any way to act?” he said, dismounting just outside our alley. “You didn’t come and convey your father’s greetings to the Commander of the Faithful, so he sent me to you.” I tried to persuade him to come through the alley on horseback, but he refused and began sloshing his way through the mud instead. When he reached the door, he removed the galoshes he was wearing over his boots and went into the house.
Mein Vater saß in der Ecke, in einem geflickten Umhang und mit einem Turban auf dem Kopf. Der einzige Vorhang über der Tür war ein Streifen aus grobem Sackleinen. Yaḥyā grüßte ihn, küsste ihn auf die Stirn und erkundigte sich nach seinem Befinden.