Seine Erweisungen der Gnade und die Wirksamkeit seiner Gebete
His Manifestations Of Grace And The Effectiveness Of His Prayers
[ʿAbd Allāh:] Einmal sah ich, wie mein Vater einige Ameisen bedrohte und sie aufforderte, sein Haus zu verlassen. Sie zogen in einer großen, dunklen Masse fort und kehrten nie zurück. 61.1
[ʿAbd Allāh:] Once I saw my father threaten some ants and ask them to leave his house. They left in a great dark mass and never returned. 61.1
[Muḥammad ibn ʿAlī l-Simsār:] Eines Nachts ging Aḥmad zu Ṣaliḥs Haus, weil Ṣaliḥs Sohn aus der Nase blutete. Die Ärzte313 waren gekommen und behandelten ihn mit Akazie und anderem,314 doch das Blut floss zu stark. 61.2
[Muḥammad ibn ʿAlī l-Simsār:] One night Aḥmad went over to Ṣaliḥ’s house because Ṣaliḥ’s son was bleeding from the nose. The doctors313 had come and were treating him with acacia and so on,314 but the blood was coming too fast. 61.2
„Was ist los, mein Sohn?“, fragte Aḥmad.
“What’s wrong, son?” said Aḥmad.
„Opa, ich werde sterben!“, sagte der Junge. „Bete für mich zu Gott.“ „Dir wird es gut gehen“, sagte Aḥmad. Er bewegte eine Hand, als bete er für ihn, und das Blut hörte auf zu fließen. Dies geschah, nachdem alle den Jungen schon aufgegeben hatten, da er ununterbrochen geblutet hatte.
“Grandpa, I’m going to die!” said the boy. “Call to God for me.” “You’ll be all right,” said Aḥmad. He moved a hand as if praying for him and the blood stopped. This was after everyone had given the boy up for dead, since he had been bleeding continuously.
[Abū Ṭālib:] Einmal diktierte mir Aḥmad, als mir mein Stift zerbrach. Er gab mir einen seiner eigenen. Später zeigte ich ihn Abū ʿAlī l-Jaʿfarī und sagte ihm, es sei ein Stift, den Aḥmad mir gegeben habe. „Nimm ihn“, sagte er zu seinem Diener, „und leg ihn auf die Palme: Mal sehen, ob sie dadurch befruchtet wird.“ 61.3
[Abū Ṭālib:] Once I was taking dictation from Aḥmad and my pen snapped. He gave me one of his own. Later I showed it to Abū ʿAlī l-Jaʿfarī, telling him that it was a pen that Aḥmad had given me. “Take it,” he told his serving boy, “and lay it on the palm tree: let’s see if that will fertilize it.” 61.3
Der Junge tat, worum man ihn gebeten hatte, und der Baum trug Früchte.
The boy did as he was asked and the tree grew fruit.
[Al-ʿAbbās ibn Muḥammad:] Einer meiner Nachbarn, ein Mann namens ʿAlī ibn Abī Ḥarārah, erzählte mir diese Geschichte. 61.4
[Al-ʿAbbās ibn Muḥammad:] One of my neighbors, a man named ʿAlī ibn Abī Ḥarārah, told me this story. 61.4
„Meine Mutter war fast zwanzig Jahre lang nicht in der Lage zu gehen. Eines Tages sagte sie: ‚Geh und bitte Aḥmad ibn Ḥanbal, für mich zu Gott zu beten.‘ Ich ging zu seinem Haus und klopfte an die Tür. Er war im Vorraum, aber er öffnete nicht.“
“My mother had been unable to walk for almost twenty years. One day she said, ‘Go ask Aḥmad ibn Ḥanbal to pray to God for me.’ “I went to his house and knocked on the door. He was in the anteroom but he didn’t open up.
„‚Wer ist da?‘, rief er.
“‘Who is it?’ he called out.
„Ich sagte ihm, dass ich in der Nachbarschaft wohne und dass meine Mutter ein Krüppel sei, die nicht gehen könne, und dass ich ihn bitten wolle, für sie zu beten. Durch die Tür kam eine zornige Antwort: ‚Sie ist diejenige, die für mich beten sollte!‘ Ich wandte mich ab. Als ich gerade gehen wollte, trat eine alte Frau aus dem Haus und sagte: ‚Bist du derjenige, der mit Abū ʿAbd Allāh gesprochen hat?‘ ‚Ja.‘ ‚Ich habe ihn gerade für sie beten hören.‘ Ich eilte nach Hause. Als ich an die Tür klopfte, kam meine Mutter heraus, ging auf eigenen Füßen zur Tür, um zu öffnen, und sagte: ‚Gott hat mich geheilt!‘“ [Ibrāhīm ibn Hāniʾ]: So-und-so, der Weber, der von Abū ʿAbd Allāh gemietet hatte, erzählte mir: „Einmal, als ich krank war, stöhnte ich die ganze Nacht. Mitten in der Nacht kam Aḥmad heraus und sagte: ‚Wer leidet da drüben so?‘“ 61.5
“I told him I lived in the neighborhood and my mother was an invalid who couldn’t walk and wanted him to pray for her. Through the door came an angry reply: ‘She’s the one who should be praying for me!’ “I turned away. As I was leaving an old woman came out of the house and said, ‘Are you the one who was talking to Abū ʿAbd Allāh?’ “‘Yes.’ “‘I just heard him praying for her.’ “I rushed home. When I knocked on the door, my mother came out walking on her own two feet to open it, saying, ‘God cured me!’” [Ibrāhīm ibn Hāniʾ]: So-and-So the weaver, who rented from Abū ʿAbd Allāh, told me: “Once when I was sick I kept moaning all night. In the middle of the night Aḥmad came out and said, ‘Who’s that in pain over there?’ 61.5
„Sie sagten es ihm, und er betete für mich. ‚Gott, heile ihn!‘, sagte er und ging wieder hinein. Der Schmerz hörte plötzlich auf, als hätte jemand Wasser auf ein Feuer gegossen.“ [Fāṭimah:] Mein Bruder Ṣāliḥ hatte ein Feuer in seinem Haus. Er hatte in eine wohlhabende Familie eingeheiratet, die eine Mitgift schickte, die nach vierttausend Dirham aussah, aber alles ging in Rauch auf. Ṣāliḥ sagte: „Mir geht es nur darum, das Gewand zu verlieren, das mein Vater trug, wenn er betete. Ich zog es gern zum Segen an und betete darin.“ 61.6
“They told him, and he prayed for me. ‘God, cure him!’ he said, and went back inside. The pain suddenly stopped, as if someone had poured water on a fire.” [Fāṭimah:] My brother Ṣāliḥ had a fire in his house. He’d married into a wealthy family who sent over a dowry that looked like it was worth four thousand dirhams, but all of it went up in smoke. Ṣāliḥ said, “All I care about is losing the robe that my father used to wear when he prayed. I liked to put it on for a blessing and pray in it.” 61.6
Als das Feuer gelöscht war, gingen sie wieder hinein. Auf dem Bett fanden sie das Gewand.
When the fire was put out, they went back in. On the bed they found the robe.
Alles um es herum war verbrannt, doch das Gewand blieb unversehrt.
Everything around it had burned up but the robe was unharmed.
[Der Autor:] Eine ähnliche Geschichte hörte ich vom Oberrichter ʿAlī ibn al-Ḥusayn al-Zaynabī. Bei ihm brach ein Feuer aus, und alles im Haus verbrannte, außer einem Buch, das einige Schriften von Aḥmad enthielt. 61.7
[The author:] I heard a similar story from the chief judge, ʿAlī ibn al-Ḥusayn al- Zaynabī. He had a fire and everything in the house burned up except a book that had some of Aḥmad’s writing in it. 61.7
Was mich selbst betrifft: Als Bagdad im Jahr 554 [1159–60] überflutet wurde und meine Bücher zugrunde gingen, blieb unter anderem ein Band mit zwei Blättern in der Handschrift Aḥmads erhalten.
As for myself, when Baghdad was flooded in 554 [1159–60] and my books were ruined, one thing that was spared was a volume containing two sheets in Aḥmad’s handwriting.
[Al-Lakkāf:] ʿAbd Allāh ibn Mūsā, ein guter Sunnit, erzählte mir: „Eines finsteren Nachts gingen mein Vater und ich, um Aḥmad zu besuchen, doch es wurde zu dunkel, um etwas zu sehen. Mein Vater sagte: ‚Lasst uns Gott anrufen und Ihn durch Aḥmad, Seinen rechtschaffenen Diener, bitten, uns den Weg zu erleuchten. Seit dreißig Jahren ist mir alles gewährt worden, was ich in seinem Namen erbeten habe.‘ Mein Vater betete, und ich sagte ‚Amen.‘ Der Himmel erhellte sich, als wäre es eine mondbeschienene Nacht, und so blieb es, bis wir ankamen.“ 61.8
[Al-Lakkāf:] ʿAbd Allāh ibn Mūsā, who was a good Sunni, told me: “One dark night, my father and I went out to visit Aḥmad, but it got too dark to see. My father said, ‘Let’s call on God, invoking His righteous servant Aḥmad, and ask Him to light our way. For thirty years, everything I’ve asked for in his name has been granted.’ My father prayed and I said ‘Amen.’ The sky lit up as if it were a moonlit night and stayed that way until we arrived.” 61.8
[Al-Rāzī:] Eine Gruppe von uns begleitete Aḥmad ibn Ḥanbal bis zum Tor al-Mutawakkils. Er wurde durch das Tor der Vertrauten eingelassen, doch bevor er hineinging, sagte er: „Ihr könnt nun alle zurückgehen. Gott möge euch bei guter Gesundheit erhalten!“ 61.9
[Al-Rāzī:] A group of us accompanied Aḥmad ibn Ḥanbal as far as al- Mutawakkil’s gate. He was admitted at the Intimates’ Gate, but before going in, he said, “All of you can go back now. May God keep you in health!” 61.9
Seit jenem Tag ist keiner von uns krank geworden.
Since that day, not one of us has fallen ill.