Sein Wissen, sein Verstand und sein religiöses Verständnis
His Learning, His Intelligence, And His Religious Understanding
[Abū l-Qāsim al-Jabbulī:] Die meisten Leute glauben, dass Aḥmad ibn Ḥanbal vor allem wegen dessen berühmt wurde, was er während der Miḥna getan hat, doch das stimmt nicht. Berühmt wurde er, weil man ihn zu jeder beliebigen Frage befragen konnte und er antwortete, als läge die gesamte Gelehrsamkeit der Welt vor ihm ausgebreitet. 9.1
[Abū l-Qāsim al-Jabbulī:] Most people think that Aḥmad ibn Ḥanbal became famous largely because of what he did during the Inquisition, but that’s not so. It was because you could ask him about any issue and he would answer as if he had all the learning in the world laid out before him. 9.1
[Al-Ḥarbī]: Ich habe drei Männer erlebt, wie es keine anderen gibt: Männer, wie sie unter den Frauen nie geboren wurden.
[Al-Ḥarbī]: I lived to see three men like no other: men unlike any of woman born.
Der Erste war Abū ʿUbayd al-Qāsim ibn Sallām. Das Einzige, womit ich ihn vergleichen kann, ist ein Berg, der mit dem Hauch des Lebens erfüllt ist. Der Zweite war Bishr ibn al-Ḥārith. Das Einzige, womit man ihn beschreiben kann, ist, dass sein ganzer Körper, vom Scheitel bis zur Sohle, aus dem Ton der Selbstbeherrschung geknetet zu sein schien. Der Dritte war Aḥmad ibn Ḥanbal. Mir schien es, als habe er das Wissen der alten und der späteren Zeiten, jeder Art, in sich vereint, so dass er sagen konnte, so viel er wollte, oder zurückhalten konnte, was er wollte. 9.2
The first was Abū ʿUbayd al-Qāsim ibn Sallām. The only thing I can compare him to is a mountain filled with the breath of life. The second was Bishr ibn al-Ḥārith. The only way to describe him is to say that all of him, from the crown of his head down to the soles of his feet, seemed to have been kneaded from the clay of self-restraint. The third was Aḥmad ibn Ḥanbal. To me he seemed to have gathered the learning of ancient times and latter days alike, of whatever kind, so that he could say as much as he wanted or keep back whatever he wished. 9.2
[Ad-Dārimī:] Ich habe nie einen dunkelhaarigen Mann gesehen, der mehr Überlieferungen (Ḥadīthe) des Gesandten Gottes (Gott segne ihn und schenke ihm Heil) auswendig gelernt hätte, noch der ihren Sinn besser verstanden hätte, als Aḥmad es tat. ﷺ 9.3
[Al-Dārimī:] I never saw a dark-headed man55 learn more Hadith reports of God’s Emissary (God bless and keep him) by heart, nor reach a better understanding of everything they meant, than Aḥmad did. 9.3
[Ibn Rāhawayh:] Im Irak pflegte ich mit Aḥmad ibn Ḥanbal, Yaḥyā ibn Maʿīn und meinem eigenen Jahrgang zu lernen. Wir prüften uns gegenseitig im Ḥadīṯ, indem wir nach der Überlieferungskette fragten – oder nach den zwei oder drei verschiedenen Ketten, die es für ein und denselben Bericht geben mochte.
[Ibn Rāhawayh:] In Iraq I used to study with Aḥmad ibn Ḥanbal, Yaḥyā ibn Maʿīn, and my own cohort. We used to test each other on Hadith by asking about the chain of transmitters—or the two or three different chains—that might exist for a single report.
Dann würde Yaḥyā ibn Maʿīn das Wort ergreifen und eine weitere Überlieferungskette anführen. „Darin sind wir uns doch alle einig, nicht wahr?“, fragte ich, und sie alle bestätigten es. Dann fragte ich: „Was bedeutet der Bericht? Wie würdet ihr ihn erklären? Und welche Schlussfolgerungen lassen sich daraus ziehen?“ 9.4
Then Yaḥyā ibn Maʿīn would speak up and offer yet another chain. “We all agree on that one, don’t we?” I would ask, and they would all say they did. Then I would ask, “What does the report mean? How would you explain it? And what implications can we draw from it?” 9.4
Daraufhin verstummten alle, mit Ausnahme von Aḥmad ibn Ḥanbal.
At that, everyone would fall silent except for Aḥmad ibn Ḥanbal.
[Ibn Yūnus:] Ich hörte Abū ʿĀṣim sagen, als das Thema religiöses Verständnis zur Sprache kam: „In Bagdad gibt es niemanden außer diesem Mann“, und er meinte Aḥmad.
[Ibn Yūnus:] I heard Abū ʿĀṣim say, when the topic of religious understanding was raised, “There’s no one there”—in Baghdad—“except that man,” meaning Aḥmad.
„Niemand ist je von dort zu uns gekommen, der so gut versteht wie er.“ 9.5
“No one’s ever come to us from there who understands as well as he does.” 9.5
Danach erwähnte jemand ʿAlī ibn al-Madīnī, doch Abū ʿĀṣim winkte abweisend mit der Hand ab.
Someone then mentioned ʿAlī ibn al-Madīnī, but Abū ʿĀṣim waved his hand dismissively.
[Al-Kūfī:] Yaḥyā ibn Maʿīn wurde einmal nach einer Frage zum Wohnen in einem Laden gefragt. „Damit beschäftige ich mich nicht“, antwortete er. „Frag Aḥmad ibn Ḥanbal.“ 9.6
[Al-Kūfī:] Yaḥyā ibn Maʿīn was once asked a question about living in a shop. “I don’t deal with that,” he replied. “Ask Aḥmad ibn Ḥanbal.” 9.6
Al-Khallāl berichtete, dass Aḥmad die Bücher der rationalistischen Rechtswissenschaft abgeschrieben und auswendig gelernt, sie danach aber nicht mehr zu Rate gezogen habe. Wenn er über das religiöse Verstehen sprach, tat er dies mit der Haltung eines Mannes, der alle Formen des Wissens erprobt hatte und aus eigener Erfahrung sprechen konnte. 9.7
Al-Khallāl said that Aḥmad copied down the books of rationalist jurisprudence and memorized them, but then stopped consulting them. Whenever he spoke about religious understanding, he did so with the air of a man who had tested all the forms of knowledge and could speak from experience. 9.7
Ḥubaysh ibn Mubashshir und eine Reihe anderer Rechtsgelehrter sagten: „Wenn wir disputieren, sind wir bereit, jeden herauszufordern, außer Ibn Ḥanbal. Bei ihm können wir nur schweigen." 9.8
Ḥubaysh ibn Mubashshir and a number of other jurists said, “When we debate, we’re willing to challenge anyone except Ibn Ḥanbal. With him, all we can do is keep quiet.” 9.8
[Al-Ḥarbī:] Aḥmad [ibn Ḥanbal] wurde gefragt, ob ein Muslim zu einem Christen sagen darf: „Möge Gott dich segnen!“ 9.9
[Al-Ḥarbī:] Aḥmad [ibn Ḥanbal] was asked whether a Muslim should say “May God grace you!” to a Christian. 9.9
„Ja“, sagte er. „Er soll es sagen und damit meinen: ‚Möge Gott dich begnadigen, indem Er dich zum Muslim macht!‘“56
“Yes,” he said. “He should say it, and mean by it ‘May God grace you by making you Muslim!’”56
Ihm wurde außerdem die Frage gestellt, ob ein Mann, der drei bindende Schwüre geleistet hat, in dieser Nacht mit seiner Frau zu verkehren oder sie zu scheiden, feststellt, dass sie menstruiert.
He was also asked whether a man who has sworn three binding oaths to have intercourse with his wife that night, or divorce her, discovers that she is menstruating.
„Er muss sich von ihr scheiden lassen und nicht mit ihr verkehren“, antwortete er. „Gott hat die Scheidung erlaubt, den Beischlaf mit einer menstruierenden Frau aber verboten.“57
“He must divorce her and not have intercourse,” he replied. “God has permitted divorce but forbidden intercourse with a menstruating woman.”57
Abū l-Wafāʾ ʿAlī ibn ʿAqīl (möge Gott mit ihm zufrieden sein) sagte:58 9.10
Abū l-Wafāʾ ʿAlī ibn ʿAqīl (may God be pleased with him) said:58 9.10
Eines der erstaunlichsten Dinge, die man von unwissenden jungen Männern hört, ist die Behauptung, Aḥmad sei im religiösen Verständnis nicht gut gewesen, nur in der Überlieferung von Ḥadīthen. Diese Behauptung ist so unwissend wie kaum eine andere, die sie aufstellen könnten, und sie stellen sie auf, weil sie seine Methode nicht verstehen, mit Ḥadīthen zu den vorzuziehenden Handlungsweisen zu gelangen. Gewiss sind seine Urteile nuancierter, als wir es von ihnen je gesehen haben. Dabei ist noch nicht einmal von seiner überlegenen Beherrschung des Ḥadīth selbst die Rede, die sie selbst eingestehen. Mehr als einmal hat er sich ihren Ḥadīth-Sitzungen angeschlossen und die Besten unter ihnen übertroffen.
One of the surprising things you hear ignorant young men say is that Aḥmad was no good at religious understanding, only Hadith transmission. That claim is as ignorant as any they could make, and they make it because they don’t understand his method of using Hadith to reach decisions about the preferable course of action. Certainly, his rulings are more nuanced than any we have seen them produce. This is not even to mention his superior mastery of Hadith itself, which they themselves concede. More than once he joined them for Hadith sessions and outdid the best of them.
Eine besonders verwickelte Entscheidung von ihm betrifft die Tatsache, dass seine Ansichten über die Aufteilung einer Schuld, für die zwei Personen haften, voneinander abwichen. In Bezug auf die Ablehnung der Gültigkeit der Aufteilung einer Schuld, für die eine Person haftet, wichen sie nicht voneinander ab.
A particularly intricate ruling of his concerns the fact that his views differed about the division of a debt that is the liability of two persons. They did not differ in regard to the rejection of the validity of the division of a debt that is the liability of one person.
Der Punkt scheint zu sein: Handelt es sich um eine einzige Verbindlichkeit, ist sie nicht teilbar. Denn derjenige, der die Schuld eingegangen ist, ist eine Person, und einer der beiden Partner, denen die Schuld geschuldet wird, hat nur das Recht, die Zahlung gemäß seinen Rechten aus der Partnerschaft zu fordern – er darf nichts anderes tun. Wie könnte die Verbindlichkeit also teilbar sein? Anders verhält es sich, wenn die Schuld die Verpflichtung zweier Personen ist. Denn einer der beiden Partner, denen die Schuld geschuldet wird, kann von sich aus gegen die Verbindlichkeit eines der beiden Schuldner vorgehen. In einem solchen Fall ist die Teilung gültig, weil eine der beiden Zahlungsquellen von der anderen unterscheidbar ist. Seine Ansicht, wonach eine solche Teilung ausgeschlossen ist, beruht darauf, dass die Teilung einer von zwei Personen geschuldeten Schuld ausgeschlossen ist, weil die Verbindlichkeiten üblicherweise verschieden sind und nicht gleichwertig.59 9.11
The point seems to be that, if it is a single liability, it is not subject to division. This is because the one who incurred the indebtedness is one person, and one of the two partners who are owed the debt has only the right to demand payment according to his rights under the partnership—he may do nothing else, so how could the liability be subject to division? But that is not the case when the debt is the obligation of two persons. That is because one of the two partners who are owed the debt may, on his own, seek recourse against the liability of one of the two who owe the debt. In such a case the division is valid, because one of the two sources of payment is distinguishable from the other. As for his view according to which such a division is precluded, that would be because division of a debt owed by two persons is precluded due to the fact that the liabilities usually differ, and are not equivalent.59 9.11
Ein weiteres Beispiel für Aḥmads religiöses Verständnis und die Feinheit seiner Argumentation ist die Begebenheit, als er nach einem Mann gefragt wurde, der gelobt hatte, die Kaʿbah auf allen vieren zu umkreisen. Er antwortete, der Mann solle zwei Umkreisungen vollziehen, aber nicht kriechen. Man beachte das religiöse Verständnis: Aḥmad scheint über den Akt des Sich-auf-das-Gesicht-Fallens nachgedacht zu haben und kam zu dem Schluss, dass er Spott hervorruft und ein empfindungsfähiges Wesen auf die Stufe eines Tieres herabsetzt. Dementsprechend handelte er, um den Mann davor zu bewahren, zum Schauspiel zu werden und den Haus Gottes und der Moschee Schande zu bringen. Doch anstatt den Wortlaut des Gelübdes des Mannes, zu kriechen, für ungültig zu erklären, ersetzte er die Füße – das geeignete Werkzeug der Fortbewegung – durch die Hände.60 9.12
Another example of Aḥmad’s religious understanding and the subtlety of his reasoning is the time when he was asked about a man who had vowed to circle the Kaʿbah on all fours. He answered that the man should perform two circumambulations but not crawl. Note the religious understanding: Aḥmad seems to have contemplated the act of falling on one’s face and concluded that it provokes ridicule and reduces a sentient creature to the level of a beast. Accordingly, he moved to protect the man from becoming a spectacle and bringing dishonor to God’s House and the Mosque. But instead of invalidating the wording of the man’s vow to crawl, he substituted the feet— the proper instrument of motion—for the hands.60 9.12
Bei einer anderen Gelegenheit wurde Aḥmad nach einem Mann gefragt, der verstorben war und seinem Sohn eine singende Sklavin hinterlassen hatte, die dieser verkaufen musste. Aḥmad sagte, dass sie nur so verkauft werden dürfe, als wäre sie untrainiert. 9.13
On another occasion Aḥmad was asked about a man who had died and left a singing slave to his son, who needed to sell her. Aḥmad said that she could only be sold as if untrained. 9.13
„Ein Sänger ist 30.000 Dinar wert“, wurde ihm gesagt, „aber eine untrainierte Sklavin ist nur zwanzig wert!“ „Sie kann nur verkauft werden, als wäre sie untrainiert“, wiederholte er.
“A singer is worth 30,000 dinars,” he was told, “but an untrained slave is worth only twenty!” “She can only be sold as if untrained,” he repeated.
Das ist ein bewundernswertes Zeichen religiösen Verständnisses seinerseits, denn die Fähigkeit einer Sklavin zu singen gleicht der Herstellung eines Instruments zum bloßen Zeitvertreib, und ihr ist im Falle einer widerrechtlichen Aneignung kein Wert beizumessen. Wenn ein Mann eine singende Sklavin widerrechtlich an sich nimmt, die dann das Singen verlernt, so ist er nicht haftbar.61
This is an admirable bit of religious understanding on his part, because the ability to sing in a slave is like the construction of an instrument of idle diversion and it is not to be assigned a value in cases of usurpation. If a man usurps a singing female slave who then forgets how to sing, he is not liable.61
Bei einer anderen Gelegenheit wurde Aḥmad gefragt, was zu tun sei, wenn in einer Menge Sesam, die eingeweicht stehen gelassen worden war, eine tote Maus gefunden wurde. Er entschied, dass der Sesam als Futter für das Vieh verwendet werden solle. 9.14
On another occasion, Aḥmad was asked what to do when a dead mouse was found in a quantity of sesame seeds that had been left to soak. He ruled that the seeds should be used as fodder for livestock. 9.14
„Was ist mit wiederholtem Spülen und anschließendem Abtropfenlassen?“, wurde er gefragt.
“What about rinsing them repeatedly and then draining them?” he was asked.
„Nicht, nachdem sie eingeweicht wurden“, sagte er.
“Not after they’ve been soaked,” he said.
Dies ist ein weiteres Beispiel für sorgfältiges Denken seinerseits. Das Wasser, das bereits von den Samen aufgesogen worden war, würde nicht dadurch entfernt, dass man zusätzliche Flüssigkeit darüber gießt, denn Wasser kann Wasser nicht verdrängen. Man beachte den Scharfsinn des Mannes und seine Beherrschung der Einzelheiten.
This is another example of careful reasoning on his part. The water that had already been absorbed by the seeds would not be removed by pouring additional liquid over them, since water cannot displace water. Note the man’s acumen and his mastery of detail.
Bei einer anderen Gelegenheit wurde er danach gefragt, ob es erlaubt sei, Seidenraupen in der Sonne auszusetzen, um sie in ihren Kokons zu töten und zu verhindern, dass sie die Fäden verzehren, die sie hervorgebracht haben. „Wenn es keinen anderen Weg gibt“, sagte er, „und wenn der Zweck etwas anderes ist, als sie leiden zu lassen, dann ist es erlaubt.“ 9.15
On another occasion he was asked about exposing silkworms to the sun to kill them in their cocoons and prevent them from consuming the filaments they had produced. “If there is no other way,” he said, “and if the purpose is something other than making them suffer, then it’s allowed.” 9.15
Dieses Urteil ist ein Beweis für sein großes Unterscheidungsvermögen. Er erlaubte eine Handlung, die Leid verursacht, nur deshalb, weil die Handlung einen anderen Zweck hatte als das Verursachen dieses Leids.
This verdict is evidence of his great discernment. He permitted an act that causes suffering only because the act had a purpose other than causing that suffering.
Ibn ʿAqīl fügte hinzu: Aḥmads bemerkenswerte Leistungen im logischen Schlussfolgern bezeugen die Gegenwart eines Geistes, der das höchste Maß an Verständnis erreicht hatte. Bei einer Gelegenheit etwa empfing er einen Besuch von Abū ʿUbaydah und erhob sich von seinem Sitz. 9.16
Ibn ʿAqīl added: Aḥmad’s striking feats of reasoning attest to the presence of a mind that had reached the highest level of understanding. On one occasion, for example, he received a visit from Abū ʿUbaydah and rose from his seat. 9.16
„Wurde nicht überliefert“, fragte Abū ʿUbaydah, „dass ‚der Platz eines Mannes gehört ihm selbst‘?“ „Das stimmt“, sagte Aḥmad. „Es bedeutet, dass er den Platz einnehmen kann, wenn er will, oder ihn einem anderen anbieten kann.“ Dieses Maß an Verständnis, hier verbunden mit schneller Auffassungsgabe, ist unübertroffen.
“Hasn’t it been reported,” asked Abū ʿUbaydah, “that ‘a man’s place is his own’?” “That’s right,” said Aḥmad. “It means he can take the place if he wants, or offer it to someone else.” This degree of understanding, here joined with quick thinking, is un surpassable.
Angesichts dieser Einsicht und dieses gesunden Urteilsvermögens kann jeder unvoreingenommene Beobachter nur bescheiden den Blick abwenden.62 Diejenigen, die Aḥmad tadeln, sind allein die Verfechter verwerflicher Neuerungen, die vor Groll brennen, wenn sie sehen, wie oft seine Urteile übernommen werden und ihre eigenen in Vergessenheit geraten. Seine Entscheidungen sind so bekannt, dass die meisten Gelehrten sagen: „Mein Urteil in bestimmten Fällen folgt dem von So-und-So, doch die Grundlage meiner Begründung ist die Aḥmads.“ Dass die Urteile eines Mannes als grundlegend übernommen werden, sollte jedem genügen, um von seinen Verdiensten überzeugt zu sein. 9.17
Faced with this degree of insight and sound judgment, any fair observer can only avert his eyes in modesty.62 The only people who do find fault with Aḥmad are purveyors of reprehensible innovations who burn with resentment when they see how often his judgments are adopted and theirs forgotten. So well known are his verdicts that most scholars say, “My ruling in particular cases follows that of So-and-So, but the basis for my reasoning is Aḥmad’s.” To see a man’s judgments adopted as foundational should be enough to convince anyone of his merits. 9.17