Über das Kondolieren bei seiner Familie
On The Condolences Offered To His Family
Die Kinder Aḥmads berichteten, dass viele Menschen, darunter einige rechtschaffene Männer, die ihre Identität geheim gehalten hatten, kamen, um ihr Beileid auszusprechen. Ohne zu viel Zeit auf dieses Thema zu verwenden, werde ich einige der bekannteren Berichte darlegen. 89.1
Aḥmad’s children reported that many people, including certain righteous men who had kept their identities a secret, came to offer their condolences. Without spending too much time on the subject, I will present a few of the more famous accounts. 89.1
[Ibn Abī Ḥātim:] Wir hörten, wie Ṣāliḥ, der Sohn Aḥmads, berichtete: 89.2
[Ibn Abī Ḥātim:] We heard Aḥmad’s son Ṣāliḥ report: 89.2
Einige Tage nach dem Tod meines Vaters erhielt Muḥammad ibn ʿAbd Allāh ibn Ṭāhir einen Brief von al-Mutawakkil, in dem er angewiesen wurde, uns einen Kondolenzbesuch abzustatten und die Bücher mitzunehmen. Doch ich sammelte zuerst die Bücher ein und sagte zu ihm: „Alle Überlieferungen, die wir je gehört haben, befinden sich hier. Wenn du sie haben willst, bleib hier und schreibe sie ab.“482
A few days after my father died, Muḥammad ibn ʿAbd Allāh ibn Ṭāhir received a letter from al-Mutawakkil ordering him to pay us a visit of condolence and to carry off the books. But I gathered up the books first and told him, “All of the reports we’ve ever heard are in here. If you want them, stay here and copy them.”482
„Ich werde es dem Kalifen melden“, sagte er.
“I’ll tell the caliph,” he said.
[Ibn Abī Ḥātim:] Ṣāliḥ vertröstete ihn immer wieder, und die Bücher blieben in unseren Händen, Gott sei Dank! [Ṣāliḥ:] Einer meiner Freunde schrieb mir dieses Beileidsschreiben: 89.3
[Ibn Abī Ḥātim:] Ṣāliḥ kept putting him off and the books stayed in our hands, thank God! [Ṣāliḥ:] One of my friends wrote me this letter of condolence: 89.3
Im Namen Gottes, des Barmherzigen, des Allerbarmers. Gott, der Erhabene und Majestätische, hat bestimmt, dass der Tod alle Menschen gleichermaßen trifft und Seine Geschöpfe einer begrenzten Lebensspanne unterwirft, bis das Schicksal sie alle einholt. Dem Entscheid Gottes beugt sich nun Abū ʿAbd Allāh – Gott erbarme Sich seiner –, den Er zu Sich gerufen hat. Die Einladung Gottes nahm er mit willigem Herzen an. Er kam, wie immer, makellos, rein und untadelig, fest in der Überlieferung, unfehlbar und rechtgeleitet, nicht abweichend vom Pfad der guten Leitung, nicht von Launen beeinflusst und in Widrigkeiten unerschrocken, bis Gott ihn Sich nahe brachte. Mögen alle nach der Gnade streben, die er erlangt hat. Der Verlust schmerzt tief und reißt eine Wunde ins Herz. Ich tröste euch und jeden anderen Muslim, der diesen Brief liest, indem ich euch an die von Gott verheißenen Segnungen, Barmherzigkeiten und Zeichen erinnere, die denen zuteilwerden, die gut nachdenken, geduldig ausharren und mit Anmut das Schicksal annehmen, das Gott allen Dingen bestimmt hat, die Er erschaffen hat. Ich erinnere euch daran, dass er uns auf die bestmögliche Weise verlassen hat: geistesgegenwärtig, im Vertrauen auf die Leitung Gottes und unerschüttert in seinem Mut und seiner Entschlossenheit. Die Welt strebte nach ihm, doch er verschmähte sie, und er duldete keinen Tadel, wenn er für Gott eintrat. Sein Hinscheiden hinterlässt eine klaffende Narbe im Herzen des Islam.
In the name of God, full of compassion, ever-compassionate God, mighty and glorious, has decreed that death deal impartially with humankind, dooming His creatures to a finite span until fate comes to claim them all. Bowing now to God’s decree is Abū ʿAbd Allāh—may God have mercy on him!—whom He has summoned to Himself. Accepting God’s welcome with a willing heart, he came faultless as always, unsullied, and immaculate, firm in tradition, inerrant, and guiding aright, unswerving from the path of good guidance, unswayed by caprice, and dauntless in adversity, until God drew him close to Himself. Let all aspire to the grace that he has gained; and though losing him brings a wrenching grief that bites deep into the heart, and I console you and any other Muslim who reads this letter by reminding you of God’s promised blessings, mercies, and signs vouchsafed to those who ponder well, suffer long, and submit with good grace to the fate God has decreed for all things He has made. I remind you that he left us in the best possible way: present in mind, confident of God’s guidance, and unshaken in his courage and resolve. The world pursued him but he spurned it, and he brooked no rebuke when he stood up for God; his passing leaves a ragged scar on the heart of Islam.
Ich bitte Gott, der großzügig aus Seiner Huld gibt, Muḥammad, Seinen Diener und Gesandten, zu segnen; und Aḥmad keinen geringeren Lohn zu gewähren als den, den Er irgendeinem der Gefährten gewährt, die Er geschaffen hat, um Ihm zu dienen. Möge Er ihn im Rang erhöhen, ihm in seiner Stellung Ehre verleihen und ihn unter den Propheten, den Wahrhaftigen, den Märtyrern und den Heiligen platzieren – welch edle Gefährten! Ich bitte Gott, euch Kraft zu geben und den Lohn, der den Starken verheißen ist; und euch jene Gewissheit zu schenken, die den Lohn verleiht, der jenen verheißen ist, die ihren Glauben leben. Ich bitte Ihn, denn Er ist die Quelle aller Segnungen, der Spender alles Guten und Derjenige, dem nichts unmöglich ist.
I pray to God, who gives freely of His bounty, to bless Muḥammad, His servant and Emissary; and to grant Aḥmad no lesser reward than that He grants to any of the allies He has created to serve Him. May He raise him in rank, exalt him in standing, and seat him among the prophets, the truth-tellers, the martyrs, and the saints—goodly companions all! I ask God to give you strength, and the reward promised to the strong; and grant you that certainty that confers the reward promised to those who live out their faith. I ask Him, for He is the fount of all blessing, the dispenser of all good things, and the One for whom nothing is impossible.
[Al-Ṣūfī:] In der Nacht, in der wir Abū ʿAbd Allāh bestatteten, fragte mich einer unserer Gelehrten, ein gütiger und gelehrter Mann namens Abū Jaʿfar: „Weißt du, wer heute begraben wurde?“ 89.4
[Al-Ṣūfī:] The night we buried Abū ʿAbd Allāh, one of our scholars—a kindly, learned man named Abū Jaʿfar—asked me, “Do you know who was buried today?” 89.4
„Wer?“ „Der Sechste von Fünf.“ „Was meinst du damit?“ „Der Erste ist Abū Bakr al-Ṣiddīq“, sagte er. „Der Zweite war ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb.
“Who?” “The sixth of five.” “What do you mean?” “The first is Abū Bakr al-Ṣiddīq,” he said. “The second was ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb.
„ʿUthmān ibn ʿAffān war der Dritte, ʿAlī ibn Abī Ṭālib der Vierte, ʿUmar ibn ʿAbd al-ʿAzīz der Fünfte, und nun haben wir einen Sechsten: Aḥmad ibn Ḥanbal.“ Ich schätzte, dass er das sagte. Was er damit meinte, war, dass jeder dieser Männer in seiner Zeit der Größte war.
ʿUthmān ibn ʿAffān was the third, ʿAlī ibn Abī Ṭālib the fourth, ʿUmar ibn ʿAbd al- ʿAzīz the fifth, and now we have a sixth: Aḥmad ibn Ḥanbal.” I appreciated his saying that. What he meant was that each man was the greatest in his own time.