Der Nutzen des Besuchs seines Grabes
The Benefit Of Visiting His Grave
[Al-Hindibāʾī:] Ich pflegte das Grab von Aḥmad ibn Ḥanbal zu besuchen, doch dann hörte ich damit auf. Nach einiger Zeit hatte ich einen Traum, in dem eine Stimme sagte: „Du hast aufgehört, das Vorbild der Sunnah zu besuchen.“ 94.1
[Al-Hindibāʾī:] I used to visit Aḥmad ibn Ḥanbal’s grave but then stopped. After some time had passed, I had a dream where a voice said, “You’ve stopped visiting the exemplar of the sunnah.” 94.1
[Aḥmad ibn al-Ḥasan:] Mein Vater berichtete mir von Abū Ṭāhir al-Maymūn, der sagte: „Mein Sohn, ich traf in der Moschee von Ruṣāfah einen Mann – dies war im Rabīʿ II 466 [Dezember 1073] –, der mir auf meine Frage hin erzählte, dass er sechshundert Meilen zurückgelegt hatte, um dort zu sein. 94.2
[Aḥmad ibn al-Ḥasan:] My father cited Abū Ṭāhir al-Maymūn as saying, “Son, I met a man in the Ruṣāfah mosque—this was in Rabīʿ II 466 [December 1073]—who told me when I asked him that he had traveled six hundred leagues to be there. 94.2
„‚Warum?‘ ‚Eines Freitagabends zu Hause‘, sagte er, ‚träumte ich, ich befände mich in der Wüste oder in einer großen Einöde. Alle Menschen der Schöpfung standen dort, die Tore des Paradieses waren geöffnet, und Engel stiegen herab. Die Engel kleideten gewisse Menschen in Grün und flogen mit ihnen wieder empor. Ich fragte, wer die Auserwählten seien.‘ ‚Diejenigen, die Aḥmad ibn Ḥanbal besucht haben.‘ Sobald ich erwachte, ordnete ich meine Angelegenheiten und kam hierher. Ich habe ihn mehrmals besucht, und nun kehre ich, so Gott will, nach Hause zurück.“ [Abū Bakr ibn Abruwayh:] Der Gesandte Gottes ﷺ und Aḥmad ibn Ḥanbal erschienen mir im Traum. 94.3
“‘Why?’ “‘One Friday night back home,’ he said, ‘I dreamed I was in the desert, or in a great wilderness. All the people in creation were standing there, the gates of Heaven were open, and angels were coming down. The angels were dressing certain people in green and flying back up with them. I asked who the special ones were.’ “‘The ones who visited Aḥmad ibn Ḥanbal.’ “As soon as I woke up, I put my affairs in order and came here. I’ve visited him several times and now I’m going home, God willing.” [Abū Bakr ibn Abruwayh:] The Emissary of God and Aḥmad ibn Ḥanbal appeared to me in a dream. 94.3
„Gesandter Gottes“, fragte ich, „wer ist das?“ „Das ist Aḥmad ibn Ḥanbal, der Freund Gottes und der Freund Seines Gesandten. Hör zu, Abū Bakr! Jeden Tag blickt Gott siebzigtausendmal auf Aḥmads Grab und vergibt jedem, den Er dort sieht.“ Ich erwachte, wusch mich und verrichtete aus Dankbarkeit gegenüber Gott zwei Gebetseinheiten. Dann zog ich meine Kleider aus, gab sie den Armen und machte mich auf die Pilgerreise. Danach besuchte ich das Grab Aḥmads und verbrachte dort eine Woche.
“Emissary of God,” I asked, “who’s that?” “This is Aḥmad ibn Ḥanbal, God’s ally and the ally of His Emissary. Listen, Abū Bakr! Every day God looks over at Aḥmad’s grave seventy thousand times and forgives anyone he sees there.” I woke up, washed, and prayed two cycles in gratitude to God. Then I took off my clothes, gave them away to the poor, and set off on the pilgrimage. After that I visited Aḥmad’s tomb and spent a week there.
[Abū Bakr al-Najjād:] Ich hatte gehört, dass jeder Bedürftige, der am Mittwoch Aḥmads Grab besucht und dort betet, reichen Unterhalt von Gott erhält. Als ich einmal in Not war, besuchte ich daher das Grab an einem Mittwoch. Auf dem Rückweg war ich niedergeschlagen, als eine alte Frau mich von einem der Friedhöfe aus rief. 94.4
[Abū Bakr al-Najjād:] I had heard that anyone in need who visits Aḥmad’s grave on a Wednesday and prays there will receive generous sustenance from God. So once when I was in need, I visited the grave on a Wednesday. I was on my way back in a dismal frame of mind when an old woman called out to me from one of the cemeteries. 94.4
„Abū Bakr!“, sagte sie.
“Abū Bakr!” she said.
„Was ist das?“ „Deine Mutter hat mir eine Tasche dagelassen und gesagt, dass ich dir, falls ich dich bedürftig aussehen sehe, diese geben soll. Brauchst du sie?“ „Ja“, sagte ich und nahm sie. Darin war— Die Summe fehlt. Möge Gott sich des würdigen älteren Mannes annehmen, der die Geschichte überliefert hat! [Abū l-Ḥasan al-ʿUkbarī:] Als Knabe reiste ich von ʿUkbarā hinunter nach Bagdad, ohne Geld zum Ausgeben. Ich blieb einige Tage in der Moschee innerhalb der Runden Stadt [„ohne zu essen“, fügte er vielleicht hinzu]. Am Mittwoch ging ich, um das Grab Aḥmads zu besuchen. Dort fand ich einen Mann, der mich grüßte – ich trug feine Kleidung523 – und mich fragte, ob ich hungrig sei. Als ich nichts sagte, gab er mir etwas Brot und so viel Gold, dass ich eine Zeit lang davon leben konnte. Eine Weile lang kam er weiterhin nach mir sehen. 94.5
“What is it?” “Your mother left a bag with me and told me that if I saw you looking needy I should give it to you. Do you need it?” “Yes,” I said, and took it. In it was— The amount is missing, may God care for the worthy elder who transmitted the story! [Abū l-Ḥasan al-ʿUkbarī:] When I was a boy I traveled from ʿUkbarā down to Baghdad without any money to spend. I stayed in the mosque inside the Round City for several days [“without eating,” he may have added]. On Wednesday I went to visit Aḥmad’s tomb. There I found a man who greeted me—I was wearing fine clothes523— and asked me if I was hungry. When I said nothing, he gave me some bread and enough gold to live on for a while. For a while he continued to check on me. 94.5