9.3 Das Ziel der Bildungspolitik im Islam
9.3 The Objective of the Education Policy in Islam
Die Haltung des Islam zum Streben nach Wissen und zur Bildung war stets darauf ausgerichtet, die islamische Mentalität und die islamische Gesinnung (Neigungen bzw. Veranlagung) aufzubauen, die zusammen die islamische Persönlichkeit bilden. Der Islam entwickelt ein umfassendes Verständnis vom Leben. Durch dieses Verständnis formt er unsere Handlungen und zugleich unsere Vorlieben und Abneigungen. Kinder würden daher nicht nur ihre islamischen Pflichten erfüllen, sondern dies mit Freude tun. Der Islam hat sich beiden Aspekten gewidmet und sie unmittelbar mit der ʿAqīda (Glaubenslehre) verknüpft, weshalb einige seiner Texte das Denken (die Mentalität) und andere Texte die Neigungen (die Gefühle) behandeln.
Islam’s policy regarding seeking knowledge and education has always been aimed at building the Islamic mentality and the Islamic disposition (tendencies or inclination), which together form the Islamic personality. Islam develops a comprehensive understanding about life. And through this understanding, it shapes our actions, it also shapes our likes and dislikes. Children would, therefore, not only perform their Islamic duties, but they would do so with pleasure. Islam has dealt with both of these matters and linked them directly to the ‘aqeedah (creed), so some of its texts deal with the thought (the mentality) and other texts deal with the tendencies (the emotions).
Ein Beispiel für Ersteres findet sich im Ausspruch des Gesandten Allahs ﷺ: „Das Nachdenken für eine Stunde ist besser als die Anbetung von siebzig Jahren.“ Und ein Beispiel für Letzteres findet sich in dem Ausspruch Allahs (SWT):
An example of the former is reflected in the saying of the Messenger of Allah (saw): “The reflection of one hour is better than the worship of seventy years.” And an example of the latter is reflected in Allah’s (swt) saying,.
„Sprich: Wenn eure Väter und eure Söhne und eure Brüder und eure Ehefrauen und eure Sippe und der Besitz, den ihr erworben habt, und Handelsware, für deren Absatz ihr fürchtet, und Wohnstätten, die euch gefallen, euch lieber sind als Allah und Sein Gesandter und das Streben auf Seinem Weg, dann wartet, bis Allah Seinen Befehl kommen lässt. Und Allah leitet das frevlerische Volk nicht recht.“ [TMQ 9:24].
“Say if your fathers and your sons and your brethren and your wives and your tribe and the wealth you have acquired and merchandise for which you fear that there will be no sale, and dwellings you desire are dearer to you than Allah and His Messenger and striving in His way, then wait till Allah brings His command to pass, and Allah guides not wrongdoing folk.” [TMQ 9:24].
Und ebenso spiegelt sich dies in der Aussage des Gesandten Allahs ﷺ wider: „Keiner von euch wird gläubig, bis ich ihm lieber bin als sich selbst.“
And also reflected in the Messenger of Allah (saw) saying, “No one amongst you becomes a believer until I become dearer to him than himself.”.
Damit soll der Verstand des Muslims ebenso wie seine Gefühle auf der ʿAqīda des Islam gründen. Daher wird jegliches Wissen, dessen Erwerb dazu beitragen würde, die islamische Persönlichkeit zu verwirklichen, übernommen, und alles, was zu etwas anderem führt, wird abgelehnt und nicht in den Lehrplan des Islamischen Staates aufgenommen. Ein Muslim sollte seinen Geist nicht mit philosophischen Meinungen beschäftigen, weil sie der islamischen ʿAqīda widersprechen, und seine Neigungen sollten sich nicht einem Leben der Zersplitterung, des Überflusses und der Vermischung zuwenden, denn dies sind keine islamischen Tendenzen. Dies steht ganz im Gegensatz zum etablierten westlichen Bildungssystem, in dem Kinder dazu gebracht werden, sich bei islamischen Tendenzen unwohl zu fühlen. Nun bleibt abzuwarten, wie der Islam die islamische Persönlichkeit praktisch durchsetzt und vor der Berührung mit nichtislamischer (kufr) Kultur schützt.
All this is to make the Muslim’s mind as well as his/her feelings based on the ‘aqeedah of Islam. Therefore, any knowledge which if acquired would help achieve the Islamic personality would be adopted and anything which leads to other than this would be rejected and would not be included in the Islamic State’s curriculum. A Muslim should not occupy his mind with philosophical opinions because they contradict the Islamic ‘aqeedah, and his desires should not lean towards a life of disintegration, opulence and mixing, for these are not Islamic tendencies. This is quite the opposite to the established Western education system, where children are made to feel uncomfortable with Islamic tendencies. It now remains to be seen how Islam practically enforces the Islamic personality, and protects from exposure to non-Islamic (kufr) culture.