„Es wird Amire (Herrscher) geben, und ihr werdet ihre guten Taten billigen und ihre schlechten Taten missbilligen. Wer ihre Taten durchschaut (und zu verhindern sucht, dass sie sich wiederholen), ist von Tadel frei, und wer ihre schlechten Taten in seinem Herzen verabscheut (da er nicht in der Lage ist, deren Wiederkehr zu verhindern), ist ebenfalls in Sicherheit. Wer jedoch ihre schlechten Taten gutheißt und ihnen nacheifert, ist geistlich zugrunde gerichtet.“ Diese Texte sind allgemein gehalten und weisen darauf hin, dass der Herrscher gemäß den Regeln der Scharia zur Rechenschaft gezogen werden muss. Darüber hinaus kann sich die Rechenschaftspflicht auf jede beliebige Handlung erstrecken. Diese Rechenschaftspflicht gegenüber dem Kalifen durch den Rat des Kalifen und andere Gehilfen, Statthalter und ‘Amile erstreckt sich auf jede Handlung, die tatsächlich ausgeführt wurde, unabhängig davon, ob diese Handlung der Scharia-Regel widersprach, falsch oder schädlich für die Muslime war oder ungerecht oder nachlässig gegenüber den Bürgern bei der Besorgung ihrer Angelegenheiten war. Der Kalif muss auf diese Rechenschaftsforderung und die Einwände antworten, indem er seine Ansicht und seine Beweise bezüglich seiner Worte, Handlungen und der von ihm übernommenen Aufgaben darlegt, damit der Rat von einer guten Amtsführung, der Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit des Kalifen überzeugt sein kann. Akzeptiert der Rat jedoch die Ansicht des Kalifen nicht und weist er dessen Argumentation zurück, so muss dies geprüft werden. Gehörte die Angelegenheit zu den Fragen, bei denen die Mehrheitsmeinung bindend ist, so ist die Meinung des Rates bindend, wie bei den Angelegenheiten unter (a); andernfalls ist sie nicht bindend, wie bei den Angelegenheiten unter (b). Bezog sich die Rechenschaftsforderung beispielsweise darauf, dass in dem vorherigen Beispiel keine Schule bereitgestellt wurde, so ist die Rechenschaftsforderung bindend. Bezog sie sich dagegen auf das Design, das er für die Schule gewählt hat, so ist seine Rechenschaftspflicht nicht bindend.
“There will be Amirs (rulers) and you will like their good deeds and dislike their bad deeds. One who sees through their deeds (and tries to prevent their repetition), is absolved from blame, and one who hates their bad deeds (in their hearts, being unable to prevent their recurrence), is (also) safe. But one who approves of their bad deeds and imitates them is spiritually ruined”. These texts are in general form and indicate holding to accounting the ruler in accordance with the rules of the Shari’ah. Furthermore accounting can be over any action. This holding to account by the Council of the Khalifah and other assistants, governors, and ‘Amils would be over any action which has been actually executed whether this action disagreed with the Shari’ah rule, was wrong or harmful to Muslims, or was unjust or complacent toward the citizens in looking after their affairs. The Khalifah must respond to this accounting and the objections by showing his view and evidence regarding his words, actions, and tasks he undertook, so that the Council can be assured of a good performance, the sincerity, and honesty of the Khalifah. If, however, the Council does not accept the view of the Khalifah and rejects his argument, this must be examined. If this matter was of the issues over which the majority opinion is binding then the opinion of the Council is binding like the issues in (a), otherwise it would not be binding as in the issues in (b). If the accounting, for example, was regarding not providing the school in the previous example then the accounting is binding. If the accounting was regarding the design he chose for the school then his accounting is not binding.