Artikel 151
Article 151
Geld, das an den Grenzen des Staates als Zollabgaben erhoben wird, Einkünfte aus öffentlichem oder staatlichem Eigentum, Erbschaften, für die es keinen Erben gibt, und das Vermögen von Apostaten gelten alle als Teil der Einnahmen des Bayt al-Mal.
Money taken at the borders of the State from custom duties, income derived from public or State property, inheritance for which there is no inheritor and the assets of the apostates are all considered to be part of the revenue of the Bayt Al-Mal.
Der Beleg für diesen Artikel ist das, was von Umar (ra) überliefert wird, nämlich dass die Muslime von den Händlern derjenigen, mit denen sie im Krieg standen, dasselbe nehmen sollten, wie diese von muslimischen Händlern nahmen. Ibn Abi Schaiba überliefert es in al-Musannaf: „Von Abu Mijlaz – dass Umar Uthman bin Hanif entsandte, der auf den Besitz der Leute des Dhimma, über den sie uneins waren, eine Abgabe von einem Dirham je zwanzig erhob, und er schrieb an Umar, der einverstanden war und ihm die Erlaubnis gab. Da sagte Umar: Wie viel sollen wir von den Leuten des Krieges nehmen, wenn sie zu uns kommen? Er sagte: Wie viel nehmen sie von euch, wenn ihr zu ihnen geht? Sie sagten: Ein Zehntel. Er sagte: So nehmt auch von ihnen dasselbe.“
The evidence for the article is what has been reported from Umar (ra) regarding the Muslims taking from the traders of those they were at war with according to what they took from the Muslim traders; it is reported by Ibn Abu Shayba in Al-Musannaf: “from Abu Mijliz – that Omar sent Uthman Bin Hanif who imposed upon the wealth of people of Dhimma that they differed over, a tax of one Dirham from every twenty and wrote to Omar who was content and gave him permission, and he said Omar: How much should we take from the people of war if they come to us? He said: How much do they take from you if you go to them? They said: A tenth. He said: So take the same from them”.
Abu ‘Ubayd berichtet in Al-Amwal von ‘Abd al-Rahman Bin Ma’qal, der sagte: Ich fragte Ziyaad Bin Hudair, von wem sie den Zehnten nehmen würden. Er sagte: „Wir nahmen den Zehnten nicht von einem Muslim, auch nicht von jemandem, der einen Bund hatte.“ Ich sagte: Von wem nahmt ihr dann den Zehnten? Er sagte: Von den Ungläubigen unter den Kaufleuten des Krieges, und wir nahmen von ihnen, so wie sie von uns nahmen.“ Dies ist ein Beweis dafür, dass Zölle, die von Nicht-Untertanen des Staates erhoben werden, als Einnahmequellen des Bayt Al-Mal gelten.
Abu ‘Ubayd reported in Al-Amwal from ‘Abd alRahman Bin Ma’qal who said: I asked Ziyaad Bin Hudair about whom they would take a tenth from. He said: “We didn’t use to take a tenth from a Muslim, nor from someone who had a covenant. I said: So who did you take the tenth from? He said: The disbelievers from the merchants of war, so we used to take from them as they used to take from us”. This is an evidence that custom duties which are taken from non-subjects of the State are considered to be from the sources of income of the Bayt Al-Mal.
Was die Steuern betrifft: Was den Reichtum angeht, der aus öffentlichem Eigentum erwirtschaftet wird, so ist der Khalifah als Vertreter der Muslime mit der Verwaltung ihrer Angelegenheiten betraut. Was also vom öffentlichen Reichtum stammt, den alle einzelnen Bürger nutzen können, wird ihnen überlassen, damit sie ihn nach eigenem Ermessen gebrauchen, etwa Flüsse und Brunnenwasser, das zur Bewässerung verwendet werden kann. Wenn aber die Nutzung durch einige andere daran hindert, etwa bei Stahlmineralien, sodass derjenige, der dazu fähig ist, sie an sich nimmt, während der Unfähige nichts davon erhält, dann übernimmt der Khalifah die Verantwortung für die Verwaltung dieser Ressource und fördert, was dort vorhanden ist, damit alle Bürger vom Verkauf profitieren können. Dementsprechend wird dieser Reichtum in den Bayt al-Mal gelegt und gilt als eine seiner Einnahmequellen, weil der Khalifah derjenige ist, der ihn verwaltet. Er wird jedoch nicht in allem nach der Meinung und dem Ijtihad des Khalifah ausgegeben, da er für die Bürger im Allgemeinen bestimmt ist. Seine Meinung und sein Ijtihad beziehen sich vielmehr auf Gleichheit und Ungleichheit bei den Ausgaben, nicht darauf, an wen gezahlt wird, da es sich nicht um Staatseigentum handelt.
This is with respect to the taxes, as for the wealth which is produced by public property, the Khalifah has been made the representative of the Muslims in managing their interests, and so whatever is from the public wealth which all of the individual citizens are able to enjoy, then they are left to them to use as they please, such as rivers and well water which could be used for irrigation. But if the usage of some prevents others, such as steel minerals, which leads to the one who is capable taking it while the one incapable gets nothing of it, then the Khalifah takes responsibility for managing this resource and extracting whatever is there in order to enable all the citizens to benefit from its sale. Accordingly, this wealth is placed in the Bayt Al-Mal and is considered to be from its sources of income because the Khalifah is the one who manages it. However, it is not spent according to the opinion and Ijtihad of the Khalifah in everything, since it is for the general citizens, and his opinion and Ijtihad is regarding the equality and inequality in expenditure, and not upon who it is paid for, since it is not from the State property.
Und was den Besitz betrifft, für den es keinen Erben gibt, so wird er in das Bayt Al-Mal gelegt. Wird ein Erbe gefunden, so wird es ihm gegeben, und falls nicht, gilt er als Eigentum des Bayt Al-Mal, denn das Bayt Al-Mal ist der Erbe jedes Menschen, der keinen Erben hat, da die Muslime den Erbteil dessen, der keinen Erben hatte, dem Gesandten Allahs ﷺ zu geben pflegten, und er fragte, ob die Person Nachkommen oder Verwandte habe? Und (falls nicht) ordnete er an, dass es demjenigen gegeben werde, den er bestimmte, was darauf hinweist, dass es eine Einnahmequelle für das Bayt Al-Mal ist.
And as for the wealth which has no inheritor for it, it is placed in the Bayt Al-Mal. If an inheritor is found then it is given to them, and if not then it is considered as the property of the Bayt Al- Mal because the Bayt Al-Mal is the inheritor of anyone who has no inheritor, since the Muslims used to give the inheritance of the one who had no inheritor to the Messenger (pbuh) , and he used to ask whether the person had any progeny or relatives? And (if he didn’t have any) then he would order it to be given to whomever he considered, which indicates that it is a source of income for the Bayt Al-Mal.
Was das Vermögen der Abtrünnigen betrifft, so gilt es als Beute für die Muslime; es wird im Bayt al-Mal im Verzeichnis der Kriegsbeute und des Kharaj erfasst und für die Zwecke verwendet, für die es bestimmt ist. Sein Vermögen wird nicht vererbt, denn wenn einer der Eheleute vom Islam abfällt, bevor die Ehe vollzogen wurde, ist der Ehevertrag sofort aufgehoben, und somit besteht zwischen ihnen kein Erbrecht. Erfolgte der Abfall nach dem Vollzug der Ehe, so ist der Ehevertrag zwischen ihnen ebenfalls aufgehoben; und wenn einer von beiden stirbt, erbt keiner vom anderen, da der eine Muslim und der andere ungläubig ist. Ebenso gilt: Wenn der Abtrünnige zu denjenigen gehörte, die von einem verstorbenen Muslim erben würden, so erbt er nicht, da er ungläubig ist und der Erblasser ein Muslim war, und ein Ungläubiger erbt nicht von einem Muslim. Dementsprechend ist sein Anteil am übrigen Nachlass – sofern es andere Erben gibt – und, falls es keine gibt, der gesamte Nachlass als Beute für die Muslime anzusehen und im Bayt al-Mal zu verwahren. Stirbt der Abtrünnige und hat er Erben aus den Reihen seiner Söhne, seines Vaters, seiner Mutter oder seiner Geschwister, die Muslime sind, so erben diese nicht von ihm, denn ein Muslim erbt nicht von einem Ungläubigen; der gesamte Nachlass gilt dann als Beute für die Muslime und wird im Bayt al-Mal für die Muslime verwahrt. Von Usama b. Zaid, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
As for the wealth of the apostates, this is considered to be booty for the Muslims and is placed in the Bayt Al-Mal in the register of war spoils and Kharaj, and is spent upon what they are used for. His wealth is not inherited, since if one of the couple apostatised before consummating the marriage the contract is voided immediately and so there is no inheritance between them, and if the apostasy occurred after consummation then the marriage contract between them is voided, and if either of them die neither of them inherits from the other, since one of them is Muslim and the other a disbeliever. Similarly if the apostate was from those who inherit from a Muslim who died, the apostate does not inherit since he is a disbeliever and the one who left the inheritance is a Muslim, and a disbeliever does not inherit from a Muslim. Accordingly, his share of the remainder of the inheritance, if there were other inheritors, and if not then all of it is considered as booty for the Muslims, and it is placed in the Bayt Al-Mal. If the apostate died and he had inheritors from his sons, father, mother or siblings who were Muslim, they do not inherit from him, since a Muslim does not inherit from a disbeliever and it is all considered to be booty for the Muslims and is placed in the Bayt Al-Mal for the Muslims. From Usamah b. Zayd who said: the Messenger of Allah (pbuh) said:
.» لا يَرِثُ الْمُسْلِمُ الْكَافِرَ، وَلا يَرِثُ الْكَافِرُ الْمُسْلِمَ «.
.» لا يَرِثُ الْمُسْلِمُ الْكَافِرَ، وَلا يَرِثُ الْكَافِرُ الْمُسْلِمَ «.
„Ein Muslim kann nicht der Erbe eines Ungläubigen sein, und ein Ungläubiger kann nicht der Erbe eines Muslims sein.“ (übereinstimmend überliefert). Und ‘Abd Allah (SWT) b. Umar berichtete, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
“A Muslim cannot be the heir of a disbeliever, nor can a disbeliever be the heir of a Muslim.” (agreed upon). And ‘Abd Allah (swt) b. Umar said that the Messenger of Allah (pbuh) said:
. » لا يَ تَ وَارَثُ أَهْلُ مِلَّتَ يْنِ «.
. » لا يَ تَ وَارَثُ أَهْلُ مِلَّتَ يْنِ «.
„Menschen zweier verschiedener Religionen erben nicht voneinander.“ (überliefert von Ahmad und Abu Dawud). Ebenso gilt: Wenn alle seine Erben vom Islam abfallen, hat ihr gesamter Besitz keine Unverletzlichkeit mehr, er wird zur Kriegsbeute der Muslime, und sie erben nicht voneinander.
“people of two different religions would not inherit from one another.” (reported by Ahmad and Abu Dawud). Similarly if all of his inheritors apostasise with him, all of their wealth has no sanctity and it becomes booty for the Muslims, and they do not inherit from each other.