Wenn jedoch die Einnahmen des Bayt al-Mal aus den festgelegten Quellen und den festen Beträgen nicht ausreichen, um die Angelegenheiten der Untertanen zu verwalten, da es vorkommen kann, dass Angelegenheiten auftreten, die einer Verwaltung bedürfen, und die Einnahmen des Bayt al-Mal bereits ausgegeben sind, wäre es dann in dieser Situation erlaubt, Steuern zu erheben oder nicht? Die Antwort darauf lautet: Was die Scharia dem Bayt al-Mal auferlegt hat, umfasst sowohl das, was ausschließlich ihm auferlegt wurde und nicht den Muslimen, als auch das, was sowohl dem Bayt al-Mal als auch den Muslimen auferlegt wurde. Dem Staat ist es nicht erlaubt, Steuern zu erheben für das, was ausschließlich dem Bayt al-Mal und nicht den Muslimen auferlegt wurde. Wenn sich also Geld im Bayt al-Mal befindet, wird es verwendet; wenn nichts vorhanden ist, wird die Angelegenheit aufgeschoben, bis genug gefunden wird, um sie durchzuführen, und es werden überhaupt keine Steuern für die Muslime um ihretwillen erhoben. Dies, weil die Scharia diese Angelegenheit nicht den Muslimen auferlegt hat, und daher ist es nicht erlaubt, dafür Steuern zu erheben, da das Nehmen von Steuern in dieser Situation als Unterdrückung gelten würde, die verboten (Haram) ist. Ebenso würde es auch als das Vorschreiben von etwas gelten, was Allah (swt) nicht vorgeschrieben hat, was dem Verbieten von etwas Erlaubtem oder dem Erlauben von etwas Verbotenem gleichkommt. Dies ist eine Feindseligkeit gegenüber der Scharia, und wer es tut, gilt als Ungläubiger, wenn er daran glaubt, und als sündig, wenn er nicht daran glaubt. Dementsprechend ist es dem Staat nicht erlaubt, den Muslimen eine Steuer aufzuerlegen, die die Scharia aus dem Qur'an und der Sunnah nicht zur Pflicht gemacht hat. Beispiele hierfür sind die Gehälter derjenigen, die die Zakah einsammeln, die Zuwendungen an Menschen, um sie dem Islam näherzubringen (die Herzensgewinnung, al-mu'allafat qulubuhum), die Hilfe für Sklaven zum Erwerb ihrer Freiheit sowie die Unterstützung Verschuldeter zur Begleichung ihrer Schulden. Und solche Dinge wie der Bau einer neuen Straße, obwohl bereits eine andere vorhanden ist, oder der Bau eines Damms, obwohl Regenwasser vorhanden ist, oder die Errichtung eines Krankenhauses, obwohl bereits ein anderes vorhanden ist, das den Bedarf deckt, oder alles andere, was diesen ähnelt, bei dem das Fehlen nicht zur Entstehung von Haram führt, sondern dessen Vorhandensein zur Besserung führt und das Bestehende ergänzt. Dem Staat ist es nicht erlaubt, den Muslimen für etwas dergleichen Steuern aufzuerlegen, um es durchzuführen, da die Scharia dies nicht vorgeschrieben hat. Die Rechtsgelehrten haben zu ähnlichen Fragen gesagt, dass ihr Anspruch auf den Bayt al-Mal nach dem Grundsatz „Vorhandensein, nicht Abwesenheit“ zu bemessen ist: Wenn Vermögen vorhanden war, verdienen sie, dass es für sie ausgegeben wird, und wenn es fehlte, hob die Abwesenheit ihren Anspruch auf.
However, if the income of the Bayt Al-Mal from the defined areas and fixed amounts were not sufficient to administer the affairs of the subjects, since it could occur that there are issues which require administering and the income of the Bayt Al-Mal had already been spent, then would it be permissible in this situation to impose taxes or not? The answer to that is that what the Shari’ah obligated upon the Bayt Al-Mal includes what was obligated upon it alone and not obligated upon the Muslims, and what was obligated upon both the Bayt Al-Mal and upon the Muslims. It is not permitted for the State to impose taxes for the sake of whatever was obligated upon the Bayt Al-Mal alone and not upon the Muslims, so if there is money found in the Bayt Al-Mal it is used and if there is nothing then it is delayed until they find enough to carry it out, and no taxes at all are imposed upon the Muslims for its sake. This is because the Shari’ah did not obligate that issue upon the Muslims, and so it is not permitted to impose taxes for it since taking taxes in this situation would be considered to be oppression which is forbidden (Haram). Likewise, it would also be considered as making obligatory something that Allah (swt) did not make obligatory, which is like forbidding something permitted, or permitting something forbidden, which is enmity against the Shari’ah and the one who does it is considered to be a disbeliever if he believed in it, and sinful if he did not, accordingly it is not permitted for the State to impose a tax upon the Muslims which the Shari’ah did not make obligatory from the Quran and the Sunnah. Examples of this would be for the sake of the salaries of those collecting the Zakah, and giving to people in order to bring them closer to Islam/those whose hearts are to be reconciled, and giving to slaves in order to purchase their freedom, and to those indebted in order to repay what they owe. And such as building a new road while there was another one present, or building a dam while there was rain water, or establishing a hospital while there was another one present which fulfilled the need, or anything else similar to these, where its absence does not lead to the existence of Haram, but rather its presence leads to betterment and is complementary to what exists. It is not permitted for the State to impose taxes upon the Muslims for anything like this in order to carry it out, since the Shari’ah did not obligate that. The jurists said regarding similar issues that their right upon the Bayt Al-Mal is considered according to: “presence not absence”, so if there was wealth present then they would deserve to have it spent upon them, and if it was absent then the absence voided their right.