Artikel 176
Article 176
Künste und Handwerke können mit der Wissenschaft in Verbindung stehen, etwa Handel, Navigation und Landwirtschaft. In solchen Fällen werden sie ohne Einschränkung oder Bedingungen studiert. Manchmal jedoch sind Künste und Handwerke mit der Kultur verbunden und von einer bestimmten Lebensanschauung geprägt, etwa Malerei und Bildhauerei. Widerspricht diese Lebensanschauung der islamischen Lebensanschauung, so werden diese Künste und Handwerke nicht übernommen.
Arts and crafts may be related to science, such as commerce, navigation and agriculture. In such cases, they are studied without restriction or conditions. Sometimes, however, arts and crafts are connected to culture and influenced by a particular viewpoint of life, such as painting and sculpting. If this viewpoint of life contradicts the Islamic viewpoint of life, these arts and crafts are not taken.
Der Beleg ist derselbe Beleg wie bei Artikel 162: die Allgemeingültigkeit der Belege, die das Wissen bzw. die Wissenschaft erlauben, sowie der Grundsatz, dass eine Art einer erlaubten Sache verboten ist, wenn sie zu Schaden führt. Denn die Künste und Gewerbe sind Wissen, und daher sind sie erlaubt, da sie von der Allgemeingültigkeit der Belege bezüglich des Wissens umfasst werden. Wenn sie aufgrund der Beeinflussung durch eine bestimmte Sichtweise Schaden hervorrufen, sind sie verboten. Dies gilt, sofern kein Text vorliegt, der sie verbietet. Was den Fall betrifft, dass ein Text sie verbietet, etwa das Zeichnen von etwas, das eine Seele (Ruh) besitzt, sei es ein Mensch, ein Tier, ein Vogel oder anderes, oder das Bilden von etwas Beseeltem durch Bildhauerei, so ist dies verboten, weil es aufgrund der überlieferten Berichte verboten ist, die das Zeichnen und Bildhauen eindeutig untersagen.
The evidence is the evidence for Article 162, which was the generality of the evidences which permitted knowledge/science, and the principle that one type of a permitted thing is prohibited if it leads to harm, because the arts and industries are information, and so they are permitted since they are encompassed by the generality of the evidences regarding knowledge. If they bring about harm due to their being influenced by a particular viewpoint then they are prohibited. This is the case if there is no text forbidding it. As for when there is a text which forbids it, such as drawing something which has a soul (Ruh), whether human, animal, bird or otherwise, or sculpting something with a soul, then it is prohibited because it is forbidden due to the narrations reported which decisively prohibit drawing and sculpting.