Artikel 180
Article 180
Die Ausbeutung beim Verfassen von Büchern für Bildungszwecke, auf welcher Stufe auch immer, ist streng verboten. Sobald ein Buch gedruckt und veröffentlicht wurde, hat niemand das Recht, die Veröffentlichungs- und Druckrechte für sich zu beanspruchen, auch nicht der Autor. Waren es jedoch Gedanken, die er hatte und die noch nicht gedruckt oder veröffentlicht waren, so hat der Eigentümer das Recht, dafür bezahlt zu werden, dass er diese Gedanken der Öffentlichkeit zugänglich macht, so wie er auch für den Unterricht bezahlt wurde.
The exploitation of writing books for educational purposes at whatever level is strictly forbidden. Once a book has been printed and published, nobody has the right to reserve the publishing and printing rights, including the author. However, if they were ideas he had, which were not yet printed or published, the owner has the right to be paid for transferring these ideas to the public as he paid for teaching.
Der Beweis dafür ist die Zulässigkeit, für das Unterrichten ein Entgelt zu nehmen, und die Erlaubnis des Wissens für die Menschen. Was die Zulässigkeit eines Entgelts für die Lehre betrifft, so ist sie durch die Worte des Gesandten Allahs ﷺ bestätigt:
The evidence for it is the permissibility of taking a fee for teaching and the permission of knowledge for people. As for the permissibility of taking a fee for education, it is confirmed from the words of the Messenger (pbuh) :
.» إِنَّ أَحَقَّ مَا أَخَذْتُمْ عَلَيْهِ أَجْرًا كِتَابُ اللهِ «.
.» إِنَّ أَحَقَّ مَا أَخَذْتُمْ عَلَيْهِ أَجْرًا كِتَابُ اللهِ «.
„Man darf für das Buch Allahs (swt) Lohn nehmen“ (überliefert von Al-Bukhari von Ibn ʿAbbas), und daher darf erst recht für das Lehren anderer Dinge ein Entgelt genommen werden. Zudem wird dies durch die Tatsache bestätigt, dass der Gesandte (ﷺ) den Gefangenen aus der Schlacht von Badr erlaubte, dass sie jeweils zehn Muslime unterrichten, als Lösegeld; das ist eine Zahlung für Bildung. Das Verfassen ist das Niederschreiben von Wissen, mit anderen Worten die Weitergabe von Wissen durch Schrift, und so ist es dem mündlichen Vermitteln gleich. Wissen kann Menschen mündlich oder schriftlich weitergegeben werden, und in beiden Fällen ist es erlaubt, dafür ein Entgelt zu nehmen. Vermittelt der Lehrer jedoch etwas mündlich oder schriftlich, so gehört das Wissen, das der Lernende aufgenommen hat, nun ihm, und er hat das Recht, dieses Wissen jedem anderen weiterzugeben, sei es mündlich oder schriftlich, und er hat das Recht, dafür ein Entgelt zu nehmen. Die Gefangenen von Badr hatten keinerlei Recht über diejenigen, die von ihnen Lesen und Schreiben lernten, außer ihrem Entgelt; und jene, die von ihnen lernten, konnten anderen Lesen und Schreiben gegen Entgelt beibringen, ohne die Erlaubnis ihrer Lehrer und ohne dass diesen irgendein Recht zustand.
“You are most entitled to take wages for Allah (swt)'s Book” (reported by Al-Bukhari from Ibn ‘Abbas), and so by greater reasoning a fee can be taken for teaching anything else; additionally it is confirmed from the fact that the Messenger (pbuh) allowed the prisoners from the battle of Badr to each teach ten Muslims as their ransom, which is making a payment for education. Authoring is the writing of knowledge, or in other words, the giving of knowledge through writing and so it is like imparting it verbally. Knowledge can be passed to people verbally or in a written form and in both circumstances it is permitted to take a fee for it. However, if the teacher imparts something verbally or through writing, the knowledge that the learner took becomes possessed by him, and so he has the right to impart that knowledge to anyone else whether verbally or through writing, and he has the right to take a fee for it. The prisoners from Badr had no right over those who learnt reading and writing from them other than their fee, and those who learnt from them could teach others reading and writing for a fee without the permission of their teachers, and without their teachers having any right.
Ferner: Wissen, unter dem Gesichtspunkt, dass es erlaubt ist, und die Bedeutung seiner Erlaubtheit ist, dass es jedem gestattet ist, es sich anzueignen, und jedem, der es lehrt, gestattet ist, dafür ein Entgelt zu nehmen, und nicht nur dem Lehrer, der es ursprünglich vermittelt hat. Hieraus ergibt sich, dass das Wissen im Besitz eines jeden ist, der es kennt, und nicht das alleinige Eigentum desjenigen ist, der es gelehrt hat; und es ist der Besitz dessen, der es kennt, solange es bei ihm verbleibt, sodass er für die Vermittlung an einen anderen ein Entgelt nehmen oder es unentgeltlich anderen lehren kann. Wenn es also durch seine Unterweisung an einen Einzelnen oder an eine Gruppe, durch öffentliches Sprechen darüber oder durch Weitergabe an die Menschen auf irgendeinem Wege von ihm ausgeht, wird es für alle Menschen erlaubt, gemäß den Belegen, die das Wissen allgemein erlauben, und es wird demjenigen erlaubt, der dieses Wissen einzeln oder als Teil einer Gruppe empfangen hat, es an wen auch immer er möchte weiterzugeben, ungeachtet dessen, ob ihm derjenige, der ihn ursprünglich unterrichtet hat, die Erlaubnis dazu gegeben hat oder nicht, und ob es ihm recht war, dass dies geschieht, oder nicht.
Additionally, knowledge, from the angle that it is permitted, and the meaning of its being permitted is that it is permissible for anyone to take it, and permitted for anyone who teaches it to take a fee, and not simply the teacher who taught it originally. So from this it is seen that the knowledge is possessed by anyone who knows it, and is not the sole possession of the one who taught it, and it is the possession of the one who knows it as long as it remains with him, and so he can take a fee for teaching it to someone else, or can teach it to others for free. So if it emerges from him through his teaching of it to an individual or a group, or talking about it in public, or conveying it to the people by any means, it becomes permissible for all of the people in accordance with the evidences which generally permit knowledge, and it becomes permissible for whoever took that knowledge individually or part of a group, to give it to whoever they wish irrespective of whether the one who taught them initially gave them permission or not, and whether they were content for that to happen or not.
Dies ist ein Beweis dafür, dass niemand das Recht besitzt, zu veröffentlichen, da es sich um Wissen handelt. Solange es bei ihm verbleibt, hat er das Recht, dafür eine Gebühr zu verlangen. Wenn er es jedoch den Menschen mündlich oder schriftlich, auf welche Weise auch immer, mitteilt, wird es für alle Menschen erlaubt, und es wird jedem Einzelnen erlaubt, es einem anderen beizubringen und dafür eine Gebühr für das Lehren zu verlangen. Die Rechte an der Veröffentlichung dem Autor vorzubehalten, bedeutet also, das Erlaubte zu verbieten: Es heißt, Wissen zu verbieten, indem man verbietet, dass es ohne Erlaubnis übernommen wird, und das Verlangen einer Gebühr dafür zu verbieten, indem man verbietet, dass es gegen Gebühr gelehrt wird, ohne Erlaubnis. Dementsprechend ist es niemandem erlaubt, Veröffentlichungsrechte zu besitzen.
This is evidence that no one possesses the right to publish since it is knowledge, so as long as it remains with him he has the right to charge a fee for it, and if he imparts it to the people verbally or through writing, by any means at all, it becomes permitted for all the people, and it becomes permitted for every one of them to teach it to someone else and to charge a fee for teaching. So to make the rights of publishing specific to the author is forbidding the permitted; forbidding knowledge by prohibiting it being taken except with permission and forbidding charging a fee for it by prohibiting it being taught for a fee except with permission, and so accordingly it is not permissible for anyone to possess publishing rights.