Artikel 165
Article 165
Die Entwicklung und Investition durch ausländische Fonds innerhalb des Staates sind verboten. Ebenso ist es untersagt, Ausländern Konzessionen zu gewähren.
Development and investment by foreign funds within the State are forbidden. It is also prohibited to grant franchises to foreigners.
Die beiden Begriffe „Investition“ und „Entwicklung“ sind westliche Begriffe. Der Begriff Investition bedeutet, dass das Geld selbst Gewinn erzeugt, und zwar durch das Einbringen von Zinsen. Der Begriff Entwicklung hingegen bedeutet, das Geld in Industrie, Landwirtschaft oder Handel einzusetzen, um Gewinn zu erzielen.
The two words: “investment” and: “development” are Western terms. The term investment means that the money itself produces profit, which is by yielding interest. As for the term development, it means to use the money in industry, agriculture or trade, in order to produce profit.
Auf der Grundlage dieses Verständnisses ist jede Art von Investition nicht erlaubt, da sie Zins ist und Zins verboten (Haram) ist. Obwohl der Text zu ausländischen Investitionen durch die Regel erklärt wird, dass es verboten ist, mit einem Harbi Zinsgeschäfte zu betreiben, ebenso wie mit einem Dhimmi und einem Muslim, ohne dass zwischen ihnen ein Unterschied besteht, aufgrund der Allgemeingültigkeit Seiner (SWT) Worte:
Based upon this understanding, all investment is not allowed, since it is interest and interest is forbidden (Haram). Although the text regarding foreign investment is explained by the rule that it is prohibited to engage in interest with a Harbi, in the same way as a Dhimmi and a Muslim without any difference between them due to the generality of His (swt) words:
„Und Er hat den Zins (Wucher) verboten.“ (TMQ 2:275). Da es jedoch keinen authentischen Text gibt, der dies näher bestimmt, bleibt es allgemein gültig. Man kann nicht sagen, dass die Überlieferung
“And has forbidden interest (usury).” (TMQ 2:275), and since there is no authentic text which specifies it then it remains general. It cannot be said that the narration:
. » لاَ رِبًا بيََْ الْمُسْلِمِيَ وَأَهْلُ الحَْرْبِ فِي دَارِ الحَْرْبِ «.
. » لاَ رِبًا بيََْ الْمُسْلِمِيَ وَأَهْلُ الحَْرْبِ فِي دَارِ الحَْرْبِ «.
„Es gibt keinen Zins (Wucher) zwischen den Muslimen und dem Feind im Dar al-Harb" – dies schränkt (die Verse) ein, obwohl die Überlieferung schwach ist, da sie mursal von Makhul überliefert wird. Asch-Schafiʿi sagte in Al-Umm, dass sie nicht gesichert ist und kein Beweis darstellt, und Ibn Muflih sagte, die Überlieferung sei unbekannt. Sie eignet sich daher nicht als Beweis für die Erlaubnis des Zinses, und sie schränkt den Vers auch nicht ein, sodass der Vers allgemein bleibt. Deshalb ist ausländische Investition in gleicher Weise verboten wie Investition von Untertanen (Muslimen und Dhimmis), da es sich um Zins handelt und dieser somit verboten ist.
“there is no interest (usury) between the Muslims and the enemy in Dar Al-Harb” specifies it since the narration is weak as it is Mursal from Makhul. Shafi’i said in Al-Umm that it is not confirmed and it is not an evidence, and Ibn Muflih said the report is unknown - so it is not suitable as an evidence to prove the permission of interest, and nor does it specify/restrict the verse, and so the verse remains general. Therefore, foreign investment is forbidden in the same way as investment from the subjects (Muslims and Dhimmis) because it is interest and thus it is forbidden.
Was die Untersagung der Entwicklung durch ausländische Gelder betrifft, so liegt dies daran, dass sie zum Verbotenen führt, in Übereinstimmung mit der Regel: „Das Mittel zu etwas Verbotenem ist ebenfalls verboten“, und die stärkste Möglichkeit genügt, um etwas verboten zu machen. Was ist also, wenn ausländische Entwicklung zu einem sicher feststehenden Haram führt? Es ist durch die Sinneswahrnehmung und durch Informationen, deren Echtheit vertrauenswürdig ist, bestätigt, dass der Einsatz ausländischer Gelder für die Entwicklung im Land das Mittel ist, den Einfluss der Ungläubigen über sie auszudehnen, und die Ausdehnung ihres Einflusses im Land ist haram.
As for the prohibition of development through foreign funds this is because it leads to Haram in agreement with the rule: “The means to something forbidden is also forbidden”, and the strongest possibility is enough to make something prohibited, so what about when foreign development leads to a confirmed Haram? It is confirmed by the senses and by information whose authenticity is trusted that the use of foreign funds for development in the country is the method to extend the influence of the disbelievers over them, and extending their influence in the land is Haram.
Zugeständnisse (Konzessionen) sind ebenfalls ein westlicher Begriff und haben zwei Bedeutungen. Erstens, dass einem bestimmten ausländischen Staat besondere Rechte eingeräumt werden, mit der Maßgabe, dass diese für den Islamischen Staat eine Verpflichtung darstellen, wie die Zugeständnisse, die der Islamische Staat im neunzehnten Jahrhundert gewährte, als er schwach war, und wie die Zugeständnisse, die Großbritannien und Frankreich einst in Ägypten besaßen, etwa dass ausländische Staatsangehörige nach den Gesetzen ihres eigenen Landes und nicht nach den Gesetzen des Islam gerichtet wurden, und das Beispiel, dass der Staat keine Hoheitsgewalt über die Ausländer besaß. Diese Zugeständnisse sind in dieser Bedeutung aus zwei Gründen verboten. Erstens: Sie schmälern die Souveränität des Islamischen Staates und räumen den ungläubigen Staaten Autorität über die islamischen Länder ein, was entschieden verboten ist (Haram Qat'an). Zweitens: Sie verhindern, dass die Herrschaft des Islam auf die Nichtmuslime im Islamischen Staat angewandt wird, und machen stattdessen die Herrschaft des Unglaubens (Kufr) anwendbar, was ebenfalls entschieden verboten ist. Deshalb sind Zugeständnisse im genannten Sinne untersagt.
As for concessions, it is also a Western term, and has two meanings. Firstly, that a particular foreign State is given special rights with the consideration that they are an obligation for that state upon the Islamic State, such as the concessions that the Islamic State gave in the nineteenth century while it was weak, and such as the concessions that Britain and France used to have in Egypt, such as the foreign subjects being judged according to the laws of their country rather than the laws of Islam, and the example of the State having no authority over the foreigners. These concessions, with this meaning, are forbidden from two angles; firstly: they take away from the sovereignty of the Islamic State, and give the disbelieving States authority over the Islamic lands, which is something decisively forbidden (Haram Qat’an); secondly: they prevent the rule of Islam being applied upon the non-Muslims in the Islamic State and make the rule of disbelief (Kufr) applicable in its stead, which is also decisively forbidden. Due to this, concessions according to the meaning mentioned are prohibited.
Was die zweite Bedeutung von Konzessionen betrifft, so bedeutet sie, eine Erlaubnis zu erteilen, eine erlaubte Handlung auszuführen, und diejenigen ohne die Erlaubnis wären verboten. All dies ist verboten, unabhängig davon, ob es auf den Ausländer angewendet wird oder nicht, denn jede erlaubte Angelegenheit ist für alle erlaubt, und so ist es, sie auf eine bestimmte Person zu beschränken und anderen zu verbieten, dasselbe, wie etwas zu verbieten, was für die Menschen erlaubt ist. Es ist richtig, dass der Staat die erlaubten Angelegenheiten nach Weisen organisieren kann, die es ihm ermöglichen, aus ihnen den bestmöglichen Nutzen zu ziehen; es ist jedoch nicht richtig, dass diese Organisation irgendjemandem etwas verbieten würde, das erlaubt war.
As for the second meaning of concessions, it means to give a permit to carry out a permitted action, and those without the permit would be forbidden. This is all forbidden, irrespective of whether it was being applied to the foreigner or not, since any permitted issue is permitted for everyone, and so to restrict it to a particular individual while prohibiting others, is forbidding something which is permitted for the people. It is correct that the State can organise the permitted issues according to the styles which would enable it to benefit from them in the best manner; however it is not correct that this organisation would prohibit anyone from something that was permitted.
Dementsprechend sind Zugeständnisse im Sinne dieser Bedeutung auch für den Ausländer und den, der kein Ausländer war, verboten. Der Text erwähnt den Ausländer, da die Gewährung eines Zugeständnisses an ihn eine Ursache für Schaden ist, weil sie ihm die Kontrolle über das Land gibt, wie es bei den Ölkonzessionen der Fall ist.
Accordingly, concessions according to this meaning are also prohibited for the foreigner and the one who was not a foreigner, and the text mentions foreigner since giving the concession to him is a cause of harm, since it gives him control over the country, as is the case with the oil concessions.