Diese Betrachtung des Wohnortes unter dem Gesichtspunkt, ob er Dār al-Kufr oder Dār al-Islām ist, wird als Staatsbürgerschaft bezeichnet. Wer in Dār al-Islām wohnt, ob Muslim oder Nichtmuslim, besitzt die islamische Staatsbürgerschaft (die Staatsbürgerschaft von Dār al-Islām), und daher werden die Regeln des Islam vom Staat auf ihn angewandt. Wer dagegen in Dār al-Kufr wohnt, ob Muslim oder Ungläubiger, besitzt die Staatsbürgerschaft von Dār al-Kufr, und daher werden die Regeln des Islam vom Staat auf ihn nicht angewandt. Dementsprechend wird der dauerhafte Wohnsitz berücksichtigt und nicht der vorübergehende Aufenthalt. Wenn also ein Muslim in Dār al-Islām wohnt und nach Dār al-Kufr geht, sei es zum Handel, zur Behandlung, zur Suche nach Wissen, zum Besuch von Verwandten, zum Urlaub oder aus einem anderen Grund, und dort monate- oder jahrelang lebt, er aber die islamische Staatsbürgerschaft besitzt, das heißt, sein dauerhafter Wohnsitz, zu dem er zurückkehren wird, war in Dār al-Islām, dann gilt er als einer der Leute von Dār al-Islām, auch wenn er in Dār al-Kufr lebte. Und wenn ein Muslim ein Einwohner von Dār al-Kufr war und nach Dār al-Islām kam, sei es zum Handel, zur Behandlung, zur Suche nach Wissen, zum Besuch seiner Verwandten, zum Urlaub oder aus einem anderen Grund, und sich daher einen Tag, einen Monat, ein Jahr oder länger in Dār al-Islām aufhielt, er aber die Staatsbürgerschaft des Unglaubens besitzt, das heißt, sein dauerhafter Wohnsitz, zu dem er zurückkehren wird, ist in Dār al-Kufr, dann gilt er als einer der Leute von Dār al-Kufr, und daher finden die Regeln für den Inhaber eines Schutzbriefes (Amān) auf ihn Anwendung, sodass er Dār al-Islām nur mit Sicherheit betreten kann, das heißt, nur mit Erlaubnis des Staates. Maßgeblich ist also nicht der vorübergehende Aufenthalt, so lang er auch sein mag, sondern der dauerhafte Wohnsitz, oder mit anderen Worten, der Besitz der Staatsbürgerschaft.
This consideration of the abode from the angle of it being Dar Al-Kufr or Dar Al-Islam is what is referred to as citizenship. Whoever resides in Dar Al-Islam, whether Muslim or non-Muslim, carries the Islamic citizenship (citizenship of Dar Al-Islam), and so the rules of Islam are applied upon him by the State, and whoever resides in Dar Al-Kufr, whether a Muslim or disbeliever, carries the citizenship of Dar Al-Kufr, and so the rules of Islam are not applied upon him by the State. Accordingly, the consideration is given to the permanent residency and not to temporary stay, and so if a Muslim resides in Dar Al-Islam and goes to Dar Al-Kufr for the sake of commerce, treatment, seeking knowledge, visiting relatives, to take a vacation, or any other purpose, and resides there for months or years but he carries the Islamic citizenship, in other words, his permanent residency that he is going to return to was in Dar Al-Islam, then he is considered from the people of Dar Al307 Islam, even if he was living in Dar Al-Kufr. And if a Muslim was a resident in Dar Al-Kufr, and came to Dar Al-Islam for commerce, treatment, to seek knowledge, visit their relatives, to take a vacation, or any other purpose, and so stayed in Dar Al-Islam for a day, month, year, or more, but he carries the citizenship of Kufr, in other words, his permanent residency that he is going to return to is in Dar Al-Kufr then he is considered to be from the people of Dar Al-Kufr, and so the rules of the one given amnesty apply to him, and so he cannot enter Dar Al-Islam except with security, in other words, except with the permission of the State. Therefore, the subject is not temporary residency, however long that residency may be, but rather the subject is permanent residency, or in other words, carrying the citizenship.