„Die Kinder Israels wurden von den Propheten regiert. Starb ein Prophet, so folgte ihm ein anderer; nach mir aber gibt es keinen Propheten, und es werden Khulafa’ sein“ (übereinstimmend überliefert aus dem Bericht von Abu Hurayrah ﷺ). Die Bedeutung ist, dass die Muslime von den Khulafa’ regiert werden, und damit ist festgelegt, wer die Muslime regiert. Daraus ergibt sich, dass außer dem Amir keine Autorität besteht und dass außer den Khulafa’ niemand regiert. Dies ist ein Beleg dafür, dass die Führung der Angelegenheiten allein dem Herrscher zusteht und keinem anderen. Darüber hinaus zeigt das Handeln des Gesandten Allahs ﷺ, dass er die Autorität innehatte und mit ihr die Herrschaft über die Menschen durch seine Eigenschaft als Staatsoberhaupt ausübte. Er war es, der bestimmte, wer die Handlungen der Autorität oder die Aufgaben der Herrschaft über die Untertanen übernehmen sollte. So setzte er denjenigen ein, der in Madinah seine Stelle einnehmen sollte, sooft er zu einer der Schlachten auszog, und er setzte Statthalter, Richter, Steuereinnehmer und jeden ein, der eine Aufgabe wahrnahm, etwa die Verteilung des Wassers, die Schätzung der Fruchtmengen (zum Zwecke der Besteuerung) und Ähnliches. All dies ist ein Beleg dafür, dass Autorität und die Herrschaft über die Menschen auf den Herrscher beschränkt sind, das heißt auf den Khalifen und diejenigen, die der Khalif einsetzt, auf den Amir und diejenigen, die der Amir einsetzt. Autorität bedeutet, die Angelegenheiten der Menschen verbindlich zu lenken, und mit dem Wort des Gesandten Allahs ﷺ „wurden regiert“ ist die verbindliche Lenkung der Menschen gemeint. Darauf aufbauend gilt: Die Lenkung der Angelegenheiten der Menschen ist eine verbindliche Herrschaft; mit anderen Worten, die Übernahme der Verantwortung des Herrschers ist auf den Herrscher beschränkt, und es ist daher jedem anderen vollständig untersagt, sie zu übernehmen, da die Scharia die Autorität und die Sorge um die Angelegenheiten der Menschen dem Khalifen und denen gegeben hat, die er einsetzt. Wenn jemand außer dem Imam oder denjenigen, die von ihm eingesetzt wurden, die Handlungen der Herrschaft und Autorität ausübt und es auf sich nimmt, über die Menschen zu herrschen, so widerspricht seine Handlung der Scharia und gilt als nichtig. Jede nichtige Handlung ist verboten (Haram). Daher ist es niemandem erlaubt, außer dem Khalifen oder demjenigen, den er eingesetzt hat, also außer dem Herrscher, irgendeine Handlung der Herrschaft und Autorität zu unternehmen. Folglich übernimmt er nicht auf verbindliche Weise die Führung der Angelegenheiten der Menschen, das heißt, er herrscht nicht über die Menschen, da dies zu den Handlungen des Herrschers gehört und es niemandem außer dem Herrscher erlaubt ist, sie auszuführen.
“Banu Isra'il were ruled over by the Prophets. When one Prophet died, another succeeded him; but after me there is no Prophet and there will be Khulafaa'” (agreed upon from the narration of Abu Hurayrah), and its meaning is that the Muslims are ruled by the Khulafaa’, and, therefore, the one who rules the Muslims has been specified. The understanding from this is that other than the Amir would not be an authority and that other than the Khulafaa’ do not rule. This is evidence that the governing of the affairs is for the ruler alone and not for anyone else. Additionally, the action of the Messenger (pbuh) shows that he was the authority, and undertook the ruling of the people with it by his characteristic of being the Head of State, and he was the one who appointed whoever would undertake the actions of authority or the actions of ruling the subjects. So he appointed the one who would take his place in Madinah whenever he went out for any of the battles, and he appointed the governors, judges, money collectors, and whoever undertook an interest such as distributing water, estimating the amounts of fruit (for tax purposes), and so on. This is all evidence that the authority and ruling the people is restricted to the ruler, in other words, to the Khalifah and whoever the Khalifah appointed, to the Amir and whoever the Amir appointed. The authority is the governing of the affairs of the people that is binding upon them, and ruling the subjects is reported in the words of the Messenger (pbuh) : “were ruled by”, which is the governing of the people that is binding upon them. Built upon this is that governing the affairs of the people is a binding governance; in other words, the undertaking of the responsibility of the ruler is restricted to the ruler, and so it is completely forbidden for anyone else to undertake it, since the Shari’ah gave the authority and looking after people’s affairs to the Khalifah and whoever he appoints. So if anyone other than the Imam or those appointed by him carries out the actions of ruling and authority, and takes upon themselves ruling the people, their action contradicts the Shari’ah and is considered to be void, and every void action is forbidden (Haram), and so it is not permitted for anyone other that the Khalifah or who he appointed, in other words, other than the ruler, to undertake any action of ruling and authority. Consequently, he does not undertake the governing of the affairs of the people in a binding manner, in other words, he does not rule the people, since this is from the actions of the ruler and it is not permitted for anyone other than the ruler to carry it out.