Artikel 152
Article 152
Die Ausgaben des Bayt al-Mal sind auf sechs Bereiche aufgeteilt:
The expenditure of the Bayt Al-Mal is divided across six sections:
a. Die acht Kategorien, denen die Zakāh zugutekommen soll, aus dem Kapitel über die Zakāh.
a. The eight categories which deserve the Zakah to be spent upon them, from the chapter of Zakah.
b. Den Armen, den Bedürftigen, dem Reisenden, dem Dschihad und den Verschuldeten – wenn im Kapitel der Zakāt nichts vorhanden ist, werden ihnen Gelder aus den dauerhaften Einkunftsquellen des Bayt al-Māl gegeben; und wenn nichts vorhanden ist, werden den Verschuldeten keine Mittel gegeben. Steuern werden erhoben, um die für die Armen, die Bedürftigen, den Reisenden und den Dschihad erforderlichen Ausgaben zu decken, und der Staat nimmt im Falle der Furcht vor Fasād (Korruption) einen Kredit auf.
b. The poor, the needy, the wayfarer, Jihad, and those in debt – if there is nothing found in the chapter of Zakah, they are given money from the permanent sources of income of the Bayt Al-Mal, and if nothing is found then those in debt are not given anything. Taxes are imposed in order to fulfil the expenses required for the poor, the needy, the wayfarer, and Jihad, and the State takes a loan in case of fear of Fasad (corruption).
c. Die Personen, die dem Staat Dienste leisten, wie Staatsbedienstete, Soldaten und Herrscher, werden aus dem Bayt al-Mal entlohnt. Reichen die Mittel im Bayt al-Mal nicht aus, so werden Steuern erhoben, um den Ausgabenbedarf zu decken, und der Staat nimmt im Falle der Furcht vor Fasad (Korruption) einen Kredit auf.
c. The individuals who provide services to the State such as the civil servants, the soldiers and the rulers are paid from the Bayt Al-Mal. If there were insufficient funds in the Bayt Al-Mal then taxes are imposed in order to fulfil the expenditure needs, and the State takes a loan in case of fear of Fasad (corruption).
d. Die grundlegenden Dienste und Einrichtungen wie Straßen, Moscheen, Krankenhäuser und Schulen werden aus dem Bayt al-Mal finanziert, und wenn die Mittel im Bayt al-Mal nicht ausreichen, werden Steuern erhoben, um diese Ausgaben zu decken.
d. The essential services and utilities such as roads, mosques, hospitals and schools are funded by the Bayt Al-Mal, and if there are insufficient funds in the Bayt Al- Mal taxes are imposed to fulfil these expenses.
e. Die nicht lebensnotwendigen Dienste und Versorgungseinrichtungen werden aus dem Bayt al-Mal finanziert, und wenn die Mittel im Bayt al-Mal nicht ausreichen, werden sie nicht finanziert, sondern aufgeschoben.
e. The non-essential services and utilities are funded by the Bayt Al-Mal, and if funds found in the Bayt Al-Mal are insufficient then they are not funded, but rather delayed.
f. Notfallsituationen wie Erdbeben und Überschwemmungen werden aus dem Bayt al-Mal finanziert, und falls die Mittel nicht vorhanden sind, wird das benötigte Geld sofort als Darlehen aufgenommen, das anschließend durch erhöhte Steuern zurückgezahlt wird.
f. Emergency situations such as earthquakes and floods are funded by the Bayt Al-Mal, and if the funds were not found the money required is taken as a loan immediately which is then repaid through raised taxes.
Der Beleg für Klausel „a“ dieses Artikels ist der Vers über die Sadaqah, der die Worte Allahs (SWT) sind:
The evidence for clause: “a” of this article is the verse of Sadaqah, which is the words of Allah (swt):
„Die Zakat-Ausgaben sind nur für die Armen und für die Bedürftigen und für diejenigen, die mit deren Einsammlung betraut sind, und für die, deren Herzen (für den Islam) gewonnen werden sollen, und für die Befreiung von Gefangenen (oder Sklaven) und für die Schuldner und für die Sache Allahs (swt) und für den (gestrandeten) Reisenden – eine Verpflichtung, auferlegt von Allah (swt). Und Allah (swt) ist Wissend und Weise.“ (TMQ 9:60).
“Zakah expenditures are only for the poor and for the needy and for those employed to collect [Zakah] and for bringing hearts together [for Islam] and for freeing captives [or slaves] and for those in debt and for the cause of Allah (swt) and for the [stranded] traveller - an obligation [imposed] by Allah (swt). And Allah (swt) is Knowing and Wise.” (TMQ 9:60).
Zu Klausel „b“: Es ist dem Bayt al-Mal verpflichtend, für die Armen, die Bedürftigen, den Reisenden und den Dschihad aufzuwenden, unabhängig davon, ob sich das Geld im Bayt al-Mal befindet oder nicht, da dies zu dem gehört, was Allah (swt) dem Bayt al-Mal und den Muslimen auferlegt hat. Wenn sich daher das Geld nicht im Bayt al-Mal befindet, werden den Muslimen Steuern zu diesem Zweck auferlegt, weil es ihnen verpflichtend obliegt, wie es die Belege der Scharia bestätigen. Diejenigen, die verschuldet sind, gehören zu dem, was Allah (swt) dem Bayt al-Mal und nicht den Muslimen auferlegt hat. Der Grund, warum es dem Bayt al-Mal obliegt, sind die Worte des Gesandten Allahs ﷺ: „Ich bin jedem Gläubigen näher als er selbst. Wer eine Schuld hinterlässt, für den bin ich zuständig, und wer Vermögen hinterlässt, das gehört seinen Erben.“
As for clause: “b”, it is obligatory upon the Bayt Al-Mal to spend upon the poor, the needy, the traveller and Jihad whether the money was in the Bayt Al-Mal or not, since it is part of what Allah (swt) obligated upon the Bayt Al-Mal and the Muslims. Therefore, if the money is not found in the Bayt Al-Mal then taxes are imposed upon the Muslims for its sake, because it is obligatory upon them as confirmed by the Shari’ah evidences. As for those in debt, they are part of what Allah (swt) obligated upon the Bayt Al-Mal and not upon the Muslims. The reason why it is obligatory upon the Bayt Al-Mal is due to the words of the Messenger (pbuh) : .» أَنَا أَوْلَى بِكُلِّ مُؤْمِنٍ مِنْ نفَْسِهِ، فَمَنْ تَرَكَ دَيْناً فَعَلَيَّ، وَمَنْ تَرَكَ مَالاً فَلِوَرَثَتِهِ «.
„Ich stehe jedem Gläubigen näher als er sich selbst. Hinterlässt er eine Schuld, so liegt sie auf mir. Hinterlässt er aber ein Vermögen, so gehört es seinen Erben." (überliefert von Muslim von Jabir), und dies oblag ihm in seiner Eigenschaft als Oberhaupt des Staates. Daher gehört es zu dem, was Allah (swt) dem Bayt al-Mal auferlegt hat. Von Abu Hurayrah wird überliefert, dass der Prophet ﷺ sagte:
“I am nearer to every believer than himself, If he leaves a debt,it is upon me. However, if he leaves an estate, it belongs to his heirs.” (reported by Muslim from Jabir), and it was upon him in his characteristic as the Head of the State, and so it is part of what Allah (swt) obligated upon the Bayt Al-Mal. It is reported from Abu Hurayrah that the Prophet said:
. فَأَ يََا مُؤْمِنٍ مَ اتَ وَتَرَكَ مَالاً فَلْيَرِثْهُ عَصَبَتُهُ مَنْ كَانُوا، وَمَنْ تَرَكَ دَيْناً أَوْ ضَيَاعاً « » فَلْيَأْتِنِِ فَأَنَا مَوْلاَه .
. فَأَ يََا مُؤْمِنٍ مَ اتَ وَتَرَكَ مَالاً فَلْيَرِثْهُ عَصَبَتُهُ مَنْ كَانُوا، وَمَنْ تَرَكَ دَيْناً أَوْ ضَيَاعاً « » فَلْيَأْتِنِِ فَأَنَا مَوْلاَه .
„Wenn ein wahrer Gläubiger stirbt und etwas Besitz zurücklässt, so gehört dieser seinen Erben, und wenn er Schulden hinterlässt, die beglichen werden müssen, oder bedürftige Nachkommen, dann sollen sie zu mir kommen, denn ich bin der Beschützer des Verstorbenen." (überliefert von Al-Bukhari). Demnach liegt die Schuld auf dem Bayt al-Mal. Befand sich Vermögen im Bayt al-Mal, so ist es verpflichtend, es auszugeben, und wenn keine Mittel gefunden wurden, dann werden keine Steuern erhoben, da nichts darauf hinweist, dass es eine Pflicht für die Muslime ist. In der Erklärung zu Sahih Muslim von Al-Nawawi heißt es, dass:
“if a true believer dies and leaves behind some property, it will be for his inheritors, and if he leaves behind some debt to be paid or needy offspring, then they should come to me as I am the guardian of the deceased." (reported by Al-Bukhari). Accordingly the debt is upon the Bayt Al-Mal. If there was wealth in the Bayt Al-Mal it is obligatory to spend it, and if no funds were found, then no taxes would be imposed, since there is nothing to indicate that it is an obligation upon the Muslims. In the explanation of Sahih Muslim by Al-Nawawi it is said that:
كان لا يصلي على من مات، وعليه دين لَ يَلف به وفاء، لئلا )أن النبِ يتساهل الناس في الاستدانة ويهملوا الوفاء، فزجرهم على ذلك بترك الصلاة عليهم، فلما فتح أي قضاؤه، فكان » مَنْ تَ رَكَ دَيْناً فَ عَلَيَّ « :الله على المسلمي مبادي الفتوح قال يقضيه( .
كان لا يصلي على من مات، وعليه دين لَ يَلف به وفاء، لئلا )أن النبِ يتساهل الناس في الاستدانة ويهملوا الوفاء، فزجرهم على ذلك بترك الصلاة عليهم، فلما فتح أي قضاؤه، فكان » مَنْ تَ رَكَ دَيْناً فَ عَلَيَّ « :الله على المسلمي مبادي الفتوح قال يقضيه( .
„Der Prophet pflegte über niemandem das Totengebet zu verrichten, der mit einer Schuld verstorben war, die er nicht mehr begleichen konnte, damit die Menschen nicht leichtfertig Schulden aufnähmen und die Rückzahlung vernachlässigten; so tadelte er sie, indem er nicht für sie betete. Als Allah (swt) den Muslimen die Eroberungen eröffnete, sagte er: ‚Wer eine Schuld hinterlässt, für dessen Begleichung bin Ich verantwortlich.‘ Das heißt, um sie zu begleichen, und er pflegte die Schulden zu begleichen.“ Dies ist ein Beleg dafür, dass sie aus dem Bayt al-Mal beglichen wird, wenn Geld vorhanden ist.
“The Prophet did not use to pray over anyone who died with a debt that he did not manage to fulfil, lest that people would not be careless in taking debts and neglect repayment, and so He would rebuke them by not praying over them. When Allah (swt) opened the conquests for the Muslims, He said: ‘whoever left behind a debt, it is upon me.’ in other words, to fulfil it, and he used to fulfil them.” which is evidence that it is paid from the Bayt Al-Mal if the money is found.
Was den Punkt „c" betrifft, so ist der Beleg das, was erwähnt wurde: dass Allah (swt) den Muslimen die Bildung, die Rechtsprechung und den Dschihad zur Pflicht gemacht hat und dass Er (swt) ihnen die Errichtung des Kalifats zur Pflicht gemacht hat. Ferner hat Er dem Kalifen zur Pflicht gemacht, die Angelegenheiten zu regieren, mit allem, was dies an Herrschern und Staatsbediensteten erfordert. Damit diese ihre Pflichten erfüllen können, ist es notwendig, dass das Bayt al-Mal den Staatsbediensteten ihre Gehälter und den Herrschern ihre Vergütungen zahlt, und zwar aus der Regel: „Was zur Erfüllung einer Pflicht erforderlich ist, ist selbst eine Pflicht." Reicht das, was im Bayt al-Mal vorhanden ist, nicht aus, so werden Steuern erhoben, um diese Ausgaben zu decken. Und falls befürchtet wird, dass Unruhe bzw. Verderbnis (Fasad) entstehen könnte, können Kredite aufgenommen werden, um den Bedarf zu decken.
As for clause: “c”, the evidence is what has been mentioned that Allah (swt) obligated education, judging and Jihad upon the Muslims, and He (swt) obligated establishing the Khalifah upon them, and made it obligatory upon the Khalifah to govern the affairs with whatever that necessitates in terms of rulers and civil servants, and for those to be able to fulfil their obligations it is necessary for the Bayt Al-Mal to give the civil servants their salaries, and the rulers their compensations, from the rule: “Whatever is required to complete an obligation is itself an obligation”. If whatever is in the Bayt Al-Mal is not sufficient, then taxes are collected in order to meet these expenses, and if it is feared that instability/corruption (Fasad) could occur then loans can be taken to fulfil the need.
Was den Satz „d“ betrifft: Um zu seinem Beleg zu gelangen, ist es notwendig, im Einzelnen zu verstehen, dass der Beweis dafür, die verpflichtenden Ausgaben für Nutzen und Vorteile, für die es keine Alternative gibt, zu finanzieren, darin besteht, dass dies zur Verwaltung der Angelegenheiten gehört, und die Überlieferung sagt:
As for clause: “d”, in order to reach its evidence it is necessary to understand in detail that the evidence to fund the obligatory expenditures on the benefits and utilities where no alternative exists is that it is part of the management of the affairs, and the narration says:
»وَهُوَ مَسْئُولٌ عَنْ رَعِيَّتِهِ«, „und er ist verantwortlich für seine Untergebenen“ (überliefert von Al-Bukhari von Ibn Umar), sowie die Tatsache, dass die Umma Schaden erleiden würde, wenn dies nicht ausgeführt wird, und der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
. » وَهُوَ مَسْئُولٌ عَنْ رَعِيَّتِهِ « . “and he is responsible for his subjects” (reported by Al- Bukhari from Ibn Umar), and the fact that the Ummah would be afflicted by harm in the absence of it being carried out and the Messenger (pbuh) said:
. » لا ضَرَرَ وَلا ضِرَارَ « .
. » لا ضَرَرَ وَلا ضِرَارَ « .
„Keine Schädigung und kein Schaden zufügen“ (überliefert von Ahmad von Ibn ʿAbbas, und überliefert und für authentisch erklärt von Al-Hakim von Abu Saʿid Al-Chudri). Demzufolge sind dies die Belege für die Pflicht des Kalifen hinsichtlich der Belange und Nutzen, weshalb sie für ihn in absoluter Weise verpflichtend ist, unabhängig davon, ob sie zu den Notwendigkeiten oder zu den Nebensächlichkeiten gehören. Der Beleg für ihre Pflicht gegenüber den Muslimen sind die Worte: „Keine Schädigung und kein Schaden zufügen“, weshalb die nicht notwendigen Belange für sie nicht verpflichtend sind, da der Ummah kein Schaden entstünde, wenn sie nicht ausgeführt würden, und nichts für die Ummah verpflichtend ist außer dem, was einen Schaden verursachen würde, wenn es nicht ausgeführt würde.
“No causing harm and no harming” (reported by Ahmad from Ibn ‘Abbas, and reported and authenticated by Al-Hakim from Abu Sa’id Al-Khudri). Accordingly, these are the evidence for the obligation upon the Khalifah for the interest and utilities, which is why it is obligatory upon him in an absolute sense whether they were from the essentials or non-essentials. The evidence for their obligation upon the Muslims are the words: “No causing harm and no harming”, which is why the non-essential interests are not obligatory upon them since the Ummah would not be afflicted with harm if they were not undertaken, and nothing is obligatory upon the Ummah except that which would cause a harm if it was not undertaken.
Demnach ist nicht jedes Interesse und jeder Nutzen den Muslimen verpflichtend auferlegt, sondern nur jene Interessen, deren Unterlassung Schaden verursachen würde. Was das Bayt al-Mal betrifft, so ist es verpflichtend, alles zu übernehmen, was den Muslimen Nutzen bringt, und alles, dessen Unterlassung ihnen Schaden zufügen würde. Aufgrund der Beschränkung des Beweises für seine Verpflichtung gegenüber der Umma auf die Überlieferung: „Es soll weder Schaden zugefügt noch Schaden mit Schaden vergolten werden“, werden den Muslimen keine Steuern auferlegt, um nicht unbedingt notwendige Interessen und Nutzen zu übernehmen, wie etwa die Verbreiterung von Straßen, die für die Menschen ohne Verbreiterung ausreichen, oder den Bau eines Krankenhauses, auf das man auch verzichten könnte, sowie alles andere Ähnliche aus dem Bereich der nicht unbedingt notwendigen Interessen. Wenn das Geld im Bayt al-Mal vorhanden ist, übernimmt der Staat diese Aufgaben; ist es nicht vorhanden, so werden sie aufgeschoben, bis das Geld gefunden wird. Es ist nicht zulässig, Steuern zu dem Zweck zu erheben, sie zu übernehmen.
Accordingly, not every interest and utility is obligatory upon the Muslims, rather only those interests which would cause harm if they were not undertaken. As for the Bayt Al-Mal, it is obligatory for it to undertake every issue which brings benefit for the Muslims, and everything which, if left without being undertaken, would cause them harm. Due to the restriction of the evidence of its obligation upon the Ummah with the narration: “There should be neither harming nor reciprocating harm”, taxes are not imposed upon the Muslims in order to undertake the non-essential interests and utilities such as widening the roads which are sufficient for the people without the widening or building a hospital that could be managed without, and anything else similar from non-essential interests. If the money is found in the Bayt Al-Mal the State would undertake them, and if not they would be delayed until the money is found, and it is not correct for taxes to be imposed for the sake of undertaking them.
Was die Klausel „f“ betrifft: Ihr Beleg ist der Beleg für die Rettung desjenigen, der in Not ist, nach einer übereinstimmend überlieferten Überlieferung von Abu Musa Al-Ash’ari, dass der Prophet ﷺ sagte:
As for clause: “f”, its evidence is the evidence for saving the one in trouble: in an agreed upon narration from Abu Musa Al- Ash’ari, that the Prophet said:
. عَلَى كُلِّ مُسْلِمٍ صَدَقَةٌ، فَ قَالُوا: يَا نَبِيَّ اللهِ، فَمَنْ لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: يَ عْمَلُ بِيَدِهِ « فَ يَ نْ فَعُ نَ فْسَهُ وَيَ تَصَدَّقُ، قَالُوا: فَإِنْ لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: يُعِينُ ذَا الْحَاجَةِ الْمَلْهُوفَ، قَالُوا: فَإِنْ » لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: فَ لْيَ عْمَلْ بِالْمَعْرُوفِ وَلْيُمْسِكْ عَنْ الشَّرِّ، فَإِن هََّا لَهُ صَدَقَة .
. عَلَى كُلِّ مُسْلِمٍ صَدَقَةٌ، فَ قَالُوا: يَا نَبِيَّ اللهِ، فَمَنْ لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: يَ عْمَلُ بِيَدِهِ « فَ يَ نْ فَعُ نَ فْسَهُ وَيَ تَصَدَّقُ، قَالُوا: فَإِنْ لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: يُعِينُ ذَا الْحَاجَةِ الْمَلْهُوفَ، قَالُوا: فَإِنْ » لَمْ يَجِدْ؟ قَالَ: فَ لْيَ عْمَلْ بِالْمَعْرُوفِ وَلْيُمْسِكْ عَنْ الشَّرِّ، فَإِن هََّا لَهُ صَدَقَة .
„Jeder Muslim muss Sadaqa geben.“ Die Leute fragten: „O Gesandter Allahs ﷺ! Wenn jemand nichts zu geben hat, was soll er tun?“ Er sagte: „Er soll mit seinen Händen arbeiten, damit er sich selbst nützt, und auch Sadaqa geben (von dem, was er verdient).“ Die Leute fragten weiter: „Wenn er auch das nicht findet?“ Er antwortete: „Dann soll er den Bedürftigen helfen, die um Hilfe bitten.“ Darauf fragten die Leute: „Und wenn er auch das nicht kann?“ Er antwortete: „Dann soll er gute Taten verrichten und sich von schlechten Taten fernhalten, und dies wird ihm als Sadaqa angerechnet.“
“Every Muslim has to give in charity. The people asked, "O Allah (swt)'s Prophet! If someone has nothing to give, what will he do?" He said, "He should work with his hands and benefit himself and also give in charity (from what he earns)." The people further asked, "If he cannot find even that?" He replied, "He should help the needy who appeal for help."Then the people asked, "If he cannot do that?" He replied, "Then he should perform good deeds and keep away from evil deeds and this will be regarded as charitable deeds."”.
Und ebenso die übereinstimmend überlieferte Überlieferung von Ibn Umar, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
And in the same way, the agreed upon narration from Ibn Umar that the Messenger of Allah (pbuh) said:
. الْمُسْلِمُ أَخُو الْمُسْلِمِ لا يَظْلِمُهُ وَلا يُسْلِمُهُ، وَمَنْ كَانَ فِي حَاجَةِ أَخِيهِ كَانَ اللهُ « فِي حَاجَتِهِ، وَمَنْ فَ رَّجَ عَنْ مُسْلِمٍ كُرْبَةً فَ رَّجَ اللهُ عَنْهُ كُرْبَةً مِنْ كُرُبَاتِ يَ وْمِ ا لْقِيَامَةِ، وَمَنْ » سَتَ رَ مُسْلِمًا سَتَ رَهُ اللهُ ي وَْمَ الْقِيَامَةِ .
. الْمُسْلِمُ أَخُو الْمُسْلِمِ لا يَظْلِمُهُ وَلا يُسْلِمُهُ، وَمَنْ كَانَ فِي حَاجَةِ أَخِيهِ كَانَ اللهُ « فِي حَاجَتِهِ، وَمَنْ فَ رَّجَ عَنْ مُسْلِمٍ كُرْبَةً فَ رَّجَ اللهُ عَنْهُ كُرْبَةً مِنْ كُرُبَاتِ يَ وْمِ ا لْقِيَامَةِ، وَمَنْ » سَتَ رَ مُسْلِمًا سَتَ رَهُ اللهُ ي وَْمَ الْقِيَامَةِ .
„Ein Muslim ist der Bruder eines anderen Muslims. Daher soll er ihn nicht unterdrücken und ihn auch nicht preisgeben. Wer die Bedürfnisse seines Bruders erfüllt, dessen Bedürfnisse wird Allah (SWT) erfüllen; wer die Sorgen seines Bruders beseitigt, dessen eine Sorge wird Allah (SWT) am Tag der Auferstehung beseitigen; und wer den Fehler eines Muslims verdeckt, dessen Fehler wird Allah (SWT) am Tag der Auferstehung verdecken.“
“A Muslim is a brother of another Muslim. So he should not oppress him nor should he hand him over to. Whoever fulfills the needs of his brother, Allah (swt) will fulfill his needs; whoever removes the troubles of his brother, Allah (swt) will remove one of his troubles on the Day of Resurrection; and whoever covers up the fault of a Muslim, Allah (swt) will cover up his fault on the Day of Resurrection”.
Dies ist allgemein gehalten und betrifft sowohl den Khalifah als auch die übrigen Muslime. Daher ist es sowohl für den Bayt al-Mal als auch für die Muslime verpflichtend. Sind im Bayt al-Mal ausreichend Mittel vorhanden, so werden sie von dort verwendet. Sind jedoch nicht genügend Mittel vorhanden, so werden um dessentwillen Steuern erhoben, denn es ist den Muslimen verpflichtend, denen in Not beizustehen.
This is general encompassing both the Khalifah as well as the rest of the Muslims, and so it is obligatory upon the Bayt Al-Mal and upon the Muslims. If sufficient funds are found in the Bayt Al- Mal then they are spent upon from there, and if there were not sufficient funds found then taxes are collected for its sake because it is obligatory upon the Muslims to help those in trouble.
Was die Aufnahme von Darlehen in einer Situation betrifft, in der Verderbnis (Fasad) zu befürchten ist, wie in den Punkten „b“, „c“ und „f“ erwähnt, so liegt dies daran, dass Verderbnis ein Schaden ist, der die Muslime trifft, und seine Beseitigung wäre aufgrund der Überlieferung verpflichtend, in der es heißt:
With respect to the taking out of loans in a situation where corruption (Fasad) is feared, as mentioned in clauses: “b” and: “c” and: “f”, this is because corruption is a harm afflicting the Muslims, and its removal would be obligatory due to the narration:
.» لا ضَرَرَ وَلا ضِرَارَ «.
.» لا ضَرَرَ وَلا ضِرَارَ «.
„Es soll weder Schaden zugefügt noch Schaden mit Schaden vergolten werden.“ Wenn also keine Mittel vorhanden sind, keine Kredite aufgenommen wurden und das Warten auf das Geld Schaden verursachen könnte, dann wäre es verpflichtend, einen Kredit aufzunehmen, um den Schaden zu beseitigen. Dann wäre es notwendig, dass der Staat einen Kredit in der Höhe aufnimmt, die zur Beseitigung des Schadens erforderlich ist. Es ist nicht erlaubt, einen Kredit für etwas anderes aufzunehmen als für diese drei Situationen, denn Ausgaben in anderen Situationen hängen vom Vorhandensein von Mitteln ab; sind diese nicht vorhanden, sollte dafür kein Geld geliehen werden. Was jedoch einen Anspruch auf Mittel hat, unabhängig davon, ob diese im Bayt al-Mal gefunden werden oder nicht, dafür werden die Mittel, wenn sie vorhanden sind, ausgegeben, und wenn sie nicht vorhanden sind, werden sie durch die Erhebung von Steuern bei den Muslimen beschafft, um das Erforderliche zu erfüllen. Dies geschieht, wenn es möglich ist zu warten und durch das Warten kein Schaden entsteht; dann wird es aufgeschoben, bis die Steuern eingezogen sind. Kann jedoch nicht gewartet werden und würden die Menschen durch jede Verzögerung Schaden erleiden, dann würde zu diesem Zeitpunkt um seinetwillen ein Kredit aufgenommen. Demnach würde der Staat nur für die Situationen einen Kredit aufnehmen, in denen ein Schaden entstünde, wenn nichts ausgegeben würde, nämlich jene Situationen und Dinge, deren Anspruch auf Mittel bestehen bleibt, unabhängig davon, ob die Mittel gefunden werden oder nicht.
“There should be neither harming nor reciprocating harm”. So, if the funds were not available, and loans were not taken out, and waiting for the money could cause harm, then it would be obligatory to take out a loan to remove the harm. It would then be necessary for the State to take a loan for the amount required to remove the harm. It is not permitted to take out a loan for the sake of anything other than these three situations, because spending in other situations depends on the presence of funds, but if the funds are not present money should not be borrowed for it. As for anything which is entitled to funds whether or not they were found in the Bayt Al-Mal, then if the funds are found they are spent upon it, and if they are not found then they are sought through taking taxes from the Muslims in order to fulfil what is required. This occurs if it is possible to wait and no harm occurs due to waiting, and so it is delayed until the taxes have been collected, and if it cannot be waited for and the people would be afflicted with harm due to any delay then at that time a loan would be taken out for its sake. So accordingly the State would not take out a loan except for the situations which would cause harm if nothing was spent, which are those situations and things whose entitlement to funds remains whether the funds were found or not.