Was seine gerechte Charakterstärke betrifft: Wird sie durch das Hervortreten einer offenkundigen Sünde beschädigt, durch die Änderung seines Geschlechts zu weiblich oder zu einem Geschlecht, das nicht eindeutig ist, oder befällt ihn vorübergehender Wahnsinn, oder wird er buchstäblich unfähig, das Kalifat auszuüben, oder wird er durch einen Einzelnen oder eine Gruppe seiner Berater, die die volle Kontrolle über die Führung der Angelegenheiten übernehmen, eingeengt, oder wird er zum physischen Gefangenen in der Hoffnung, befreit werden zu können, oder gerät er unter den Einfluss der Ungläubigen, die ihn kontrollieren: In diesen sieben Fällen ist es verpflichtend, dass er abgesetzt wird. Er wird jedoch nur durch das Urteil eines Richters abgesetzt. In all diesen sieben Fällen ist es verpflichtend, ihm zu gehorchen und seine Anordnungen auszuführen, bis der Befehl zu seiner Absetzung erlassen wird; denn keine dieser Situationen führt automatisch zur Aufhebung des Kalifatsvertrags, sondern sie hängt vom Urteil eines Richters ab. Der Unterschied zwischen den Bedingungen, deren Verlust zu seiner Absetzung vom Kalifat führt, und jenen Bedingungen, deren Verlust ihn nicht vom Kalifat absetzt, sondern ihn lediglich absetzungswürdig macht, besteht darin: Bei jenen Bedingungen, deren Verlust den Vertrag von Anfang an und von seiner Beschaffenheit her ungültig macht, weil sie zum Vertrag gehören oder eine seiner Säulen sind, wäre der Vertrag in diesem Fall ungültig. Denn wären sie zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses des Kalifats nicht vorhanden gewesen, wäre der Vertrag ungültig und nicht zustande gekommen. Treten sie während der Amtszeit des Kalifats auf, wäre der Vertrag ebenfalls ungültig und nichtig. Dies betrifft Bedingungen wie den Islam, die geistige Zurechnungsfähigkeit und die persönliche Fähigkeit, die Handlungen auszuführen. Was die Bedingungen betrifft, deren Fehlen den Vertrag nicht ungültig macht, sondern dessen Grundlage weiterhin rechtmäßig bleibt, jedoch seine Eigenschaften ungültig macht, da sie sich nicht auf den Vertrag selbst oder auf einen seiner Pfeiler beziehen, sondern auf eine ihm anhaftende Eigenschaft, so ist in diesem Fall der Vertrag nicht ungültig, sondern unvollkommen. Wenn also all diese Bedingungen zum Zeitpunkt des Abschlusses des Kalifats nicht vorhanden waren, so ist das Kalifat zwar abgeschlossen, aber unvollkommen, und seine Aufhebung hängt vom Urteil eines Richters ab. Ebenso gilt: Treten sie während der Amtszeit des Kalifats auf, so wird der Vertrag unvollkommen, hebt sich aber nicht selbst auf. Vielmehr hängt seine Aufhebung vom Urteil eines Richters ab. Beispiele hierfür sind die Bedingung, männlich zu sein, gerecht zu sein und Ähnliches. Aus dieser Darlegung ergibt sich der Unterschied zwischen der Veränderung der Bedingung des Kalifen, die ihn vom Kalifat absetzt, und der Veränderung der Bedingung, die ihn nicht vom Kalifat absetzt, sondern ihn lediglich der Absetzung würdig macht.
As for if his just character is damaged by the appearance of clear sin, or changing his sex to female or someone whose gender is not clear, or if he became afflicted by temporary madness, or he became literally incapable of carrying out the Khilafah, or he is confined through being influenced by an individual or group from his advisors who take full control of executing the affairs, or he becomes a physical prisoner with the hope of being able to be liberated, or he falls under the influence of the disbelievers who control him; in these seven circumstances, it is obligatory for him to be removed, however, he is not removed except by a judge’s verdict. In all of these seven circumstances, it is obligatory to obey him and execute his orders until the order to remove him is issued; this is because none of these situations results in the automatic annulment of the contract of the Khilafah but rather relies upon the verdict of a judge. The difference between the conditions which if lost result in his removal from the Khilafah and those conditions whose loss does not remove him from the Khilafah but rather mean that he is deserving of being removed, is that those conditions whose loss makes the contract invalid from its origin and quality, in that they return to the contract or are one of its pillars, then the contract would be invalid in this case since if they were not present at the time of the contracting of the Khilafah, then the contract would be invalid and would not have been concluded. If they appear during the period of the Khilafah, the contract would be invalid, and would be void as well. This would occur with conditions such as the condition of Islam, sanity and the capability to carry out the actions individually. As for the conditions whose loss does not make the contract invalid, but rather its basis remains legitimate, but it makes it invalid from its properties, since it does not return to the contract itself, nor to one of its pillars, but rather to a property attached to it. In this case, the contract is not invalid but rather is imperfect. So if all these conditions were not present at the time of contracting the Khilafah, the Khilafah is contracted but it would be imperfect and its annulment would rely upon the verdict of a judge. In the same manner, if they appear during the period of the Khilafah, then the contract would become imperfect, but it would not void itself. Rather, its annulment would rely upon the verdict of a judge. Examples of this would be like the condition of being male, just and whatever is similar. It is from this explanation, that the difference between the changing of the condition of the Khalifah which removes him from the Khilafah, and the changing of condition which does not remove him from the Khilafah but rather makes him deserving of being removed has been arrived at.