10.2 Die exegetischen Ansätze der Mufassirun
10.2 The Exegetical Approaches Of Mufassirun
Die Gefährten (Sahabah) legten die Verse des Edlen Qur'ān entweder aufgrund ihres eigenen Ijtihād in der Tafsīr aus oder indem sie es vom Gesandten Allahs ﷺ gehört hatten. Oft erklärten sie den Anlass der Offenbarung eines Verses oder erläuterten, in Bezug auf wen er offenbart worden war. Bei der Erklärung eines Verses beschränkten sie sich darauf, die sprachliche Bedeutung zu verdeutlichen, die sie aus dem Vers verstanden, mit den knappsten Worten, wie ihre Aussage: ghayr mutajanif li ithm (nicht zur Sünde geneigt), d. h. nicht zur Sünde veranlagt (ghayr muta'arrid li ma'siyya). Ebenso ihre Aussage bezüglich Seines Wortes:
The Sahabah made tafsīr for the verses of the Noble Qur’ān either as their own Ijtihād in tafsīr or by hearing it from the Messenger of Allah . Many a time they would explain the cause of revelation for a verse or explain with respect to whom it had been revealed. In explaining a verse they would restrict themselves to elucidating the linguistic meaning which they understood from the verse with the most concise of words like their saying: ghayr mutajanif li ithm (not inclined to sin) i.e, not predisposed to sin (ghayr muta'arrid li ma'siyya). Similarly their statement regarding His saying:
„(Verboten) ist auch das Schießen von Pfeilen, mit denen man Glück oder eine Entscheidung sucht.“ [TMQ Mā’idah: 3]
“(Forbidden) also is to use arrows seeking luck or decision” [TMQ Mā’idah: 3]
Die Menschen der Zeit der Unwissenheit (jahiliyya) pflegten, wenn einer von ihnen ausgehen wollte (auf eine Reise), einen Pfeil zu nehmen und zu sagen: Dieser befiehlt mir auszugehen. Wenn er dann auf seiner Reise ausgeht, wird er Glück haben. Dann nahm er einen anderen Pfeil und sagte: Dieser befiehlt mir zu bleiben, so wird er auf seiner Reise kein Glück haben. Der Unglücks-Pfeil ist einer der beiden Pfeile. Da verbot Allah ihnen diese Praxis. Ein Beispiel dafür ist das, was über Ibn 'Abbas überliefert wurde, bezüglich Seines Wortes:
The people of jahiliyya when one of them wanted to go out (on a journey) he would take an arrow and say: This one orders me to go out. So if he goes out on his journey will meet good luck. And he will take another arrow and say: This one orders me to stay, so he will not be lucky in his journey. The unlucky arrow is one of the two arrows. So Allah forbade them from this practice. An example would be what has been narrated about Ibn 'Abbas regarding His saying:
„Er wird euch gewiss zum Ma'ad (Ort der Rückkehr) zurückbringen.“ [TMQ Qasas: 85]
“ He will surly bring you back to the ma'ad (place of return)” [TMQ Qasas: 85]
Er sagte: nach Makkah. Hätten sie dem etwas hinzugefügt, so wäre es das, was über den Anlass der Offenbarung und über diejenigen überliefert ist, in Bezug auf die der betreffende Vers offenbart wurde. Es wird von Abu Hurairah überliefert, im Zusammenhang mit Seinem Ausspruch:
He said: to Makkah. If they added anything to that it would be what has been narrated about the cause of revelation and with regards to whom the verse in question was revealed. It has been narrated about Abu Hurairah regarding His saying:
„Wahrlich, du (o Muhammad ﷺ) leitest nicht, wen du magst.“ [TMQ Qasas: 56]
“Verily ! You (O Muhammad (saw)) guide not whom you like” [TMQ Qasas: 56]
dass er sagte, der Vers sei über den Gesandten Allahs herabgesandt worden, als dieser versuchte, seinen Onkel Abu Talib für den Islam zu gewinnen. Danach kamen die Tabi'un nach den Sahaba, die alles überlieferten, was die Sahaba auf diese Weise erwähnt hatten. Unter den Tabi'un gab es solche, die die Verse des Edlen Qur'an erklärten oder den Anlass der Offenbarung nannten, sei es aus ihrem eigenen Ijtihad in der Tafsir oder indem sie es von (anderen Autoritäten) gehört hatten. Nach den Tabi'un kamen die Gelehrten ('Ulama), die die Tafsir erweiterten und Berichte von Juden und Christen anführten. Die Mufassirun folgten in jedem Zeitalter und in jeder Generation einander nach; sie erklärten den Qur'an und erweiterten in jedem Zeitalter die Tafsir auf der Grundlage dessen, was zuvor gewesen war. Die Mufassirun begannen, den Versen ihre Aufmerksamkeit zu widmen, um daraus Rechtsurteile abzuleiten und ihre Denkschulen im Hinblick auf den freien Willen (ikhtiyar) und die Prädestination (jabr) zu erläutern. Sie begannen, Verse zu erklären, die ihre Meinungen belegen sollten, entsprechend ihren Neigungen in der Gesetzgebung, der Scholastik ('ilm al-Kalam), der Rhetorik (balaagha), der Morphologie (sarf) und der Grammatik usw. Was sich bei einer Untersuchung der Tafsire aus den verschiedenen Zeitaltern seit der Zeit der Sahaba bis heute zeigt, ist, dass die Tafsir des Qur'an in jedem Zeitalter von der wissenschaftlichen Bewegung der Zeit beeinflusst war; sie stellte ein Bild dar, das die Ansichten, Theorien und Denkschulen der Zeit widerspiegelte. Selten gab es Tafsire, die frei vom Einfluss der Meinungen, Gedanken und Regeln der Zeit waren.
that he said the verse had been revealed concerning the Messenger of Allah when he tried to win over his uncle Abu Talib to Islam. Then came the Tabi'un after the Sahabah who reported everything the Sahabah mentioned in this manner. From among the Tabi'un there were those who explained the verses of the Noble Qur’ān or stated the cause of revelation, either as their own Ijtihād in tafsīr or by hearing it from (other authorities). After the Tabi'un the 'Ulama came and expanded the tafsīr and quoted reports from the Jews and Christians. The mufassirun succeeded one after another in every age and generation, who explained the Qur’ān and expanded the tafsīr in each age on what had come before. The mufassirun began to give their attention to the verses to deduce rulings from them and explain their schools of thought in terms of freewill (ikhtiyar) and predestination (jabr). And they began to explain verses proving their opinions according to their inclinations in legislation, scholasticism ('ilm al-Kalam), rhetorics (balaagha), declension (sarf) and grammar etc. What is apparent from an examination of the tafaseers through the different ages since the time of the Sahabah until now is that the tafsīr of the Qur’ān in every age was influenced by the scholarly movement of the time, it presented a picture which reflected the views, theories and schools of thought of the time. Seldom were there tafsīrs that were free from the influence of opinions, thoughts and rules of the time.

„Umar ibn Bukayr schrieb an al-Farra', dass al-Hasan ibn Sahl ihn vielleicht eine Frage nach der anderen zum Qur'ān stellen werde, er sich aber nicht alle Antworten werde merken können. Er meine, man solle die wesentlichen Punkte zusammentragen und in einem Buch sammeln, auf das er sich dann beziehen könne. Da sagte al-Farra' zu seinen Schülern: Versammelt euch, damit ich euch ein Buch über den Qur'ān diktieren kann. Er gab ihnen einen Tag Zeit. Als sie kamen, ging er zu ihnen. In der Moschee war ein Mann, der den Azan rief und mit den Leuten im Gebet den Qur'ān rezitierte. Al-Farra' wandte sich an ihn und sagte: Rezitiere die Eröffnungssure des Qur'ān (fatihatul kitab), wir werden sie erklären und dann vollständig über das ganze Buch sprechen. Der Mann rezitierte, und al-Farra' legte die Auslegung (tafsīr) dar. Abu al-'Abbas sagte: Niemand hat vor ihm etwas dergleichen getan, und ich glaube nicht, dass jemand etwas dazu hinzufügen kann.
“Umar ibn Bukayr wrote to al-Farra' that al-Hasan ibn Sahl perhaps may ask me one thing after another from the Qur’ān but I will not be able to recall all the answers. I think you should bring together the essential points and compile them in a book I will refer to it, so al-Farra' said to his students; gather together so that I can dictate to you a book about the Qur’ān. He gave them a day. When they came he went to them, in the mosque there was man giving azan and reciting the Qur’ān with the people in prayer. Al-Farra' turned to him and said: recite the opening chapter of the Qur’ān (fatihatul kitab), we will explain it and then we will speak fully about the whole book. The man recited and al-Farra' made tafsīr. Abu al-'Abbas said: no one did anything like him before and I don't think anyone can add to that.'
Danach kam Ibn Jarir al-Tabari (gest. 310 n. H.), der seine berühmte Tafsīr verfasste. Vor der Tafsīr des Ibn Jarir waren bereits eine Reihe von Tafsīrs bekannt geworden, etwa die Tafsīr des Ibn Jurayj. Seine Lage war die Lage der frühen Muhaddithūn, die alles sammelten, was zu ihnen gelangte, ohne zwischen den richtigen (Ṣaḥīḥ) und den falschen Überlieferungen zu unterscheiden. Man sagte: „Das Ziel des Ibn Jurayj war nicht die Authentizität; vielmehr berichtete er alles, was über jeden Vers überliefert wurde, ob es richtig (Ṣaḥīḥ) oder schwach (Saqīm) war.“ Zu diesen Tafsīrs gehören auch die Tafsīr des al-Suddī (gest. 127 n. H.) und die Tafsīr des Muqātil (gest. 150 n. H.). ʿAbdullāh ibn al-Mubārak sagte über die Tafsīr des Muqātil: „Wie ausgezeichnet ist seine Tafsīr, wenn er nur verlässlich (thiqa) wäre.“ Unter ihnen ist auch die Tafsīr des Muḥammad ibn Isḥāq. Er pflegte von Juden und Christen zu überliefern, und er zitierte Aussagen des Wahb ibn Munabbih, des Kaʿb al-Aḥbār und anderer, die von der Tora, der Bibel und deren Auslegungen berichteten. Diese Tafsīrs sind uns nicht erhalten geblieben, obwohl Ibn Jarir al-Tabari das meiste davon gesammelt und in sein Buch aufgenommen hat. Danach folgten die Mufassirūn einer nach dem anderen, die den Qur’ān in vollständigen und wohlgeordneten Werken erläuterten, die umfassend und systematisch waren.
Then, after him came Ibn Jarir al-Tabari (d.310 A.H.) who wrote his famous tafsīr. A number of tafsīrs before the tafsīr of Ibn Jarir became well known such as the tafsīr of Ibn Jurayj. His situation was the situation of the first muhaddithin who compiled everything that reached them without differentiating between the correct (Sahih) and incorrect reports. They said 'that Ibn Jurayj's aim was not authenticity; rather he reported everything that was reported about every ayah whether it was correct (Sahih) or weak (saqim).' Also from these tafsīrs is the tafsīr of al-Suddi (d.127 A.H.) and the tafsīr of Muqatil (d.150 A.H.). 'Abd Allah ibn al-Mubarak said about the tafsīr of Muqatil: How excellent is his tafsīr, if only he were reliable (thiqa).' Amongst them is also the tafsīr of Muhammad ibn Ishaq. He used to transmit from the Jews and Christians and he used to quote sayings of Wahb ibn Munabbih, Ka'b al-Ahbar and others, who reported thing from the Torah, Bible and their commentaries. These tafsīrs have not reached us, although Ibn Jarir al-Tabari has collected most of it and included it in his book. Then came mufassirun one after another explaining the Qur’ān in an complete and well-ordered manner in books that were complete and systematic.
Doch wer die Tafsire durchsieht, wird feststellen, dass die Mufassirun sich der Auslegung aus verschiedenen Blickwinkeln näherten. Einige interessierten sich dafür, die Stile und Bedeutungen des Buches zu betrachten und das, was es an Formen der Redekunst (balāgha) enthält, um die höchsten und herausragenden Ausdrucksformen gegenüber anderen Arten der Rede zu erkennen. Daher überwog in ihren Tafsiren der rhetorische Aspekt. Einer dieser Gelehrten ist Muhammad ibn al-Zamakhshari mit seinem Tafsir mit dem Titel al-Kaschschaf. Es gab solche, die sich mit den Grundlagen des Glaubens befassten, mit dem Bekämpfen der Pseudopropheten und mit dem Disput gegen Andersdenkende (den Islam betreffend), wie Fakhr al-Din al-Razi in seinem berühmten Tafsir: al-Tafsir al-Kabir. Und einige von ihnen untersuchten die Regeln der Scharia und waren daran interessiert, diese aus den Versen abzuleiten. So richteten sie ihr Interesse auf die Verse der Rechtsbestimmungen (āyāt al-aḥkām), wie Abu Bakr al-Razi, allgemein bekannt als al-Dschassas, in seinem wohlbekannten Tafsir Ahkām al-Qur'ān. Es gab solche, die den Geschichten nachgingen und den Qur'ān-Erzählungen Inhalte aus Geschichtsbüchern und den Isrā'īliyyāt (jüdischem Überlieferungsgut) hinzufügten und begannen, alles zu sammeln, was sie hörten, sei es wenig oder viel, ohne das zu überprüfen, was der Scharia widersprach, mit dem Verstand nicht übereinstimmte oder den Qur'ān-Versen widersprach, die eindeutig in ihrer Bedeutung sind. Eine solche Person ist ʿAlāʾ al-Din ʿAli ibn Muhammad al-Baghdadi, der Sufi, auch bekannt als al-Khazin, der dies in seinem Tafsir Bāb at-taʾwīl fī maʿānī at-tanzīl tat. Und es gab solche, die sich damit beschäftigten, ihre Rechtsschule (madhhab) zu unterstützen und die Verse entsprechend dem auszulegen, was ihre Richtung stützt, wie der Tafsir al-Bayān von Schaich al-Tabrisi und der Tafsir al-Tibyān von Schaich al-Tusi. Beide unterstützten die Ansichten der Schia und ihres madhhab in Glaubensfragen (ʿaqāʾid) und Rechtsbestimmungen (aḥkām). Und es gab solche, die sich ausschließlich mit der Tafsir befassten, um die Verse und Bestimmungen des Qur'ān zu erklären, unabhängig von jedweder Perspektive. Sie sind die Mufassirun, deren Tafsire als das Wesentliche der Werke der Koranexegese gelten. Und sie gelten als die Imame der Tafsir-Wissenschaft und anderer Fächer. Dazu gehören der Tafsir von Ibn Jarir al-Tabari, der Tafsir von Abu 'Abd Allah Muhammad al-Qurtubi und der Tafsir von al-Nasafi sowie andere. Was dagegen die Tafsire betrifft, die in diesem Zeitalter und gegen Ende der Periode des Niedergangs verfasst wurden, wie der Tafsir von Muhammad 'Abduh, der Tafsir von Tantawi Jawhari und der Tafsir von Ahmad Mustafa al-Muraghi sowie andere, so zählen sie nicht zur Literatur der Tafsir-Wissenschaft, und man setzt auch kein Vertrauen in sie. Der Grund dafür ist, dass bei der Auslegung vieler Verse eine Gefahr für die Religion Allahs besteht, wie etwa bei Muhammad Rasheed Ridhas Tafsir des Verses:
However, anyone who inspects the tafaseer will find that the mufassirun approached the tafsīr from various perspectives. Some were interested in looking at the styles and meanings of the Book and whatever it included in terms of the forms of rhetorics (balaagha) to know the highest and distinguished forms of speech as compared to other types of speech. So the rhetorical aspect prevailed in their tafsīrs. One of those people is Muhammad ibn al-Zamakhshari in his tafsīr entitled al-Kashaf. There were those who looked into the foundations of belief, the fighting of pretenders and debating those who disagreed (with Islam) like Fakhr al-Din al-Razi in his famous tafsīr: al-Tafsīr al-Kabir. And some of them studied the Sharī’ah rules and were interested in deducing them from the verses. So they channelled their interest towards the verses of ahkām like Abu Bakr al-Razi commonly known as al-Jassas in his well known tafsīr Ahkām al-Qur’ān. There were those who went after stories and added to the Qur’ānic stories from the books of history and israiliyyat (Judaica) and began to collect everything they heard however meagre or abundant without revising the things that contradicted the Sharī’ah, did not agree with the mind or contradicted Qur’ānic ayāt which are definite in meaning. One such person is 'Ala' al-Din 'Ali ibn Muhammad al-Baghdadi, the sufi otherwise known as al-Khazin who did this in his tafsīr Bab al ta'weel fi ma'ani al-tanzeel. And there were those that concerned themselves with supporting their mazhab (school) and explaining the verses in accordance with whatever supports their faction like the tafsīr al-Bayan of al-Shaykh al-Tibrisi and the tafsīr al-Tibyan of al-Shaykh al-Tusi. Both of them supported the views of the Shi'a and their mazhab regarding belief ('aqaid) and ahkām. And there were those that were only concerned with the tafsīr in order to explain the verses and rulings of the Qur’ān regardless of any perspective. They are the mufassirun whose tafsīrs are considered the essence of the books of tafsīr. And they are considered the imams of tafsīr and other topics. Like the tafsīr of Ibn Jarir al-Tabari, the tafsīr of Abu 'Abd Allah Muhammad al-Qurtubi, and the tafsīr of al-Nasafi and others. As for the tafsīrs written in this age and towards the end of the period of decline like the tafsīr of Muhammad 'Abduh, the tafsīr of Tantawi Jawhari and the tafsīr of Ahmad Mustafa al-Muraghi and others, they are not considered part of the tafsīr literature and nor is there any trust put in them. This is because there is a risk in the deen of Allah in the explanation of many verses like Muhammad Rasheed Ridha’s tafsīr of the verse:
„Und wer nicht nach dem urteilt, was Allah herabgesandt hat, das sind die Fasiqun (Frevler)." [TMQ Mā’idah: 44]
“And whosoever does not judge by what Allahhas revealed, such are the Fasiqun (transgressors)” [TMQ Mā’idah: 44]
Er erlaubte den Muslimen Indiens, englische Gesetze anzunehmen und sich den Urteilen englischer Richter zu unterwerfen. Scheich Muhammad Rasheed Ridha erwähnte im sechsten Band des Tafsīr des Edlen Qur'ān, weithin bekannt als al-Manar, bei der Auslegung der Sure al-Mā'idah, als er Seine Worte erklärte:
He permitted the Muslims of India to adopt English laws and submit to the rulings of English judges. Shaykh Muhammad Rasheed Ridha mentioned in volume six of the Tafsīr of the Noble Qur’ān widely known as al-Manar in the tafsīr of sura al- Mā’idah when he explained His saying:
„Und diejenigen, die nicht nach dem urteilen, was Allah herabgesandt hat, das sind die Fasiqun (Frevler)." [TMQ Mā’idah: 44]
“And whosoever does not judge by what Allah has revealed, such are the Fasiqun (transgressors)” [TMQ Mā’idah: 44]
Auf den Seiten 406–409 wurde er gefragt:
In pages 406-409 he was asked:

Ist es einem Muslim erlaubt, bei den Engländern angestellt zu sein und nach englischen Gesetzen zu richten, von denen einige darauf hinauslaufen, nach etwas zu richten, das Allah nicht herabgesandt hat? Er gab eine ausführliche Antwort: „Kurz gesagt ist das Gebiet des Krieges (dar al-harb) kein Ort, an dem die Regeln des Islam etabliert werden können. Daher ist es verpflichtend, die Hidschra zu unternehmen, es sei denn, es liegt ein Grund vor oder es gibt einen Vorteil für die Muslime, aufgrund dessen er vor der Versuchung (fitna) in seiner Religion sicher ist. Es obliegt demjenigen, der (in Indien) lebt, den Muslimen nach besten Kräften zu dienen und die Regeln des Islam so weit wie möglich zu stärken. Und es gibt kein Mittel, den Einfluss des Islam zu stärken und die Interessen der Muslime zu schützen, außer durch die Übernahme staatlicher Ämter, besonders wenn die Regierung nachsichtig und zwischen allen Menschen und Religionen einigermaßen gerecht ist, wie die englische Regierung. Es ist allgemein bekannt, dass die Gesetze dieses Landes dem islamischen Scharia näher stehen als andere, weil sie die meisten Angelegenheiten dem Ijtihad der Richter überlassen. Wer also im Islam zum Richter qualifiziert ist und mit der richtigen Absicht und guten Intention ein Amt in der Justiz in Indien übernimmt, kann den Muslimen einen großen Dienst erweisen. Es ist offensichtlich, dass die Aufgabe der Justiz und anderer staatlicher Ämter durch die Gelehrten und Einsichtigen, weil sie es für sündhaft halten, nach ihren (d. h. der Engländer) Gesetzen zu arbeiten, den Muslimen ihre Interessen in Religion und Diesseits verlieren lässt.“
Is it permitted for a Muslim to be employed by the English to rule by English laws some of which constitutes ruling by other than what Allah has revealed ? He gave a long reply: 'In short, the abode of war (dar al-harb) is not a place for the establishment of the rules of Islam, therefore it is obligatory to make hijra unless there is an excuse or benefit for the Muslims due to which he will be safe from the fitna (test) on his deen. It is incumbent on the one who resides (in India) to serve the Muslims according to the best of his abilities and to strengthen the rules of Islam as much as he can. And there is no means of strengthening the influence of Islam and protecting the interests of the Muslims except by assuming the government posts especially if the government is lenient and fairly just between all people and religions like the English government. It is well known that the laws of this country are closer to the Islamic Sharī’ah than others because it delegates most matters to the Ijtihād of judges. So whoever is qualified to be a judge in Islam and takes up a post in the judiciary in India with the correct aim and good intention, it is possible for him to do a great service for the Muslims. It is obvious that the abandonment of the judiciary and other government posts by the people of knowledge and insight due to being sinful for working according to their (i.e The English) laws will forfeit the interests of the Muslims in their deen and dunya.'
Dann sagte er:
Then he said:
„Aus all dem geht klar hervor, dass die Annahme einer Anstellung im englischen Regierungsdienst in Indien „und jeder ähnlichen Tätigkeit“ durch einen Muslim sowie seine Rechtsprechung nach deren Gesetzen eine Erleichterung (rukhsa) ist, die unter den Grundsatz fällt, das kleinere von zwei Übeln zu wählen, sofern keine ʿazīma besteht, mit der die Unterstützung des Islam und der Schutz der Interessen der Muslime beabsichtigt ist…“
“It is obvious from all of this that the Muslim's acceptance to work in the English government in India 'and any other similar work' and his ruling according to their laws is a dispensation (rukhsa) which comes under the principle of doing the lesser of two evils if there is no 'azeema by which support of Islam and protecting the interests of Muslims is intended…”
Ähnlich verhält es sich mit dem Tafsīr von Ṭanṭāwī Ǧawharī, in dem er erwähnt, dass im Qur’ān moderne Wissenschaften und Disziplinen vorkommen, und er hat seinen Tafsīr mit Bildern von Vögeln und Tieren gefüllt, um zu zeigen, dass der Qur’ān solche Dinge erklärt hat. Und ebenso der Tafsīr von Muṣṭafā Zayd, in dem er die Existenz von Engeln und Schayāṭīn gedeutet und abgelehnt hat. Daher beging er durch seinen Tafsīr Kufr und hat sich selbst aus dem Islam hinausgeführt. Diese Tafsīrs und ihresgleichen gelten bei den Muslimen nicht als Tafsīr-Werke, und ihren Erklärungen wird auch keine Beachtung geschenkt.
Much similar is the tafsīr of Tantawi Jawhari where he mentioned that there are modern sciences and disciplines in the Qur’ān and he filled his tafsīr with pictures of birds and animals to demonstrate that the Qur’ān did explain such things. And the tafsīr of Mustafa Zayd in which he interpreted and rejected the existence of angels and Shayateen. So he committed kufr by his tafsīr and took himself outside of Islam. These tafsīrs and their likes are not considered books of tafsīr by the Muslims and nor are their explanations given any consideration