Was den rationalen Grund betrifft: Der Prophet, Friede sei mit ihm ﷺ, wartete bei vielen Regelungen auf die Offenbarung, obwohl dringender Bedarf bestand, die Entscheidung Allahs zu verdeutlichen. Wäre Ijtihad für ihn erlaubt gewesen, hätte er die Entscheidung nicht verzögert, sondern Ijtihad betrieben. Da er die Entscheidung bis zur Herabsendung der Offenbarung aufschob, zeigt dies, dass er keinen Ijtihad betrieb. Es zeigt auch, dass es ihm nicht erlaubt war, Ijtihad zu betreiben. Wäre es erlaubt gewesen, hätte er die Entscheidung trotz des Bedarfs nicht aufgeschoben.
Ferner ist es verpflichtend, dem Propheten ﷺ zu folgen. Betriebe er Ijtihad, wäre es möglich, dass er einen Fehler begeht. Beginge er einen Fehler, wären wir verpflichtet, ihm zu folgen, sodass wir gezwungen wären, einem Fehler zu folgen, was ungültig ist, denn Allah hat nicht befohlen, einem Fehler zu folgen.
Darüber hinaus ist der Gesandte ﷺ vor Fehlern bei der Übermittlung der Botschaft bewahrt (ma'sum). Es ist für ihn absolut unmöglich, bei der Übermittlung der Botschaft Allahs einen Fehler zu machen. Denn die Erlaubnis, dass der Gesandte ﷺ einen Fehler macht, hebt das Konzept des Gesandtseins und des Prophetentums auf. Die Bestätigung des Gesandtseins und des Prophetentums bestimmt daher, dass der Gesandte keine Fehler machen darf. Was die Übermittlung der Botschaft betrifft, so erfordert sie, dass er vor Fehlern bei der Übermittlung bewahrt ist. Daher ist es für den Gesandten ﷺ unmöglich, sich in dem zu irren, was er von Allah übermittelt. Folglich ist es ihm nicht erlaubt, Ijtihad zu betreiben. Alles, was er an Regelungen überliefert – in seinen Worten, Handlungen und seinem Schweigen –, ist Offenbarung von Allah und nichts anderes.
As for the rational reason, it is because the Prophet PBUH used to wait for the revelation in many rules despite the urgent need to clarify the ruling of Allah . If ijthad was allowed for him he would not have delayed in giving the ruling but he would have performed Ijtihād. Because he used to postpone giving the ruling until the revelation was sent down. This indicates he did not make Ijtihād. It also indicates that it was not allowed for him to make Ijtihād. Had it been allowed he would not have put off giving the ruling despite the need to do so. Also, it is obligatory to follow the Prophet , if he exercised Ijtihād it would be possible for him to make a mistake. If he made a mistake we would be obliged to follow him so the matter would necessitate that we follow a mistake which is not valid because Allah did not order to follow a mistake. Furthermore, the Messenger PBUH is infallible (ma'sum) from making mistakes in the conveyance of the Message. It is absolutely impossible on his part to make a mistake in the conveyance of (Allah's Message). Since allowing the Messenger PBUH to make a mistake negates the (concept of) Messengership and prophethood. So the affirmation of Messengership and Prophethood determines that the Messenger is not allowed to make mistakes. Regarding the conveyance of the Message it necessitates that he is protected from making mistakes in the conveyance. So it is impossible on the part of the Messenger PBUH to err in what he conveys from Allah . Consequently, it is not allowed on his part to exercise Ijtihād. Everything conveyed by him from the rulings, in his saying, action and silence is revelation from Allah and nothing else.
Es darf nicht behauptet werden, dass Allah ihn nicht zulassen werde, im Irrtum zu verharren, und dass Er ihm diesen rasch verdeutlichen werde. Denn der Irrtum im Ijtihād, wenn er vom Gesandten ﷺ begangen wird, wird den Muslimen zur Pflicht, ihm zu folgen, bis die Verdeutlichung kommt. Diese Verdeutlichung würde dann eine andere Regel als die erste etablieren. Den Muslimen würde befohlen, dieser Regel zu folgen und die frühere Regel, die ein Irrtum ist, zu verlassen. Das ist ungültig; es ist für Allah nicht möglich, den Menschen zu befehlen, einem Irrtum zu folgen, und ihnen dann zu befehlen, diesen zu verlassen und dem Richtigen zu folgen. Ebenso ist es dem Gesandten ﷺ nicht erlaubt, eine Regel zu überbringen und dann den Menschen zu sagen, dass diese Regel ein Irrtum sei, weil sie von mir stamme, und die richtige Regel sei das, was ihm von Allah gekommen ist, und sie anzuweisen, die erste Regel zu verlassen, weil sie ein Irrtum ist, und ihnen die richtige Regel mitzuteilen.
It should not be claimed that Allah will not allow him to remain on the mistake. And that he will swiftly clarify it to him . This is because the mistake in Ijtihād when it occurs from the Messenger PBUH becomes fard on the Muslims to follow until the clarification comes. Then this clarification would have reestablished another ruling different to that of the first ruling. The Muslims would be ordered to follow this ruling and leave the former ruling which is a mistake. This is invalid, it is not possible on Allah's part the He order the people to follow a mistake and then order them to leave it and follow the correct one. Similarly, it is not allowed on the part of the Messenger PBUH that he conveys a ruling and then say to the people that this ruling is a mistake because it is from me, and the correct ruling is what has come to me from Allah and inform them that they should leave the first ruling because it is a mistake and inform them of the correct ruling.
Man sollte nicht sagen, dies sei ein rationaler Beweis für eine Angelegenheit der Scharia, denn das ist nicht erlaubt. Der Grund ist, dass eine Angelegenheit der Scharia einen scharia-basierten Beweis erfordert, da die Scharia-Angelegenheit, deren Dalīl ausschließlich ein scharia-basierter Beweis sein muss, die Scharia-Regel ist. Was die Glaubensinhalte betrifft, so kann ihr Beweis rational oder scharia-basiert sein. Die Frage, ob der Prophet ﷺ ein Mudschtahid ist oder nicht, gehört zu den Glaubensinhalten und nicht zu den Scharia-Regeln. Daher kann ihr Beweis rational oder scharia-basiert sein. Dass es dem Gesandten ﷺ nicht erlaubt ist, ein Mudschtahid zu sein, wird sowohl durch den rationalen Beweis als auch durch den scharia-basierten Beweis belegt. Es ist einer der Glaubensinhalte.
It should not be said that this is a rational evidence for a Sharī’ah matter as that is not allowed, the reason is that the Sharī’ah matter requires a Sharī’ah evidence, since the Sharī’ah matter whose dalīl has to be only a Sharī’ah evidence is the Sharī’ah rule. As for beliefs, their evidence can be rational or a Sharī’ah evidence. The subject whether the Prophet is a mujtahid or not is from the beliefs and not from the Sharī’ah rules. So its evidence can be a rational or Sharī’ah evidence.The fact that it is not allowed for the Messenger PBUH to be a mujtahid is proven by the rational evidence and the Sharī’ah evidence. It is one of the beliefs.
Es sollte nicht behauptet werden, dass der Gesandte ﷺ tatsächlich in verschiedenen Regelungen Ijtihād ausübte, dass Allah seinen Ijtihād nicht anerkannte, dass Er den Ijtihād des Gesandten ﷺ korrigierte und Verse offenbarte, die die richtige Meinung klarstellten. Das sollte nicht behauptet werden, denn der Gesandte ﷺ übte bei der Überbringung keiner einzigen Regel Allahs Ijtihād aus. Vielmehr belegen der Wortlaut des Qur'ān und die gesicherte Sunnah, dass er den Menschen nur das überbrachte, was ihm offenbart wurde. Er überbrachte nichts an Gesetzgebung, Glaubenssätzen, Regeln und dergleichen, außer wenn es durch die Offenbarung gekommen war, und er wartete auf die Offenbarung, wenn zu einem bestimmten Vorfall noch keine Offenbarung herabgesandt worden war.
It should not be claimed that the Messenger PBUH actually performed Ijtihād in various rules and that Allah did not recognise his Ijtihād, and that He corrected the messenger’s Ijtihād and revealed verses which clarified the correct opinion. That should not be claimed because the Messenger PBUH did not exercise any Ijtihād in conveying any rule of Allah . Rather what is proven by the Qur’ānic text and the sound Sunnah is that he used to convey to the people from revelation. He did not convey anything in terms of legislation, beliefs, rules and the like, except if it had come via the revelation and that he would wait until the revelation for a particular incident was not revealed.
Die islamische Persönlichkeit Bd. 1 107
The Islamic Personality Vol.1 107
Was die Verse betrifft, die von denjenigen angeführt werden, die sagen, der Gesandte ﷺ habe tatsächlich Ijtihād betrieben, und in denen sie annehmen, dass Ijtihād stattgefunden hat: Es gibt keinen Vers, in dem Ijtihād stattgefunden hat. Zum Beispiel Sein Wort:
As for the verses that are cited by those who say that the Messenger PBUH actually performed Ijtihād, and in which they assume Ijtihād took place. There is no ayah in which Ijtihād took place. For example, His saying: