Das Subjekt ist also das, was ihnen widerfährt, und nicht das, was sie tun. Somit hat es nichts mit dem Studium von al-qadā’ wa‘l-qadar zu tun.
So the subject is what befalls them and not what they are doing. Thus it has nothing to do with the study of al-qadā’ wa‘l-qadar.
Daher hat alles, was oben erwähnt wurde, nichts mit dem Studium von al-qadā’ wa‘l-qadar zu tun; es fällt nicht unter dessen Bedeutung und steht in keinerlei Zusammenhang mit dem zuvor Genannten. Vielmehr ist al-qadā’ wa‘l-qadar als Begriff aus der griechischen Philosophie hervorgegangen, die von den Mu'taziliten übernommen wurde, die dazu eine Meinung vertraten. Ahl as-Sunna und die Jabriyya widerlegten sie, und Ahl as-Sunna widerlegte außerdem die Jabriyya. Die Diskussion beschränkte sich auf dieselbe Bedeutung und beruhte auf denselben Prämissen. Somit ist die Frage ein Begriffsinhalt, der aus der griechischen Philosophie stammt und in der Auseinandersetzung zutage trat, die zwischen den Muslimen und den Ungläubigen geführt wurde, die mit der griechischen Philosophie ausgerüstet waren. Es ist ein Begriff, der für die ‘Aqīda (Glaubenslehre) relevant ist, weshalb es darum geht, die Position des Islam zu diesem Begriff darzulegen. Die Mu'taziliten vertraten eine Meinung, die Jabriyya widerlegte sie und vertrat eine andere Meinung. Ahl as-Sunna widerlegte alle beide und vertrat eine eigene Meinung, und sie sagte darüber, es sei eine dritte Meinung, die aus den beiden anderen hervorgegangen sei, und beschrieb sie als „die reine Milch, süß zu trinken, die zwischen Kot und Blut hervortritt“.
Therefore, all that has been mentioned above has nothing to do with the study of al-qadā’ wa‘l qadar; they do not come under its meaning and have no relation whatsoever with what has been mentioned above. Rather, al-qadā’ wa‘l-qadar as a meaning has come from Greek philosophy which was transmitted by the Mu'tazilah who gave an opinion with regards to it. Ahl al-Sunnah and the Jabriyyah refuted them and Ahl al-Sunnah (also) made a refutation of the Jabriyyah. The discussion was confined to the same meaning and preceded upon the same premise. Thus the issue is a meaning/sense that came from Greek philosophy and it came to the fore in the debate which used to take place between the Muslims and the kuffar who used to be armed with the Greek philosophy. It is a meaning which has a relevance to the ‘aqīdah (creed), thus what is desired is to give Islam's opinion regarding this meaning. The Mu'tazilah gave an opinion and the Jabriyyah refuted them and gave another opinion. Ahl al-Sunnah refuted all of them and gave an opinion, and said about it that it is a third opinion which has come out from the two opinions and they described it as ‘the pure milk, sweet to drink, that comes out from between excrement and blood’.
Daher wurde der Gegenstand der Diskussion, der aus der griechischen Philosophie stammte, bekannt, und da er mit der ‘Aqīdah (Glaubenslehre) zusammenhängt, muss der Muslim klar darüber sein, was sein Glaube in dieser Sache ist. Die Muslime haben tatsächlich ihre Meinung geäußert, und es entstanden drei Denkschulen. Somit ist es nicht erlaubt, die Frage von al-qadā’ wa-l-qadar auf das zurückzuführen, was sich an Bedeutung von al-qadā’ oder al-qadar sprachlich und in der Scharī‘ah ergeben hat. Ebenso ist es nicht erlaubt, sich für al-qadā’ oder al-qadar eine Bedeutung aus bloßer Vermutung, Vorstellung oder Einbildung auszudenken und zu behaupten, al-qadā’ sei zum Beispiel das allgemeine Urteil nur über die Allgemeinheiten und al-qadar sei das allgemeine Urteil über die Einzelaspekte und deren Details, oder zu sagen, al-qadar sei der ewige Plan für die Dinge und al-qadā’ sei deren Vollzug und Erschaffung gemäß dieser Vorherbestimmung und diesem Plan. Dies ist in der Tat nicht erlaubt, denn es ist bloße Einbildung, Annahme und ein gescheiterter Versuch, bestimmte sprachliche und scharʻī-Ausdrücke anzuwenden, die darauf nicht zutreffen, sondern vielmehr allgemeine Bedeutungen anzeigen. Es wäre dann ein willkürliches Vorgehen, die beiden Begriffe ohne Beleg auf diese besonderen Bedeutungen zu beschränken.
Therefore, the subject of discussion, which came from the Greek philosophy, became known, and since it is related to the ‘aqīdah (creed), the Muslim must be clear as to what his belief is regarding this subject. The Muslims did actually state their opinion and three schools of thought arose. Thus it is not allowed to refer the issue of al-qadā’ wa‘l-qadar to what has come of the meaning of al-qadā’ or al-qadar, linguistically and in the Sharī’ah, nor is it allowed to imagine or conceive for al-qadā’ or ‘al-qadar any meaning from mere supposition, conception or imagination, and to say, for example, that al-qadā’ is the universal judgement on only the universals and al qadar is the universal judgement on the partial aspects and its details, or to say that al-qadar is the eternal plan for things and al-qadā’ is the execution and creation according to that predetermination and plan. Indeed, this is not allowed because this is mere imagination, assumption and a failed attempt of applying certain linguistic and shar’i expressions because they do not apply to it, they rather indicate general meanings; . It would then be an arbitrary action to restrict the two words to these specific meanings without evidence.
Ebenso ist es nicht erlaubt zu behaupten, al-qadā’ wa‘l-qadar sei eines der Geheimnisse Allahs, und dass uns verboten sei, darüber zu sprechen, denn es gibt keinen schar'i-Text, der besagt, dass es eines der Geheimnisse Allahs ist, ganz abgesehen davon, dass der Gegenstand sinnlich wahrnehmbar ist und dazu eine Meinung gebildet werden muss. Wie kann also gesagt werden, dass er nicht untersucht werden dürfe?! Hinzu kommt, dass es sich um eine verstandesmäßige Untersuchung handelt und um einen Gegenstand, der Dinge betrifft, die durch den Verstand als sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit untersucht werden; und da er den Glauben an Allah betrifft, muss al-qadā’ wa‘l-qadar in der Bedeutung, in der er als Gegenstand festgelegt wurde und Teil der ʿAqīdah (Glaubenslehre) geworden ist, untersucht werden.
Similarly, it is not allowed to claim al-qadā’ wa‘l-qadar is a secret from amongst the secrets of Allah and that we have been forbidden to discuss it, because there is no shar’i text to say that it is one of the secrets of Allah , not to mention the fact that the subject matter is sensorially perceivable, for which an opinion must be given, so how can it be said that it cannot to be studied?! In addition to the fact that it is a rational inquiry and a subject which relates to matters that are studied by the intellect as a reality that is sensorially-perceivable; and since it relates to the imān in Allah . Thus, al-qadā’ wa‘l-qadar, in the meaning placed as the subject matter and which became part of the ‘aqīdah (creed) must be studied.
Die Frage von al-qadā' wa'l-qadar, oder anders ausgedrückt, das Problem von al-qadā' wa'l-qadar, betrifft die Handlungen der Diener und die Eigenschaften der Dinge. Denn das erwähnte Problem ist die Handlung des Dieners und das, was aus diesen Handlungen hervorgeht, das heißt die Eigenschaften, die der Diener an den Dingen hervorbringt: Sind sie die Schöpfung Allahs ? Ist Er es, der sie erschaffen und ins Dasein gebracht hat? Oder ist es der Diener? Ist es der Diener, der sie erschaffen und ins Dasein gebracht hat? Die Mu'tazilah sagten allesamt, dass der Diener derjenige ist, der seine eigenen Handlungen erschafft: Er ist es, der die Handlung erschafft und ins Dasein bringt. Sie waren uneins über die Eigenschaften. Einige von ihnen sagten, dass der Diener derjenige ist, der alle Eigenschaften erschafft, die vom Menschen verursacht werden, und er ist es, der sie ins Dasein bringt. Andere unterschieden zwischen den Eigenschaften. Einige von diesen erklärten, dass sie vom Diener an den Dingen erschaffen und von ihm ins Dasein gebracht werden, und ein Teil von ihnen erklärte, dass sie von Allah an den Dingen erschaffen und von Ihm ins Dasein gebracht werden. Was die Dschabriyya betrifft, so sagten sie, dass Allah alle Handlungen des Menschen sowie alle vom Menschen verursachten Eigenschaften an den Dingen erschafft. Er ist es, der sie ins Dasein bringt; der Diener hat mit der Erschaffung und Gestaltung der Handlung oder mit dem Hervorrufen der Eigenschaft an dem Ding nichts zu tun. Ahl as-Sunnah sagten, dass die Handlungen des Dieners und die vom Diener an den Dingen hervorgerufenen Eigenschaften von Allah erschaffen werden. Sie sagten jedoch, dass Allah sie erschafft, während der Diener die Handlung ausführt und der Diener die Eigenschaft hervorruft. Allah erschafft sie also, wenn der Diener die Fähigkeit und den Willen besitzt, und nicht durch seine eigene Fähigkeit und seinen eigenen Willen.
The question of al-qadā’ wa‘l-qadar, or in other words, the issue of al-qadā’ wa‘l-qadar, is the actions of the servants and the attributes of things. This is because the issue mentioned is the actions of the servant and what arises from these actions, that is, the attributes brought about by the servant in things: are they the creation of Allah ? Is He the one who has created them and brought them into being? Or is it the servant? Is the servant the one who created them and brought them into being? The Mu'tazilah, all of them, said that the servant is the one who creates his own actions: he is the one who creates the action and brings it into being. They differed about the attributes. Some of them said that the servant is the one who creates all of the attributes that are caused by man and he is the one who brings them into existence. Others differentiated between the attributes. Some of these made them as being created in things by the servant and brought into existence by him and part of them made them as being created in things by Allah and brought into existence by Him. As for the Jabriyyah, they said that Allah creates all the actions of man as well as all the attributes caused by man in things. He is the one who brings them into existence; the servant has nothing to do with the creation and formation of the action or in causing the attribute in the thing. Ahl us-Sunnah said that the actions of the servant and the attributes caused in things by the servant are created by Allah . But they said that Allah creates them while the servant performs the action and the servant causes the attribute. So Allah creates them when the servant has the ability and will and not by his own ability and will.
Die Frage ist die Frage von al-qadā’ wa’l-qadar. Dies ist eine Zusammenfassung der Ansichten, die dazu geäußert wurden. Wer diese Ansichten prüft, muss die Grundlage kennen, auf der die Diskussion aufgebaut ist, damit die Diskussion auf einer gemeinsamen Basis steht. Dann wird das Ergebnis dem entsprechen, was die Grundlage der Diskussion verlangt, und es wird kein falsches sein.
Die Grundlage der Diskussion über al-qadā’ wa’l-qadar ist nicht das Handeln des Dieners, also die Frage, ob er die Handlung selbst erschaffen hat oder ob Allah sie erschaffen hat. Ebensowenig ist es der Wille Allahs, dass dieser an das Handeln des Dieners gebunden sei, sodass er mit diesem Willen bestehen muss. Auch ist es nicht das Wissen Allahs, dass Er weiß, der Diener werde diese oder jene Handlung vollziehen, oder dass Sein Wissen den Diener umfasse, oder dass diese Handlung des Dieners im Lawh al-Mahfūẓ niedergeschrieben sei, weshalb er entsprechend dem Niedergeschriebenen handeln müsse. Die Grundlage der Diskussion ist ganz gewiss keines dieser Dinge, denn sie stehen in keinem Bezug zum Thema unter dem Gesichtspunkt von Lohn und Strafe. Sie beziehen sich auf die Frage unter dem Gesichtspunkt der Erschaffung aus dem Nichts, der Verbindung des Willens mit allen Möglichkeiten, des alles umfassenden Wissens über alle Dinge und des Lawh al-Mahfūẓ. Das ist ganz verschieden vom Thema des Lohns und der Strafe für eine Handlung.
Der Gegenstand der Diskussion, auf dessen Grundlage die Frage von al-qadā’ wa’l-qadar aufgebaut ist, ist die Frage nach Lohn und Strafe für eine Handlung, das heißt: Ist der Mensch verpflichtet, eine Handlung auszuführen, gute oder böse, oder hat er eine Wahl? Und hat der Mensch die Wahl, eine Handlung auszuführen, oder hat er keine Wahl? Wer das Handeln der Diener genau prüft, erkennt, dass der Mensch in zwei Bereichen lebt: Der eine ist der Bereich, den er beherrscht, nämlich das, was innerhalb des Feldes seines Verhaltens liegt und in dem seine Handlungen völlig nach seiner Wahl geschehen; der andere beherrscht ihn, er existiert in seinem Machtbereich, und die Handlungen, die darin geschehen, seien es solche, die von ihm ausgehen, oder solche, die ihn treffen, geschehen ohne seine Wahl.
This is the issue - the issue of al-qadā’ wa‘l-qadar – and this is a summary of the opinions that have been opined about it. Anyone who scrutinises these views must know the basis on which the discussion has been built such that the discussion is on a common basis. Thus the outcome will be as required by the basis of the discussion and it will not be an incorrect one. The basis of the discussion in al-qadā’ wa‘l-qadar is not the action of the servant in terms of whether he created the action or Allah created it, nor is it the will of Allah in that His will is conditional on the action of the servant so it must exist with this will, nor is it the Knowledge of Allah in terms of Him knowing that the servant will do such and such an action or that His Knowledge encompasses the servant, or that this action of the servant is written in the Lawh al-Mahfūdh so he must act according to what has been written. Indeed, the basis of the discussion is definitely none of these things, because they have no relation to the subject from the perspective of reward and punishment; they are related to the question from the perspective of formation from nothing, the connection of the will to all possibilities, the all-encompassing Knowledge of all things and the Lawh al-Mahfūdh. This is quite different from the subject of the reward and punishment for an action.The topic of discussion on whose basis the question of al-qadā’ wa‘l qadar is built is the issue of reward and punishment for an action, that is, is man obliged to perform an action, good or evil, or does he have a choice? And, does man have the choice to perform an action, or does he have no choice? The person who scrutinises the actions of the servants sees that man lives within two spheres: one which he dominates, the sphere that is present within the region of his conduct, and within which his actions happen absolutely by his choice; the other (sphere) dominates him; he exists within its domain, and the actions that occur within it, whether they originate from him or fall upon him, occur without his choice.
Somit sind die Handlungen, die in den Bereich fallen, der den Menschen beherrscht, weder in ihrem Vorhandensein noch in ihrem Eintreten seiner Wahl unterworfen; sie sind von zweierlei Art: eine Art, die eine Notwendigkeit der Gesetze des Universums ist, und eine Art, die nicht durch die universellen Gesetze bedingt ist, auch wenn nicht alle Dinge, die geschehen, aus diesen Gesetzen hervorgehen. Was die Handlungen betrifft, die durch die Gesetze des Universums bedingt sind, so unterwirft sich der Mensch ihnen vollständig; er handelt nach ihnen aus Zwang, denn er bewegt sich mit dem Universum und dem Leben, die einer bestimmten Ordnung unterliegen, die sich nicht ändert. Folglich geschehen die Handlungen des Menschen in diesem Bereich ohne seinen Willen, er wird zu diesen Handlungen gezwungen und hat keine Wahl. Er kam ohne seinen Willen in dieses Leben und wird es ohne seinen Willen wieder verlassen; er kann nicht allein durch den Gebrauch seines eigenen Körpers fliegen, noch in seiner natürlichen Gestalt auf dem Wasser gehen, noch sich selbst die Farbe seiner Augen, die Form seines Kopfes oder die Größe seines Körpers aussuchen. Allah war es, der all dies erschuf, ohne jeglichen Einfluss oder Bezug vonseiten des erschaffenen Menschen, denn Allah erschuf die Gesetze des Universums, ließ sie das Universum regeln und ließ das Universum nach ihnen handeln, ohne die Fähigkeit zu haben, sich zu ändern. Was die zweite Art betrifft, so handelt es sich um Handlungen, die außerhalb der Kontrolle des Menschen geschehen, die er nicht vermeiden kann und die nicht mit den Gesetzen des Universums zusammenhängen; es sind Handlungen, die entweder unabsichtlich durch ihn oder an ihm geschehen und die er nicht vermeiden kann, etwa wenn jemand auf einen Menschen fällt und ihn dadurch tötet, oder wenn jemand auf einen Vogel schießt und unbeabsichtigt einen Menschen trifft und tötet, oder wenn ein Auto, ein Zug oder ein Flugzeug verunglückt, ohne dass sich der Unfall vermeiden ließe, und infolgedessen die Passagiere sterben. All diese Beispiele sind Handlungen, die von einem Menschen oder an einem Menschen geschehen sind – obwohl sie an die Gesetze des Universums gebunden sind –, sie geschahen ohne seinen Willen und außerhalb seiner Fähigkeit, sie zu kontrollieren, und sie gehören zu dem Bereich, der den Menschen beherrscht. Alle Handlungen, die innerhalb des Bereichs geschehen, der den Menschen beherrscht, werden qadā genannt, weil Allah allein sie bestimmt hat und dem Diener in solchen Handlungen keine Willensfreiheit gegeben hat; er hat hinsichtlich ihrer keine Wahl. Deshalb wird der Mensch für diese Handlungen nicht zur Rechenschaft gezogen, ob sie für den Menschen nun Nutzen oder Schaden bringen oder ob sie ihm gefallen oder missfallen, das heißt, ungeachtet dessen, ob sie nach Ansicht des Menschen gut oder schlecht sind. Allein Allah kennt das Gute und Schlechte an diesen Handlungen, da der Mensch keinen Einfluss auf sie hat; er kennt sie nicht und weiß nicht, wie sie ins Dasein gebracht werden, und er ist völlig unfähig, sie zu vermeiden oder herbeizuführen. Daher gibt es für sie weder Belohnung noch Strafe. Dies ist also qadā’, und deshalb sagt man, die Handlung sei durch qadā’ geschehen. Es ist die Pflicht des Menschen, an dieses qadā’ zu glauben, und dass dieses qadā’ von Allah, dem Erhabenen und Hocherhabenen, ist.
Was die Handlungen betrifft, die in dem Bereich geschehen, über den der Mensch verfügt, so ist dies der Bereich, in dem er nach eigener Wahl handelt, gemäß dem System, das er wählt, sei es die Sharī'ah Allahs oder irgendein anderes. Dieser Bereich ist derjenige, in dem Handlungen, die der Mensch ausführt oder an denen er beteiligt ist, nach seinem Willen geschehen. So geht er, isst, trinkt und reist, wann immer er möchte; ebenso enthält er sich dieser Dinge, wann immer er möchte; er verbrennt sich auch am Feuer und schneidet sich mit einem Messer, wenn er es wählt, und er befriedigt seine Triebe nach Fortpflanzung, Besitz und Hunger, wie es ihm beliebt. All dies tut er oder unterlässt er aus eigener Wahl. Daher ist der Mensch für Handlungen verantwortlich, die innerhalb dieses Bereichs geschehen. So wird er für die Handlung belohnt, die Belohnung verdient, und für die Handlung bestraft, die Strafe verdient. Diese Handlungen haben weder mit dem qadā' zu tun, noch hat das qadā' mit ihnen zu tun, denn der Mensch ist derjenige, der sie aus eigenem Willen und eigener Wahl unternommen hat. Daher fallen Handlungen aus Wahl nicht unter al-qadā'.
As for the actions that occur in the sphere that man dominates, it is the sphere in which he proceeds with choice according to the system he chooses, whether it is the Sharī’ah of Allah or any other. This sphere is the one in which actions carried out by man or involving him occur by his will. Thus he walks, eats, drinks and travels anytime he likes; likewise he refrains from doing any of these things whenever he likes; he also burns with fire and cuts with a knife when he chooses, and he satisfies his instincts of procreation, ownership and hunger as he likes. All this he performs or abstains from, by his choice. Therefore, man is accountable on actions which occur within this sphere. Thus, he is rewarded for the action deserving reward and is punished for the action deserving punishment. These actions have nothing to do with qadā’ nor does it have anything to do with them because man is the one who undertook them with his own will and choice. Therefore, actions of choice do not come under al-qadā’.
Was al-Qadar betrifft, so bezieht es sich auf die Handlungen, ob sie nun in dem Bereich geschehen, über den der Mensch Herr ist, oder in dem Bereich, der über ihn herrscht. Sie entstehen durch oder an Dingen aufgrund der Materie des Universums, des Menschen und des Lebens und bewirken eine Wirkung, das heißt, aus der Handlung entsteht etwas. Ist nun dieser Mechanismus, den der Mensch in den Dingen hinsichtlich ihrer Eigenschaften hervorruft, vom Menschen erschaffen oder von Allah, so wie Er auch die Dinge selbst erschaffen hat? Wer diese Frage gründlich untersucht, wird finden, dass diese Vorgänge, die in den Dingen bewirkt werden, zu den Eigenschaften der Dinge gehören und nicht zur Handlung des Menschen. Dies zeigt sich daran, dass der Mensch diese Wirkungen nur in den Dingen hervorbringen kann, die die entsprechende Eigenschaft unter ihren Eigenschaften besitzen. Bei den Dingen, die die entsprechende Eigenschaft nicht besitzen, ist der Mensch nicht in der Lage, in ihnen zu bewirken, was er will. Daher sind diese Vorgänge nicht Handlungen des Menschen, sondern Eigenschaften der Dinge.
As for al-qadar, it relates to the actions, whether they occur in the sphere which man dominates or in the sphere which dominates him, which occur from or on things through the matter of the universe, man and life, and cause an effect, that is, something results from the action; so this mechanism that man causes in things in terms of attributes, is it created by man or by Allah just as He has created the things themself. The one who scrutinises this issue will find that these matters which are caused in things are from the attributes of the things, not from the action of man, as evidenced by the fact that man is not able to form them (i.e these effects) except in the things which possess the (relevant) attribute amongst its attributes. As for the things which do not have the (relevant) attribute amongst their attributes, man is not able to cause in them what he wants. Therefore these matters are not from the actions of man but from the attributes of the things.
So hat Allah die Dinge erschaffen und in ihnen Eigenschaften festgelegt [qaddara], auf eine Weise, dass aus ihnen nichts anderes hervorgehen kann als das, was Er in ihnen festgelegt hat: etwa dass Er in den Dattelkern die Eigenschaft gelegt hat, eine Dattelpalme wachsen zu lassen, und nicht einen Apfelbaum, und ebenso dass der menschliche Samen Menschen hervorbringt und kein anderes Tier. Allah hat in den Dingen bestimmte Eigenschaften erschaffen: Zum Beispiel hat Er im Feuer die Eigenschaft des Brennens erschaffen, im Holz die Eigenschaft, Feuer zu fangen, und im Messer die Eigenschaft des Schneidens. Er machte diese Eigenschaften zu einem wesentlichen und beständigen Bestandteil der Gegenstände gemäß den Gesetzen des Universums. Wenn es scheint, dass die Eigenschaften nicht mehr vorhanden sind, bedeutet das, dass Allah sie ihnen genommen hat, und ein solches Ereignis wäre außergewöhnlich; es geschieht nur bei den Propheten als Wunder für sie. Ebenso wie Allah den Dingen Eigenschaften erschaffen hat, hat Er im Menschen Instinkte und organische Bedürfnisse erschaffen, und wie Er den Dingen Eigenschaften gab, so gab Er den Instinkten und organischen Bedürfnissen bestimmte Eigenschaften. Daher hat Allah im Fortpflanzungstrieb die sexuelle Neigung erschaffen und in den organischen Bedürfnissen die Eigenschaft des Hungers. Er ließ diese Eigenschaften gemäß den Gesetzen des Universums an ihnen haften. Die besonderen Eigenschaften, die Allah, der Erhabene, in Dingen, Instinkten und organischen Bedürfnissen erschaffen hat, werden al-qadar genannt, weil Allah allein die Dinge, Instinkte und organischen Bedürfnisse erschaffen und ihnen ihre Eigenschaften bestimmt hat. So wenn im Menschen das sexuelle Verlangen entsteht, wenn er beim Öffnen der Augen etwas sieht und wenn der Stein nach oben steigt, wenn er nach oben geworfen wird, und nach unten fällt, wenn er nach unten geworfen wird, so geschieht all dies nicht durch das Handeln des Menschen, sondern durch das Handeln Allahs (SWT). Das bedeutet, dass es der Natur der Dinge entspricht, so zu sein: Allah (SWT) hat sie erschaffen und ihnen bestimmte Eigenschaften verliehen. Diese Eigenschaften stammen somit von Allah (SWT) und nicht vom Menschen; der Mensch hat mit ihnen nichts zu tun und kann sie in keiner Weise beeinflussen. Das ist al-qadar. Und so wird gesagt, dass al-qadar im Themenbereich von al-qadā' wa'l-qadar die Eigenschaften der Dinge sind, die der Mensch in ihnen verursacht. Es obliegt dem Menschen, im Imān zu glauben, dass derjenige, der die Eigenschaften dieser Dinge bestimmt hat, Allah (SWT) ist.
Thus, Allah has created the things and set [qaddara] in them attributes in a manner that nothing else is possible to come from them except what He has set in them, such as setting in the date pit (the attribute) of growing date palm from it and not apple, and such the human sperm to result in humans not any other animal. Allah has created specific attributes in things, for example, He created in fire the attribute of burning, in wood the attribute of catching fire, and in the knife the attribute of cutting. He made the attributes an essential and perpetual part of the objects in accordance with the Laws of the Universe. When it appears that the attributes are no longer present, it means Allah has stripped them off, and such an event would be unusual; it only happens to the prophets as a miracle for them. Likewise, in the manner that Allah created attributes for the objects, He created in man instincts and organic needs and, as He created attributes in objects, He created in the instincts and organic needs specific attributes. Hence, in the procreational instinct Allah created the sexual inclination, and in the organic needs He created the attribute of hunger. He made these attributes adhere to them according to the laws of the universe. The particular attributes that Allah the Exlated has created in objects, instincts and organic needs are called al-qadar, because Allah alone created the things, instincts and organic needs and determined in them their attributes. Thus when the sexual desire occurs in man, when he sees upon opening his eyes and when the stone goes up when thrown upwards and down when thrown downward, all of this is not by man’s action, rather it is by the action of Allah ; meaning that it is from the nature of the things to be so, that is, Allah created them and created particular attributes in them, thus they (the attributes) are from Allah and are not from man; man has nothing to do with them, nor can he effect them in any way. This is al-qadar, and it is thus said that al-qadar in the subject of al-qadā’ wa‘l-qadar is the attributes of the things which man causes in them. It is upon man to have imān in that the one who determined the attributes in these things is Allah .
Daher sind al-qadā' wa'l-qadar jene Geschehnisse, die in dem Bereich eintreten, der den Menschen beherrscht, unabhängig davon, ob sie eine Notwendigkeit der Gesetze des Universums sind oder nicht, ob sie von ihm ausgehen oder ihn treffen, sowie die Eigenschaften, die sich an den Dingen auswirken. Der Sinn des Glaubens (īmān) an al-qadā' wa'l-qadar, sowohl das Gute als auch das Schlechte daran sei von Allah, besteht darin, zu glauben, dass die Handlungen, die von ihm ausgehen oder ihn treffen, gegen seinen Willen geschehen und er keine Macht hat, sie abzuwenden, und dass die Eigenschaften, die der Mensch an den Dingen bewirkt, von Allah stammen und nicht vom Diener, und dass er damit nichts zu tun hat.
Somit sind die Handlungen, bei denen der Mensch eine Wahl hat, vom Gegenstand von al-qadā' wa'l-qadar ausgenommen, denn diese Handlungen gehen vom Menschen aus oder treffen ihn durch seine Wahl. Als Allah den Menschen erschuf und die Eigenschaften in den Dingen, in den Instinkten und in den körperlichen Bedürfnissen erschuf und dem Menschen den unterscheidenden Verstand gab, gab Er ihm die Wahl, die Handlung auszuführen oder von ihr abzusehen, und Er verpflichtete ihn nicht dazu, sie zu tun oder zu unterlassen. Auch legte Er in die Eigenschaften der Dinge oder in die Instinkte und körperlichen Bedürfnisse nichts, das den Menschen zwingen würde, die Handlung zu tun oder zu unterlassen. Der Mensch hat deshalb mittels des unterscheidenden Verstandes, den Allah ihm verliehen hat, die Wahl, die Handlung auszuführen oder von ihr abzusehen, und Er machte den (gesunden) Verstand zum Maßstab der Verantwortlichkeit. Daher bestimmte Er für den Menschen Belohnung für das Gute, weil sein Verstand sich dafür entschied, die Gebote Allahs auszuführen und sich von Seinen Verboten fernzuhalten, und Er bestimmte für ihn auch Strafe für das Schlechte, weil sein Verstand sich dafür entschied, den Geboten Allahs zu widersetzen und das zu begehen, was Er verboten hatte. Seine Rechenschaftspflicht für solche Handlungen ist also wahr und gerecht, denn der Mensch hat die Wahl, die Handlungen auszuführen, und ist nicht gezwungen, dies zu tun; al-qadā' wa'l-qadar hat mit dieser Angelegenheit nichts zu tun, es ist eine Frage des Menschen selbst, der seine Handlung aus eigener Wahl ausführt. Deshalb ist der Mensch für das verantwortlich, was er erwirbt,
Hence al-qadā’ wa‘l-qadar are the actions which occur in the sphere that dominates man, irrespective of whether they are a requirement of the Laws of the Universe or not, or if they emanate from him or fall upon him, and the attributes which results in the objects. The meaning of imān in al-qadā’ wa‘l-qadar, both the good and the bad thereof being from Allah , is (having) imān in that the actions which occur from him or upon him against his will, and he has no power to drive them away, and the attributes which man causes in the object are from Allah and are not from the servant, nor does he have anything to do with them. Thus the actions with regards to which man has a choice are excluded from the subject of al-qadā’ wa‘l-qadar, because these actions occur from man or upon him by his choice, and because when Allah created man and created the attributes in the objects and in the instincts and the organic needs, and created in man the distinguishing intellect, He gave him the choice to carry out the action, or abstain from it, and He did not oblige him to do or not do it. Nor did He make in the attributes of things, or in the instincts and organic needs anything that obliges man to do or not to do the action. Therefore man has the choice to carry out the action or abstain from it by way of the distinguishing mind that Allah bestowed him with, and He made the (sound) intellect the criteria of the accountabilty. Therefore He set for man reward for doing good, because his mind chose to carry out the orders of Allah and abstain from his prohibitions, and He also set for him punishment for doing bad, because his mind chose to disobey the the orders of Allah and commit what He had prohibited. So his accounting on such actions is true and just, because man has the choice to carry out the actions and is not compelled to do so; and al qadā’ wa‘l-qadar has nothing to do with this matter, it is a question of the man himself doing his action by choice. Therefore man is accountable for what he earns,