19. Die Führung (al-imarah)
19. The Leadership (al-imarah)
Die Imarah, Riyasah oder Qiyadah bedeuten dasselbe, ebenso Rais, Qa'id und Amir. Was das Khilafah betrifft, so ist es die Führung aller Muslime der Welt, und es gehört zur Führung und fällt unter den Begriff der Führung. Der Khalifah ist ein Amir und wird als Amir der Gläubigen bezeichnet. Die Imarah ist allgemeiner, das Khilafah spezieller, und beide sind Riyasah. Das Wort „Khilafah“ bezeichnet eine bestimmte, bekannte Stellung, das Wort „Imarah“ dagegen ist allgemein für jeden Amir. Die Muslime sind angewiesen, einen Amir über sich einzusetzen, so wie sie angewiesen sind, einen Khalifah einzusetzen, denn die Imarah gehört zu den Arten der Herrschaft, nämlich der Autorität über die Angelegenheit (Wilayah Amr) in dem, wofür ihm die Befugnis übertragen wurde. Der Unterschied zwischen ihr und dem Khilafah besteht darin, dass das Khilafah für alle Muslime der Welt gilt, während diese Imarah auf denjenigen beschränkt ist, der ihn eingesetzt hat, und auf das, wofür ihm die Befugnis übertragen wurde. Sie reicht nicht über diejenigen hinaus, die ihn eingesetzt haben, so wie sie nicht über das hinausreicht, wofür ihm die Befugnis übertragen wurde. Die Riyasah, Qiyadah und Imarah sind šar'ī Hukm; sie sind keine Stilfragen. Die Muslime sind darin an die Grenzen gebunden, die Allah (SWT) darin geboten hat, und an das, womit die Schari'ah gekommen ist.
The imarah or riyasah or qiyadah have the same meaning, and rais and qaid and Amir have the same meaning. As for the Khilafah, it is the leadership of all Muslims in the world and it is from the leadership and is categorised under the leadership. The Khalifah is an Amir and is known as the Amir of the believers. The imarah is more general and the Khilafah is more specific, and both of them are riyasah. The word “Khilafah” is specific to a well-known position, and the word “imarah” is general for every Amir. The Muslims are commanded to appoint an Amir over them as they are commanded to appoint a Khalifah, because the imarah is from the types of rule which is the authority over the matter (wilayah amr) in what he is given authority over. The distinction between it and the Khilafah is that the Khilafah is general for all the Muslims in the world, so this is specific for who appointed him and in what he was given authority over. It does not exceed those who appointed him in the same way it does not exceed what he was given authority over. The riyasah, qiyadah and imarah are hukm shari’; they are not styles. Muslims are restricted in it with the limits of what Allah (swt) commanded in it and what the Shar’a came with.
Es ist eine Pflicht für jede Gruppe (Dschamaʿa) von Muslimen, die eine gemeinsame Angelegenheit ausführt, einen Amir über sich einzusetzen. Wenn hingegen die Angelegenheit jeden Einzelnen betrifft, ohne eine andere Angelegenheit einzuschließen, dann wird von ihnen in diesem Fall nicht verlangt, einen Amir über sich einzusetzen. Die Imara wird über eine Gruppe in einer Angelegenheit errichtet, die sie miteinander verbindet, so dass ihm die Befehlsgewalt und ihnen ein entscheidendes Wort zukommt. Die Wirklichkeit einer gemeinsamen Angelegenheit zwischen beliebigen Gruppen zwingt sie unweigerlich dazu, einen Amir über sich einzusetzen, andernfalls wird diese Angelegenheit zur Ursache von Unruhe zwischen ihnen, und Zwietracht entsteht unter ihnen. Dass die Einsetzung eines Anführers für die Gruppe, die eine gemeinsame Angelegenheit ausführt, für Muslime verpflichtend ist, beruht auf dem, was Abdullah bin ʿAmr überliefert hat, dass der Prophet ﷺ sagte:
It is an obligation upon every group (jama’ah) of Muslims performing a collective matter to appoint an Amir over them. Whereas if the matter is specific to each individual without involving another matter, then it is not requested from them in this case to establish an Amir over them. The imarah is established over a group in a matter associated between them, so that there is for him the authority and for them a decisive word. The reality of the existence of a collective matter between any groups inevitably compels them to establish an Amir over them or else this matter will be cause of trouble between them and discord will result between them. As for the establishment of a leader for the group who performs a collective matter between them being obligatory upon Muslims, this is due to what Abdullah bin ‘Amru narrated that the Prophet (saw) said:
„Es ist nicht erlaubt, dass drei Menschen, die sich im Freien befinden, es unterlassen, einen von ihnen zu ihrem Amir zu bestimmen.“
“It is not allowed for three people who are in the open space except that they appoint one of them over them as Amir.”
Und auch aufgrund dessen, was Abu Said überliefert hat, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
And also due to what Abu Said narrated that the Messenger of Allah (saw) said:
„Wenn drei Personen zusammen auf eine Reise gehen, sollen sie einen von ihnen zum Amir bestimmen.“
“When three people go out on a journey, let them appoint one of them as Amir.”
Dies geht auch auf das zurück, was Al-Bazzar mit einer authentischen Überlieferungskette berichtet, dass Umar bin Al-Khattab (ra) sagte:
This is also due to what Al-Bazzar narrated via a correct chain that Umar bin Al-Khattab (ra) said:
„Wenn ihr zu dritt auf einer Reise seid, dann bestimmt einen von euch zum Amir über euch. Das ist der Amir, den der Gesandte Allahs ﷺ angeordnet hat.“
“If you are three on a voyage, then appoint one of you over you as Amir. That is the Amir whom the Messenger of Allah (saw) commanded”
Al-Bazzar überlieferte ebenfalls von Ibn Umar (ra) über eine authentische Überlieferungskette, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
Al-Bazzar also narrated from ibn Umar (ra) via a correct chain that the Messenger of Allah (saw) said:
„Wenn sie zu dritt auf einer Reise sind, sollen sie einen von ihnen als Amir bestimmen.“
“If they are three on a voyage, let them appoint one of them as Amir”
Und das Hadith von Abu Said al-Khudri (ra):
And the hadith of Abu Said al-Khudri (ra):
„Wenn drei auf eine Reise gehen, sollen sie einen von ihnen zum Amir bestimmen“ (überliefert von Abu Dawud).
“If three go out on a voyage, let them appoint one of them as Amir” (narrated by Abu Dawud).
Diese Überlieferungen (Ahadith) sind eindeutig: Es ist vorgeschrieben, dass bei einer Anzahl von drei oder mehr Personen einer von ihnen als Amir über sie eingesetzt wird, außer seine Aussagen in den Ahadith: „auf offenem Feld“ und „auf einer Reise“ weisen darauf hin, dass sie sich in einer gemeinsamen Angelegenheit zusammenfinden, sei es auf offenem Feld oder auf Reisen oder dergleichen, in einer gemeinsamen Angelegenheit, zu der eine Partei, eine Organisation, eine Expedition, ein Heer, ein Stamm, eine Stadt, eine Region usw. gehören. Wenn dies also für drei vorgeschrieben ist, die sich auf offenem Feld im Land befinden oder reisen, dann hat seine Gültigkeit für eine größere Anzahl oder eine bedeutendere Aufgabe umso mehr Vorrang und umso mehr Würde. Die Ahadith sind allgemein gehalten für offenes Feld, für eine Reise oder für jede andere Angelegenheit außer diesen beiden, die größer und bedeutender ist, wie es das übereinstimmende Verständnis anzeigt. Der Grundsatz der Usul (Grundlagen der Rechtswissenschaft) lautet, dass nach der Bedeutung der Rede (fahwa al-khitab) gehandelt wird. Wenn also etwas geboten oder verboten wird, geht das Verständnis dessen, wozu oder wogegen er gebietet oder verbietet, zusammen mit dem ausdrücklichen Wortlaut (mantuq) in das Gebotene oder Verbotene ein. Es ist auch nicht auf das bloß Gesagte beschränkt, das heißt: Wenn etwas geboten oder verboten wird, umfasst dieses Gebot oder Verbot auch das, was dem Rang nach größer oder bedeutender ist. Ein Beispiel dafür ist das Verbot, Eltern zu beschimpfen und zu schlagen, aus dem Hinweis in der Aussage Allahs:
These ahadith are explicit in that it is prescribed for any number reaching three and more to appoint one Amir over them, except that his statement(s) in the ahadith: “in an open space” and “in a voyage” which indicates that they are gathered together in a collective matter between them in an open space or travelling in a voyage or the like in a collective matter which includes a party, an organisation, an expedition, army, tribe, city and region etc. So if this is prescribed for three who are in an open space in the land or are travelling, then its legitimacy for a greater number or a bigger job is of more precedence and more worthiness. The ahadith are general for open space, on a voyage or any matter other than these two which is larger and greater than them as the conforming understanding indicates this. The principle of usul (roots of jurisprudence) is that the meaning of the speech (fahwa al-khitab) is acted upon. Thus if something is commanded or prohibited, the understanding of what he is commanded or prohibited with enters together with the stated text (mantuq) into what is commanded or prohibited. Nor is it restricted to merely what was stated, meaning that if a thing is commanded or prohibited then this command or prohibition includes what is greater or larger by precedence. Its example is the prohibition of abusing and beating of (one’s) parents from the indication of Allah’s statement:
Sag (uff) zu keinem von beiden nicht. [TMQ 17:23]
Do not say (uff) to either of them [TMQ 17:23]
Und das Verbot, das Vermögen der Waisen zu zerstören, aus dem Hinweis in der Aussage Allahs:
And the prohibition of destroying the orphans’ wealth from the indication of Allah’s statement:
Wahrlich, diejenigen, die das Vermögen der Waisen ungerechterweise verzehren [TMQ 4:10]
Verily those who eat the orphans’ wealth unjustly [TMQ 4:10]
Und seine Rückgabe dessen, was weniger ist als der (Qintar), oder das Nichtzahlen dessen, was mehr ist als ein Dinar, aus der Aussage Allahs:
And his returning what is less than the (qintar) or not paying what is more than a dinar from Allah’s statement:
Und unter den Leuten der Schrift gibt es einen, der dir einen Qintar zurückgibt, wenn du ihm einen anvertraust, und unter ihnen gibt es den, der dir einen Dinar nicht zurückgibt, wenn du ihm einen anvertraust [TMQ 3:75].
And of the people of the Book is one who when entrusted with a (qintar) will return it to you, and among them is the one who when entrusted with a dinar will not return it to you [TMQ 3:75].
Der Gesandte (saw) befahl, auf einer Reise und in der Wüste einen Amir zu bestellen. Dieser Befehl beruht daher auf dem, was gefährlicher und wichtiger ist als das Verweilen in der Wüste, und schließt solche Angelegenheiten aus noch stärkerem Grund ein (bab uwla). Dieses klare, übereinstimmende Verständnis der vorangehenden Ahadith wird durch die Praxis des Gesandten ﷺ bekräftigt, der einen Amir in einer Lage bestellte, die gefährlicher war als eine Reise. Er bestellte einen Anführer beim Hajj, in den Schlachten und in den Provinzen des Staates.
The Messenger (saw) commanded the appointment of one Amir in a voyage and open space. Accordingly, this command is based upon what is more dangerous, and important, than being present in open space, and it includes such matters by greater reason (bab uwla). This clear conforming understanding in the preceding ahadith is strengthened by the practice of the Messenger (saw) who appointed an Amir in what was more dangerous than a voyage. He appointed a leader in the Hajj, in the battles and in the provinces of the State.
Dies betrifft die Pflicht, für jede Gruppe an einem Ort oder für jede gemeinsame Angelegenheit, die sie verbindet, einen Amir einzusetzen. Was diesen Amir betrifft, so hat die Scharia vorgeschrieben, dass er einer sein muss, und es ist nicht erlaubt, dass es mehr als einer sind. Der Islam kennt keine kollektive Führung (qiyadah) und keine kollektive Präsidentschaft (riyasah). Führung im Islam ist streng einzig, daher ist es verpflichtend, dass der Ra'is oder Amir oder Qa'id einer ist, und es ist ihm nicht erlaubt, mehr als einer zu sein. Der Beweis dafür ergibt sich deutlich aus dem Wortlaut der vorausgehenden Ahadith und aus dem Handeln des Gesandten Allahs ﷺ. Alle Ahadith enthalten die Formulierungen „einer von ihnen“, „einer von euch“, und das Wort (ahad) ist das Wort für eins (wahid), das die Zahl anzeigt, nämlich eins und nicht mehr. Dies wird durch das Verständnis des Gegenteils (mafhum mukhalafah) erfasst. Das Gegenteil der Zahl, der Eigenschaft (sifat) und des Zwecks wird ohne Textbeleg angewendet; und das Gegenteilsverständnis wird nur in einer Situation aufgehoben, nämlich dann, wenn ein Text es außer Kraft setzt, wie etwa die Aussage Allahs:
This is in respect to the obligation of establishing an Amir for every group in a place or common matter associated between them. As for this Amir, the Shari’ah has obliged that he be one and it not permitted to be more than one. Islam does not have collective leadership (qiyadah) or collective presidency (riyasah). Leadership in Islam is strictly singular so it is obliged for the Rais or Amir or Qaid to be one, and he is not allowed to be more than one. The evidence for this is clear from the text of the preceding ahadith and the actions of the Messenger (saw). All the ahadith state: “one of them”, “one of you” and the word (ahad) is the word one (wahid) which indicates the number i.e. one and not more. This is understood from the contrary understanding (mafhum mukhalafah). The contrary understanding of the number, attribute (sifat) and objective is acted upon without a text; and the contrary understanding is not negated except in one situation which is where there comes a text annulling it like Allah’s statement:
„Zwingt eure Sklavinnen nicht zur Prostitution, wenn sie Keuschheit bevorzugen" [TMQ 24:33].
“Do not compel your women slaves into prostitution if they prefer chastity” [TMQ 24:33].
Das gegenteilige Verständnis lautet, dass sie, wenn sie keine Keuschheit wünschen, dazu gezwungen werden (zur Prostitution). Dieses gegenteilige Verständnis wird jedoch durch die Aussage Allahs aufgehoben:
The contrary understanding is that if they do not wish chastity then they are compelled (into prostitution). However this contrary understanding is annulled by Allah’s statement:
„Und nähert euch nicht der Unzucht. Sie ist wahrlich eine Schandtat und ein übler Weg.“ [TMQ 17:32]
“Do not come near to fornication. Verily it is a foul deed and an evil way” [TMQ 17:32].
Wenn kein Text kommt, der das gegenteilige Verständnis aufhebt, dann wird in diesem Fall gehandelt wie nach der Aussage Allahs:
If there does not come any text annulling the contrary understanding, then in this case it is acted upon like Allah’s statement:
„Die Unzuchttreibende und der Unzuchttreibende – geißelt jeden von ihnen mit hundert Peitschenhieben“ [TMQ 24:2].
“(As for) the fornicator, female and male, lash each one of them” [TMQ 24:2].
Und wie seine Aussage ﷺ:
And like his (saw) statement:
„Wenn das Wasser zwei Qullah erreicht, dann trägt es keinen Schmutz (Khabath)."
“When the water reaches two (qullat), then it does not carry filth (khabath).”
Die Regel in diesen beiden Texten ist durch eine bestimmte Zahl begrenzt, und diese Begrenzung deutet darauf hin, dass das, was über diese Zahlen hinausgeht, ihr (der Regel) widerspricht. Dies zeigt die fehlende Erlaubnis für das, was weniger als hundert (Peitschenhiebe) beträgt, und dass das, was mehr als zwei (Qullah) beträgt, keine Unreinheit mit sich trägt. Daher die Aussage des Gesandten Allahs ﷺ:
The rule in these two texts runs restricted by specified number, and this restriction indicates that what is beyond these numbers are contrary to it (in the rule). This indicates the absence of permission for what is less than one hundred (lashes) and that what is more than two (qullat) does not carry filth. Therefore the Messenger (saw)’s statement:
„Sie sollen einen von ihnen bestimmen“,
“Let them appoint one of them”,
„Außer dass sie einen von ihnen einsetzen“,
“Except that they appoint one of them”,
„Bestimmt einen von euch“
“Appoint one of you”
Durch das Gegenteilsverständnis (mafhum mukhalafa) wird angezeigt, dass es nicht erlaubt ist, mehr als einen zu ernennen. Die Führung gilt also für einen Einzigen, und es ist nach dem Wortlaut (mantuq) und dem Sinngehalt (mafhum) der Ahadith nicht gestattet, dass sie für mehr als einen gilt. Dies wird bekräftigt durch die Handlungsweise des Gesandten Allahs ﷺ, denn in allen Fällen, in denen er einen (Anführer) ernannte, ernannte er einen und keinen anderen (Zahl). Er ernannte niemals mehr als einen an einem Ort.
Indicate by contrary understanding (mafhum mukhalafa) that it is not allowed to appoint more than one. Thus leadership is for one, and it is not permitted to be for more than one by the text of the ahadith in their stated text (mantuq) and understanding (mafhum). This is strengthened by the Messenger (saw)’s action in that in all incidents wherein he appointed (a leader), he would appoint one and not any other (number). He never appointed more than one in one place.
Was die überlieferte Aussage betrifft, dass der Gesandte Allahs ﷺ Mu'adh und Abu Musa Al-Ash'ari nach Jemen schickte und zu ihnen sagte:
As for the hadith narrated, that the Messenger (saw) sent Mu’adh and Abu Musa Al-Ash’ari to Yemen and said to them:
„Erleichtert es den Menschen (behandelt die Menschen auf die angenehmste Weise), macht es ihnen nicht schwer, verkündet ihnen frohe Botschaft, und lasst sie keine Abneigung empfinden (d. h. die Menschen nicht dazu bringen, gute Taten zu hassen), und ihr sollt beide in Zusammenarbeit und gegenseitigem Verständnis wirken und einander gehorchen.“
“Facilitate things for the people (treat the people in the most agreeable way), and do not make things difficult for them, and give them glad tidings, and let them not have aversion (i.e. to make the people hate good deeds) and you should both work in cooperation and mutual understanding, obey each other”
Dies bedeutet nicht, dass er an einem Ort zwei [Stellvertreter] ernannt hat. Der Hadith findet sich in Al-Bukhari mit dem Wortlaut:
This does not indicate that he appointed two in one place. The hadith came in Al-Bukhari with the text:
„Muslim hat uns berichtet, dass Shu'bah uns berichtet hat, dass Sa'id bin Abi Burdah uns von seinem Vater berichtet hat, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ schickte seinen Großvater Abu Musa und Mu'adh nach Jemen und sagte: „Erleichtert den Menschen die Dinge (behandelt die Menschen auf die angenehmste Weise), und erschwert ihnen nichts, und verkündet ihnen frohe Botschaft, und lasst sie keine Abneigung empfinden (d. h. die Menschen dazu bringen, gute Taten zu hassen), und arbeitet beide in Zusammenarbeit und gegenseitigem Verständnis zusammen, gehorcht einander.“"
“Muslim related to us that Shu’bah related to us that Sa’id bin Abi Burdah related to us from his father who said: The Messenger (saw) sent his grandfather Abu Musa and Mu’adh to Yemen and said: ‘Facilitate things for the people (treat the people in the most agreeable way), and do not make things difficult for them, and give them glad tidings, and let them not have aversion (i.e. to make the people hate good deeds) and you should both work in cooperation and mutual understanding, obey each other.”
Dasselbe Hadith findet sich im Buch der Feldzüge (Al-Maghazi) mit folgendem Wortlaut:
The same hadith came in the book of war expeditions (Al-Maghazi) saying:
„Musa berichtete uns, dass Abu ‘Awanah uns berichtete, dass Abdulmalik uns berichtete, von Abu Burdah, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ schickte Abu Musa und Mu’adh nach Jemen. Er sandte jeden von ihnen in eine Provinz, und Jemen hat zwei Provinzen, und er sagte: ‘Seid nachsichtig und nicht erschwerend, verkündet frohe Botschaft und stoßt (die Menschen) nicht ab.’ So ging jeder von ihnen, um seiner Aufgabe nachzugehen.“
“Musa related to us that Abu ‘Awanah related to us that Abdulmalik related to us from Abu Burdah who said: The Messenger of Allah (saw) sent Abu Musa and Mu’adh to Yemen. He said: He sent each one of them to a province and Yemen has two provinces and said: ‘Be easy and not difficult, give glad tidings and do not repel (people). So each one of them went to carry out his work ’”
Diese Überlieferung klärt die anderen Überlieferungen, wonach er zwei nach Jemen entsandte. Er bestimmte für jeden von ihnen eine Region davon, damit es nicht zwei Emire an einem Ort gab. Vielmehr war jeder von ihnen Emir an einem anderen Ort als dem, an dem der andere Emir war. Daher ist es nicht erlaubt, dass eine Angelegenheit zwei Anführer (Rais) hat, noch dass ein Ort zwei Anführer hat. Vielmehr ist es verpflichtend, nur einen Emir zu haben, und es ist verboten, dass es mehr gibt. Dabei muss man jedoch verstehen, dass ri'asah, imarah und qiyadah im Islam keine Ehrenautorität sind, da die Ehrenautorität erfordert, dem Oberhaupt (za'im) zu folgen. Was die ri'asah im Islam betrifft, so gewährt sie dem Anführer das Recht, sich um die Angelegenheiten zu kümmern, und Befugnis über die Sache, in der ihm die Führung übertragen ist, sowie die Ausführung all dessen, was in den Bereich der Führung fällt, entsprechend der Zuständigkeit, für die er als Emir eingesetzt wurde, innerhalb der Grenze, die die Scharia in der Angelegenheit vorgibt, für die der Rais eingesetzt wurde.
This narration clarifies the other narrations that he sent two to Yemen. He made for each one a region of it so they were not two Amirs in one place. Rather each one of them was Amir at a place different from where the other was Amir. Therefore it is not allowed for one matter (to have) two leaders (rais) nor for one place two leaders. Rather it is obligatory to have only one Amir and it is prohibited for there to be more (than one). However it must be understood that ri’asah and imarah and qiyadah in Islam is not honorary authority as the honorary authority requires following the chief (za’im). As for ri’asah in Islam, it grants the right to the leader to take care of the affairs and authority over the matter in which leadership is for him and the execution of all that falls within the leadership according to the competence for which he was appointed Amir within the limit given by the Shar’a in the matter which the rais was appointed.
Was in den Ländern der Muslime verbreitet ist, nämlich kollektive Führung im Namen einer Versammlung, eines Komitees oder eines Verwaltungsapparats oder ähnlicher Gremien einzurichten, denen man die Befähigung zur Führung zuspricht, widerspricht der Scharia, wenn die Führung diesem Apparat, dieser Versammlung oder diesem Komitee übertragen wird, da Führung einer Gruppe übertragen wird, was durch den Wortlaut der Ahadith verboten ist. Wenn jedoch das Komitee, die Versammlung oder der Apparat dem Zweck dient, Verantwortung zu tragen, über Angelegenheiten zu beraten und Konsultation (Schura) zu pflegen, ist dies in einer solchen Wirklichkeit erlaubt und gehört zum Islam, denn die Muslime werden dafür gelobt, in ihren Angelegenheiten Konsultationen abzuhalten. Ihre Meinung wird bei Angelegenheiten, die mit der Ausführung von Handlungen zusammenhängen, durch Mehrheitsbeschluss verbindlich, und sie gilt als Konsultation, wenn es um Regeln und Ansichten geht, die zu Gedanken und fachlichen Meinungen und Definitionen führen. Entscheidet der Emir über etwas, so führt er das aus, was er für richtig hält, soweit es nicht mit der Ausführung von Handlungen zusammenhängt. Was die kommunistischen Denker darüber uneins waren, ob die Führung kollektiv oder individuell sei, dafür gibt es im Islam keinen Raum zur Untersuchung. Denn der Islam hat die Führung durch Text und Handeln als individuell festgelegt, und über dieses Verständnis hat sich der Idschma' der Gefährten vollzogen, an das die Umma sich in allen Epochen gebunden hat.