So Allah hat das Spionieren in dem Vers verboten. Dieses Verbot ist allgemein und umfasst jede Art von Spionage, ob sie für sich selbst oder für andere erfolgt, ob für den Staat oder für Einzelpersonen oder Gruppen, und ob derjenige, der sie ausübt, also der Spionierende, der Herrscher oder der Beherrschte ist. Die Aussage ist allgemein gehalten und erfasst alles, worauf zutrifft, dass es Spionage ist.
So Allah prohibited spying in the ayah. This prohibition is general covering all spying whether it is spying for himself or anyone, whether it is for the State or individuals or groups, and whether the one performing it i.e. the spying is the ruler or the ruled. The speech is general covering everything applying upon it that it is spying.
Hier stellt sich eine Frage: Ist es dem Muslim erlaubt, als Beamter in einer Untersuchungsabteilung, einer Ermittlungsbehörde oder anderen Abteilungen zu arbeiten, deren Aufgabe ganz oder teilweise in Spionage besteht?
Die Antwort hängt davon ab. Handelt es sich um eine Stelle, die Muslime oder Dhimmis, die als Bürger gleich den Muslimen sind, ausspioniert, so ist sie haram aufgrund des eindeutigen Textes des Qur'ān. Für den Dhimmi ist dies ebenso untersagt wie für den Muslim, denn der Dhimmi im Dār al-Islām ist verpflichtet, die islamischen Vorschriften auf sich anzuwenden, ausgenommen das, was Glaubenssätze und Gottesdienst betrifft, und dies gehört nicht dazu.
Richtet sich die Stelle dagegen gegen kriegführende Ungläubige, die aus dem Ausland in unsere Länder einreisen, und zwar gegen solche, denen Schutz gewährt wurde, oder solche, die unter einem Vertrag stehen, so ist dies erlaubt, so wie es erlaubt ist, kriegführende Ungläubige auszuspionieren, ob sie tatsächlich kriegführend sind oder dem Rechtsstatus nach, und ob sie sich in ihren Ländern oder in unseren befinden.
Demnach ist das Bestehen von Untersuchungs- oder Ermittlungsbehörden und ähnlichen Stellen nicht haram, sondern geboten. Verboten (haram) ist in ihnen allein die Ausspähung von Muslimen oder Dhimmis, die Bürger muslimischer Staaten sind. Es ist dem Staat nicht erlaubt, eine Abteilung zu unterhalten, die Muslime und die übrigen Bürger ausspäht; vielmehr ist dies ihnen gegenüber verboten.
Auch lässt sich nicht einwenden, das Interesse des Staates erfordere die Kenntnis der Informationen der Bürger, um Verschwörungen aufzudecken und zu Kriminellen zu gelangen, denn der Staat kann dies auf dem Wege der Polizei und der nächtlichen Streifen erreichen, nicht auf dem Wege der Spionage. Ob der Verstand in einer Sache Nutzen sieht oder nicht, begründet weder Verbot noch Erlaubnis; nur was die Scharia als Nutzen ansieht, ist Nutzen. Wenn die Verse des Qur'ān etwas ausdrücklich verbieten, bleibt kein Raum für die Diskussion, ob darin ein Nutzen liege, der es erlauben könnte, denn gegenüber dem eindeutigen Text des Qur'ān hat ein solcher Nutzen keinen Wert. Der Koran sagt: „Spioniert nicht“, was das Verbot des Spionierens bedeutet, und es gibt keine andere Möglichkeit, dies zu verstehen, als das, worauf der Vers hinweist und die klare Bedeutung seiner Worte. Es ist kein Beleg dafür gekommen, der die Allgemeinheit dieses Verses einschränkt oder etwas davon ausnimmt. Daher bleibt er in seiner Allgemeinheit bestehen, die alles Spionieren umfasst, und somit ist jegliches Spionieren an den Bürgern haram.
Here a question arises: Is it allowed for the Muslim to work as an officer in an inquiry department or an investigative department or other departments whose work, or some of it, is spying? The response depends. If it is an office to spy upon Muslims or dhimmmis who are citizens like Muslims, then it is haram by the explicit Qur’anic text. It is prevented for the dhimmi like it is prevented for the Muslim as the dhimmi in Dar al-Islam is addressed to implement the Islamic rules upon himself except what relates to creeds and worships, and this is not part of that. If the office is spying upon belligerent disbelievers who enter our lands from the ones who have been granted security or the ones under covenant, then it is allowed as it is allowed to spy upon belligerent disbelievers whether they are belligerent in practice or by the rule and whether they are in their lands or ours. Accordingly the existence of inquiry or investigative departments and their like is not haram but obligatory and what is prohibited (haram) in them is spying upon Muslims or dhimmis who are citizens of Muslims. It is not allowed for the State to have a department to spy upon Muslims and the rest of the citizens; rather this is forbidden against them. Nor is it said that the State’s interest requires knowing the citizens’ information so as to expose conspiracies and lead to criminals because the State can know this via the method of police and night patrol not via the method of spying. Just because the mind sees benefit or not in something it is not a reason for forbiddance or allowance; only what the Shar’a sees as benefit is benefit. When the Qur’anic ayat come explicitly forbidding anything there remains no place for discussion whether there is benefit in it to reason it into making it halal, as there is no value in that in front of the explicit Qur’anic text. The Qur’an says: “Do not spy” meaning prohibition of spying, and there is no way to understand other than what the ayah indicates and the clear meaning of its words. There came no evidence specifying the generality of this ayah or excluding something from it, so it remains in its generality covering all spying so all spying upon the citizens is haram.
Dies bezieht sich auf das Ausspionieren von Muslimen oder Dhimmis, die als Staatsbürger wie Muslime behandelt werden. Was Muslime und Dhimmis betrifft, die kriegführende Ungläubige ausspionieren, sei es, dass diese in der Praxis oder dem Recht nach kriegführend sind, so ist dies von der Allgemeinheit des Verses ausgenommen, aufgrund der Überlieferungen (Ahadith), welche das Verbot des Ausspionierens nicht kriegführender Ungläubiger festlegen. Was kriegführende Ungläubige betrifft, so ist das Ausspionieren ihrer für die Muslime erlaubt und für den Kalifen der Muslime, das heißt für den Staat, verpflichtend. Es findet sich in der Sira des Ibn Hischam, dass der Prophet ﷺ Abdullah bin Dschahsch sandte und ihm eine Abteilung von acht Muhajirun mitgab. Er schrieb ihm ein Schreiben und befahl ihm, nicht hineinzusehen, bis er zwei Tage gereist sei; dann solle er hineinsehen und ausführen, was ihm befohlen wurde, ohne einen seiner Gefährten zu zwingen. Als Abdullah bin Dschahsch zwei Tage gereist war, öffnete er das Schreiben und sah hinein. Darin stand:
This is in relation to spying upon Muslims or dhimmis who are citizens like Muslims. As for Muslims and dhimmis spying upon belligerent disbelievers, whether they are belligerents in practice or rule, this is excluded from the generality of the ayah due to the ahadith specifying the forbiddance of spying on non-belligerent disbelievers. As for belligerent disbelievers, spying upon them is allowed for Muslims and obligatory upon the Muslims’ Khalifah i.e. upon the State. It came in the Sirah of ibn Hisham that the Prophet (saw) sent Abdullah bin Jahsh and sent with him a company of eight Muhajireen. He wrote for him a book and commanded him not to look into it until he travels two days then looks into it and executes what he was commanded without compelling any of his companions. When Abdullah bin Jahsh travelled two days, he opened the book and looked into it. It said in it: