Tirmidhi überliefert dieses Hadith, aus dem klar hervorgeht, dass der Imam irren, vergessen und sündigen kann. Dennoch hat der Gesandte (saw) befohlen, ihm weiterhin zu gehorchen, solange er nach dem Islam herrscht, kein offenkundiger Unglaube von ihm ausgegangen ist und er nicht zur Sünde befohlen hat. Nach der Nachricht des Gesandten (saw) über die Khulafaa, dass es unter ihnen solche geben wird, die die Muslime missbilligen werden, und dennoch hat er Gehorsam befohlen: Gibt es danach noch die Möglichkeit zu sagen, dass der Khalifah unfehlbar sein muss und dass ihm nicht erlaubt ist, was Menschen erlaubt ist? Dies gehört zur Wirklichkeit des Khalifah im Verhältnis zum Fehlen der Bedingung der Unfehlbarkeit, ja sogar zum Fehlen der Erlaubnis, sie überhaupt zur Bedingung zu machen. Dennoch haben diejenigen, die sagten, der Khalifah müsse unfehlbar sein, Beweise für ihre Ansicht vorgebracht, daher müssen wir das, was in ihnen enthalten ist, prüfen und klären. Diese Beweise lassen sich in vier Beweisen zusammenfassen.
Tirmidhi narrated this hadith which is clear that the Imam can err, forget and sin. Despite that, the Messenger (saw) commanded to continue obeying him as long as he rules by Islam and clear disbelief has not occurred from him and he has not commanded with sin. After the news of the Messenger (saw) about the Khulafaa that there will be some which the Muslims will dislike yet he commanded obedience, is there after that any possibility of saying that the Khalifah must be infallible and that it is not permitted from him what is permitted from human beings? This is from the reality of the Khalifah in relation to the absence of the condition of infallibility, rather even the absence of permission to even make it a condition. However, those who said it is required that the Khalifah be infallible have presented evidences for their view, so we must examine and clarify what is within them. These evidences are summarised in four evidences:
1. Der Imam nimmt die Stellung des Gesandten ein, indem er die Scharia bewahrt, sie überbringt und lehrt, die Angelegenheiten der Bürger überwacht, unter ihnen Gerechtigkeit herstellt, den Unterdrückten beisteht, die vorgeschriebenen islamischen Strafen (Hudud) und die dem Ermessen überlassenen Strafen (Ta'zir) verhängt und den Islam nach der Weise der Scharia umsetzt. Daher ist es unumgänglich, dass er unfehlbar und frei von allem Bösen ist, sei es groß oder klein, ob es absichtlich oder durch Vergesslichkeit geschah, vom Beginn seines Lebens bis zu dessen Ende.
1. The Imam stands in the position of the Messenger in preserving the Shari’ah , conveying and teaching it, supervising the citizens’ affairs, establishing justice among them, assisting the oppressed, establishing the mandatory Islamic punishments (hudood) and discretionary punishments (ta’zeer) and implementing Islam in the Shari’ah way. Therefore it is inevitable that he be infallible and pure from all evil, large or small, whether they occurred deliberately or through forgetfulness, from the beginning of his life to the end.
2. Wenn es möglich ist, dass der Imam sündigt, bedarf es eines unfehlbaren Imams, der ihn davon abhält, Sünden zu begehen und zu irren. Und wenn es dem zweiten erlaubt ist zu irren und Sünden zu begehen, dann bedürfte es wiederum eines anderen unfehlbaren Imams, der dies von ihm abwendet, und so würde es immer weiter gehen, bis die Angelegenheit bei einem unfehlbaren Imam endet, gegen den es nicht möglich ist, Sünden oder Irrtümer zu begehen. Daher muss es einen unfehlbaren Imam geben.
2. If sin is possible from the Imam, it will require an infallible Imam to prevent him from committing sins and erring. And if it is permitted for the second to err and perform sins, then it would require another infallible Imam to prevent this from him, and it would continue in this manner until the matter ends with an infallible Imam against whom it is not possible to commit sins or errors. Therefore there must be an infallible Imam.
3. Der Imam ist ein göttliches Amt zum Schutz der offenbarten Scharia-Ordnung, mit dem Ziel, dass sie befolgt und in die Tat umgesetzt wird; er ist keine Ordnung der Menschen. Auch ist die Scharia kein Gesetz und keine Verfassung unter den (gewöhnlichen) Verfassungen von Regierungen, mit der man spielen könnte. Der Herr der Menschen, dessen Angelegenheit erhaben ist, würde daher keinen Herrscher über die Menschen einsetzen, außer einen, der unfehlbar ist, sodass die Menschen mit ihm zufrieden sind und die Regeln von ihm annehmen, weil sie wahrhaftig die Regeln Allahs (swt) sind, ohne dass irgendein Zweifel aufkommt, der davon abhalten könnte, sie zu befolgen oder umzusetzen. Dies ist nur mit der Unfehlbarkeit des Herrschers möglich, der über die Bewahrung der Scharia wacht, denn ein fehlbarer Mensch, der der Möglichkeit von Sünde und Irrtum unterliegt, kann nicht als verlässlich gelten, und man kann sich auch nicht sicher sein, dass das, wohin er die Menschen führt, die Regel Allahs (swt) ist, wenn dies für die Menschen ungewiss bleibt. Das Ziel ist nicht, dass er eingesetzt wird, um einige der Regeln zu bewahren, andere aber nicht, sondern dass alles bewahrt wird, was vom Propheten ﷺ gekommen ist. Daher muss es jemanden geben, der alle Regeln kennt und sie alle schützt, damit nach ihnen gehandelt werden kann, solange die Welt besteht. Würde jemand eingesetzt, der nur einige der Regeln kennt, oder bei dem Sünde und Irrtum möglich sind, stünde seine Einsetzung im Widerspruch zum Ziel der Verantwortung, d. h. zum Gehorsam gegenüber allem, womit die Scharia gekommen ist, und zum Handeln danach, was bekanntlich bis zum Tag des Gerichts bestehen bleibt. Da der Widerspruch zum Ziel bei dem Allweisen (swt) unmöglich ist, ist auch die Einsetzung eines Fehlbaren oder nur teilweise Wissenden unmöglich.
3. The Imam is a divine post to protect the Shari’ah rule revealed with the objective to be followed and acted upon, not a rule of the people. Nor is the Shari’ah a law and constitution among the (normal) constitutions of government possible to be played with. So the Lord of the people whose matter is glorified would not entrust a ruler over the people except one who is infallible such that the people are at ease with him and the rules from him upon their truly being the rules of Allah (swt) without any doubt entering into it which would prevent acting upon or following them. This is not possible except with the infallibility of the ruler supervising the Shari’ah’s preservation as the fallible person due to the possibility of sin and error upon him cannot be depended upon nor can one be definite that what he leads the people to is the rule of Allah (swt) in that which is indefinite before the people. The objective is not his establishment to preserve some of the rules (while) not (preserving) other (rules), but rather all that came from the Prophet (saw) Thus there must be someone who knows all the rules and a protector for all of them to act according to them as long as there is a world; were there to be appointed one who knew (only) some of the rules, or upon whom sin and error is possible, his appointment would be contrary to the objective of responsibility i.e. obedience to and acting upon all that the Shari’ah came with which is known to remain until the Day of Judgement. Since contradiction of the objective is impossible from the All-Wise (swt), then appointing one who is fallible or knowing only some of the rules is impossible.
4. Es sind Texte überliefert worden, die darauf hinweisen, dass der Khalifah unfehlbar sein muss. Es gibt Qur'an-Verse, die dies verkünden, und dies ergibt sich deutlich aus drei Versen.
4. The texts came indicating the obligation that the Khalifah be infallible. There are Qur’anic ayat which came announcing this which is clear from three ayat.
a) Allah (SWT) sagt:
a) Allah (swt) says: