20.5 Das islamische Heer
20.5 The Islamic Army
Der Dschihad ist den Muslimen ohne Unterschied zwischen den Frommen und den Gottlosen, zwischen den Aufrichtigen im Glauben und den Heuchlern zur Pflicht gemacht. Als die Verse über den Dschihad herabkamen, kamen sie in allgemeiner Form. Wenn Texte in allgemeiner Form kommen, bleiben sie allgemein, solange kein Text vorliegt, der sie einschränkt; es ist jedoch kein Text gekommen, der den Dschihad für manche Muslime vorschreibt und für andere nicht, daher bleiben die Texte allgemein. Demnach ist es erlaubt, Heuchler, Gottlose und denjenigen, der aus Zorn kämpft, in das islamische Heer aufzunehmen. Dass sie zusammen mit den aufrichtigen Gläubigen in der Bekämpfung der Feinde und im islamischen Heer dabei sein dürfen, beruht auf der Allgemeinheit der Verse über den Dschihad. Ebenso hat der Gesandte Allahs ﷺ den Anführer der Heuchler, Abdullah ibn Ubayy, bei dem Dschihad hinzugezogen; er nahm an einigen Schlachten teil und hielt mit ihm ﷺ militärische Beratungen am Tag von Uhud vor der Schlacht ab. Allah (SWT) tadelte den Gesandten Allahs ﷺ, als er den Heuchlern erlaubte, bei den Kämpfen in Tabuk zurückzubleiben. Allah (SWT) sagt:
Jihad is obligatory upon Muslims without distinction between the pious and the impious, or the sincere in belief and the hypocrite. When the ayaat of jihad came, they came in general. When the texts come in general, they remain general as long as there is no specific text specifying them; there came no text specifying jihad for some Muslims and not others, so the texts remain general. Accordingly it is allowed to enrol hypocrites, the impious and the one who fights due to anger in the Islamic army. As for the permission for them to be present with the sincere believers in fighting the enemies, and the Islamic army, this is due to the generality of the ayaat of jihad. This is also because the Messenger (saw) took the assistance of the head of the hypocrites, Abdullah bin ‘Ubayy, in jihad; he attended some battles and the military consultations with him (saw) on the day of Uhud before the battle. Allah (swt) reproved the Messenger when he permitted the hypocrites to stay behind the fighting in Tabuk. Allah (swt) said:
„Möge Allah dir vergeben! Warum hast du ihnen die Erlaubnis gegeben, bevor dir klar wurde, wer die Aufrichtigen sind und du die Lügner kanntest?“ {Sure 9:43}
“Allah forgive you! Why did you give permission to them before it had been shown to you those who are sincere and you knew the liars?” [TMQ 9: 43].
Was die Gottlosen betrifft, so liegt dies an der Allgemeinheit der Ayat und an dem, was Said bin Musayyab von Abu Hurairah (ra) überliefert hat, der sagte:
As for the impious, this is due to the generality of the ayat and due to what Said bin Musayyab narrated from Abu Hurairah (ra) who said:
„Der Gesandte Allahs ﷺ befahl Bilal, den Menschen auszurufen, dass niemand ins Paradies eingehen werde außer dem Muslim, und dass Allah diese Religion durch einen sündhaften Mann stärken werde" (überliefert von Al-Bukhari).
“The Messenger of Allah (saw) commanded Bilal who announced to the people that none will enter Paradise except the Muslim would, and that Allah will strengthen this deen through a reprobate man” (narrated by Al-Bukhari).
Dies liegt auch darin begründet, dass der Dschihad eine der Pflichten ist, die vom Khalifen umgesetzt werden müssen. Würde er ihn nicht gegen die Gottlosen umsetzen – und zwar gegen den, der ein Muslim ist –, so würde dies bedeuten, die Umsetzung einer Vorschrift Allahs (swt) zu unterlassen, was haram und nicht erlaubt ist. Demzufolge ist es verpflichtend, den Dschihad gegen die Gottlosen in gleicher Weise umzusetzen, wie er gegen die Frommen umgesetzt wird.
This is also because jihad is one of the obligations implemented by the Khalifah. If he does not implement it upon upon the impious, who is a Muslim, this would be leaving the implementation of a rule of Allah (swt) which is haram and not permitted. Accordingly it is obliged to implement jihad upon the impious as it is implemented upon the pious equally