2.9 Das Ende der Lebensspanne [ajāl] ist die alleinige Ursache des Todes
2.9 The Termination Of The Life-span [ajāl ] Is The Sole Cause Of Death
Viele Menschen meinen, dass der Tod, obwohl er nur einmal eintritt, mehr als eine Ursache hat. Sie sagen, die Ursachen seien verschieden, der Tod aber trete nur einmal ein. Sie vertreten die Ansicht, dass der Tod durch eine tödliche Krankheit wie etwa die Pest eintreten könne, oder durch einen Messerstich, durch einen Treffer einer Kugel, durch Verbrennung im Feuer oder durch das Abschlagen des Kopfes usw. Für sie sind all dies unmittelbare Ursachen, die zum Tod führen, das heißt, der Tod tritt infolge dieser Dinge ein. Deshalb verkünden sie, diese Dinge seien die Ursachen des Todes. Demnach tritt der Tod ein, wenn diese Dinge geschehen, und er tritt nicht ein, wenn sie nicht geschehen. Nach ihrer Ansicht tritt der Tod also durch das Vorhandensein dieser Ursachen ein und nicht, weil die Lebensfrist [ajāl] abgelaufen ist, auch wenn sie mit ihrer Zunge sagen, der Mensch sterbe aufgrund seiner ajāl. Die Ursachen des Todes sind diese Dinge und nicht Allah – selbst wenn sie mit ihren Zungen sagen, Allah sei derjenige, der lebendig macht und der den Tod bewirkt.
Many people think that death, even though it takes place (only) once, has more than one cause. They say the causes vary but death occurs only once. They take the view that death can occur from a terminal illness such as pestilence for example, or it may occur by the stabbing of a knife, being hit by a bullet, burned by fire or the head being chopped off etc. For them these are all direct causes which lead to death, that is, death occurs in consequence of them. That is why they proclaim these things are the causes of death. Accordingly, death occurs when these things take place, and it does not occur when they do not take place. So, in their view, death occurs due to the presence of these causes and not because the life-span [ajāl] has terminated, even though with their tongues they say man dies due to his ajāl. The causes of death are these things and not Allah even if they say with their tounges that Allah is the one who gives life and the one who cause death.
Die Wahrheit ist, dass der Tod einer ist und auch seine Ursache eine ist, nämlich die Beendigung des Ajal (der festgesetzten Lebensfrist), und dass allein Allah den Tod bewirkt und die unmittelbare Ursache, die den Tod herbeiführt, Allah ist. Denn damit etwas zu Recht als Ursache gilt, muss es stets die Wirkung hervorbringen, und die Wirkung darf nur durch ihre Ursache eintreten. Das steht im Gegensatz zur Bedingung, die eine besondere Voraussetzung mit zugehörigen Umständen ist, unter denen etwas gewöhnlich geschieht, das aber auch ausbleiben und nicht eintreten kann. Zum Beispiel ist das Leben die Ursache der Bewegung bei Tieren: Wenn Leben in ihnen vorhanden ist, lässt sich Bewegung an ihnen wahrnehmen; fehlt das Leben, fehlt auch die Bewegung. Ebenso ist Energie die Ursache dafür, dass sich der Motor in Gang setzt: Ist Energie vorhanden, startet der Motor, ohne Energie gibt es keine Bewegung. Anders verhält es sich beim Regen im Hinblick auf den Anbau von Feldfrüchten. Er ist eine der Bedingungen, unter denen Pflanzen wachsen, aber nicht die Ursache. Denn der Regen ermöglicht das Wachstum der Feldfrüchte, doch es kann regnen, ohne dass Feldfrüchte wachsen. Pflanzen können auch allein durch die Feuchtigkeit wachsen, die der Boden speichert, wie etwa der Anbau im Sommer, der ganz ohne Regen gedeiht. Ebenso kann es nach dem Auftreten einer Seuche oder nachdem jemand angeschossen wurde zu keinem Tod kommen. Der Tod kann auch eintreten, ohne dass einer dieser Umstände vorliegt, unter denen der Tod gewöhnlich eintritt.
The truth is that death is one and its cause is also one, namely, the termination of the ajāl, and that it is Allah alone who causes death and the direct cause bringing about death is Allah . That is because for something to be correctly considered as a cause, it must always produce the effect, and the effect should not result except only by its cause. This is contrary to the condition which is a particular condition with related circumstances under which something usually takes place but which may also fail to transpire and not take place. For instance, life is the cause of movement in animals, when life exists within them movement can be perceived with in them. When life is absent the movement is absent as well. Also for example, energy is the cause of the motor being set in motion. When the energy is present the motor starts, without energy there is no motion. This is contrary to the rain in relation to the cultivation of crops. It is one of the conditions in which plants grow but it is not the cause. That is because rain allows crops to grow, but it may rain and there are no crops. Crops may grow due to only the moisture being retained by the land like the cultivation in the summer which grows without any rain. Similarly, even after the existence of plague or someone having being shot but death might not occur. Death may occur without the presence of any of these things under which death usually takes place.
Wer den Dingen nachgeht, aus denen der Tod entsteht, und wer dem Tod selbst nachgeht, kann sich dessen aus der Wirklichkeit gewiss sein. Er wird finden, dass diese Dinge – aus denen der Tod gewöhnlich folgt – vorhanden sind, der Tod aber nicht eintritt. Oder der Tod kann eintreten, ohne dass irgendeines dieser Dinge vorhanden ist. Zum Beispiel kann eine Person mit einem Messer tödlich verletzt werden, und alle Ärzte stimmen überein, dass die Verletzung tödlich ist. Dann stirbt der Verletzte nicht, sondern seine Wunde heilt und er wird wieder gesund. Der Tod kann auch ohne erkennbare Ursache eintreten, etwa wenn das Herz eines Menschen plötzlich aufhört zu schlagen, ohne dass die Art des Zustands, in dem das Herz stehen blieb, den Ärzten nach einer eingehenden Untersuchung klar wäre. Solche Vorfälle gibt es viele, und sie sind den Ärzten bekannt. Manches Krankenhaus auf der Welt bezeugt Tausende solcher Vorfälle. Es kann etwas geschehen, das gewöhnlich und sicher zum Tod führt, doch die Person stirbt nicht, und der Tod kann plötzlich ohne erkennbare Ursache eintreten. Deshalb sagen die Ärzte: Bei diesem oder jenem Patienten kann nach der medizinischen Lehre nichts getan werden, dennoch kann er genesen, doch dies liegt jenseits unseres Wissens. Und sie sagen: Bei diesem oder jenem besteht keine Gefahr, und er wird genesen, doch er überschreitet die Gefahrenphase, und dann verschlechtert sich sein Zustand plötzlich und er stirbt. All dies sind Wirklichkeiten, die von den Menschen und Ärzten beobachtet und wahrgenommen werden. Sie zeigen deutlich, dass diese Dinge, aus denen der Tod hervorgeht, nicht die Ursachen des Todes sind. Denn wären sie die Ursachen des Todes, würden sie nicht versagen (und somit nicht beständig den Tod herbeiführen), und der Tod würde nicht durch eine andere Ursache eintreten, das heißt, der Tod würde nicht ohne eine wahrnehmbare Ursache eintreten. Dass sie schon einmal den Tod nicht herbeiführen, und dass der Tod schon einmal ohne diese Ursachen eintritt, zeigt eindeutig, dass sie nicht die Ursachen des Todes sind, sondern Umstände, unter denen der Tod eintritt. Die wahre Todesursache, die die Wirkung hervorbringt, ist etwas anderes als das. Man könnte sagen: Ja, diese Dinge, die geschehen und bei denen der Tod eintritt, sind üblicherweise Umstände und keine Ursachen, denn sie können ausbleiben, ohne dass der Tod eintritt. Doch es gibt Ursachen, die sichtbar und wahrnehmbar sind, und aus denen der Tod mit Gewissheit folgt und keinesfalls ausbleibt; das ist die Todesursache. Zum Beispiel führt das Durchtrennen des Halses und das Abtrennen des Kopfes mit Gewissheit und ohne Ausnahme zum Tod. Kommt der Herzschlag zum Stillstand, tritt der Tod mit Gewissheit ein, ohne Ausnahme. Diese und andere solche Beispiele von Teilen des menschlichen Körpers, aus denen der Tod mit Gewissheit eintritt, sind die Todesursache. Ja, der Schlag auf den Hals ist einer der Umstände des Todes, aber keine Todesursache, und das Erstechen des Herzens mit einem Messer ist einer der Umstände des Todes, aber nicht die Todesursache, und so weiter. Das Abtrennen des Kopfes und der Stillstand des Herzschlags sind jedoch eine Todesursache. Warum sagen wir also nicht, dass dies die Todesursache ist?
Die Antwort darauf lautet: Das Abtrennen des Halses und das Entfernen des Kopfes vom Körper geschieht nicht von der Person aus; es geschieht nicht vom Hals selbst oder vom Kopf aus. Es geschieht nur durch einen äußeren Faktor. Es ist daher nicht richtig zu sagen, dass das Durchtrennen des Halses eine Ursache sei. Vielmehr ist die vermutete Ursache das, was das Durchtrennen bewirkt hat, und nicht das Durchtrennen selbst, weil das Durchtrennen nicht von selbst geschah, sondern durch einen äußeren Faktor. Ebenso ist das Aufhören des Herzschlags nicht von selbst eingetreten, sondern es muss einen äußeren Faktor gegeben haben. Es ist daher nicht richtig zu sagen, dass das Aufhören des Herzschlags eine Ursache sei; vielmehr wird das, was das Herz zum Stillstand gebracht hat, als vermutliche Ursache des Todes angesehen und nicht das Aufhören des Herzschlags selbst, weil der Tod nicht von selbst eintrat, sondern durch einen äußeren Faktor. Es ist also nicht möglich, dass Enthauptung und das Aufhören des Herzschlags selbst als vermutliche Todesursache gelten können. Als vermutliche Todesursache kommt nur der äußere Faktor in Betracht.
The answer to this is that cutting the neck and removing the head from the body does not occur from the person; it does not occur from the neck itself or the head. It does not happen except by an external factor. It is then not correct to say that severing the neck is a cause. Rather the suspected cause is the thing that did the cutting and not the cutting itself because the cutting did not occur on its own but from an external factor. Similarly, the stopping of the heart beat did not occur by itself rather there must have been an external factor. It is not correct therfore to say that the stopping of the heartbeat is a cause; rather what caused the heart to stop is suspected of being the cause of death and not the stopping of the heart itself because death did not occur by itself but from an external factor. So it is not possible that decapitation and the stopping of the heartbeat can themselves be suspected of being the cause of death. There is no suspected cause of death except the external factor.
Des Weiteren hat Allah in den Dingen Eigenschaften erschaffen. Wenn die Eigenschaft fehlt, hört ihre Wirkung auf. Es gibt keine Eigenschaft ohne das Vorhandensein des Gegenstandes, zu dessen Eigenschaften sie gehört. Beispielsweise hat Allah im Auge die Eigenschaft des Sehens erschaffen, im Ohr die Eigenschaft des Hörens, in den Nerven die Eigenschaft der Empfindung, im Feuer die Eigenschaft des Brennens und in der Zitrone die Eigenschaft der Säure und so weiter. Die Eigenschaft eines Gegenstandes ist das natürliche Ergebnis seines Daseins. Sie ähnelt den Wesensmerkmalen. Zum Beispiel ist beim Wasser eines seiner natürlichen Wesensmerkmale die Flüssigkeit, und zu seinen Eigenschaften gehört, dass es den Durst stillt. Beim Motor ist beispielsweise eines seiner natürlichen Wesensmerkmale die Bewegung, und zu seinen Eigenschaften gehört die Wärme. Beim Herzen ist eines seiner natürlichen Wesensmerkmale das Schlagen, und zu seinen Eigenschaften gehört das Leben. So sind das Stillen des Durstes, die Wärme und das Leben natürliche Wesensmerkmale des Gegenstandes, obwohl sie zu seinen Eigenschaften gehören. Das Vorhandensein einer Eigenschaft in einem Gegenstand ist nicht die Ursache der Handlung, die ihre Wirkung ist. Daher ist das Fehlen einer Eigenschaft nicht die Ursache für das Fehlen der Handlung, die ihre Wirkung ist. Dies liegt daran, dass das Vorhandensein der Eigenschaft des Brennens im Feuer nicht ausreicht, um Brennen hervorzurufen. Daher kann es nicht als Ursache für das Brennen dienen, da das Vorhandensein der Eigenschaft des Brennens im Feuer keine Ursache dafür ist, dass Brennen entsteht. Deshalb ist das Fehlen der Eigenschaft des Brennens im Feuer nicht die Ursache für das Ausbleiben des Brennens. Ebenso reicht das Vorhandensein der Eigenschaft des Lebens im Herzen nicht aus, um Leben hervorzubringen. Sie ist nicht geeignet als Ursache für das Leben, da das Vorhandensein der Eigenschaft des Lebens keine Ursache dafür ist, Leben hervorzubringen. Deshalb ist das Fehlen der Eigenschaft des Lebens im Herzen nicht die Ursache für das Ausbleiben des Lebens. Dementsprechend darf nicht gesagt werden, dass das Verschwinden eines Gegenstandes die Ursache für das Verschwinden seiner Eigenschaften sei. Vielmehr ist die Ursache für das Verschwinden der Eigenschaft eines Dinges etwas, das außerhalb des Dinges selbst liegt und das bewirkt, dass seine Eigenschaft weggeht und das Ding ohne seine Eigenschaft zurückbleibt, oder das Ding selbst verschwinden lässt und mit ihm seine Eigenschaft. Demnach ist das, was die Eigenschaft verschwinden ließ, oder das Ding samt seiner Eigenschaft verschwinden ließ, die Ursache für das Verschwinden der Eigenschaft, und das Ding selbst ist nicht die Ursache für das Verschwinden seiner Eigenschaft. Daher sollte auch unter diesem Gesichtspunkt, nämlich dem, dass das Leben eine Eigenschaft der Anwesenheit des Kopfes am Körper und eine Eigenschaft des Herzschlags ist, nicht gesagt werden, dass das Abtrennen des Kopfes vom Hals die Ursache des Todes sei oder dass das Aufhören des Herzschlags die Ursache des Todes sei. Vielmehr ist die mutmaßliche Ursache das, was die Eigenschaft vom Hals entfernt, indem es sie entfernt, und vom Herzen, indem es es zum Stillstand bringt. Es ist nicht das Abtrennen des Halses oder das Stillstehen des Herzens. Daher ist die Verletzung eines Gliedes, also das Durchtrennen des Halses oder das Aufhören des Herzschlags, nicht die wahre Ursache des Todes. Denn es ist unmöglich, dass einem Glied irgendeine Schädigung widerfährt, außer durch einen äußeren Faktor, und da das Leben eine seiner Eigenschaften ist, also die des Gliedes, wird es nur durch einen äußeren Faktor verschwinden, der entweder die Eigenschaft entfernt oder das Glied und mit ihm seine Eigenschaft. Ebenso ist der äußere Faktor nicht die Ursache des Todes, denn es ist sowohl rational als auch aus der Wirklichkeit bewiesen, dass der äußere Faktor eintreten kann, ohne dass der Tod eintritt. Der Tod kann eintreten, ohne dass dieser äußere Faktor stattfindet, während eine Ursache notwendig die Wirkung nach sich ziehen muss. Somit bleibt nichts übrig, außer dass die wahre Ursache des Todes, die mit Sicherheit die Wirkung hervorbringt, nämlich den Tod, eine andere ist als diese Dinge.
Der Verstand ist nicht in der Lage, zu dieser wahren Ursache geleitet zu werden, da sie nicht durch die Sinneswahrnehmung erfasst werden kann. Daher muss Allah uns darüber unterrichten und dieses Wissen um die wahre Ursache des Todes mit einem Beweis festigen, der sowohl in seiner Authentizität als auch in seiner Bedeutung eindeutig ist, damit wir es glauben können, denn dies gehört zu den Glaubensfragen, die nur durch den eindeutigen Beweis belegt werden. In zahlreichen Ayat hat Allah uns mitgeteilt, dass die Ursache des Todes das Ablaufen der Lebensfrist [ajāl] ist und dass es Allah ist, der den Tod verursacht. Der Tod tritt also unweigerlich aufgrund des (Ablaufs der) ajāl ein, ohne Ausnahme. Die ajāl ist also die Ursache des Todes, und derjenige, der den Tod verursacht, ist Allah; Er ist es, der die Handlung des Sterbens bewirkt. Dies wird in zahlreichen Ayat erwähnt. Er sagt:
The mind is not able to be guided to this true cause because it cannot be assessed through sense perception, therefore Allah must inform us of it and establish this knowledge about the real cause of death with an evidence which is definite in authenticity and meaning so that we can believe it, because that is (a matter) related to the beliefs which are not proven except by the definitive evidence. In numerous ayāt Allah has informed us that the cause of death is the termination of the life-span [ajāl] and that it is Allah who causes death. So death occurs inevitably due to the (termination of the) ajāl without fail. So the ajāl is the cause of death and the one who causes death is Allah ; He is the one who actuates the act of death. This has been mentioned in numerous ayāt. He says,
„Keine Seele kann jemals sterben, außer mit der Erlaubnis Allahs und zu einer festgesetzten Frist.“ [TMQ al-Imrān: 145]
“No soul can ever die except by Allah's leave and at a term appointed” [TMQ al-Imrān: 145]
Das heißt: Er hat für eine bestimmte Frist den Tod bestimmt, und zwar eine festgelegte Zeit, die bekannt ist und die weder verzögert noch vorverlegt werden kann. Er sagt:
That is, he has decreed death for an appointed period and set time which is known and which cannot be delayed or advanced. He says,
„Allah ist es, Der die Seelen zur Zeit ihres Todes abberuft" [TMQ Zumar: 42]
“It is Allah Who takes away the souls at the time of their death” [TMQ Zumar: 42]
Das heißt: Er ist es, der die Seelen sterben lässt, wenn sie sterben, und somit ist Er es, der das nimmt, wodurch sie Leben haben. Er sagt:
That is, He is the one who causes the souls’ death when they die, and so He is the one who takes away the thing by which they have life. He says,
„Mein Herr ist Derjenige, Der lebendig macht und sterben lässt“ [TMQ Baqarah: 258]
“My Lord is He Who gives life and causes death” [TMQ Baqarah: 258]
Das heißt: Er ist es, der die Schöpfung und das Hervorbringen des Lebens einleitet, und Er ist es, der den Akt und das Eintreten des Todes einleitet. Er sagt:
That is, He is the one who initiates the creation and bringing about of life and He is the one who initiates the act and occurrence of death. He says,
„Allah ist es, der das Leben gibt und den Tod herbeiführt“ [TMQ Imrān: 156]
“It is Allah that gives life and causes death” [TMQ Imrān: 156]
Allah hat dies als Antwort auf die Worte derer gesagt, die ungläubig waren. Der Vers lautet:
Allah has said this in response to the saying of those who disbelieved. The ayah reads,
„O ihr, die ihr glaubt! Seid nicht wie jene, die ungläubig sind (die Heuchler), und die zu ihren Brüdern, wenn sie auf der Erde reisen oder in den Krieg ziehen, sagen: ‚Wenn sie bei uns geblieben wären, wären sie nicht gestorben oder getötet worden‘, damit Allah dies zu einem Anlass der Reue in ihren Herzen mache. Allah ist es, der lebendig macht und sterben lässt, und Allah sieht wohl, was ihr tut.“ [TMQ Imrān: 156]
“O you who believe! Be not like those who disbelieve (the hypocrites) and who say to their brethren when they travel through the earth or go out to fight, ‘If they had stayed with us, they would not have died or been killed,’ so that Allah may make it a cause of regret in their hearts. It is Allah that gives life and causes death, and Allah is All-Seer of what you do” [TMQ Imrān: 156]
Das bedeutet, dass die Angelegenheit in der Hand Allahs liegt. Er mag dem Reisenden oder Kämpfer das Leben erhalten, den Daheimbleibenden und in seinem Haus Sitzenden aber sterben lassen, wie Er es will. Er sagt:
That is, the matter is in the hands of Allah . He may allow the traveller or fighter to live but cause the one residing and sitting in his house to die as He wills. He says,
„Wo immer ihr auch seid, der Tod wird euch ereilen, selbst wenn ihr in festen, hoch errichteten Burgen weilt“ [TMQ Nisā’: 78]
“Wheresoever you may be, death will overtake you even if you are in fortresses built up strong and high” [TMQ Nisā’: 78]
Das heißt: Wo immer ihr auch seid, der Tod wird euch ereilen, selbst wenn ihr in festen Burgen seid. Er sagt:
That is, wherever you may be, death will catch you even if you are in strong fortresses. He says,
„Sprich: ‚Der Engel des Todes, der über euch bestellt ist, wird eure Seelen abberufen.‘“ [TMQ Sajdah: 11]
“Say, ‘The angel of death, who is set over you, will take your souls’” [TMQ Sajdah: 11]
Dies ist eine Antwort an die Kuffar. Allah sagt, dass sie zu ihrem Herrn zurückkehren werden, und so wird Er sie sterben lassen, wenn Er den Engel des Todes sendet, um ihre Rūḥ zu nehmen. Der Vers lautet:
This is in answer to the kuffar. Allah is saying that they will return to their Lord, so He will make them to die when He sends the angel of death to take their rūh. The ayah reads,
„Und sie sagen: ‚Wenn wir in der Erde verloren gegangen sind, werden wir dann wahrlich neu erschaffen werden?!‘ Nein, vielmehr leugnen sie die Begegnung mit ihrem Herrn! Sprich: ‚Der Todesengel, der über euch bestellt ist, wird eure Seelen nehmen, dann werdet ihr zu eurem Herrn zurückgebracht werden!‘“ [TMQ Sajdah: 10-11]
“And they say, ‘When we are lost in the earth, shall we indeed be created anew!?’ Nay, but they deny the meeting with their Lord! Say, ‘The angel of death, who is set over you, will take your souls, then you shall be brought to your Lord!’” [TMQ Sajdah: 10-11]
Das heißt, sie nehmen deine Rūḥ, sodass der Tod eintritt, wenn die Rūḥ genommen wird. Er sagt:
That is, they take your rūh, so death takes place when the rūh is taken. He says,
„Sprich: ‚Der Tod, vor dem ihr flieht, wird euch gewiss begegnen.“ [TMQ Jumu’a: 8]
“Say, ‘Verily, the death from which you flee will surely meet you” [TMQ Jumu’a: 8]
Das heißt: Der Tod, vor dem ihr flieht und davonlauft und den ihr nicht wagt herbeizuwünschen, aus Furcht, die bösen Folgen eures Unglaubens tragen zu müssen, werdet ihr nicht entgehen, sondern er wird euch ganz gewiss begegnen. Er sagt:
That is, the death from which you flee and run away from and which you do not have the courage to wish for, fearing that you will have to face the evil consequences of your kufr, you will not elude it but it will definitely meet you. He says,
„Wenn ihre Frist [ajāl] erreicht ist, können sie sie weder um eine Stunde verzögern noch vorverlegen.“ [TMQ Arāf: 34]
When their term [ajāl] is reached, they can neither delay it an hour nor advance it” [TMQ Arāf: 34]
Das heißt: Wenn die von Allah bestimmte Lebensspanne an ihr Ende gelangt, kann sie nicht um einen Augenblick verzögert oder vorverlegt werden. Er sagte „Stunde“ als Sinnbild für die kleinste Zeitspanne. Er sagt:
That is, when the life-span which Allah has decreed comes to a stop, it cannot be delayed or advanced for an instant. He said ‘hour’ as being representative of the smallest amount of time. He says,
„Und Wir haben den Tod unter euch allen bestimmt" [TMQ Wāqi’ah: 60]
“And We have decreed death to you all” [TMQ Wāqi’ah: 60]
Das heißt, Wir haben für euch den Tod bestimmt und die Zuteilung der Versorgung unter euch in verschiedenen und unterschiedlichen Maßen aufgeteilt, wie es Unser Wille gebietet, sodass sich eure Lebensalter darin unterscheiden, lang, kurz oder mittelmäßig zu sein. Diese und andere Verse, die von gewisser Echtheit und Bedeutung sind und nur eine einzige Bedeutung anzeigen, nämlich dass Allah derjenige ist, der tatsächlich das Leben gibt und den Tod herbeiführt, ohne dass es dafür Ursachen oder Wirkungen braucht, und dass der Mensch nur durch den Ablauf seines Ajal stirbt, nicht aber aufgrund der Umstände, unter denen es geschah, die er für die Ursache des Todes hält. Die Ursache des Todes ist also allein der Ablauf der Lebensspanne und nicht die Umstände, unter denen der Tod eintrat. Man sollte nicht sagen, dass der Tod im Sinne der Schöpfung auf Allah zurückgeführt wird. Was seine Einleitung betrifft, so geht sie von den Menschen aus oder von den Ursachen, aus denen der Tod hervorging, wie Sein Wort:
That is, we have decreed death for you and divided the allocation of provision between you in different and disparate measures as dictated by our Will so your ages differ in being long, short or medium. These and other verses which are of definite authenticity and meaning and indicate only one meaning, namely, that Allah is the one who actually gives life and causes death, without the presence of any causes or effects, and that man does not die except by the termination of his ajal, and not due to the circumstances in which it occurred, which he thinks is the cause of the death. So the cause of death is the termination of the life-span only and not the circumstances in which the death occurred. It should not be said that death is attributed to Allah in terms of creation. As for its initiation, that is by human beings or the causes from which the death resulted, such as His saying,
Und du (o Muhammad ﷺ) hast nicht geworfen, als du warfst, sondern Allah hat geworfen. [TMQ Anfāl: 17]
“And you (O Muhammad) threw not when you did throw but Allah threw” [TMQ Anfāl: 17]
Und,
And,
„Und wen Allah rechtleiten will, dem öffnet Er die Brust für den Islam, und wen Er irregehen lassen will, dessen Brust macht Er eng und beklommen, als steige er in den Himmel empor.“ [TMQ An’ām: 125]
“And whomsoever Allah wills to guide, He opens his breast to Islam, and whomsoever He wills to send astray, He makes his breast closed and constricted, as if he were ascending to the sky” [TMQ An’ām: 125]
Und
And
„Wahrlich, Allah führt irre, wen Er will, und leitet recht, wen Er will" [TMQ Fātir: 8]
“Verily, Allah sends astray whom He wills, and guides who He wills” [TMQ Fātir: 8]
Dies kann nicht gesagt werden, denn hier gibt es Anhaltspunkte [qara'in], die die Urheberschaft des Handelns von Allah auf den Menschen umlenken. Dadurch ergibt sich die Bedeutung, dass Allah das Werfen, die Öffnung des Herzens für den Islam, die Verengung des Herzens, die Rechtleitung und die Irrleitung erschaffen hat, der eigentliche Urheber dieser Handlungen jedoch nicht Allah, sondern der Mensch ist. Diese Anhaltspunkte sind sowohl vernunftgemäß als auch scharia-gemäß. Seine Aussage „du hast geworfen [ramayta]“ bedeutet, dass das Werfen vom Gesandten ausging, und die Strafe für das Abirren und die Belohnung für die Rechtleitung zum Islam zeigen das Vorhandensein der Wahl seitens des Menschen an, der den Islam oder den Unglauben (kufr) wählen kann. Dies weist darauf hin, dass der Urheber des Handelns der Mensch ist. Wäre Allah der Urheber, so hätte Er den Menschen weder belohnt noch bestraft. Ferner ist sinnlich wahrnehmbar und begreifbar, dass der Gesandte ﷺ derjenige war, der warf, und dass es der Mensch ist, der die Rechtleitung findet, indem er seinen Verstand auf richtige Weise gebraucht, und der Mensch ist es, der abirrt, indem er seinen Verstand nicht gebraucht oder ihn auf falsche Weise gebraucht. Dies verhält sich anders beim Tod. Es gibt keinen Hinweis darauf, dass die Urheberschaft des Todes von jemand anderem als Allah ausgeht und dass er ohne das Ende der festgesetzten Frist (ajal) eintritt. Somit ist festgestellt, dass es keine wahrnehmbare Ursache für den Tod gibt, noch gibt es einen scharia-lichen Text, der die Bedeutungen der Verse von ihrem eindeutigen Sinn abbringt, oder einen Anhaltspunkt, der zeigt, dass der Urheber des Todes jemand anderes als Allah ist. Die Verse bleiben daher bei der offensichtlichen Bedeutung, mit der sie gekommen sind, gemäß dem Hinweis der arabischen Sprache und der Scharia, nämlich dass der Urheber des Todes Allah ist.
This cannot be said because here there are indications [qara'in] which divert the initiation of action from Allah to the human being, which makes the meaning to be that Allah created the throwing, opening of the heart to Islam, the constriction of the heart, guidance and misguidance. But the one who actually initiates these is not Allah but the human being. These indications are rational and shar’i. His saying ‘you threw [ramayta]’ means that the throwing originated from the Messenger , and because the punishment for going astray and reward for being guided by Islam indicates the presence of choice on the part of the human being, who can choose Islam or kufr. This indicates that the one who intiates action is the human being. If Allah was the initiator then He would not have rewarded or punished the human being. Also, it is sensorially perceivable and comprehendable that the Messenger is the one who threw, and that it is the human being who finds guidance by using his mind in the correct manner and it is the human being who goes astray by not using his mind or using it in an incorrect manner. This is contrary to death. There is no indication that the intiation of death comes from anyone other than Allah and that it occurs without the termination of the ajal. It is established then that there is no sensed cause for death, nor is there a shar’i text which diverts the meanings of verses from their clear meaning, or an indication which shows that the initiator of death is other than Allah . Thus the verses remain on the explicit meaning they came with according to the indication of the Arabic language and the shar’, namely, that the one who intiates death is Allah .