30.7 Einstellung von Vermögenswerten
30.7 Hiring Assets
Wenn der Vertrag die Nutznießung von Dingen wie Mietwohnungen, Tieren, Autos und dergleichen betrifft, dann ist Gegenstand des Vertrags der Nutzen der Sache, und die Schätzung des vergleichbaren Lohns erfolgt zwangsläufig dadurch, dass man auf die Sache blickt, deren Nutzen dem Nutzen der gemieteten Sache entspricht. Sobald die Miete der Sache abgeschlossen ist, kann der Mieter den Nutzen der Sache ziehen, die er gemietet hat: Hat er ein Haus gemietet, kann er darin wohnen; war es ein Tier oder ein Auto, kann er darauf reiten bzw. fahren. Der Mieter darf die gemietete Sache weitervermieten, sobald er sie in Besitz genommen hat, und zwar zum selben Betrag, zu dem er sie gemietet hat, oder zu einem höheren oder niedrigeren Betrag. Dies deshalb, weil die Inbesitznahme der gemieteten Sache an die Stelle der Inbesitznahme des Nutzens tritt, was dadurch belegt ist, dass er darüber verfügen darf; daher ist der Vertrag darüber erlaubt. Ferner handelt es sich um einen Vertrag, der mit dem Kapital erlaubt ist. Mietet er die Sache jedoch für den Nutzen, so darf er einen ähnlichen Nutzen oder einen geringeren ziehen, aber nicht mehr als diesen selben Nutzen. Dies deshalb, weil es ihm nicht erlaubt ist, mehr als sein Recht zu nehmen oder etwas anderes als das, was ihm zusteht. Mietet er ein Tier zum Reiten, so ist es ihm nicht erlaubt, ihm eine Last aufzuladen, denn Reiten ist leichter als Lasttragen. Mietet er ein Auto für eine bestimmte Strecke, so ist es ihm nicht erlaubt, damit eine größere Strecke zu fahren als die, für die er es gemietet hat. Mietet er ein Haus zum Wohnen, so ist es ihm nicht erlaubt, darin ein Lager für Holz, Eisen oder dergleichen einzurichten, was dem Haus größeren Schaden zufügt als das Wohnen. Kurz gesagt: Richtet sich der Vertrag auf die Sache gegen Entgelt, so ist es ein Kauf; richtet er sich auf den Nutzen der Sache gegen Entgelt, so ist es eine Miete. Demnach kann sich der Vertrag allein auf die Sache beziehen, wie etwa beim Verkauf eines Baumes mit Früchten, deren Reife bereits eingetreten ist, ohne dass seine Früchte mitverkauft werden; und er kann sich auf die Sache mit ihrem Nutzen beziehen, wie etwa beim Verkauf eines Hauses. Und es kann sich auf die Frucht allein beziehen, wie beim Verkauf einer Frucht, deren Reife bereits erschienen ist, und es kann sich auf den körperlosen Nutzen selbst beziehen, wie beim Wohnen in einem Haus. Wenn es sich auf einen Nutzen bezieht, der nicht als Sache gilt, handelt es sich um eine Miete und nicht um einen Verkauf. So wie der Käufer einer Sache das Eigentum an der Sache besitzt und in allen Verfügungen über sie frei verfügen kann, so besitzt auch der Mieter der Sache die gemietete Sache, die er durch die Miete innehat, und er kann über sie in allen Verfügungen frei verfügen, sobald er sie in Besitz genommen hat. Dies liegt daran, dass die Inbesitznahme der Sache bei der Miete die Stelle der Inbesitznahme der Nutzungen einnimmt, mit dem Beweis, dass er über sie verfügen darf. Daher ist der Vertrag darüber erlaubt, wie der Verkauf der Frucht am Baum. Sobald die Miete der Sache vollzogen ist und er den Nutzen davon in Besitz genommen hat, verfügt der Mieter über alle scharia-rechtlichen Verfügungen über den Nutzen der Sache, die er gemietet hat, denn es ist sein Eigentum. Daher kann er sie zu dem Mietpreis weitervermieten, den er für angemessen hält, egal wie hoch er ist. Wenn er sie also für 50 gemietet und dann für 500 weitervermietet hat, ist dies erlaubt, denn er besitzt den Nutzen und damit das Recht, sie weiterzuvermieten, gemäß dem, was er für richtig hält, und nicht gemäß dem, wofür er sie gemietet hat. Daher ist das, was man für Lagerhäuser, Häuser und andere als Ablöse bzw. Mietablöse bezeichnet – nämlich die Zahlung eines bestimmten Geldbetrags zusätzlich zur festgelegten Miete für das Haus oder Lagerhaus an den ersten Mieter von denen, die von ihm mieten – erlaubt, und daran ist nichts auszusetzen, denn der Mieter kann das Haus oder Lagerhaus, das ihm vermietet wurde, zu der festgelegten Miete und zu einem höheren Betrag als dem, für den er es gemietet hat, an einen anderen weitervermieten. Dies ist eine erlaubte Angelegenheit, denn es ist ihm erlaubt, das weiterzuvermieten, was er zu einem höheren oder niedrigeren Preis gemietet hat, da es sich um einen mit Kapital erlaubten Vertrag handelt. Daher ist eine Erhöhung erlaubt, ebenso wie der Verkauf einer Ware, die er nach der Inbesitznahme zu einem höheren Preis verkauft, als er sie gekauft hat.
If the contract comes upon the benefits of things like hiring houses, animals, cars and the like, then that which is contracted upon is the benefit of the thing and estimating the comparable wage inevitably comes by looking to the thing whose benefit equals the benefit of the hired thing. Whenever the hiring of the thing is completed, then the hirer can take the benefit of the thing which he hired; so if he hired a house, he can reside therein or if it was an animal or car, then he can ride it. The hirer can hire the hired thing once he possesses it at the same (amount) he hired it or for more or less. This is because taking possession of the hired thing stands in the place of taking possession of the benefit with the evidence that he is allowed to dispose in it, thus the contract over it is permitted. And also because it is a contract permitted with the capital. However, when he hires the thing for the benefit he can take similar to that benefit or less, but he cannot take more than this same benefit. This is because it is not permitted for him to take more than his right or other than what he deserves. If he hires an animal to ride it, it is not permitted for him to load a burden upon it because riding is lighter than loading. If he hires a car for such a distance, it is not permitted for him to ride it for a greater distance than that which he hired it for. If he hired a house to reside therein, it is not for him to make a storehouse for wood, iron or the like which is of greater harm to the house than residing. In short, if the contract came upon the thing for compensation it is a sale, and if it came upon the benefit of the thing for compensation it is hiring. Accordingly the contract can come upon the thing alone like selling a tree with produce whose goodness has appeared without selling its produce and it can come upon the thing with its benefit like selling a house. And it can come upon the produce alone like selling a produce whose goodness has appeared, and it can come upon non-corporeal benefit itself like residing in a house. If it came upon a benefit which is not considered a thing, it is hiring not a sale. Just as the buyer of the thing owns the thing and disposes therein in all disposals, similarly the hirer of the thing owns the hired thing which he possesses by hiring and he can dispose in it in all disposals once he takes possession of it. This is because taking possession of the thing when it is hired stands the place of taking possession of the benefits with the evidence that he is permitted to dispose therein so the contract over it is permitted like selling the produce upon its tree. Whenever the hiring of the thing is completed and he takes possession of its benefit, the hirer possesses all of the Shari’ah disposals in the thing’s benefit which he hired because it is his ownership. So he can hire it at the wage he considers, whatever (amount) it reaches. So if he hired it for 50 and then hired it (to someone) for 500, it is permitted because he owns the benefit so he owns (the right to) hire it (to someone) according to what he considers not according to what he hired it for. Hence what is termed as Premium/Lease Premium for storehouses, houses and others—which is paying a specific amount of money on top of the decreed wage for the house or storehouse to the first tenant from those who hire from him—is permitted and there is nothing (wrong) in it because the tenant can hire the house or storehouse which is in his hire to another for the decreed wage and for a greater amount than for that which it was hired for.. This is a permitted matter because it is permitted for him to hire out what he hired for more or less than he hired it since it is a contract permitted with the capital so it is permitted for an increase like selling the sold good after he takes possession of it for more than he bought it for.
Hierbei geht es um die Frage, ob es verpflichtend ist, die gemietete Sache nach Ablauf des Vertrags an den Eigentümer zurückzugeben oder nicht.
Herein is a question of delivering the hired thing to the owner after the end of the contract: Is it obligatory or not?
Die Antwort darauf lautet, dass es für ihn verpflichtend ist, die gemietete Sache zurückzugeben, wenn sie sich in seinem Besitz befindet, aufgrund dessen, was Ahmad von Samura überliefert hat, von dem Propheten ﷺ, der sagte:
The response upon that is that returning the hired thing is obligatory upon him if the hired thing is in his possession due to what Ahmad narrated from Sumra from the Prophet (saw) who said:
„Auf der Hand (dem Besitzer) liegt, was er genommen hat, bis er es zurückgibt.“
“Upon the hand (possessor) is what he took until he restores it.”
Wenn sich die gemietete Sache dagegen nicht in seinem Besitz befindet, wird geprüft. Wurde sie ihm gewaltsam entrissen, so obliegt es demjenigen, der sie mit Gewalt an sich genommen hat, die gemietete Sache an ihren Eigentümer zurückzugeben, nicht dem Mieter, denn der, der sie an sich genommen hat, ist derjenige, dem befohlen ist, die Sache zurückzugeben. Ahmad hat von As-Saib bin Yazid überliefert, der von seinem Vater berichtete, dass er sagte:
Whereas if the hired thing is not in his possession, then it is looked into. If it was seized forcefully from him, it is upon the one who seized by force to return the hired thing to its owner not upon the one who hired it since the one who seized is the one commanded to return the thing. Ahmad has narrated from As-Saib bin Yazid from his father who said:
Der Gesandte Allahs ﷺ sagte: Keiner von euch sollte die Gegenstände seines Besitzers nehmen, weder ernsthaft noch scherzhaft. Wenn einer von euch den Stock seines Besitzers nimmt, soll er ihn ihm zurückgeben.
“The Messenger of Allah (saw) said: One of you should not take the utensils of its owner whether seriously or playfully. If one of you takes the stick of its owner, he should return it to him.”
Dies gilt allgemein, unabhängig davon, ob er es von seinem Eigentümer oder von jemand anderem genommen hat. Wenn jedoch der Mieter es an jemand anderen verleiht oder ihm vermietet, dann ist es nach Ablauf des Vertrags zwischen ihm und dem Eigentümer des Gutes für ihn verpflichtend, die gemietete Sache dem Eigentümer zurückzugeben. Dies beruht auf der Allgemeinheit des Hadithes:
This is general whether he took it from its owner or from someone else. However, if the hirer lends it to someone else or hires it to him, then after the end of the contract between him and the owner of the property it is obliged upon him to deliver the hired thing to its owner. That is due to the generality of the hadith:
„Auf der Hand liegt, was sie genommen hat, bis sie es zurückgibt“
“Upon the hand is what it took until it restores it”
Und es gibt keinen anderen Text, der dies bei der Vermietung oder anderweitig ausschließt, wie etwa bei der Wegnahme mit Gewalt. Daher bleibt es bei der Allgemeinheit seiner Aussage „bis er sie zurückgibt“. Es wird nicht gesagt, dass der Hadith auch den zweiten Mieter umfasst, weil seine Hand sie genommen hat, sodass es ihm obliegt, sie zurückzugeben, und die Rückgabe daher für ihn fällig wird. Das wird nicht gesagt, weil der Hadith, selbst wenn er auf den zweiten Mieter zutrifft, den ersten Mieter nicht von der Rückgabe der gemieteten Sache befreit. Es obliegt also dem ersten Mieter, die gemietete Sache an ihren Eigentümer zurückzugeben, und es obliegt dem zweiten Mieter, die gemietete Sache an den ersten Mieter zurückzugeben. Die Pflicht des ersten Mieters zur Rückgabe hebt die Pflicht des zweiten Mieters zur Rückgabe nicht auf. Ebenso hebt die Pflicht des zweiten Mieters zur Rückgabe die Pflicht des ersten Mieters zur Rückgabe nicht auf, außer dass der Eigentümer aus seinem Lohn hinzufügt und ihm, d. h. dem ersten Mieter, die Sache übergibt. Wenn also jemand ein Haus an einen anderen vermietet und dieser es dann einem Dritten für eine höhere Miete weitervermietet, d. h. er nimmt das, was man khalwu rajul (Mietvorausleistung/Abstand) nennt, dann endet der Vertrag, wenn die Mietzeit des ersten Mieters abläuft. Es wird für ihn verpflichtend, das Haus an seinen Eigentümer zu übergeben, es sei denn, der Eigentümer erneuert den Vertrag mit ihm, sodass es unter seiner Verfügungsgewalt bleibt, auch wenn es nicht in seinem Besitz ist. Oder der Eigentümer setzt den Vertrag mit dem zweiten Mieter fort, sodass angesehen wird, dass er selbst das Haus übernommen hat. In diesem Fall ist der erste Mieter von der Übergabe des Hauses befreit, und es gilt als, dass er es an seinen Eigentümer übergeben hat, und das Rechtsverhältnis des Eigentümers besteht nun zum zweiten Mieter.
And there does not exist another text in hiring or otherwise excluding it as came in seizing by force. Therefore it remains in the generality of his statement “until he restores it.” It is not said that the hadith also covers the second hirer because his hand took so it is obliged upon him to restore it so restoring becomes due upon him. This is not said because the hadith, even if it applies upon the second hirer, does not annul the first hirer from restoring the hired thing. So it is upon the first hirer to restore the hired thing to its owner, and it is upon the second hirer to restore the hired thing to the first hirer. The obligation of restoring it upon the first hirer does not annul restoring it upon the second hirer. Similarly the obligation of restoring it upon the second hirer does not annul restoring it upon the first hirer, except that the owner is adds from his wage and delivered the thing to him i.e. the first hirer. Accordingly if a person rents a house to another then he rented it to someone else for a greater rent i.e. he took what they call the khalwu rajul (premium/Lease premium) then if the renting period for the first tenant ends the contract ends. It becomes obligatory upon him to deliver the house to its owner except if its owner renews the contract with him so it remains under his authority even if not under his possession. Or its owner continues the contract with the second tenant so it is considered that he himself has taken over the house. At that point the first tenant is acquitted from delivering the house and it is considered that he delivered it to its owner and the owner’s relationship became with the second hirer.