2. Die islamische Aqidah
2. The Islamic Aqidah
Der islamische ʿAqīdah (Glaubenslehre) besteht im Īmān (positiven Glauben) an Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten und an den Tag der Auferstehung sowie an al-qadāʾ wa-l-qadar, dass das Angenehme und das Unangenehme von Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ kommen. Die Bedeutung von Īmān ist die feste Bestätigung [tasdīq jāzim], die der Wirklichkeit entspricht und aus Belegen hervorgeht, denn eine Bestätigung ohne Beleg ist kein Īmān. Eine feste Bestätigung kann es nur auf der Grundlage von Belegen geben. Fehlt also ein Beleg, kann es keine Gewissheit [jazm] geben; es wird dann lediglich die Bestätigung einer Nachricht unter vielen Nachrichten sein und nicht als Īmān gelten. Daher ist die Bestätigung auf der Grundlage von Belegen unerlässlich, damit etwas gewiss ist, das heißt, damit es Īmān darstellt. Das Vorhandensein von Belegen ist somit für alles unerlässlich, was Teil des Īmān sein will, wodurch das Vorhandensein von Belegen zu einer grundlegenden Bedingung für den Īmān wird, unabhängig davon, ob dieser richtig oder fehlerhaft ist.
The Islamic ‘aqīdah (creed) is imān (positive belief) in Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, His Angels, His Books, His Messengers and the Day of Resurrection and in al-qadā’ wa‘l-qadar, the favourable and unfavourable being from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ. The meaning of imān is definitive confirmation [tasdeeq jazim] which conforms to the reality and results from evidence, because confirmation which has no evidence is not imān. There can be no definitive confirmation except on the basis of evidence. Thus if there is no evidence there can be no definitiveness [jazm]; it will be confirmation only of a report from amongst the reports, and will not be considered imān. Hence, confirmation on the basis of evidence is indispensable for something to be definitive, that is, for it to constitute imān. The presence of evidence is thus indispensable for everything all that seeks to be (a part of) imān, making the presence of evidence a foundational condition for imān, irrespective of it being sound or corrupt.
Beweise [dalīl] können entweder rational [aqlī] oder textlich [naqlī, wörtl.: überliefert] sein. Was die Art des Beweises bestimmt, ist der Gegenstand, der untersucht werden soll, um festzustellen, ob der Muslim an ihn glauben [imān] soll oder nicht. Ist der Gegenstand mit den Sinnen wahrnehmbar, so ist sein Beweis mit Sicherheit rational und nicht textlich. Ist er nicht sinnlich wahrnehmbar, so ist sein Beweis textlich. Da der textliche Beweis selbst durch die Sinne festgestellt wird, d. h. dadurch, dass er ein Beweis ist, fällt auch er unter die sinnliche Wahrnehmung. Die Einordnung eines Textes als Beweis, der für den imān geeignet ist, hängt daher zwangsläufig davon ab, dass er durch einen rationalen Beweis als Beweis erwiesen wird.
Evidence [dalīl] can be either rational [aqlī] or textual [naqlī: lit. transmitted]. What determines the nature of the evidence is the subject to be examined to confirm whether or not the Muslim should have imān in it. If the subject is sensorially perceivable by the senses, its evidence will definitely be rational and not textual. If it is not sensorially perceivable then its evidence will be textual. Since the textual evidence itself is established through the senses, i.e, that it is evidence, it too falls under sense-perception. Then the categorisation of evidence as a textual proof fit for imān is invariably dependent upon proving it as evidence through rational proof.
Bei der Untersuchung der Dinge, in die der islamische ʿAqīdah (Glaubenslehre) den Glauben (Īmān) verlangt, stellt man fest, dass der Glaube an Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ durch einen rationalen Beweis erlangt wird, da sein Gegenstand, nämlich die Existenz eines Schöpfers für die greifbar wahrnehmbaren Wesen, durch die Sinne wahrnehmbar und zugänglich ist. Demgegenüber wird der Glaube an die Engel durch einen Textbeweis erlangt, da die Existenz der Engel nicht durch die Sinne erfassbar ist: weder die Engel selbst noch etwas, das auf ihre Existenz hinweist, ist sinnlich wahrnehmbar. Was den Glauben an die Bücher betrifft, so wird er wie folgt untersucht: Ist damit der Glaube an den Qurʾān gemeint, so ist sein Beweis rational, denn der Qurʾān ist sinnlich wahrnehmbar, ebenso wie seine Unnachahmlichkeit (iʿjāz), zu allen Zeiten. Ist damit der Glaube an die anderen Bücher gemeint, etwa die Tawrāh, das Evangelium (Injīl) und die Zabūr, so ist ihr Beweis textlich, denn die Tatsache, dass diese Bücher Offenbarung von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sind, ist nicht zu allen Zeiten wahrnehmbar. Sie war nur zu Lebzeiten der Gesandten wahrnehmbar, denen sie offenbart wurde, durch die Wunder, die sie brachten. Diese Wunder endeten mit dem Ende ihrer Zeit, das heißt, sie sind nach der Zeit derer, die sie begleiteten, nicht (sinnlich) wahrnehmbar. Vielmehr wurde die Nachricht überliefert, dass sie von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ stammen und den Gesandten offenbart wurden. Ihr Beweis ist daher textlich und nicht rational, weil der Verstand nicht in der Lage ist, ihre Wunderhaftigkeit zu allen Zeiten sinnlich zu erfassen, dass sie die Rede Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ waren.
Upon examining the matters that the Islamic ‘aqīdah (creed) demands imān in, one finds that imān in Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, is achieved through rational proof, because its subject: the existence of a Creator for the tangible perceivable beings, is perceivable and accessible by the senses. As opposed to this, imān in the angels is achieved through textual proof because the existence of angels cannot be appreciated by the senses, neither the angels themselves nor anything that indicates their existence is sensorially perceivable. As for imān in the Books, they are examined: if what is meant is imān in the Qur’ān, then its evidence is rational because the Qur’ān is sensorially-perceivable as is its miraculousness [i’jāz], in all ages. If it is imān in the other Books such as the Taurāh, the Injīl and the Zabūr, then its evidence is textual because the fact that these Books are (revelation) from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ is not perceiveable in all ages: it was only perceivable during the life of the Messengers to whom it was revealed, through the miracles they brought. These miracles terminated at the end of their time; i.e they are not (sensorially) perceivable after the time of those who accompanied them. Rather the report informing that they were from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and were revealed onto the Messengers was transmitted. So their evidence is textual and not rational because of the intellect’s inability to comprehend in all ages their miraculousness sensorially that they were the speech of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
Der Glaube (Imān) an alle Gesandten ist vergleichbar mit Folgendem: Der Beweis für den Glauben an den Gesandten Muhammad ﷺ ist rational, weil die Tatsache, dass der Qur'an die Rede Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ ist und dass er uns durch Muhammad ﷺ überbracht wurde, den Sinnen zugänglich ist; somit führt die Wahrnehmung des Qur'an zur Erkenntnis, dass Muhammad ﷺ der Gesandte Allahs ﷺ ist. Dies gilt zu allen Zeiten und für alle Generationen. Was den Glauben an alle anderen Propheten betrifft, so ist sein Beweis textlich, denn die Beweise ihrer Prophetie sind ihre Wunder, die nur denjenigen wahrnehmbar sind, die zu ihrer Zeit lebten. Diejenigen, die nach ihnen bis zur Gegenwart und bis zum Eintreten der Stunde kamen, können diese Wunder nicht wahrnehmen, und so steht ihnen kein sinnlich wahrnehmbarer Beweis ihrer Prophetie zur Verfügung; der Beweis ihrer Prophetie ist daher nicht rational, sondern textlich. Der Beweis der Prophetie unseres Herrn Muhammad ﷺ, sein Wunder, ist den Sinnen wahrnehmbar und zugänglich: der Qur'an; daher ist der Beweis rational. Der Beweis für den Tag des Gerichts ist textlich, weil der Tag der Auferstehung nicht sinnlich wahrnehmbar ist. Nichts, was den Sinnen zugänglich ist, weist darauf hin; daher steht dafür kein rationaler Beweis zur Verfügung, vielmehr ist sein Beweis textlich. Was al-qadā' wa-l-qadar betrifft, so ist sein Beweis rational, weil al-qadā' mit zwei Dingen verbunden ist: Erstens dem, was am bestehenden System festgelegt ist, dessen Beweis rational ist, da es mit dem Schöpfer verknüpft ist, und zweitens der Handlung des Menschen, die von ihm ausgeht oder ihm gegen seinen Willen widerfährt. Dies ist etwas, das den Sinnen zugänglich und sinnlich wahrnehmbar ist; daher ist sein Beweis rational. Al-qadar sind die Eigenschaften der Dinge, die durch den Menschen in Gang gesetzt werden, wie das Verbrennen durch das Feuer und das Schneiden durch ein Messer. Diese Eigenschaften sind den Sinnen zugänglich und sinnlich wahrnehmbar. Daher ist der Beweis für al-qadar rational.
Imān in all of the Messengers is comparable to this: the evidence for the imān in the Messenger Muhammad صلى الله عليه وسلم is rational because the fact that the Qur’ān is the speech of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and that it was conveyed to us by Muhammad صلى الله عليه وسلم is accessible to the senses; thus one’s perception of the Qur’ān leads to the realisation that Muhammad صلى الله عليه وسلم is the Messenger of Allah صلى الله عليه وسلم. This is viable in all ages and for all generations. As for the Imān in all the other Prophets, its evidence is textual because the evidence of their prophethood are their miracles which are not perceivable to other than those who lived in their times. As for those who came after them until the present and until the establishment of the Hour, they cannot perceive those miracles and thus no sensorially-perceivable proof of their prophethood is available regarding them; thus the evidence of their prophethood is not rational but textual. The evidence of the prophethood of our Master Muhammad صلى الله عليه وسلم, his miracle, is perceivable by and accessible to the senses: the Qur’ān; thus the evidence is rational. 14 The Islamic ‘Aqīdah As for the evidence for the Day of judgement, it is textual, because the Day of Resurrection is not sensorially perceivable. Nothing accessible to the senses indicates it; thus no rational proof is available for it, rather its proof is textual. As for al-qadā’ wa‘l-qadar its evidence is rational because al-qadā’ is associated with two matters: first, that which is determined of the existing system and its evidence is rational since it is linked with the Creator, and the second matter being man’s action that originate from him or occur to him against his will. It is a thing accessible to the senses and is sensorially perceivable; thus its evidence is rational. Al-qadar is the attributes of things, activated by man, such as burning by fire and cutting of a knife. These attributes are accessible to the senses and are sensorially-perceivable. Thus the evidence of al-qadar is rational.
Dies betraf die Art des Beweises, der für die islamische ʿAqīda (Glaubenslehre) erforderlich ist. Was den spezifischen Beweis für jedes Element der ʿAqīda betrifft, so zeigt sich der Beweis für die Existenz Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ in allem. Dass sinnlich wahrnehmbare, begreifbare Dinge existieren, ist eine feststehende Tatsache. Dass diese Dinge von anderen Dingen als ihnen selbst abhängig sind, ist ebenfalls eine feststehende Tatsache. Dass sie also von einem Schöpfer erschaffen sind, ist eine feststehende Tatsache, da ihre Bedürftigkeit bedeutet, dass sie erschaffen sind: Ihre Bedürftigkeit weist auf die Existenz von etwas vor ihnen hin; daher sind sie nicht ewig [azalī]. Hier darf nicht gesagt werden, ein Ding sei von einem anderen Ding abhängig, nicht von einem „Nichts“, weshalb die Dinge einander ergänzen, in ihrer Gesamtheit aber unabhängig seien. Dies darf nicht gesagt werden, denn Gegenstand des Beweises ist hier ein bestimmtes Ding, etwa ein Stift, ein Krug oder ein Blatt Papier usw.; der Beweis soll zeigen, dass dieser Stift, dieser Krug oder dieses Blatt Papier von einem Schöpfer erschaffen ist. Es ist klar, dass das Ding, so wie es ist, von etwas anderem als sich selbst abhängig ist, unabhängig davon, worauf es sich in diesem „anderen“ stützt. Dass dieses „andere“, von dem das Ding abhängt, etwas anderes ist als das Ding, steht durch sinnliche Beobachtung fest. Hängt ein Ding von einem „anderen“ ab, so ist festgestellt, dass es nicht ewig ist; es ist also erschaffen. Auch darf nicht gesagt werden, ein Ding sei, so wie es ist, Materie und abhängig von Materie, hänge also von sich selbst ab und nicht von etwas anderem als sich selbst, und sei somit (in Wirklichkeit) unabhängig. Dies darf nicht gesagt werden, denn selbst wenn wir zugestehen, dass ein Ding Materie ist und von Materie abhängt, ist diese Abhängigkeit durch die Materie eine Abhängigkeit von etwas anderem als der Materie, nicht von der Materie selbst. Dies ist deshalb so, weil eine Materieeinheit allein die Abhängigkeit einer anderen Materieeinheit nicht vervollständigen kann; vielmehr wird etwas anderes als Materie benötigt, damit diese Abhängigkeit vervollständigt wird. Somit ist Materie von etwas anderem abhängig und nicht von sich selbst. Zum Beispiel benötigt Wasser, um sich in Dampf zu verwandeln, Wärme. Selbst wenn wir zugestehen, dass Wärme Materie ist und Wasser Materie ist, reicht das bloße Vorhandensein von Wärme nicht aus, damit sich das Wasser verwandelt; vielmehr ist eine bestimmte Menge Wärme nötig, damit die Verwandlung stattfindet. Also ist das Wasser von dieser bestimmten Wärmemenge abhängig. Das Maß dieser Menge wird weder durch das Wasser noch durch die Wärme bestimmt, das heißt, durch etwas anderes als Materie, und die Materie ist gezwungen, sich entsprechend diesem Maß zu verhalten. Somit ist die Materie von dem abhängig, was ihr das Maß bestimmt, und folglich ist sie von etwas anderem als Materie abhängig. Daher ist die Abhängigkeit der Materie von Nicht-Materie eine feststehende Tatsache; somit ist die Materie bedürftig, da sie von einem Schöpfer erschaffen wurde. Deshalb sind alle sinnlich wahrnehmbaren, begreifbaren Dinge von einem Schöpfer erschaffen.
Der Schöpfer muss ewig sein, ohne Anfang, denn wäre Er nicht ewig, so wäre Er ein Geschöpf und kein Schöpfer; daher erfordert das Schöpfersein notwendigerweise das Ewigsein. Der Schöpfer ist notwendigerweise ewig. Bei der Untersuchung der Dinge, die als Schöpfer in Betracht gezogen werden könnten, wird deutlich, dass die einzigen Wesen, die der Schöpfer sein könnten, Materie, Natur oder Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sind.
The Creator has to be eternal with no beginning, because if He were not eternal, He would be a creation not a Creator; thus being a Creator invariably requires being eternal. The Creator is necessarily eternal. Upon examining the things that might be considered as being the Creator, it is clear that the only beings which could possibly be the Creator are Matter, Nature or Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
Was die Materie als Schöpfer betrifft, so ist dies falsch, aufgrund dessen, was (weiter oben) erklärt wurde: dass die Materie von demjenigen abhängig ist, der ihr die Maße/Proportionen bestimmt, damit sich die Umwandlung der Dinge vollziehen kann; daher ist sie nicht ewig, und was nicht ewig ist, kann kein Schöpfer sein. Was die Natur als Schöpfer betrifft, so ist auch dies falsch, denn die Natur ist die Gesamtheit der Dinge und das System, das sie regelt, sodass sich jedes Ding im Universum gemäß diesem System verhält. Die islamische Persönlichkeit, Bd. 1, S. 15
As for matter being the Creator, then this is false because of what has been explained (above) that matter is dependent on the one who determines for it the proportions/magnitudes in order for the transformation of things to occur; hence it is not eternal and that which is not eternal cannot be a Creator. As for Nature being the Creator, then this too is false, because Nature is the collection of things and the system that regulates them such that every thing in the universe behaves in accordance with this system. The Islamic Personality Vol.1 15
Diese Ordnung entsteht nicht allein aus dem System, denn ohne die Dinge, die geordnet werden sollen, gäbe es kein System. Sie entsteht auch nicht aus den Dingen, denn das bloße Vorhandensein der Dinge führt nicht zwangsläufig und von selbst zu einem System; und ihr Dasein bewirkt auch nicht, dass sie ohne einen Ordner geordnet werden. Sie entsteht ebenso wenig aus der Summe der Dinge und des Systems, denn eine Regelung geschieht nur im Einklang mit einer bestimmten Lage, die sowohl das System als auch die Dinge zwingt. Diese bestimmte Lage der Dinge und des Systems macht die Regelung erst möglich. Die bestimmte Lage ist den Dingen und dem System auferlegt, und die Regelung kann nur im Einklang mit ihr geschehen. Sie entsteht weder aus den Dingen noch aus dem System noch aus der Summe beider; also entsteht sie aus etwas anderem als ihnen. So ist die Natur, die nur im Einklang mit einer ihr auferlegten Lage funktionieren kann, abhängig, und somit ist sie nicht ewig; und was nicht ewig ist, kann kein Schöpfer sein. Wir schließen daraus, dass der Schöpfer derjenige ist, der die notwendige Eigenschaft hat, ewig zu sein. Er ist Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
This regulation does not come from the system alone, because without the things to be regulated there would be no system. Nor does it come from the things because the mere existence of things does not inevitably and spontaneously result in a system; nor does their existence cause them to be regulated without a regulator. Nor does it come from the sum of the things and the system, because regulation does not happen except in accordance with a specific situation that compels both the system and the things. This specific situation of the things and the system is what makes regulation possible. The specific situation is imposed on the things and the system and regulation can happen only in accordance with it. It does not come from the things or from the system or from the sum of the two; hence it comes from something other than them. Thus Nature, which cannot function except in accordance with a situation that is imposed on it, is dependent, and thus it is not eternal and that which is not eternal cannot be a Creator. We conclude then that the Creator is He who has a necessary attribute of being Eternal. He is Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ .
Die Existenz Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ ist demnach durch die Sinne wahrnehmbar und begreifbar, denn die Abhängigkeit der wahrnehmbaren, begreifbaren Dinge vom Ewigen weist auf die Existenz des Schöpfers hin. Wenn der Mensch über die Geschöpfe Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ tief nachdenkt, das Universum genau untersucht und versucht, Zeit und Raum zu erfassen, wird er sehen, dass er im Verhältnis zu diesen belebten Welten ein winziges Teilchen ist. Er wird auch sehen, dass diese vielen Welten alle nach bestimmten Weisen und festgelegten Gesetzen funktionieren; daraus wird er die Existenz dieses Schöpfers vollständig erkennen, Seine Einheit begreifen, und Seine Größe und Seine Macht werden ihm klar vor Augen stehen. Er wird erkennen, dass alles, was er an Gegensätzen wie Tag und Nacht, an dem Wechsel der Winde, an dem Dasein der Meere, Flüsse und Himmelskörper beobachtet, nichts anderes ist als vernunftgemäße Beweise und deutliche Zeichen für die Existenz Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sowie für Seine Einheit und Seine Macht. Er الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sagt:
The existence of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ then is perceivable and comprehensible by way of the senses, because the dependence on the Eternal by the perceivable comprehensible things indicates the existence of the Creator. When man deeply reflects on the creatures of Allahالله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and examines closely the universe and attempts to comprehend time and place, he will see that he is a very minuscule particle in relation to these animated worlds. He will also see that these many worlds are all functioning in accordance with specific ways and established laws; from this he will fully realise the existence of this Creator and comprehend His Unity and His Grandeur and Capability shall be made plain to him. He will realise that all he witnesses of the contrast between day and night, of the change of the winds, the existence of the seas, rivers and celestial orbits, are nothing but rational proofs and expressive signs of the existence of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and of His Unity and Power. He الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ says,
„Siehe! In der Erschaffung der Himmel und der Erde, im Wechsel von Nacht und Tag, im Schiff, das mit dem, was den Menschen nützt, über das Meer fährt, im Wasser, das Allah vom Himmel herabsendet und wodurch Er die Erde nach ihrem Absterben wieder belebt und darauf allerlei Getier verbreitet, in der Anordnung der Winde und in den Wolken, die zwischen Himmel und Erde gehorsam dienen: Darin sind Zeichen für Menschen, die Verstand besitzen.“ [TMQ Baqarah: 164]
“Behold! In the creation of the Heavens and the Earth, in the alteration of the Night and the Day, the ship which sails upon the sea with that which is of use to man, the water which Allah sends down from the sky, thereby reviving the earth after its death, and dispersing all kinds of beasts therein, and (in) the ordinance of the winds, and the clouds obedient between Heaven and Earth: are signs for people who have sense.” [TMQ Baqarah: 164]
Und,
And,
„Wurden sie aus nichts erschaffen, oder sind sie selbst die Schöpfer? Oder haben sie die Himmel und die Erde erschaffen? Nein! Sie sind nicht von fester Überzeugung.“ [TMQ Tur: 35-36]
“Were they created of nothing, or are they themselves the Creators? Or did they create the Heavens and the Earth? Nay! They have no (firm) conviction.” [TMQ Tur: 35-36]
So erkennt der Verstand die Existenz Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, und er ist das Mittel, durch das man zum Īmān gelangt. Daher hat der Islam den Gebrauch des Verstandes zur Pflicht gemacht und ihn als Maßstab [ḥukm] für den Īmān an die Existenz Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ bestimmt. Somit ist der Beweis für die Existenz Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ rational.
Thus it is the intellect which comprehends the existence of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and it is the means taken to arrive at imān. Hence Islam obligated the use of the intellect and deemed it the evidence [hakm] regarding imān in the existence of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ. Thus the proof of the existence of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ is rational.
Was die Anhänger der Ewigkeit der Welt [qidam] betrifft, die behaupten, sie sei ohne Anfang und ewig, und jene, die behaupten, die Materie sei ewig und habe keinen Anfang, so sagen sie: 16 Die islamische ‘Aqīdah Die Welt hängt nicht von etwas anderem als sich selbst ab, sondern besteht aus sich selbst heraus, weil alle Dinge, die in dieser Welt existieren, lediglich verschiedene Formen der Materie sind; sie sind allesamt Materie. Die Abhängigkeit eines Teils von ihr von einem anderen Teil ist (in Wirklichkeit) keine Abhängigkeit. Wenn etwas von sich selbst abhängt, ist dies keine Abhängigkeit, sondern Unabhängigkeit von allem anderen. Somit ist die Materie ewig und ohne Anfang, weil sie aus sich selbst besteht; das heißt, die Welt ist ewig, aus sich selbst bestehend und unabhängig von allem anderen.
As for those who advocate the timelessness [qadm] of the world and that it is eternal with no beginning, and those who claim that matter is eternal, having no beginning; they say that the 16 The Islamic ‘Aqīdah world is not dependent on other than itself but is self-sustained because all the things that exist in this world are (simply) different forms of matter; they are all matter. The dependence of some part of it upon another part is not (in reality) dependence. When something depends on itself this is not dependence but independence from other than itself. Thus matter is eternal, having no beginning, because it is self-sustained, that is, the world is eternal, self-sustained and independent of other than itself.
Die Antwort darauf ist zweifach: Erstens haben die Dinge, die in dieser Welt existieren, nicht die Fähigkeit, etwas aus dem Nichts zu erschaffen oder hervorzubringen, weder einzeln noch gemeinsam; das „Ding“ ist unfähig, aus dem Nichts zu erschaffen oder hervorzubringen. Ergänzt ihn ein anderes Ding in einer oder mehreren Hinsichten, so bleibt es zusammen mit dem anderen Ding oder den anderen Dingen dennoch unfähig zu erschaffen oder hervorzubringen. Seine Unfähigkeit, aus dem Nichts zu erschaffen oder hervorzubringen, ist deutlich wahrnehmbar. Das bedeutet, dass es nicht ewig ist, denn ein Ewiges darf nicht durch Unfähigkeit gekennzeichnet sein; es muss durch die Fähigkeit gekennzeichnet sein, aus dem Nichts zu erschaffen und hervorzubringen, das heißt, die bewirkten Dinge müssen von ihm abhängen, damit es als ewig gelten kann. Folglich ist die Welt weder ewig noch zeitlos, weil sie unfähig ist zu erschaffen oder hervorzubringen. Die Unfähigkeit von etwas, aus dem Nichts zu erschaffen, ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass es nicht ewig ist. Zweitens ist das, was wir bekräftigt haben: Ein Ding ist abhängig von einem bestimmten Maß, das es beim Ergänzen des Bedürfnisses eines anderen nicht überschreiten kann. Die Erklärung dazu folgt. Wenn A von B abhängig ist, B von C und C von A und so weiter, so ist ihre gegenseitige Abhängigkeit ein Beweis dafür, dass jedes Einzelne von ihnen nicht ewig ist. Das Ergänzen des einen durch das andere oder die Befriedigung des Bedürfnisses eines anderen geschieht nicht auf ungeregelte Weise, sondern gemäß einem bestimmten Verhältnis, das heißt gemäß einer bestimmten Ordnung. Dass es diese Ergänzung nur gemäß dieser Ordnung erfüllen kann und dass es unfähig ist, ihr zuwiderzuhandeln, zeigt, dass das ergänzende Ding nicht aus sich allein ergänzt, sondern gemäß einer Ordnung, die ihm auferlegt ist und die es durch ein anderes als sich selbst gezwungen ist einzuhalten. Somit sind das Ergänzende und das, was es ergänzt, beide abhängig von demjenigen, das für sie die bestimmte Ordnung festgelegt hat, nach der die Ergänzung zustande kommt. Keines von beiden vermag gegen diese Ordnung zu wirken, und die Befriedigung des Bedürfnisses kann nur gemäß dieser Ordnung geschehen. Daher ist derjenige, der beiden diese Ordnung auferlegt hat, derjenige, den sie benötigen. So bleiben die Dinge insgesamt, obwohl sie einander ergänzen, auf etwas anderes als sich selbst angewiesen, nämlich auf das, was sie gezwungen hat, sich der bestimmten Ordnung zu fügen. Zum Beispiel braucht Wasser, um sich in Eis zu verwandeln, Wärme. Man sagt daher, Wasser sei Materie, Temperatur sei Materie und Eis sei Materie. Also braucht Materie, um sich in eine andere Form zu verwandeln, Materie, das heißt, sie braucht sich selbst und nicht etwas anderes als sich selbst. Die Wirklichkeit ist dem entgegengesetzt. Tatsächlich benötigt Wasser, um zu Eis zu werden, eine Wärme von einer bestimmten Temperatur, nicht einfach Wärme. Wärme ist eine Sache, und die Eigenschaft des Wassers, sich nur bei einem bestimmten Wärmegrad zu verändern, ist eine andere, verschieden von der Wärme selbst. Das heißt, das Maß (der erforderlichen Temperatur), das der Wärme auferlegt ist, damit sie wirkt und das Wasser davon betroffen wird, stammt nicht vom Wasser; andernfalls hätte es sich so beeinflussen lassen, wie es wollte. Es stammt auch nicht von der Temperatur; andernfalls hätte sie ihre Wirkung so gewählt, wie sie wollte. Das heißt, es stammt nicht von der Materie selbst; andernfalls hätte sie gewählt, zu wirken und betroffen zu sein, wie sie wollte. Es muss von etwas anderem als der Materie kommen. Daher braucht die Materie denjenigen, der ihr das bestimmte Maß festlegt, das sie benötigt, um zu wirken oder betroffen zu sein. Derjenige, der ihr das Maß bestimmt, ist ein anderer als sie selbst. Die Materie ist also abhängig von etwas anderem als sich selbst, und somit ist sie nicht ewig, denn das, was ewig und zeitlos ist, bedarf nichts anderen als seiner selbst: Es ist unabhängig von anderen; alle Dinge hängen von ihm ab. Daher ist der Mangel an Unabhängigkeit der Materie ein eindeutiger Beweis dafür, dass sie nicht ewig ist, und sie ist somit erschaffen. Die islamische Persönlichkeit, Bd. 1, S. 17
„Allah bezeugt, dass es keine Gottheit gibt außer Ihm, ebenso die Engel und diejenigen, die mit Wissen ausgestattet sind, die in Gerechtigkeit standhaft sind.“ [TMQ-Imrān: 18]
“Allah witnesses that there is deity save He; as do the angels and those endued with knowledge, standing firm on justice” [TMQ-Imrān: 18
Und
And
„Vielmehr besteht Rechtschaffenheit darin, an Allah und den Jüngsten Tag, die Engel, das Buch und die Gesandten zu glauben ..." [TMQ-Baqarah: 177]
“Rather, righteousness is to believe in Allah and the Last Day, the angels, the Book and the Messengers...” [TMQ-Baqarah: 177]
Und
And
„Und die Gläubigen: Jeder von ihnen glaubt an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten …“ [TMQ-Baqarah: 286]
“And the believers: each one (of them) believes in Allah, His angels, His books, and His messengers...” [TMQ-Baqarah: 286]
Und
And
„Und wer Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und den Letzten Tag leugnet, der ist weit, weit vom rechten Weg abgeirrt." [TMQ-Nisā': 136]
“And whosoever denies Allah, His angels, His books, His messengers, and the Last Day, has gone far, far astray” [TMQ-Nisā': 136]
Was den Beweis des Glaubens (Īmān) an die Bücher betrifft, so unterscheidet sich der Fall des Qur’ān von allen anderen offenbarten Büchern. Der Beweis, dass der Qur’ān von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ offenbart ist und dass er die Rede Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ ist, ist ein Vernunftbeweis. Denn der Qur’ān ist eine sinnlich wahrnehmbare Wirklichkeit, und der Verstand kann erfassen, dass er von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ offenbart wurde. Der Qur’ān ist arabische Rede in seinen Wörtern und Sätzen. Die Araber haben Rede hervorgebracht: Daraus entstand die Dichtung in ihren verschiedenen Arten und daraus die Prosa in ihren verschiedenen Arten. Ihre Rede ist in Büchern bewahrt und wurde von Generation zu Generation auswendig gelernt und überliefert. Somit ist der Qur’ān entweder aus ihrer Ausdrucksweise, geäußert von einem beredten Araber, oder er stammt aus einer anderen Ausdrucksweise, geäußert von jemand anderem als den Arabern. Die Araber sind entweder fähig, Gleiches hervorzubringen, oder sie sind dazu unfähig, obwohl er eine arabische Rede ist. Hätten die Araber Gleiches hervorgebracht, so wären sie fähig, Gleiches zu bringen, und es wäre die Rede von Menschen wie ihnen selbst. Wenn sie jedoch nicht imstande waren, Gleiches hervorzubringen, obwohl er eine arabische Rede ist und sie die bewandertsten in der arabischen Sprache und die beredtesten der Araber waren, dann wäre er nicht die Rede von Menschen. Bei der Betrachtung des Qur’ān und der Rede der Araber findet man den Qur’ān als eine einzigartige Ausdrucksweise, die durch nichts, was die Araber gesagt haben, vorweggenommen ist. Sie haben nie etwas hervorgebracht, das zur Gattung des Qur’ān gehörte, weder vor seiner Offenbarung noch danach, auch nicht in Form einer Nachahmung oder Parodie seines Stils. Dies beweist, dass nicht die Araber diese Rede hervorgebracht haben, und somit ist es die Rede von anderen als ihnen. Es ist durch überlieferungsmäßige Mehrfachbezeugung (tawātur), die Bestimmtheit und Gewissheit anzeigt, feststehend, dass die Araber außerstande waren, dem Qur'ān Gleichwertiges hervorzubringen, obwohl er sie dazu herausgefordert hat. Der Qur'ān richtete sich an sie:
Regarding the evidence of imān in the Books, the case of the Qur’ān is different from all other revealed Books. The evidence that the Qur’ān is (revealed) from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰand that it is the speech of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ is a rational evidence. This is because the Qur’ān is a sensorially perceivable reality and the intellect can comprehend the fact that it is (revealed) from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ. The Qur’ān is Arabic speech in its words and sentences. The Arabs did produce discourse. From it is poetry in its various types and from it is prose in its various types. Their discourse is preserved in books and had been memorised and transmitted from generation to generation. Thus the Qur’ān is either from their modes of expression, being uttered by an eloquent Arab, or it is from a different mode of expression, having being expressed by someone other than the Arabs. The Arabs are either capable of producing the like of it or are incapable of this despite the fact that it is an Arabic discourse. If the Arabs produced the like of it then they are capable of bringing the like of it and it would be the speech of humans like themselves. If they failed to produce the like of it despite the fact that it is an Arabic discourse and that they were the most well-versed in the Arab tongue and the most eloquent of the Arabs, it would not be the speech of humans. Upon examining the Qur’ān and the discourse of the Arabs, one finds the Qur’ān to be a unique mode of expression, unprecedented by anything the Arabs have said. They never produced anything that belonged to the category of the Qur’ān, neither before its revelation, nor after it, not even by way of imitation or parody of its style. This proves that it was not the Arabs who produced this discourse and thus it is the discourse of other than them. It has been established through concurrent transmission [tawātur] which bespeaks definiteness and certainty that the Arabs were incapable of producing the like of the Qur’ān although it challenged them to do so. The Qur’ān addressed them:
„Und wenn ihr im Zweifel seid über das, was Wir Unserem Diener offenbart haben, so bringt eine Sure hervor, die dem gleicht, und ruft eure Zeugen herbei (falls es welche gibt) außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid.“ [TMQ-Baqarah: 23]
“And if you are in doubt concerning what We have revealed unto Our slave, then produce a chapter of the like thereof; and call your witnesses (if there are any) besides Allah, if you are truthful” [TMQ-Baqarah: 23]
Und
And
„Oder sagen sie: ‚Er hat es erdichtet!‘ Sprich: ‚So bringt doch eine Sure gleich dieser hervor und ruft an, wen ihr könnt außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid!‘“ [TMQ Yunus: 38]
“Or do they say, ‘He forged it!’ Say: ‘Bring you then a chapter like unto it, and call (to your aid) whomsoever you can besides Allah, if it be you speak the truth!’” [TMQ Yunus: 38]
Und
And
Oder sagen sie: „Er hat es erfunden!“ Sprich: „So bringt zehn Suren, gleich dieser, erfunden her, und ruft an, wen ihr könnt außer Allah, wenn ihr wahrhaftig seid!“ [TMQ Hud: 13]
“Or do they say, ‘He forged it!’ Say, ‘Bring you then ten chapters like unto it, forged, and call (to your aid) whomsoever you can besides Allah if you speak the truth!’” [TMQ Hud: 13]
„Sprich: ‚Wenn sich Menschen und Dschinn zusammentäten, um etwas wie diesen Qur’ān hervorzubringen, könnten sie nicht etwas Gleiches hervorbringen, selbst wenn sie einander mit Hilfe und Beistand unterstützten.‘“ [TMQ-Isrā': 88]
“Say: ‘If mankind and Jinn combined (efforts) to produce the like of this Qur’ān they could not produce the like thereof, even if they backed up each other with help and support’” [TMQ-Isrā': 88]
Trotz dieser eindeutigen Herausforderung waren sie nicht in der Lage, etwas Gleichwertiges hervorzubringen. Wenn bewiesen ist, dass der Qur'ān nicht von den Arabern verfasst wurde und dass die Araber nicht imstande waren, etwas Gleichwertiges hervorzubringen, dann ist bewiesen, dass der Qur'ān von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ stammt und dass er die Rede Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ ist. Denn es ist unmöglich, dass ihn jemand anderes als die Araber hervorgebracht hat, da er eine arabische Rede ist und da er die Araber unfähig machte (es ihm gleichzutun). Man darf nicht sagen, er sei die Rede Muhammads ﷺ, denn Muhammad ﷺ ist einer der Araber; und wenn die Araber als Meister ihrer Sprache nachweislich unfähig sind, dann ist auch er ﷺ selbst nachweislich unfähig, da er einer der Araber ist. Zudem ist jeder an die Ausdrucksweise gebunden, was Wörter und Sätze betrifft, die in seiner Zeit vorherrschen, oder an die Redeweise, die von jenen überliefert ist, die vor ihm lebten. Wenn er im Ausdruck schöpferisch ist, verwendet er nur Wörter und Wendungen, um neuartige Bedeutungen oder in neuen Stilfiguren zu vermitteln; es ist ihm nicht möglich, etwas zum Ausdruck zu bringen, das ihm nicht vorausgegangen ist oder das er nie wahrgenommen hat. Es zeigt sich im Stil des Qur'ān deutlich, dass die Ausdrucksweise darin, was Wörter und Sätze betrifft, weder zur Zeit des Propheten ﷺ noch vor seiner Zeit bei den Arabern bekannt war.
Despite this stark challenge they failed to produce the like of it. If it is proved that the Qur’ān was not produced by the Arabs and that the Arabs failed to produce the like of it, then the Qur’ān is proved to have come from Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ and that it is the speech of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ. This is because it is impossible for any one other than the Arabs to have produced it, because it is an Arabic discourse, and because it rendered the Arabs incapable (of matching it). It should not be said that it is the speech of Muhammad صلى الله عليه وسلم since Muhammad صلى الله عليه وسلمis one of the Arabs, and if the Arabs as a genius are proved incapable, then he صلى الله عليه وسلم himself is proved incapable because he is one of the Arabs. Moreover, everyone is subject to the mode of expression, with respect to words and sentences, prevailing in his age or by the discourse reported from those who came before him. When being creative in expression, he only uses words and expressions to convey novel meanings or in new figures of speech; it is not possible for him to express (the like of) what has not preceded him or he has never sensed. It is evident in the style of the Qur’ān that the expression in it with respect to the words and sentences was not known by the Arabs in the time of the Prophet صلى الله عليه وسلم nor before his time.
Da es für einen Menschen rational unmöglich ist, etwas hervorzubringen, das seinen Sinnen nicht zugänglich war, ist es auch unmöglich, dass die Ausdrucksweise des Qur'an hinsichtlich Wörtern und Sätzen von Muhammad ﷺ hervorgebracht wurde, da er sie nicht wahrgenommen hatte. Daher ist der Qur'an die Rede Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, und Muhammad ﷺ brachte ihn von Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ. Dies wurde rational bewiesen, als der Qur'an offenbart wurde, und es wird rational auch heute bewiesen, denn er versetzt die Menschen weiterhin in die Unfähigkeit, Gleichwertiges hervorzubringen. Diese Unfähigkeit ist sinnlich nachweisbar und für die gesamte Menschheit sinnlich nachvollziehbar.
„Wer absichtlich etwas Falsches über mich berichtet, der soll sich seinen Platz im Feuer bereiten.“ ﷺ [Reported by al-Bukhari and Muslim]
“He who intentionally reports something false concerning me, let him reside in his place in the fire,” [Reported by al-Bukhari and Muslim]
Wenn die Rede des Propheten Muhammad ﷺ mit dem Qur’ān verglichen wird, zeigt sich zwischen beiden überhaupt keine Ähnlichkeit. Dies beweist, dass der Qur’ān nicht die Rede des Propheten Muhammad ﷺ ist, sondern die Rede Allahs (SWT).
If the speech of Muhammad صلى الله عليه وسلم is compared with the Qur’ān, no similarity whatsoever is seen between the two, proving that the Qur’ān is not the speech of Muhammad صلى الله عليه وسلم; it is the speech of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
Es ist bemerkenswert, dass alle Dichter, Schriftsteller, Philosophen und Denker unter den Menschenkindern mit einem Stil beginnen, der gewisse Schwächen aufweist; ihr Stil verbessert sich allmählich, bis sie den Gipfel ihrer Möglichkeiten erreichen. So schwankt ihr Stil zwischen Stärke und Schwäche, abgesehen davon, dass in ihren Texten einige belanglose Gedanken und abgedroschene Wendungen vorkommen. Dennoch finden wir, dass der Stil des Qur’ān vom Tag der Offenbarung des ersten Verses an
It is noteworthy that all poets, writers, philosophers and thinkers from the sons of man commence in a style that has some weakness; their style gradually improves until they reach the peak of their potential. Thus their style fluctuates in strength and weakness, apart from the occurrence of some frivolous thoughts and trite expressions in their texts. Yet we find that the style of the Qur’ān from the day of the revelation of the first ayah,
„Lies! Im Namen deines Herrn und Erhalters, Der erschaffen hat,“ [TMQ-Alaq: 1]
“Recite! In the name of your Lord and Cherisher, Who Created,” [TMQ-Alaq: 1]
Bis zum Tag der Offenbarung des letzten Verses,
Until the day of the revelation of the last ayah,
„O ihr, die ihr glaubt! Fürchtet Allah und verzichtet auf das, was noch an Zinsforderungen ausstehend ist, wenn ihr tatsächlich Gläubige seid.“ [TMQ-Baqarah: 278]
“O you who believe! Fear Allah, and give up what remains of your demand for usury, if you are indeed believers.” [TMQ-Baqarah: 278]
war durchweg auf dem Höhepunkt, was Beredsamkeit und Rhetorik, Erhabenheit der Gedanken und Kraft des Ausdrucks betrifft. Man wird darin nicht einen einzigen abgedroschenen Ausdruck oder einen oberflächlichen Gedanken finden; es ist ein in sich geschlossenes Ganzes bis ins kleinste Detail; in seiner Gesamtheit gleicht es, was den Stil betrifft, einem einzigen Satz. Dies ist der Beweis dafür, dass es nicht die Rede von Menschen ist, deren Sprache anfällig für Abweichungen in Ausdruck und Bedeutung ist, sondern es ist tatsächlich die Rede des Herrn der Welten, الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
was uniformly at its peak with respect to eloquence and rhetoric, sublimity of thoughts and the vigour of expressions. You will never find in it a single trite expression or one frivolous thought; it is one homogeneous piece, to the smallest detail; its entirety is, in respect of style, just like a single sentence. This is the proof that it is not the speech of human beings, whose speech is susceptible to divergence in expressions and meanings, but it is indeed the speech of the Lord of the Worlds الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ.
Dies betrifft den Qur’ān als eines der offenbarten Bücher, an die der Islam den Glauben (Imān) verlangt. Der Beweis für die anderen offenbarten Bücher ist textlich, nicht rational. Allah سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sagt:
This is regarding the Qur’ān as one of the revealed Books in which Islam requires imān. The proof of the other revealed Books is textual, not rational; Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ says,
„O ihr, die ihr glaubt! Glaubt an Allah und an Seinen Gesandten und an das Buch, das Er Seinem Gesandten herabgesandt hat, und an das Buch, das Er zuvor herabgesandt hat." [TMQ-Nisā': 136]
“O you who believe! Believe in Allah and His Messenger and the Book which He has sent to His Messenger and the Book which He sent afore” [TMQ-Nisā': 136]
Und
And
„Doch Rechtschaffenheit ist es, an Allah und den Jüngsten Tag zu glauben, an die Engel, das Buch und die Gesandten …“ [TMQ-Baqarah: 177]
“But it is righteousness to believe in Allah and the Last Day, and the Angels, and the Book, and the Messengers…” [TMQ-Baqarah: 177]
Und
And
„Zu dir haben Wir das Buch mit der Wahrheit herabgesandt, als Bestätigung dessen, was vor ihm war, und als Wächter darüber.“ [TMQ-Ma'idah: 48]
“To you We sent the Book in Truth, confirming that which came before it, and controlling over it” [TMQ-Ma'idah: 48]
Und
And
Und dies ist ein Buch, das Wir herabgesandt haben, voller Segen, und das bestätigt, was zuvor war.
“And this is a Book which We have sent down, bringing blessings, and confirming (the revelations) which came before it”
Und
And
„Dieser Qur’ān ist nicht so, dass er von einem anderen als Allah hervorgebracht werden könnte; vielmehr ist er eine Bestätigung dessen, was vor ihm war“ [TMQ Yunus: 37]
“This Qur’ān is not such as can be produced by other than Allah; rather it is a confirmation of that which went before it,” [TMQ Yunus: 37]
Mit dem Wissen Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ entfaltet sich eine Sache so, wie sie ist; so weiß Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, dass eine Sache sein wird, bevor sie ist, und Er الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ weiß, dass eine Sache war, als sie war, und Er الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ weiß, dass eine Sache nicht mehr ist, wenn sie nicht mehr ist. Wie also ändert sich das Wissen Allahs الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ mit dem Wandel der Dinge? Das Wissen, das sich mit dem Wandel neuer Dinge ändert, ist ein neues Wissen, und ein neues Ding liegt nicht in Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, denn das, womit das Neue verbunden ist, ist selbst neu. Andere unter den Mutakallimin erwiderten darauf: Es ist offensichtlich, dass unser Wissen, dass Zayd zu uns kommen wird, ein anderes ist als unser Wissen, dass er tatsächlich gekommen ist; dieser Unterschied beruht auf der Erneuerung des Wissens. Dies gilt jedoch für den Menschen, denn er ist es, dessen Wissen sich erneuert, weil die Quelle seines Wissens, Wahrnehmung und Verstehen, sich erneuert. Aber bei Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ
With the knowledge of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ a thing unfolds as it is; thus Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ knows that a thing will be before it is and He الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ knows that a thing was when it was and He الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ knows that a thing no longer is when it no longer is. So how does the knowledge of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ change with the change in things? The knowledge that changes with the change of recent things is a recent knowledge and a recent thing does not lie in Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ because that with which the recent is associated is itself recent. Others amongst the Mutakallimin replied to this by saying: it is self-evident that our knowledge that Zayd will come to us is other than our knowledge that he has indeed come; this distinction is due to the renewal of the knowledge; but this is applicable to man because it is he whose knowledge is renewed because the source of his knowledge, sensation and comprehension, is renewed. But with Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ
„Der Gesandte glaubt an das, was ihm von seinem Herrn offenbart wurde, ebenso wie die Gläubigen; jeder einzelne von ihnen glaubt an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten. Wir machen keinen Unterschied (so sagen sie) zwischen einem einzelnen von Seinen Gesandten und einem anderen.“ [TMQ-Baqarah: 285]
“The Messenger believes in what has been revealed to him from his Lord, as do the believers; each one (of them) believes in Allah, His angels, His Books, and His Messengers; We make no distinction (they say) between one and another of His Messengers” [TMQ-Baqarah: 285]
Und
And
„Sprich: ‚Wir glauben an Allah und an das, was uns herabgesandt wurde, und an das, was Ibrāhīm, Ismā'īl, Is'hāq, Ya'qūb und den Stämmen herabgesandt wurde, und an das, was Mūsā und 'Īsā gegeben wurde, und an das, was allen Propheten von ihrem Herrn gegeben wurde. Wir machen keinen Unterschied zwischen ihnen, und wir sind Allah ergeben.‘“ [TMQ-Baqarah: 136]
“Say: ‘We believe in Allah, and in that which has been sent down to us, and that which was sent down to Ibrāhim, Ismā'il, Is’hāq, Ya’qūb, and the Tribes, and that which was given to Mūsa and ‘Isā, and that which was given to (all) the Prophets from their Lord: we make no difference between any of them and we submit to Allah” [TMQ-Baqarah: 136]
Was den Beweis für den Glauben (Īmān) an den Jüngsten Tag – den Tag der Auferstehung – betrifft, so ist es ein Textbeweis und kein Vernunftbeweis, da der Tag der Auferstehung vom Verstand nicht wahrgenommen werden kann. Allah, سُبْحَانَهُ وَتَعَالَىٰ, sagt:
As for the evidence for the imān in the Last Day - the Day of Resurrection – it is textual evidence and not rational evidence because the Day of Resurrection is not perceivable by the mind. Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ says,
„…und damit du die Mutter der Städte und ihre Umgebung warnst; und diejenigen, die an das Jenseits glauben, glauben an dieses (Qur'ān)…" [TMQ-An’ām: 92]
“…and so that you may warn the Mother of Cities and her surroundings; and those who believe in the Hereafter, believe in it (this Qur’ān)…” [TMQ-An’ām: 92]
Und
And
„…so glauben diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, nicht an, und ihre Herzen verweigern die Erkenntnis, und sie sind hochmütig“ [TMQ Nahl: 22]
“...so those who believe not in the Hereafter, their hearts refuse to know, and they are arrogant” [TMQ Nahl: 22]
Und
And
„…und diejenigen, die nicht an das Jenseits glauben, für sie gilt das Gleichnis des Bösen.“ [TMQ Nahl: 60]
“…and those who believe not in the Hereafter, Thiers is the similitude of evil.” [TMQ Nahl: 60]
Und
And
„Und denen, die nicht an das Jenseits glauben, haben Wir eine schmerzhafte Strafe bereitet.“ [TMQ-Isrā’: 10]
“And those who believe not in the Hereafter, We have prepared for them a Grievous Penalty” [TMQ-Isrā’: 10]
Und
And
„Und wenn in die Posaune mit einem einzigen Stoß gestoßen wird (der erste). Und die Erde und die Berge werden von ihren Plätzen gehoben und mit einem einzigen Schlag zermalmt. Dann wird an jenem Tag das (große) Ereignis eintreten. Und der Himmel wird zerspalten werden, denn an jenem Tag wird er brüchig und zerrissen sein. Und die Engel werden an seinen Seiten stehen, und an jenem Tag werden acht Engel über ihnen den Thron deines Herrn tragen. An jenem Tag werdet ihr vor das Gericht gebracht, und nichts von euch wird verborgen bleiben.“ [TMQ Hāāqah: 13-18]
“ Then when the Trumpet will be blown with one blowing (the first one). And the earth and the mountains shall be removed from their places, and crushed with a single crushing. Then on that Day shall the (Great) Event befall. And the heaven will be rent asunder, for that Day it (the heaven) will be frail and torn up. And the angels will be on its sides, and eight angels will, that Day, bear the Throne of your Lord above them. That Day shall you be brought to Judgement, not a secret of you will be hidden.” [TMQ Hāāqah: 13-18]
And the Messenger of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ said,
And the Messenger of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ said,
„Īmān ist, an Allah, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Zusammenkunft und Abrechnung mit euch, an Seine Gesandten zu glauben und an die Auferstehung [ba'th] zu glauben,"
“Imān is to have imān in Allah, His Angels, His Books, His summoning you to account, His messengers and to have imān in the Resurrection [ba’th],”
Dies sind die Dinge, an die man glauben muss, und es sind fünf: der Glaube (Imān) an Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, an Seine Engel, an Seine Bücher, an Seine Gesandten und an den Letzten Tag, und ebenso an al-Qadā' und al-Qadar. Niemand gilt als gläubig (mu'min) im Islam oder als Muslim, es sei denn, er glaubt an alle diese fünf Dinge sowie an al-Qadā' und al-Qadar. Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ sagt:
These are the matters that one must have imān in and they are five: imān in Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ , His Angels , His Books, His Messengers and the Last Day, and to have imān also in al-qadā' and al-qadar. None is deemed to have belief (imān) in Islam or to be a Muslim unless he has imān in all of these five matters and also in al-qadā’ and al-qadar. Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ says,
„O ihr, die ihr glaubt! Glaubt an Allah und an Seinen Gesandten und an das Buch, das Er Seinem Gesandten herabgesandt hat, und an das Buch, das Er zuvor herabgesandt hat. Und wer Allah, Seine Engel, Seine Bücher, Seine Gesandten und den Jüngsten Tag leugnet, der ist in einen weiten Irrweg geraten.“
“O you who believe! Believe in Allah and His Messenger and the Book which He has sent to His Messenger and the Book which He sent afore. And whosoever denies Allah, His angels, His books, His messengers, and the Last Day, has gone far, far astray”
Der Qur'ān und die Ḥadīth nennen diese fünf Angelegenheiten ausdrücklich, indem sie jede von ihnen beim Namen nennen und ihre Bedeutung klar darlegen. Die ausdrückliche und eindeutige Nennung dem Namen und der Bedeutung nach, auf das sich der Begriff des Īmān bezieht, findet sich bei keiner anderen Angelegenheit in gleicher Weise, wie sie bei diesen fünf Angelegenheiten vorliegt. Die Texte, die sowohl in ihrer Überlieferung als auch in ihrer Aussage eindeutig (qaṭʿī) sind, finden sich nur bei diesen fünf Angelegenheiten und bei keinen anderen.
The Qur’ān and the hadīth mention these five matters explicitly, clearly naming each of them and the meaning of each. The explicit and definitive mention by name and with meaning of the referent of imān in any other matter is not found, as it is found for these matters. The texts which are definitive [qat'i] both in their transmission and in their indication are found with these five matters, and none else.
Es ist wahr, dass der Glaube an die Bestimmung (al-qadar) im Hadith von Dschibril erwähnt wird, und zwar in einigen Überlieferungen desselben, wo es heißt:
It is true that imān in al-qadar was mentioned in the hadīth of Jibrīl, in some narrations of it, where it says,
„…er sagte: ‚und dass du an die Bestimmung (al-qadar) glaubst, sowohl an ihr Gutes als auch an ihr Schlechtes…‘“, überliefert von Muslim, berichtet von ʿUmar ibn al-Khattāb رَضِيَ اللهُ عَنْهُ, wobei dieser Hadith ein Einzelbericht (khabar āhād) ist.
“…he said ‘and that you believe in al-qadar, both the good and the bad of it...’”, Reported by Muslim, Narrated by Umar ibn al-Khattab رَضِيَ اللهُ عَنْهُ, but this hadīth is a solitary report [khabr āhād].
Außerdem ist mit „al-qadar“ hier das Wissen Allahs سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ gemeint, nicht die strittige Frage von al-qadā’ wa‘l-qadar. Der Glaube (imān) an al-qadā’ wa‘l-qadar unter diesem Namen und mit dem Bezugsgegenstand, der Gegenstand der Kontroverse ist, wurde in keinem eindeutigen Text erwähnt. Dennoch gehört der Bezugsgegenstand dieses Begriffs zur ʿAqīda (Glaubenslehre), und der imān daran ist verpflichtend. Zur Zeit der Sahābah (Gefährten) رَضِيَ اللهُ عَنْهُ war er unter diesem Namen und mit diesem Bezugsgegenstand nicht bekannt; kein authentischer (ṣaḥīḥ) Text erwähnt ihn unter diesem Namen und mit diesem Bezugsgegenstand. Vielmehr wurde er erst zu Beginn der Zeit der Tābiʿūn bekannt. Seit jener Zeit wurde er bekannt und Gegenstand der Diskussion. Diejenigen, die ihn eingeführt und zum Gegenstand der Diskussion gemacht haben, sind die Mutakallimūn [muslimische Scholastiker]. Er existierte nie vor dem Aufkommen des ʿIlm al-Kalām [islamische Scholastik] und wurde unter diesem Namen „al-qadā’ wa‘l-qadar“ und mit demselben Bezugsgegenstand nur von den Mutakallimūn nach dem Ende des ersten Jahrhunderts der Hidschra besprochen.
Moreover, what is intended here by ‘al-qadar’ is the knowledge of Allah الله سُبْحَانَهُۥ وَتَعَالَىٰ, not the controversial issue of al-qadā’ wa‘l-qadar. The issue of imān in al-qadā’ wa‘l-qadar by this name and with the referent that is a subject of controversy was never mentioned in a definitive text. Yet the referent of the term is part of the aqeedah (creed) and imān in it is obligatory. It was never known by this name and with this referent at the time of the Sahābah (Companions) رَضِيَ اللهُ عَنْهُ; no rigourously authenticated [sahīh] text mentions it by this name and with this referent. Rather it became famous only at the beginning of the era of the Tabi'īn. It became known and became a subject of discussion since that time. Those who introduced it and made it a subject of discussion are the Mutakallimūn [Muslim Scholastics]. It never existed before the emergence of ‘Ilm ul-Kalam [Islamic Scholasticism], and was never discussed under this name ‘al-qadā’ wa‘l-qadar’ and with the same referent except by the Mutakallimūn after the end of the first century Hijri.