21. Die Kriegspolitik
21. The War Policy
Die Kriegspolitik besteht darin, die Angelegenheiten des Krieges entsprechend der Lage seiner Sache so zu führen, dass den Muslimen der Sieg und ihren Feinden die Niederlage zuteilwird. Ihr unmittelbarer praktischer Aspekt liegt offen zutage. Die Scharia erlaubte im Krieg Dinge, die sie außerhalb des Krieges verboten hatte, und verbot im Krieg Dinge, die sie außerhalb des Krieges erlaubt hatte. So erlaubte sie im Krieg die Täuschung des Feindes durch Lügen, während dies außerhalb des Krieges verboten ist. Auf diese Weise schuf sie für die Kriegspolitik Regeln, die als speziell für den Krieg gelten. Zu diesen Überlegungen gehören jene, die sich auf den Umgang mit dem Feind beziehen. Davon betreffen manche die Handlungen des Krieges selbst, andere das islamische Heer und wieder andere alles Übrige.
War policy is taking care of the affairs of war upon the position of its matter so as to make the victory for Muslims and defeat for their enemies. The immediate practical aspect is apparent in it. The Shar’a allowed within war things it forbade in other than it, and forbade things within it that it allowed in other than it. It allowed within it lying to the enemy whereas this is forbidden in other than war. In this way, it made for the war policy rules considered specific to war. From these considerations are those related with regards to dealing with the enemy. Of these is what is related to the actions of war itself, others are related to the Islamic army and others related to other than these.
Unter dem, was den Umgang mit dem Feind betrifft, hat der Islam dem Khalifen und den Muslimen vorgeschrieben, dem Feind ähnlich zu begegnen, wie der Feind den Muslimen begegnet ist, und ihm gegenüber ähnlich zu verfahren, wie der Feind den Muslimen gegenüber verfahren ist, selbst wenn es sich um verbotene Dinge handelt. Allah (SWT) sagt:
Among what is related to dealing with the enemy, Islam ordained for the Khalifah and Muslims to do with the enemy similar to what the enemy did to the Muslims and permit upon the enemy similar to what the enemy allowed upon the Muslims, even if it were from the forbidden things. Allah (swt) said:
„Und wenn ihr bestraft, dann bestraft mit dem Gleichen, womit ihr bestraft worden seid. Und wenn ihr geduldig seid, so ist es besser für die Geduldigen.“ [TMQ 9:126]
“If you are punished with then punish with similar to what you were punished with. And if you are patient, it is better for the patient ones” [TMQ 9:126].
Es wird überliefert, dass der Anlass für die Offenbarung dieses Verses folgender war: Die Polytheisten verstümmelten die Muslime am Tag von Uhud; sie schlitzten ihnen die Bäuche auf, schnitten ihre Geschlechtsteile ab und spalteten die Spitzen ihrer Nasen. Sie ließen niemanden unverstümmelt außer Handhala bin Ar-Rahib. Der Gesandte Allahs ﷺ stand über Hamza, der verstümmelt worden war, und er bot einen furchtbaren Anblick, da sein Bauch aufgeschlitzt und seine Nase abgeschnitten war, und so sprach er ﷺ:
It is narrated that the cause for the revelation of this ayah is that the polytheists mutilated Muslims on the day of Uhud; they slit open their stomachs, cut their private parts and slit the tips of their noses. They did not leave anyone without mutilating him except Handhala bin Ar-Rahib. The Messenger of Allah (saw) stood over Hamza who had been mutilated, and he was an evil sight as his stomach had been split and his nose cut so he said:
„Bei Dem, bei Dem geschworen wird: Wenn Allah mir den Sieg über sie gibt, werde ich siebzig von ihnen an eurer Stelle verstümmeln.“
“By the One who is sworn by, if Allah grants me victory over them I will mutilate seventy in your place”
Diese Āyah wurde im Krieg offenbart, und obwohl sie übermäßige Verstümmelung untersagt, erlaubt sie den Muslimen dennoch ausdrücklich, ähnlich zu handeln wie die Ungläubigen an ihnen gehandelt haben. Aus der Āyah ergibt sich sogar die Zulässigkeit, die Getöteten unter den Ungläubigen zu verstümmeln, die die Getöteten unter den Muslimen verstümmelt haben, jedoch so, dass bei der Verstümmelung nicht über das hinausgegangen wird, was sie getan haben. Obwohl Verstümmelung ḥarām ist und Berichte darüber vorliegen, dürfen die Muslime es tun, wenn Ungläubige die Getöteten unter den Muslimen verstümmelt haben. Ähnlich verhält es sich mit Täuschung und dem Bruch eines Bündnisses: Wenn der Feind dies tut oder wenn befürchtet wird, dass er es tun wird, dann ist es uns erlaubt, es ebenfalls zu tun; andernfalls ist es uns nicht erlaubt. Es ist uns erlaubt, dies zu tun, obwohl es dazu nach der Kriegspolitik Verbote gibt, da das Verbot nur dort gilt, wo der Feind es nicht getan hat. Haben sie es getan, ist es den Muslimen erlaubt, es ebenfalls zu tun. Allah (swt) sagt:
So this ayah was revealed. The ayat was revealed in war, and even though it prohibits excess in mutilation nevertheless it is explicit in allowing Muslims to do similar to what the disbelievers did to them. It is even understood from the ayah the permissibility of mutilated those killed among the disbelievers who mutilated those killed among the Muslims, except that it is not exceeded in mutilation what they did although mutilation is haram and there came news regarding that. However, the Muslims can do it if disbelievers mutilated those killed among the Muslims. Similar to this is deceit and breaking the covenant if the enemy does that or it is feared from him that he will do it, then it is allowed for us to do it. Otherwise it is not allowed for us to do it. It is allowed for us to do this even though there are prohibitions about it according to the war policy since its prohibition is only where the enemy has not done it. If they do it, it is allowed for Muslims to do it. Allah (swt) said:
„Und wenn du von einem Volk Verrat befürchtest, dann wirf ihnen (das Bündnis) gleichermaßen zurück (ʿalā siwāʾ)“ [TMQ 8:58].
“If you fear treachery from a people, then throw it against them equally (ala siwa)” [TMQ 8:58].
Demnach ist es Muslimen erlaubt, im Krieg gegen den Feind Atomwaffen einzusetzen, auch wenn dies geschieht, bevor der Feind sie gegen sie (die Muslime) eingesetzt hat, da alle Staaten den Einsatz von Atomwaffen im Krieg erlauben. Es ist also erlaubt, sie zu verwenden, obwohl es verboten ist, Atomwaffen einzusetzen, da sie die Menschheit vernichten, während der Dschihad darauf abzielt, die Menschheit mit dem Islam zu beleben, und nicht, die Menschheit auszulöschen.
Accordingly it is allowed for Muslims to use nuclear weapons in their war with the enemy, even if this was before the enemy used them against them (Muslims) as all States permit the use of nuclear weapons in war. So it is allowed to use them although it is forbidden to use nuclear weapons since they destroy humanity whereas jihad is to revive humanity with Islam and not to exterminate humanity.
Zu den Regeln bezüglich der Kriegshandlungen gehört, dass Muslime die Bäume der Ungläubigen, deren Nahrung, Felder und Häuser verbrennen und zerstören dürfen. Allah (SWT) sagt:
Of what is related to actions of war is that Muslims can burn the trees of disbelievers, their food, farms, and homes and destroy them. Allah (swt) said:
„Ihr habt keine Palme (lina) gefällt oder sie auf ihren Wurzeln stehen lassen, außer mit der Erlaubnis Allahs und um die Frevler zu beschämen.“
“You did not cut any palm-tree (leena) or leave it standing upon its roots except by the permission of Allah and in order to disgrace the transgressors”
Der Gesandte Allahs ﷺ ließ die Palmen verbrennen, obwohl ihm bewusst war, dass dies gegen ihn ausgelegt werden könnte. Was aber die Überlieferung von Yahya bin Said Al-Ansar betrifft, dass Abu Bakr As-Siddiq (ra) zu dem Heerführer, den er nach Sham entsandte, sagte:
The Messenger of Allah (saw) did burn the palm-trees together with his realization that it would be interpreted against him. As for what is narrated by Yahya bin Said Al-Ansar that Abu Bakr As-Siddiq (ra) said to the army leader he sent to Sham:
„Schneidet Schafen oder Kamelen nicht die Sehnen durch, außer zur Nahrung, und verbrennt oder überflutet keine Dattelpalmen."
“Do not hamstring sheep or camels except for food nor burn palm-trees or flood them”
Worauf alle Sahaba übereinstimmten, ohne dass dies jemand bestritt: Der Grundsatz im Krieg ist, weder Wohnstätten zu zerstören noch Bäume zu fällen. Sollte jedoch der Kalif oder Heerführer der Ansicht sein, dass der Sieg in der Schlacht es erfordert, Wohnstätten zu zerstören oder Bäume zu fällen, oder dass die Beschleunigung des Sieges dies notwendig macht, so ist es im Rahmen der Kriegspolitik erlaubt, Bäume zu fällen und Wohnstätten zu zerstören, wie es der Gesandte Allahs ﷺ tat. Ähnlich verhält es sich mit dem Töten und Verbrennen von Vieh sowie allem, was der Feind besitzt: Wenn die Kriegspolitik dies erfordert, darf er es tun, selbst wenn es zuvor verboten war. Allah (SWT) sagt:
Upon which all the Sahabah consented without any one disputing this, this is the origin in war which is not spoiling habitation or cutting trees. However, if the Khalifah or army leader views that gaining the battle necessitates him destroying habitation or cutting trees, or hastening to gain the battle requires this, then it is allowed in war policy to cut trees and destroy habitation as did the Messenger of Allah (saw). Similar to this is killing and burning cattle, and all that the enemy possesses; if the war policy requires this, then he may do it even if it was forbidden. Allah (swt) said:
„Sie treten auch keinen Fußabdruck, der die Ungläubigen erzürnt, und erlangen (nala) auch nichts vom Feind, ohne dass ihnen dafür eine gute Tat geschrieben wird“ [TMQ 9:120].
“Nor do they tread any foot-print which angers the disbelievers or acquire/obtain (nala) anything from the enemy except that a good deed is written fro them” [TMQ 9:120].
Diese Aussage ist allgemein gehalten, und es gibt keinen anderen Beleg, der diesen Vers in seinem Wesen binden oder spezifizieren würde, weder einen anderen Vers noch ein Hadith; er bleibt daher in seiner Allgemeinheit bestehen. Es sind authentische Ahadith über die Zulässigkeit überliefert worden, Häuser zu verbrennen sowie Bäume zu verbrennen und zu fällen. Es wurde von Ibn Umar überliefert:
This speech is general in everything and there is no other evidence what would bind or specify this ayah in its essence, whether any other ayah or hadith, so it remains in its generality. There came authenticated ahadith about the permissibility of burning houses, and burning and cutting trees. It has been narrated from ibn Umar:
Wahrlich, der Gesandte Allahs ﷺ ließ die Dattelpalmen der Banu Nadhir abschneiden und verbrennen.
“Verily the Messenger of Allah (saw) cut and burnt the palm-trees of Banu Nadhir.”
Daraufhin sagte Hasan: Es war für die Vornehmen der Quraisch leicht, Buwaira zu verbrennen, dessen Funken nach allen Seiten flogen. Daraufhin wurde der Vers offenbart:
Upon this Hasan said It was easy for the nobles of Quraish to burn Buwaira whose sparks were flying in all directions, And upon this the ayah was revealed:
„Ihr habt keine Palme abgehauen und keine stehen gelassen, sondern sie stand auf ihren Wurzeln" [TMQ 59:5].
“You did not cut any palm-tree or leave it standing upon its roots” [TMQ 59:5].
Es wird überliefert von Jarir bin Abdullah, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
It is narrated from Jareer bin Abdullah who said: The Messenger of Allah (saw) said:

„Willst du mir nicht Ruhe gewähren von Dhu al-Khalsa?“ Er sagte: Also brach ich mit hundertfünfzig Reitern aus Ahnus auf, und sie waren Leute der angebundenen Pferde. Dhu al-Khalsa war ein Haus in Jemen für Khath’am und Bujayla, mit Götzenbildern, die verehrt wurden, und es wurde die Ka’aba des Jemen genannt. Er sagte: So kam ich zu ihm, verbrannte es mit Feuer und zerstörte es. Dann wurde ein Mann aus Ahnus, dessen Beiname Abu Arta’a war, zum Propheten ﷺ gesandt, um ihm die gute Nachricht hiervon zu überbringen. Als er zu ihm gelangte, sagte er: O Gesandter Allahs, bei Dem, der dich mit der Wahrheit gesandt hat, ich kam erst zurück, nachdem ich es zurückgelassen hatte, als wäre es ein Kamelhaufen. Er sagte: „So segnete der Prophet ﷺ die Pferde von Ahnus und ihre Männer fünfmal.“
“Will you not grant me rest from Dhu al-Khalsa. He said: So I departed with one hundred and fifty horsemen from Ahnus, and they were people of tethered horses. Dhu al-Khalsa was a house in Yemen for Khath’am and Bujayla with idols that were worshipped, and it was called the Ka’aba of Yemen. He said: so I came to it, burnt it with fire and destroyed it. Them a man from Ahnus whose epithet was Abu Arta’a was sent to the Prophet (saw) to give him the good news about this. When he reached him, he said: O Messenger of Allah, by the One who sent you with the truth, I did not come until I had left it as if it were camels. He said: ‘So the Prophet (saw) blessed the horses of Ahnus and their men five times’”
„Barraka“ bedeutet, dass er für sie um Segen gebetet hat. Und Ahmad, Abu Dawud und Ibn Majah überlieferten von Usamah bin Zaid, der sagte:
And “barraka” means prayed for blessing for them. And Ahmad, Abu Dawud and ibn Majah narrated from Usamah bin Zayd who said:
Der Gesandte Allahs ﷺ schickte mich in eine Stadt namens Ibni und sagte: „Erreiche sie, dann verbrenne sie.“
“The Messenger of Allah (saw) sent me to a town called Ibni and said: Reach it then burn.”
Dieser Ibni ist die Yubna Palästinas. Er erscheint auch im Testament von Umar (ra), überliefert von Malik in al-Muwatta, und im Vergleich mit diesen Ahadith zeigt sich, dass das Verbrennen und Abholzen von Bäumen sowie die Zerstörung von Häusern nur dort erlaubt ist, wo Kampf oder Krieg es erfordern. Es fällt daher unter die Kriegspolitik. Was die islamische Armee betrifft, so kann der Imam oder Heerführer die Heuchler, Übertreter, Flüchtigen, Aufwiegler und ihresgleichen vom Schlachtfeld fernhalten, aufgrund des Wortes Allahs:
This Ibni is the Yubna of Palestine. It also appears in the testament of Umar (ra) narrated by Malik in Al-Muwatta and its comparision with these ahadith that burning and cutting of trees, and the destruction of homes is only where the battle or war requires this. So it enters into the war policy. Of what relates to the Islamic army is that the Imam or army leader can prevent the hypocrites, transgressors, those put to flight, agitators and their like from going to the battlefield due to Allah’s statement:
„Allah aber missfiel ihr Ausrücken, darum ließ Er sie zurückbleiben, und es wurde zu ihnen gesagt: „Bleibt mit den Zurückbleibenden sitzen.“ Wären sie mit euch ausgerückt, hätten sie euch nichts als Verwirrung hinzugefügt, und sie hätten inmitten eurer umhergeeilt (und Unheil gestiftet) und Zwietracht unter euch gesät.“ [TMQ 9:47]
“but Allâh was averse to their being sent forth, so He made them lag behind, and it was said (to them): "Sit you among those who sit (at home Had they marched out with you, they would have added to you nothing except disorder, and they would have hurried about in your midst (spreading corruption) and sowing sedition among you” [TMQ 9:47]
Obwohl der Imam den Heuchler oder Übeltäter nicht daran hindert, an ihr teilzunehmen, ist es dem Kalifen und dem Heerführer dennoch erlaubt, sie vom Kampf fernzuhalten oder davon abzuhalten, eine bestimmte Handlung zu unternehmen oder zu leiten, wenn es die Kriegspolitik erfordert. Was jedoch andere Angelegenheiten betrifft als den Umgang mit dem Feind, die Kriegshandlungen oder das islamische Heer, so geschah dies bei der Rückkehr des Gesandten Allahs ﷺ aus der Schlacht gegen die Banu Mustaliq. Er kehrte mit den Muslimen in außergewöhnlicher Eile zurück. Er ging Tag und Nacht mit größtmöglicher Anstrengung, bis er Madinah erreichte. Er erschöpfte das islamische Heer, obwohl die Regel der Nachsicht gegenüber dem Heer gilt. Von Jabir, der sagte:
Although the Imam does not prevent the hypocrite or transgressor from participating within it. However, if the war policy requires preventing them from going to battle or undertaking or supervising a specific action, it is allowed for the Khalifah and the army leader to do so. As for what is related to other than dealing with the enemy, the actions of war or the Islamic army, this is what occurred with the Messenger (saw) in his return from the battle of Banu Mustaliq. He returned with the Muslims in surpassing haste. He would walk during the night and day to his utmost effort until he reached Madinah. He exhausted the Islamic army even though the rule is being easy with the army. From Jabir who said:
Der Gesandte Allahs ﷺ blieb auf Reisen zurück, trieb die Schwachen sanft an, ließ sie vor sich reiten, und betete für sie.
“The Messenger of Allah (saw) would lag behind in travel, gently urge the weak and put him behind him and make du’a for them”
Die Kriegspolitik jedoch erforderte es angesichts dessen, was Abdullah bin ʿUbayy bin Salul tat, indem er Zwietracht zwischen den Muslimen, den Muhajirun und den Ansar, stiftete, nicht nach dem Tempo des Schwächsten des Heeres zu reisen, sondern nach dem Tempo des Stärksten, damit kein Raum für Gerede und Streit bleibe.
However the war policy in relation to what Abdullah bin ‘Ubayy bin Salul was doing of creating strife between Muslims, the Muhajireen and Ansar, necessitated not travelling according to the travel of the weakest of the army but travelling the travel of their strongest so as not to leave a place for discussion or debate.
Auf diese Weise verlangt die Kriegspolitik, dass der Imam jene Maßnahmen ergreift, die zur Besorgung der Kriegsangelegenheiten erforderlich sind, damit im Kampf oder Krieg der Sieg und dem Feind die Niederlage zuteilwird. Dies gilt jedoch nur dort, wo kein Text zu einer bestimmten Handlung vorliegt. Gibt es einen bestimmten Text, so ist es nicht erlaubt, diese Handlung unter dem Vorwand der Kriegspolitik auszuführen. Vielmehr ist es geboten, sich an den Text entsprechend dem Kontext zu halten, in dem er überliefert wurde. Ist der Text in bestimmter Form ohne Begründung (ʿilla) gekommen, so ist es nicht erlaubt, die Handlung zu unternehmen. Ist der Text mit einer Begründung (ʿilla) gekommen, so wird dem Text entsprechend dieser Begründung gefolgt. Ist der Text mit einem Verbot gekommen, und wurde überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ es unter bestimmten Umständen getan hat, so kann man die Handlung nur unter diesen Umständen unternehmen. Es gibt Texte über Handlungen, die die Scharia untersagt hat, daher wird das Verbot dem gemäß befolgt, was überliefert ist. Man darf auch nicht sagen, die Kriegspolitik erlaube es, denn die Kriegspolitik ist allgemein gefasst, außer wenn ein Text eine Angelegenheit aus dem Allgemeinen ausschließt; dann wird dem Text in dem gefolgt, was er bestimmt. Ahmad überlieferte von Safwan ibn ʿAssal, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ schickte uns auf einen Feldzug und sagte:
In such manner the war policy requires that the Imam undertake the actions required to take care of the affairs of war so as to gain victory in the battle or war and defeat for the enemy. However, this is restricted to where no text came upon a specific action; if there exists a specific text, it is not allowed to perform this action under the pretext of war policy. Rather it is obliged that one restricts (himself) to the text according to the context in which it came. If the text came in a definite form without reason (illah), then it is not allowed to undertake the action; if the text came with an (illah) reason, then the text is followed according to the reason. If the text came with a prohibition, and it came that the Messenger (saw) did it in specific circumstances, then one cannot undertake the action except in those circumstances. There came texts about actions which the Shar’a prevented so the prevention is followed according to what came. Nor should one say the war policy (allows it) because the war policy is general except where there came a text excluding a matter for the generality so the text is followed in what is specified by it. Ahmad narrated from Safwan bin ‘Asal who said: The Messenger of Allah (saw) sent us in an expedition and said:
„Brecht auf im Namen Allahs und auf dem Weg Allahs. Kämpft gegen jene, die nicht an Allah glauben. Verstümmelt nicht, betrügt nicht und tötet kein Kind.“ Al-Bukhari überlieferte von Ibn Umar, der sagte:
“Travel in the name of Allah and in the way of Allah. Fight those who do not believe in Allah. Do not mutilate, deceive or kill a child.” Al-Bukhari narrated from ibn Umar who said:
Al-Bukhari überlieferte von Ibn Umar, der sagte:
Al-Bukhari narrated from ibn Umar who said:
„Eine Frau wurde in einer der Schlachten des Gesandten Allahs ﷺ tot aufgefunden, woraufhin der Gesandte Allahs ﷺ das Töten von Frauen und Kindern untersagte.“
“A woman was found killed in one of the battles of the Messenger of Allah (saw), so the Messenger of Allah (SAW) prohibited the killing of women and children.”
Und Ahmad überlieferte von Al-Aswad bin Sar'i, der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
And Ahmad narrated from Al-Aswad bin Sar’i who said: The Messenger of Allah (saw) said:
„Was ist mit den Leuten los, dass ihre Tötung so weit ging, dass sie sogar Kinder töteten?“ Ein Mann sagte: „O Gesandter Allahs ﷺ, das sind doch nur die Kinder von Polytheisten.“ Da sagte er: „Wahrlich, die Besten unter euch sind die Kinder der Polytheisten.“
“What is wrong with the people whose killing exceeded today until they killed children? A man said: O Messenger of Allah (saw), they are merely the children of polytheists. He said: Verily the best of you are the children of polytheists.”
Abu Dawud überlieferte von Anas, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
Abu Dawud narrated from Anas that the Messenger of Allah (saw) said:
„Zieht hinaus im Namen Allahs, mit Allah und im Glauben des Gesandten Allahs ﷺ. Tötet keinen gebrechlichen alten Mann, kein Kind und keine Frau, und begeht keinen Verrat. Sammelt eure Beute und handelt rechtschaffen, denn Allah liebt die Rechtschaffenen.“
“Go forth in the name of Allah, with Allah and in the creed of the Messenger of Allah. Do not kill a perishing old man, a child or a woman and do not betray. Gather together your booties and be righteous as Allah loves the righteous.”
Diese Ahadith untersagten bestimmte Handlungen im Krieg. Es ist daher nicht richtig, dass sie im Krieg unter dem Vorwand des Gesandten Allahs ﷺ getan werden; vielmehr werden sie nur so getan, wie die Texte es vorsehen. Es gibt Texte, die erlauben, all diese Dinge durch Kanonen und Bomben sowie alle Schläge aus der Ferne mit etwas Schwerem zu tun, selbst wenn Frauen und Kinder getötet werden, falls es nicht möglich ist, die Ungläubigen anders zu erreichen als durch ihre Tötung, aufgrund ihrer Vermischung mit ihnen. Al-Bukhari überlieferte von As-Sa'b bin Dschaththama
These ahadith prohibited specific actions in war so it is not correct that they be done in war under the pretext of Messenger of Allah (saw); rather they are only done in the way the texts came. There came texts that allowed doing all these matters by shooting cannons and bombshells, and all that strikes from afar with something heavy even if women and children are killed if it is not possible to reach the disbelievers except by killing them due to their mixing with them. Al Bukhari narrated from As-S’ab bin Jithama
Dass der Gesandte Allahs ﷺ gefragt wurde, ob Menschen, die bei den Götzendienern Zuflucht suchen, sowie deren Frauen und Kinder, getroffen werden dürfen, wenn sie unter Angriffe geraten. Er sagte: „Sie gehören zu ihnen.“
“That the Messenger of Allah (saw) was asked about the people taking shelter among the polytheists and their women and children, if they are struck. He said: They are of them.”
Dass der Gesandte Allahs ﷺ gefragt wurde, ob man Menschen, die bei den Polytheisten Zuflucht suchen, samt ihren Frauen und Kindern angreifen dürfe, wenn sie getroffen werden. Er sagte: „Sie gehören zu ihnen.“
“That the Messenger of Allah (saw) was asked about the people taking shelter among the polytheists and their women and children, if they are struck. He said: They are of them.”
„Ich fragte den Gesandten Allahs ﷺ nach den Kindern der Polytheisten, die wir zusammen mit ihnen töten. Er sagte: Ja, denn sie gehören zu ihnen.“
“I asked the Messenger of Allah (saw) about the children of polytheists whom we kill along with them. He said: Yes, for they are of them.”
At-Tabarani, überliefert von Thawr bin Yazid
At-Tabarani extracted from Thawr bin Yazid
Dass der Prophet ﷺ eine Wurfmaschine gegen die Bewohner von Taif aufstellte.
“That the Prophet (saw) hoisted a catapult upon the people of Taif.”
Wenn die Schleuder abgefeuert wird, unterscheidet sie nicht zwischen Frauen, Kindern, Bäumen usw., was darauf hindeutet, dass schwere Waffen wie Kanonen und Bomben im Krieg erlaubt sind, sodass man damit alles töten, zerstören und verderben darf. Ebenso gilt: Wenn es nicht möglich ist, die Ungläubigen anders zu erreichen als durch die Tötung von Frauen und Kindern, und sie getroffen werden, weil sie sich unter ihnen mischen, ist es erlaubt, sie zu töten. Was jedoch diese Dinge jeweils für sich allein betrifft, also ohne Schleuder oder außerhalb der Lage, in der es nicht möglich ist, zwischen ihnen und den Ungläubigen, gegen die wir kämpfen, zu unterscheiden, dazu gibt es eine detaillierte Aussage entsprechend dem, was in den Texten überliefert ist. Was Kinder betrifft, so ist es unbedingt haram, sie außerhalb der beiden zuvor genannten Situationen zu töten; dasselbe gilt für den Sklaven, also den Angestellten, der gezwungenermaßen bei einem Volk ist, da er zu den Schwachen gehört. Dies beruht auf dem Verbot, einen von beiden auf bestimmte Weise zu töten, ohne dass ein Grund vorliegt. Was Frauen betrifft, so wird es geprüft: Kämpft sie, ist es erlaubt, sie zu töten; kämpft sie nicht, ist es nicht erlaubt, sie zu töten. Dies entspricht dem, was Ahmad und Abu Dawud von Rabah bin Rabi’ überliefert haben, dass er zusammen mit dem Gesandten Allahs ﷺ in einer Schlacht war, die unter der Führung von Khalid bin Walid geschlagen wurde. Rabah und die Gefährten des Gesandten Allahs ﷺ kamen an einer Frau vorbei, die in dem getötet worden war, was die vorderste Gruppe getroffen hatte. Sie blieben stehen, um sie anzusehen, und waren über ihre Schönheit erstaunt, bis der Gesandte Allahs ﷺ auf seinem Reittier zu ihnen stieß, sodass sie ihm Platz machten. Der Gesandte Allahs ﷺ hielt bei ihr an und sagte:
When the catapult is fired, it does not distinguish between women, children, trees etc which indicates that heavy weapons such as cannons and bombshells when used in war then it is allowed to kill, destroy and spoil everything by them. Similarly if it is not possible to reach the disbelievers except by killing women and children; if they are struck due to their mixing with them, killing them is allowed. As for doing each one of these matters alone without the catapult or other than the situation of not being possible to distinguish them and the disbelievers whom we are fighting, in this there is a detailed statement according to what came in the texts. As for children, it is absolutely haram to kill them in other than the two previously mentioned situations; the same applies to the slave i.e. the employee who is with a people through compulsion as he is among the weak people. This is due to the the prohibition of killing either of them in a definite way without being reasoned by any reason. As for women, it is looked into; if she fights then it is allowed to kill her and if she does not, then it is not allowed to kill her. This is according to what Ahmad and Abu Dawud narrated from Rabah bin Rabi’ that he left together with the Messenger of Allah (saw) in a battle which was fought with Khalid bin Walid at its front. Rabah and the Sahabah of the Messenger of Allah (saw) passed by a woman killed in what the front (group) had struck. They stopped to look at her and were astounded by her beauty, until the Messenger of Allah (saw) met them upon his mount so they made a place for him. The Messenger of Allah (saw) stopped over her and said:
„Das ist kein Gegner, mit dem man kämpfen soll. Geh zu Khalid und sag ihm: Töte keine Kinder und keine Lohnarbeiter.“
“This is not someone to fight. Go meet Khalid and say to him: Do not kill children or the hireling.”
Also hat das Hadith den Grund für das Verbot, sie zu töten, darin genannt, dass sie nicht kämpft. Dies wird durch das von Abu Dawud überlieferte Hadith von ‘Ikrimah bekräftigt, dass der Prophet ﷺ
So the hadith made the reason for the prohibition of killing her that she does not fight. This is strengthened by Abu Dawud narrated from ‘Ikrimah that the Prophet (saw)

„Er kam an einer Frau vorbei, die am Tag von Hunain getötet worden war, und sagte: Wer hat diese getötet? Ein Mann sagte: Ich, o Gesandter Allahs ﷺ. Ich nahm sie als Beute und setzte sie hinter mich. Als sie unsere Niederlage sah, streckte sie ihre Hand zum Griff meines Schwertes aus, um mich zu töten, also tötete ich sie. Der Gesandte Allahs ﷺ untersagte dies nicht.“
“Passed by a woman killed on the day of Hunain and said: Who killed this one? A man said: I did, O Messenger of Allah (saw). I took her as booty and placed her behind me. When she saw defeat over us, she extended (her hand) to the hilt of my sword to kill me so I killed her. The Messenger of Allah (saw) did not prohibit (this).”
Dies verdeutlicht, dass die Tötung einer Frau erlaubt ist, wenn sie kämpft, und nicht erlaubt ist, wenn sie nicht kämpft. Was den hinfälligen alten Mann betrifft: Wenn er hinfällig ist, ohne dass den Ungläubigen daraus ein Nutzen oder den Muslimen ein Schaden entsteht, ist es nicht erlaubt, ihn zu töten, aufgrund des Verbots, ihn zu töten. Wenn jedoch für die Ungläubigen ein Nutzen von ihm ausgeht oder den Muslimen ein Schaden entsteht, ist es erlaubt, ihn zu töten. Dies beruht auf dem, was Ahmad und At-Tirmidhi von Samura überliefern, dass der Prophet ﷺ sagte:
This clarifies that when the women fights, killing her is allowed; and if she does not fight then killing her is not allowed. As for the perishing old man, if he is perishing without there remaining any benefit to the disbelievers or harm to Muslims, it is not allowed to kill him due to the prohibition of killing him. However, if there is benefit in him for the disbelievers or harm to Muslims, it is allowed to kill him. This is due to what Ahmad and At-Tirmidhi narrated from Samra that the Prophet (saw) said:
„Tötet die alten Männer der Polytheisten"
“Kill the old men of the polytheists”
Und auch aufgrund dessen, was Al-Bukhari aus dem Hadith von Abu Musa überliefert hat, dass der Prophet ﷺ, als er mit Hunain fertig war, Abu Amir über das Heer von Awtas sandte. Er traf auf Duraid As-Samma, der hundert (Jahre) und etwas war, und man hatte ihn zu ihnen gebracht, damit er ihnen den Krieg plane. Abu Amir tötete ihn, und der Prophet ﷺ wies dies von ihm nicht zurück. Entsprechend wird der Hadith von Anas (ra) so verstanden, dass er sich auf den dahinsiechenden alten Mann bezieht, der keinen Nutzen mehr hat und von dem kein Schaden ausgeht; er ist der dahinsiechende alte Mann, wie er im selben Hadith vorkommt. Diese Dinge, für deren Ausübung ein Verbot gekommen ist, werden nur so ausgeführt, wie der Text sie überliefert hat. Alles darüber hinaus ist nicht erlaubt. Keine Handlung, die Muslime gegenüber ihrem ungläubigen Feind vornehmen, ist verwerflich, solange diese Handlung in der Situation des Krieges geschieht, gleichgültig, ob diese Handlung außerhalb des Krieges erlaubt (halal) oder verboten (haram) war. Davon ausgenommen ist nichts außer der Handlung, für die ein uneingeschränktes Verbot im Krieg gekommen ist.
And also due to what Al-Bukhari narrated from the hadith of Abu Musa that when the Prophet (saw) finished from Hunain, he sent Abu Amir over the army of Awtas. He met Dureed As Sama, and he was one hundred (years) and something, and they had brought him to plan the war for them. Abu Amir killed him and the Prophet (saw) did not reject that from him. Accordingly the hadith of Anas (ra) is taken to mean the perishing old man without being any benefit in him or harm emanating from him; he is the perishing old man as came in the same hadith. These matters for which came prohibition about performing them are not done except according to how the text came with them. Anything beyond that is not allowed. No action done by Muslims to their disbeliever enemy is repulsive as long as this action occurred in the situation of war, whether this action was allowed (halal) or forbidden (haram) outside of war. Nothing is excluded from this except the action for which there has come an absolute prohibition against it in war.