3.1 Die Sammlung des Qur'ān
3.1 The Compilation Of The Qur’ān
Es wurde durch eindeutige und zweifelsfreie Beweise belegt, dass zur Zeit des Todes des Propheten ﷺ der gesamte Qur'an auf Schulterblattstücken (von Tieren), Palmblattrippen und Lukhaf (dünnen, breiten weißen Steinen) niedergeschrieben war. Das Ganze war zudem in den Herzen der Sahabah (möge Allah mit ihnen zufrieden sein) bewahrt. Wenn eine Āyah oder Āyāt offenbart wurde, befahl er ﷺ, dass sie sogleich vor ihm niedergeschrieben werden. Er hinderte die Muslime nicht daran, den Qur'an auch auf andere Weise niederzuschreiben als so, wie er ﷺ es den Schreibern diktierte, die die Offenbarung aufschrieben. Muslim überlieferte ein Ḥadīth von Abu Saʿid al-Khudri, dass der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
It has been proven by decisive and definite evidence that when the Prophet died the whole Qur’ān had been written on pieces of shoulder blades (of animals), palm risps and on lukhaf’s (a thin broad white stone). All of it was preserved in the hearts of the Sahabah (may Allah be pleased with them). When an ayah or ayāt would be revealed he would order that they be written down before him at once. He did not prevent the Muslims from writing the Qur’ān in other than what he used to dictate to the scribes who wrote down the revelation. Muslim reported a hadīth from Abu Sa'id al-Khudri that the Messenger of Allah said:
„Schreibt nichts von mir auf, wer auch immer etwas von mir schreibt außer dem Qur'ān, soll es löschen.“
“Do not write down anything from me, whosoever writes anything I have said other than the Qur’ān let him erase it”
Was die Schreiber von der Offenbarung niederschrieben, wurde auf Blättern gesammelt. Er sagte:
What the scribes wrote from the revelation was collected on sheets. He said:
„Ein Gesandter von Allah, der gereinigte Blätter (Suhuf) des Qur’ān rezitiert“ [TMQ Bayyinah:2]
“A Messenger from Allah, reciting purified pages (suhuf) (of the Qur’ān)” [TMQ Bayyinah:2]
d. h. Rezitieren von Schriftrollen, die von Falschheit gereinigt sind, wahrhaftig handgeschrieben, unzweifelhaft wahr und gerecht. Allah sagte:
i.e, reciting sheets purified from falsehood, honestly handwritten unequivocally true and just. Allah said:
„Nein, wahrlich, sie (die Verse des Qur’ān) sind eine Ermahnung (Tadhkirah). Wer also will, der soll ihr Beachtung schenken. (Sie steht) in Schriften, die (in höchsten Ehren) gehalten werden, erhaben (an Würde), gereinigt, in den Händen von Schreibern, ehrenwert und gehorsam.“ [TMQ ‘Abasa: 11-16]
“Nay, indeed it (verses of the Qur’ān) are an admonition (tazkirah). So whoever wills, let him pay attention to it. (It is) in Records held (greatly) in honour. Exalted (in dignity), purified. In the hands of scribes. Honourable and obedient” [TMQ ‘Abasa: 11-16]
d.h. diese Ermahnung, die in den Überlieferungen festgehalten ist, steht bei Allah in hohem Ansehen und hat einen erhabenen Wert, frei von den Händen derer, die verderbt sind, und sie wurde von gottesfürchtigen Schreibern niedergeschrieben. Er ließ alles unberührt, was zwischen den beiden Deckeln des Mushaf geschrieben stand, das in seiner Gegenwart niedergeschrieben worden war. ʿAbd al-ʿAzīz b. Rufayʿ überlieferte:
i.e this admonition established in the records is held (highly) in honour with Allah and exalted in value, free from the hands of those that are corrupt and that they have been written down by God fearing scribes. He left everything that was written between the two covers of the mushaf which had been written down in front of him. 'Abd al-'Aziz b Rufayya' narrated:
„Shaddad bin Ma'qil und ich traten bei Ibn 'Abbas ein. Shaddad bin Ma'qil fragte ihn: ‚Hat der Prophet ﷺ etwas (außer dem Qur'an) hinterlassen?' Er antwortete: ‚Er hinterließ nichts außer dem, was zwischen den Buchdeckeln (des Qur'an) liegt.' Dann besuchten wir Muhammad bin al-Hanafiyya und stellten ihm dieselbe Frage. Er antwortete: ‚Der Prophet ﷺ hinterließ nur das, was zwischen den Buchdeckeln (des Qur'an) liegt.“
“Shaddad bin Ma'qil and I entered upon Ibn 'Abbas. Shaddad bin Ma'qil asked him, 'Did the Prophet leave anything (besides the Qur’ān)?' He replied. “He did not leave anything except what is between the bindings (of the Qur’ān).' Then we visited Muhammad bin al-Hanafiyya and asked him (the same question). He replied, 'The Prophet did not leave except what is between the bindings (of the Qur’ān)”
Es besteht ein Ijma' (Konsens) darüber, dass alle Verse des Qur'ān in ihren jeweiligen Kapiteln (Suren) unmittelbar vor dem Gesandten ﷺ niedergeschrieben wurden, während ihm die Offenbarung herabgesandt wurde, und dass sie auf Blättern (suhuf) festgehalten wurden. Der größte der Gesandten ﷺ verstarb zufrieden mit dem Qur'ān, seinem größten Wunder, das den Beweis für die Araber und die Welt erbrachte. Er fürchtete nicht, dass die Verse des Qur'ān verloren gehen könnten, denn Allah (SWT) hat den Qur'ān mit einem eindeutigen Wortlaut bewahrt:
An Ijma' (consensus) has been established on the fact that all of the verses of the Qur’ān in their respective chapters (Sura’s) had been written down directly in front of the Messenger when the revelation was being revealed to him, and that they were written on sheets (suhuf). The greatest of the Messengers died content about the Qur’ān, his greatest miracle which established the proof for the Arabs and the world. He did not fear for the verses of the Qur’ān that they would be lost because Allah has preserved the Qur’ān with an explicit text:
„Wahrlich, Wir sind es, die Wir die Ermahnung (den Qur'an) herabgesandt haben, und wahrlich, Wir werden über sie wachen (vor Verfälschung bewahren)." [TMQ Hijr: 9]
“Verily We: It is We who have sent down the Zikr (the Qur’ān) and surely, We will guard it (from corruption)” [TMQ Hijr: 9]
Diese Verse waren dauerhaft bewahrt, da sie schon zu seinen Lebzeiten niedergeschrieben worden waren und in den Herzen der Sahaba bewahrt wurden, sowie durch die den Muslimen gewährte Erlaubnis, den Qur'an niederzuschreiben. Deshalb empfanden die Sahaba nach dem Tod des Gesandten ﷺ kein Bedürfnis, den Qur'an in einem Buch zu sammeln oder niederzuschreiben, bis viele der Huffaz (Auswendigkönner des Qur'an) in den Ridda-Kriegen getötet worden waren. Daher befürchtete 'Umar, dass die niedergeschriebenen Blätter (Suhuf) verloren gehen könnten und die Qurra' (diejenigen, die den ganzen Qur'an auswendig gelernt hatten) stürben, wodurch einige Verse verloren gehen könnten. So dachte er darüber nach, die geschriebenen Blätter zusammenzutragen (in einer Sammlung). Er trug seine Idee Abu Bakr vor, und so wurde die Sammlung des Qur'an durchgeführt. Es wird von 'Ubayd ibn as-Sibaq überliefert, dass Zayd ibn Thabit al-Ansari sagte: Abu Bakr schickte nach mir, nachdem die (schweren) Verluste unter den Kriegern (der Schlacht) von al-Yamama eingetreten waren (wo eine große Zahl an Qurra' getötet wurde). 'Umar war bei Abu Bakr anwesend, der sagte: „'Umar ist zu mir gekommen und hat gesagt: Die Menschen haben am Tag (der Schlacht) von al-Yamama schwere Verluste erlitten, und ich fürchte, dass auf anderen Schlachtfeldern weitere Verluste unter den Qurra' (denjenigen, die den Qur'an auswendig kennen) eintreten werden, wodurch ein großer Teil des Qur'an verloren gehen könnte, es sei denn, du sammelst ihn. Und ich bin der Meinung, dass du den Qur'an sammeln solltest.“ Abu Bakr fügte hinzu: „Ich sagte zu 'Umar,
Because these verses had been preserved permanently via them being written down before him , and being preserved in the hearts of the Sahabah and by the permission granted to the Muslims to write down the Qur’ān. This is why after the death of the Messenger the Sahabah did not feel the need to compile the Qur’ān in one book or the need to write it down until many of the Huffaz (memorisers of the Qur’ān) had been killed in the Riddah wars. So due to this 'Umar feared for the loss of the sheets (suhuf) and the death of the Qurra' (Those who had committed the whole of the Qur’ān to memory), thereby causing some verses to be lost. So he thought about bringing the written sheets together (in one compilation). He presented his idea to Abu Bakr and so the compilation of the Qur’ān was performed. It has been narrated by 'Ubayd ibn al-Sibaq that Zayd b al-Thabit al-Ansari said: Abu Bakr sent for me after the (heavy) casualties among the warriors (of the battle) of Yamama (where a great number of Qurra' were killed). 'Umar was present with Abu Bakr who said, 'Umar has come to me and said, The people have suffered heavy casualties on the day of (the battle of) Yamama, and I am afraid that there will be more casualities among the Qurra' (those who know the Qur’ān by heart) at other battle-fields, whereby a large part of the Qur’ān may be lost, unless you collect it. And I am of the opinion that you should collect the Qur’ān.” Abu Bakr added, “I said to 'Umar ,
„Wie kannst du etwas tun, was der Gesandte Allahs ﷺ nicht getan hat?"
'How can you do something which Allah's Apostle did not do?'
„Umar sagte (zu mir),
'Umar said (to me),
„Bei Allah, das ist wirklich eine gute Sache."
'By Allah, it is (really) a good thing.'
So ‘Umar hörte nicht auf, mich zu bedrängen und zu überzeugen, seinen Vorschlag anzunehmen, bis Allah mir Herz dafür öffnete und ich dieselbe Ansicht hatte wie ‘Umar. (Zayd b. Thabit fügte hinzu:) ‘Umar saß bei ihm (d. h. Abu Bakr) und sprach nicht mit mir. (Abu Bakr sagte:) „Du bist ein weiser junger Mann, und wir hegen keinen Verdacht gegen dich (dass du lügst oder vergesslich bist). Und du hast die Offenbarung (wahy) für den Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben. Suche deshalb nach dem Qur’an und sammle ihn (in einer Handschrift).“ – „Bei Allah, hätte er mir befohlen, einen der Berge von seiner Stelle zu versetzen, wäre es mir nicht schwerer gefallen als das, was er mir bezüglich der Sammlung des Qur’an befohlen hat. Ich sagte zu beiden: ‚Wie könnt ihr es wagen, etwas zu tun, was der Prophet ﷺ nicht getan hat?‘“ Abu Bakr sagte: „Bei Allah, es ist (wirklich) eine gute Sache.“ So bedrängte ich ihn weiter deswegen, bis Allah mir Herz dafür öffnete, so wie Er die Herzen von Abu Bakr und ‘Umar geöffnet hatte. Also begann ich, die Qur’an-Teile aufzuspüren und sie von den Pergamenten, Schulterblattknochen, Palmblattrippen und aus den Gedächtnissen der Männer (die ihn auswendig kannten) zu sammeln. Ich fand zwei Verse der Sure at-Tauba bei Abu Khuzaima, die ich bei niemand anderem fand (und sie lauteten):
So ‘Umar kept on trying to convince me and persuade me to accept his proposal till Allah opened my heart for it and I had the same opinion as 'Umar.' (Zayd b al-Thabit added:) Umar was sitting with him (i.e Abu Bakr) and was not speaking to me). 'You are a wise young man and we do not suspect you (of telling lies or of forgetfulness): and you used to write the revelation (wahy) for Allah's Apostle . Therefore, look for the Qur’ān and collect it (in one manuscript). 'By Allah, if he (Abu Bakr) had ordered me to shift one of the mountains (from its place) it would not have been harder for me than what he had ordered me concerning the collection of the Qur’ān. I said to both of them, “How dare you do a thing which the Prophet has not done?' Abu Bakr said, 'By Allah, it is (really) a good thing So I kept on arguing with him about it till Allah opened my heart for that which He had opened the hearts of Abu Bakr and Umar . So I started locating the Qur’ānic material and collecting it from the parchments, scapula bones, leaf-stalks of date palms and from the memories of men (who knew it by heart). I found two Verses of Sura at-Tawba with Abu Khuzaima which I did not find with anybody else, (and they were):
„Gewiss, es ist zu euch ein Gesandter aus euren eigenen Reihen gekommen. Es betrübt ihn, dass ihr Schaden oder Beschwerde erleidet.“ [TMQ Tawba: 128]
“Verily, there has come unto you a Messenger from amongst yourselves. It grieves him that you should receive any injury or difficulty” [TMQ Tawba: 128]
bis zum Ende der Sure Bara'ah. Das Manuskript, auf dem der Qur'ān gesammelt wurde, verblieb bei Abu Bakr, bis dieser verstarb, danach bei 'Umar während dessen Lebenszeit, und schließlich verblieb es bei Hafsa bint Umar. Zayds Zusammenstellung des Qur'ān bestand nicht aus dem, was er von den Huffaz (d. h. denjenigen, die den Qur'ān auswendig bewahrten) niederschrieb. Vielmehr vereinte seine Zusammenstellung das, was er selbst in Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ niedergeschrieben hatte. Er fügte kein Blatt an ein anderes Blatt, um sie zusammenzustellen, es sei denn, zwei Zeugen bezeugten für jedes Blatt, das ihm vorgelegt worden war, dass es in Gegenwart des Gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden war. Des Weiteren nahm er ein Blatt nicht an, es sei denn, es erfüllte zwei Bedingungen: Erstens, dass es in schriftlicher Form bei einem der Sahabah vorhanden war. Und zweitens, dass es von einem der Sahabah auswendig gelernt worden war. Wenn die schriftliche und die auswendig gelernte Form mit dem Blatt übereinstimmten, das zusammengestellt werden sollte, nahm er es an. Andernfalls nahm er es nicht an. Deshalb zögerte er, das Ende der Sure al-Bara'ah zu übernehmen, bis er es in schriftlicher Form bei Abu Khuzayma fand, obwohl Zayd es selbst hätte rezitieren und im Gedächtnis behalten können. Es wurde überliefert über Yahya b. 'Abd al-Rahman ibn Hatib, dass er sagte:
until the end of Sura Bara'ah. The manuscript on which the Qur’ān was collected, remained with Abu Bakr till he passed away, and then with 'Umar during his lifetime, and finally it remained with Hafsa bint Umar . Zayd's compilation of the Qur’ān did not consist of what he wrote down from the Huffaz (i.e the memorisers of the Qu’ran). Rather his compilation brought together what he had written himself in front of the Messenger of Allah . He did not place one sheet/page with another sheet in order to compile them unless two witnesses testified, for every sheet that had been presented to him that it was written in the presence of the Messenger of Allah . Furthermore, he did not accept a sheet unless it met two conditions; firstly, that it was present in written form with one of the Sahabah. And second, that it had been memorised by one of the Sahabah. When the written and memorised forms concurred with the sheet that was intended to be compiled, he accepted it. Otherwise he did not accept it. This is why he refrained from taking the end of sura al-Bara'ah until he found it in written form with Abu Khuzayma even though Zayd could himself recall and remember it. It has been narrated via Yahya b 'abd al-Rahman ibn Hatib that he said:

„Umar (ra) stand auf und sagte: Wer auch immer etwas vom Qur'an vom Gesandten Allahs ﷺ empfangen hat, soll es herbeibringen. Sie pflegten es auf Blätter, Tafeln und Palmblattrippen zu schreiben. Ibn Hatib sagte: Er (Zayd) nahm von niemandem etwas an, bis zwei Zeugen ihre Bestätigung dafür gegeben hatten. Dies zeigt, dass Zayd sich nicht damit zufriedengab, etwas lediglich in schriftlicher Form vorzufinden, bis derjenige, der es empfangen hatte, bezeugte, dass er es gehört hatte, obwohl Zayd es bereits auswendig kannte. Er pflegte dies aus seiner äußersten Vorsicht heraus zu tun.“
“Umar (ra) stood up and said; whosoever has received anything of the Qur’ān from the Messenger of Allah , let him bring it forth. They used to write that on sheets, tablets and palm risps. Ibn Hatib said: He (Zayd) did not accept anything from anyone until two witnesses had given testimony to it. This shows that Zayd was not satisfied by merely finding something in written form until the one who received it testified that he had heard it despite the fact that Zayd had memorised it already. He used to do this due to his extreme caution”.
So war der Vorgang der Sammlung nichts anderes als das Zusammenführen der Blätter, die bereits in Anwesenheit des Gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden waren, zu einem Buch zwischen zwei Deckeln. Der Qur’ān wurde früher auf Blättern niedergeschrieben, die jedoch getrennt aufbewahrt wurden. Daher versammelte Abū Bakr sie an einem Ort. Deshalb war Abū Bakrs Anordnung, den Qur’ān zu sammeln, nicht eine Anordnung, ihn in einem einzigen Mushaf niederzuschreiben, sondern eine Anordnung, die Blätter, die in Anwesenheit des Gesandten ﷺ geschrieben worden waren, an einem Ort zusammenzubringen. Zugleich war es eine Anordnung, sich Gewissheit zu verschaffen, dass sie in derselben Form vorlagen, wie sie niedergeschrieben worden waren, indem man dies durch die Aussagen zweier Zeugen stützte, dass sie in Anwesenheit des Gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden waren, dass sie sich in schriftlicher Form im Besitz der Gefährten befanden und dass diese sie auswendig gelernt hatten. Diese Blätter blieben während seines Lebens im Besitz Abū Bakrs ﷺ erhalten, danach bei ʿUmar ﷺ zu seinen Lebzeiten und anschließend bei Ḥafṣa, der Tochter ʿUmars ﷺ, der Mutter der Gläubigen, gemäß dem Vermächtnis ʿUmars ﷺ. Daraus wird deutlich, dass Abū Bakrs ﷺ Sammlung des Qur’ān lediglich im Zusammenführen der Blätter bestand, die in Anwesenheit gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden waren, und sie war keine eigentliche Sammlung des Qur’ān. Und das Auswendiglernen bezog sich auf diese Blätter, also auf die Schriftstücke, die in Anwesenheit des Gesandten Allahs ﷺ geschrieben worden waren, und nicht auf das Auswendiglernen des Qur’ān. Das Zusammenführen solcher Stücke und ihre Bewahrung geschah nur aus Vorsicht und unter Aufwendung aller Mühe, die Auswendigkenntnis genau dessen zu prüfen, was vom Gesandten Allahs ﷺ überliefert worden war. Was den Qur’ān selbst betrifft, so war er in den Herzen der Gefährten bewahrt und in ihrem Gedächtnis auswendig gelernt. Beim Auswendiglernen stützte man sich auf eine große Zahl von Gefährten, denn derjenigen, die ihn ganz oder teilweise auswendig kannten, waren viele.
Thus, the (process) of compilation was nothing other than the bringing together of sheets that had already been written in the presence of the Messenger of Allah into one book between two covers. The Qur’ān used to be written down on sheets but they were kept seperately. So Abu Bakr assembled them in one place. That is why Abu Bakr's order to compile the Qur’ān was not an order to write it down in one mushaf, rather it was an order to bring the sheets that had been written in the Messenger's presence together in one place and it was an order to make certain; that they are in the same form as they were by supporting it with the testimonies of two witnesses that they had been written in front of the Messenger of Allah and that they were in the possession of the Sahabah in written form and that they had memorised them. These sheets remained preserved in the possession of Abu Bakr during his life and then with 'Umar during his lifetime and them with Hafsa the daughter of 'Umar , the mother of the Believers in accordance with 'Umar's bequest. From this it becomes clear that Abu Bakr's compilation of the Qur’ān constituted only the bringing together of sheets that had been written in the presence of Allah's Messenger and it was not an actual compilation of the Qur’ān. And the memorisation was in regard to these sheets i.e the documents which were written in front of the Messnegr of Allah and not the memorisation of the Qur’ān. The bringing together of such pieces and their preservation was not done except by way of cautiousness and expending all efforts in examining the memorisation of exactly what had been reported from the Messenger of Allah . As for the Qur’ān itself, it was preserved in the hearts of the Sahabah and memorised in their memory. In memorization, dependence was put on a great multitude of Sahabah because those memorising it completely or partially were many.
„Und vollzieht die Pilgerfahrt (Hadsch) und die kleine Pilgerfahrt (Umra) vollständig und richtig für Allah (wa atimmul hajja wal 'umrata lillah)" [TMQ Baqarah: 196]
“And perform properly the hajj and 'Umra for Allah (wa atimmul hajja wal 'umrata lillah)” [TMQ Baqarah: 196]
Und der andere liest:
And the other read:
„Und vollzieht den Hadsch und die ʿUmra vollständig zum Haus (Allahs)“ (wa atimmul hajja wal ʿumrata lil bayt)
''And perform properly the hajj and 'Umra to the House (of Allah)(wa atimmul hajja wal 'umrata lil bayt)”
So wurde Huzayfah zornig, und seine Augen röteten sich vor Wut. Es wird von Huzayfah überliefert, dass er sagte:
So Huzayfah became angry and his eyes went red with rage. It has been narrated about Huzayfah that he said:
Die Leute von Kufa hielten an der Rezitation des Ibn Mas'ud fest, und die Leute von Basra hielten an der Rezitation des Abu Musa fest. Bei Allah! Wenn ich zum Ameer al-Mu'minin (Anführer der Gläubigen) gehe, werde ich ihm befehlen, daraus eine einzige Rezitation zu machen. So reiste er zu 'Uthman.
The people of Kufah adhere to the recitation of Ibn Mas'ud and the people of Basra adhere to the recitation of Abu Musa . By Allah ! If I go to the Ameer al Mumineen (Leader of the Believers) I will order him to make it a single recitation. So he travelled to 'Uthman .
Ibn Shihab berichtet, dass Anas ibn Malik überliefert hat: Hudhayfa bin al-Yaman kam zu Uthman zu der Zeit, als die Leute von al-Sham und die Leute des Irak gemeinsam Krieg führten, um Armenien und Aserbaidschan zu erobern. Hudhayfa fürchtete ihre Meinungsverschiedenheiten in der Rezitation des Qur'an, und so sagte er zu Uthman:
It has been reported by Ibn Shihab that Anas ibn Malik narrated: Huzayfa bin al-Yaman came to Uthman at the time when the people of al-Sham and the people of Iraq were waging a war to conquer Armenia and Azerbaijan. Hudhayfa was afraid of their (the people of al-Sham and Iraq) differences in the recitation of the Qur’ān, so he said to 'Uthman ,
„O Ameer Al Mumineen! Rette diese Nation, bevor sie sich über das Buch (Qur’ān) entzweit, so wie es die Juden und die Christen zuvor getan haben.“
'O Ameer Al Mumineen! Save this nation before they differ about the Book (Qur’ān) as Jews and the Christians did before.'
So sandte 'Uthman eine Nachricht an Hafsa mit den Worten:
So 'Uthman sent a message to Hafsa saying,
Senden Sie uns die Manuskripte des Qur’ān, damit wir die Qur’ān-Materialien in vollkommenen Abschriften zusammenstellen können, und wir senden Ihnen die Manuskripte zurück.
Send us the manuscripts of the Qur’ān so that we may compile the Qur’ānic materials in perfect copies and return the manuscripts to you.
Hafsa schickte es an 'Uthman. 'Uthman befahl dann Zaid bin Thabit (ra), 'Abd Allah ibn al-Zubair, Said ibn al-'As und 'Abd al-Rahman ibn Harith ibn Hisham, die Manuskripte in vollkommenen Abschriften neu niederzuschreiben. 'Uthman sprach zu den drei Männern aus Quraisch:
Hafsa sent it to 'Uthman . 'Uthman then ordered Zaid bin Thabit (ra), 'Abd Allah ibn al Zubair, Said ibn al-'As and 'Abd al-Rahman ibn Harith ibn Hisham to rewrite the manuscripts in perfect copies. 'Uthman said to the three Qurayshi men,
„Falls du in irgendeinem Punkt des Qur’ān anderer Meinung bist als Zaid ibn al-Thabit (ra), dann schreibe es im Dialekt der Quraysch, denn der Qur’ān wurde in ihrer Sprache offenbart.“
'Incase you disagree with Zaid ibn al-Thabit (ra) on any point in the Qur’ān, then write it in the dialect of Quraysh, the Qur’ān was revealed in their tongue.'
Sie taten dies, und nachdem sie viele Abschriften angefertigt hatten, gab ʿUthmān die Originalhandschriften an Ḥafṣa zurück. ʿUthmān ließ je eine Abschrift von dem, was sie als Abschriften erstellt hatten, in jede muslimische Provinz senden und befahl, alle übrigen Qurʾān-Materialien, ob in fragmentarischen Handschriften oder in vollständigen Exemplaren, zu verbrennen. Die Zahl der angefertigten Abschriften betrug sieben. Die sieben Muṣḥafs wurden nach Makkah, al-Shām, Jemen, Bahrain, Basra und Kufa gesandt, und ein Exemplar wurde in Madinah aufbewahrt.
They did so, and when they had written many copies, 'Uthman returned the original manuscripts to Hafsa . 'Uthman sent one copy of what they have copies to every Muslim province, and ordered that all the other Qur’ānic materials, whether written in fragmentary manuscripts or whole copies, be burnt. The number of copies made was seven. The seven mushaf’s were sent to Makkah, al-Sham, Yemen, Bahrain, Basra, Kufah, and one copy was kept in Madinah.
Daher bestand die Tat 'Uthmāns nicht in der Sammlung des Qur'ān, sondern lediglich im Abschreiben und Niederschreiben des Gleichen, das vom Gesandten Allahs ﷺ überliefert worden war, so wie es war. Er tat nichts anderes, als sieben Abschriften von dem bewahrten Exemplar anzufertigen, das sich im Besitz Ḥafṣas, der Mutter der Gläubigen, befand, und die Menschen auf dieser einen Schrift zu vereinen, und er untersagte jede andere Schrift oder Diktierweise außer dieser. Die Angelegenheit wurde auf diesem Exemplar als Schrift und Diktierweise entschieden. Es ist dieselbe Schrift und Diktierweise, in der die Blätter niedergeschrieben wurden, in Anwesenheit des Gesandten Allahs ﷺ, als die Offenbarung herabgesandt wurde. Und es ist dasselbe Exemplar, das Abū Bakr ﷺ hatte sammeln lassen. Danach begannen die Muslime, Abschriften von diesem Exemplar anzufertigen und nicht von einem anderen. Es blieb nichts außer dem Muṣḥaf 'Uthmāns in seiner Schrift übrig. Als die Drucker aufkamen, wurde der Muṣḥaf von diesem Exemplar mit derselben Schrift und Diktierweise gedruckt.
Therefore, 'Uthman's action was not the compilation of the Qur’ān rather it constituted in only the copying and transcription of the same thing transcribed from the Messenger of Allah as it was. He did not do anything other than make seven copies from the preserved copy in the possession of Hafsa , the mother of the Believers and unite the people on this single script and forbade any other script or dictation other than it. The matter was settled on this copy as a script and dictation. It is the same script and dictation in which the sheets were written as was written in the presence of Allah's Messenger when the revelation was revealed. And it is the same copy which Abu Bakr had compiled. Then the Muslims began to make copies from this copy and not any other copy. Nothing remained except the mushaf of 'Uthman in its script. When printers came about, the mushaf was printed from this copy with the same script and dictation.

Dass Marwan Hafsa dazu aufforderte, ihm – damals, als er über Madina herrschte, im Auftrag Mu'awiyyas – die Blätter zu schicken, von denen der Qur'an abgeschrieben worden war. Sie weigerte sich, sie ihm zu geben. Salim sagte: Als Hafsa starb, teilte Marwan auf dem Rückweg von ihrer Beerdigung 'Abd Allah ibn 'Umar seinen festen Entschluss mit, dass dieser ihm jenen Mushaf schicken solle. So schickte 'Abd Allah ibn 'Umar ihn ihm. Marwan ordnete an, ihn zu vernichten. Er sagte: Ich habe dies getan, weil ich befürchtete, dass die Menschen, wenn er lange bei ihnen bliebe, an diesen Blättern zweifeln würden.
‘That Marwan used to send for Hafsa – i.e when he was the amir of Madinah via Mu'awiyya - asking her for the sheets from which the Qur’ān was written. She refused to give him it. Salim said: When Hafsa died, while we were returning from her burial Marwan communicated his firm decision to 'Abd Allah ibn 'Umar that he send him that mushaf. So 'Abd Allah ibn 'Umar sent it to him. Marwan ordered it to be destroyed. He said: I did this because I feared that if it remained with people for a long time then people will have doubts regarding these sheets’.