24. Die Länder des ʿUschr, des Charādsch und des Sulh (Waffenstillstand)
24. The Lands Of Ushr, Kharaj And Sulh (truce)
Abu Ubayd sagte: „Wir finden, dass die Überlieferungen vom Gesandten Allahs ﷺ und von den Nachfolgern nach ihm hinsichtlich der Eroberung von Ländern drei Regelungen enthalten: Das Land, dessen Bewohner sich darauf zum Islam bekannten, sodass ihr Besitz bei ihnen verbleibt, und es ist Land des ‘Ushr, und darauf liegt für sie nichts weiter. Und das Land, das durch einen Vertrag gegen einen bestimmten Kharadsch erobert wurde, sodass ihnen auferlegt ist, was sie vertraglich vereinbart haben, und darüber hinaus nichts auf sie entfällt. Und das Land, das gewaltsam genommen wurde, und das ist dasjenige, worüber die Muslime uneins waren. Einige von ihnen sagten, sein Weg sei der Weg der Kriegsbeute (Ghanima), sodass es in Fünftel geteilt und verteilt wird. Vier Fünftel werden unter denen verteilt, die es erobert haben, und das verbleibende Fünftel für diejenigen, die Allah (swt) benannt hat. Andere sagten, seine Regelung und die Entscheidung darüber obliege dem Imam; wenn er sieht, dass er es in Fünftel teilt und es verteilt, so wie der Gesandte Allahs ﷺ es in Chaibar tat, dann kann er das tun. Und wenn er sieht, dass er es zur Fai-Gabe macht, sodass er es weder in Fünftel teilt noch verteilt, sondern es als Treuhand für die Muslime insgesamt bestehen bleibt, so wie Umar es mit dem Siwad (dem Land zwischen dem Fluss Dadschla und dem Euphrat und dessen Umgebung) tat, dann kann er das tun. Dies sind die Regelungen für Land, das durch Eroberung geöffnet wurde.“ (Hier endet der Verweis Abu Ubayds.)
Abu Ubayd said: ‘We find that the traditions from the Messenger of Allah (saw) and the Khulafaa after him came regarding the conquest of lands with three rules: The land where people embraced Islam upon it so their property remains with them, and it is the land of ushr and there is nothing else in it upon them. And the land conquered by truce upon a specific kharaj, so upon them is what they made truce upon and nothing beyond that is obliged upon them. And the land taken by force which is the one Muslims differed upon. Some of them said that its way is the way of war booty (ghaneema) so it is divided into fifths and divided. So four-fifths becomes distributed between those who conquered it specifically and the remaining fifth for those named by Allah (swt). Some said that its rule and the consideration over it is for the Imam; if he sees that he divided it into fifths and divides it like the Messenger of Allah (saw) did in Khayber, then he can do that. And if he sees that he makes it booty (fai) so that he does not divide it into fifths and not divide it, but it becomes a trust for Muslims generally as long as it remains just as Umar did with the siwad (land between river Dajla and Euphrates and surrounding it) then he can do that. These are the rules of land which are opened by conquest’ (Abu Ubayds reference ends here).
Das Land im Islam, von der Zeit an, als Allah Seinen Gesandten ﷺ sandte, bis zu dem Tag, an dem Allah die Erde und alle, die auf ihr sind, beerbt, ist entweder das Land des ʿUschr, das Land des Charādsch oder das Land des Waffenstillstands. Das Land des ʿUschr ist das Land, von dem der ʿUschr (Zehnt) genommen wird, oder der halbe Zehnt als Zakat von dem, was auf ihm hervorgebracht wird, weshalb es ushrisches Land ist. Es wird so benannt im Hinblick auf den Zehnt, der von dem Ertrag des Landes als Zakat darauf genommen wird.
The land in Islam from the time Allah sent His Messenger (saw) until the day Allah inherits the earth and those upon it is either the land of ushr or the land of kharaj or the land of truce. As for the land of ushr, it is the land from which ushr (tithe) is taken or half-tithe as zakat from what is produced from it so it is ushri land. It is named that in relation to the tithe taken from the produce(r) of the land as zakat upon it.
Es umfasst jedes Land, dessen Bewohner ursprünglich den Islam auf ihm angenommen haben, wie das Land von Al-Madinah Al-Munawwarah oder Indonesien. Die Bewohner von Madinah zur Zeit des Gesandten Allahs ﷺ und der Chalifen nach ihm nahmen den Zehnten nicht als Zakat von den Erzeugnissen des Landes an.
It includes every land whose inhabitants embraced Islam upon it originally like the land of Al Madinah Al-Munawwarah or Indonesia. The people of Madinah in the days of the Messenger (saw) and the Khulafaa after him did not except the tithe as zakat from the produce of the land.
Ebenso umfasst das Land des ʿUshr die gesamte Arabische Halbinsel, gleichgültig, ob ihre Bewohner dort den Islam angenommen haben, wie Madinah, oder ob sie mit Gewalt erobert wurde, wie Makkah. Der Gesandte Allahs ﷺ überließ das Land von Makkah seinen Bewohnern und nahm es ihnen nicht weg. Dasselbe galt für den übrigen Teil der Halbinsel, außer dem, was den Juden gehörte. Das liegt daran, dass Allah von den arabischen Vielgöttern nur den Islam oder das Schwert annahm. Allah erwählte Seinen Gesandten ﷺ aus ihrer Mitte und offenbarte den Qur’an in ihrer Sprache, weshalb sie ihn besser verstehen und begreifen können. Daher befahl Er ihnen allen den Islam, und wer den Islam nicht annimmt, wird getötet. Von ihnen nahm Er keine Dschizya an, damit sie ihrer Religion treu bleiben könnten, sondern ehrte sie über diese Erniedrigung hinaus. Er nahm weder eine Kopfsteuer von ihnen noch erhob Er Grundsteuer (Kharāj) auf ihr Land; vielmehr machte Er die gesamte Arabische Halbinsel zu ʿUshr-Land, gleichgültig, ob ihre Bewohner dort den Islam angenommen haben oder sie mit Gewalt erobert wurde. Und Er machte ihre Einwohner zu Muslimen und befahl dem Gesandten ﷺ, die Juden von dort zu vertreiben, sodass nichts darin verbleibt außer der Religion des Islam. Dementsprechend wurde bis zu dieser Stunde durch den Gesandten ﷺ keine Zakāt erhoben außer dem Zehnten auf die Erzeugnisse.
Similarly the land of ushr covers all the Arabian Peninsula whether its inhabitants embraced Islam upon it like Madinah or it was conquered by force like Makkah. The Messenger of Allah (saw) left the land of Makkah to its inhabitants and he did not take it from them. This was the same for the rest of the peninsula except what was for the Jews. This is because Allah did not accept from the Arab polytheists except Islam or the sword. Allah chose His Messenger (saw) from among them and revealed the Qur’an in their language so therefore they are more capable to understand and comprehend it so He commanded them all with Islam and whoever does not embrace Islam is killed. He did not accept jizyah from them along with their remaining upon their religion so He honoured them above this humiliation. He did not accept jizyah upon their heads nor implements kharaj upon their lands; rather He made the whole Arabian Peninsula ushri land whether its inhabitants embraced Islam upon it or it was conquered by force. And He made its residents Muslims and commanded the Messenger (saw) to remove the Jews from it so that there does not remain within it except the deen of Islam. Accordingly there was no zakah taken except the tithe on the produce by the Messenger (saw) until this hour.
Alles Land, das Muslime mit Waffengewalt erobert und das der Imam unter den Kämpfern aufgeteilt hat, wie das Land von Chaibar, wird dem Land des Ushr angeschlossen und wird zu Ushr-Land. Oder das, was der Imam ihnen an einem Teil davon bestätigt hat, wie es bei der Armee der Muslime in Scham und Homs geschah. Al-Ahwas bin Hakeem überliefert, dass die Muslime, die Homs eroberten, es nicht betraten, sondern sich am Fluss Al-Irbid lagerten und dort lebten, also ließ Umar es für sie vollziehen, und Uthman ebenso. Wie überliefert wird, gab Allah (SWT) den Muslimen den Sieg über Bilad asch-Scham, und sie schlossen Frieden mit den Leuten von Damaskus und Homs. Sie widerstrebte es, es zu betreten, bevor sie ihren Sieg vollendet hatten, und sie richteten unter dem Feind Allahs schwere Massaker an. So lagerten sie in der Wiese von Bardi zwischen Al-Mizzah und der Wiese von Scha'ban, und die beiden Seiten der Wiese von Muruj wurden den Leuten von Damaskus und deren Erzeugnissen erlaubt, nicht aber irgendeinem von ihnen, also ließen sie sich dort nieder. Diese Nachricht erreichte Umar, und er ließ es für sie vollziehen, und Uthman tat es nach ihm. Es verließ nie seine Besitzer ohne Kharadsch darauf; vielmehr wurde der Zehnt gezahlt, da es ursprünglich im Besitz von Muslimen war, und es wurde kein Kharadsch darauf auferlegt.
All land conquered by Muslims by force of weapons and divided by the Imam between the fighters such as the land of Khayber is joined to the land of ushri and becomes ushri land. Or what the Imam confirmed for them upon a part from it as happened with the Muslims’ army in Sham and Homs. Al-Ahwas bin Hakeem narrated that the Muslims who conquered Homs did not enter it but rather encamped upon the river Al-Irbid and lived there, so Umar executed it for them and Uthman. As it is narrated that when Allah (swt) gave the Muslims victory over Bilad AsSham and they made peace with the people of Damascus and Homs, they disliked to enter it before completing their victory and inflicted severe massacres over the enemy of Allah. So they encamped in the meadow of Bardi between Al-Mizzah and the meadow of Sha’ban, and the two sides of the meadow of Muruj were permitted for the people of Damascus and its produce not for anyone of them so they resided therein. This information reached Umar and he executed it for them, and Uthman executed it after him. It never departed from its owners without kharaj in it; rather tithe was paid as it was owned by Muslims originally and no kharaj was imposed upon it.
Ähnlich verhält es sich mit dem Land des Zehnten (ʿUšr), weil das ʿušrī-Land die Ländereien sind, die der Kalif den Menschen aus dem gewaltsam eroberten Land zuteilte, dessen Bewohner geflohen waren, um sich den Muslimen zu entziehen, oder das dem besiegten Staat, dessen Herrschern darin oder deren Familie bzw. Verwandten gehörte. Wie von einigen Leuten aus Madinah, die von den früheren Gelehrten überliefert haben, berichtet wurde, fand man im Diwan von ʿUmar ibn al-Ḫaṭṭāb (ra), dass er die Besitztümer von Chosrau und der Familie Chosraus auswählte, ebenso alles, was von denen, die aus ihrem Land geflohen oder auf dem Schlachtfeld getötet worden waren, sowie jede Wasserniederung und jedes Dickicht. ʿUmar wies von diesem Land demjenigen, dem zugeteilt wurde, Anteile zu und nahm davon den Zehnten, sodass es zu ʿušrī-Land wurde, obwohl es durch die Macht des Staates erobert worden war, da es nicht in den Händen seiner Bewohner verblieb. Darauf wurde keine Ḫarāğ-Steuer auferlegt; vielmehr besaß der Muslim es ursprünglich durch die Zuteilung an ihn durch den Imam.
Similarly attached to the land of ushr so that it because ushri land is the allotments allocated by the Khalifah to the people from the land conquered violently and its inhabitants left fleeing from Muslims or was owned by the conquered State, its rulers therein or their family or relatives. As it was narrated from some of the people of Madinah from the preceding sheikhs that it was found in the diwan of Umar bin Al-Khattab (ra) selected the properties of Khosroes and the family of Khosroes, everyone who fled from his land or was killed in the battlefield and every bog of water or thickets. Umar would allocate from this land to the one allocated and would take the tithe from it so it became ushri land even though it was conquered by the State’s power as it did not remain in the hands of its inhabitants. Kharaj was not imposed upon it; rather the Muslim owned it originally by its allocation to him by the Imam.
Ebenso gilt für das, was der Imam einer Person von einem noch nicht eroberten Land zuteilt: Wenn Allah (swt) es den Gläubigen eröffnet, wird es zur Beute für denjenigen, dem es zugeteilt wurde. Dies entspricht der Zuteilung des Propheten ﷺ an Tamim Ad-Dari von dem Land Hibra, Hebron, Al-Martum und ‘Ainun in Al-Khalil. Als Tamim Ad-Dari mit seinem Volk als Gesandter entsandt wurde, bat er den Propheten ﷺ, ihm diese Gebiete zuzuteilen, falls Allah (swt) sie den Muslimen eröffne. So teilte er sie ihm zu und stellte ihm darüber ein Schriftstück aus. Umar (ra) gehörte zu den Zeugen dieses Schriftstücks. Als Allah (swt) das Land in den Tagen Umars (ra) den Muslimen eröffnete, forderte Tamim es von Umar (ra) zurück, und Umar (ra) übergab es ihm in Erfüllung der Schenkung des Gesandten Allahs ﷺ. Ebenso gilt, was der Imam den Bewohnern von Ländern mit ʿUschr-Land ohne Besitzer zuteilt. So teilte der Gesandte Allahs ﷺ Bilal bin Harith Al-Muzni das gesamte Al-ʿAmeeq zu, das nahe bei Madinah liegt und ʿUschr-Land ist.
Similarly what the Imam allocated to someone from the land not yet conquered, after Allah (swt) opens it for the believers then it becomes booty to the one it was allocated to. This is like the Messenger (saw)’s allocating to Tamim Ad-Dari the land of Hibra, Hebron, Al-Martum and ‘Ainun in Al-Khalil. When Tamim Ad-Dari was sent as an envoy with his people, he requested from him that he (saw) allocates him these areas if Allah (swt) opened them for the Muslims so he allocated them to him and wrote a book for him regarding that. Umar (ra) was among the witnesses upon that book so when Allah (swt) opened it for Muslims in the days of Umar (ra), he sought them from Umar (ra) and Umar (ra) handed it to him in fulfilment of the grant of the Messenger of Allah (saw). Also similar is what the Imam allocates to the people of the lands of ushr without owners, like the Messenger of Allah (saw) allocated Bilal bin Harith Al-Muzni the whole of Al-‘Ameeq which is the land close to Madinah and it is the land of ushr.
Jedes unbebaute Land, das Menschen durch irgendeine Art von Bewirtschaftung wieder urbar machen, wird dem Zehntland (ʿUschr-Land) zugeordnet, sodass es ebenso zum ʿUschr-Land wird, sei es vom Zehntland, d. h. von der Arabischen Halbinsel oder Indonesien, und jedes Land, dessen Bewohner darauf den Islam angenommen haben, oder es sei vom Land des Kharādsch wie die Länder Irak, Sham, Ägypten und andere mit Gewalt eroberte Länder. Es wird überliefert von Dschabir ibn ʿAbdullah (ra), der sagte: Der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
All uncultivated land which is revived by people via any type of cultivation is attached to the land of ushr so that it similarly becomes ushri land, whether it is from the land of ushr i.e. from the Arabian peninsula or Indonesia and any land whose inhabitants embraced Islam upon it or it were from the land of kharaj like the lands of Iraq, Sham, Egypt and other lands conquered by force. It has been narrated from Jabir bin Abdullah (ra) who said: The Messenger of Allah (saw) said:
„Wer unbebautes Land belebt, dem gehört es.“ (überliefert von Tirmidhi).
"Whoever revives uncultivated land, then it is for him’” (narrated by Tirmidhi).
Er überlieferte außerdem auf dem Weg von Saeed bin Zyad, dass der Prophet ﷺ sagte:
He also narrated via the way of Saeed bin Zyad that the Prophet (saw) said:
„Wer unbebautes Land belebt, dem gehört es, und das Recht des ungerechten Zugreifers (‘araq) besteht nicht.“
“Whoever revives uncultivated land then it is for him, and there is no right for the (‘araq) of the oppressor."
Diese Arten von Land sind allesamt Ushri-Ländereien, und auf ihnen ist nichts zu entrichten außer dem Zehnten vom Ertrag, wenn sie durch Regenwasser bewässert werden, oder dem halben Zehnten, wenn sie aus Brunnen, Flüssen und (sawaqi) bewässert werden. Dies ändert sich nicht und wird auch nicht verändert, selbst wenn die Eigentümer wechseln, denn seine Beschaffenheit bleibt unverändert und unverändert bestehen, da es sich um ein Land handelt, dessen Bewohner auf ihm den Islam angenommen haben, oder das ursprünglich einem Muslim gehörte, oder das sich auf der Arabischen Halbinsel befindet. Diese Eigenschaften bleiben dauerhaft bestehen und vergehen nicht, selbst wenn es von einem Muslim an einen Ungläubigen übertragen wird. Die Eigenschaft bleibt ihm verpflichtend anhaftend, sodass weiterhin der Zehnte als Zakat auf den Ertrag zu entrichten ist. Bringt es keinen Ertrag hervor, so fällt keine Zakat darauf an. Daher fällt auf Wohnland keine Zakat an, es sei denn, es wird landwirtschaftlich genutzt; oder wenn es für den Handel genommen wird, wird es zur Handelsware, und in diesem Fall ist auf es die Zakat der Handelswaren zu entrichten.
These types of land are all ushri lands, and it is not obliged upon them except the tithe of the produce if it is irrigated by water from the sky or half-tithe if irrigated from wells, rivers and (sawaqi). This does not change or alter even if the owners change because its attribute remains without change or alteration as it is a land whose people embraced Islam upon it or a Muslim owned it originally or it is in the Arabian Peninsula. These attributes remain perpetually without passing away even if it is transferred from a Muslim to a disbeliever. The attribute remains compulsory upon it so it remains obligatory to pay the tithe as zakat upon the produce. If it does not produce then there is no zakat upon it. Hence there is no zakat upon the residential land except it is farmed or if it is taken for trade then it becomes merchandise of trade; at this point, the zakat of trading merchandise is obliged upon it.
Das Ushri-Land ist das (yameen)-Eigentum seines Besitzers, der seinen Hals und seinen Nutzen besitzt und alle Arten von Verfügungen darüber hält, wie Kauf, Handel, Verpfändung, Schenkung und Treuhand, genauso wie es von ihnen vererbt wird. Es wird ihnen nur mit ihrer Zustimmung weggenommen, und wenn der Staat es ihnen wegnimmt, zahlt er ihnen den Preis des Landes an Substanz und Nutzen. Ausgenommen ist das Land, das der Imam einzelnen Personen zugewiesen hat, und das Land, das Einzelne durch ein beliebiges Zeichen eingefriedet haben, das auf das Auflegen einer Hand darauf hinweist; wenn darüber drei Jahre vergehen, ohne dass es belebt, genutzt oder bebaut wird, wird es aus der Hand seines Besitzers genommen, ohne dass der Staat ihnen etwas zahlt, weder den Preis der Substanz noch den Preis des Nutzens. Das liegt daran, dass sie sich nicht verpflichtet haben, das Ziel zu verwirklichen, um dessentwillen die Zuweisung oder Einfriedung erfolgte, nämlich das Land zu nutzen und durch Pflanzen und Bestellen zu bebauen. Daher verdienen sie es nicht, und deshalb ist ihr Besitz dieser Ländereien ohne Zweck. Daher entfernte Umar bin Al-Khattab (ra) das Land von Al-‘Ameeq von Bilal bin Al-Harith Al-Muzni, solange dieser es nicht bebauen konnte, nachdem er ihm gesagt hatte, dass der Gesandte Allahs (ﷺ) es ihm nicht zugewiesen habe, um es vor den Leuten einzufrieden, sondern es ihm nur zur Bearbeitung zugewiesen habe. Nimm also, was du zu bebauen vermagst, und gib den Rest zurück. Bilal sagte zu ihm: „Bei Allah, ich werde niemals etwas tun. Der Gesandte Allahs (ﷺ) hat es mir zugewiesen.“ Umar sagte: „Bei Allah, du wirst es tun“, und er nahm ihm das, was er nicht zu bebauen vermochte, ohne ihm irgendeine Entschädigung zu geben, und teilte es unter den Muslimen auf. Ähnlich wird von Umar überliefert, dass er auf der Kanzel sagte:
„Wer ein totes Land belebt, dem gehört es. Und dem, der ein Stück Land eingezäunt hat, steht nach drei Jahren kein Recht mehr darauf zu.“
“Whoever revives a land, then it is for him. And there is no right for the encloser (muhtajir) after three years”
Und er sagte:
And he said:
„Wer Land drei Jahre lang brachliegen lässt, ohne es zu bestellen, und ein anderer kommt und es bestellt, dem gehört es.“
“Whoever leaves land unemployed for three years without cultivating it, and another comes and cultivates then it is for him.”
Die Übereinkunft (Ijma') der Sahaba bestand darin, dass demjenigen, der sein Land drei Jahre lang brachliegen lässt, dieses weggenommen und einem anderen gegeben wird.
The Ijma’a of the Sahabah was contracted that whoever leaves unemployed his land for three years, it is taken from him and given to someone else.
Was das Land des Kharādsch betrifft, so ist es das Land, das mit Gewalt durch die Stärke der Muslime und ihres Heeres erobert wurde, doch wird es nicht unter den Kämpfern aufgeteilt. Vielmehr überlässt der Imam es den Händen seiner Bewohner und erlegt ihnen den Kharādsch auf. Der Ursprung dafür liegt darin, dass, als Irak, Scham und Ägypten zur Zeit Umars ibn al-Chattāb (ra) erobert wurden, die Muslime ihn baten, es unter ihnen aufzuteilen, so wie der Gesandte Allahs ﷺ Chaibar aufteilte. An der Spitze derjenigen, die um die Aufteilung des Landes baten, standen Bilāl (ra), ʿAbdurrahmān ibn ʿAwf (ra) und az-Zubair (ra). Doch ʿAlī (ra) und Muʿādh (ra) baten Umar (ra), das Land nicht aufzuteilen, und Muʿādh (ra) sagte zu Umar (ra), wie Abū ʿUbaid in „al-Amwāl“ überliefert: Umar (ra) kam nach al-Dschābiya und beabsichtigte, das Land unter den Muslimen aufzuteilen. Da sagte Muʿādh (ra) zu ihm: Bei Allah, es wird das werden, was du nicht magst. Wenn du es heute aufteilst, wird es für die Menschen ein großer Besitz (ra’iy) werden, dann werden sie zugrunde gehen, bis es schließlich in den Händen eines einzigen Mannes oder einer Frau sein wird. Danach werden Menschen kommen, die dem Islam zum Hindernis werden, und sie werden nichts finden. Suche daher nach einer Lösung, die für ihre Ersten und Letzten Raum bietet. Bilāl (ra) und seine Gefährten drängten Umar (ra) so sehr, bis Umar (ra) sagte: „O Allah! Sei mir genug gegen Bilāl und seine Anhänger.“ Umar beriet sich in dieser Sache mit den Muhādschirūn und den Ansār, und zu dem, was er ihnen sagte, gehörte: „Ich habe es für richtig gehalten, das Land zu behalten, den Kharādsch darauf zu legen und auf ihre Hälse die Dschizya, damit sie zur Beute für die muslimischen Kämpfer, ihre Familien und jene, die nach ihnen kommen, wird. Seht ihr diese Grenzen? Es ist notwendig, dass Männer sie fest besetzen. Seht ihr diese großen Städte wie Scham, al-Dschazīra, Kufa, Basra und Ägypten? Es ist notwendig, sie mit Heeren zu füllen und ihnen Sold zu bestimmen. Woher sollten sie bezahlt werden, wenn ich das Land und die Güter aufteile?“ Sie alle sagten: „Die Meinung ist deine Meinung.“ „Wie vortrefflich ist das, was du getan und bedacht hast.“ Er leitete für sie seine Meinung mit dem Vers über die Beute ab, der in der Sure Al-Haschr vorkommt, und unter ihnen:
As for the land of kharaj, it is the land conquered by force by the strength of the Muslims and their army, but it is not divided between the fighters. Rather the Imam leaves it in the hands of its inhabitants and imposes kharaj upon them. The origin in that is that when Iraq, Sham and Egypt were conquered in the days of Umar bin Al-Khattab (ra), the Muslims requested him to divide it between them as the Messenger of Allah (saw) divided Khayber. The head of those requesting the division of the land were Bilal (ra), Abdurrahman bin Awf (ra) and Az-Zubayr (ra). However Ali (ra) and Muadh (ra) requested from Umar (ra) not to divided the land, and Muadh (ra) said to Umar (ra) as Abu Ubayd narrated in ‘Al-Amwal’ that Umar (ra) came to Al-Jibaya and he intended to divide the land between the Muslims so Muadh (ra) said to him: By Allah, this will become what you dislike. If you divide it today it will become a great asset (ra’iy) in the hands of the people then they will perish until it will lead to be owned by one man and woman. Then there will come after them people who will become an obstacle for Islam and they do not find anything, so look to a matter which will be spacious for their first and last. Bilal (ra) and his companions were severe in seeking from Umar (ra) until Umar (ra) said: ‘O Allah! Be sufficient for me against Bilal and his followers.’ Umar consulted the Muhajireen and Ansar in this, and of what he said to them was: ‘I viewed that I retain the land and place upon it kharaj and upon their necks jizyah to pay so that it becomes booty for the Muslims fighters and families and those coming after them. Do you see these frontiers? It is necessary to have men adhere closely to them. Do you see these great cities like Sham, Al-Jazeera, Kufa, Basra and Egypt? It is necessary to fill them with armies and arrange pay for them. From where would they be paid if I divide the lands and the assets? They all said: The opinion is your opinion. How excellent is what you did and what you considered.’ He deduced for them for his opinion with the ayat of booty which came in Surah Al-Hashr and among them:
„Und diejenigen, die nach ihnen kamen, sagen: Unser Herr, vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Glauben vorausgegangen sind“ [TMQ 59:10].
“And those who came after them say: O our Lord, forgive us and our brothers who preceded us in iman” [TMQ 59:10].
Er leitete aus diesem Vers ab, dass auch diejenigen, die nach den Söhnen der Sahabah, den Nachfolgern (Tabi'in) und deren Nachfolgern kommen würden, und jene, die nach ihnen bis zum Tag des Gerichts kommen, ein Anrecht auf diese Beute haben.
He deduced from this ayah that those who would come from the sons of the Sahabah, the followers (tabi’in) and their followers, and those who would come after them until the Day of Judgement have a right upon this booty.
Demnach war Umars Überlegung, dass die Notwendigkeit eine dauerhafte Einnahmequelle erfordere, aus der die Ausgaben für das Heer bestritten, die Gehälter gezahlt, die Interessen des Staates verwaltet und die Bedürftigen stets unterstützt werden. Diese Ausgaben verlangen nach einer dauerhaften Finanzierung, die nicht endet. Seine Überlegung und sein Verständnis des Verses über die Beute, der in der Sure Al-Hashr vorkommt, leiteten ihn dazu, die Aufteilung eines eroberten Landes unter den Muslimen zu verhindern und es in den Händen seiner Bewohner zu belassen, und ihnen das Kharaj aufzuerlegen, damit es zu einer dauerhaften Beute wird, die für das muslimische Heer und zu ihrem Nutzen verwendet wird. Dies ist der eigentliche Sinn, der Umar (ra) dazu bewog, das Land nicht unter den Muslimen aufzuteilen. Dieser Sinn kommt in Umars Aussage zum Ausdruck:
Accordingly, the consideration of Umar that the necessity calls for creating permanent spending from where expense are paid for the army, salaries are withdrawn, administering the State’s interest expended from it and needy persons are paid from it always. These expenses require permanent spending which does not end. So his thinking and understanding of the ayat of booty which came in Surah Al-Hashr guided him to prevent the division of a conquered land between the Muslims and to leave it retained in the hands of its inhabitants, and to impose kharaj upon them so as to become permanent booty to be expended upon the Muslims’ army and their benefit. This is the real meaning which lead Umar (ra) not to divide the land between the Muslims. This meaning is expressed in Umar’s statement:
„Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt: Hätte ich nicht die Sorge, dass die übrigen Muslime in Armut zurückgelassen werden könnten, würde ich das Land jedes Dorfes, das ich erobere, unter die Kämpfer aufteilen, so wie der Prophet ﷺ das Land von Khaybar aufteilte. Doch ziehe ich es vor, es als gemeinsamen Schatz zu belassen, aus dem sie ihre Einkünfte untereinander verteilen.“ (Überliefert von Bukhari)
‘By Him in Whose Hand my soul is, were I not afraid that the other Muslims might be left in poverty, I would divide (the land of) whatever village I may conquer (among the fighters), as the Prophet (saw) divided the land of Khaybar. But I prefer to leave it as a (source of) a common treasury for them to distribute it revenue amongst themselves’ (Narrated by Bukhari)
Daraus wird verständlich, dass der Grund und Boden des Kharaj-Landes allen Muslimen gehört und ihnen vorbehalten bleibt; dass er in den Händen seiner Bewohner verbleibt, dient nur dazu, ihn im Namen der Muslime zu bebauen und zu nutzen, unter der Bedingung, dass sie dafür Kharaj darauf entrichten, wofür sie im Gegenzug auf dem Land bleiben und es nutzen dürfen. Sie sind nicht Eigentümer des Grundes selbst, sondern ihnen wurde das Recht auf den Nutzen daran zugestanden. Dementsprechend ist es die Ansicht einiger Gefährten und vieler Gelehrter, dieses Land nicht zu kaufen; unter ihnen sind Umar (ra), Ali (ra), Ibn Abbas (ra), Abdullah bin Umar (ra), Al-Awza'i (ra) und Malik (ra). Al-Awza'i sagte:
From here it is understood that the neck of the land of kharaj is owned by all Muslims and it is retained for them; its remaining in the hands of its inhabitants is only to cultivate and exploit it on behalf of Muslims on condition of their paying kharaj upon it in return for their remaining with their benefits in it and their exploiting it. They are not owners of its neck but they have been consented upon owning its benefit. Accordingly it is the view of some Sahabah and many people of knowledge not to purchase this land; among them are Umar (ra), Ali (ra), Ibn Abbas (ra), Abdullah bin Umar (ra), Al-Awzai’ (ra) and Malik (ra). Al-Awzai’ said:
Die Führer der Muslime hörten nicht auf, den Kauf von Land, das der Dschizya unterliegt, zu untersagen, und ihre Gelehrten missbilligten dies.
‘The leaders of the Muslims did not cease prohibiting the purchase of the land of jizyah, and their scholars disliked it.’
Asch-Sch'abi berichtete, dass Utba bin Farqad Land an den Ufern des Euphrats erwarb, um daraus einen kleinen Bewässerungskanal anzulegen. Er erwähnte dies gegenüber Umar (ra), und dieser sagte:
Ash-Sh’abi narrated that Utbah bin Farqad purchased land upon the river-banks of Al-Furrat to took from it a small channel of irrigation. He mentioned this to Umar (ra) and he said:
„Von wem hast du es gekauft?“ Er sagte: „Von seinen Besitzern.“ Als sich die Muhajirun und die Ansar versammelten, sagte er: „Dies sind seine Besitzer. Hast du etwas von ihnen gekauft?“ Er sagte: „Nein.“ Er sagte: „Dann gib es dem zurück, von dem du es gekauft hast, und nimm dein Geld.“
‘From whom did you purchase it? He said: From its owners. When the Muhajireen and Ansar gathered, he said: These are its owners, so did you purchase anything from them? He said: No. He said: Then return it to the one you purchased it from and take your money.’
Sie missbilligten den Kauf von Kharaj-Land von Leuten des Dhimmah, da sein Grund (Eigentum) für die Muslime erhalten bleibt, und außerdem würde der Kauf von ihnen dazu führen, dass der Muslim Kharaj zahlt. Sie betrachteten das Kharaj als Erniedrigung, die von den Muslimen entfernt werden muss, bis sie sagten: „Wer das Kharaj annimmt, hat der Erniedrigung und Unterwürfigkeit zugestimmt.“ Dennoch gibt es andere Sahaba und Rechtsgelehrte (Fuqaha), die beim Kauf nichts (Falsches) sahen, so wie einige der Sahaba von dem Land der Jizyah kauften. So wird überliefert, dass Ibn Mas'ud Land von einem Dahqan kaufte. Und ath-Thawri sagte: „Wenn der Imam die Bezwingenden in ihren Ländern bestätigt, erben sie und kaufen sie.“ Ähnliches wird von Ibn Sirin und al-Qurtubi überliefert, und von Ahmad wird überliefert, dass er sagte:
They disliked the purchasing of the kharaji land from the people of dhimmah as its neck is retained for Muslims, and also purchasing it from the people of dhimmah will make the Muslim pay kharaj and they considered the kharaj as humiliation which must be removed from the Muslims until they said: ‘Whoever accepts kharaj has consented to humiliation and submissiveness.’ However there are other Sahabah and jurisprudents (fuqaha) who saw nothing (wrong) in purchasing just as some of the Sahabah purchased from the land of jizyah so it is narrated that ibn Masoud purchased land from Dahqan. And Ath-Thawri said: ‘If the Imam confirms the people of force in their lands, they inherit and buy them.’ Similar to this is narrated from ibn Sireen and Al-Qurtubi, and it is narrated from Ahmad that he said:
„Wenn der Erwerb leichter ist, dann erwirbt der Mann das, was ihm genügt, und macht sich damit von den Menschen unabhängig.
‘If purchase is easier, then the man purchases what is sufficient for him and makes him self-sufficient from the peop
Bei der sorgfältigen Untersuchung der Wirklichkeit des Landes, das mit Gewalt erobert wurde und auf dem seine Bewohner unter der Bedingung wohnen, dass sie darauf Kharāj entrichten, ist bezeugt, dass dieses Land von Söhnen den Vätern nach, Generation um Generation, vererbt wurde, ohne (irgendeine) Ablehnung seitens irgendeines der Sahābah oder irgendeines Muslims. Dies ist ein eindeutiger Beweis dafür, dass kharāji-Land wie ʿushri-Land bewohnt wird, außer dass das, was im kharāji-Land vererbt wird, dessen dauerhafter Nutzen ist; seine Substanz wird nicht vererbt, da sie allen Muslimen gehört. Was den Nutzen betrifft, so hat ʿUmar ibn al-Khaṭṭāb (ra) zugestimmt, dass seine Bewohner dessen dauerhafte Nutzungsrechte bis zum Ende der Zeit besitzen. Der Nutzen ist besessen und bewohnt, und der Besitzer des Nutzens kann darüber verfügen durch alle Arten von Verfügungen wie Handel, Verpfändung, Vermächtnis und andere Arten von Verfügungen.
By careful examination into the reality of the land conquered by force and which its inhabitants reside upon on condition that they pay kharaj upon it, it is witnessed that this land has been inherited by sons from the fathers, generation after generation, without (any) rejection from any of the Sahabah or any Muslim. This is definite evidence that kharaji land is inhabited like ushri land, except that what is inherited in kharaji land is its permanent benefit; its neck is not inherited as it is owned by all Muslims. As for the benefit, Umar bin Al-Khattab (ra) consented to its inhabitants owning its permanent benefits to the end of time. The benefit is owned and inhabited, and the owner of the benefit can dispose in it via all types of dispositions of trade, pledge, bequest and other types of dispositions.
Dies ist ein Aspekt. Was den zweiten betrifft: Die Erniedrigung ist im Kharaj nicht zwingend vorhanden, sondern nur in der Dschizya auf das Haupt der Familie. Denn das Kharaj auf Land wird vom Eigentümer des Landes nur als Gegenleistung dafür entrichtet, dass ihm das Nutzungsrecht am Land übertragen wird, wodurch es ihm ermöglicht wird, das Land zu bewirtschaften und daraus Nutzen zu ziehen. Dementsprechend liegt darin nicht der Sinn von Erniedrigung und Unterwürfigkeit, da es als Gegenleistung für einen Nutzen gezahlt wird. In einer Gegenleistung für einen Nutzen gibt es keine Erniedrigung. Siehst du nicht, dass auch der Lohn, den eine Person als Gegenleistung dafür zahlt, dass sie eine Wohnung im Haus nutzt oder in einem Laden Handel treibt, keinerlei Erniedrigung enthält? Dementsprechend ist das Kharaj auf Land nur die Gegenleistung für den Besitz des Nutzungsrechts am Land, so dass es nicht als Erniedrigung gilt und daher dem, der Land mit Kharaj erwirbt, keine Erniedrigung anhaftet.
This is one aspect. As for the second, humiliation is not definite in kharaj but rather it is only in the jizyah on the head of the family because the kharaj of land is only paid by the owner of the land in exchange for consenting him in the ownership of the land’s benefit, thereby facilitating him to exploit the land and derive benefit from it. Accordingly it does not appear in it the meaning of humiliation and submissiveness as it is paid in exchange for a benefit. There does not exist humiliation in exchange for a benefit. Do you not see that the salary paid by a person in exchange for his benefiting with the residence of a house or trading in a shop, that there does not exist any humiliation within it? Accordingly the kharaj of land is only in exchange for owning the benefit of the land so it is not considered humiliation and hence no humiliation is attached to the one who purchases land of kharaj.