Mir wurde das Geschenk der Polytheisten untersagt.
I have been forbidden from the gift of the polytheists
At-ta'aadul wa at-tarjeeh
At-ta’aadul And At-tarjeeh
At-Ta'aadul und At-Tarjeeh entstehen aus der Wahrnehmung eines Widerspruchs zwischen den Beweisen. Wenn sich die Adillah gegenseitig widersprechen, ohne dass einer von ihnen ein unterscheidendes Merkmal oder einen Vorrang gegenüber dem anderen besitzt, dann wird dieser Widerspruch, falls er auftritt, At-Ta'aadul genannt, und dieser steht im Widerspruch zur gesetzgeberischen Wirklichkeit. Besitzen einige der Beweise hingegen ein unterscheidendes Merkmal gegenüber anderen Beweisen, dann wird der Widerspruch in diesem Fall At-Tarjeeh genannt. Das liegt daran, dass das unterscheidende Merkmal (Al-Meezah) in einem der beiden Beweise diesem Kraft gegenüber dem anderen Daleel verleiht, sodass er angewendet werden kann. Dieser Tarjeeh hat unter den zhanniy (nicht eindeutigen) schar'ijjah-Texten stattgefunden.
At-Ta’aadul and At-Tarjeeh arises from the perception of a conflict taking place amongst the evidences. In the case where the Adillah were to be in opposition with each other whilst some did not have a distinguishing feature or priority over the other, then this conflict if it arises is called “At-Ta’aadul” and this is contrary to the legislative reality. If some of the evidences do have a distinguishing feature over other evidences, then the conflict in this case is called “At-Tarjeeh” and that is because the distinguishing factor (Al-Meezah) in one of the two evidences gives it strength over the other Daleel, in order to work with it. This Tarjeeh has taken place amongst the Zhanniy (indefinite) Shar’iyah texts.
At-Ta’aadul
At-Ta’aadul
Die Bedeutung von At-Ta’aadul:
The meaning of At-Ta’aadul:
At-Ta'aadul liegt vor, wenn zwei Belege in Bezug auf das Hukm einer Mas'alah miteinander in Widerspruch stehen, während kein unterscheidendes Merkmal vorhanden ist, durch das einer von beiden gegenüber dem anderen bevorzugt werden könnte (d. h. um den einen vom anderen unterscheiden und gegenüber dem anderen abwägen zu können).
At -Ta’aadul is when two evidences are in conflict with each other in respect to a Hukm of a Mas’alah whilst there does not exist a distinguishing factor of one of them over the other (i.e. to be able to differentiate and outweigh one over the other).
Im Tashree' (der Gesetzgebung) tritt At-Ta'aadul (der Gegensatz bzw. das Gleichgewicht zwischen Belegen) nicht auf, wenn zwei Belege in allen Umständen, Bedingungen und Situationen gleich sind. Das ist nur im Fall von An-Naskh (der Aufhebung) geschehen, und An-Naskh ist nicht dasselbe wie At-Ta'aadul, denn es bezieht sich auf die Aufhebung und Außerkraftsetzung des Hukm (der Bestimmung), der aus einem früheren Text entnommen wurde, durch einen neuen Text, in dem Fall, dass die Forderung der Scharia darin besteht, mit dem späteren Text zu arbeiten und ihn anzunehmen.
At-Ta’aadul does not happen within the Tashree’ (legislation) in the case where two evidences are equal in all circumstances, conditions and situations. That has not happened except in the case of An-Naskh (abrogation) and An-Naskh is not the same as At-Ta’aadul because it refers to the abrogation and nullification of the Hukm taken from a previous text with a new text, in the case where the Shar’iy requirement is to work with and take the latter text.
Folglich ist die Ta'āduul (Gleichwertigkeit) zweier qat'ī-Belege oder zweier ẓannī-Belege keine Wirklichkeit, die unter den Belegen eintritt. Der Beweis dafür lautet:
Consequently, the Ta’aadul (equivalence) of two Qat’iy evidences or two Zhanniy evidences is not a reality that takes place amongst the evidences. The Daleel for that is:
1 – Wenn es Ta'aadul (Widerspruch) zwischen zwei definitiven (Qat'iy) Beweisen gäbe, würde das das Vorhandensein einer gewissen sicheren Erkenntnis (‘Ilm Yaqeeniy) in Bezug auf eine bestimmte Sache und das Vorhandensein einer anderen (verschiedenen) sicheren Erkenntnis innerhalb derselben Sache (zur gleichen Zeit) bedeuten. Es ist unmöglich, eine Sache und ihr Gegenteil zur gleichen Zeit, in derselben Situation, unter denselben Bedingungen und am selben Ort miteinander zu verbinden und zusammenzubringen. So könnte man sich zum Beispiel nicht vorstellen, dass es einen Daleel gibt, der die Existenz der Malaa'ikah (Engel) belegt, und einen anderen Beweis, der ihre Existenz leugnet. Das kann der Verstand nicht akzeptieren (d. h. es ist völlig unvernünftig), und es wird auch nicht durch die Shar'a bestätigt. 2 – Wenn At-Ta'aadul (Gleichwertigkeit) zwischen zwei Zhanniy (unsicheren) Beweisen unter allen Gesichtspunkten oder Aspekten bestünde, würde der Mujtahid, wenn er mit beiden arbeiten würde, zwei sich gegenseitig aufhebende Beweise zusammenbringen. Würde er keinen der beiden Beweise berücksichtigen, bedeutete das, dass der Beweis in der Shar'a ohne Zweck oder Sinn gekommen wäre, was in Bezug auf Allah Ta'Aalaa unmöglich ist. Wenn er außerdem den einen zugunsten des anderen anwenden würde, ohne dass ein Murajjih (etwas, das den einen gegenüber dem anderen überwiegen lässt) vorhanden ist, würde sein Handeln bedeuten, die Religion auf Grundlage von Begierden zu gestalten, was nach der Shar'a nicht erlaubt ist. Folglich existiert Ta'aadul zwischen den Beweisen unter keinen Umständen überhaupt (Mutlaqan). Was jedoch zunächst als Widerspruch erscheint und als Ta'aadul zwischen den Beweisen wirkt, wobei der Mujtahid einen Weg findet, die beiden Beweise zusammenzuführen oder den einen gegenüber dem anderen zu überwiegen, stellt eine Wirklichkeit innerhalb der islamischen Gesetzgebung dar. Sie wird nicht geleugnet, denn ihr Ergebnis ist das Nichtvorhandensein von At-Ta'aadul. Folgende Beispiele veranschaulichen diese Wirklichkeit:
1 – Die Täuschung über die Existenz von At-Ta'aadul zwischen zwei qat'i'schen Belegen:
1 – The delusion of the existence of At-Ta’aadul between two Qat’iy evidences:
Allah (SWT) sagte:
Allah (swt) said:
Und diejenigen unter euch, die sterben und Ehefrauen zurücklassen – diese sollen vier Monate und zehn [Tage] warten (Al-Baqarah 234).
And those who are taken in death among you and leave wives behind - they, [the wives, shall] wait four months and ten [days] (Al-Baqarah 234).
Und Er, der Erhabene, sprach:
And He Ta’Aalaa said:
Und für diejenigen, die schwanger sind, ist ihre Frist, bis sie gebären (At-Talaaq 4).
And for those who are pregnant, their term is until they give birth (At-Talaaq 4).
Die beiden Beweise sind Qat'iy Ath-Thuboot und Qat'iy Ad-Dalaalah (eindeutig in der Überlieferung und in der Bedeutung).
- The two evidences are Qat’iy Ath-Thuboot and Qat’iy Ad-Dalaalah (definite in transmission and meaning).
Die erste Āyah besagt, dass jede Frau, deren Ehemann verstirbt, eine Wartezeit (ʿIddah) von vier Monaten und zehn Tagen hat, unabhängig davon, ob sie schwanger war oder nicht.
- The first Aayah indicates that every woman whose husband passes away has a waiting period (‘Iddah) of four months and ten days, whether she was pregnant or not pregnant.
Der zweite Aayah zeigt, dass die Wartezeit jeder schwangeren Frau bis zur Geburt andauert, unabhängig davon, ob ihr Ehemann verstorben ist oder sie geschieden wurde.
- The second Aayah indicates that the waiting period of every pregnant woman lasts until she gives birth, whether her husband died or she was divorced.
Der scheinbare Widerspruch zwischen den beiden Belegen ist:
The apparent conflict between the two evidences is:
- Für die Frau, deren Ehemann verstirbt, während sie schwanger ist, schreibt der erste Text vor, dass ihre Wartezeit (ʿIddah) vier Monate und zehn Tage beträgt. Das liegt daran, dass die Alfaaẓh (Wortlaute) des Textes ʿĀmmah (allgemein) sind und sowohl die Schwangere als auch die Nicht-Schwangere umfassen.
- For the one whose husband has died whilst she is pregnant the first text dictates that her waiting period (‘Iddah) is four months and ten days. That is because the Alfaazh (wordings) of the text are ‘Aammah (general), encompassing the pregnant and non-pregnant.
- Bei der Frau, deren Ehemann verstorben ist, während sie schwanger ist, bestimmt der zweite Text, dass ihre Wartezeit (‘Iddah) bis zur Geburt andauert, und dieser Zeitraum kann nur eine einzige Woche oder sogar weniger betragen, was bedeutet, dass ihre ‘Iddah (Wartezeit bzw. Trauerzeit) durchaus kürzer sein kann als die vier Monate und zehn Tage, die im ersten Aayah erwähnt werden.
- For the one whose husband has died whilst she is pregnant the second text dictates that her waiting period (‘Iddah) is until she gives birth and that period of time could be as little as a single week or even less which means that her ‘Iddah (waiting period or mourning) could well be less than the four months and ten days (mentioned in the first Aayah).
Folglich steht das Hukm der ʿIddah im ersten Text im Widerspruch zu seinem Hukm im zweiten Text in Bezug auf die schwangere Frau, deren Ehemann verstorben ist. Beträgt ihre Wartezeit vier Monate und zehn Tage oder bis sie geboren hat?
2 – Die Täuschung des At-Ta'aadul zwischen zwei Zhanni-Beweisen:
2 – The delusion of At-Ta’aadul between two Zhanni evidences:
Es wird überliefert, dass der Gesandte Allahs ﷺ das Geschenk eines Ungläubigen nicht annahm, nachdem er ihn gefragt hatte, ob er den Islam angenommen habe. Er sagte: Nein. Daraufhin sagte der Gesandte Allahs ﷺ:
- It has been related that the Messenger of Allah (saw) did not accept the gift of one of the disbelievers after asking him if he had embraced Islaam. He said: No. So he (saw) said:
Mir wurde das Geschenk der Polytheisten untersagt.
I have been forbidden from the gift of the polytheists
(Ahmad, Abu Dawud und At-Tirmidhi, der es als Sahih einstufte)
(Ahmad, Abu Dawud and At-Tirmidhi who classified it as Saheeh)
- Der Gesandte Allahs ﷺ nahm das Geschenk des Najaashiy (des Herrschers von Abessinien), des Akeedar Douma und des Al-Muqawqis (des Herrschers von Ägypten) an, und dies wird durch die Aussage von ‘Aa’ishah (ra) bekräftigt: „Der Gesandte ﷺ pflegte das Geschenk anzunehmen und eine Belohnung dafür zu geben.“ (Ahmad, Al-Bukhaari, Abu Dawud und At-Tirmidhi)
- The Messenger of Allah (saw) accepted the gift of the Najaashiy (ruler of Abyssinia), Akeedar Douma and Al-Muqawqis (ruler of Egypt) and this was supported by the statement of ‘Aa’ishah (ra): “The Messenger (saw) used to accept the gift and place reward upon it” (Ahmad, Al-Bukhaari, Abu Dawud and At-Tirmidhi.
Die beiden Ḥadīthe sind zannī (nicht eindeutig gesichert) und beziehen sich auf eine einzige Masʾalah, nämlich die Annahme des Geschenks eines Ungläubigen.
- The two Hadeeth are Zhanniy and have come in respect to one Mas’alah, which is the acceptance of the gift of the disbeliever.
- Das erste Hadith weist auf das Verbot hin, das Geschenk der Ungläubigen anzunehmen.
- The first Hadeeth indicates to the forbiddance of accepting the gift of the disbelievers.
- Das zweite Hadith weist auf die Annahme des Geschenks von Ungläubigen hin, wie etwa das des Herrschers von Ägypten, Al-Muqawqis. Um diese beiden Hadithe miteinander in Einklang zu bringen (Al-Jam’u), sagen wir:
- The second Hadeeth indicates the acceptance of the gift of the disbelievers like that of the ruler of Egypt Al-Muqawqis. In order to bring these two Hadeeth together (Al-Jam’u) we say:
Die Annahme eines Geschenks von einem Ungläubigen ist erlaubt (mubaah), außer bei demjenigen, von dem man erhofft oder wünscht, dass er den Islam annimmt; in diesem Fall ist sie makruh. Das liegt daran, dass das Verbot (Nahi), die Geschenke der Mushrikeen anzunehmen, ein nicht bindendes Verbot ist, da es nicht mit einem Qarina verbunden ist, das auf Al-Jazm (Entschiedenheit) hinweist. Sein Urteil ist daher makruh und nicht haram. Folglich ist es erlaubt, das Geschenk des Kafir (Ungläubigen) anzunehmen, und seine Annahme ergibt sich aus der Verbindung beider Belege, denn sowohl das Makruh als auch das Mubaah darf man tun, und daran knüpft sich keine Strafe.
The acceptance of the gift from the disbeliever is Mubaah apart from the one in whom you seek or desire to embrace Islaam, in which case it is Makrooh. That is because the Nahi (forbiddance) to accept the gift of the Mushrikeen is a non-decisive Nahi as it is not connected to a Qareenah indicating Al-Jazm (decisiveness). Its Hukm is therefore Makrooh and not Haraam. Consequently, it is permitted to accept the gift of the Kaafir (disbeliever) and its acceptance is in working with the two evidences, because both the Makrooh and the Mubaah are permitted to do and punishment is not built upon them (as a consequence).
3 – Der Ta'aadul von Qat'iy und Zhanniy:
3 – The Ta’aadul of the Qat’iy and the Zhanniy:
Es kann durchaus vorkommen, dass ein Zhanniy-Text (ungewisser Text) mit einem Qat'iy-Text (eindeutiger Text) in Widerspruch gerät. Das bedeutet, dass ein Qat'iy-Text erwähnt werden kann, der ein Gebot verneint, während ein Zhanniy-Text erwähnt wurde, der dasselbe Gebot bejaht. In einem solchen Fall wird der Qat'iy-Text angenommen, weil er ein unterscheidendes Merkmal besitzt, das ihn stärker macht als den Zhanniy-Text. Zu diesem Zeitpunkt wird der Zhanniy-Text in seiner Diraayah zurückgewiesen, wobei Diraayah sich auf das Verständnis und das Wissen (Al-Fahm und Al-'Ilm) bezieht. Das heißt, er wird zurückgewiesen, weil das 'Ilm (Wissen), das im Qat'iy-Text enthalten ist, Yaqeeniy (gewiss) ist, während das 'Ilm im Zhanniy-Text nicht Yaqeeniy (gewiss), sondern „Zhanniy" (vermutet) ist, und die Gewissheit (Yaqeen) überwiegt die Vermutung (Zhann).
The Zhanniy (indefinite) conflicting with the Qat’iy (definite) can possibly happen. This means that it is possible for a Qat’iy text to be mentioned negating a command and a Zhanniy text to have been mentioned that affirms the command. In such a circumstance the Qat’iy text is taken because it has a distinguishing element that makes it stronger than the Zhanniy text. At that time the Zhanniy text is rejected in its Diraayah where the Diraayah refers to the understanding and the knowledge (Al-Fahm and Al-‘Ilm). That means that it is rejected because the ‘Ilm (knowledge) present within the Qat’iy text is Yaqeeniy (certain) whilst the ‘Ilm (knowledge) within the Zhanniy text is not Yaqeeniy (certain) but rather it is “Zhanniy” and the Yaqeen outweighs the Zhann.
Beispiel:
Example:
Allah (SWT) sagte:
Allah (swt) said:
Und Wir strafen nicht, bis Wir einen Gesandten geschickt haben (Al-Isra' 15).
And we were not to punish until We sent a messenger (Al-Israa’ 15).
Und der Gesandte Allahs ﷺ sagte:
And the Messenger of Allah (saw) said:
Am Tag des Gerichts wird derjenige herbeigebracht, der geistig beeinträchtigt war, und derjenige, der in der Fatrah (Zeitspanne ohne Propheten) zugrunde ging.
There will be brought on the Day of Judgment the one who is wiped mentally and the one who perished in the Fatrah (period of time)
(Al-Hakeem, At-Tirmidhi, At-Tabaraani und Abu Na'em von Mu'aadh Ibn Jabal)
(Al-Hakeem, At-Tirmidhi, At-Tabaraani and Abu Na’em from Mu’aadh Ibn Jabal)
Der qat'i daleel (der Vers) zeigt an, dass Allah am Tag des Gerichts denjenigen nicht bestrafen wird, den die Botschaft Allahs durch die Gesandten nicht erreicht hat.
The Qat’iy Daleel (the Aayah) indicates that Allah will not punish on the Day of Judgement the one whom a message from Allah via the Messengers did not reach.
Der Zhanniy-Beweis (das Khabar-Al-Aahaad-Hadith) zeigt, dass Allah denjenigen bestraft, der unter den Menschen der Fatrah zugrunde gegangen ist. Die Menschen der Fatrah sind jene Menschen, die in der Zeitspanne (oder Epoche) zwischen dem Verlust einer Botschaft und dem Kommen einer anderen Botschaft leben und die kein Risaalah (keine Botschaft) erreicht hat. Darüber hinaus gibt es weitere saheeh Ahaadith, die darauf hinweisen, dass sie am Tag des Gerichts aufgrund ihres Kufr (Unglaubens) bestraft werden und dass ihre nicht mukallaf (nicht verantwortlichen) Söhne mit ihnen im Feuer sind.
The Zhanniy Daleel (the Khabar Al-Aahaad Hadeeth) indicates that Allah punishes the one who perished from amongst the people of Al-Fatrah. The people of Al-Fatrah are those people who are found in the period (or age) occurring between the loss of a message and the coming of another message, and who were not reached by a Risaalah (message). There are in addition other Saheeh Ahaadeeth indicating that they will be punished on the Day of Judgment upon the basis of their Kufr (disbelief) and that their non-Mukallaf sons are alongside them in the fire.
Daher entsteht ein Widerspruch zwischen dem Vers, der ein qat'iyy Daleel ist, und den prophetischen Ahadith, die ein zhanniyy Daleel darstellen. Die Gelehrten der Usul haben für einen solchen Widerspruch einen Grundsatz aufgestellt: „Wenn das Qat'iyy und das Zhanniyy in Bezug auf das Hukm einer Mas'alah (Frage) miteinander in Widerspruch stehen, wird das Daleel al-Qat'iyy angenommen und das Daleel az-Zhanniyy in seiner Diraayah verworfen."
This therefore presents a conflict between the Aayah which is a Daleel Qat’iy and the Prophetic Ahaadeeth which are representative of a Zhanniy Daleel. The scholars of Usool have placed down and set a principle for a conflict such as this: ‘If the Qat’iy and Zhanniy are in conflict with each other in respect to the Hukm of a Mas’alah (issue), the Daleel Al-Qat’iy is taken and the Daleel Azh-Zhanniy is rejected in its Diraayah’.
Daher lautet das Urteil in Bezug auf diejenigen, zu denen die Botschaft Allahs nicht gelangt ist, dass sie am Tag des Gerichts nicht bestraft werden, und zwar weil Allah (SWT) sagt:
Therefore, the verdict in relation to those whom a message from Allah did not reach, is that they are not punished on the Day of Judgement and that is because Allah (swt) said:
Und Wir strafen nicht, bis Wir einen Gesandten geschickt haben (Al-Isra' 15).
And we were not to punish until We sent a messenger (Al-Israa’ 15).
Der Zhanniy Daleel (das Hadith) wird in seiner Diraayah abgelehnt, das heißt, er wird unter dem Gesichtspunkt seiner Dalaalah (Bedeutung bzw. Aussagegehalt) im Hinblick auf das Hukm abgelehnt, nicht unter dem Gesichtspunkt seiner Riwaayah (Überlieferung und Weitergabe), denn in Bezug auf seine Riwaayah ist er ein Saheeh-Hadith.
The Zhanniy Daleel (the Hadeeth) is rejected in its Diraayah which means that it is rejected from the angle of its Dalaalah (meaning/import) in respect to the Hukm and not from the angle of its Riwaayah (report and transmission) because it is a Saheeh Hadeeth in respect to its Riwaayah.