Was die Verbform des Verbots (Sīghat an-nahī) anzeigt?
What The Seeghat An-nahi (forbiddance Form) Indicates?
Erkunde das Konzept der Verbotsform (Seeghat An-Nahi) in der islamischen Rechtswissenschaft. Verstehe, wie diese Form zur Aufforderung führt, eine Handlung zu unterlassen oder nicht zu tun (Talab At-Tark), und die unterschiedlichen Meinungen der Gelehrten über ihre Bedeutung in Bezug auf den Hukm Ash-Shar'iy (islamisches Rechtsurteil). Entdecke die verschiedenen Aspekte der Dalaalah (hinweisende Bedeutung), die mit dieser Form verbunden sind, einschließlich der Frage, ob sie zu Al-Haraam (Verbot) oder Al-Makrooh (missbilligt) führt, und ob sie Wiederholung, einmaliges oder fortdauerndes Tun anzeigt. Diese Analyse der Hukm Shari (Scharia-Regeln) gibt Einblicke in die verschiedenen Arten von Urteilen im islamischen Recht, wie Fard (verpflichtend), Haram (verboten), Mandub (empfohlen), Makruh (missbilligt) und Mubah (erlaubt). Ideal für Leser, die sich für die Feinheiten der islamischen Rechtswissenschaft und die Einordnung von Handlungen nach ihrem rechtlichen Status interessieren.
"Explore the concept of the forbiddance form (Seeghat An-Nahi) in Islamic jurisprudence. Understand how this form guides to the request to leave or not do an action (Talab At-Tark) and the differing opinions among scholars regarding its meaning in relation to the Hukm Ash-Shar’iy (Islamic legal ruling). Discover the various angles of Dalaalah (indicative meaning) associated with this form, including whether it guides to Al-Haraam (prohibition) or Al-Makrooh (disliked), and whether it indicates repetition, singular undertaking, or continual undertaking. This analysis of Hukm Shari (Shari’ Rules) provides insights into the different types of rulings in Islamic law, such as Fard (compulsory), Haram (prohibited), Mandub (recommended), Makruh (disliked), and Mubah (permissible). Ideal for readers interested in understanding the nuances of Islamic jurisprudence and the classification of actions based on their legal status
1 – Einige von ihnen sagten, dies deute auf Al-Karaahah (Abneigung) hin und deute auf nichts anderes hin, sofern kein Qareenah (Hinweis aus dem Kontext) vorliegt, der darauf hinweist.
1 – Some of them said that it indicates Al-Karaahah (dislike) and does not indicate other than that unless there is a Qareenah (connotation) to indicate it.
2 – Einige von ihnen sagten, dass die Verbform des Verbots (Seeghat An-Nahi) auf das Verbot (At-Tahreem) hinweist und nur dann für etwas anderes als das Verbot verwendet wird, wenn es in übertragener Bedeutung (Majaaz) geschieht.
2 – Some of them said that the Seeghat An-Nahi indicates At-Tahreem (prohibition) and it is not used for other than the Tahreem unless it is in a metaphorical manner (Majaaz).
3 – Andere sagten, dass die Seeghat An-Nahi nichts anderes anzeigt als eine Talab (Aufforderung) zum Unterlassen einer Handlung, während es die Qareenah ist, die das Nahi auf Al-Irshaad (Anleitung/Hinweis) oder eine seiner anderen Bedeutungen lenkt (bzw. bestimmt).
3 – Some others said that the Seeghat An-Nahi does not indicate anything other than a Talab (request) to leave or not do an action whilst it is the Qareenah that diverts (or designates) the Nahi to Al-Irshaad (guidance/direction) or any one of its other meanings.
Die letzte dieser Ansichten kommt dem Richtigen am nächsten, denn die Verbotsform (Seeghat An-Nahi) bezeichnet im Sprachgebrauch den Befehl, eine Handlung zu unterlassen oder nicht zu tun, während es die Qareenah (die begleitende Anzeige bzw. der Hinweis aus dem Kontext) ist, die festlegt und bestimmt, welche Art der Talab (Forderung) vorliegt, also ob sie für Tahreem (Verbot), Al-Karaahah (Missbilligung) oder Al-Irshaad (Anleitung bzw. Lenkung) oder etwas anderes gemeint ist.
The last of these opinions is the closest to what is correct because the Seeghat An-Nahi (forbiddance form) represents the command provided in the language to indicate the leaving or not doing of the action, whilst it is the Qareenah (connotation or linking indication) that designates and specifies the kind of Talab (request) in terms of whether it is for Tahreem (prohibition) or Al-Karaahah (dislike) or Al-Irshaad (guidance/direction) or other than that.
Unter den Qaraa'in (Anzeichen oder Verbindungshinweise), die das Verbot (At-Tahreem) mit der Seeghat An-Nahi anzeigen und darauf hinweisen, dass die Talab At-Tark (Aufforderung zum Unterlassen) ein Talab Jaazim (bindende Aufforderung) ist, gehören die folgenden:
From amongst the Qaraa’in (connotations or linking indications) that indicate At-Tahreem (prohibition) with the Seeghat An-Nahi and which indicate that the Talab At-Tark (request to leave) is a Talab Jaazim (decisive request) are the following:
Was den Dieb und die Diebin betrifft, schneidet ihnen die Hände ab als Vergeltung für das, was sie begangen haben, als abschreckende Strafe von Allah. Und Allah ist allmächtig und allweise (Al-Maa’idah 38).
[As for] the thief, the male and the female, amputate their hands in recompense for what they committed as a deterrent [punishment] from Allah. And Allah is Exalted in Might and Wise (Al-Maa’idah 38).
Die Strafe stellt daher eine Qarīna (Indiz) für das Taḥrīm (Verbot) des As-Saraqah (Diebstahls) dar.
The punishment therefore represents a Qareenah for the Tahreem (prohibition) of As-Saraqah (theft).
2 – Der Text, der deutlich macht, dass Allah Ta'ala diese Handlung verabscheut, wie in Seinem Wort (SWT):
2 – The text that makes clear that Allah Ta’Aalaa detests that action like in His Qawl (swt):
Und heiratet nicht die Frauen, die eure Väter geheiratet haben, außer dem, was bereits geschehen ist. Wahrlich, es war eine Schändlichkeit und etwas Verabscheuungswürdiges (vor Allah) und ein böser Weg (An-Nisā’ 22).
And do not marry those women whom your fathers have married except for that which has already some to pass. Verily it was an immoral and detestable (matter to Allah) and an evil way (An-Nisaa’ 22).
Und in Seinem Ausspruch, erhaben ist Er:
And in His Qawl Ta’Aalaa:
Sehr verabscheuungswürdig ist es in den Augen Allahs, dass ihr sagt, was ihr nicht tut (As-Saff 3).
Greatly detestable in the sight of Allah that you say that which you don’t do (As-Saff 3).
Der erste Āyah enthält eine Qarīnah für das Taḥrīm (Verbot) der Ehe mit denen, die eure Väter zuvor geheiratet haben, während der zweite Āyah eine Qarīnah enthält, die auf das Taḥrīm des Lügens und des Aufstellens trügerischer (heuchlerischer) Behauptungen hinweist.
The first Aayah contains a Qareenah for the Tahreem (prohibition) of marrying those whom your fathers have previously married whilst the second Aayah contains a Qareenah indicating to the Tahreem of lying and making deceitful (hypocritical) claims.
3 – Dass der Beweis festgestellt hat, dass die verbotene Handlung zu den Werken des Schaitan gehört. Dies gleicht dem Ausspruch Allahs, des Erhabenen und Mächtigen:
3 – That the evidence has stated that the action being forbidden is from the works of Shaytaan. That is like His Qawl ‘Azza Wa Jalla:
O ihr, die ihr glaubt, wahrlich, berauschende Getränke (khamr), Glücksspiel, Opfersteine (zum Schlachten auf Steinaltären) und Lospfeile sind ein Werk des Satans. Meidet sie daher, damit ihr erfolgreich sein möget. (Al-Maa'idah 90)
O you who have believed, verily, intoxicants (khamr), gambling and (sacrificing upon) stone alters, and divining arrows are from the work of Shaytaan, so keep away from them so that you may be successful (Al-Maa’idah 90).
Dies stellt daher die Qarīnah (verbindende Anzeige) dar, die auf das Taḥrīm (Verbot) von Khamr, Glücksspiel, dem Opfern auf Altären und den Lospfeilen hinweist.
This therefore represents the Qareenah (linking indication) guiding to the Tahreem (prohibition) of Khamr, gambling, sacrificing upon alters and divining arrows.
4 – Der Text, der darauf hinweist, dass Allah den verflucht hat, der die Handlung vornimmt. Es wird überliefert, dass:
4 – The text which guides to Allah having cursed the one who undertakes the action. It has been related that:
Er [der Gesandte ﷺ] verfluchte die Männer, die sich den Frauen ähnlich machen, und die Frauen, die sich den Männern ähnlich machen (Al-Bukhaari).
He [the Messenger (saw)] cursed the men who make themselves resemble the women and the women who make themselves resemble the men (Al-Bukhaari).
Und wie die Aussage des Gesandten ﷺ:
And like the Qawl of the Messenger (saw):
Allah hat die Wāṣila und die Mustawṣila verflucht (Al-Bukhārī).
Allah has cursed the Waasilah and the Mustawsilah (Al-Bukhaari)
(Hinweis: Al-Waasilah ist diejenige, die Haarverlängerungen berufsmäßig anbringt, und die Mustawsilah ist diejenige, die sich diese anbringen lässt.) Das erste Hadith weist auf das Verbot (Tahreem) hin, dass Männer den Frauen und Frauen den Männern ähnlich sein wollen, während das zweite Hadith auf das Verbot hinweist, Haare anzufügen, um ihre Länge zu verlängern, was in der Jaahilliyah (der arabischen Gesellschaft vor dem Islam) weit verbreitet war. Dass die Form des Nahi (Verbot) auf Karaahah (Abneigung) hinweist, d. h., dass sie Makrooh ist, und dass die Aufforderung, eine Handlung zu unterlassen (Talab Tark ul-Fi'l), Ghair Jaazim (unbestimmt) ist, zeigt sich in Folgendem: 1 – Wenn das Nahi nicht mit einer Qareenah (Anzeichen) verbunden ist, die auf das Tahreem (Verbot) hinweist, wie die oben genannten Qaraa'in. Ein Beispiel dafür ist die Aussage des Gesandten Allahs ﷺ an diejenigen, die Lauch gegessen hatten und bei denen ein Geruch wahrgenommen wurde: „Habe ich euch nicht bereits verboten (Nahi), diese Pflanze zu essen? Die Engel leiden unter dem, woran der Mensch leidet (d. h. unter ihrem Geruch).“ (überliefert von Ibn Maajah in seinem Sunan). Dies weist auf die Karaahah (Abneigung) hin, Lauch zu essen, und auf das, was ihm ähnlich ist, wie Zwiebeln und Knoblauch, wenn man in die Moschee geht.
(Note: Al-Waasilah is the one who makes hair extensions by profession and the Mustawsilah is the one who has it done). The first Hadeeth guides to the Tahreem of men seeking to resemble women and women seeking to resemble men, whilst the second Hadeeth guides to the Tahreem of attaching hair to extend its length which used to be a widespread practise in Jaahilliyah (Arab society prior to Islaam). That which indicates that the Seeghat An-Nahi is indicative of Karaahah (dislike) (i.e. that it is Makrooh) and indicates that the Talab Tark ul-Fi’l (request to leave or not do the action) is Ghair Jaazim (indecisive) includes the following: 1 – If the Nahi is not connected to a Qareenah indicating to the Tahreem (prohibition) like the Qaraa’in that we mentioned above. An example of this is like the statement of the Messenger (saw) to those who ate leeks and a smell was detected from them: “Have I not already forbidden you (Nahi) from eating this plant. The Angels suffer from that which the human suffers from (i.e. its smell)” (Related by Ibn Maajah in his Sunan). This guides to the Karaahah (dislike) of eating leaks and what is similar to them like onions and garlic when going to the Masjid.
2 – Damit das Talab At-Tark (Aufforderung zum Unterlassen) mit der Billigung (Taqreer) oder dem Schweigen (Sukoot) des Gesandten (saw) in Bezug auf eine Handlung verbunden wird. Das ist wie die Aussage des Gesandten Allahs ﷺ:
2 – For the Talab At-Tark (request to leave or not to do) to be combined with the Taqreer (approval) or the Sukoot (silence) of the Messenger (saw) in respect to an action. That is like the statement of the Messenger of Allah (saw):
Wer wohlhabend ist (die Mittel dazu hat) und nicht geheiratet hat, der gehört nicht zu uns (Al-Baihaqi).
Whoever is wealthy (has the means) and has not married then he is not from us (Al-Baihaqi).
Der Gesandte (saw) hat es verboten, dass derjenige, der wohlhabend ist und die Mittel dazu hat, nicht heiratet. Jedoch ist dieses Nahi (Verbot) nicht Jaazim (bindend) aufgrund des Hinweises seines Schweigens gegenüber einigen wohlhabenden Muslimen, von denen er wusste, dass sie nicht geheiratet hatten. Folglich ist es Makrooh (verabscheuungswürdig), wenn der Wohlhabende nicht heiratet. Note: "(saw)" is an abbreviated honorific that should be replaced with ﷺ per the rules, and the Prophet's mentions must each get ﷺ. Corrected version: Der Gesandte Allahs ﷺ hat es verboten, dass derjenige, der wohlhabend ist und die Mittel dazu hat, nicht heiratet. Jedoch ist dieses Nahi (Verbot) nicht Jaazim (bindend) aufgrund des Hinweises seines ﷺ Schweigens gegenüber einigen wohlhabenden Muslimen, von denen er ﷺ wusste, dass sie nicht geheiratet hatten. Folglich ist es Makrooh (verabscheuungswürdig), wenn der Wohlhabende nicht heiratet.
The Messenger (saw) has forbidden not getting married for the one who is wealthy and has the means. However, this Nahi (forbiddance) is not Jaazim due to the indication of his silence in respect to some of the wealthy Muslims whom he (saw) knew had not got married. Consequently, the wealthy person not getting married is Makrooh (disliked).