Al-Ma'ida (Über Jesus und das Mahl) 109–120
Al -Maidah ( About Jesus and the Repast ) 109 - 120
An dem Tag, an dem Gott alle [Seine] Gesandten versammeln und ihnen die Frage stellen wird: „Welche Antwort habt ihr erhalten?“, werden sie antworten: „Wir haben kein Wissen. Gewiss, nur Du allein kennst alles, was jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegt.“ (109)
On the day when God will gather all [His] messengers and ask them, “What response did you receive?” they will answer, “We have no knowledge. Indeed, it is You alone who has full knowledge of all that lies beyond the reach of human perception.” (109)
Gott wird sagen: „Jesus, Sohn der Maria! Gedenke der Gnade, die Ich dir und deiner Mutter erwiesen habe: wie Ich dich mit dem Heiligen Geist stärkte, sodass du in der Wiege und als Erwachsener zu den Menschen sprechen konntest; wie Ich dich das Buch und die Weisheit lehrte, die Tora und das Evangelium; wie du mit Meiner Erlaubnis aus Lehm die Gestalt eines Vogels formtest und in sie hauchtest, sodass sie mit Meiner Erlaubnis zu einem lebenden Vogel wurde; wie du mit Meiner Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen heiltest und mit Meiner Erlaubnis die Toten wieder ins Leben zurückbrachtest; wie Ich die Kinder Israels davon abhielt, dir etwas zuleide zu tun, als du ihnen mit allen Beweisen der Wahrheit entgegentratst, und als jene von ihnen, die ungläubig waren, sagten:"
God will say: “Jesus, son of Mary! Remember the blessings which I bestowed on you and your mother: how I strengthened you with the Holy Spirit, so that you could speak to people in your cradle, and as a grown man; how I instructed you in the Book and in wisdom, in the Torah and in the Gospel; how, by My leave, you fashioned from clay the figure of a bird and breathed into it so that, by My leave, it became a living bird; how, by My leave, you healed the blind man and the leper, and by My leave, restored the dead to life; how I prevented the Children of Israel from harming you when you came to them with all evidence of the truth: when those of them who disbelieved declared:
„Das ist reine Zauberei.“ (110)
`This is plain sorcery.’ (110)
Und als Ich den Jüngern eingab, an Mich und an Meinen Gesandten zu glauben, sagten sie: „Wir glauben, und bezeuge, dass wir uns [Gott] ergeben haben.“ (111)
And when I inspired the disciples to have faith in Me and in My Messenger; they said: “We believe; and bear you witness that we have surrendered ourselves [to God].” (111)
Die Jünger sprachen: „Jesus, Sohn der Maria! Kann dein Herr uns eine Speise vom Himmel herabsenden?“ Er antwortete: „Fürchtet Gott, wenn ihr wahrhaft Gläubige seid.“ (112)
The disciples said: “Jesus, son of Mary! Can your Lord send down to us a repast from heaven?” He answered: “Fear God, if you are truly believers.” (112)
Sie sagten: „Wir wollen davon essen, damit unsere Herzen Ruhe finden und wir wissen, dass du uns die Wahrheit gesagt hast, und damit wir Zeugen davon sein können.“ (113)
Said they: “We desire to eat of it, so that our hearts are reassured and that we know that you have spoken the truth to us, and that we may be witness of it.” (113)
„Gott, unser Herr“, sprach Jesus, der Sohn Marias, „sende auf uns eine Speise vom Himmel herab:
“God, our Lord,” said Jesus, son of Mary, “send down upon us a repast from heaven:
„Es soll für uns ein sich stets wiederholendes Fest sein – für die Ersten und die Letzten unter uns – und ein Zeichen von Dir. Und versorge uns mit unserem Lebensunterhalt, denn Du bist der beste Versorger.“ (114)
it shall be an ever-recurring feast for us — for the first and the last of us — and a sign from You. And provide us our sustenance, for You are the best provider.” (114)
Gott antwortete: „Ich sende es zu dir herab.
God replied: “I am sending it down to you.
„Wer aber von euch danach ungläubig wird, den werde Ich mit einer Strafe bestrafen, wie Ich sie niemandem sonst auf der Welt auferlegt habe.“ (115)
But whoever of you disbelieves after this, I shall inflict on him suffering the like of which I have not inflicted on anyone in the world.” (115)
Und Gott wird sprechen: „Jesus, Sohn der Maria! Hast du zu den Menschen gesagt: ‚Verehrt mich und meine Mutter als Gottheiten neben Gott‘?“ [Jesus] wird antworten: „Makellos bist Du in Deiner Herrlichkeit! Nie hätte ich etwas beanspruchen können, worauf ich kein Recht habe! Hätte ich dies gesagt, so hättest Du es gewiss gewusst. Du weißt, was in mir ist, während ich nicht weiß, was in Dir ist. Wahrlich, nur Du allein kennst vollkommen alles, was jenseits menschlicher Wahrnehmung liegt. (116)
And God will say: “Jesus, son of Mary! Did you say to people, `Worship me and my mother as deities beside God?”‘ [Jesus] answered: “Limitless are You in Your glory! I could never have claimed what I have no right to [say]! Had I said this, You would certainly have known it. You know all that is within myself, whereas I do not know what is in Yourself. Most certainly, it is You alone who fully knows all that lies beyond the reach of human perception. (116)
Ich habe ihnen nichts anderes gesagt, als was Du mir befohlen hast: „Dient Gott, der mein Herr und euer Herr ist.“ Ich war Zeuge dessen, was sie taten, solange ich unter ihnen weilte. Als Du mich dann zu Dir genommen hast, warst Du es, der über sie wachte. Und Du bist über alle Dinge Zeuge.
Nothing did I tell them beyond what You bade me [to say]: `Worship God, who is my Lord and your Lord.’ I was witness to what they did as long as I lived in their midst. Then when You took me to Yourself, You have been watching over them. You are indeed a witness to all things. (117)
„Wenn Du sie bestrafst, so sind sie Deine Diener; und wenn Du ihnen vergibst, so bist Du wahrlich der Allmächtige, der Allweise.“ (118)
If You punish them, they are Your servants; and if You forgive them, You are indeed Almighty, Wise.” (118)
Gott wird sprechen: „Dies ist der Tag, an dem den Wahrhaftigen ihre Wahrhaftigkeit nützen wird. Ihnen gehören Gärten, durch die Bäche fließen, in denen sie ewig verweilen werden. Gott ist mit ihnen zufrieden, und sie sind mit Ihm zufrieden.
God will say: “This is the day when their truthfulness shall benefit all who have been truthful. Theirs shall be gardens through which running waters flow, where they will abide for ever. God is well-pleased with them, and they are well-pleased with Him.
Das ist der größte Erfolg.“ (119)
That is the supreme triumph.” (119)
Gott gehört die gesamte Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles, was sie enthalten.
To God belongs all sovereignty over the heavens and the earth and all they contain.
Er hat die Macht über alle Dinge. (120)
He has the power over all things. (120)
Überblick
Overview
Dieser ganze Abschnitt dient als Ergänzung zu den Bemühungen, die in dieser Sure unternommen werden, um den Glauben rein zu halten und ihn von all den Irrtümern und Abweichungen zu befreien, die die Christen eingeführt haben. Sie haben ihren Glauben von seinem göttlichen Ursprung und seinen grundlegenden Prinzipien abgebracht, als sie ihn vom Glauben an die absolute Einheit Gottes abwandten. Dieser Glaube wurde von Jesus (Friede sei mit ihm) und von jedem früheren Gesandten Gottes verkündet. Sie fügten ihm gewisse Aspekte des Unglaubens hinzu, die mit dem göttlichen Glauben nichts zu tun hatten.
This whole passage serves as a complement to the efforts undertaken in this sūrah to keep faith pure and to purge it from all the errors and deviations Christians have introduced. They forced their faith away from its Divine origins and fundamental principles when they diverted it from belief in the absolute oneness of God. That was the belief preached by Jesus (peace be upon him) and by every former messenger of God. They introduced into it certain aspects of disbelief which had nothing to do with Divine faith.
So zielt dieser Abschnitt darauf ab, die Wahrheit über die Gottheit und die Knechtschaft gegenüber Gott darzulegen, wie der Islam sie versteht. Diese Wahrheit wird durch eine großartige Szene vermittelt, in der Jesus vor allen Gesandten Gottes und der gesamten Menschheit erklärt, dass er seinem Volk nichts von dem gesagt hat, was man ihm zuschreibt, nämlich dass er und seine Mutter Gottheiten seien. Er bezeugt, dass er eine solche Gotteslästerung niemals hätte aussprechen können.
As such, this passage aims to establish the truth about Godhead and servitude to God, as these are conceived by Islam. This truth is presented through a great scene portrayed here in which Jesus states in front of all God’s messengers and all humanity that he never said to his people anything of what they have alleged that both he and his mother were deities. He declares that he could have never said any such blasphemy.
Die Sure stellt diese Wahrheit in einer lebendigen Szene aus dem Tag des Gerichts dar, so wie der Qur'an verschiedene Szenen dieses großen Tages darstellt. In all solchen Darstellungen ist das Bild so eindrucksvoll, lebendig und wirkungsvoll gezeichnet, dass wir es beinahe mit eigenen Augen sehen. Wir werden von jeder solchen Szene bewegt, als fände sie hier und jetzt statt. Wir sehen, was geschieht, hören, was gesagt wird, und spüren jede Regung und jede Antwort. Was also stellt diese Szene am Ende dieser Sure dar?
The sūrah presents this truth in a vivid scene taken from the Day of Judgement in the same way as the Qur’ān presents various scenes of that great day. In all such presentations, the picture is portrayed in such an inspiring, vivid and effective way that we almost see it before our very eyes. We are moved by each such scene as though it were taking place here and now. We see what is taking place, hear what is being said and feel every reaction and response. So, what does this scene at the end of this sūrah present?
Wenn alle Gesandten versammelt werden
When All Messengers Are Gathered Together
Am Tag, an dem Gott alle [Seine] Gesandten versammeln und fragen wird: „Welche Antwort habt ihr erhalten?“, werden sie antworten: „Wir haben kein Wissen. Gewiss, nur Du allein kennst alles, was jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegt.“ (Vers 109)
On the day when God will gather all [His] messengers and ask them, “What response did you receive?” they will answer, “We have no knowledge. Indeed, it is You alone who has full knowledge of all that lies beyond the reach of human perception. (Verse 109)
Diese Gesandten wurden zu unterschiedlichen Zeiten zu ihren jeweiligen Völkern geschickt, ein jeder ging seinen eigenen Weg zu seiner Stadt oder seinem Dorf und gehörte unterschiedlichen Rassen und Nationen an, und sie alle verkündeten dieselbe Botschaft an ihre Gemeinschaften. Dann wird dem Letzten von ihnen, Muhammad ﷺ, eine einzige Botschaft gegeben, die an alle Menschen aller Rassen in allen Generationen gerichtet ist. Diese Gesandten werden von dem Einen, der sie einzeln entsandt hat, versammelt, und während sie zusammenkommen, bringen sie die verschiedenen Antworten mit, die sie erhalten haben. Nun stehen in dieser Szene jene Gesandten, die die Menschheit während ihrer gesamten Lebensspanne auf der Erde repräsentieren, zusammen und treten vor Gott, den Herrn aller Menschen, an einem gewaltigen Tag.
Those messengers were sent at different times to their respective people, each going his own way to his city or village, and belonging to different races and nations, all preaching the same message to their communities. Then, the last of them, Muĥammad, is given a single message addressed to all people of all races in all generations. Those messengers are gathered together by the One who sent them individually, and as they come together they bring with them the different responses they received. Now, in this scene, those messengers, representing humanity throughout its life span on earth, come together and stand before God, the Lord of all mankind on an awesome day.
Die Szene ist voller Leben: „An dem Tag, an dem Gott alle [Seine] Gesandten versammeln und fragen wird: ‚Welche Antwort habt ihr erhalten?‘“ (Vers 109). Heute wird alles zusammengeführt, und die Gesandten legen Rechenschaft über ihre Botschaften ab. Die Ergebnisse werden vor der gesamten Menschheit verkündet.
The scene is full of life: “On the day when God will gather all [His] messengers and ask them: `What response did you receive?” (Verse 109) Today, everything is brought together, and messengers account for their messages. The results are declared before all humanity.
„Welche Antwort habt ihr erhalten?“ Gesandte sind Menschen. Sie wissen, was sie mit ihren Sinnen sehen und fühlen, doch sie haben kein Wissen über das, was darüber hinaus liegt. Sie hatten ihre Völker aufgerufen, der göttlichen Rechtleitung zu folgen. Einige antworteten positiv, während andere sich abwandten. Ein Gesandter kennt die volle Wahrheit über eine Person, die positiv antwortet, nicht, auch wenn er die Wahrheit über denjenigen kennen mag, der sich abwendet.
Eine harte Konfrontation
A Hard Confrontation
Der Bericht in dieser Sure richtet sich an Jesus, den Sohn der Maria, vor all jenen, die ihm göttlichen Rang zuschrieben, ihn verehrten und um ihn und seine Mutter allerlei übertriebene Geschichten spannen. Die Ansprache erinnert ihn an die Gnade, die Gott ihm und seiner Mutter erwiesen hat, und zählt die Wunder auf, die Gott ihm gab, damit die Menschen an seine Botschaft glauben. Dennoch wiesen manche Menschen seine Botschaft aufs heftigste zurück, während andere von den Wundern, die ihm gegeben wurden, geblendet waren. Aufgrund solcher Wunder erhoben sie ihn in den Rang einer Gottheit, obwohl alle Wunder von Gott gegeben werden, der ihn erschaffen, ihm eine Botschaft gegeben und ihn unterstützt hat.
The account given in this sūrah addresses Jesus, son of Mary, in front of all those who attributed to him Divine status, worshipped him and weaved around him and his mother all sorts of exaggerated stories. The address reminds him of the grace God bestowed on him and on his mother, enumerating the miracles God gave him to help people to believe in his message. Yet some people denied his message most violently, while others were dazzled with the miracles he was given. On account of such miracles they elevated him to the status of a deity, when all miracles are given by God, who created him, gave him a message and supported him.
Gott wird sprechen: „Jesus, Sohn der Maria! Gedenke der Gnade, die Ich dir und deiner Mutter erwiesen habe: Wie Ich dich mit dem Heiligen Geist gestärkt habe, so dass du in der Wiege und als Erwachsener zu den Menschen sprachst; wie Ich dich das Buch und die Weisheit lehrte, die Tora und das Evangelium; wie du mit Meiner Erlaubnis aus Lehm die Gestalt eines Vogels formtest und in sie hauchtest, so dass sie mit Meiner Erlaubnis ein lebendiger Vogel wurde; wie du mit Meiner Erlaubnis den Blinden und den Aussätzigen heiltest und mit Meiner Erlaubnis Tote ins Leben zurückbrachtest; wie Ich die Kinder Israels davon abhielt, dir etwas zuleide zu tun, als du mit allen klaren Beweisen der Wahrheit zu ihnen kamst, und diejenigen von ihnen, die ungläubig waren, sagten: ‚Das ist nichts als offenkundige Zauberei.‘ Und als Ich den Jüngern eingab, an Mich und Meinen Gesandten zu glauben, sagten sie: ‚Wir glauben, und bezeuge, dass wir uns [Gott] ergeben haben.‘“ (Verse 110-111)
God will say: ‘Jesus, son of Mary! Remember the blessings which I bestowed on you and your mother: how I strengthened you with the Holy Spirit, so that you could speak to people in your cradle, and as a grown man; how I instructed you in the Book and in wisdom, in the Torah and in the Gospel; how, by My leave, you fashioned from clay the figure of a bird and breathed into it so that, by My leave, it became a living bird; how, by My leave, you healed the blind man and the leper, and, by My leave, restored the dead to life; how I prevented the Children of Israel from harming you when you came to them with all evidence of the truth: when those of them who disbelieved declared: ‘This is plain sorcery.’ And when I inspired the disciples to have faith in Me and in My Messenger; they said: ‘We believe; and bear you witness that we have surrendered ourselves [to God].” (Verses 110-111)
Gunsten, die den Anhängern Jesu gewährt wurden
Favours Granted To Jesus’s Followers
Neben den Gnaden, die Jesus und seiner Mutter zuteilwurden, berichtet die Sure auch von einigen Gunstbezeugungen Gottes an seine Anhänger sowie von den Wundern, mit denen Gott ihn unterstützte, so wie seine Jünger sie erlebten.
In addition to the favours bestowed on Jesus and his mother, the sūrah relates some of the favours God granted to his followers, and the miracles with which God supported him, as seen by his disciples.
Die Jünger sprachen: „Jesus, Sohn der Maria! Kann dein Herr einen Tisch mit Speise vom Himmel auf uns herabsenden?" Er antwortete: „Fürchtet Gott, wenn ihr wahrhaft Gläubige seid." Sie sprachen: „Wir wollen davon essen, damit unsere Herzen beruhigt werden und wir wissen, dass du uns die Wahrheit gesagt hast, und damit wir Zeugen davon sein können." „Gott, unser Herr", sprach Jesus, Sohn der Maria, „sende auf uns einen Tisch mit Speise vom Himmel herab: Er soll für uns ein Festtag sein, für den Ersten unter uns wie für den Letzten, und ein Zeichen von Dir. Und versorge uns mit unserer Nahrung, denn Du bist der Beste der Versorger." Gott sprach: „Ich sende ihn euch herab."
The disciples said: “Jesus, son of Mary! Can your Lord send down to us a repast from heaven?” He answered: “Fear God, if you are truly believers.” Said they: “We desire to eat of it, so that our hearts are reassured and that we know that you have spoken the truth to us, and that we may be witness of it.” “God, our Lord,” said Jesus, son of Mary, “send down upon us a repast from heaven: it shall be an ever- recurring feast for us — for the first and the last of us — and a sign from You. And provide us our sustenance, for You are the best provider” God replied: ‘I am sending it down to you.
„Doch wer von euch danach ungläubig wird, den werde ich mit einer Strafe belegen, wie ich sie keinem anderen auf der Welt auferlegt habe.“ (Verse 112-115)
But whoever of you disbelieves after this, I shall inflict on him suffering the like of which I have not inflicted on anyone in the world.” (Verses 112-115)
Dieser Dialog offenbart uns etwas über das Volk Jesu und über dessen Elite, nämlich seine Jünger. Was wir dabei feststellen, ist, dass sie sich stark von den Gefährten unseres Propheten ﷺ unterschieden. Diese waren die Jünger, die von Gott inspiriert wurden, an Ihn und an Seinen Gesandten Jesus, den Sohn der Maria, zu glauben. Sie taten dies und riefen Jesus auf, Zeuge ihres Glaubens zu sein. Doch selbst nach all den Wundern, die sie Jesus hatten vollbringen sehen, verlangten sie dennoch ein weiteres Wunder, um sich selbst über seine Wahrhaftigkeit zu vergewissern und um denen, die nach ihnen kommen würden, davon Zeugnis abzulegen.
This dialogue reveals to us something about Jesus’s people, and the elite among them, i.e. his disciples. What we find is that they differed greatly from our own Prophet’s Companions. Those were the disciples inspired by God to believe in Him and His Messenger, Jesus, son of Mary. They did so and called on Jesus to witness the fact of their faith. Yet even after all the miracles they saw Jesus performing, they still requested another miracle so as to reassure themselves about his truthfulness and to bear witness about it to those who would succeed them.
Die wundersame Mahlzeit
The Miraculous Repast
Dennoch warnte Jesus sie davor, um Wunder zu bitten, denn Gläubige bitten nicht darum: „Er antwortete: ‚Fürchtet Gott, wenn ihr wahrhaft Gläubige seid.‘“ (Vers 112) Doch die Jünger Jesu wiederholten ihre Bitte und nannten ihre Beweggründe sowie das, was sie zu erreichen hofften, falls sie gewährt würde: „Sie sprachen: ‚Wir wollen davon essen, damit unsere Herzen beruhigt werden und wir wissen, dass du uns die Wahrheit gesagt hast, und damit wir Zeugen davon sein mögen.‘“ (Vers 113)
Be that as it may, Jesus warned them against asking for miracles, because believers do not ask for them: “He answered: ‘Fear God, if you are truly believers.’“ (Verse 112) But Jesus’s disciples repeated their request stating their reasons for requesting it and what they hoped to achieve, should it be granted. “Said they: ‘We desire to eat of it, so that our hearts are reassured and that we know that you have spoken the truth to us, and that we may be witness of it.’” (Verse 113)
Sie wollten, dass sie von einer Speise essen, wie sie kein Mensch auf Erden jemals gekostet hat. Sie würden innerlich beruhigt sein, da sie das Wunder vor ihren Augen geschehen sähen. Dann würden sie wissen, dass Jesus ihnen nur die Wahrheit gesagt hatte. Dies würde sie zu Zeugen der Wahrheit dieses Wunders machen, sodass keiner ihres Volkes es je leugnen könnte. All diese Gründe bestätigen, dass das Niveau jener Jünger weit unter dem der Gefährten Muhammads ﷺ lag, die aus einem ganz anderen Holz geschnitzt waren.
What they wanted was that they should eat of such food which no human being on earth could ever taste. They would have heart-felt reassurance as they would see the miracle being enacted in front of their eyes. They would know then that Jesus had told them only the truth. This would make of them witnesses to the truth of this miracle so that none of their people could ever deny it. All these reasons confirm that the level of those disciples was well below that of Muĥammad’s Companions, who were of a totally different mould.
An dieser Stelle richtete Jesus sein Bittgebet an seinen Herrn: „Gott, unser Herr“, sagte Jesus, der Sohn der Maria, „sende uns eine Speise vom Himmel herab: Sie soll für uns ein Fest sein, für die Ersten und die Letzten unter uns, und ein Zeichen von Dir. Und versorge uns mit unserer Nahrung, denn Du bist der beste Versorger.“ (Vers 114)
At this point Jesus addressed his appeal to his Lord: “God, our Lord,” said Jesus, son of Mary, “send down upon us a repast from heaven: it shall be an ever-recurring feast for us — for the first and the last of us — and a sign from You. And provide us our sustenance, for You are the best provider.” (Verse 114)
Wir bemerken in der Bittgebet Jesu, wie er seine Anrede mit aller Demut eines Dieners vorbringt, dessen Herr ihn geehrt hat. Zunächst macht er deutlich, dass er Ihn anerkennt, indem er sagt: „Gott, unser Herr!“ Dann trägt er sein Anliegen vor und bittet Ihn, ihnen eine Tischgabe zu geben, die ihnen Freude und Gutes bringen würde, sodass sie für jeden von ihnen wie ein Fest sein möge. Er erkennt an, dass all dies von Gott gewährt werden wird, dem Besten aller Versorger. Jesus zeigt sich somit als jemand, der seine eigene Stellung als Diener Gottes anerkennt und die Stellung Gottes als Herr aller Welten. Dies wird vor der ganzen Menschheit gezeigt, besonders vor seinem Volk an jenem großen und ereignisreichen Tag.
Hat Jesus Göttlichkeit beansprucht?
Did Jesus Claim Divinity?
Die Sure folgt nach der Warnung Gottes nicht dem Bericht über das Gastmahl. Sie wendet sich stattdessen dem zentralen Thema der Gottheit und der Herrschaft zu, das die gesamte Passage durchzieht. Wir kehren nun zu jener großen Szene zurück, die allen Zuschauern weiterhin vor Augen gestellt wird. Wir hören nun eine unmissverständliche Befragung über die Göttlichkeit, die Jesus und seiner Mutter zugeschrieben wird. Die nun befragte Person ist niemand anderes als Jesus, der sich an diejenigen wendet, die ihn angebetet haben. Sie hören ihm zu, wie er, überrascht und erstaunt, vor seinem Herrn jede Kenntnis einer so schweren Sünde von sich weist, die sie ihm zuschreiben. Er ist in der Tat unschuldig, und alles ist eine Erfindung:
The sūrah does not follow the account of the Repast after stating God’s warning. It moves on to deal with the central issue of Godhead and Lordship, which permeates the whole passage. We go back now to that great scene which continues to be held up for all onlookers. We listen now to a straightforward questioning about the Divinity claimed for Jesus and his mother. The person now interrogated is none other than Jesus, facing those who worshipped him. They listen to him as he, surprised and amazed, disclaims before his Lord all knowledge of such a grievous sin they attach to him. He is, indeed, innocent and it is all fabrication:
Und Gott wird sagen: Jesus, Sohn der Maria! Hast du zu den Menschen gesagt: „Verehrt mich und meine Mutter als Gottheiten neben Gott“? [Jesus] wird antworten: „Preis sei Dir in Deiner Herrlichkeit! Ich hätte niemals etwas sagen können, wozu ich kein Recht habe! Hätte ich dies gesagt, so hättest Du es gewiss gewusst. Du weißt, was in mir ist, während ich nicht weiß, was in Dir ist. Gewiss, nur Du allein kennst vollkommen all das, was jenseits der menschlichen Wahrnehmung liegt. Ich habe ihnen nichts anderes gesagt als das, wozu Du mich aufgefordert hast: `Verehrt Gott, der mein Herr und euer Herr ist.` Ich war Zeuge dessen, was sie taten, solange ich unter ihnen lebte. Als Du mich zu Dir genommen hast, warst Du es, der über sie wachte. Du bist wahrlich Zeuge aller Dinge. Wenn Du sie bestrafst, so sind sie Deine Diener; und wenn Du ihnen vergibst, so bist Du wahrlich der Allmächtige, der Weise.“ (Verse 116–118)
And God will say: Jesus, son of Mary! Did you say to people, ‘Worship me and my mother as deities beside God?” [Jesus] answered: “Limitless are You in Your glory! I could never have claimed what I have no right to [say]! Had I said this, You would certainly have known it. You know all that is within myself whereas I do not know what is in Yourself. Most certainly, it is You alone who fully knows all that lies beyond the reach of human perception. Nothing did I tell them beyond what You bade me [to say]: `Worship God, who is my Lord and your Lord.’ I was witness to what they did as long as I lived in their midst. Then when You took me to Yourself, You have been watching over them. You are indeed a witness to all things. If You punish them, they are Your servants; and if You forgive them, You are indeed Almighty, Wise.” (Verses 116-118)
Die Schlussbemerkung
The Final Note
Am Ende dieser Passage und im Gegensatz zu der größten Falschheit, die je von den Anhängern irgendeines Gesandten verbreitet wurde, nämlich der Falschheit von der göttlichen Natur Christi, die er selbst verwirft und deren Entscheidung er allein Gott überlässt, wird eine Wahrheitsaussage getroffen. Sie bildet den abschließenden Akzent der Sure und erklärt, dass die Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles, was sie enthalten, Gott gehört, dem Herrn der Welten, der über alle Dinge volle Macht besitzt. Nichts begrenzt Seine Macht: „Gott gehört die Herrschaft über die Himmel und die Erde und alles, was sie enthalten.
At the end of this passage and in contrast to the greatest falsehood ever perpetrated by the followers of any messenger, i.e. the falsehood of Christ’s Divine nature, which he himself denounces and leaves all decision about which to God alone, a statement of truth is made. It provides the final note in the sūrah, declaring that dominion over the heavens and the earth and all that they contain belongs to God, the Lord of the universe who has full control over all things. Nothing limits His power: “To God belongs all sovereignty over the heavens and the earth and all they contain.
„Er hat die Macht über alle Dinge.“ (Vers 120)
He has the power over all things.” (Verse 120)
Dies ist der Abschluss, der zu der großen Frage passt, um die jener furchtbare Trugschluss gesponnen wurde. Es ist ein Schluss, der zu jener majestätischen Szene passt, in der Gott als Der erscheint, Der alles Wissen, die Gottheit und alle Macht besitzt. Ihm allein wenden sich alle Gesandten zu und legen alle Angelegenheiten in Seine Hände. Tatsächlich überträgt Ihm Jesus, der Sohn Marias, das Urteil in seiner eigenen und in der Angelegenheit seines Volkes. Er ist der Allmächtige, der Weise, der Herrscher über die Himmel, die Erde und alles, was sie enthalten. Es ist ein passender Abschluss für die Sure, die die Bedeutung der Religion erörtert und zeigt, dass sie nichts anderes ist als die Umsetzung allein des Gesetzes Gottes, die Leitung allein von Ihm zu empfangen und allein auf der Grundlage Seiner Offenbarungen zu richten. Da Er der Herrscher ist, ist Er es, Der richtet, denn das endgültige Urteil gehört demjenigen, dem die Herrschaft zusteht: „Diejenigen, die nicht nach dem richten, was Gott offenbart hat, sind wahrlich Ungläubige.“ (Vers 44)
This is the finale that suits the great question around which that terrible fallacy has been woven. It is an ending that fits that majestic scene where God is seen to be the One who has all knowledge, Godhead and all power. To Him alone all messengers turn, putting all matters in His hands. Indeed, to Him Jesus son of Mary assigns judgement in his own and his people’s affair. He is Almighty, Wise, the Sovereign over the heavens, the earth and all they contain. It is a fitting conclusion to the sūrah which discusses the meaning of religion, showing it to be the implementation of only God’s law, receiving guidance from Him alone and judging only on the basis of His revelations. Since He is the Sovereign, He is the One to judge, for final judgement belongs to whomever has sovereignty: “Those who do not judge according to what God has revealed are indeed unbelievers.” (Verse 44)