Wir sandten zu dir eine Gruppe von Dschinn, die dem Koran zuhörten. Als sie ihn vernahmen, sagten sie zueinander: „Hört schweigend zu!" Als die Rezitation beendet war, kehrten sie zu ihrem Volk zurück, um es zu warnen. „Unser Volk", sagten sie, „wir haben einer Offenbarung zugehört, die nach Moses herabgesandt wurde und das bestätigt, was vor ihr war. Sie führt zur Wahrheit und auf einen geraden Weg. Unser Volk! Folgt dem Ruf Gottes und glaubt an Ihn. Er wird euch eure Sünden vergeben und euch vor schmerzhafter Strafe bewahren. Wer dem Ruf Gottes nicht folgt, kann Ihm auf Erden nicht entkommen, und er wird keinen Beschützer außer Ihm haben. Sie befinden sich in offenkundigem Irrtum. Sehen sie denn nicht, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und bei ihrer Erschaffung nicht ermüdet wurde, auch fähig ist, die Toten wieder zum Leben zu erwecken? Ja, gewiss. Er hat Macht über alle Dinge." (Verse 29–33)
We sent to you a group of Jinn to listen to the Qur'an. When they heard it, they said to one another, "Listen in silence!' When the recitation ended, they returned to their people to warn them. "Our people,' they said, "we have been listening to revelation bestowed from on high after Moses, confirming what came before it. It guides to the truth and to a straight path. Our people! Respond to God's call and have faith in Him. He will forgive you your sins and deliver you from grievous suffering. He who does not respond to God's call cannot elude Him on earth, nor will they have any protector against Him. They are indeed in manifest error. Are they not aware that God, who has created the heavens and the earth and was not wearied by their creation, has the power to bring the dead back to life? Yes, indeed. He has power over all things, (verses 29-33)
Jene Dschinn, die dem Koran schweigend zuhörten, machten eine Aussage, die den Glauben in seiner Gesamtheit umfasste: den Glauben an die Offenbarung Gottes; die Einheit der Botschaft, die in der Tora und im Koran gegeben wurde; die Anerkennung der Wahrheit, zu der der Koran leitet; den Glauben an den Tag der Auferstehung sowie daran, welche Taten Vergebung erlangen und welche Strafe nach sich ziehen; die Anerkennung der Schöpfungsmacht Gottes und Seiner allumfassenden Herrschaft über alle Geschöpfe sowie das Erkennen des Zusammenhangs zwischen der Erschaffung im Anfang und der Wiederbelebung der Toten. Dies sind die Grundsätze, die die Sure von Anfang bis Ende behandelt. Sie werden hier von den Dschinn vorgetragen, mit einer Stimme, die aus einer Welt jenseits der Welt des Menschen kommt.
Those jinn who listened to the Qur’an in silence made a comment that embraced faith in its entirety: belief in Gods revelation; the unity of the message given in the Torah and the Qur’an; acknowledging the truth to which the Qur’an guides; belief in the Day of Resurrection and which actions earn forgiveness and which incur punishment; acknowledging God’s power of creation and His overall authority over all creatures, and recognizing the link between creation in the first place and bringing the dead back to life. These are the principles the surah discusses from start to finish. They are presented here by the jinn, in a voice that comes from beyond man’s world.
Die Tatsache, dass der Koran erwähnt, wie eine Gruppe von Dschinn ausgesandt wurde, um dem Koran zuzuhören, während der Prophet ﷺ ihn rezitierte, und berichtet, was sie danach taten und sagten, genügt, um die Existenz der Dschinn und das betreffende Ereignis zu bestätigen. Sie bestätigt ferner, dass sie dem Koran in seinem arabischen Wortlaut, so wie ihn der Prophet ﷺ aussprach, zuhören konnten.
The fact that the Qur’an mentions how a number of jinn were sent to listen to the Qur’an as the Prophet recited it, and reports what they did and said afterwards, is sufficient to confirm the existence of the jinn and the event related. It further confirms that they were able to listen to the Qur’an in its Arabic wording as pronounced by the Prophet.
Es macht außerdem deutlich, dass die Dschinn den Glauben annehmen oder ablehnen können, dass sie die Wahl haben, der Rechtleitung zu folgen oder im Irrtum zu verharren. Eine weitere Bestätigung ist nicht nötig. Kein Mensch kann der Verlässlichkeit einer Tatsache, die Gott im Qur'an festgestellt hat, etwas hinzufügen. Wir versuchen lediglich, sie nach unserem menschlichen Verständnis zu verdeutlichen.
It also makes clear that the jinn are able to accept faith or deny it, that they have the choice to follow guidance or continue in error. There is no need for any further confirmation. No person can add anything to the reliability of a fact stated by God in the Qur’an. We, however, merely try to clarify it in our human perception.
Das Universum um uns herum ist voller Geheimnisse sowie Kräfte und Geschöpfe, von denen wir nichts wissen: weder über ihre Natur noch über ihre Gestalt, Form oder Wirkung. Wir leben inmitten all dieser Kräfte und Geheimnisse und entdecken jeden Tag einige davon, indem wir einige dieser Geschöpfe oder ihre Eigenschaften kennenlernen und erfahren, wie sie auf die Welt um uns herum einwirken. Wir stehen jedoch immer noch am Anfang des Weges, der zur Erkenntnis des Universums führt. Wir sollten bedenken, dass alle vergangenen Generationen der Menschheit, die gegenwärtige und alle künftigen Generationen auf nicht mehr als einem winzigen Teilchen des weiten Universums wohnen, nämlich dem Planeten Erde. Verglichen mit dem menschlichen Wissen vor fünf Jahrhunderten gilt das, was wir heute wissen, obwohl wir immer noch erst am Anfang des Weges stehen, bei Weitem als seltsamer als die bemerkenswerten Geschöpfe, die als Dschinn bekannt sind. Hätte man den Menschen vor fünf Jahrhunderten etwas über Atomenergie erzählt, hätten sie ihn für verrückt gehalten oder zumindest seine Ansichten für weit seltsamer als die Dschinn.
The universe around us is full of secrets, as well as powers and creatures of which we know nothing: neither their nature, nor their shape, form or effect. We live in the midst of all these powers and secrets and every day discover some of these getting to know some of such creatures or their qualities and how they make their effect on the world around us. We are still, however, at the beginning of the road, leading to knowledge of the universe. We should bear in mind that all past generations of mankind, the present one and all future generations dwell on no more than a small particle in the vast universe, which is planet earth. When compared to human knowledge five centuries ago, what we now know when we are still just at the beginning of the road is considered stranger by far than the remarkable creatures known as the jinn. Had someone told people five centuries ago anything about atomic energy, they would have considered him crazy, or at least considered his views far stranger than the jinn.
Die Geheimnisse, die wir entdecken, und das Wissen, das wir erwerben, bleiben innerhalb der Grenzen unserer menschlichen Kraft, die uns gewährt wurde, damit wir unsere Aufgabe erfüllen können, das Leben auf der Erde zu gestalten, in Übereinstimmung mit den Vorgaben, die Gott für uns festgelegt hat. Darüber hinaus bleibt das, was wir lernen, innerhalb dessen, was Gott uns zur Verfügung gestellt oder dienstbar gemacht hat, damit wir unsere Aufgabe erfüllen können. Wie lange das menschliche Leben auf der Erde auch andauern mag, menschliches Wissen und menschliche Entdeckungen werden innerhalb dieses Rahmens bleiben, d. h. innerhalb des Rahmens dessen, was wir für den uns zugewiesenen Auftrag benötigen, als wir gemäß Gottes Absicht und Weisheit zu Verwaltern der Erde eingesetzt wurden. Wir werden noch viel mehr von den wunderbaren Geheimnissen und Kräften des Universums entdecken und erlernen, im Vergleich zu denen die Geheimnisse des Atoms wie Kinderspiel erscheinen mögen, doch wir werden innerhalb des begrenzten Bereichs des Wissens bleiben, der dem Menschen zugewiesen ist. Wir werden innerhalb der Grenzen der Koranaussage bleiben: „Euch [Menschen] ist nur wenig Wissen gegeben worden" (17:85). Es bleibt wenig im Vergleich zu dem, was das Universum an Geheimnissen und Tatsachen enthält, die nur seinem Schöpfer bekannt sind, der alles lenkt. Dem müssen wir Gottes Darstellung Seines grenzenlosen Wissens gegenüberstellen: „Wären alle Bäume auf der Erde zu Schreibfedern gemacht und das Meer mit sieben weiteren Meeren als Tinte ergänzt, so würden die Worte Gottes nicht erschöpft werden." (31:27)
The secrets we discover and the knowledge we acquire remain within the limits of our human power, which is granted to us so that we can discharge our task of building life on earth, in accordance with the terms of reference set for us by God. Moreover, what we learn remains within what God has made available or subservient to us for use in fulfilment of our task. No matter how long human life on earth extends, human knowledge and discoveries will remain within this framework; i.e. the framework of what we need for the mission assigned to us when we were placed in charge of the earth, according to God’s purpose and wisdom. We will discover and learn much more of the wonderful secrets and powers in the universe, compared to which the secrets of the atom may appear like child’s play, but we will remain within the limited area of knowledge assigned to man. We will remain within the limits of the Qur’anic statement: “You, [mankind], have been granted but little knowledge]' (17: 85) It remains little compared to what the universe contains of secrets and facts known only to its Creator who controls all. We need to contrast this against God’s representation of His limitless knowledge: “ Were all the trees on earth to be made into pens, and the sea ink, with seven more seas yet added to it, the words of God would not be exhausted." (31: 27)
Deshalb können wir nicht sagen, dass etwas, das zu dem Bereich gehört, der jenseits unserer Wahrnehmung liegt, oder ein Geheimnis oder eine Kraft im Universum mit Sicherheit existiert oder nicht existiert, oder dass es möglich oder unmöglich ist, allein deshalb, weil es außerhalb unserer vertrauten Welt oder unserer menschlichen Erfahrung liegt. Wir haben noch nicht alle Geheimnisse unserer eigenen körperlichen Beschaffenheit, ihrer Systeme und Möglichkeiten entdeckt, ganz zu schweigen von den Geheimnissen unseres Geistes und unserer Seelen.
Therefore, we cannot say that something belonging to the realm that lies beyond our perception, or some secret or power in the universe, certainly exists or not, or is possible or impossible, merely because it is beyond our familiar world or our human experience. We have not yet discovered all the secrets of our own physical constitution, its systems and potentials, let alone the secrets of our minds and spirits.
Es mag Geheimnisse geben, die über das hinausgehen, was uns offenbart werden soll, und Geheimnisse, die wir nicht verstehen sollen, auch wenn wir von ihren Eigenschaften oder Wirkungen oder auch nur von ihrer Existenz erfahren. Was uns vorenthalten ist, würde uns, selbst wenn wir davon erführen, bei der Erfüllung unserer Aufgabe auf Erden nicht nützen. Wenn Gott uns deshalb in Seinen Worten, nicht durch unsere Erfahrung und erworbenes Wissen, von diesen Geheimnissen und Kräften erzählt, sollten wir Seine Gabe dankbar annehmen und so entgegennehmen, wie Er sie uns gibt, ohne etwas hinzuzufügen und ohne etwas wegzulassen. Ein solches Wissen kommt uns unmittelbar von Gott, und Er hat sich entschieden, es uns in einem bestimmten Maß zu geben. Eine andere Quelle, die uns mehr geben könnte, gibt es schlicht nicht.
There may be secrets that are beyond what is meant to be revealed to us, and secrets that we are not meant to understand, even though we get to learn about their qualities or effects, or even only their existence. What is withheld from us will not, should we learn about it, benefit us in the fulfilment of our assignment on earth. Therefore, when God tells us in His words, not through our experience and acquired knowledge, about these secrets and powers, we should accept His gift with gratitude and take it as He gives it to us, adding nothing and omitting nothing. Such knowledge comes to us directly from God, and He has chosen to give it to us in a particular measure. There is simply no other source to give us more.
Auf der Grundlage des Berichts in dieser Sure und des Berichts in Sure 72, Al-Jinn (der sehr wahrscheinlich dasselbe Ereignis schildert), sowie aus anderen Erwähnungen der Dschinn im Qur'an und authentischen Überlieferungen (Ahadith), die sich auf dieses Ereignis beziehen, können wir bestimmte Tatsachen über die Dschinn verstehen. Wir fügen nichts weiter hinzu.
On the basis of the account given in this surah and that given in Surah 72, The Jinn, (which most probably speaks of the same event), and from other references to the jinn in the Qur’an as well as authentic ahadith referring to this event, we can understand certain facts about the jinn. We will add nothing further.
Um diese Tatsachen zusammenzufassen, sagen wir: Es gibt eine Art von Gottes Schöpfung, die Dschinn genannt wird und aus Feuer erschaffen wurde. Dafür zeugen die Berichte des Qur'an über die Aussage Iblis' in Bezug auf Adam: „Ich bin besser als er: Du hast mich aus Feuer erschaffen, während Du ihn aus Lehm erschaffen hast“ (7:12). Iblis, bzw. Satan, gehört zu den Dschinn, wie Gott sagt: „Als Wir zu den Engeln sagten: ‚Werft euch vor Adam nieder‘, da warfen sie sich nieder, nur Iblis nicht. Er gehörte zu den Dschinn, und er widersetzte sich dem Befehl seines Herrn“ (18:50). Diese Art der Schöpfung hat andere Eigenschaften als die Menschen. Eine davon ist, dass sie aus Feuer erschaffen wurde, und eine andere, dass die Dschinn die Menschen sehen können, während die Menschen sie nicht sehen können.
To sum up these facts we say that there is a type of Gods creation named the jinn, which is created out of fire. This is evidenced by the Qur’anic reports of Iblis s statement in reference to Adam: “Zam nobler than he: You created me out of fire, while You created him out of clay” (7: 12) Iblis, or Satan, belongs to the jinn, as God says: “ When We said to the angels: 'Prostrate yourselves before Adam,' they all prostrated themselves. Not so Iblis, who belonged to the jinn and he disobeyed his Lord's command” (18: 50) This type of creation has different qualities to those of humans. One of these is that it is created out of fire, and another is that the jinn can see humans while humans cannot see them.
In Bezug auf Iblis, der zu den Dschinn gehört, sagt Gott: „Gewiss, er und sein Stamm sehen euch von dort, von wo ihr sie nicht wahrnehmen könnt“ (7:27)
In reference to Iblis, who belongs to the jinn, God says: "Surely, he and his tribe watch you from where you cannot perceive them” (7: 27)
Diese letzte Aussage zeigt uns außerdem, dass die Dschinn ihre eigenen Gruppierungen und Gemeinschaften haben, die menschlichen Gemeinschaften ähnlich sind.
This last statement also tells us that the jinn have their own groupings and communities, which are similar to human communities.
Die Dschinn können auf der Erde leben, obwohl wir nicht wissen, wo. Als Er sie aus dem Himmel vertrieb, sprach Gott sowohl zu Adam als auch zu Iblis*: „Steigt hinab. Ihr sollt einander Feinde sein. Auf der Erde sollt ihr eine Wohnstätte und Versorgung haben, für eine Weile.“ (2: 36) Die Dschinn, die Salomo unterworfen waren, verrichteten für ihn bestimmte Arbeiten auf dem Land, was notwendigerweise bedeutete, dass sie alles hatten, was sie zum Leben auf der Erde brauchten. Ebenso können sie auch fernab dieses Planeten leben und überleben. Der Koran berichtet eine Aussage einiger Dschinn, die lautet: „Wir stiegen zum hohen Himmel empor und fanden ihn voll mächtiger Wächter und Flammen. Wir pflegten dort zu sitzen und zu lauschen, doch nun findet der Lauscher Flammen, die ihm auflauern.“ (72: 8-9)
The jinn can live on earth, although we do not know where. When He turned them out of heaven, God said to both Adam and Iblis*. "Get you down. You shall be enemies to one another. On earth you shall have an abode and sustenance, for a while.” (2: 36) The jinn who were made subservient to Solomon performed for him certain works on land which, by necessity, meant that they had whatever was necessary for them to live on earth. Likewise, they can live and survive away from this planet. The Qur’an reports a statement made by some of the which says: " We ascended to high heaven and found it filled with mighty guards and flames. We used to sit eavesdropping, but now eavesdroppers find flames lying in wait for them.” (72: 8-9)
Die Dschinn können auch das Verständnis der Menschen beeinflussen, und ihnen ist erlaubt, solche Menschen irrezuführen, die vom Weg abgekommen sind, nicht jedoch diejenigen, die wahre Diener Gottes sind. Im Koran-Bericht über das Gespräch zwischen Gott und Iblis sagte dieser: „Bei Deiner Macht schwöre ich: Ich werde sie alle verführen, außer Deine aufrichtigen Diener.“ (38: 82-83) Auch andere Texte bestätigen dies, doch wir wissen nicht, wie die Dschinn den Menschen zuflüstern und sie beeinflussen, noch welche Mittel sie dabei einsetzen. Sie können den Menschen hören und seine Sprache verstehen. Das wird deutlich, als diese Gruppe von Dschinn dem Koran zuhörte, ihn verstand und von ihm beeinflusst wurde. Wie die Menschen können auch die Dschinn der göttlichen Rechtleitung folgen oder vom Weg abirren. Wie in Sure 72 berichtet wird, sagte diese Gruppe von Dschinn: „Einige von uns haben sich Gott ergeben, und einige sind Frevler. Diejenigen, die sich ergeben haben, haben den rechten Weg gefunden; die Frevler hingegen sind wahrlich der Brennstoff der Hölle.“ (72: 14-15)
The jinn can also influence the understanding of humans, and they are given leave to lead such humans as go astray, but not those who are Gods true servants. In the Qur’anic account of the exchange between God and Iblts, the latter said: “I swear by Your very might: I shall certainly tempt them all except Your true servants” (38: 82-83) Other texts also confirm this, but we do not know how the jinn whisper to humans and influence them, nor what tools they use in the process. They can hear man and understand his language. This is clearly the case when this group of jinn listened to the Qur’an, understood it and were influenced by it. Like humans, the jinn can follow Divine guidance or go astray. As reported in Surah 72, this group ofjinn said: “Some ofus surrender themselves to God and some are wrongdoers. Those that surrender themselves have attained to consciousness of what is right; whereas the wrongdoers are indeed the fuel of hell.” (72: 14-15)
Darüber hinaus gingen diejenigen von ihnen, die dem Qur'an zugehört hatten, direkt zu ihrem Volk zurück und riefen es dazu auf, die Botschaft des Islam anzunehmen, nachdem sie diese selbst angenommen und das gelernt hatten, was ihr Volk noch nicht gelernt hatte.
Moreover, those of them who listened to the Qur’an went straight to their people and called on them to accept the message of Islam, having themselves accepted it and learnt what their people had not yet learnt.
Dies ist alles, was wir mit Sicherheit über die Ǧinn-Begebenheit sagen können. Wir sollten ihr nichts hinzufügen, wofür es keine stützenden Belege gibt. Das Ereignis, auf das sich die vorliegenden Verse der Sure bezieht, wie es mit großer Wahrscheinlichkeit auch Sure 72, Al-Ǧinn, tut, wird durch mehrere Überlieferungen bestätigt. Hier werden wir die authentischsten davon anführen.
This is all that we can say with certainty about thejfaft. We should not add to it anything that lacks supporting evidence. The event to which the present verses of the surah refer, as does, in all probability, Surah 72, The Jinn, is confirmed by several reports. Here, we will quote the most authentic of these.
„Ibn 'Abbas sagte: Der Prophet ﷺ trug den Dschinn nichts vor, und er sah sie auch nicht. Der Prophet ﷺ ging mit einer Anzahl seiner Gefährten, mit dem Ziel des Marktes von 'Ukaz. Zu jener Zeit war den Dschinn das Belauschen des Himmels verwehrt, und Flammen wurden gegen sie eingesetzt. Als sie zu ihrem Volk zurückkehrten, berichteten sie ihnen von der Lage. Einige von ihnen sagten: ‚Euch wurde das Belauschen des Himmels verwehrt, weil etwas geschehen sein muss. Zieht daher über die Erde und versucht herauszufinden, was geschehen ist, dass dies verursacht hat.' Gruppen von ihnen zogen in alle Richtungen und suchten nach der Ursache, die sie vom Belauschen abhielt. Die Schar, die nach Tihamah zog, kam dem Propheten ﷺ nahe, als er im Tal von Nakhlah war, mit dem Ziel des Marktes von 'Ukaz. Er leitete das Morgengebet, und seine Gefährten standen in der Gemeinschaft hinter ihm. Sie hörten ihm zu, wie er im Gebet den Qur'an rezitierte. Dann sagten sie zueinander:"
“Ibn 'Abbas said: The Prophet neither recited anything to theyznw, nor did he see them. The Prophet went with a number of his Companions aiming for the ‘Ukaz Market. By that time, the jinn were blocked from eavesdropping in the skies and flames were set against them. When they went to their people, they told them of the situation. Some of them said: ‘You have been stopped from eavesdropping for something that must have taken place. Travel, therefore, throughout the earth and try to find out what has happened to cause this.’ Groups of them travelled in every direction, searching for the cause that blocked them from eavesdropping. The company that went to Tihamah drew close to the Prophet as he was at the Nakhlah Valley, aiming for 'Ukaz Market. He was leading the dawn prayer, with his Companions in the congregation. They listened to him reciting the Qur’an in his prayer. Then they said to one another:
„Dies ist tatsächlich das, was euch daran gehindert hat, in den Himmeln zu lauschen.“ Dann gingen sie zu ihrem Volk und sagten zu ihnen: „Wir haben eine wunderbare Rede gehört, die zum Bewusstsein dessen leitet, was recht ist, und so sind wir zum Glauben daran gekommen.“ (72: 1–2) Gott offenbarte daraufhin dem Propheten ﷺ diese Sure, die das enthielt, was die Dschinn gesagt hatten.“ [Überliefert von Ahmad, al-Bukhari, Muslim und anderen.] Ibn Mas'ud wurde gefragt, ob einer der Gefährten des Propheten ﷺ in jener Nacht bei ihm war, als die Dschinn dem Qur'an zuhörten. Er antwortete: „Keiner von uns war bei ihm. Wir waren eines Nachts bei ihm, als wir ihn vermissten. Wir suchten ihn in den nahegelegenen Tälern und Pfaden. Als wir ihn nicht fanden, dachten wir, er könnte entführt oder ermordet worden sein. Es war eine äußerst schreckliche Nacht für uns.“
‘This is indeed what blocked you from eavesdropping in the skies.’ They then went to their people and said to them: 'We have heard a wondrous discourse, guiding towards consciousness of what is right, and so we have come to believe in it? (72: 1-2) God subsequently revealed this surah to the Prophet which included what the jinn said.” [Related by Ahmad, al-Bukhari, Muslim and others.] Ibn Mas ‘ud was asked whether any of the Prophet’s Companions was with him on the night when the jinn listened to the Qur’an. He replied: “None of us accompanied him. We were with him one night when we missed him. We looked for him in the nearby valleys and paths. When we did not find him we thought that he might have been carried away or assassinated. Ours was an extremely terrible night then.
Am Morgen sahen wir ihn aus Richtung Hira auf uns zukommen. Wir sagten zu ihm: „Gesandter Gottes! Wir haben dich vermisst und nach dir gesucht. Als wir dich nicht finden konnten, verbrachten wir eine schreckliche Nacht.“ Er sagte: „Jemand kam zu mir mit einem Ruf der Dschinn, und ich ging mit ihm und las ihnen den Koran vor.“ Dann führte er uns, um uns ihre Spuren und die Stellen zu zeigen, wo sie ihre Feuer hatten. Sie baten ihn um Nahrung, und er sagte zu ihnen: „Ihr dürft die Knochen aller Tiere haben, bei deren Schlachtung der Name Gottes angerufen wurde. Wenn ihr einen Knochen in der Hand haltet, wird er für euch so sein, als hätte er all das Fleisch, das er tragen kann. Jeder Kot dient als Futter für euer Vieh.“ Der Prophet ﷺ sagte zu uns: „Benutzt diese also nicht zum Reinigen, wenn ihr die Notdurft verrichtet.“ [Überliefert von Muslim, Abu Dawud und at-Tirmidhi.]
In seiner Prophetenbiografie berichtet Ibn Ishaq die Geschichte von den Dschinn nach der Reise des Propheten ﷺ nach Ta'if, wo er den Stamm der Thaqif besuchte, um ihre Unterstützung für die Verkündung seiner Botschaft zu gewinnen. Zu dieser Zeit war Abu Talib, sein Onkel, der ihm Schutz vor Angriffen gewährt hatte, bereits gestorben, und der Prophet ﷺ sah sich nun großem Schaden und großer Feindseligkeit ausgesetzt. Die Thaqif antworteten ihm jedoch sehr unhöflich und hetzten ihre jungen Burschen und Diener gegen ihn auf. So wurde der Prophet ﷺ mit Steinen beworfen, bis beide seiner Füße bluteten. Daraufhin betete er zu Gott und richtete folgenden leidenschaftlichen Appell an ihn:
In the morning we saw him coming towards us from the direction of Hire. We said to him: ‘messenger of God! We missed you and searched for you. When we could not find you we had a terrible night.’ He said: ‘Someone came to me with a call from the jinn, and I went with him and read the Qur’an to them.’ He then took us to show us their traces and where they had their fires. They asked him for food and he said to them: ‘You may have the bones of all animals at the slaughter of which God’s name is invoked. When you hold a bone in your hand, it will be to you as though it has all the meat it can carry. Every dropping serves as fodder for your cattle.’ The Prophet said to us: ‘Do not, then, use these to clean yourself when you go to do stools.’” [Related by Muslim, Abu Dawud and al-Tirmidhi.] In his biography of the Prophet, Ibn Ishaq narrates the jinn story after the Prophet’s journey to Ta’if where he went to visit the Thaqif tribe, seeking their support to deliver his message. By that time, Abu Talib, his uncle who had provided him with protection against attack had died and the Prophet was now subjected to much harm and hostility. The Thaqif, however, answered him very rudely and set their young lads and servants against him. In this way, the Prophet was stoned to the extent that both his feet bled. At this point, he prayed to God, making the following passionate appeal:
Zu Dir, mein Herr, klage ich über meine Schwäche, meinen Mangel an Unterstützung und die Demütigung, die mir widerfährt.
To You, My Lord, I complain of my weakness, lack of support and the humiliation I am made to receive.
Gnädigster und Barmherzigster! Du bist der Herr der Schwachen, und Du bist mein Herr. Wem überlässt Du mich? Einem Fernen, der mich feindselig empfängt? Oder einem Feind, dem Du Macht über mich gegeben hast?
Most compassionate and merciful! You are the Lord of the weak, and You are my Lord. To whom do You leave me? To a distant person who receives me with hostility? Or to an enemy to whom You have given power over me?
Wenn Du mit mir nicht unzufrieden bist, kümmert es mich nicht, was ich zu erwarten habe. Doch wäre ich weitaus glücklicher über Deine Barmherzigkeit.
If You are not displeased with me, I do not care what I face. I would, however, be much happier with Your mercy.
Ich suche Zuflucht im Licht Deines Angesichts, durch das alle Finsternis vertrieben wird und durch das sowohl dieses Leben als auch das Jenseits auf ihre rechten Wege gebracht werden, damit ich nicht Deinen Zorn auf mich ziehe oder Gegenstand Deines Unmuts werde. Dir unterwerfe ich mich, bis ich Dein Wohlgefallen erlange. Ohne Deinen Beistand ist alles machtlos.2
I seek refuge in the light of Your face by which all darkness is dispelled and both this life and the life to come are put on their right courses against incurring Your wrath or being the subject of Your anger. To You I submit, until I earn Your pleasure. Everything is powerless without Your support.2
Nachdem Ibn Ishaq seinen Bericht über die Reise des Propheten nach Ta'if geschildert hat, fügt er hinzu: „Als der Prophet jede Hoffnung auf eine positive Antwort der Thaqif aufgegeben hatte, kehrte er nach Makkah zurück. Als er im Tal von Nakhlah war, erhob er sich mitten in der Nacht zum Gebet. Da kam die Gruppe der Dschinn zu ihm, die Gott im Qur'an erwähnt. Sie waren, wie mir berichtet wurde, sieben an der Zahl und kamen von den Dschinn aus Nusaybin."
After his account of the Prophet’s trip to Ta’if, Ibn Ishaq adds: “When the Prophet gave up hope of any positive response from the Thaqif, he returned to Makkah. When he was at the valley of Nakhlah, he rose up in the middle of the night to pray. It was then that the group of jinn God mentioned in the Qur’an came to him. They were, as 1 was told, seven in number and came from among the jinn of Nusaybin.
Sie hörten seiner Rezitation zu. Als er sein Gebet beendet hatte, kehrten sie sogleich zu ihrem Volk zurück, um es zu warnen, nachdem sie an den Islam und den Koran geglaubt hatten. Gott berichtete dann über das, was dem Propheten widerfahren war, in den Versen 29–32 der Sure 46, Al-Ahqaf (Die Sanddünen), und ebenso in der Sure 72, Al-Jinn (Die Dschinn).
Ibn Kathir kommentiert diese letztgenannte Überlieferung von Ibn Ishaq wie folgt: „Das ist korrekt, doch der Zeitpunkt, den Ibn Ishaq für das Geschehen angibt, ist fragwürdig. Die Dschinn hörten den Koran in den frühen Tagen seiner Offenbarung, wie der von Ibn ʿAbbas überlieferte Hadith anzeigt, während der Prophet nach dem Tod seines Onkels nach Ta’if reiste, was bedeutet, dass dies nur ein oder zwei Jahre vor der Auswanderung des Propheten nach Madinah geschah, wie Ibn Ishaq selbst und andere angeben. Gott weiß es jedoch am besten.“
Es gibt viele weitere Berichte über dieses Ereignis. Von all diesen stützen wir uns auf den ersten, den von Ibn ʿAbbas oben erwähnten, weil er am vollkommensten zu den Koranversen passt, die von dem Ereignis sprechen. Darüber hinaus stellt er klar, dass der Prophet von dem Geschehen durch das erfuhr, was ihm offenbart wurde, und dass er die Anwesenheit der Dschinn weder sah noch spürte. Außerdem ist dieser Hadith der authentischste unter all diesen Berichten, da er die verlässlichste Überlieferungskette hat. Was die Tatsache betrifft, dass der Prophet von dem Ereignis durch den Koran erfuhr, so stimmt Ibn Ishaqs Version damit überein. Dies wird zusätzlich durch das gestützt, was der Koran darüber sagt, dass die Dschinn uns sehen können, wir sie aber nicht: „Gewiss, er und sein Stamm sehen euch von dort, von wo ihr sie nicht wahrnehmt“ (7:27).
They listened to his recitation. When he finished his prayer, they went straight to their people to warn them, having believed in Islam and the Qur’an. God then related what happened to the Prophet in verses 29- 32 of Surah 46, The Sand Dunes, and also in Surah 72, The Jinn” Ibn Kathlr comments on this last report by Ibn Ishaq, saying: “This is correct, but the time at which Ibn Ishaq says it occurred is questionable. The jinn listened to the Qur’an in the early days of its revelation, as indicated by the hadith reported by Ibn ‘Abbas, while the Prophet went on his journey to Ta’if after his uncle’s death, which means only one or two years before the Prophet’s migration to Madlnah, as indicated by Ibn Ishaq himself and others. However, God knows best.” There are many other reports concerning this event. From all these, we rely on the first by Ibn ‘Abbas, mentioned above, because it is the one that fits most perfectly with the Quranic texts speaking about the event. Moreover, it clearly states that the Prophet learnt of what took place through what was revealed to him and that he neither saw nor felt the presence of the jinn. Moreover, this hadlth is the most authentic of all these reports, having the most reliable chain of transmission. As to the point that the Prophet learnt of the event through the Qur’an, Ibn Ishaqs version agrees with this. It is further supported by what the Qur’an mentions about the jinn being able to see us but not the reverse: “Surely, he and his tribe watch you from where you cannot perceive them” (7: 27)