Immer wenn der Sohn der Maria als Beispiel angeführt wird, erhebt dein Volk ein Geschrei und sagt: „Wer ist besser: unsere Gottheiten oder er?“ Sie führen ihn nur an, um dich herauszufordern. Sie sind streitsüchtige Leute. Er war nichts als ein Diener Unseres, den Wir begünstigt und den Wir zu einem Beispiel für die Kinder Israels gemacht haben. Hätte es Unserem Willen entsprochen, hätten Wir aus euch Engel machen können, die einander auf der Erde ablösen. Er ist ein Zeichen für die Stunde. Zweifelt nicht daran, sondern folgt Mir: Das ist der gerade Weg. Lasst euch nicht vom Satan abhalten, denn er ist euer erklärter Feind. Als Jesus mit klaren Zeichen kam, sagte er: „Ich bin zu euch gekommen mit Weisheit und um euch einiges von dem klarzumachen, worüber ihr uneins seid. So fürchtet Gott und folgt mir. Gott ist mein Herr und euer Herr; so dient Ihm allein. Das ist der gerade Weg.“ Doch die Parteien sind untereinander uneins. Wehe denen, die Unrecht getan haben, für die Qual eines schmerzlichen Tages, die über sie kommen wird. (Verse 57–65)
Whenever the son of Mary is cited as an example, your people raise an outcry, saying: 'Who is better: our deities or he?’ They cite him only to challenge you. They are contentious people. He was but a servant of Ours whom We had favoured and made an example to the Children of Israel. Had it been Our will, We could have made you angels, succeeding one another on earth. He is a portent of the Last Hour. Have no doubt about it, but follow Me: this is a straight path. Let not Satan debar you; for he is your sworn enemy. When Jesus came with clear signs, he said: 7 /w come to you with wisdom, and to make clear to you some of that on which you differ. Therefore, fear God and follow me. God is my Lord and your Lord: so worship Him alone. This is a straight path. Yet are the sects at variance among themselves. Woe, then, to the wrongdoers for the painful suffering that will befall them on a grievous day. (Verses 57-65)
In seiner Prophetenbiografie überliefert Ibn Ishaq folgenden Bericht:
In his biography of the Prophet, Ibn Ishaq gives the following report:
Der Prophet saß mit al-Walid ibn al-Mughirah in der Heiligen Moschee, und ihnen gesellte sich al-Nadr ibn al-Harith hinzu. Es waren noch einige andere Männer aus den Quraisch anwesend. Der Prophet ﷺ sprach zu ihnen, doch al-Nadr unterbrach ihn. Der Prophet ﷺ stritt mit ihm, bis er ihn zum Schweigen brachte. Dann trug er ihnen einen Abschnitt des Qur'an vor, der den Vers enthielt, der sagt: „Ihr und alles, was ihr anstatt Gottes zu verehren pflegtet, seid nur der Brennstoff der Hölle; dorthin werdet ihr gelangen" (21:98). Danach verließ der Prophet ﷺ sie.
The Prophet sat with al-Walid ibn al-Mughirah in the Sacred Mosque, and they were joined by al-Nadr ibn al-Harith. There were a few other men from the Quraysh. The Prophet spoke to them, but al-Nadr interrupted him. The Prophet argued with him until he silenced him. He then read to them a passage of the Qur’an that included the verse that says: “ You and all that you were wont to worship instead of God are but the fuel of hell: that is what you are destinedfor” (21: 98) The Prophet then left.
Dann kam ʿAbdullah ibn al-Ziba'ri vom Stamm der Tamim, der sich zu ihnen setzte. Al-Walid sagte zu ihm: „Al-Nadr war dem Muhammad ﷺ nicht gewachsen. Tatsächlich hat Muhammad ﷺ gesagt, dass sowohl wir als auch die Götter, die wir verehren, der Brennstoff der Hölle sein werden.“ Ibn al-Ziba'ri sagte: „Hätte ich mit ihm gestritten, hätte ich gewonnen. Frag Muhammad ﷺ, ob alle, die außer Gott verehrt werden, zusammen mit denen in der Hölle sein werden, die ihn verehren. Nun, wir verehren die Engel, und die Juden verehren Esra, während die Christen Jesus, den Sohn der Maria, verehren.“ Al-Walid und diejenigen, die in der Moschee waren, bewunderten, was Ibn al-Ziba'ri gesagt hatte, und fanden, dass er ein schlagkräftiges Argument vorgebracht hatte. Als dies dem Propheten ﷺ berichtet wurde, sagte er: „Wer es liebt, anstelle Gottes verehrt zu werden, wird mit denen zusammengebracht, die ihn verehren. Diese Leute verehren nur Satan und wen Satan ihnen zu verehren befiehlt.“ Dann offenbarte Gott den Vers: {„Doch diejenigen, für die von Uns bereits das Gute vorherbestimmt ist, werden von jener Hölle ferngehalten werden.“} (21:101) Das bedeutet, dass Jesus, Esra und andere Rabbiner und Priester, die in ihrem Glauben aufrichtig waren, später aber von Menschen als Gottheiten verehrt wurden, vor der Hölle sicher sein werden.
Then came 'Abdullah ibn al-Ziba'ri of the Tamim tribe who sat with them. Al-Walid said to him: ‘Al-Nadr was no match for Muhammad. Indeed Muhammad said that both we and the deities we worship will be the fuel of hell.’ Ibn al-Ziba'ri said: ‘Had I been the one who argued with him I would have won. Ask Muhammad whether everyone worshipped other than God will be in hell together with those worshipping him. Well, we worship the angels, and the Jews worship Ezra, while the Christians worship Jesus, son of Mary.’ Al-Walid and those who were in the Mosque admired what Ibn al-Ziba'ri had said and felt that he put forward a winning argument. When this was mentioned to the Prophet, he said: ‘Anyone who likes to be worshipped in place of God will be joined to those who worship him. These people only worship Satan and whoever Satan orders them to worship.’ God then revealed the verse that says: “But those for whom [the decree of] ultimate good has already gone forth from Us will be keptfar away from that hell.” (21: 101) This means that Jesus, Ezra and other rabbis and priests who were sincere in their faith, but were then worshipped as deities by later people will be safe from hell.
Ferner, in Bezug auf das Argument, dass Jesus angebetet werde, und die Bewunderung dieses Arguments durch al-Walid ibn al-Mughirah und andere, offenbarte Gott den Vers, der sagt:
Furthermore, concerning the argument about Jesus being worshipped and the admiration of the argument by al-Walid ibn al-Mughirah and others, God revealed the verse that says:
„Wenn der Sohn der Maria als Beispiel angeführt wird, erheben deine Leute ein Geschrei“ (Vers 57)
“ Whenever the son ofMary is cited as an example, your people raise an outcry” (Verse 57)
In al-Kashshāf, einem Korankommentar, überliefert az-Zamakhsharī einen weitgehend ähnlichen Bericht, ohne dessen Quelle zu nennen. Beide Berichte zeigen deutlich, wie streitsüchtig die heidnischen Araber waren. Sie waren genau so, wie der Koran sie beschreibt: „Sie sind ein streitsüchtiges Volk“.
In al-Kashshdf a commentary on the Qur’an, al-Zamakhsharl gives a broadly similar report, without mentioning its source. Both reports show clearly how argumentative the pagan Arabs were. They were exactly as the Qur’an describes them: “ They are contentious people”.
(Vers 58) Sie waren gewiss geschickt im Streiten. Sie erkannten, was der Koran und der Prophet ⷺ meinten, doch sie bemühten sich sehr, seine Bedeutung zu verdrehen, und ließen sich auf Streitgespräche ein, indem sie ausnutzten, dass die Aussage des Koran allgemein gehalten war. Dies ist kennzeichnend für jeden, dem es an Aufrichtigkeit fehlt und der Worte und Redewendungen so zu manipulieren sucht, dass sie einen eindeutigen Sinn verdrehen. Deshalb untersagte der Prophet ﷺ streitsüchtige Auseinandersetzungen strikt. Abu Umamah, ein Gefährte des Propheten ﷺ, berichtet: „Der Prophet ﷺ kam einmal heraus und fand einige Leute, die in einen Streit über den Koran verwickelt waren.
(Verse 58) They were certainly skilful in dispute. They realized what the Qur’an and the Prophet meant, but they tried hard to twist its meaning, indulged in polemics, exploiting the fact that the Qur’anic statement was general in its implication. This is characteristic of everyone who is devoid of sincerity, seeking to manipulate words and phrases in order to twist what was a clear meaning. Therefore, the Prophet strictly prohibited contentious arguments. Abu Umamah, a Companion of the Prophet, reports: “The Prophet came out once only to find some people involved in argument concerning the Qur’an.
Er war so zornig, dass sein Gesicht aussah, als hätte man Essig darüber gegossen. Dann sprach er zu ihnen: „Streitet nicht über das Buch Gottes, indem ihr die einen Teile davon gegen die anderen anführt. Keine Gemeinschaft gerät in den Irrtum, es sei denn, sie ist dem streitsüchtigen Disputieren verfallen.“ Dann rezitierte er den Vers aus dem Qur’an, der lautet: {Sie führen ihn nur an, um dich herauszufordern. Sie sind streitsüchtige Leute.} (Vers 58)
He was so angry that he looked as though vinegar had been poured over his face. He then said to them: ‘Do not argue about God’s book citing parts of it against other parts. No community strays into error unless they are given to contentious argument.’ He then quoted the Qur’anic verse that says: ‘They cite him only to challenge you. They are contentious people.’ (Verse 58)
Eine andere mögliche Deutung der Aussage „Wer ist besser: unsere Gottheiten oder er?“ wird durch den allgemeinen Tenor der Verse gestützt, die sich auf ihre Legende über die Engel beziehen. Gemeint ist, dass ihre Verehrung der Engel besser sei als die Verehrung Jesu durch die Christen, weil die Engel ihrer Natur und Abstammung nach Gott näherstehen. Erhaben ist Gott über all das, was sie behaupten. So ist die Aussage „Sie führen ihn nur an, um euch herauszufordern. Sie sind streitsüchtige Menschen“ eine Antwort an Ibn al-Ziba‘ri, wie zuvor angedeutet. Darüber hinaus bedeutet sie, dass ihr Anführen dessen, was die Christen verehren, ungültig ist, weil es von der Wahrheit der Einheit Gottes abweicht. Es ist nicht richtig, eine Abweichung von der Wahrheit mit einer anderen zu vergleichen; sie sind alle falsch. Diese Deutung ist vernünftig.
Another possible interpretation of the statement, “ Who is better: our deities or he?' is supported by the general drift of the verses referring to their legend about the angels. What they meant is that their worship of the angels is better than the Christians’ worship of Jesus, because the angels are closer to God in their nature and descent. Exalted is God above all that they allege. Thus, the statement, ‘ They cite him only to challenge you. They are contentious people', serves as a reply to Ibn al- Ziba‘ri as suggested earlier. Moreover, it means that their citing of what the Christians worship is invalid, because it deviates from the truth of God’s oneness. It is not right to compare one deviation from the truth with another; they are all false. This interpretation is reasonable.
Daher kommentiert die Sure: „Er war nur ein Diener, dem Wir Gunst erwiesen und den Wir zu einem Beispiel für die Kinder Israels gemacht haben“ (Vers 59). Er war kein Gott, der angebetet werden sollte, auch wenn einige Christen vom rechten Weg abwichen und ihn tatsächlich anbeteten. Er war lediglich ein begünstigter Diener Gottes, und ihm trifft keine Schuld dafür, dass Menschen ihn anbeteten. Gott gewährte ihm Gunst, damit er den Kindern Israels als Beispiel zum Nachahmen dienen sollte.
Hence, the surah makes the following comment: “He was but a servant of Ours whom We had favoured and made an example to the Children ofIsrael” (Verse 59) He was no deity to be worshipped, even though some Christians deviated from the true path and did worship him. He was only a favoured servant of God, and no blame attaches to him for the fact that people worshipped him. God granted him favours so that he would be an example for the Children of Israel to follow.
Sie haben jedoch die Lehre vergessen und sind vom rechten Weg abgekommen.
However, they forgot the lesson and went astray.
Die Sure behandelt die Legende der Araber über die Engel und macht deutlich, dass diese Teil der Schöpfung Gottes sind. Hätte Gott es gewollt, so hätte Er die Engel an eurer Stelle auf der Erde nachfolgen lassen, oder Er hätte einige Menschen in Engel verwandelt, damit sie auf der Erde ihre Nachfolge antreten: „Und wenn Wir wollten, würden Wir aus euch Engel machen, die auf der Erde einander nachfolgen.“ (Vers 60)
Alle Fragen der Schöpfung werden von Gott bestimmt; was Er zu erschaffen will, wird gewiss entstehen. Keines Seiner Geschöpfe steht in einer anderen Beziehung zu Ihm als der eines geschaffenen Wesens zu seinem Schöpfer, eines Dieners zu seinem Herrn.
The surah discusses the Arabs’ legend about the angels, making it clear that they are part of God’s creation. Had God willed, He would have made the angels succeed them on earth, or He would have transformed some people into angels to succeed them: “Had it been Our willy We could have made you angels, succeeding one another on earth.” (Verse 60) All questions of creation are determined by God; whatever He wills to create will surely come into existence. None of His creation has any relation to Him other than that of a created being with its Creator, a servant with its Master.
Eine weitere Aussage über Jesus erinnert sie an die Stunde, die sie leugneten: „Und er ist ein Zeichen für die Stunde. Zweifelt daran nicht, sondern folgt mir: Das ist der gerade Weg. Und lasst euch nicht vom Satan abbringen; denn er ist euer offenkundiger Feind." (Verse 61-62)
Eine Reihe von Aussagen des Propheten ﷺ spricht von der Wiederkunft Jesu kurz vor der Stunde. Dies ist vielleicht das, was mit der Aussage gemeint ist: „Er ist ein Zeichen für die Stunde". Es bedeutet, dass er über ihr Herannahen informiert. Abu Hurayrah überliefert, dass der Prophet ﷺ gesagt habe: „Bei Dem, in Dessen Hand meine Seele liegt, der Sohn der Maria wird unter euch zurückkehren als gerechter Richter. Er wird das Kreuz zerbrechen, das Schwein töten und die Kopfsteuer abschaffen. Der Reichtum wird so groß sein, dass niemand mehr Geld annehmen wird. Gewiss, eine Niederwerfung vor Gott wird besser sein als diese ganze Welt und alles, was sie enthält." [Überliefert von Malik, al-Bukhari, Muslim und Abu Dawud.] Jabir überliefert, dass der Prophet ﷺ gesagt habe: „Eine Gruppe meiner Gemeinschaft wird immer weiterkämpfen, an der Wahrheit festhaltend, bis zum Tag des Gerichts. Dann wird Jesus, der Sohn der Maria, herabkommen, und ihr Anführer wird zu ihm sagen: ‚Komm und leite uns im Gebet.' Er wird antworten: ‚Nein. Einige von euch leiten andere.' Dies ist nur ein Ausdruck der Ehre, die Gott dieser Gemeinschaft erwiesen hat." [Überliefert von Muslim.]
Another statement about Jesus reminds them of the Last Hour which they denied: “He is a portent of the Last Hour. Have no doubt about it, but follow Me: this is a straight path. Let not Satan debar you; for he is your sworn enemy” (Verses 61-62) A number of the Prophets statements speak of Jesus’ second coming, a short time before the Last Hour. This is perhaps what is indicated in the statement: 'He is a portent of the Last Hour! It means that he informs of its approach. Abu Hurayrah quotes the Prophet as saying: “By Him who holds my soul in His hand, the son of Mary is about to come back among you, serving as a just arbiter. He will break the cross, kill the pig and abolish tribute money. Wealth will be so abundant that no one will accept money. Indeed one prostration before God will be better than this whole world and all that it contains.” [Related by Malik, al-Bukharl, Muslim and Abu Dawud.J Jabir quotes the Prophet as saying: “A group of my community will ever continue to fight, holding on to the truth, until the Day of Judgement. Jesus, son of Mary, will then come down and their commander will say to him: ‘Come and lead us in prayer.’ He will reply: ‘No. Some of you lead others.’ This is just an aspect of honour God has granted to this community.” [Related by Muslim.)
All dies gehört zum Bereich jenseits unserer Wahrnehmung. Wir werden darüber vom Propheten ﷺ unterrichtet, der die Wahrheit sagt, und Hinweise darauf finden sich im Qur'an. Kein Mensch hat darüber ein Mitspracherecht, außer dem, was in diesen beiden Quellen festgelegt ist.
All this belongs to the realm beyond our perception. We are informed of it by the Prophet who tells the truth and references to it are given in the Qur’an. No human being has any say in this other than what has been stated in these two sources.
„Er ist ein Zeichen für die Stunde. Zweifelt also nicht daran, sondern folgt Mir: Dies ist der gerade Weg.“ (Vers 61) Sie hegten starke Zweifel am Kommen der Stunde, doch der Qur’an ruft sie dazu auf, sich ihrer gewiss zu sein. Ebenso wichen sie von der Rechtleitung ab, und der Qur’an drängt sie, durch den Gesandten Gottes, ihm auf dem geraden Weg zu folgen, der sicherstellt, dass seine Wanderer nicht in die Irre gehen. Er macht ihnen deutlich, dass ihr Abirren nur die Folge davon ist, dass sie dem Satan folgen, während sie besser daran täten, dem Gesandten Gottes ﷺ zu folgen:
“He is a portent of the Last Hour. Have no doubt about it, but follow Me: this is a straight path? (Verse 61) They had strong doubts about the coming of the Last Hour, but the Qur’an calls on them to be certain of it. Likewise, they steered away from guidance and the Qur’an urges them, through God’s messenger, to follow him along the straight path which ensures that its travellers will not go astray. It makes it clear to them that their deviation is only the result of their following Satan when they would be better advised to follow God’s messenger:
„Lasst euch nicht vom Satan abhalten; denn er ist euer erklärter Feind?" (Vers 62) Der Qur'an erinnert die Menschen stets an den fortwährenden Kampf zwischen ihnen und dem Satan, der seit der Zeit Adams, ihres ersten Vaters, und der ersten Begegnung im Himmel tobt. Niemand kann unachtsamer sein als jemand, der weiß, dass ein wachsamer, erklärter Feind absichtlich auf eine Gelegenheit zum Angriff lauert, und dennoch nicht darauf achtet, sich selbst zu schützen.
“Let not Satan debar you; for he is your sworn enemy? (Verse 62) The Qur’an always reminds people of the on-going battle between them and Satan that has been raging since the time of Adam, their first father, and the first encounter in heaven. No one can be more heedless than one who knows that a watchful, sworn enemy is deliberately waiting for a chance to attack him and yet does not take care to protect himself.
Im Gegenteil, er geht auf den entschlossenen Feind zu und folgt ihm sogar in seiner Führung.
On the contrary, he moves closer to the determined enemy and even follows his lead.
Der Islam stellt den Menschen mitten in diesen unaufhörlich tobenden Kampf mit dem Satan.
Islam places man in the midst of this ever-raging battle with Satan.
Er weist ihm Gewinne zu, die über die Vorstellungskraft jedes Menschen hinausgehen, falls er siegt. Ebenso ist sein Verlust, falls er unterliegt, über jedes Maß hinaus. So lenkt der Islam die Kampfkraft des Menschen auf diesen fortwährenden Kampf, der die Menschlichkeit des Menschen bekräftigt und ihm seine besondere Stellung unter den übrigen Geschöpfen verleiht. Das höchste Ziel des Menschen auf Erden ist es daher, über seinen Feind, den Satan, zu siegen. Sobald er dies erreicht, überwindet er das Böse und die Verderbtheit und pflanzt die festen Wurzeln des Guten und der Reinheit.
It assigns to him gains that are beyond anyone’s imagination, should he be victorious. Likewise, his loss, should he be defeated, is beyond anyone’s reckoning. Thus, Islam steers man’s fighting ability to this on-going battle which asserts the humanity of man, giving him his special position among the rest of creatures. Thus, the highest aim for man on earth is to achieve victory against his enemy, Satan. Once he does, he overcomes evil and wickedness and establishes firm roots of goodness and purity.
Die Sure spricht nun über Jesus, legt die Wahrheit über ihn dar und darüber, was er verkündete, sowie darüber, wie seine Leute vor und nach seiner Zeit über ihn uneins waren:
The surah now speaks about Jesus, stating the truth about him and what he preached, and how his people differed about him, both before and after his time:
Als Jesus mit klaren Zeichen kam, sprach er: „Ich bin zu euch gekommen mit Weisheit, und um euch etwas von dem klarzumachen, worüber ihr uneins seid."
When Jesus came with clear signs, he said: 7 have come to you with wisdom, and to make clear to you some of that on which you differ.
Fürchtet daher Gott und folgt mir. Gott ist mein Herr und euer Herr:
Therefore, fear God and follow me. God is my Lord and your Lord:
So bete Ihn allein an. Dies ist der gerade Weg. Doch die Gruppen sind untereinander uneins. Wehe denen, die Unrecht getan haben, für die qualvolle Strafe an einem gewaltigen Tag.
so worship Him alone. This is a straight path. Yet are the sects at variance among themselves. Woe, then, to the wrongdoers for the painful suffering that will befall them on a grievous day.
So kam Jesus zu seinem Volk mit klaren Zeichen, sei es in Form von Wundern, die Gott ihm gewährte, oder in Form von Lehren, die auf den rechten Weg führen. Er sprach zu seinem Volk: „Ich bin zu euch gekommen mit Weisheit. Wem Weisheit gewährt wird, dem wird wahrlich viel von dem Guten gewährt, und er ist sicher und gewiss auf seinem Weg.“ Die Sendung Jesu klärte ihnen auch einige der Fragen, über die sie uneins waren. Tatsächlich waren sie sich in vielen Punkten des Gesetzes Moses’ uneins, und ihre Meinungsverschiedenheiten spalteten sie in feindselige Lager.
Thus, Jesus came to his people with clear signs, whether miracles God granted him or teachings that lead along the right way. He said to his people: 'I have come to you with wisdom . Whoever is granted wisdom is indeed granted much of what is good, and he is safe and assured of his way. Jesus’ mission also clarified for them some of the questions over which they differed. Indeed, they differed on many aspects of the law of Moses, allowing their variances to split them into hostile factions.
Jesus forderte sie außerdem auf, die Ehrfurcht vor Gott zu bewahren und ihm in der göttlichen Botschaft, die er ihnen überbrachte, zu gehorchen. Er verkündete den Grundsatz der Einheit Gottes in aller Klarheit und ließ dabei keinerlei Kompromiss zu: „Gott ist mein Herr und euer Herr; so verehrt Ihn allein.“ (Vers 64) Er hat nie gesagt, dass er Gott sei, noch dass er Gottes Sohn sei. Er hat auch nie auf eine andere Beziehung zwischen sich und Gott hingewiesen als die, dass er Gottes Diener ist. Ferner erklärte er, dass seine Botschaft einen geraden Weg ohne Krümmung und Irrtum vorgebe. Doch diejenigen, die nach ihm kamen, stritten sich vielfach und spalteten sich in Gruppen, wie es auch bei denen vor ihm geschehen war. Darin handelten sie als Frevler, da sie sich auf keine sichere Kenntnis stützten.
Jesus also invited them to maintain their fear of God and to obey him in the Divine message he delivered to them. He declared the principle of God’s oneness in full clarity, admitting no compromise in it: “God is my Lord and your Lord: so worship Him alone.” (Verse 64) He never said that he was God, nor that he was God’s son. He never made any reference to any relationship between him and God other than that of his being God’s servant. Furthermore, he stated that his message demarcated a straight path without bend or error. Yet those who came after him disputed much, splitting into factions like those who preceded him. In this they were wrongdoers, relying on no sure information.
Daher die Warnung: „Wehe denen, die Unrecht getan haben, wegen der schmerzhaften Qual, die sie an einem gewaltigen Tag treffen wird“ (Vers 65)
Hence, the warning: “Woe, then, to the wrongdoers for the painful suffering that will befall them on a grievous day” (Verse 65)
Die Botschaft Jesu richtete sich an die Kinder Israels. Sie erwarteten sein Kommen, damit er sie aus ihrer demütigenden Knechtschaft unter den Römern befreie. Doch als er kam, leugneten und bekämpften sie ihn. Ja, sie schmiedeten sogar Pläne, um seine Kreuzigung zu erwirken. Jesus fand sie in zahlreiche Sekten gespalten vor, von denen die wichtigsten folgende waren:
Jesus’ message was addressed to the Children of Israel. They were awaiting his coming to save them from their humiliating bondage to the Romans. Yet when he came, they denied and opposed him. Indeed, they even plotted to get him crucified. Jesus found them divided into numerous sects, the most important of which were as follows:
Die Sadduzäer, benannt nach Zadok, dessen Familie seit der Zeit Davids und Salomos die Aufsicht über den Tempel innehatte.
1. The Sadducees, named after Zadok, whose family retained custody of the Temple since the time of David and Solomon.
Nach ihrem Gesetz muss er ein Nachkomme Aarons, des Bruders von Mose, gewesen sein. Denn die Aufsicht über den Tempel oblag den Nachkommen Aarons. Da sie dieses Amt innehatten, waren sie sehr streng bei den detaillierten Gottesdienstritualen und verurteilten jede Abweichung davon. In persönlichen Angelegenheiten hingegen waren sie nachlässig und genossen die Freuden des Lebens. Sie leugneten den Tag der Auferstehung.
According to their law, he must have been a descendant of Aaron, Moses’ brother. For, custody of the Temple belonged to Aaron’s descendants. Holding such an office, they were very strict on detailed worship rituals, denouncing any deviation. Nevertheless, in personal matters, they were lax, enjoying life’s pleasures. They denied the Day of Resurrection.
2. Die Pharisäer. Sie befanden sich im Streit mit den Sadduzäern, die ihnen vorwarfen, die Riten des Gottesdienstes allzu streng zu befolgen, während sie den Tag der Auferstehung leugneten. Ihr auffälligstes Merkmal war die Geringschätzung weltlicher Freuden, obwohl einige von ihnen auf ihr Wissen stolz waren. Jesus verurteilte eine solche Haltung.
2. The Pharisees. They were in dispute with the Sadducees, objecting to their strict observation of worship rituals while denying the Day of Resurrection. Their most common characteristic was their disregard of worldly pleasures, even though some of them took pride in their knowledge. Jesus denounced such an attitude.
3. Die Samariter. Sie waren eine Mischung aus Juden und Assyrern.
3. The Samaritans. They were a mixture of Jews and Assyrians.
Sie glaubten nur an den Pentateuch, also an die ersten fünf Bücher des Alten Testaments. Die späteren Bücher, die von anderen Juden als Teil ihrer Schrift anerkannt wurden, lehnten sie ab.
They believed only in the Pentateuch, or the first five books of the Old Testament. They denied the later books accepted by other Jews as part of their scripture.
4. Die Essener oder Essäer. Sie waren von einigen philosophischen Lehren beeinflusst und lebten abgesondert von anderen jüdischen Sekten.
4. The Essenes, or Essenians. These were influenced by some philosophical doctrines, living in isolation of other Jewish sects.
Ihre Gemeinschaft war eine asketische, streng organisierte Sekte.
Theirs was an ascetic, strictly organized sect.
Darüber hinaus gab es zahlreiche andere Sekten, die große Verwirrung in den jüdischen Glaubensvorstellungen und Überlieferungen stifteten. Die Juden jener Zeit ertrugen die Demütigung unter den Römern und erwarteten ihre Befreiung durch den Messias. Als der Messias, Jesus Christus, zu ihnen kam und verkündete: „Gott ist mein Herr und euer Herr; so verehrt Ihn allein“, und ein Gesetz der Toleranz und des Spiritualismus predigte, trat ihm die Schar der berufsmäßigen Geistlichen entgegen, die den Ritualen überragende Bedeutung beimaßen. Von ihnen wird überliefert, dass er gesagt hat: „Sie laden den Menschen schwere Lasten auf und legen sie auf deren Schultern. Doch sie sind nicht bereit, auch nur einen Finger zu rühren, um sie zu bewegen. Sie tun alles, um die Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu lenken. Sie machen ihre Stirnbänder groß und die Quasten an ihren Gebetsschals lang. Sie lieben den Ehrenplatz bei Festmahlen und die vordersten Sitze in den Synagogen.“
In addition, there were numerous other sects that gave rise to much confusion in Jewish beliefs and traditions. The Jews at the time tolerated humiliation under the Romans, and awaited their deliverance at the hands of the Messiah. When the Messiah, Jesus Christ, came to them declaring that God is my Lord and your Lord: so worship Him alone, and preaching a law of tolerance and spiritualism, he was opposed by the professional clerics who gave paramount importance to rituals. He is reported to have said about them: “They make loads that are hard to carry and lay them on the shoulders of the people. However, they are not willing to lift a finger to move them. They do everything to attract people’s attention. They make their headbands large and the tassels on their shawls long. They love the place of honour at dinners and the front seats in synagogues.
„Sie lieben es, auf den Marktplätzen gegrüßt zu werden und dass die Leute sie Rabbi nennen.“ (Matthäus 23:4-7) Ihm wird auch folgende Aussage zugeschrieben, mit der er sie anspricht: „Ihr blinden Führer! Ihr seiht die Mücke aus und verschluckt das Kamel. Weh euch, Schriftgelehrte und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr reinigt das Äußere von Becher und Schüssel.
They love to be greeted in the marketplaces and to have people call them Rabbi.” (Matthew 23: 4-7) He is also quoted as addressing them thus: “You, blind guides! You strain gnats out of your wine, but you swallow camels. How horrible it will be for you, scribes and Pharisees! You hypocrites! You clean the outsides of cups and dishes.
Aber innen sind sie voller Habgier und ungezügelter Begierden. Ihr blinden Pharisäer! Reinigt zuerst das Innere der Becher und Schüsseln, damit auch das Äußere rein wird. Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer! Ihr Heuchler! Ihr seid wie getünchte Gräber, die von außen schön aussehen, innen aber voller Totengebeine und jeder Art von Unreinheit sind.“3 (Matthäus 23,24-27)
But inside they are full of greed and uncontrolled desires. You blind Pharisees! First clean the inside of the cups and dishes so that the outside may also be clean. How horrible it will be for you, scribes and Pharisees! You hypocrites! You are like whitewashed graves that look beautiful on the outside but inside are full of dead peoples bones and every kind of impurity.”3 (Matthew 23: 24-27)
Wenn wir heute diese Worte Jesu lesen und ähnliche Texte, erkennen wir, wie sehr sie auf die professionellen Geistlichen aller Religionen zutreffen. Sie sind alle vom gleichen Schlag.
When we read today these words of Jesus (peace be upon him) and similar texts, we realize how applicable they are to professional clerics of all religions. They are all of the same type.
Jesu irdische Zeit fand ihr Ende, und er ging zu seinem Herrn. Später spalteten sich seine Anhänger in Gruppen und Parteien: Manche machten ihn zu einer Gottheit; manche machten ihn zum Sohn Gottes; andere machen Gott zu einer Dreieinigkeit aus drei, von denen einer Jesus ist. Der reine Gedanke von der Einheit Gottes, den Jesus verkündete, ist somit verloren gegangen, ebenso wie sein Aufruf an die Menschen, Gott allein zu verehren, rein in ihrer Hingabe an Ihn.4
Jesus’ term on earth came to its end and he went to his Lord. Later, his followers split into groups and factions: some made him a deity; some made him the son of God; others make God a trinity of three one of whom is Jesus. The pure concept of God’s oneness preached by Jesus has, thus, been lost, as also his call on people to worship God alone, pure in their submission to Him.4
„Doch die Parteien uneinig untereinander sind. Wehe denen, die Unrecht tun, vor der Qual eines schmerzlichen Tages!“ (Vers 65) Dann stritten die heidnischen Araber mit dem Propheten ﷺ über Jesus und stützten ihre Argumentation auf das, was diese verschiedenen Gruppen an Legenden über ihn erdichteten und ersannen.
“ Yet are the sects at variance among themselves. Woe, then, to the wrongdoers for the painful suffering that will befall them on a grievous day." (Verse 65) Then the pagan Arabs disputed with the Prophet concerning Jesus, basing their argument on what these different factions fabricated and weaved of legends about him.