Die Sure schließt mit einem Vers, der ein großartiges Bild von der Gemeinschaft der Gefährten des Propheten ﷺ zeichnet und das Lob Gottes für jene einzigartige und glückliche Gruppe von Menschen hinzufügt, die Sein Wohlgefallen erlangten und denen dies zugleich mitgeteilt wurde.
The surah concludes with a verse that paints a superb picture of the community of the Prophet’s Companions, adding Gods commendation of that unique and happy group of people who earned His pleasure and who were also informed of that fact:
Muhammad ﷺ ist der Gesandte Gottes; und diejenigen, die mit ihm sind, sind hart gegenüber den Ungläubigen, voller Barmherzigkeit untereinander. Du siehst sie sich verneigen und niederwerfen, sie suchen die Gunst und das Wohlgefallen Gottes. Auf ihren Gesichtern tragen sie die Zeichen ihrer Niederwerfungen. So werden sie in der Tora beschrieben. Und im Evangelium gleichen sie einer Saat, die ihren Sprössling hervorbringt, ihn stärkt, dick wird und auf ihrem Halm fest steht, zur Freude der Sämänner. Durch sie wird Gott die Ungläubigen in Wut versetzen. Denjenigen von ihnen, die glauben und rechtschaffene Taten tun, hat Gott Vergebung und einen reichen Lohn versprochen. (Vers 29)
Muhammad is God's Messenger; and those who are with him are firm and unyielding towards the unbelievers, full of mercy towards one another. You can see them bowing down, prostrating in prayer, seeking favour with God and His good pleasure. They bear on their faces the marks of their prostrations. This is how they are pictured in the Torah. And in the Gospels, they are like a seed that brings forth its shoot, strengthens it, grows thick and stands firm on its stem, delighting the sowers. Through them God will enrage the unbelievers. To those of them who believe and do righteous deeds God has promised forgiveness and a rich reward. (Verse 29)
Dies ist ein bemerkenswertes Bild, das durch den überlegenen Stil des Qur'an gezeichnet wird.
This is a remarkable picture drawn by the superior style of the Qur’an.
Es enthält mehrere Momentaufnahmen, die die wichtigsten Merkmale dieser Gruppe darstellen, sowohl die subtilen als auch die deutlich sichtbaren. Eine Aufnahme zeigt ihre Haltung gegenüber den Ungläubigen und zueinander. So sind sie „hart und unnachgiebig gegenüber den Ungläubigen, voller Barmherzigkeit untereinander.“ Eine andere zeigt sie in ihrem Gottesdienst: „Du siehst sie sich verneigen und in Gebet niederwerfen.“ Ein drittes Bild offenbart, was ihre Gedanken beschäftigt und ihre Gefühle prägt: „Sie suchen Gunst bei Gott und Sein Wohlgefallen.“ Eine vierte Aufnahme richtet den Blick auf die sichtbare Wirkung, die der Gottesdienst auf ihre Gesichter hat, da sie sich ganz Gott widmen: „Sie tragen auf ihren Gesichtern die Spuren ihrer Niederwerfungen. So werden sie in der Tora beschrieben.“ Einige weitere kurze Bilder zeigen, wie sie in den Evangelien beschrieben werden: „Sie gleichen einer Saat, die ihren Spross hervorbringt; sie stärkt ihn; er wird dick; er steht fest auf seinem Halm; sie erfreut die Säenden; durch sie wird Gott die Ungläubigen in Wut versetzen.“ Der Vers beginnt damit, die Stellung des Propheten ﷺ zu bestätigen, die der Unterhändler der Quraisch, Suhail ibn 'Amr, und die Ungläubigen, die er damals vertrat, bestritten: „Muhammad ﷺ ist der Gesandte Gottes.“ Danach malt der Vers sein schönes Bild im einzigartigen Stil des Qur'an.
It includes several snapshots depicting the groups main conditions, both subtle and clearly apparent. One shot portrays their attitude to the unbelievers and to one another. Thus, they are “firm and unyielding towards the unbelievers, full of mercy towards one another.” Another shows them as they are in worship: “ You can see them bowing down, prostrating in prayer” Yet a third image reveals what preoccupies their minds and characterizes their feelings: “ seeking favour with God and His good pleasure.” A fourth shot focuses on the apparent effect worship has on their faces as they dedicate all to God: “ They bear on their faces the marks of their prostrations. This is how they are pictured in the Torah.” A number of additional quick images tell us how they are described in the Gospels: “ They are like a seed that brings forth its shoot; strengthens it; grows thick; stands firm on its stem; delights the sowers; through them God will enrage the unbelievers.” The verse begins by confirming the Prophet’s status, denied by the Quraysh negotiator, Suhayl ibn ‘Amr, and the unbelievers he represented at the time: “Muhammad is God's Messenger.” The verse then goes on to paint its beautiful picture in the unique Quranic style.
Es versteht sich von selbst, dass die Gläubigen im Laufe ihres Lebens verschiedene Zustände und Situationen durchlaufen. Die Bilder, die im Vers gezeigt werden, konzentrieren sich jedoch auf ihre dauerhaften Merkmale und heben diese hervor, sodass sie als die Hauptlinien im Gesamtbild dienen. Die Auswahl gerade dieser Bilder zeigt deutlich, dass Gott dieser glücklichen Gemeinschaft Ehre erweisen will. Dies spiegelt sich bereits im ersten Bild wider, das sie beschreibt als: „hart und unnachgiebig gegenüber den Ungläubigen, voller Barmherzigkeit untereinander.“ Sie nehmen eine so feste und unnachgiebige Haltung gegenüber den Ungläubigen ein, obwohl zu diesen Ungläubigen ihre Eltern, Geschwister, Verwandten und Freunde gehörten. Dennoch brachen sie alle diese Beziehungen zu den Ungläubigen ab. Zugleich sind sie voller Barmherzigkeit untereinander, obwohl ihr einziges Band die Brüderlichkeit im Glauben ist.
Needless to say, the believers go through different conditions and situations during their lifetimes. However, the images shown in the verse concentrate on their permanent features, highlighting these so that they serve as the main lines in the overall picture. The selection of these particular images clearly shows that God wants to bestow honour on this happy community. This is reflected right from the very first image that depicts them as: “firm and unyielding towards the unbelievers, full of mercy towards one another. ” They take such a firm and unyielding attitude towards the unbelievers, despite the fact that those unbelievers included their parents, siblings, kinsfolk and friends. However, they severed all these relations with the unbelievers. They are at the same time full of mercy towards one another, when their only bond is brotherhood in faith.
Das bedeutet, dass in beiden Zuständen, sowohl der unnachgiebigen Standhaftigkeit als auch der fließenden Barmherzigkeit, der entscheidende Faktor der Glaube ist. Es gibt absolut keine persönlichen Erwägungen. Ihre Gefühle, Emotionen, ihr Verhalten und ihre Bindungen beruhen allein auf dem Glauben, weshalb sie den Gegnern des Glaubens feindlich und den Glaubensgeschwistern gegenüber mitfühlend gesinnt sind. Sie verwerfen alle selbstsüchtigen Gedanken und machen ihre Verbindung zu Gott zur einzigen, der sie irgendeinen Wert beimessen.
This means that in both conditions of unyielding firmness and flowing mercy the determining factor is faith. There is absolutely no personal consideration. Their feelings, emotions, behaviour and bonds are based on faith alone, making them hostile to its opponents, compassionate towards their fellow believers. They discard all selfish thoughts and make their bond with God the only one to which they attach any value.
Auch hier zeigt sich Gottes Wille, diese Gemeinschaft zu ehren, indem ihr Zustand beim Gottesdienst hervorgehoben wird: „Du siehst sie sich verneigen und niederwerfen im Gebet?“ Die Art, wie dies dargestellt wird, legt nahe, dass dies ihr dauerhafter Zustand ist, den man stets erblickt, wann immer man sie betrachtet. Tatsächlich stellen Verneigung und Niederwerfung den Zustand der Anbetung dar, der das Kernmerkmal ihrer Persönlichkeit ist. Deshalb wird es so ausgedrückt, dass es zu ihrer Zeit dauerhaft erscheint, als hätten sie ihr ganzes Leben damit verbracht, sich zu verneigen und niederzuwerfen.
Again Gods wish to honour this community is clearly apparent in making prominent their condition as they worship: “You can see them bowing down, prostrating in prayer? The way this is portrayed suggests that this is their permanent condition, one that we see whenever we look at them. In fact, bowing and prostration represent the condition of worship, which is the core feature of their personality. Therefore, it is expressed in a way that makes it permanent during their time, as if they spent their whole lives bowing and prostrating.
Dasselbe gilt für das dritte Bild, das sich auf ihre inneren Gedanken und Gefühle konzentriert: „das Streben nach der Gunst Gottes und Seinem Wohlgefallen“?
The same applies to the third image, which concentrates on their inner thoughts and feelings: “seeking favour with God and His good pleasure?
So sind ihre dauerhaften Gefühle, und das beschäftigt sie stets.
Such are their permanent feelings and what always preoccupies them.
Alles, wonach sie streben, ist Gottes Wohlgefallen und das Erlangen Seines Wohlgefallens.
All they aspire for is God’s favour and earning His pleasure.
Das vierte Bild richtet den Blick darauf, wie äußerlicher Gottesdienst und innere Gefühle sich in ihrem Erscheinungsbild widerspiegeln: „Sie tragen auf ihren Gesichtern die Spuren ihrer Niederwerfungen.“ Ihre Gesichter strahlen in durchsichtiger Klarheit und in der Wärme, die der Gottesdienst verleiht. Damit ist nicht das dunkle Mal gemeint, das man bei manchen Menschen an der Stirn sieht und das mit dem Gebet in Verbindung gebracht wird, wie Menschen fälschlicherweise denken könnten, wenn sie die Worte „die Spuren ihrer Niederwerfung“ hören. Gemeint ist vielmehr das Zeichen des Gottesdienstes, das hier durch die Niederwerfung symbolisiert wird, denn sie drückt die Unterwerfung unter Gott in der deutlichsten Form aus. Das Zeichen dieser Unterwerfung zeigt sich auf ihren Gesichtern; anders gesagt: Es gibt keine Spur von Stolz, Überheblichkeit oder Selbstsucht.
The fourth image focuses on how apparent worship and inner feelings are reflected in their appearances: “ They bear on their faces the marks of their prostrations? Their faces shine with transparent clarity and the warmth that worship imparts. This is not a reference to the dark mark associated with prayer that appears on the foreheads of some people, as people may wrongly think when they hear the words, 'the marks of their prostration! What this expression refers to is the mark of worship, which is symbolized here by prostration as it expresses submission to God in the clearest form. The mark of this submission is seen on their faces; in other words there is no trace of pride, arrogance or selfishness.
Stattdessen spiegeln sich darin edle Demut, Reinheit und eine Gelassenheit wider, die den Glanz im Gesicht eines Gläubigen noch verstärkt.
Instead, what is reflected is noble humility, purity and a serenity that adds to the shine on a believers face.
Dieses helle Gesamtbild enthält nichts Neues. Es ist auch in der Tora gemalt, als Gott der Welt die Kunde von der Entstehung dieser Gemeinschaft der Gefährten des Propheten ﷺ gab.
This bright overall picture contains nothing new. It is also painted in the Torah as God gave the world the news of the emergence of this community of the Prophets Companions.
Die Evangelien zeichnen ein anderes Bild von Muhammad ﷺ und seiner Gemeinschaft und beschreiben sie so: „Und im Evangelium gleichen sie einem Samen, der seinen Spross hervorbringt.“ Es ist ein fruchtbarer Samen, der seinen Spross treibt, welcher den Halm nicht schwächt. Im Gegenteil, er „stärkt ihn“, oder der Spross wird durch den Halm gestärkt. So „wächst die Pflanze dicht“, und ihr Stängel gewinnt Kraft und Gefüge. Die Pflanze „steht nun fest auf ihrem Stängel“, aufrecht, weder gebeugt noch krumm. So sieht die Pflanze aus, doch welches Gefühl vermittelt sie den Bauern, die sofort eine schöne Pflanze erkennen, die dazu bestimmt ist, Frucht zu tragen? Es erfüllt sie mit Freude: „die Sämänner erfreuend“. Eine abweichende Lesart dieser Wendung setzt die erfreuten Zuschauer in den Singular, „den Sämann erfreuend“, was sich in diesem Fall auf den Propheten ﷺ bezieht, denn er war es, der für die Samen sorgte, bis sie eine edle und erfreuliche Gemeinschaft hervorbrachten, die in der Geschichte einzigartig ist. Die Ungläubigen empfinden beim Zusehen ein anderes Gefühl: „Durch sie wird Gott die Ungläubigen in Zorn versetzen.“ Dass in ihre Herzen ein Gefühl des Zorns gesandt wird, ist eindeutig beabsichtigt. Es legt nahe, dass die Aussaat von Gott oder von Seinem Gesandten ﷺ erfolgte, um eine Ernte hervorzubringen, die Gottes Ziel erfüllt, Seine Feinde in Zorn zu versetzen.
The Gospels give another picture of Muhammad and his community, describing them as “And in the Gospels, they are like a seed that brings forth its shoot.” It is a fertile seed that sends forth its shoot which does not weaken the stalk. On the contrary, it “strengthens it”, or the shoot may be strengthened by the stalk. Thus the plant “grows thick”, and its stem acquires strength and structure. The plant now “stands firm on its stem”, upright, neither bending nor crooked. This is how the plant looks, but what feeling does it give to farmers who can immediately distinguish a fine plant that is bound to yield fruit? It gives them a feeling of pleasure: “delighting the sowers”. A variant reading of this phrase puts the delighted onlookers in the singular, 4delighting the sower,' which in this case refers to the Prophet, as he was the one that looked after the seeds until they harvested a noble and delightful community that was unique in history. The unbelievers experience a different feeling as they look on: “ Through them God will enrage the unbelievers” Sending such a feeling of rage into the unbelievers’ hearts is clearly intended. It suggests that the planting was by God or by His Messenger, so as to yield a harvest that accomplishes God’s purpose in enraging His enemies.
Auch dieses Bild ist nichts Neues. Es wurde gemalt, bevor Muhammad ﷺ und seine Gefährten die Erde betraten, in den Evangelien, als sie das freudige Ereignis ankündigten, dass Gott Muhammad ﷺ mit Seiner letzten Botschaft sendet.
Again this picture is nothing new. It was painted before Muhammad and his Companions began to walk the earth, in the Gospels as they herald the happy event of God sending Muhammad with His final message.
So verzeichnet Gott in Seinem Buch die Eigenschaften dieser auserwählten Gruppe der Gefährten des Propheten ﷺ, damit sie von der gesamten Schöpfung anerkannt wird.
Thus does God record in His book the qualities of this select group of the Prophet’s Companions, so that it will be recognized by all creation.
Er bleibt das Ideal und das Vorbild für kommende Generationen, als der Maßstab des Glaubens, dem sie nacheifern sollen.
It remains the ideal and the role model for future generations, as the standard of faith they should emulate.
Zu all dieser Ehre verheißt Gott ihnen außerdem Vergebung ihrer Sünden und einen großen Lohn: „Denjenigen von ihnen, die glauben und rechtschaffene Taten tun, hat Gott Vergebung und einen großen Lohn verheißen.“ Die Verheißung wird in so allgemeinen Worten gegeben, nachdem ihre besonderen Merkmale hervorgehoben wurden, damit sie die Ersten sind, auf die diese allgemeine Beschreibung zutrifft. Die ihnen erwiesene Ehre wäre für jeden mehr als genug, doch Gottes Gunst und Güte sind grenzenlos und ohne Ende. Deshalb werden ihnen Vergebung und ein großer Lohn zuteil.
In addition to all this honour, God gives them a promise of forgiveness for their sins and a supreme reward: “ To those of them who believe and do righteous deeds God has promised forgiveness and a rich reward.” The promise is given in such general terms after highlighting their special features so as to make them the first to whom the general description applies. The honour granted them is more than enough for anyone, but God’s favours and bounty are limitless, unending. Therefore, they are granted forgiveness and a rich reward.
Noch einmal versuche ich heute, vierzehn Jahrhunderte nach jenem Ereignis, mir die strahlenden Gesichter und die frohen Herzen jener Menschen vorzustellen, als sie diese große Ehre und Verheißung empfingen, die Gott ihnen zuteilwerden ließ. Ich versuche, sie zu sehen, wie sie ihr eigenes Bild betrachten, das Gott in Seinem Buch gezeichnet hat. Ich betrachte sie, wie sie auf dem Rückweg von al-Hudaybiyah sind, als diese Sure offenbart und ihnen überbracht wurde: wie sie darüber nachdachten und wie sie ihre Herzen und Seelen berührte. Ich sehe, wie sie einander anblicken und in jedem Bruder das Zeichen der Gnade erkennen, die er selbst empfindet. Immer wieder versuche ich, mit ihnen einen Augenblick dieses herrlichen Festes zu erleben, das sie erfuhren, doch wie kann jemand, der nicht dabei war, all das teilen, außer aus der Ferne? Es kann nur durch eine besondere Gunst der Gnade Gottes geschehen, die das in die Nähe bringt, was in Wahrheit fern ist. Herr! Du weißt, dass ich nach einer besonderen Gabe dieser einzigartigen Gunst verlange.
Once more I try today, fourteen centuries after the event, to visualize the beaming faces and rejoicing hearts of those people as they received this great honour and promise bestowed on them by God. I try to see them as they look at their own picture painted by God in His book. I look at them as they are on their way back from al-Hudaybiyah, when this surah was revealed and relayed to them; how they reflected on it, and how it touched their hearts and souls. I see them looking at one another, with each one seeing in his brother the mark of the grace he himself feels. I try again and again to live with them a moment of this splendid festival they experienced, but how can one who was not present there share all that, except from afar? It can only be by a special favour of Gods grace, bringing close that which is indeed far. Lord! You know that I aspire to a special gift of this unique favour.