Al-Anfāl (Die Beute) Prolog
Al-Anfāl (The Spoils of War) Prologue
Wie die Sūras 2–5, die in den Bänden I–IV besprochen werden, wurde auch diese Sūra in der medinensischen Periode der Sendung des Propheten offenbart, während die Sūras 6 und 7, die in den Bänden V und VI behandelt werden, früher offenbart wurden, als der Prophet noch in Makkah war. Wie bereits deutlich geworden ist, folgt unser Ansatz in diesem Kommentar der Reihenfolge, die im Qur'ān festgelegt ist, und nicht der chronologischen Reihenfolge der Offenbarung. Zum einen ist es nicht möglich, sich über den genauen Zeitpunkt der Offenbarung jeder Sūra völlig sicher zu sein, außer in allgemeinen Worten, die angeben, dass eine Sūra eine makkanische Offenbarung ist und eine andere der medinensischen Periode angehört; aber selbst dabei gibt es einige unterschiedliche Auffassungen. Zu versuchen, die genaue Reihenfolge festzustellen, in der jeder Vers, jede Passage oder jede Sūra offenbart wurde, ist praktisch unmöglich, obwohl wir bei einer kleinen Zahl von Versen zuverlässige Überlieferungen über den genauen Zeitpunkt der Offenbarung haben.
Like Sūrahs 2-5, discussed in Volumes I—IV, this sūrah was revealed in the Madinah period of the Prophet’s mission, while Sūrahs 6 and 7, discussed in Volumes V and VI, were revealed earlier when the Prophet was still in Makkah. As is already clear, our approach in this commentary is to follow the order adopted in the Qur’ān, in preference to the chronological order of revelation. For one thing, it is not possible to be absolutely certain about the time of revelation of each sūrah, except in general terms indicating that one sūrah is a Makkan revelation and another belongs to the Madinah period, but even then there are some differences of views. To try to determine the exact order of when each verse, passage or sūrah was revealed is practically impossible, despite the fact that in the case of a small number of verses we have confirmed reports concerning the exact time of revelation.
So wertvoll das Bemühen auch sein mag, die chronologische Reihenfolge der Offenbarung nachzuzeichnen, um den Entwicklungsverlauf der islamischen Bewegung zur Zeit des Propheten ﷺ zu bestimmen, so schwierig und problematisch ist dieses Unterfangen aufgrund des Mangels an klaren und festen Belegen. Die Schlussfolgerungen, zu denen wir gelangen können, werden stets ungewiss bleiben und könnten zu ernsthaften oder irrigen Ergebnissen führen. Daher habe ich mich entschieden, den Qur'ān in der traditionellen Reihenfolge darzustellen, wie sie in der originalen, zur Zeit von ʿUthmān, dem dritten Kalifen, endgültig festgelegten Abschrift gegeben ist. Dennoch bemühe ich mich, die historischen Ereignisse zu betrachten, die mit der Offenbarung jeder Sūrah verbunden sind, wohl wissend, dass dies nur in allgemeiner und vorläufiger Form geschehen kann. Dabei versuche ich lediglich, eine allgemeine und vorläufige Vorstellung von den Umständen zu vermitteln, die zur Offenbarung jeder Sūrah führten.
Valuable as the endeavour to trace the chronological order of revelation may be in trying to establish the pattern of progress of the Islamic movement at the time of the Prophet, the lack of clear and firm evidence makes this endeavour both hard and problematic. The conclusions that we may arrive at will always remain uncertain, and could lead to serious or erroneous results. Therefore, I have chosen to present the Qur’ān in the traditional order given in the original copy finalized at the time of `Uthmān, the third Caliph. However, I try to look at the historical events associated with the revelation of each sūrah, knowing that this can only be done in general and tentative terms. In so doing, I am only trying to give a general and tentative idea of the circumstances leading to the revelation of each sūrah.
Diese Sure, al-Anfāl, oder Die Beute, wurde nach Sure 2, Die Kuh, offenbart, kurz nach der Schlacht von Badr, die im Ramadan des zweiten Jahres des islamischen Kalenders stattfand, etwa 19 Monate nach der Auswanderung des Propheten ﷺ nach Madinah. Wenn wir jedoch sagen, sie sei nach Sure 2 offenbart worden, gibt diese Aussage kein vollständiges Bild, denn Sure 2 wurde nicht auf einmal in voller Länge offenbart. Einige ihrer Abschnitte wurden früh in der madinensischen Periode offenbart, andere gegen Ende, und das erstreckte sich über einen Zeitraum von nahezu neun Jahren. Die vorliegende Sure, al-Anfāl, wurde irgendwann zwischen diesen beiden Zeitpunkten offenbart, während Sure 2 noch im Prozess ihrer Vervollständigung war. Das bedeutete, dass ein Abschnitt offenbart und gemäß der göttlichen Anweisung, die durch den Propheten ﷺ übermittelt wurde, an seine passende Stelle gesetzt wurde. Gewöhnlich aber bedeutet die Aussage, eine bestimmte Sure sei an einem bestimmten Datum offenbart worden, lediglich, dass der Beginn ihrer Offenbarung gemeint ist.
This sūrah, al-Anfāl, or The Spoils of War, was revealed after Sūrah 2, The Cow, shortly after the Battle of Badr which took place in Ramađān, in the second year of the Islamic calendar, approximately 19 months after the Prophet’s migration to Madinah. However, when we say that it was revealed after Sūrah 2, our statement does not give a complete picture, because Sūrah 2 was not revealed in full on one occasion. Some of its passages were revealed early in the Madinan period, and some towards its end, stretching over a period of nearly nine years. The present sūrah, al- Anfāl, was revealed sometime between these two dates, while Sūrah 2 was still in the process leading to its completion. This meant that a passage would be revealed and placed in its appropriate position, according to divine instruction given through the Prophet. Normally, however, when we say that a particular sūrah was revealed on such and such date, we are simply referring to the beginning of its revelation.
Einige Berichte legen nahe, dass die Verse 30–36 in Makka offenbart wurden, da sie sich auf Ereignisse beziehen, die sich dort vor der Auswanderung des Propheten nach Madina zugetragen haben. Dies allein ist jedoch kein hinreichender Grund für diese Schlussfolgerung. Es gibt viele Verse, die in Madina offenbart wurden und dennoch auf vergangene Ereignisse aus der Zeit in Makka Bezug nehmen. In dieser Sure bietet Vers 26 hierfür ein Beispiel. Darüber hinaus spricht Vers 36, der letzte Vers des Abschnitts, der angeblich in Makka offenbart wurde, davon, wie die Götzendiener Geld bereitstellten, um sich auf die Schlacht von Uĥud vorzubereiten, die nach ihrer Niederlage bei Badr stattfand.
Some reports suggest that verses 30-36 were revealed in Makkah, since they refer to events that took place there before the Prophet’s migration to Madinah. This, however, is not a sufficient reason to draw such a conclusion. Many are the verses revealed in Madinah that refer to past events from the Makkan period. In this sūrah, verse 26 provides such a case. Moreover, verse 36, the last one in the passage claimed to have been revealed in Makkah, speaks of how the idolaters allocated funds to prepare for the Battle of Uĥud, which took place after their defeat at Badr.
Die Berichte, die behaupten, diese Verse seien eine mekkanische Offenbarung gewesen, erwähnen auch ein Gespräch, das höchst unwahrscheinlich ist. Sie berichten, dass „Abū Ţālib, der Onkel des Propheten ﷺ, der ihm Schutz gewährte, den Propheten ﷺ fragte: ‚Was plant dein Volk gegen dich?' Er antwortete: ‚Sie wollen mich mit einem Zauber belegen oder mich vertreiben oder töten.' Er sagte: ‚Wer hat dir das erzählt?' Der Prophet ﷺ antwortete: ‚Mein Herr.' Abū Ţālib sagte daraufhin: ‚Dein Herr ist ein guter. Kümmere dich um ihn.' Der Prophet ﷺ sagte: ‚Ich kümmere mich um Ihn! Nein, Er ist es, der gut für mich sorgt.' Als Kommentar dazu wurde Vers 26 offenbart, der lautet: „Denke daran, als ihr wenige und hilflos auf der Erde wart und fürchtetet, die Menschen könnten euch vernichten: Wie Er euch Zuflucht gewährte, euch mit Seiner Unterstützung stärkte und euch viele gute Dinge bescherte, damit ihr dankbar sein möget." (Vers 26)
The reports that claim that these verses were a Makkan revelation also mention a conversation that is highly improbable. They mention that “Abū Ţālib, the Prophet’s uncle who provided him with protection, asked the Prophet: ‘What are your people plotting against you?’ He answered: ‘They want to cast a magic spell on me, or to banish or kill me.’ He said: ‘Who told you this?’ The Prophet replied: `My Lord.’ Abū Ţālib then said: ‘Your Lord is a good one. Take care of him.’ The Prophet said: ‘I take care of Him! No, it is He who takes good care of me.’ By way of comment on this, verse 26 was revealed, saying: “Remember when you were few and helpless in the land, fearful lest people do away with you: how He sheltered you, strengthened you with His support and provided you with many good things so that you might be grateful.” (Verse 26)
Ibn Kathīr erwähnt diesen Bericht und weist ihn zurück, indem er sagt: „Dies ist höchst unwahrscheinlich, denn dieser Vers wurde in Madīnah offenbart. Außerdem fand das gesamte Ereignis, als die Quraysch eine Versammlung ihrer Honoratioren einberiefen, um zu beraten, wie sie den Propheten ﷺ loswerden könnten, und die Vorschläge machten, ihn einzukerkern, zu verbannen oder zu töten, am Vorabend der Auswanderung des Propheten ﷺ statt, etwa drei Jahre nach dem Tod von Abū Ţālib. Als Abū Ţālib starb, verlor der Prophet ﷺ seinen Onkel, der ihm volle Unterstützung und Schutz gewährt hatte. Die Quraysch konnten ihn somit misshandeln und einen Plan ersinnen, ihn zu töten.“ Muĥammad ibn Isĥāq, ein sehr früher Biograph des Propheten ﷺ, überliefert einige lange Berichte auf die Autorität von Ibn ʿAbbās hin, dem Vetter des Propheten ﷺ, der ein hervorragender Gelehrter war, und zwar über diese Anschläge der Quraysch. Er schließt mit den Worten:
Ibn Kathīr mentions this report and discounts it, saying: “This is highly improbable, because this verse was revealed in Madinah. Besides, the entire event, when the Quraysh convened a meeting of its notables to discuss how they could get rid of the Prophet and the suggestions they made of imprisoning, banishing or killing him, took place on the eve of the Prophet’s migration, about three years after Abū Ţālib’s death. When Abū Ţālib died, the Prophet lost his uncle who had given him full support and protection. The Quraysh were thus able to abuse him and concoct a plot to kill him.” Muĥammad ibn Isĥāq, a very early biographer of the Prophet, transmits a couple of long reports on the authority of Ibn `Abbās, the Prophet’s cousin who was an eminent scholar, concerning these plots by the Quraysh. He concludes by saying:
„Dann erteilte Gott ihm die Erlaubnis zum Aufbruch. Nachdem er sich in Madīnah niedergelassen hatte, offenbarte Er ihm die Sure mit dem Titel al-Anfāl und erinnerte ihn dabei an Seine Gnade: „Gedenke, wie die Ungläubigen gegen dich ränkeschmiedeten, um dich gefangenzunehmen, zu töten oder zu vertreiben. So ersinnen sie Listen, doch auch Gott ersinnt Pläne. Und Gott ist der beste aller Ränkeschmiede.“ (Vers 30)“
“God then gave him permission to depart. After he settled in Madinah, He revealed to him the sūrah entitled al-Anfāl, reminding him of His grace: “Remember how the unbelievers were scheming against you, seeking to keep you in chains or have you slain or banished. Thus they plot and plan, but God also plans. God is above all schemers.” (Verse 30)
Dieser Bericht von Ibn ʿAbbās passt gut zum allgemeinen Inhalt der gesamten Sure und zu ihren Erinnerungen an den Propheten und seine Gefährten an Gottes Gnade. Wenn sie sich an diese Aspekte der Gnade Gottes erinnern, werden sie motiviert, ihrer Pflicht nachzukommen, gegen die Feinde ihres Glaubens zu kämpfen und standhaft zu bleiben. Daher ist es zutreffender, zu sagen, dass die ganze Sure nach der Auswanderung der Muslime nach Madinah offenbart wurde.
This report by Ibn `Abbās fits well with the general text of the complete sūrah, and its reminders to the Prophet and his companions of His grace. When they remember these aspects of God’s grace, they are motivated to fulfil their duty, fight the enemies of their faith and stand firm. Hence, to say that the whole sūrah was revealed after the Muslims’ migration to Madinah is more accurate.
Merkmale des islamischen Ansatzes
Characteristics of the Islamic Approach
Diese Sure behandelt die Schlacht von Badr als ihr Thema. Diese Schlacht, ihre Umstände, ihre Ergebnisse und ihre Auswirkungen auf die Menschheitsgeschichte bilden einen bedeutenden Meilenstein im Fortschritt der islamischen Bewegung. Gott beschreibt diese Schlacht als „den Tag, an dem das Wahre vom Falschen unterschieden wurde, den Tag, an dem die beiden Heere aufeinandertrafen“ (Vers 41).
This sūrah takes up the Battle of Badr as its subject matter. This battle, its circumstances, results and effects on human history constitute a major landmark in the progress of the Islamic movement. God describes this battle as “the day when the true was distinguished from the false, the day when the two hosts met in battle.” (Verse 41)
Er macht ihn auch zum Scheidepunkt nicht nur in diesem Leben oder in der Menschheitsgeschichte, sondern auch im kommenden Leben. Er sagt im Qur’ān: „Diese beiden Gegner sind in Streit über ihren Herrn geraten. Für die Ungläubigen werden Gewänder aus Feuer zugeschnitten; und siedendes Wasser wird über ihre Häupter gegossen, das alles schmelzen wird, was in ihren Bäuchen und ihrer Haut ist. Außerdem wird es für sie eiserne Haken geben. Sooft sie in ihrer Qual versuchen, herauszukommen, werden sie dorthin zurückgebracht, und es wird zu ihnen gesagt: ‚Kostet die Qual des Feuers!‘ Gott wird gewiss jene, die glauben und rechtschaffene Taten tun, in Gärten eintreten lassen, durch die Bäche fließen, wo sie mit Armreifen aus Gold und Perlen geschmückt werden und wo Seide ihre Kleidung sein wird. Denn sie wurden zum besten aller Worte geleitet; und so wurden sie zum Weg geleitet, der zu dem Einen führt, dem alles Lob gebührt.“ (22: 19-24) Einige Berichte legen nahe, dass diese Verse von den beiden Heeren sprechen, die in der Schlacht von Badr aufeinandertrafen. Dies bestätigt, dass diese Schlacht der Maßstab ist, anhand dessen die Menschen im kommenden Leben unterschieden werden. Diese Aussage Gottes, des Erhabenen, genügt, um uns eine klare Vorstellung von der Bedeutung jenes Schlachttages zu geben. Wir werden versuchen, einen Eindruck von seinem großen Wert zu vermitteln, während wir die Schlacht, die ihr vorausgehenden Ereignisse und ihren Ausgang besprechen.
He also makes it the parting point not merely in this life or in human history, but also in the life to come. He says in the Qur’ān: “These two adversaries have become engrossed in contention about their Lord. For the unbelievers garments of fire shall be cut out; and scalding water will be poured over their heads, melting all that is in their bellies and their skin. In addition, there will be grips of iron for them. Whenever, in their anguish, they try to get out, they are returned there, and will be told: ‘Taste the torment of fire.’ God will certainly admit those who believe and do righteous deeds into gardens through which running waters flow, wherein they will be adorned with bracelets of gold and pearls, and where silk will be their raiment. For they were guided to the best of words; and so they were guided to the way that leads to the One to whom all praise is due.” (22: 19-24) Some reports suggest that these verses speak of the two hosts that met in battle at Badr. This confirms that this battle provides the criterion by which people shall be distinguished in the life to come. This statement by God Almighty is sufficient to give us a clear idea of the importance of that day of battle. We will try to give an idea of its great value as we discuss the battle, the events leading to it and its outcome.
Die Befreiung der Menschheit
The Liberation of Mankind
Schriftsteller mit einer defätistischen und apologetischen Gesinnung, die versuchen, den islamischen Dschihad zu verteidigen, verwechseln häufig zwei klar voneinander zu unterscheidende Grundsätze. Der erste besagt, dass der Islam eindeutig gegen jeden Zwang steht, einen bestimmten Glauben anzunehmen, während der zweite seinen Ansatz betrifft, politische und materielle Kräfte zu beseitigen, die sich bemühen, ihn daran zu hindern, den Menschen seine Botschaft zu verkünden, damit sie sich nicht Gott unterwerfen. Dies sind eindeutig verschiedene Grundsätze, die niemals miteinander vermengt werden dürfen. Doch aufgrund ihres Defätismus versuchen solche Schriftsteller, den Dschihad auf das zu beschränken, was heute als „Verteidigungskrieg“ bezeichnet wird. Der islamische Dschihad ist jedoch eine völlig andere Angelegenheit, die nichts mit den Kriegen zu tun hat, die Menschen heute führen, noch mit deren Beweggründen oder deren Darstellung. Die Beweggründe des islamischen Dschihads lassen sich in der Natur des Islams finden, in seiner Rolle im menschlichen Leben, in den Zielen, die Gott für ihn gesetzt hat, und zu deren Verwirklichung Er Seinen letzten Gesandten ﷺ mit Seiner vollkommenen Botschaft gesandt hat.
Writers with a defeatist and apologetic mentality who try to defend Islamic jihād often confuse two clearly different principles. The first is that Islam comes out clearly against forcing people to accept any particular belief, while the second is its approach that seeks to remove political and material forces that try to prevent it from addressing people, so that they may not submit themselves to God. These are clearly distinct principles that should never be confused. Yet it is because of their defeatism that such writers try to limit jihād to what is called today ‘a defensive war’. But Islamic jihād is a totally different matter that has nothing to do with the wars people fight today, or their motives and presentation. The motives of Islamic jihād can be found within the nature of Islam, its role in human life, the objectives God has set for it and for the achievement of which He has sent His final Messenger with His perfect message.
Wir können den islamischen Glauben als eine Erklärung der Befreiung der Menschheit von der Knechtschaft gegenüber Geschöpfen beschreiben, einschließlich der eigenen Begierden des Menschen. Er erklärt auch, dass alle Gottheit und Herrschaft im gesamten Universum allein Gott gehören. Dies stellt eine Herausforderung für alle Systeme dar, die Souveränität menschlichen Wesen in irgendeiner Form zuweisen. Es ist im Grunde eine Auflehnung gegen jede menschliche Situation, in der Souveränität oder tatsächlich Gottheit menschlichen Wesen zugeschrieben wird. Eine Situation, die menschlichen Wesen die letzte Autorität gibt, erhebt diese Menschen tatsächlich in den Rang von Gottheiten und maßt sich die eigene Autorität Gottes an. Als Erklärung der menschlichen Befreiung bedeutet der Islam, Gott seine Autorität zurückzugeben und die Usurpatoren zurückzuweisen, die menschliche Gemeinschaften nach von Menschen gemachten Gesetzen beherrschen. Auf diese Weise wird kein Mensch in eine Position der Herrschaft über andere Menschen gebracht. Die Autorität und Souveränität Gottes zu verkünden bedeutet die Beseitigung jeglicher menschlicher Königsherrschaft und die Errichtung der Herrschaft Gottes, des Herrn des Universums. In den Worten des Qur’ān: „Er allein ist Gott in den Himmeln und Gott auf Erden.“ () „Das Urteil gehört allein Gott. Er hat befohlen, dass ihr niemanden außer Ihm anbetet. Das ist der wahre Glaube, doch die meisten Menschen wissen es nicht.“ () „Sprich:
Wie defensiv ist der Dschihād?
How Defensive Is Jihād?
Wenn wir das Wesen des Islam verstehen, so wie es bereits erläutert wurde, erkennen wir die Unvermeidlichkeit des Dschihad, also des Strebens für die Sache Gottes, das neben seiner Form der Verkündigung auch eine militärische Form annimmt. Wir werden ferner erkennen, dass der Dschihad nie defensiv war, in dem engen Sinne, den der Begriff „Verteidigungskrieg“ heute gemeinhin bezeichnet.
When we understand the nature of Islam, as it has already been explained, we realize the inevitability of jihād, or striving for God’s cause, taking a military form in addition to its advocacy form. We will further recognize that jihād was never defensive, in the narrow sense that the term `defensive war’ generally denotes today.
Es ist dieser enge Sinn, der von jenen Defätisten betont wird, die dem Druck der gegenwärtigen Verhältnisse und den hinterlistigen Angriffen der Orientalisten erliegen. Tatsächlich stellt der Begriff des Bemühens, des Dschihād, um der Sache Gottes willen eine positive Bewegung dar, die darauf abzielt, den Menschen überall auf der Welt zu befreien, wobei er geeignete Mittel einsetzt, um jeder Situation auf jeder Stufe zu begegnen.
It is this narrow sense that is emphasized by the defeatists who succumb to the pressure of the present circumstances and to the Orientalists’ wily attacks. Indeed the concept of striving, or jihād, for God’s cause represents a positive movement that aims to liberate man throughout the world, employing appropriate means to face every situation at every stage.
Wenn wir den islamischen Dschihad als defensiv beschreiben müssen, dann müssen wir die Bedeutung des Begriffs „Verteidigung“ so erweitern, dass sie die Verteidigung der Menschheit gegen alle Faktoren umfasst, die ihre Befreiung behindern und ihre Freiheit einschränken. Diese können die Form von Konzepten und Überzeugungen annehmen, ebenso wie politische Regime, die wirtschaftliche, klassenbezogene und rassische Unterschiede schaffen. Als der Islam entstand, war diese Welt voll solcher Hindernisse, von denen einige in der heutigen Dschāhiliyyah fortbestehen.
If we must describe Islamic jihād as defensive, then we need to amend the meaning of the term `defence’ so that it means the defending of mankind against all factors that hinder their liberation and restrict their freedom. These may take the form of concepts and beliefs, as well as political regimes that create economic, class and racial distinctions. When Islam first came into existence, this world was full of such hindrances, some forms of which persist in present- day jāhiliyyah.
Wenn wir dem Begriff „Verteidigung“ eine so viel weitere Bedeutung geben, können wir die Beweggründe für den islamischen Dschihād überall auf der Welt nachvollziehen und das Wesen des Islam verstehen. Andernfalls verrät jeder Versuch, den Dschihād im heutigen engen Sinne von Verteidigung zu rechtfertigen, ein mangelndes Verständnis vom Wesen des Islam und von seiner Rolle in dieser Welt. Solche Versuche suchen nach irgendwelchen Belegen dafür, dass die frühen Muslime den Dschihād unternahmen, um die Angriffe ihrer Nachbarn auf das muslimische Land abzuwehren, das für manche Menschen auf die Arabische Halbinsel beschränkt ist. All dies zeugt von einem krassen Defätismus.
Eine Phase ohne Kampf
A Stage of No Fighting
Das Zurückhalten vom Kampf in Makkah, auf göttlichen Befehl hin, war nur eine Etappe in einer langfristigen Strategie. Dasselbe galt für die frühen Tage nach der Auswanderung des Propheten ﷺ nach Madinah. Was die muslimische Gemeinschaft in Madinah jedoch zu ihrer Haltung bewog, war nicht allein die Notwendigkeit, Madinah zu verteidigen und gegen Angriffe zu sichern. Dies war gewiss ein vorrangiges Ziel, aber keineswegs das letzte. Die Erreichung dieses Ziels verschaffte die Mittel und die sichere Basis, von der aus die Hindernisse beseitigt werden konnten, die den Menschen fesselten und ihm seine Freiheit raubten.
Holding back from fighting in Makkah, by divine order, was only a stage in a long-term strategy. The same was the case in the early days after the Prophet’s migration to Madinah. However, what made the Muslim community in Madinah take its stance was not merely the need to defend Madinah and make it secure against attack. This was certainly a primary objective, but it was by no means the ultimate one. Achieving this objective provided the means and the secure base from which to remove the obstacles that fettered man and deprived him of his freedom.
Außerdem ist es durchaus verständlich, dass die Muslime in Makkah davon absahen, zu den Waffen zu greifen. Die Verkündigung des Islam war in gewissem Maße frei. Im Vertrauen auf den Schutz seines eigenen Stammes, der Banū Hāshim, konnte der Prophet ﷺ seine Botschaft verkünden, indem er sie an einzelne Personen und Gruppen richtete und ihnen ihre klaren Grundsätze und Glaubenslehren darlegte. Es gab keine organisierte politische Macht, die ihn daran hätte hindern können, oder die einzelne Personen davon hätte abhalten können, ihm zuzuhören. Daher bestand in diesem Stadium kein Bedürfnis, auf Gewalt zurückzugreifen. Es gab weitere Gründe, die wir in Band III, S. 197-198 dargelegt haben, als wir den Vers kommentierten, der lautet: „Hast du nicht jene gesehen, denen gesagt wurde: ‚Haltet eure Hände [vom Kampf] zurück, verrichtet das Gebet und entrichtet die Zakāt …?‘“ Es mag hier nützlich sein, einen Teil dessen zu zitieren, was wir dort ausgeführt haben:
Besides, it is perfectly understandable that Muslims should refrain from taking up arms in Makkah. Advocacy of Islam was reasonably free. Assured of protection by his own clan, the Hāshimites, the Prophet was able to declare his message, addressing it to individuals and groups and putting to them its clear principles and beliefs. There was no organized political power to stop him from doing so, or to stop individuals from listening to him. Hence, there was no need at this stage to resort to force. There were other reasons which we outlined in Volume III, pp. 197-198, when commenting on the verse that says: “Are you not aware of those who have been told, ‘Hold back your hands [from fighting], and attend regularly to prayer, and pay your zakāt... ?’” It may be useful to quote here a part of what we stated there:
Welche Rechtfertigung gibt es für den Dschihad?
What Justification for Jihād?
Wenn wir die Lage mit allen ihren relevanten Umständen betrachten, erkennen wir, dass das Argument, Dschihad sei im engen Sinne des Wortes nichts anderes als ein Verteidigungskrieg, nicht haltbar ist. Wer versucht, rein defensive Gründe für die Ausbreitung des Islam zu finden, sieht sich in einer Zeit, in der die Muslime machtlos sind, von den Angriffen der Orientalisten in die Enge getrieben. Tatsächlich sind die Muslime heute weit vom Islam entfernt, mit Ausnahme einer kleinen Minderheit, die entschlossen ist, die islamische Erklärung der Befreiung des Menschen von jeder Autorität außer der Gottes umzusetzen.
When we review the situation with all its relevant circumstances, we realize that the argument that jihād is nothing more than a defensive war, in the narrow sense of the term, cannot hold. Those who try to find pure defensive reasons to justify the expansion of Islam find themselves cornered by Orientalists’ attacks at a time when Muslims are powerless. Indeed Muslims today are far removed from Islam, except for a small minority who are determined to implement the Islamic declaration of man’s liberation from all authority except that of God.
Die Verbreitung des Islam bedarf keiner anderen Rechtfertigung als jener, die im Qur’ān genannt werden.
The spread of Islam does not need to find any justification other than those stated in the Qur’ān:
Sie sollen in Gottes Sache kämpfen – alle, die bereit sind, das diesseitige Leben gegen das jenseitige einzutauschen. Dem, der in Gottes Sache kämpft, sei er erschlagen oder siegreich, werden Wir eine große Belohnung gewähren. Und warum solltet ihr nicht in Gottes Sache kämpfen, für die schutzlosen Männer, Frauen und Kinder, die rufen: „Unser Herr! Führe uns aus dieser Stadt hinaus, deren Bewohner Unterdrücker sind, und sende uns aus Deiner Gnade einen Beschützer, und sende uns einen, der uns helfen wird.“ Die Gläubigen kämpfen in Gottes Sache, und die Ungläubigen kämpfen in der Sache des Bösen. Kämpft also gegen die Freunde des Satans. Wahrlich, schwach ist die List des Satans. (4: 74-76)
Let them fight in God’s cause — all who are willing to barter the life of this world for the life to come. To him who fights in God’s cause, whether he be slain or be victorious, We shall grant a rich reward. And why should you not fight in the cause of God and the utterly helpless men, women and children who are crying, “Our Lord! Deliver us from this land whose people are oppressors, and send forth to us, out of Your grace, a protector, and send us one that will help us.” Those who believe fight in the cause of God, and those who reject the faith fight in the cause of evil. Fight, then, against the friends of Satan. Feeble indeed is the cunning of Satan. (4: 74-76)
Ein zu weiter Abgrund!
A Gulf Too Wide!
Der Islam ist ein von Gott gegebenes System, und er zielt darauf ab, das grundlegende Prinzip der Souveränität Gottes und der Knechtschaft der Menschen allein gegenüber Ihm zu verwirklichen. Er setzt dieses Prinzip praktisch um in Form einer menschlichen Gesellschaft, in der die Menschen völlig frei sind von der Knechtschaft gegenüber irgendjemand anderem als Gott. Somit werden die Menschen allein vom Gesetz Gottes regiert, das Seine Autorität zeigt, oder, anders gesagt, Seine Gottheit.
Islam is a system given by God and it aims to establish the fundamental principle of God’s sovereignty and people’s servitude to Him alone. It gives practical implementation of this principle in the form of a human society where people are totally free from servitude to anyone other than God. Thus, people are governed only by God’s law, demonstrating His authority, or, in other words, His Godhead.
Somit hat der Islam das Recht, alle Hindernisse auf seinem Weg zu beseitigen und sich frei an die Menschen zu wenden, ohne Hemmnisse wie ein politisches System oder gesellschaftliche Sitten und Traditionen. Den Islam auf diese Weise zu betrachten, liegt weit entfernt von der Auffassung, er sei ein lokales System eines bestimmten Landes oder einer bestimmten Nationalität, das lediglich das Recht habe, sich innerhalb seiner nationalen Grenzen zu verteidigen.
As such, Islam has the right to remove all obstacles in its way and address people freely, without any impediments such as a political system or social customs and traditions. Viewing Islam in this way is far removed from viewing it as a local system of a particular country or nationality, having the right to defend itself within its national borders.
Die beiden Sichtweisen liegen weit auseinander, obwohl der Islam in beiden Fällen hätte kämpfen müssen. Die Beweggründe, Motive, Ziele und Ergebnisse des Dschihad unter den beiden Konzepten unterscheiden sich jedoch stark. Unser Verständnis davon ist Teil unserer Glaubensüberzeugungen, Strategien und Ziele.
The two views are worlds apart, even though in both cases Islam would have had to fight. However, the reasons, motives, objectives and results of jihad under the two concepts are widely different. Our understanding of these is part of our beliefs, strategies and aims.
Der Islam hat das Recht, die Initiative zu ergreifen. Er ist nicht der Glaube eines bestimmten Volkes oder das System eines bestimmten Landes. Er ist ein System, das Gott für die ganze Welt gegeben hat. Als solches hat er das Recht, Maßnahmen zu ergreifen, um alle Hindernisse zu beseitigen, die die Wahlfreiheit des Menschen fesseln. Es ist ein Glaube, der niemandem einzelnen seinen Willen aufzwingt; er greift lediglich Verhältnisse und Regime an, um die Einzelnen von abweichenden Einflüssen zu befreien, die die menschliche Natur verderben und die Freiheit des Menschen einschränken.
Ein weiterer Standpunkt
A Further Point of View
Weitere Erläuterungen zur Natur des Dschihād und zum Wesen des Islam selbst finden sich in einer Abhandlung des großen muslimischen Gelehrten Abū’l A`lā Mawdūdī, die wir hier ausführlich zitieren. Dies ist für jeden von großer Bedeutung, der ein klares Verständnis dieses Themas gewinnen möchte, das im Denken der islamischen Bewegung zentral ist.
Further explanation of the nature of jihād and the nature of Islam itself is given in a paper written by the great Muslim scholar, Abū’l A`lā Mawdūdī, which we will quote here at length.4 This is very important for anyone who wishes to formulate a clear understanding of this issue which is central to the way of thinking of the Islamic movement.
Im allgemeinen Sprachgebrauch wird das Wort „Dschihād“ im Englischen mit „heiliger Krieg“ gleichgesetzt. Seit geraumer Zeit versehen unfreundlich gesinnte Ausleger es mit einer Färbung, als handle es sich um nichts als reinen Eifer – und zeichnen so das Bild einer Horde religiöser Fanatiker, die mit Schwertern in den Händen und mit unter die Lippen gezogenen Bärten vorwärtsstürmt und „Allāhu Akbar“ (Gott ist groß) skandiert. Um dieses Bild zu verstärken, werden ihre Augen mit Blut gefüllt dargestellt. Wo immer sie einen Ungläubigen (Nicht-Muslim) erblicken,
In common parlance the word jihād’ equates with holy war in English. For a considerable time now unfriendly interpreters have been adding spin to it as if it were nothing but pure zealotry — giving an image of a horde of religious fanatics surging forward, swords in hands, beards tucked under their lips, and chanting Allāhu Akbar (God is great). To intensify this imagery, their eyes are shown as filled with blood. Wherever they see an infidel (non- Muslim)
Sie legen ihm die Hand auf und zwingen ihn zu erklären, dass es keine Gottheit außer Gott gibt, andernfalls droht ihm die Hinrichtung. Die Propagandameister haben uns mit ihrem Etikett meisterhaft gebrandmarkt: „Die Geschichte dieser Nation riecht nach Blut.“ Ironischerweise sind unsere Bildermacher unsere alten Wohlmeinenden, die selbst seit vielen Jahrhunderten in einem unheiligen Krieg gegen die Armen und Elenden der Erde verstrickt sind. Die Geschichte zeigt ein sehr unschönes Bild der Westler: ausgerüstet mit allen möglichen tödlichen Waffen haben sie sich auf die Völker der Welt gestürzt, Märkte für ihre Waren errichtet, nach Rohstoffen gesucht, Länder zur Kolonisierung und Mineralien zur Ausbeutung gesucht, um ihre unersättliche Gier nach dem Reichtum anderer Menschen zu befriedigen. Ihr Krieg gilt nicht Gott, sondern der Habgier, mit der sie den Forderungen ihres niederen Selbst genügen wollen. Für sie reicht es als Grund für ihr blutiges Streben aus, dass andere Ressourcen besitzen, mit denen sie sich bereichern können. Schlimmer noch, sie haben fremdes Land annektiert, auf dem sie ihre überschüssigen Arbeitskräfte angesiedelt haben. Manche Leute haben sich sogar eine solche Strafaktion verdient, wenn ihr geografischer Raum den Zugang zu einem Gebiet bot, das sie überwältigen wollten.
Bedenken hinsichtlich des Dschihād
Misgivings about jihād
Rhetorik beiseite: Wenn wir die Ursachen analysieren, weshalb der Dschihad um Gottes willen sowohl für Nichtmuslime als auch für Muslime zu einer unbeliebten Angelegenheit geworden ist, stoßen wir auf zwei grundlegende Missverständnisse. Das erste liegt darin, dass der Islam als eine Religion unter vielen missverstanden wurde. Das zweite betrifft die Sichtweise, die Muslime als eine Nation im Sinne dessen zu betrachten, wie dieses Substantiv gemeinhin verstanden wird. So haben zwei Missverständnisse nicht nur den Begriff des Dschihad verzerrt, sondern auch das gesamte Erscheinungsbild des Islam beschädigt und den Muslimen ein sehr schlechtes Image verliehen.
Rhetoric aside, when we try to analyze the causes that have made jihād for God’s sake an ungainly proposition for the non-Muslims as well as Muslims, we find two primary misconceptions behind it. The first lies in the fact that Islam has been misconceived as just another religion. The second centres around the fact that the Muslims are being viewed as a nation in the sense that this noun is generally perceived. Thus, two misconceptions have distorted not only the concept of jihād but have also damaged the whole complexion of Islam, giving Muslims a very bad image.
Im allgemeinen Sprachgebrauch besteht Religion lediglich aus einer Verbindung weniger Glaubensartikel und einiger Gottesdienstriten. In diesem Sinne ist Religion zweifellos eine Angelegenheit der Privatsphäre. Man hat das Recht, jeden Glauben zu wählen, der einem gefällt. Man kann auch seinem Gewissen folgen und jede beliebige Gottheit verehren. Und wenn man sich damit wohlfühlt, kann man sogar daran mitwirken, diesen Glauben auf der ganzen Welt zu verbreiten, indem man sich mit anderen in Polemiken auseinandersetzt. Diese Art des Glaubens bedarf keines Schwertes zu seiner Stütze. Die Verfechter der traditionellen Religion dürfen mit Recht fragen:
In common parlance, religion is nothing but a combination of a few articles of faith, and a few worship rituals. In this sense religion is doubtless a matter of private concern. One has the right to choose any faith one likes. One can also follow one’s conscience in worshipping any deity one wants. And if one feels comfortable with it, one can even become part of the effort to spread it across the globe engaging others in polemics. This kind of faith does not need a sword for support. The proponents of traditional religion may rightly ask:
„Willst du Menschen dazu zwingen, deinen Glauben anzunehmen?“ Dies ist eine berechtigte Frage, die unweigerlich gestellt wird, wenn man den Islam auf eine Religion im gewöhnlichen Sinne des Wortes reduziert. Sobald der Islam nur noch als ein Glaube unter anderen betrachtet wird, hebt sich der Dschihād im Gesamtgefüge des Islam tatsächlich selbst auf.
“Do you want to beat people into embracing your faith?” This is a valid question that will inevitably be asked if one reduces Islam to a religion, in the common nuance of the word. In fact, once Islam is reduced to just another faith, then jihād invalidates itself in the overall scheme of Islam.
Das Wesen des Dschihād
The essence of jihād
Wenn der Islam also eine Religion ist und die Muslime eine Nation sind, dann verliert der Dschihad seine bedeutendsten Eigenschaften, die ihn zu einem wichtigen Bestandteil des islamischen Gottesdienstes machen.
Thus, if Islam is a religion and the Muslims are a nation, then jihād loses its most significant qualities that make it an important part of Islamic worship.
Streng genommen ist der Islam weder eine bloße Religion im gewöhnlichen Sinne, noch ist die Bezeichnung „Muslim“ der Name einer Nation.
Strictly speaking, Islam is neither a mere religion in the common sense, nor is the denomination “Muslim” the name of a nation.
Was ist der Islam? Der Islam ist ein revolutionäres Konzept und eine Lebensweise, die danach strebt, die vorherrschende gesellschaftliche Ordnung zu verändern und nach seiner eigenen Vorstellung neu zu gestalten. Auf dieser Definition beruhend wird das Wort „Muslim“ zur Bezeichnung einer internationalen revolutionären Partei, die der Islam zu bilden anstrebt, um sein revolutionäres Programm in die Tat umzusetzen. Dschihād bezeichnet jenes revolutionäre Ringen, bei dem die Islamische Partei alle verfügbaren Mittel im Dienst ihrer Sache einsetzt.
So what is Islam? Islam is a revolutionary concept and a way of life, which seeks to change the prevalent social order and remould it according to its own vision. Based on this definition, the word `Muslim’ becomes the name of an international revolutionary party that Islam seeks to form in order to put its revolutionary programme into effect. Jihād signifies that revolutionary struggle involving the utmost use of resources that the Islamic party mobilizes in the service of its cause.
Wie andere revolutionäre Konzepte vermeidet der Islam gängige, bereits im Umlauf befindliche Begriffe und wählt eine präzisere Terminologie, damit seine radikalen Aspekte deutlich hervortreten. Im Rahmen dieser besonderen Terminologie erfüllt das Wort jihād einen klaren Zweck. Der Islam verwirft bewusst Wörter, die Krieg bezeichnen. Stattdessen verwendet er das Wort jihād, das dem englischen Wort „struggle“ entspricht. Das arabische Wort ist jedoch weitaus ausdrucksstärker und hat umfassendere Konnotationen, da es dafür steht, seine äußerste Anstrengung aufzubieten, um eine Sache zu fördern.
Like other revolutionary concepts, Islam avoids common words already in currency and opts for a more precise terminology so that its radical aspects stand distinct. As part of this special terminology, jihād serves a clear purpose. Islam deliberately discards words denoting war. Instead, it uses the word jihād, which is the equivalent of the English word “struggle”. The Arabic word, however, is far more expressive and carries broader connotations, as it stands for exerting one’s utmost endeavour to promote a cause.
Für Gottes Sache
For God’s cause
Der islamische Dschihad ist nicht bloß das Aufwenden von Mühe; er muss ausschließlich um Gottes willen geschehen.
Islamic jihād is not the mere exertion of effort; it has to be for God alone.
Daher ist es unerlässlich, dass der Dschihad ausschließlich um der Sache Gottes willen unternommen wird, oder, um die arabische Wendung zu gebrauchen, „fī sabīlillāh“. Dies ist ein besonderer Ausdruck, der zu dem eigentümlichen Repertoire an Fachbegriffen gehört, von dem ich gesprochen habe. Wörtlich übersetzt bedeutet er „auf dem Weg Gottes“. So zutreffend diese Übersetzung ist, so stellen sich manche engstirnigen Menschen vor, dass auch das Zwingen anderer, den Islam anzunehmen, unter diese Bezeichnung falle. Eine solche Auffassung verrät lediglich ihre starr engen Vorstellungen. Tatsache bleibt, dass der Ausdruck im islamischen Sprachgebrauch weit umfassendere Bedeutungen und Implikationen hat.
Thus, it is imperative that jihād be undertaken only for God’s cause, or to use the Arabic phrase, `fī sabīlillāh’. This is a special phrase that belongs to the particular repertoire of terminology that I have mentioned. Literally translated, it means `in the way of God.’ True as this translation is, some narrow- minded people imagine that coercing others to accept Islam falls under this heading. Such understanding only betrays their rigidly narrow concepts. The fact remains that in the Islamic lexicon it has much wider connotations and implications.
Zum Beispiel ist jedes Werk, das dem Gemeinwohl dient und keinerlei weltliche Erwägungen enthält, für Gott. Deshalb ist eine Wohltätigkeitsgabe, die ein Mensch um einer moralischen oder materiellen Gegenleistung willen gibt, nicht selbstlos. Wenn jedoch die Absicht ist, Gott durch die Hilfe für die Armen zu gefallen, so fällt sie in den Bereich von fīsabīlillāh. Dieser Begriff bezieht sich also speziell auf jene Werke, die frei von selbstsüchtigen Erwägungen sind und allein von dem Wunsch getragen werden, die Lage der Menschen zu verbessern. Und dadurch Gott den Erhabenen zu erfreuen, der das Ziel aller menschlichen Bestrebungen ist. Dies ist der alleinige Grund, weshalb die Bedingung fī sabīlillāh hinzugefügt wurde.
For example, any work that involves collective well-being with no worldly considerations is for God. That is why a charity dispensed by a person for a moral or material return is not altruistic. If, however, the intention is to please God by helping the poor, it will fall within the purview of fisabīlillāh. Thus, this term is specific to those works that are unsoiled by selfish considerations, solely motivated by the desire to help improve the human situation. And that in doing so will please God the Exalted, who is the end-all of all human endeavours. This is the sole reason for adding the condition of ft sabīlillāh.
Die revolutionäre Botschaft des Islam
Islam’s revolutionary message
Man kann die islamische Botschaft folgendermaßen zusammenfassen: „Ihr Menschen, dient eurem Herrn, der euch und diejenigen, die vor euch lebten, erschaffen hat, damit ihr gottesfürchtig werdet.“ (2: 21) Der Islam wendet sich nicht an die Landbesitzer und die wohlhabende Klasse der Industriellen oder an die Bauern und Industriearbeiter, sondern an die gesamte Menschheit. Seine Adressaten sind Menschen (nicht Klassen):
One can summarize the Islamic message as follows: “Mankind, worship your Lord who has created you and those who lived before you, so that you may become God-fearing.” (2: 21) Islam does not address itself to the farm holders and the moneyed class of industrialists, or to the peasants and industrial workers, but rather to the whole of mankind. Its audiences are human beings (not classes):
Denn wenn du jemand anderem als Gott untergeben bist, dann solltest du dies aufgeben. Wenn du danach strebst, über die Menschheit zu herrschen wie ein Gott, dann schlage dir dies aus dem Sinn, denn keiner hat das Recht, sich über andere zu erheben. Ihr alle müsst in die Dienerschaft Gottes eintreten als Gleiche. So ist der islamische Ruf universal und lädt zu einem umfassenden Wandel ein. Das Recht zu herrschen gebührt allein Gott, und niemand sonst.
for if you are subservient to someone other than God, then you should give this up. If you crave to be a deity over humanity, then push this out of your mind for none has the right to exalt himself over others. You must all enter into God’s servitude as equals. Thus, the Islamic call is universal, inviting a total change. It is to God alone that the right to rule belongs, and none else.
Anders ausgedrückt: Niemand besitzt die Befugnis, Herr über andere zu werden und ihnen vorzuschreiben, was er für richtig und falsch hält. Jemanden als solchen anzuerkennen heißt, ihm Göttlichkeit zuzuschreiben, was die menschliche Lage zweifellos verkompliziert.
Expressed differently, nobody has the authority to become the master of others, dictating to them what he thinks is right and wrong. To acknowledge anyone as such is to attribute Godhead to him, which undoubtedly complicates the human situation.
Was die wahre menschliche Natur verzerrt und den Menschen vom gottgegebenen geraden Weg abbringt, ist, dass er Gott in seinem Leben aus den Augen verliert und dadurch seine wahre Natur vergisst. Das daraus entstehende Ergebnis ist ebenso verheerend. Zum einen erheben sich manche Menschen, Klassen oder Gruppen mit Ansprüchen auf Göttlichkeit und machen andere kraft ihrer Macht zu ihren Knechten. Zum anderen unterwerfen sich, eben wegen dieser Neigung, Gott aus unserem Leben zu verdrängen, und der daraus folgenden Verzerrung unserer wahren Natur, große Teile der Menschen der Göttlichkeit der Mächtigen und akzeptieren deren Recht, über sie zu entscheiden. Dies, wie gesagt, ist die Quelle der Unterdrückung in der Welt: Der Islam greift zuerst genau diesen Apparat der Göttlichkeit an. Er sagt laut und deutlich: „Folge nicht den Anweisungen der Maßlosen, die auf der Erde Verderben stiften und nicht für Ordnung sorgen.“ () „Halte dich geduldig an jene, die ihren Herrn morgens und abends anrufen und nach Seinem Angesicht trachten. Lass deine Augen nicht über sie hinausschweifen auf der Suche nach den Reizen des irdischen Lebens. Folge nicht dem, dessen Herz wir von der Erinnerung an Uns unachtsam gemacht haben, weil er stets seinen eigenen Begierden folgte und dessen Angelegenheit das Maß überschritten hat.“ () „Diese [sind es], die andere vom Weg Gottes abhalten und ihn krumm haben wollen und die das Leben im Jenseits leugnen.“ ()
Merkmale des Rufes zu einem islamischen Wandel
Characteristics of the call for an Islamic change
Es besteht nicht der geringste Zweifel daran, dass alle Propheten revolutionäre Anführer waren. Und der revolutionärste unter ihnen war Muhammad ﷺ. Was die Propheten jedoch von den übrigen Revolutionären unterschied, war ihre ausgewogene Haltung gegenüber dem Leben, ihr unverfälschtes Gerechtigkeitsempfinden und ihr Sinn für Gleichheit. Die nicht-prophetischen Revolutionäre hatten, so wohlmeinend sie auch waren, ein verzerrtes Verständnis von Gerechtigkeit und Gleichheit. [Das Problem lag in ihrer jeweiligen Herkunft.] Entweder stammten solche Revolutionäre aus den unterdrückten Klassen, oder sie erhoben sich mit der Unterstützung dieser Klassen. Kein Wunder also, dass sie alles aus einer Klassenperspektive betrachteten. Ihr Blickwinkel war von ihrer Klassenvoreingenommenheit gefärbt und nicht von humanitären Erwägungen oder Unparteilichkeit. Sie schwankten zwischen Hass auf eine bestimmte Klasse und Parteinahme für die Klasse, die sie unterstützte. Deshalb war ihre Lösung für Unterdrückung reaktiv, was sie dazu brachte, in dieselbe Falle zu tappen, und sie selbst zu einer neuen Klasse von Unterdrückern machte. Für sie war es ein unmögliches Unterfangen, ein ausgewogenes kollektives System zu entwickeln. Dagegen blieb ihre revolutionäre Bewegung, so sehr die Propheten und ihre Gefährten auch verfolgt wurden, frei von Groll und Bitterkeit.
There is not a shadow of doubt that all the prophets were revolutionary leaders. And the most revolutionary among them was Muĥammad (peace be upon him). However, what separated the prophets from the rest of the revolutionaries is their balanced approach towards life, their untainted sense of justice and equality. The non-prophet revolutionaries, despite their being well intentioned, had a tilted sense of justice and equality. [The problem being their relative backgrounds.] Either such revolutionaries came from the oppressed classes or they rose with their support. Small wonder then that they viewed everything from a class perspective. Their vantage was coloured by their class bias and not by humanity considerations or impartiality. They swung between hatred for a particular class and their bias for the class that supported them. Hence why their solution for oppression was reactive, leading them to fall into the same trap and making them a new class of oppressors. For them to formulate a balanced collective system was an impossible proposition. Contrary to this, no matter how much the prophets and their companions were persecuted, their revolutionary movement remained free from resentment and bitterness.
Dies war möglich, denn sie arbeiteten unter der unmittelbaren Aufsicht Gottes, des Erhabenen, der keinerlei menschlicher Schwäche unterliegt und der weder eine besondere Beziehung zu einer Gesellschaftsschicht hat noch gegen irgendjemanden einen Groll hegt. Deshalb betrachteten die Propheten die Dinge mit Gerechtigkeit. Ihr einziges Bestreben war es, sicherzustellen, dass den Interessen der Menschheit gedient wird, indem sie ein System herbeiführten, in dem die Menschen ihre gebührenden Rechte ausüben konnten und zugleich innerhalb erlaubter Mittel lebten, und indem sie ein vollkommenes Gleichgewicht zwischen den Interessen des Einzelnen und denen der Gesellschaft schufen. Dies erklärt vielleicht, warum die von Propheten angeführten Bewegungen niemals in einen Klassenkampf umschlugen. Ihr Wiederaufbauprogramm war nicht darauf ausgelegt, eine Klasse über eine andere zu stellen. Vielmehr folgten sie dem Weg der Gerechtigkeit auf eine Weise, dass die Menschen gleichen Raum für ihr materielles und geistiges Wachstum hatten.
Die Notwendigkeit des Dschihād und sein Ziel
The need for jihād and its objective
In dieser kurzen Präsentation fällt es mir schwer, die gesamte soziopolitische Ordnung des Islam darzulegen. Innerhalb der Grenzen meines Themas möchte ich jedoch den Punkt betonen, dass der Islam nicht bloß die Summe bestimmter Glaubenssätze und Riten ist, sondern vielmehr ein umfassender Lebenskodex, der alle unterdrückenden Lebensformen beseitigen und sein eigenes Programm für das menschliche Wohl einführen will.
In this short presentation it is difficult for me to spell out the entire sociopolitical order of Islam. Keeping within the constraints of my subject, I wish to emphasize the point that Islam is not merely the amalgamation of certain dogmas and rituals but rather a comprehensive code of life that seeks to blot out all oppressive modes of life and introduce its own programme for human welfare.
Um dieses Ziel zu erreichen, strebt der Islam nach einem breiteren Publikum, indem er die gesamte Menschheit umfasst und nicht nur eine bestimmte Gruppe. Er geht sogar so weit, Unterdrücker, darunter Könige und die überaus Reichen, einzuladen, innerhalb der rechtmäßigen Grenzen zu leben, die ihr Schöpfer festgelegt hat. Wenn sie die Wahrheit annehmen, so heißt es, werden sie Frieden und Sicherheit haben. Hier gibt es keine Feindschaft gegenüber den Menschen.
To meet this end, Islam seeks a wider audience by embracing humanity and not just a particular group. In fact, it even goes to the extent of inviting oppressors, including kings and the super rich, to come and live within the legitimate bounds fixed by their Creator. If they accept the truth, it says, they will have peace and security. Here, there is no enmity toward human beings.
Wenn Feindseligkeit besteht, richtet sie sich gegen Unterdrückung, gesellschaftliche Unordnung und Unsittlichkeit.
If there is hostility, it is towards oppression, social disorder, and immorality.
Mit anderen Worten: Es richtet sich gegen diejenigen, die sich das nehmen, was ihnen nicht zusteht, und dadurch ihre natürlichen Grenzen überschreiten.
In other words, it is towards those who by taking what is not theirs, transgress their natural limits.
Außerdem erhält jeder, der diese Botschaft annimmt, unabhängig von Klasse, Rasse, Nation und Staat, der er angehört, gleiche Rechte und gleichen Status in der islamischen Gesellschaft. So entsteht jene universale revolutionäre Partei, die der Qur'ān als „Hizb Allāh“ beschreibt, auch bekannt als die „islamische Partei“ oder die „muslimische Umma“.
Besides, whoever embraces this message no matter to what class, race, nation, and state he or she belongs, will have equal rights and status in the Islamic society, creating thus that universal revolutionary party which the Qur’ān describes as “Hizb Allāh” or what is also known as the “Islamic party” or “the Muslim ummah”.
Die universelle Revolution
The universal revolution
Die bisherige Erörterung sollte den Punkt verdeutlichen, dass der islamische Dschihād darauf abzielt, die Vorherrschaft nichtislamischer Systeme zu ersetzen. Diese Revolution ist nicht territorial, sondern international, wobei die Angehörigen der muslimischen Partei zunächst überall dort, wo sie leben, sich auf diesen Ort konzentrieren sollten. Ihr letztliches Ziel muss jedoch eine Weltrevolution sein, und zwar aus dem einfachen Grund, dass sich jede revolutionäre Ideologie, die auf die Menschheit ausgerichtet ist und universelles Wohlergehen anstrebt, nicht auf einen bestimmten Staat oder eine bestimmte Nation beschränken kann. Es liegt in ihrer Natur, die ganze Welt zu umfassen, denn die Wahrheit lässt sich nicht an die Geografie binden. Für sie ist die Wahrheit unteilbar: Ist sie auf der einen Seite eines Flusses Wahrheit, so ist sie es auf der anderen Seite ebenso. Kein Teil der Menschheit darf von ihrem Mitgefühl ausgeschlossen sein. Wo Menschen unterdrückt werden, muss sie ihnen zu Hilfe kommen. So gebietet es ihre Botschaft. Auch der Qur'ān sagt dasselbe:
The discussion so far should clarify the point that Islamic jihād seeks to replace the dominance of non-Islamic systems. This revolution is not territorial but international, though as a starter the members of the Muslim party, wherever they live, should focus on that place. Their eventual goal should, however, be a world revolution for the simple reason that any revolutionary ideology, which is humanity specific and seeking universal welfare, cannot reduce itself to a particular state or nation. It is innate in its nature to embrace the whole world, for the truth refuses to be confined to geography. For it, truth is indivisible: if it is truth on one side of a river, it is the same truth on the other side as well. No segment of humanity should be barred of its compassion. Wherever humans are oppressed, it must come to their rescue. Such is the dictate of its message. The Qur’ān says the same:
„Und warum solltet ihr nicht im Weg Gottes kämpfen und für die hilflosen Männer, Frauen und Kinder, die rufen: ‚Unser Herr! Führe uns aus dieser Stadt hinaus, deren Bewohner Unterdrücker sind, und gib uns aus Deiner Gnade einen Beschützer und gib uns einen, der uns hilft.‘“ (4:75)
“And why should you not fight in the cause of God and the utterly helpless men, women and children who are crying, ‘Our Lord! Deliver us from this land whose people are oppressors, and send forth to us, out of Your grace, a protector, and send us one that will help us.’“ (4: 75)
Außerdem sind die Völker zwar in nationale Grenzen geteilt, doch menschliche Beziehungen sind ihrem Wesen nach universal. Tatsächlich kann kein Staat seinen ideologischen Grundlagen gerecht werden, wenn benachbarte Staaten nicht seine Vision vom Menschen teilen. Für die Verbreitung der Mission der muslimischen Partei, die menschliche Lage zu verbessern, ist es daher unvermeidlich, dass das islamische System über die engstirnige Sichtweise hinauswächst und das Universale umfasst. Zum einen soll es eine weltweite Reichweite für seine Botschaft anstreben, die alle einlädt, sich ihm für ein besseres Leben anzuschließen. Zum anderen soll es, je nach seinen Machtmitteln, nichtislamische Regierungen zwingen, ihre Ställe auszumisten, oder sich der reinigenden Welle islamischer Herrschaft stellen.
Die Schlacht von Badr
The Battle of Badr
Im Lichte dieser Darlegung über das Wesen des Islam, die Rolle des Dschihad und seine Bedeutung, sowie die Lebensweise, die der Islam zu verwirklichen sucht, und seine Strategie des Dschihad mit den darin enthaltenen fortschreitenden Stufen, können wir nun die Schlacht von Badr und ihre Bedeutung betrachten. Dies war eine Schlacht, die Gott als den Tag der Unterscheidung beschreibt. Wir können auch diese Sure, al-Anfal, betrachten, die diese Schlacht kommentiert.
In the light of this exposition of the nature of Islam, the role of jihād and its importance, as well as the way of life Islam seeks to implement and its strategy of jihād and what it involves of progressive stages we can now consider the Battle of Badr and its importance. This was a battle which God describes as the Day of Distinction. We can also look at this sūrah, al Anfāl, which comments on this battle.
Wie zuvor erwähnt, war die Schlacht von Badr nicht die erste Unternehmung des islamischen Dschihād. Vor ihr wurden eine Reihe von Expeditionen ausgesandt, doch gekämpft wurde nur bei einer davon, nämlich bei der kleinen Schar unter der Führung von ʿAbdullāh ibn Dschaḥsch, siebzehn Monate nach der Auswanderung des Propheten ﷺ nach Madīnah. Alle diese Unternehmungen entsprachen dem grundlegenden Prinzip, das dem Konzept des islamischen Dschihād zugrunde liegt und das ich im vorliegenden Prolog ausführlich dargelegt habe. Sie richteten sich zwar allesamt gegen die Quraisch, die den Propheten ﷺ und seine edlen Gefährten aus ihren Häusern vertrieben und die Unverletzlichkeit des Heiligen Hauses des Gottesdienstes verletzt hatte, das im Islam und schon vor seinem Aufkommen zu Recht geachtet wurde. Doch dies war nicht die Grundlage, auf der das Konzept des islamischen Dschihād gründet. Seine Grundlage ist, dass der Islam die gesamte Menschheit von der Knechtschaft gegenüber jedem Geschöpf befreien will, damit sie allein dem Schöpfer dienen. Er will die Gottheit allein Gott zuerkennen und jede tyrannische Herrschaft beseitigen, die Menschen versklavt. Die Quraisch waren die unmittelbare tyrannische Macht, die die Menschen in Arabien daran hinderte, sich allein der Anbetung Gottes zuzuwenden und allein Seine Herrschaft anzuerkennen. Daher hatte der Islam im Einklang mit seiner Gesamtstrategie keine andere Wahl, als gegen diese tyrannische Macht zu kämpfen. Dies hatte zusätzlich den Vorteil, dass das Unrecht beseitigt wurde, das die edlen Gefährten des Propheten ﷺ in Makkah erlitten hatten, und dass die Sicherheit der muslimischen Heimat in Madīnah gegen jede mögliche Aggression gewährleistet wurde.
As stated earlier, the Battle of Badr was not the first action of Islamic jihād. Prior to it, a number of expeditions were sent out, but fighting took place during only one of these, involving the small company led by `Abdullāh ibn Jaĥsh, 17 months after the Prophet’s migration to Madinah. All of these were in line with the fundamental principle underlying the concept of Islamic jihād, which I have fully discussed in this Prologue. They were all, it is true, directed against the Quraysh which drove the Prophet and his noble companions away from their homes, violating the sanctity of the Inviolable House of worship that was rightly observed under Islam and prior to its advent. But this was not the basis upon which the concept of Islamic jihād is founded. The basis is that Islam wants to liberate all mankind from servitude to any creature, so that they may serve only the Creator. It wants to establish Godhead as belonging to God alone, and remove all tyrannical authority that enslaves human beings. The Quraysh was the immediate tyrannical power which prevented people in Arabia from turning to the worship of God alone and acknowledging only His sovereignty. Hence, in line with its overall strategy, Islam had no option but to fight this tyrannical power. This had the added advantage of removing the injustice suffered by the noble companions of the Prophet in Makkah, and ensuring the security of the Muslim homeland in Madinah against any possible aggression.
Die Zurückweisung weiser Ratschläge
Rejecting Wise Counsel
Ibn Isĥāq berichtet:
Ibn Isĥāq reports:
Die Quraisch zogen am Morgen los, um sich den Muslimen zu nähern. Als der Prophet ﷺ sah, wie sie in das Tal kamen, sagte er: „Mein Herr, dies ist Quraisch, das mit all seinem Hochmut daherkommt, um gegen Dich anzutreten und Deinen Gesandten ﷺ einen Lügner zu nennen. Mein Herr, gewähre mir den Sieg, den Du mir versprochen hast. Mein Herr, vernichte sie heute.“ Der Prophet ﷺ sah ʿUtba ibn Rabīʿa auf einem roten Kamel reiten und sagte: „Wenn einer dieser Leute etwas Weisheit besitzt, dann ist es der Mann auf dem roten Kamel. Wenn sie ihm gehorchen, werden sie guten Rat befolgen.“ Chufāf ibn Aymāʾ ibn Raḥḍa al-Ghifārī oder sein Vater schickte den Quraisch geschlachtete Tiere, die er für sie als Geschenk zubereitet hatte, als sie nahe an seinem Lager vorbeizogen. Außerdem ließ er ihnen ausrichten, dass er bereit sei, sie mit Männern und Waffen zu unterstützen. Sie schickten ihm eine Dankesbotschaft und fügten hinzu: „Du hast mehr getan, als deine Pflicht war. Wenn wir gegen Menschen wie uns kämpfen, sind wir ihnen mehr als gewachsen, wenn wir aber gegen Gott kämpfen, wie Muḥammad ﷺ sagt, dann kann sich niemand Gott entgegenstellen.“ Als die Quraisch ihr Lager aufgeschlagen hatten, kamen einige ihrer Männer, darunter Ḥakīm ibn Ḥizām, zum Wasserbecken des Propheten ﷺ. Der Prophet ﷺ ordnete an, seine Gefährten sollten sie tun lassen, was sie wollten. Jeder von ihnen, der aus dem Becken trank, wurde bei Badr getötet, mit Ausnahme von Ḥakīm ibn Ḥizām, der später ein guter Muslim wurde. Wenn er danach besonders feierlich schwören wollte, sagte er: „Bei Dem, der mich am Tag von Badr gerettet hat.“ Als die Quraisch ihr Lager aufgeschlagen hatten, schickten sie ʿUmair ibn Wahb von Dschumaḥ aus, um die Stärke der muslimischen Truppen möglichst genau abzuschätzen. Er ritt auf seinem Pferd um die Truppen herum, bevor er zu seinen Leuten zurückkehrte und sagte: „Es sind dreihundert, etwas mehr oder weniger. Doch wartet noch einen Moment, ich werde nachsehen, ob sie irgendeine verborgene Unterstützung haben.“ Er drang weit in das Tal vor, fand aber nichts. Er kehrte mit diesem Bericht zurück: „Ich habe keine verborgene Unterstützung gefunden, aber ich sehe ein Verhängnis und viel Töten. Sie haben einfach keinen Schutz außer ihren Schwertern. Ich glaube, dass wir keinen von ihnen töten werden, ohne dass zuvor einer von uns getötet wird.“ „Sollten sie einen von uns töten, wäre das Leben nicht mehr lebenswert. Triff du deine eigene Entscheidung." Als Ḥakīm ibn Ḥizām das hörte, ging er zu ʿUtbah ibn Rabīʿah und sagte zu ihm: „Du bist der angesehene Mann der Quraisch und ihr gehorchter Anführer.
The Quraysh marched on in the morning to draw near to the Muslims. When the Prophet saw them coming into the valley, he said: “My Lord, this is the Quraysh demonstrating all its conceit to contend against You and call Your Messenger a liar. My Lord, grant me the victory You have promised me. My Lord, destroy them today.” The Prophet saw `Utbah ibn Rabī`ah riding a red camel, and said: “If any of these people has some wisdom, it is the man with the red camel. If they obey him, they will follow good counsel.” Khufāf ibn Aymā’ ibn Raĥđah al-Ghifārī, or his father, sent to the Quraysh some slaughtered animals he had prepared for them as a gift as they passed close to his quarters. He also sent them a message that he was ready to support them with men and arms. They sent him a message of thanks, and added: “You have done more than your duty. If we are fighting men like us, we are more than a match for them, but if we are fighting God, as Muĥammad says, then no one can stand up to God.” When the Quraysh encamped, some of their men, including Ĥakīm ibn Ĥizām, came up to the Prophet’s basin and the Prophet ordered his Companions to let them do what they wanted. Every one of them who drank from the basin was killed in Badr, except for Ĥakīm ibn Ĥizām who later became a good Muslim. Subsequently, if he wished to swear very firmly, he would say: “By Him who saved me on Badr day.” When the Quraysh had encamped, they sent `Umayr ibn Wahb of Jumaĥ to make a good guess at the number of Muslim troops. He went around the troops on his horse before returning to his people to say: “They are three hundred, give or take a few. But hold on a while and I will see if they have any hidden support.” He went far into the valley, but found nothing. He came back with this report: “I have found no hidden support, but I can see a catastrophe and much killing. They simply have no protection apart from their swords. I think that we will not kill any one of them without him killing one of us first. Should they be able to kill their number from our side, life would not be worth living. You make your own decision.” When Ĥakīm ibn Ĥizām heard that, he went to `Utbah ibn Rabī`ah and said to him: “You are the honourable man of the Quraysh and its obeyed master.
Koranische Kommentare
Qur’ānic Comments
Im Zusammenhang mit der Schlacht von Badr, deren kurzen Abriss wir bereits gegeben haben, wurde diese Sure offenbart. Sie schildert die offensichtlichen Ereignisse dieser Schlacht und zeigt zugleich die letztendliche Macht hinter den Ereignissen sowie wie Gott den Ablauf der Geschehnisse bestimmt hat. Darüber hinaus zeigt sie den Weg, dem die Menschheit durch die gesamte Geschichte folgt. All dies wird in der einzigartigen Sprache des Qur'ān und in seinem unnachahmlichen Stil dargestellt. Wir werden all dies im Einzelnen besprechen, während wir den Text durchgehen. Hier wollen wir lediglich die Hauptlinien der Sure herausstellen.
It was in comment on the Battle of Badr, of which we have given a brief outline, that this sūrah was revealed. It portrays the obvious events of this battle, and also shows the ultimate power behind the events and how God determined the sequence of events. Beyond that, it shows the line followed throughout human history. It describes all this in the unique language of the Qur’ān and its inimitable style. We will speak about all these in detail as we discuss the text. Here we will only highlight the main lines of the sūrah.
Ein bestimmtes Ereignis, das Ibn Isĥāq auf die Autorität von ʿUbādah ibn al-Şāmit überliefert, dem Gefährten des Propheten, der sich in Bezug auf diese Sure so äußert: „Sie wurde über uns, die Leute von Badr, offenbart, als wir über die Beute stritten und uns dabei ungehobelt benahmen. Gott entzog sie uns und übergab sie Seinem Gesandten, der sie gleichmäßig unter den Muslimen verteilte.“ Dieses Ereignis wirft reichlich Licht auf den Beginn der Sure und ihre Linie. Die Gefährten des Propheten ﷺ stritten über die geringe Beute, die sie in einer Schlacht gewannen, die Gott für alle Zeiten als einen Wendepunkt in der Menschheitsgeschichte betrachtete. Doch Gott wollte ihnen und allen Menschen der folgenden Generationen einige höchst wichtige Wahrheiten lehren.
A particular event reported by Ibn Isĥāq on the authority of `Ubādah ibn al-Şāmit, the Prophet’s Companion who says in reference to this sūrah: “It was revealed concerning us, the people of Badr, when we disputed about the booty and were impolite about it. God removed it from us and gave it up to His Messenger who divided it equally among the Muslims.” This event sheds ample light on the opening of the sūrah and the line it takes. The Prophet’s Companions disputed over the little booty they gained in a battle that God considered a landmark in human history for the rest of time. But God wanted to teach them, and all humanity in succeeding generations, some highly important facts.
Das Erste, das Er sie verstehen lassen wollte, war, dass diese Schlacht weit wichtiger war als die Kriegsbeute, über die sie uneins waren. Deshalb nannte Er den Tag, an dem sie stattfand, „den Tag, an dem das Wahre vom Falschen unterschieden wurde, den Tag, an dem die beiden Heere aufeinandertrafen“. (Vers 41)
Warum die Gläubigen kämpfen
Why Believers Fight
Da jede Schlacht, die Gläubige führen, nach Gottes eigenem Plan, unter Seinem Befehl und für Seine Sache stattfindet, erwähnt die Sure immer wieder die Notwendigkeit, standhaft zu bleiben, sich gut darauf vorzubereiten, und dabei zu bedenken, dass Gottes Unterstützung gewiss kommen wird, sich vor dem Reiz zu hüten, der die Gläubigen davon fernhält, einschließlich Besitz und Nachkommen. Sie müssen alle Werte beachten, die damit verbunden sind, und sich vor jeder Form von Prahlerei und Zurschaustellung hüten. Der Prophet ﷺ wird angewiesen, die Gläubigen zum Kampf anzuspornen. (Verse 15-16, 24, 27-28, 45-47, 60, 65)
Since every battle believers fight is of God’s own planning, under His command and for His cause, the sūrah mentions time and again the need to remain steadfast, prepare well for it remembering that God’s support is certain to come, guard against the lure that keeps believers away from it, including property and offspring. They have to observe all values related to it, and guard against any element of showing off. The Prophet is ordered to encourage the believers to fight it. (Verses 15-16, 24, 27- 28, 45-47, 60, 65)
Während Anweisungen gegeben werden, standhaft zu bleiben und im Kampf fest zu stehen, bietet die Sure Klarstellungen zu verschiedenen Aspekten des islamischen Glaubens, festigt dessen Wurzeln und macht ihn zur Quelle jedes Gebots und jedes Urteils. Auf diese Weise werden die Anordnungen nicht als einzelne, unzusammenhängende Punkte belassen; sie erscheinen vielmehr als Ausfluss ein und derselben klaren, konsistenten und tiefgründigen Quelle.
While orders are given to remain steadfast and stand firm in battle, the sūrah provides clarifications of different aspects of the Islamic faith, strengthening its roots, making it the source of every commandment and every judgement. Thus, orders are not left as individual and unrelated items; they are seen to be stemming from the same clear, consistent and profound source.
1. Zur Frage der Kriegsbeute werden die Gläubigen daran erinnert, dass sie gottesfürchtig bleiben müssen, dass ihre Herzen von Ehrfurcht erfüllt sein sollen, wenn Gott erwähnt wird, und dass der Glaube sich beständig und unablässig im Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Gesandten zeigt: „Sie fragen dich nach der Kriegsbeute. Sprich: Die Kriegsbeute gehört Gott und dem Gesandten. So fürchtet Gott und bringt eure gegenseitigen Beziehungen in Ordnung. Gehorcht Gott und Seinem Gesandten, wenn ihr wahre Gläubige seid. Wahre Gläubige sind nur jene, deren Herzen von Ehrfurcht erfüllt sind, sooft Gott erwähnt wird, und deren Glaube gestärkt wird, sooft Seine Offenbarungen ihnen vorgetragen werden. Auf ihren Herrn vertrauen sie. Sie verrichten regelmäßig ihr Gebet und spenden von dem, womit Wir sie versorgt haben, an andere. Sie sind es, die wahrhaft gläubig sind. Ihnen wird bei ihrem Herrn ein hoher Rang zuteilwerden, Vergebung ihrer Sünden und großzügige Versorgung.“ (Verse 1–4)
Zusammenfassend
To Sum up
So sind die Hauptlinien der Sure. Wenn wir bedenken, dass sie herabgesandt wurde, um die Schlacht von Badr zu kommentieren, können wir einige Aspekte der Methode würdigen, die der Koran bei der Erziehung der muslimischen Gemeinschaft verfolgt, um sie auf die Führung der Menschheit vorzubereiten. Wir können auch erkennen, wie der Islam auf das blickt, was sich auf der Erde und im menschlichen Leben ereignet, um den Muslimen die richtige Wahrnehmung zu vermitteln.
Such are the main lines of the sūrah. When we remember that it was revealed to comment on the Battle of Badr, we can appreciate some aspects of the method the Qur’ān follows in the education of the Muslim community, preparing it for the leadership of humanity. We can also recognize how Islam looks at what happens on earth and in human life, in order to give Muslims the right perception.
Badr war die erste große Schlacht, in der die Muslime ihren götzendienerischen Feinden eine sehr schwere Niederlage zufügten. Die Muslime hatten ihre Häuser jedoch nicht zu diesem Zweck oder mit dieser Absicht verlassen. Sie zogen nur aus, um eine Handelskarawane der Quraisch abzufangen, jenes Stammes, der alle ihre Häuser und ihr Eigentum beschlagnahmt hatte. Sie wollten einen Teil ihrer Verluste zurückgewinnen, aber Gott wollte etwas anderes. Er wollte, dass die Karawane entkommt und die Muslime in der Schlacht auf ihre hartnäckigsten Feinde treffen, die den Islam in Makkah einkesseln konnten. Diese hatten zudem Pläne geschmiedet, den Gesandten Gottes ﷺ zu töten, nachdem sie einen kompromisslosen Verfolgungsfeldzug gegen seine Gefährten gestartet hatten.
Badr was the first major battle when the Muslims inflicted a very heavy defeat on their idolater enemies. But the Muslims did not leave their homes for this purpose or with this intention. They only marched to intercept a trade caravan belonging to the Quraysh, the tribe that confiscated all their homes and property. They wanted to regain some of their losses, but God wanted something else. He wanted the caravan to escape and the Muslims to meet in battle their most hardened enemies who were able to place Islam under siege in Makkah. They further plotted to kill God’s Messenger [peace be upon him] after they had mounted an uncompromising campaign of persecution against his companions.
Gott wollte, dass diese Schlacht das Kriterium sein sollte, das die Wahrheit von der Falschheit scheidet, und dass sie ein Wendepunkt in der Linie der islamischen Geschichte und folglich in der Geschichte der Menschheit werde. Er wollte, dass diese Schlacht die große Kluft zeigt zwischen dem, was Menschen für sich selbst planen mögen, in dem Glauben, es diene ihrem besten Interesse, und dem, was Gott für sie wählt, auch wenn sie es auf den ersten Blick gering achten mögen. Er wollte, dass die entstehende muslimische Gemeinschaft die Faktoren, die zum Sieg führen, und jene, die zur Niederlage führen, richtig lernt und sie unmittelbar auf dem Schlachtfeld empfängt, und zwar von niemand anderem als Gott, ihrem Herrn und Beschützer.
1 Ibn al-Qayyim, Zād al-Ma`ād, Mu’assasat Al-Risālah, Beirut, 1994, Bd. 3, S. 133–136.
1 Ibn al-Qayyim, Zād al-Ma`ād, Mu’assasat Al-Risālah, Beirut, 1994, Vol. 3, pp.133-136.
2 Ibn al-Qayyim, ebenda, S. 161.
2 Ibn al-Qayyim, Ibid, p. 161.
Für Einzelheiten zu dieser Expedition mit unserem Kommentar zu diesem Vers verweisen wir auf Bd. I, Kapitel 13.
3 For details of this expedition with our commentary on this verse please refer to Vol.I, Chapter 13.
4 Diese Übersetzung des Zitats von Mawdūdī stützt sich auf die Urdu-Fassung seines Aufsatzes, der ursprünglich eine Rede war, die 1939 in Lahore gehalten wurde. Sayyid Quţb zitierte aus einer arabischen Übersetzung, die an manchen Stellen erweitert und an anderen gekürzt zu sein scheint. Es scheint außerdem, dass die arabische Übersetzung einen weitschweifigen Stil verwendet, mit vielen synonymen Wendungen und Ausdrücken. Daher wird ein Leser, der diesen Text mit dem arabischen Zitat vergleicht, in vielen Absätzen Unterschiede bemerken. Die ausgedrückten Gedanken sind jedoch dieselben, und die Linien, denen die beiden Fassungen folgen, sind identisch. — Anmerkung des Herausgebers.
4 This translation of Mawdūdī’s quote relies on the Urdu version of his paper, which was originally a speech given in Lahore in 1939. Sayyid Quţb quoted from an Arabic translation which appears to have been expanded in some places and abridged in others. It also appears that the Arabic translation utilizes an expansive style, using many synonymous phrases and expressions. Hence, a reader who compares this text with the Arabic quote is bound to notice differences in many paragraphs. However, the ideas expressed are the same, and the lines the two versions follow are identical. — Editor’s note.
5 Eine ausführliche Darstellung der Schlacht von Badr, ihrer Ereignisse und Folgen, findet sich bei Adil Salahi, Muĥammad. Man and Prophet, The Islamic Foundation, Leicester, 2002, S. 253–295. — Anmerkung des Herausgebers.
5 For a full discussion of the Battle of Badr, its events and consequences, see Adil Salahi, Muĥammad. Man and Prophet, The Islamic Foundation, Leicester, 2002, pp. 253-295. — Editor’s note.
6 Muḥammad ibn Isḥāq gehörte zu den frühesten Biographen des Propheten ﷺ. Sein Bericht über die Schlacht von Badr bildet die Grundlage für die Darstellung in al-Bidāyah wa’l-Nihāyah von Ibn Kathīr. In seinem Buch Imtā‘ al-Asmā‘ gibt al-Maqrīzī im Wesentlichen denselben Bericht wieder. Ebenso bietet Imām Ibn al-Qayyim in Zād al-Ma‘ād eine zusammengefasste Fassung davon, wie auch Imām ‘Alī ibn Ḥazm in Jawāmi‘ al-Sīrah. Wir haben Teile all dieser Berichte in unsere Zusammenfassung der Ereignisse dieser Schlacht aufgenommen.