Obwohl das Thema eines ist und der Hintergrund derselbe bleibt, wird es in dieser Sure viermal in vier Abschnitten dargestellt. In jedem davon führt die Sure uns durch die weite Ausdehnung des Universums, nimmt neue Einflüsse auf und bedient sich neuer Stilmittel. Die genaue Betrachtung dieser vier Darstellungen und wie jede von ihnen auf bemerkenswerte Weise beginnt und endet, ist besonders erfreulich und regt zu einer positiven Antwort an.
Although the issue is one, and the background is the same, it is presented in this sūrah four times in four sections. In each the sūrah takes us around the great expanse of the universe, picking up new influences and using new styles. Looking carefully at these four presentations, and how each starts and finishes in a remarkable way is especially pleasant and encourages a positive response.
Der erste beginnt unmittelbar nach den drei getrennten Buchstaben, mit denen die Sure beginnt.
The first begins immediately after the three separate letters that begin the sūrah.
Diese weisen darauf hin, dass die Sure aus solchen Buchstaben besteht und dass aus ihnen Verse dieses Buches hervorgebracht werden, die voller Weisheit und göttlicher Rechtleitung sind.
These indicate that the sūrah is composed of such letters, and that it is from these that verses of this book are presented packed with wisdom and divine guidance.
Ferner verspricht er denjenigen, die im Guten vorangehen, dass sie die Barmherzigkeit Gottes erlangen werden. Das sind diejenigen, die „das Gebet regelmäßig verrichten, Almosen geben und fest von dem Jenseits überzeugt sind“. (Vers 4) Damit bestätigt er die Gewissheit des Jenseits und die Pflicht, Gott Verehrung zu erweisen. Diese gehen mit einer deutlichen psychologischen Wirkung einher:
Furthermore, it assures those who excel in goodness of receiving God’s mercy. These are the ones who “attend regularly to prayers, give in charity and are indeed certain of the hereafter.” (Verse 4) Thus it confirms the certainty of the hereafter and the duty of offering worship to God. These are coupled with a clear psychological influence:
„Diese sind auf der Rechtleitung ihres Herrn, und diese sind die Erfolgreichen.“ (Vers 5)
“Those are the ones who follow their Lord’s guidance, and they are the ones who will be successful.” (Verse 5)
Andererseits gibt es Menschen, die für belanglose Reden Geld bezahlen würden, um andere vom Weg Gottes abzubringen, und diese Verse verspotten. Diesen steht eine furchterregende Aussicht bevor, die zu ihrem Spott passt: „Für solche Menschen gibt es schmachvolle Strafe.“ (Vers 6) Ihr Verhalten wird so beschrieben: „Wenn Unsere Offenbarungen einem solchen Menschen vorgetragen werden, wendet er sich in seiner Überheblichkeit ab, als hätte er sie nicht gehört.“ (Vers 7) Dazu kommt ein psychologischer Zug, der zeigt, wie verachtenswert solche Menschen sind: „als wäre eine Schwere in seinen Ohren.“ (Vers 7) Eine weitere Wendung versetzt ihre Herzen in Furcht, obwohl sie spöttisch gemeint ist: „Verkünde ihm daher die Nachricht von qualvoller Strafe.“ (Vers 7) Das arabische Wort bashshirhu, das für „eine Nachricht verkünden“ verwendet wird, steht stets dann, wenn Menschen gute und erfreuliche Nachrichten überbracht werden. Seine Verwendung hier jedoch bezeichnet einen deutlichen Sinn von Spott.
On the other hand there are those who would pay for idle talk in order to divert others from the path of God, ridiculing these verses. These are faced with a fearsome prospect that suits their ridicule: “For such people there is shameful suffering in store.” (Verse 6) It describes the movements of these people thus: “When Our revelations are conveyed to such a person, he turns away in his arrogance as though he had not heard them.” (Verse 7) This is coupled with a psychological touch showing how contemptible such people are: “as though there were heaviness in his ears.” (Verse 7) Another touch sends fear into their hearts although this is given mockingly: “Give him, then, the news of painful suffering.” (Verse 7) The Arabic term, bashshirhu, used for ‘giving news’ is always employed when people are given good and happy news. Its use here, however, denotes a clear sense of mockery.
Die Sure kommt erneut auf die Gläubigen zu sprechen und schildert ihren Erfolg, der bereits allgemein erwähnt wurde. Sie zeigt, welche Belohnung im Jenseits auf sie wartet, so wie sie bereits die Vergeltung für hochmütige Ungläubige aufgezeigt hat: „Jene, die glauben und gute Werke tun, werden Gärten der Wonne haben, in denen sie verweilen werden, gemäß dem wahren Versprechen Gottes. Er allein ist der Allmächtige, der Weise.“ (Verse 8-9)
An dieser Stelle zeichnet die Sure ein panoramaartiges Bild des großen Universums, das als Beweis dient, der die menschliche Natur von jeder Seite und in jeder Sprache anspricht. Sie stellt diese große Wahrheit klar dar, doch die meisten Menschen bleiben achtlos gegenüber ihr: „Er hat die Himmel ohne sichtbare Stützen erschaffen und auf der Erde feste Berge gesetzt, damit sie nicht mit euch schwankt, und hat auf ihr allerlei Lebewesen verbreitet. Wir senden Wasser vom Himmel herab, um auf der Erde jede Art edler Pflanze paarweise wachsen zu lassen.“ (Vers 10)
Indem die Sure diese Zeichen der Schöpfung darlegt, die den Verstand der Menschen überwältigen, rüttelt sie jene irrenden Herzen auf, die Gott Teilhaber zur Seite stellen, obwohl sie Seine große Schöpfung sehen: „Dies ist die Schöpfung Gottes. Zeigt mir doch, was andere erschaffen haben! Wahrlich, die Frevler befinden sich in offenkundigem Irrtum.“ (Vers 11)
Mit diesem Anklang, der seinen tiefen allumfassenden Ton setzt, endet die erste Darstellung.
The sūrah again refers to the believers, giving details of their success, which was already mentioned in general terms. It shows what reward awaits them in the hereafter, just as it has shown the requital of arrogant unbelievers: “Those who believe and do righteous deeds shall have gardens of bliss in which to abide in accordance with God’s true promise. He alone is Almighty, Wise.” (Verses 8-9) At this point, the sūrah portrays a panoramic scene of the great universe as providing the proof that speaks to human nature from every aspect, and in every language. It clearly presents this great truth, yet most people remain heedless of it: “He has created the skies without any supports that you can see, and has placed firm mountains on earth, lest it sway with you, and has scattered through it all manner of living creatures. We send down water from the skies to cause every kind of goodly plant to grow on earth in pairs.” (Verse 10) As it presents these aspects of universal evidence which overwhelm people’s minds, the sūrah shakes those erring hearts that associate partners with God despite seeing His great creation: “This is all God’s creation. Show me, then, what others might have created! Surely, the wrongdoers are in obvious error.” (Verse 11) As this touch makes its profound universal note, the first presentation concludes.
Die zweite Darlegung beginnt mit realen Menschen und behandelt dasselbe Thema mit einem neuen Ansatz, um weitere Wirkungen zu erzielen: „Und Wir gewährten Luqmān Weisheit.“ (Vers 12)
The second presentation begins with real people, and tackles the same issue with a new approach to produce further effects: “We bestowed wisdom on Luqmān.” (Verse 12)
Welche Art von Weisheit ist es also, und was ist ihr besonderes Merkmal? Sie lässt sich in einem Wort zusammenfassen: „Sei Ggott dankbar.“ (Vers 12) Das ist wahre Weisheit in der Praxis.
What is, then, the nature of this wisdom and what is its distinctive feature? It is summed up in a word: “Be grateful to God.” (Verse 12) This is true wisdom in action.
Der zweite Schritt zeigt Luqmān, wie er seinem Sohn Rat erteilt. Es ist der Rat eines Weisen an seinen jungen Sohn, und deshalb ist er frei von jedem Makel. Niemand kann einen solchen Rat als unaufrichtig oder unehrlich bezeichnen: Wie könnte er das auch, wenn er von einem Vater an seinen Sohn kommt? Dieser Rat nennt das zentrale Thema des Glaubens, auf das bei der ersten Darstellung hingewiesen wurde, ebenso das Thema des Jenseits, doch er bedient sich hier neuer Einflüsse: „Luqmān sprach zu seinem Sohn, indem er ihn ermahnte: Mein lieber Sohn! Setze Gott keine Teilhaber zur Seite; denn Teilhaber an Ihm zu setzen ist wahrlich ein großes Unrecht.“ (Vers 13)
The second step shows Luqmān as he gives counsel to his son. It is the advice of a sage to his young son, which means that it is free of fault. No one can describe such advice as insincere or dishonest: how could they when it is from father to son? This advice states the major issue of faith which was referred to in the first presentation, as well as the issue of the hereafter, but it employs new influences here: “Luqmān said to his son, admonishing him: My dear son! Do not associate any partners with God; for, to associate partners with Him is indeed a great wrong.” (Verse 13)
Hier sehen wir die Beziehung zu den Eltern in einer Weise, die von Zärtlichkeit und Mitgefühl überströmt: „Wir haben dem Menschen geboten, gütig zu seinen Eltern zu sein: Seine Mutter hat ihn unter Schwäche über Schwäche getragen, und seine Entwöhnung erfolgt innerhalb von zwei Jahren. Sei dankbar gegenüber Mir und deinen Eltern.“ (Vers 14)
Die Sure macht die erste Regel bezüglich des Glaubens deutlich, der dessen Band zum primären im menschlichen Leben macht und Vorrang vor dem Band des Blutes und der Verwandtschaft hat. So stark und ansprechend dieses letztere Band auch ist, steht es auf der Skala niedriger als das Band des Glaubens: „Doch wenn sie sich bemühen, dich dazu zu bringen, Mir etwas als Teilhaber beizugesellen, wovon du kein Wissen hast, so gehorche ihnen nicht, sondern begleite sie [auch dann] im diesseitigen Leben in Güte und folge dem Weg derer, die sich Mir zuwenden.“ (Vers 15)
Hinzu kommt die Wahrheit des Jenseits: „Schließlich ist es zu Mir, dass ihr alle zurückkehren werdet, und Ich werde euch dann über all das informieren, was ihr im Leben getan habt.“ (Vers 15) Dem folgt dann ein sehr starker psychologischer Faktor, der das Ausmaß, die Genauigkeit und die Umfassendheit des Wissens Gottes aufzeigt.
Here we see relations with one’s parents in a way that overflows with tenderness and compassion: “We have enjoined upon man goodness to his parents: his mother bore him going from weakness to weakness, and his weaning takes place within two years. Be grateful to Me and to your parents.” (Verse 14) The sūrah makes clear the first rule concerning faith, which makes its bond the primary one in human life, taking precedence over that of blood and kinship. Strong and appealing as the latter bond is, it is lower on the scale than the bond of faith: “Yet should they endeavour to make you associate as partner with Me something of which you have no knowledge, do not obey them, but [even then] bear them company in this world’s life with kindness, and follow the path of those who turn towards Me.” (Verse 15) It adds here the truth of the life to come: “In the end, it is to Me that you shall all return, when I shall inform you about all that you were doing [in life].” (Verse 15) This is then followed with a very strong psychological factor demonstrating the extent, accuracy and comprehensiveness of God’s knowledge.
Auf eine Weise, die uns erschaudern lässt, wenn wir sie vor dem Hintergrund des großen Universums betrachten: „Mein lieber Sohn! Wäre es auch nur so schwer wie ein Senfkorn und befände es sich in einem Felsen oder in den Himmeln oder in der Erde, Gott wird es hervorbringen. Gott ist gütig, allwissend.“ (Vers 16)
This is done in such a way that makes us shudder as we contemplate it against the background of the great universe: “My dear son! If there be something which is no more than the weight of a grain of mustard seed, and though it be hidden in a rock, or in the skies, or in the earth, God will bring it forth. God is Gracious, All Aware.” (Verse 16)
Luqmān setzt seine Ermahnung an seinen Sohn fort und legt die Pflichten dar, die der Glaube auferlegt, darunter die überaus wichtige Pflicht, das Rechte zu gebieten und das Unrechte zu verbieten, und was sich aus beiden ergibt: standhaft zu bleiben in Widrigkeiten, denn den Verfechtern des Glaubens werden gewiss Schwierigkeiten begegnen: „Ertrage mit Standhaftigkeit, was dir widerfährt. Dies sind Angelegenheiten, die entschlossene Willensstärke erfordern.“ (Vers 17)
Luqmān continues his admonition to his son, outlining the duties imposed by faith, including the all-important duty of enjoining what is right and forbidding what is wrong, and what follows from both of remaining patient in adversity, as difficulties are bound to be encountered by the advocates of faith: “Endure with fortitude whatever befalls you. These are matters that require strong resolve.” (Verse 17)
Dies sollte mit der Verpflichtung zu guten Umgangsformen einhergehen. Kein Verfechter des Glaubens sollte jemals überheblich sein, da ein solches Verhalten seine Bemühungen als Fürsprecher zwangsläufig untergraben wird: „Wende dein Gesicht nicht hochmütig von den Menschen ab und geh nicht stolz auf der Erde umher. Gott liebt keinen Hochmütigen, Prahlerischen. Halte dich in deinem Gang bescheiden und senke deine Stimme; denn die widerwärtigste aller Stimmen ist das Geschrei des Esels.“ (Verse 18–19)
Die Sure verwirft ein solches stolzes, hochmütiges und überhebliches Verhalten nicht nur, sondern blickt auch mit Verachtung darauf. Dies hat eine deutliche psychologische Wirkung.
This should be coupled with commitment to good manners. No advocate of faith should ever be arrogant, as such action is bound to spoil his advocacy efforts: “Do not turn your cheek away from people in false pride, nor walk haughtily on earth. God does not love anyone who is arrogant, boastful. Be of modest bearing in your walk, and lower your voice; for the most hideous of voices is the braying of the ass.” (Verses 1819) Not only does the sūrah dismiss such proud, haughty and arrogant behaviour, it looks upon it with contempt. This provides a marked psychological effect.
Die dritte Darlegung beginnt mit einem neuen Gesichtspunkt, der sich aus der Verbundenheit der Menschen mit den Himmeln und der Erde ergibt sowie aus den Segnungen, die Gott ihnen darin für die Menschheit verliehen hat, obwohl sie keinerlei Dankbarkeit zeigen: „Seht ihr denn nicht, dass Gott euch alles dienstbar gemacht hat, was in den Himmeln und auf der Erde ist, und Seine Gnaden euch in Fülle, äußere wie innere, zuteil werden ließ? Doch unter den Menschen gibt es welche, die über Gott streiten, ohne Wissen, ohne Rechtleitung und ohne erleuchtende Offenbarung.“ (Vers 20) Dieser neue Gesichtspunkt zeigt, dass jeder Streit über Gott einer aufrichtigen Natur und einem gesunden Verstand zuwiderläuft. Die Sure prangert die starre Haltung der Ungläubigen an: „Wenn zu ihnen gesagt wird: ‚Folgt dem, was Gott offenbart hat‘, sagen sie: Nein, wir folgen lediglich dem, woran wir unsere Väter glauben fanden.“ (Vers 21) Dies ist eine törichte Haltung, die völlige Unwissenheit verrät. Der folgende Kommentar trägt zudem eine starke psychologische Komponente:
The third presentation begins with a new factor derived from people’s attachment to the heavens and the earth, and the blessings God has placed in them for mankind, even though they do not show any gratitude: “Are you not aware that God has made subservient to you all that is in the heavens and the earth, and has lavished upon you His blessings, outward and inward? Yet some people argue about God without having any knowledge, without guidance, and without any light-giving revelations.” (Verse 20) This new factor shows all argument about God to be abhorrent to an upright nature and sound mind. The sūrah denounces the unbelievers’ stagnant attitude: “When it is said to them: ‘Follow what God has revealed’, they say, No; but we will follow only what we found our forefathers believing in.” (Verse 21) This is a stupid attitude betraying total ignorance. The comment that follows also carries a strong psychological component:
„Warum denn, selbst wenn der Satan sie zur Qual des lodernden Feuers ruft.“ (Vers 21)
“Why, even if Satan is beckoning them to the suffering of the blazing fire.” (Verse 21)
Die Frage nach Lohn und Vergeltung am Tag des Gerichts wird anschließend als eng verbunden mit der Frage von Glaube oder Unglaube dargestellt: „Wer sich Gott hingibt und Gutes tut, der hat wahrlich einen überaus festen Halt ergriffen. Bei Gott liegt der endgültige Ausgang aller Dinge. Und wer ungläubig ist, dessen Unglaube soll dich nicht betrüben. Zu Uns werden sie alle zurückkehren, und dann werden Wir sie darüber unterrichten, was sie [im Leben] getan haben.“ (Verse 22-23) Die Sure verweist danach auf das absolute Wissen Gottes:
The question of reward and requital on the Day of Judgement is then shown to be closely connected with the question of belief or denying faith: “Whoever submits himself to God and excels in good deeds has indeed taken hold of a most firm support. With God rests the final outcome of all events. And whoever disbelieves; let not their unbelief grieve you. To Us they must all return, and then We shall inform them about all that they were doing [in life].” (Verses 22-23) The sūrah then refers to God’s absolute knowledge:
„Gott hat vollständiges Wissen über das, was in den Herzen der Menschen ist.“ (Vers 23) Dann folgt eine deutliche Warnung: „Wir werden sie für eine kurze Zeit genießen lassen, doch werden Wir sie schließlich in schwere Qual treiben.“ (Vers 24)
“God has full knowledge of what is in people’s hearts.” (Verse 23) A strong element of warning is then added: “We will let them enjoy themselves for a short while, but We shall ultimately drive them into severe suffering.” (Verse 24)
Mit dem Abschluss dieser dritten Darlegung wird der Mensch mit der Logik seiner eigenen Natur konfrontiert, wie sie sich in verschiedenen Aspekten des Universums spiegelt und wie sie unweigerlich zur Anerkennung des einen Schöpfers führt: „Wenn du sie fragst: ‚Wer hat die Himmel und die Erde erschaffen?‘, werden sie gewiss antworten: ‚Gott.‘ Sprich: Aller Lobpreis gebührt allein Gott!“ Doch die meisten von ihnen begreifen es nicht. (Vers 25) Der Abschnitt schließt dann mit einem Bild des Universums, das Gottes Wissen als unendlich zeigt, während Sein Wille zur Schöpfung und zum Hervorbringen keinen Beschränkungen unterliegt. Diese dienen als allgemeingültige Belege für den Gedanken der Auferstehung und der Rückkehr, da sie zugleich die Erschaffung im Anfang beweisen: „Wären alle Bäume auf der Erde zu Federn gemacht und das Meer zu Tinte, und kämen noch sieben weitere Meere hinzu, so würden die Worte Gottes dennoch nicht erschöpft. Gott ist wahrlich der Allmächtige, der Weise. Die Erschaffung euer aller und eure Auferstehung ist nur wie [die Erschaffung und Auferstehung] einer einzigen Seele. Gott hört alles und sieht alles.“ (Verse 27–28)
As this third presentation draws to a close people are made to face up to the logic of human nature as it reflects different aspects of the universe and its inevitable acknowledgement of the One Creator: “If you were to ask them: ‘Who is it that has created the heavens and the earth?’ they will be sure to answer: ‘God’ Say: All praise is due to God alone!’ Yet most of them do not understand.” (Verse 25) The section then concludes with a scene of the universe, showing God’s knowledge as infinite, while His will of creation and origination is unrestricted. These are given as universal evidences in support of the concept of resurrection and return, as this also proves creation in the first place: “Were all the trees on earth to be made into pens, and the sea ink, with seven more seas yet added to it, the words of God would not be exhausted. God is indeed Almighty, Wise. The creation of you all and your resurrection is but like [the creation and resurrection of] a single soul. God hears all and sees all.” (Verses 27-28)
Die vierte Darstellung beginnt mit einer universalen Szene, die besondere Wirkungen auf die Herzen der Menschen hervorruft. Es ist die Szene von Nacht und Tag, wie das eine in das andere übergeht. Diese Szene zeigt außerdem Sonne und Mond, wie sie sich auf ihren Umlaufbahnen innerhalb bestimmter Grenzen und bis zu einem Zeitpunkt bewegen, der niemandem außer Gott bekannt ist, der sie erschaffen hat und der sie ebenso gut kennt, wie Er die Menschen und ihre Handlungen kennt: „Siehst du nicht, dass Gott die Nacht in den Tag übergehen lässt und den Tag in die Nacht übergehen lässt und dass Er Sonne und Mond dienstbar gemacht hat [Seinen Gesetzen unterworfen], wobei jedes für eine festgesetzte Frist seinen Lauf nimmt, und dass Gott wohl weiß, was ihr tut?“ (Vers 29)
The fourth presentation begins with a universal scene that produces special effects on people’s hearts. It is the scene of the night and the day as each creeps into the other. This scene also shows the sun and the moon as they move in their orbits within certain limits and up to a point in time that is known to no one other than God who created them and who knows them as well as He knows people and their actions: “Do you not see that God causes the night to pass into the day, and the day to pass into the night, and that He has made the sun and the moon subservient [to His laws], each running its course for a set term, and that God is fully aware of all that you do?” (Verse 29)
Diese Szene soll der menschlichen Natur neue Belege für das zentrale Thema liefern: „So ist es, weil Gott allein die absolute Wahrheit ist und alles, was die Menschen neben Ihm anrufen, reine Falschheit ist, und weil Gott allein der Erhabene, der Große ist.“ (Vers 30)
This scene is made to provide human nature with fresh evidence in support of the central issue: “Thus it is, because God alone is the Ultimate Truth, and all that people invoke beside Him is sheer falsehood, and because God alone is Most High, Great.” (Verse 30)
Die Sure rührt dann unsere Herzen mit einem weiteren, stark wirkenden Gedanken, der von einem Aspekt der Gnade Gottes ausgeht, dargestellt durch die Schiffe, die über das Meer fahren: „Siehst du nicht, dass die Schiffe mit der Gnade Gottes über das Meer fahren, damit Er euch einige Seiner Zeichen zeigt? Darin liegen wahrlich klare Zeichen für jeden, der standhaft geduldig und zutiefst dankbar gegenüber Gott ist.“ (Vers 31) Der Kommentar hier zeigt die natürliche Haltung des Menschen, wenn er der Macht des Meeres gegenübersteht, und zwar frei von dem trügerischen Einfluss von Macht und Wissen, der ihn von seinem Herrn fernhält. Eine solche natürliche Haltung liefert einen Beweis für das zentrale Thema der Einheit Gottes: „Wenn die Wellen sie wie Schatten umhüllen, rufen sie zu Gott und sind in ihrem Glauben aufrichtig allein auf Ihn ausgerichtet; doch sobald Er sie sicher ans Land gebracht hat, verhalten sich einige von ihnen wieder zurückhaltend. Doch niemand würde Unsere Offenbarungen wissentlich verwerfen außer denen, die zutiefst treulos oder verstockte Ungläubige sind.“ (Vers 32)
The sūrah then touches our hearts with another strongly effective note derived from an aspect of God’s grace represented by the ships as they go about the sea: “Do you not see that the ships sail the sea by God’s blessing, so that He might show you some of His signs? In this there are clear signs indeed for all who are truly patient in adversity and deeply grateful to God.” (Verse 31) The comment here shows man’s natural attitude as he faces the might of the sea when he is free of the deceptive influence of power and knowledge that keeps him away from his Lord. Such a natural attitude provides evidence for the central theme of God’s oneness: “When the waves engulf them like shadows, they call to God, sincere in their faith in Him alone; but as soon as He has brought them safe to land, some of them are restrained in their attitude. Yet none could knowingly reject Our revelations except those who are utterly perfidious or hardened unbelievers.” (Verse 32)
Während die Wellen des Meeres furchterregend sein können, erinnern sie an die größte Furcht, die familiäre Bande zerreißt, eine Bindung, die im gegenwärtigen Leben niemals zerrissen werden kann: „O ihr Menschen! Fürchtet euren Herrn und fürchtet einen Tag, an dem kein Vater seinem Kind irgendetwas nützen wird und kein Kind seinem Vater irgendetwas nützen wird! Das Versprechen Gottes ist gewiss wahr.
While the sea’s waves can be fearsome, they provide a reminder of the greatest fear that severs blood relations, a bond which can never be severed in this present life: “Mankind! Fear your Lord and fear a day when no parent will be of any avail to his child, nor any child will in the least avail his parents! God’s promise is most certainly true.
„Lasst euch also nicht durch das Leben dieser Welt täuschen, und lasst euch nicht durch trügerische Gedanken über Gott täuschen." (Vers 33) An dieser Stelle, während der Mensch in Furcht zittert, schließt die Sure mit einem Vers, der das endgültige Urteil in allen Fragen ausspricht, die sie behandelt hat: „Gewiss, bei Gott allein liegt das Wissen darüber, wann die Stunde kommen wird; und Er ist es, der den Regen herabsendet; und Er weiß, was die Mutterleiber bergen; doch niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gott allein ist allwissend und kennt alle Dinge." (Vers 34)
Let not, then, the life of this world delude you, and let not deceptive thoughts about God delude you.” (Verse 33) At this point, with man trembling in fear, the sūrah concludes with a verse that states the final verdict in all the issues it has treated: “Indeed with God alone rests the knowledge of when the Last Hour will come; and He it is who sends down rain; and He knows what the wombs contain; whereas no one knows what they will earn tomorrow, and no one knows in what land they will die. God alone is omniscient and takes cognisance of all things.” (Verse 34)
Diese vier Darstellungen desselben Themas, mit ihren unterschiedlichen Stilen, Wirkungen und Schlussfolgerungen, stellen ein Beispiel dafür dar, wie der Koran mit den menschlichen Herzen umgeht. Sie zeigen eine Herangehensweise, die Gott gewählt hat, der diese Herzen geschaffen hat und weiß, was ihnen entspricht. Auf den folgenden Seiten werden wir diese vier Darstellungen im Einzelnen besprechen und jeweils zwei in die beiden folgenden Kapitel aufnehmen, da sie auf diese Weise eine stärkere Wechselwirkung zeigen.
These four presentations of the same theme, with their different styles, effects and conclusions constitute an example of how the Qur’ān deals with human hearts. They provide an approach chosen by God who has created these hearts and knows what suits them. In the following pages we will discuss these four presentations in detail, putting two into each of the two following chapters as they manifest stronger interaction in this way.