Wer ist frevelhafter als jener, der gegen Gott eine Lüge erdichtet oder Seine Zeichen leugnet? Die Frevler werden gewiss nicht erfolgreich sein. An dem Tag, an dem Wir sie alle versammeln werden, werden Wir zu denen, die Gott Teilhaber beigesellten, sagen:
Who is more wicked than one who invents a falsehood about God or denies His revelations? The wrongdoers shall never achieve success. One day We shall gather them all together, then We shall say to those who associate partners with God:
„Wo sind nun jene Teilhaber, die ihr behauptet habt?“ Sie werden dann keine andere Rechtfertigung vorbringen, als zu sagen: „Bei Gott, unserem Herrn, wir haben nie Teilhaber neben Ihm verehrt.“ Seht, wie sie sich selbst belogen haben und wie sie von dem verlassen wurden, was sie erdichtet hatten. (Verse 21–24)
“Where, now, are those partners which you have been claiming?” They will have no contention then other than to say, `By God, our Lord, we have never associated partners with Him. “Behold how they have lied to themselves and how they have been forsaken by whatever they have fabricated. (Verses 21-4)
Diese Verse halten den Götzendienern die Wahrheit über ihre Haltungen und Praktiken vor Augen, so wie Gott, der Allmächtige, sie betrachtet. Sie beginnen mit einer rhetorischen Frage, um die Tatsache ihres Unrechts festzustellen, da sie Lügen über Gott erfinden. Sie geben vor, Seinem Glauben zu folgen, wie ihn der Prophet Abraham verkündet hat. Ferner behaupten sie, dass das, was sie beim Fleisch, bei Speisen und bei den Gottesdienstritualen für erlaubt oder verboten erklären – was in den Versen 136–140 näher ausgeführt wird –, von Gott angeordnet worden sei, obwohl dies nicht der Fall ist. Ähnlich verhält es sich mit manchen, die sich heute selbst als Muslime bezeichnen: Sie behaupten zu Unrecht, dem göttlichen Glauben zu folgen, den der Prophet Muhammad ﷺ verkündet hat. Tatsächlich erlassen sie Regeln und Gesetze, schaffen Verhältnisse und etablieren Werte, mit denen sie für sich die Autorität Gottes beanspruchen. Sie behaupten, all diese Erfindungen seien nichts anderes als der göttliche Glaube. Auch manche Menschen, die ihren Glauben gegen eine Wohnstatt in der Hölle eingetauscht haben, stimmen ihren falschen Behauptungen zu. Sie weisen zudem die göttlichen Offenbarungen zurück, die der Prophet ﷺ ihnen brachte, leugnen ihre Wahrheit und behaupten, sie seien nicht von oben herabgesandt worden. Umgekehrt behaupten sie, ihre eigenen, in der Jāhiliyyah verhafteten Praktiken seien von Gott gebilligt. All dies geschieht noch heute in vielen Gesellschaften.
These verses place in front of the idolaters’ eyes the truth of their attitudes and practices, as they are viewed by God Almighty. It begins with a rhetorical question to establish the fact of their wrongdoing as they fabricate lies against God. They profess to follow His faith, as preached by the Prophet Abraham. They further allege that what they make lawful or forbidden of meat, food and worship rituals, which will be detailed in Verses 136-40, have been ordered by God, when they have not. Similarly, some of those who describe themselves as Muslims today falsely claim to follow the Divine faith preached by the Prophet Muĥammad (peace be upon him). The fact is that they enact rules and laws, bring about situations and establish values by which they claim for themselves God’s authority. They allege that all these inventions are nothing other than the divine faith. Some people who have bartered away their faith for a dwelling in hell also endorse their false claims. They also reject the divine revelations which the Prophet brought them, deny their truth, claiming that they have not been bestowed from on high. Conversely, they claim that their own practices, immersed in jāhiliyyah, have been sanctioned by God. All this still happens today in many societies.
Gott verurteilt all dies und beschreibt es als die schlimmste Ungerechtigkeit: „Wer ist frevelhafter als jener, der gegen Gott eine Lüge erfindet oder Seine Zeichen leugnet? Die Frevler werden niemals Erfolg haben.“ (Vers 21) Hier wird der Götzendienst als Ungerechtigkeit bezeichnet, um sein abscheulichstes Bild zu verstärken. Tatsächlich ist dies die häufigste Beschreibung des Götzendienstes im Qur’ān. Zudem ist sie zutreffend, denn Götzendienst ist eine Tat der Ungerechtigkeit, die gegen die Wahrheit, gegen sich selbst und gegen die Menschheit im Allgemeinen begangen wird. Er ist ein Vergehen gegen Gottes eigenes Recht, allein und ohne Teilhaber angebetet zu werden, und gegen sich selbst, da er den Täter ins Verderben führt. Er ist außerdem ein Vergehen gegen die Menschheit, die auf diese Weise vom Pfad der Hingabe an Gott allein abgebracht wird, um Ordnungen und Verhältnisse zu errichten, die das menschliche Leben insgesamt zugrunde richten. Als solcher ist der Götzendienst eine große Ungerechtigkeit, so wie sie vom Herrn aller Welten beschrieben wird. Weder der Götzendienst noch die Götzendiener werden jedoch irgendeinen Erfolg haben: „Die Frevler werden niemals Erfolg haben.“ (Vers 21) Hier nennt Gott die vollständigen Tatsachen und das Endergebnis des Götzendienstes und der Götzendiener, bzw. der Ungerechtigkeit und der Ungerechten. Was kurzsichtige Menschen an Wohlstand sehen mögen, den manche kurzfristig genießen, kann nicht als Erfolg oder Wohlergehen bezeichnet werden, denn es ist nichts weiter als ein kurzlebiger Zustand, der schließlich ins Verderben führt. Wer könnte wahrhaftiger sein als Gott?
God denounces all this and describes it as the worst injustice: “Who is more wicked than one who invents a falsehood about God or denies His revelations? The wrongdoers shall never achieve success.” (Verse 21) Reference is made here to idolatry as injustice in order to enhance its most horrible image. Indeed, it is the most frequent description of idolatry in the Qur’ān. Moreover, it is accurate since idolatry is an act of injustice perpetrated against the truth, against oneself and against mankind in general. It is an offence against God’s own right to be worshipped alone, without partners, and against oneself as it leads the perpetrator to ruin. It is also an offence against mankind who are thus led away from the path of submission to God alone in order to establish regimes and conditions that ruin human life altogether. As such, idolatry is a great injustice, as it is described by the Lord of all the worlds. Neither idolatry nor the idolaters will, however, achieve any success: “The wrongdoers shall never achieve success.” (Verse 21) Here God states the full facts and the end result of idolatry and the idolaters, or injustice and the wrongdoers. What short-sighted people may see of the affluence that some enjoy in the short run cannot be described as success or prosperity because it is no more than a short-lived situation which leads to eventual ruin. Who can be more truthful than God?
Als Beispiel für ihren Verlust wird ihre Lage am Tag der Auferstehung sehr anschaulich beschrieben: „An dem Tag, an dem Wir sie alle versammeln werden, werden Wir zu denen, die Gott Teilhaber beigesellten, sagen: ‚Wo sind nun eure Teilhaber, die ihr behauptet habt?"
As an example of their loss, their situation on the Day of Resurrection is described very vividly: “One day We shall gather them all together, then We shall say to those who associate partners with God: ‘Where, now, are those partners which you have been claiming.?
Sie werden dann keinen anderen Einwand haben als zu sagen: „Bei Gott, unserem Herrn, wir haben Ihm niemals Teilhaber beigesellt.“ Seht, wie sie sich selbst belogen haben und wie das, was sie erdichtet haben, sie im Stich gelassen hat.“ (Verse 22–24)
They will have no contention then other than to say, ‘By God, our Lord, we have never associated partners with Him.’ Behold how they have lied to themselves and how they have been forsaken by whatever they have fabricated.” (Verses 22-4)
Es gibt zahlreiche Formen und Arten des Götzendienstes und der Götzendiener sowie der Teilhaber, die sie Gott beigesellen. Das naive Bild von Menschen, die Statuen, Steine, Bäume usw. anbeten, ist keineswegs die einzige Form des Götzendienstes. Im Wesentlichen bedeutet, Gott Teilhaber beizugesellen, anzuerkennen, dass eine der Eigenschaften, die allein Gott zukommen, auch anderen zukommt, sei es, dass diese Eigenschaft Sein Handeln oder die Lenkung der Ereignisse und Schicksale betrifft, sei es die Darbringung von Gottesdienst-Riten oder das Erlassen und Umsetzen von menschengemachten Gesetzen. All dies sind Formen des Götzendienstes, die von verschiedenen Gruppen von Ungläubigen praktiziert werden, die Gott unterschiedliche Formen von Teilhabern beigesellen.
There are numerous forms and types of idolatry and idolaters and the partners they associate with God. A naïve image of people worshipping statues, stones, trees, etc. is by no means the only form j of idolatry. In essence, associating partners with God is to acknowledge any one of the qualities attributable to God alone as belonging to others as well, whether such quality relates to His conduct or control of events, destinies, or to the offering of worship rituals, or to the enactment and implementation of man-made laws. All these are forms of idolatry practised by different groups of unbelievers who associate different forms of partners with God.
Der Qur'an bezeichnet all diese Formen als Vielgötterei (Schirk) bzw. Götzendienst. Er schildert Szenen vom Tag des Gerichts, in denen viele dieser Formen vorkommen, und zeigt, dass das Schicksal und die Strafe der verschiedenen Arten des Götzendienstes im diesseitigen Leben und im Jenseits dieselben sind.
The Qur’ān describes all these forms as polytheism or idolatry. It portrays scenes from the Day of Judgement which depict many of these and show that the destiny and punishment of different types of idolatry are the same in this life and in the life to come.
Die heidnischen Araber übten alle Arten des Götzendienstes aus. Sie glaubten, dass einige Geschöpfe Gottes Einfluss auf den Verlauf der Ereignisse und die Bestimmung der Schicksale haben, durch eine Fürsprache, die Gott bindet. Dies waren die Engel.
The pagan Arabs used to practise all types of idolatry. They believed that some types of God’s creation have a say in the conduct of events and the determination of destinies, through intercession which is binding on God. These were the angels.
Andere, wie die Dschinn, so behaupteten sie, hätten die Fähigkeit, ihnen zu schaden, sei es, dass sie aus eigenem Antrieb handelten, sei es, dass sie von Zauberern und Wahrsagern manipuliert wurden. Sie schrieben auch den Geistern ihrer Vorfahren Fähigkeiten zu. Götzenbilder waren Symbole all dieser Wesen. Den Wahrsagern schrieben sie die Fähigkeit zu, mit diesen Götzenbildern zu sprechen, die dann ihre Verbote oder Erlaubnisse verkündeten. Die Wahrheit war also, dass die Wahrsager selbst die Teilhaber waren, die sie Gott beigesellten.
Others, like the jinn, they claimed, had the ability to harm them, whether they acted on their own initiative or were manipulated by sorcerers and fortune-tellers. They also assigned abilities to the spirits of their forefathers. Idols were symbols of all these creatures. They attributed to fortune-tellers the ability to talk to these idols which would then issue their decrees of prohibition or permissibility. The truth, then, was that the fortune-tellers themselves were the partners they associated with God.
Der Götzendienst wurde in der Form ausgeübt, dass man diesen Götzen gottesdienstliche Riten widmete und ihnen Opfergaben darbrachte, die tatsächlich den Mönchen und Wahrsagern selbst zukamen. Manche übernahmen von den Persern den Glauben, dass die Planeten Einfluss auf den Lauf der Ereignisse haben, und richteten daher ihre Riten an sie. Sie übten auch eine dritte Form des Götzendienstes aus, indem sie sich durch ihre Mönche und Angesehenen Gesetze erlassen ließen, die Gott nicht billigt. Sie behaupteten, diese stellten das Gesetz Gottes dar, so wie es auch manche Menschen heute tun.
Idolatry was practised in the form of addressing worshipful rituals to those idols and presenting offerings to them, which actually went to the monks and fortune- tellers themselves. Some borrowed from the Persians the belief that planets have a say in the running of events and, therefore, they addressed their rituals to them. They also practised a third type of idolatry by enacting for themselves, through their monks and notables, laws of which God does not approve. They used to claim that these represented God’s law in the same way as some people do today.
In dieser Szene der Versammlung und der Konfrontation werden alle Arten von Götzendienern nach den Teilhabern befragt, die sie Gott beigesellen. Diese anderen Gottheiten sind nirgends zu sehen, und sie können ihren Verehrern in keiner Weise helfen: „Eines Tages werden Wir sie alle versammeln, dann werden Wir zu denen, die Gott Teilhaber beigesellen, sagen: ‚Wo sind nun jene Teilhaber, die ihr zu haben behauptet habt?‘“ (Vers 22) Wir sehen die Szene beinahe mit eigenen Augen: die Versammlung aller Geschöpfe und die Frage, auf die keine Antwort gegeben wird.
In this scene of gathering and confrontation, all types of idolaters are questioned about the partners they associate with God. These other deities are nowhere to be seen, nor can they avail their worshippers of anything: “One day We shall gather them all together, then We shall say to those who associate partners with God: ‘Where, now, are those partners which you have been claiming.’“ (Verse 22) We almost behold the scene with our own eyes: the gathering of all creatures and the question to which no answer is given.
Die eindrucksvolle Szene zeigt ihre Wirkung: Die menschliche Natur wird von allem befreit, was sie geblendet hat, und sie erkennt, dass es niemals Teilhaber Gottes gegeben hat. Sie müssen sich ihrer Prüfung stellen und die Wahrheit vor allen offenbar werden lassen. In jener erschütternden Lage werden sie nichts anderes zu sagen haben als: „Bei Gott, unserem Herrn, wir haben Ihm niemals Teilhaber beigesellt.“ (Vers 23)
Indem sie die Wahrheit erkennen, geben sie ihre Vergangenheit vollständig auf und erkennen die Herrschaft Gottes allein an. Sie verleugnen ihren Götzendienst, doch es ist zu spät. Ihr Bekenntnis zur Wahrheit kann sie nicht retten, denn es ist die Zeit der Vergeltung, Belohnung oder Strafe, nicht die Zeit des Handelns. Sie können nicht ins Leben zurückkehren; vielmehr sehen sie sich dem gegenüber, was sie während ihres Lebens auf Erden getan haben. Der Prophet ﷺ wird aufgefordert, über ihre Lage zu staunen, denn Gott erklärt, dass sie sich selbst belogen haben, als sie Gott Teilhaber beigesellten, obwohl Er keine Teilhaber hat. Am Tag des Gerichts versagt ihnen ihre Falschheit, und sie haben keine andere Wahl, als die Wahrheit anzuerkennen: „Schau, wie sie sich selbst belogen haben und wie sie das verlassen hat, was sie erdichtet haben.“ (Vers 24)
The awesome scene has its effect: human nature is rid of all that has blinded it and it realises that no partners with God have ever existed. They have to face up to their test and to make the truth appear before all. In that awesome situation, they will have no contention other than to say: “By God, our Lord, we have never associated partners with Him.” (Verse 23) As they realise the truth, they abandon their past in total and acknowledge the Lordship of God alone. They disown their idolatry when it is too late. Their acknowledgement of the truth cannot save them because it is time for reward or punishment, not for action. They cannot go back to life, rather they are faced with what they used to do during their life on earth. The Prophet is invited to wonder at their situation as God states that they have lied to themselves when they associated partners with God, for He has no partners. On the Day of Judgement, their falsehood fails them and they have no option but to acknowledge the truth: “Behold how they have lied to themselves and how they have been forsaken by whatever they have fabricated.” (Verse 24)
Ich halte diese Deutung für die naheliegendste hinsichtlich ihrer Eide am Tag des Gerichts, die in der Gegenwart Gottes geschworen werden, dass sie Ihm keine Teilhaber beigesellt hätten. An jenem Tag wagen sie es nicht, gegen Gott eine Lüge auszusprechen, und sie können keinen falschen Eid absichtlich leisten. An jenem Tag verbergen sie vor Gott nichts. Es ist einfach so, dass ihre Natur die Wahrheit als das erkennt, was sie ist, und die Falschheit hinterlässt in ihren Sinnen keinerlei Spur. Daher ist die Aufforderung Gottes zu verstehen, über ihre Lügen gegen sich selbst zu staunen, die am Tag des Gerichts keinerlei Spur in ihrem Geist oder ihren Sinnen hinterlassen. Gott weiß am besten um die Bedeutung Seiner Worte. Hier legen wir lediglich eine mögliche Deutung dar.
This is the interpretation I find most logical concerning their oaths on the Day of Judgement, made in the presence of God, that they did not associate partners with Him. On that Day they dare not utter any falsehood against God and cannot make a false oath deliberately. On that Day, they hide nothing from God. It is simply that their nature sees the truth for what it is and falsehood leaves no trace whatsoever in their senses. Hence, the invitation by God to wonder at their lies to themselves which, on the Day of Judgement, leave no mark on their minds or senses. God knows best the meaning of His words. Here, we only present a possible interpretation.
Die Sure fährt damit fort, zu beschreiben, wie manche Ungläubigen beim Zuhören des Qur'ān ihren Geist hartnäckig verschließen. Da sie entschlossen sind, ihn gänzlich abzulehnen, streiten sie mit dem Propheten ﷺ und behaupten, der Qur'ān sei nichts als Fabeln der Alten.
The sūrah goes on to describe how some of the unbelievers stubbornly block their minds as they listen to the Qur’ān. Having resolved to reject it altogether, they argue with the Prophet alleging that the Qur’ān is nothing but fables told by the ancients.
Sie wenden sich davon ab und verbieten anderen, ihm zuzuhören. Nachdem der Koran die Haltung dargestellt hat, die sie in diesem Leben einnehmen, beschreibt er ihren elenden Zustand, wenn sie vor das Feuer der Hölle gestellt werden, der Schrecken ihres Schicksals ins Auge blickend, machtlos und ohne Beistand. Das Einzige, was sie tun können, ist sich zu wünschen, ins Leben zurückzukehren, um jene Ansichten und Praktiken zu ändern, die sie zu diesem schrecklichen Ende geführt haben. Ihre Wünsche werden jedoch als nichtig und kindisch zurückgewiesen.
They turn away from it and they forbid others to listen to it. Having depicted the attitude they adopt in this life, the Qur’ān describes their miserable state as they are made to stand before the fire of hell, facing the horror of their destiny, powerless, and without support. The only thing they can do is wish to go back to life in order to change those views and practices which led them to this horrible end. Their wishes, however, are rejected as petty and childish.
„Manche von ihnen hören dir zu. Doch über ihre Herzen haben Wir Hüllen gelegt, die sie hindern, zu verstehen, was du sagst, und in ihre Ohren Taubheit. Würden sie jedes Zeichen sehen, sie würden trotzdem nicht daran glauben. Wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen die Ungläubigen: „Das ist nichts als Fabeln der Alten.“ Sie verbieten [anderen], ihm zuzuhören, und halten selbst weit Abstand davon. Sie richten nur sich selbst zugrunde, ohne es zu bemerken. Könntest du sie doch sehen, wenn sie vor das Feuer gestellt werden! Sie werden sagen: „Wären wir doch zurückgebracht! Dann würden wir die Zeichen unseres Herrn nicht leugnen, sondern unter den Gläubigen sein.“ Doch was sie früher zu verbergen pflegten, wird ihnen nun offenbar werden; und würden sie ins Leben zurückgebracht, kehrten sie zu dem zurück, was ihnen verboten war. Sie sind wahrlich Lügner.“
“Some of them listen to you. But over their hearts We have laid veils which prevent them from understanding what you say, and into their ears, deafness. Were they to see every sign, they would still not believe in it. When they come to you to contend with you, the unbelievers say: “This is nothing but fables of the ancients.” They forbid [others] to listen to it and go far away from it. They ruin none but themselves, though they do not perceive it. If you could but see them when they will be made to stand before the Fire! They will say: “Would that we could return! Then we would not deny our Lord’s revelations, but would be among the believers”. Indeed, that which in the past they used to conceal will manifest itself to them; and if they were to return to life they would go back to that which they have been forbidden. They are indeed liars.
(Verse 25-8)
(Verses 25-8)
Hier stehen sich zwei gegensätzliche Szenen gegenüber: Die eine in diesem Leben ist von hartnäckiger Ablehnung geprägt, während die andere im Jenseits eine Lage tiefster Reue ist.
Here, we have two contrasting scenes: the one in this life is characterized by stubborn rejection, while the other, in the hereafter, is a situation of profound regret.
Sie werden so dargestellt, dass sie dazu beitragen, die menschliche Natur wachzurütteln, die lange Zeit dem Rost überlassen wurde. Würde sich die menschliche Natur doch dem Qur’ān öffnen und über seine Botschaft nachdenken, so erhielte sie die Chance, einem furchtbaren Schicksal zu entgehen.
They are portrayed in such a way so as to help awaken human nature that has been left to rust for a long time. If only human nature would open up to the Qur’ān and reflect on its message, it would gain the chance to be spared a fearful destiny.
„Einige von ihnen hören dir zu. Doch über ihre Herzen haben Wir Hüllen gelegt, die sie daran hindern, zu verstehen, was du sagst, und in ihre Ohren Taubheit. Würden sie jedes Zeichen sehen, glaubten sie dennoch nicht daran." (Vers 25) Dies ist eine Beschreibung einer bestimmten Art von Menschen, die zuhören, aber nicht verstehen, als hätten sie keinen Verstand, der ihnen beim Begreifen hilft, oder keine Ohren, die ihnen beim Hören helfen. Diese Art von Mensch kann zu jeder Zeit und an jedem Ort existieren. Ihr Zuhören bei dem, was gesagt wird, hat keinerlei Wirkung. Ihre Ohren funktionieren nicht, und ihr Verständnis ist verschlossen, sodass die Bedeutung dessen, was sie hören, bei ihnen nicht ankommt.
“Some of them listen to you. But over their hearts We have laid veils which prevent them from understanding what you say, and into their ears, deafness. Were they to see every sign, they would still not believe in it.” (Verse 25) This is a description of a particular type of people who listen but do not understand as if they do not have minds to help them comprehend, or ears to help them hear. This type of person may exist any time, anywhere. Their listening to what is being said has no effect whatsoever. Their ears do not function and their comprehension is sealed, so that the meaning of what they hear does not register with them.
„Selbst wenn sie jedes Zeichen sähen, würden sie nicht daran glauben. Wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen die Ungläubigen: Das ist nichts als Fabeln der Alten.“ (Vers 25)
“Were they to see every sign, they would still not believe in it. When they come to you to contend with you, the unbelievers say: This is nothing but fables of the ancients.” (Verse 25)
Ihre Augen sind geöffnet, doch scheinen sie nicht zu sehen, oder das, was sie sehen, überbringt ihren Gedanken keine Botschaft.
Their eyes are open, but they do not seem to see, or what they see delivers no message to their minds.
Was ist mit ihnen geschehen, dann? Was hindert sie daran, zu antworten, obwohl sie Ohren, Augen und Verstand haben? Gott sagt uns: „Über ihre Herzen haben Wir Hüllen gelegt, die sie daran hindern, zu verstehen, was du sagst, und in ihre Ohren Taubheit. Würden sie jedes Zeichen sehen, sie würden dennoch nicht daran glauben.“ (Vers 25) Es ist Gott, der gewollt hat, dass ihr Verstandesvermögen unfähig bleibt, die Wahrheit zu erfassen, und dass ihr Gehör nicht funktioniert. Wir sollten daher versuchen, die Weisheit hinter dem Willen Gottes zu verstehen.
What has happened to them, then? What prevents them from responding when they have ears, eyes, and minds? God tells us: “Over their hearts We have laid veils which prevent them from understanding what you say, and into their ears, deafness. Were they to see every sign, they would still not believe in it.” (Verse 25) It is God who has willed that their faculty of comprehension remains unable to grasp the truth and that their hearing does not function. We should try, then, to understand the wisdom behind God’s will.
Gott, in Seiner Herrlichkeit grenzenlos ist Er, spricht: „Jene, die sich für Unsere Sache nach Kräften bemühen, werden Wir gewiss auf Wege leiten, die zu Uns führen.“ (29: 69) Und Er sagt: „Bei der Seele und ihrer Gestaltung und bei der Eingebung ihrer Bosheit und ihrer Gottesfurcht: Erfolgreich ist, wer sie läutert, und gescheitert ist, wer sie verdirbt.“ (91: 7–10)
Es ist Gottes Wille, dass Er jene leitet, die sich bemühen, Seiner Führung zu folgen, und dass jeder, der seine Seele von Verderbtheit reinigt, Erfolg haben wird. Jene Menschen haben weder Rechtleitung gesucht noch versucht, ihre natürlichen Empfindungen zu nutzen. Dies sind die zwei Dinge, die Menschen tun müssen, damit Gott sie leitet und ihnen hilft, die richtigen Antworten zu geben. Sie begannen damit, ihre Natur außer Kraft zu setzen, und infolgedessen hat Gott einen Schleier zwischen sie und Seine Rechtleitung gelegt. Es ist daher Gottes Wille, dass die Menschen die Folgen ihrer anfänglichen Haltung und ihres Handelns tragen. Alles geschieht nach Gottes Willen. Es ist Sein Wille, jene zu leiten, die Rechtleitung suchen, und jenen Erfolg zu gewähren, die sich um ihre Läuterung bemühen. Ebenso ist es Sein Wille, Schleier über die Herzen und Verstände derer zu legen, die sich von Seiner Botschaft abwenden, und sie taub und unempfänglich für die Zeichen zu machen, die sie sehen. Jene, die versuchen, die Schuld für ihre Sünden und ihren Unglauben auf Gottes Willen abzuwälzen, stellen gewiss eine betrügerische Behauptung auf. Gott konfrontiert sie mit der Wahrheit, indem Er ihre Behauptungen wiedergibt und zurückweist: „Jene, die Gott Teilhaber beigesellen, sagen: ‚Hätte Gott es gewollt, so hätten weder wir noch unsere Väter irgendetwas außer Ihm angebetet, noch hätten wir etwas ohne ein Gebot von Ihm für verboten erklärt.‘ Ebenso sagten es jene vor ihnen. Haben die Gesandten etwas anderes zu tun, als die Botschaft klar zu überbringen? Wahrlich, Wir haben in jeder Gemeinschaft einen Gesandten erweckt, [der zu ihnen sagte]: ‚Dient Gott und meidet den Götzen.‘ Unter ihnen waren einige, denen Gott Seine Rechtleitung schenkte, während andere unausweichlich dem Irrtum verfielen.“ „Zieht denn auf der Erde umher und seht, wie das Ende derer war, die die Wahrheit für Lüge erklärten.“ (16:35-36)
Aus diesen Versen wird deutlich, dass Gott ihre Behauptungen zurückweist: Es musste zwangsläufig geschehen, dass sie einem schweren Irrtum verfielen, nachdem ihnen ausreichende Warnungen gegeben worden waren, sich zu bessern.
God, limitless is He in His glory, says: “Those who strive hard for Our cause, We shall most certainly guide onto paths that lead to Us.” (29: 69) He also says: “By the Soul and its moulding, and inspiration with wickedness and piety. Successful is the one who keeps it pure and ruined is the one who corrupts it.” (91: 7-10) It is God’s will that He guides those who strive to follow His guidance, and that anyone who purges his soul from corruption will be successful. Those people have neither sought guidance nor tried to make use of their natural responses. These are the two things people need to do to ensure that God will guide them and help them give the proper responses. They started by knocking their nature out of action and, in consequence, God has placed a veil between them and His guidance. It is God’s will, then, that people should bear the consequences of their initial attitude and action. Everything occurs according to God’s will. It is His will to guide those who seek guidance and to grant success to those who work to purify themselves. It is also His will to place veils over the hearts and minds of those who turn away from His message and to make them deaf and unresponsive to the signs they see. Those who try to put the blame for their sins and their disbelief on God’s will surely make a fraudulent claim. God confronts them with the truth as He reports and derides their claims: “Those who associate partners with God say, ‘Had God so wished, neither we nor our forefathers would have worshipped any other than Him, nor would we have declared anything forbidden without a commandment from Him.’ Those before them said the same. Do the Messengers have to do anything other than to clearly deliver the Message? Indeed, We have raised a Messenger in every community, [who said to them]: ‘Worship God and shun the Evil One.’ Among them were some whom God graced with His guidance, while others were inevitably doomed by their error. Go, then, about the earth and observe what was the end of those who gave the lie to the truth.” (16: 35-6) It is clear from these verses that God rejects their claims: it was inevitable that they should fall prey to grievous error after they had been given sufficient warnings to mend their ways.
Menschen haben oft Fragen zur Vorherbestimmung, zum Zwang und zur freien Entscheidung, zum menschlichen Willen usw. aufgeworfen. Sie haben aus diesen Themen eine akademische Debatte gemacht, die sie auf der Grundlage ihrer eigenen Annahmen behandeln. Ihre Herangehensweise widerspricht der schlichten und unkomplizierten Darlegung dieser Fragen im Qur'an. Der Qur'an lehrt, dass alles durch den Willen Gottes geschieht, dass der Mensch den Weg wählt, dem er folgt, und dass seine Wahl Teil seiner Natur ist, die ihm von Gott verliehen wurde. Die Richtung, die er einschlägt, zieht bestimmte Folgen nach sich, im diesseitigen Leben und im Jenseits.
People have often raised questions about predestination, compulsion and free choice, man’s will, etc. They have made of these topics an academic debate which they tackle on the basis of their own assumptions. Their approach is contrary to the simple and straightforward Qur’ānic exposition of these questions. The Qur’ān states that everything takes place by God’s will, and that man chooses the line he follows and that his choice is part of his nature, endowed to him by God. The direction he chooses to follow will entail certain consequences in this life and in the life to come.
Diese Folgen sind Teil des Willens Gottes. Daher ist die letztendliche Macht hinter allem der Wille Gottes, der die Folgen der Entscheidungsfreiheit bestimmt, die Gott dem Menschen gegeben hat. Alles, was über diese einfache Aussage hinausgeht, ist falsch.
These consequences are part of God’s will. Hence, the ultimate power behind everything is God’s will which dictates the consequences of the freedom of choice God has given to man. Anything that goes beyond this simple statement is false.
Alle Hinweise auf die Wahrheit und Wegweiser zum rechten Weg und zum Glauben lagen den Götzendienern offen vor Augen. Der Qur'an lenkte ihre Aufmerksamkeit immer wieder auf unzählige Zeichen und Hinweise, die sie in sich selbst und in der Welt um sie herum erkennen. Hätten sie darüber nur unvoreingenommen nachgedacht, so wären sie zur Wahrheit erwacht und hätten darauf geantwortet. Doch sie haben sich nicht bemüht, Rechtleitung zu empfangen. Im Gegenteil, sie unterdrückten ihre eigene Natur, und infolgedessen legte Gott einen Schleier zwischen sie und die rechte Leitung. Sie kamen nicht mit offenen Herzen, Ohren und Augen zum Propheten ﷺ, um zuzuhören, zu sehen und nachzudenken. Sie kamen, um zu streiten und zu disputieren: „Wenn sie zu dir kommen, um mit dir zu streiten, sagen die Ungläubigen:
All indicators to the truth and pointers to the right way and to faith were displayed in front of the idolaters. The Qur’ān repeatedly drew their attention to countless signs and indications which they recognise within themselves and in the world around them. Had they only thought objectively about these, they would have awakened to the truth and responded to it. But they have made no effort to receive guidance. On the contrary, they suppressed their own nature, and in consequence, God placed a veil between them and proper guidance. They did not go to the Prophet with open hearts, ears and eyes in order to listen, see and reflect. They went to argue and dispute: “When they come to you to contend with you, the unbelievers say:
„Das sind nichts als Fabeln der Alten.“ (Vers 25)
‘This is nothing but fables of the ancients.’“ (Verse 25)
Sie wussten sehr wohl, dass der Qur’ān keinerlei Ähnlichkeit mit solchen Fabeln oder Legenden aufweist, die von übernatürlichen Ereignissen berichten, die Helden und Gottheiten widerfahren und die Teil der Glaubensvorstellungen götzendienerischer Gemeinschaften sind. In ihren Versuchen, ihre Ablehnung der Botschaft des Propheten Muḥammad ﷺ zu rechtfertigen, führen sie allerlei falsche Argumente an. Da der Qur’ān, der ihnen vom Propheten ﷺ rezitiert wurde, Geschichten über frühere Propheten und ihre Völker enthält sowie über das Schicksal derer, die in der Vergangenheit die Botschaften Gottes verleugneten, behaupteten die Ungläubigen, der Qur’ān sei nichts weiter als die Fabeln der Alten. Welch nichtige Behauptung, die auf den am wenigsten überzeugenden aller Argumente gestützt ist.
They were well aware that the Qur’ān bears no resemblance to such fables or legends which speak of supernatural events that happen to heroes and deities and which constitute a part of the beliefs of idolatrous communities. In their attempts to justify their rejection of the message of Prophet Muĥammad (peace be upon him), they give all types of false arguments. Since the Qur’ān recited to them by the Prophet contains stories about former prophets and their nations, as well as the fate of those who, in the past, denied God’s messages, the unbelievers claimed that the Qur’ān was no more than the fables of the ancients. What a futile claim based on the least convincing of arguments.