Die Sure beschreibt nun einige Aberglauben der arabischen Unwissenheit (Dschahiliyya) und die Legenden, die die Araber verbreiteten, wonach Gott sich Töchter genommen habe, d. h. die Engel, sowie die Verehrung Satans, der Engel und ihrer Götzen durch die Araber. Sie beschreibt einige ihrer Riten, etwa das Spalten der Ohren mancher Tiere als Opfergabe für ihre Gottheiten, ebenso wie ihre Verderbnis der Schöpfung Gottes und ihren Glauben an andere Gottheiten neben Gott. All dies steht im Widerspruch zur aufrechten Natur, die Gott dem Menschen mitgegeben hat.
The sūrah now describes some of the superstitions of Arabian ignorance and the legends that the Arabs spread about God taking to Himself daughters, i.e. the angels, and the Arabs’ worship of Satan, the angels and their idols. It describes some of their rituals, such as slitting the ears of some cattle as offerings to their deities, as well as their corrupting of God’s creation, and their belief in other deities beside God. All this is contrary to the upright nature God has placed in man:
Anstatt Ihn rufen sie nur leblose Symbole an – und rufen damit nichts anderes an als einen aufsässigen Satan, den Gott verstoßen hat, denn er hatte gesagt: „Von Deinen Dienern werde ich mir gewiss einen bestimmten Anteil nehmen; und ich werde sie gewiss irreführen und ihnen falsche Wünsche einflößen; und ich werde ihnen befehlen – und sie werden den Tieren die Ohren spalten [im götzendienerischen Opfer]; und ich werde ihnen befehlen – und sie werden die Schöpfung Gottes verderben.“ Wer jedoch Satan statt Gott zum Herrn nimmt, erleidet fürwahr einen offenkundigen Verlust. Er [d. h.
In His stead, they invoke only lifeless symbols — thus invoking none but a rebellious Satan, whom God has rejected, for he had said: “Of Your servants I shall indeed take my due share, and shall certainly lead them astray, and fill them with vain desires; and I shall command them — and they will slit the ears of cattle [in idolatrous sacrifice]; and I shall command them — and they will corrupt God’s creation. But all who take Satan rather than God for their master do incur a manifest loss. He [i.e.
Satan] verspricht ihnen Dinge und erfüllt sie mit eitlen Wünschen, doch was Satan verspricht, dient nur dem Zweck, sie zu täuschen.“ (Verse 117-120)
Satan] holds out promises to them, and fills them with vain desires, but whatever Satan promises is meant only to deceive them.” (Verses 117-20)
In den Tagen ihrer Unwissenheit behaupteten die Araber, die Engel seien Töchter Gottes.
In their days of ignorance, the Arabs alleged that the angels were God’s daughters.
Sie fertigten Statuen an, die diese Engel darstellten, und gaben ihnen weibliche Namen wie Al-Lāt, Al-`Uzza, Manāt usw. Dann beteten sie diese Statuen bzw. Götzen an, die angeblich die Töchter Gottes darstellten, um Gott näher zu sein. Dies war zumindest am Anfang der Fall, doch dann vergaßen sie die ursprüngliche Legende und beteten die Statuen selbst an. Tatsächlich verehrten manche von ihnen den Stein, aus dem die Statuen gefertigt waren. Einige von ihnen beteten auch Satan selbst an. Al-Kalbī erwähnt, dass der Stamm der Mulaiĥ, der zum Stamm der Khuzā`ah gehörte, die Ǧinn verehrte.
They made statues representing these angels and gave them feminine names, such as Al-Lāt, Al-`Uzza, Manāt, etc. Then, they worshipped these statues or idols, allegedly representing God’s daughters, in order to be closer to God. This was the case at least in the beginning, but then they forgot the original legend and worshipped the statues themselves. Indeed some of them worshipped the very stone from which the statues were made. Some of them also worshipped Satan himself. Al-Kalbī mentions that the clan of Mulaiĥ, which belonged to the Khuzā`ah tribe, worshipped the jinn.
Die Aussage hat weitreichendere Bedeutung. Dass sie Gott Teilhaber beigesellten, bedeutet, dass sie tatsächlich den Satan anriefen und ihre Glaubensvorstellungen von ihm ableiteten.
The statement here is of wider implication. The fact that they associated partners with God means that they actually invoked Satan and derived their beliefs from him.
Es ist derselbe Satan, der in der Geschichte ihres Urvaters Adam vorkommt und den Gott wegen seines Ungehorsams und seiner Feindseligkeit gegenüber der Menschheit verstoßen hat. Nachdem er so verflucht war, nährte Satan einen unablässigen Hass gegen die Menschen, der ihn dazu antrieb, um Erlaubnis zu bitten, jeden Menschen irrezuführen, der nicht bei Gott Zuflucht sucht.
It is the same Satan who figures in the story of their original father, Adam, and whom God rejected for his disobedience and for his hostility to mankind. When he was so accursed, Satan nurtured an unabating hatred towards mankind which motivated him to seek permission to lead astray any human who does not seek refuge with God.
Statt Ihm rufen sie nur leblose Symbole an – und rufen damit niemand anderen an als einen aufrührerischen Satan, den Gott verstoßen hat, denn er hatte gesagt: „Von Deinen Dienern werde ich mir gewiss meinen bestimmten Anteil nehmen, und ich werde sie gewiss irreführen und ihnen eitle Wünsche einflößen; und ich werde ihnen befehlen – und sie werden den Tieren die Ohren spalten [im götzendienerischen Opfer]; und ich werde ihnen befehlen – und sie werden Gottes Schöpfung verderben.“ (Verse 117–119)
In His stead, they invoke only lifeless symbols — thus invoking none but a rebellious Satan, whom God has rejected, for he had said: “Of Your servants I shall indeed take my due share, and shall certainly lead them astray, and fill them with vain desires; and I shall command them — and they will slit the ears of cattle [in idolatrous sacrifice]; and I shall command them — and they will corrupt God’s creation. (Verses 117-19)
Sie rufen ihren alten Feind an, den Satan, und empfangen von ihm alles, was sie in offenkundigen Irrtum führt. Er hat bereits erklärt, dass er beabsichtigt, einen Teil der Menschheit von der göttlichen Rechtleitung abzubringen, indem er ihnen die Aussicht verspricht, ihre eitlen Begierden zu befriedigen, sei es durch ein flüchtiges Vergnügen, ein trügerisches Glück oder die Flucht vor der endgültigen Strafe. Er hat ebenfalls erklärt, dass er sie dazu verleiten wird, böse Taten zu begehen und törichte und sagenhafte Riten zu vollziehen, etwa das Einschneiden der Ohren von Vieh, damit es als verboten gilt, geritten oder gegessen zu werden, obwohl Gott dies nicht untersagt hat. Auch wird er sie dazu verleiten, die Schöpfung Gottes zu verändern oder zu verderben, indem sie Teile des Körpers von Menschen oder Tieren abschneiden oder verändern, etwa indem Sklaven kastriert oder Menschen tätowiert werden, und ähnlich die Schöpfung Gottes verändern. All dies hat Gott streng verboten.
They invoke their old enemy, Satan, and receive from him all that leads them into manifest error. He has already declared his intention to divert a section of mankind away from Divine guidance, holding for them the prospect of satisfying their vain desires, whether it be some fleeting pleasure, false happiness, or of escaping ultimate punishment. He has also declared that he will persuade them to commit evil actions and perform stupid and legendary rituals, such as the slitting of the ears of cattle so that they become forbidden to ride or eat, although God has not prohibited them. He will also persuade them to change or corrupt God’s creation by cutting off or altering some parts of the body of humans or animals, such as castrating slaves or tattooing a person and similarly altering God’s creation. All this God has strictly forbidden.
Wenn ein Mensch spürt, dass Satan, sein alter Feind, tatsächlich derjenige ist, der solche heidnischen Riten und Praktiken befürwortet, dann muss er zwangsläufig darauf achten, nicht von seinem Feind getäuscht zu werden. Der Islam macht den Kampf zwischen dem Menschen und Satan zur Hauptschlacht und lenkt alle Kräfte eines Gläubigen darauf, Satan und das Böse, das er auf Erden verbreitet, zu bekämpfen. So schließt sich ein Gläubiger der Partei Gottes an und kämpft unter Gottes Banner gegen Satan und seine Helfershelfer. Dies ist ein stets tobender Kampf; er wird niemals enden, denn Satan wird nicht aufhören, ihn zu führen. Ein Gläubiger wird sich ihm andererseits nicht entziehen oder sich von ihm abwenden. Er weiß, dass ihm nur die Wahl bleibt, entweder in die Partei Gottes oder in die Schar Satans einzutreten. Ein Mittelweg existiert nicht. In diesem Kampf wird Satan durch all die eitlen Begierden vertreten, die er weckt, und durch seine Anhänger, zu denen alle Ungläubigen und alle Verfechter des Bösen gehören. Ein Muslim kämpft gegen Satan selbst und seine Anhänger in einem langen Kampf, der so lange währt, wie das Leben selbst andauert.
When a human being feels that Satan, his old enemy, is actually the one who advocates such pagan rituals and practices, he is bound to feel that he must be cautious lest he should be tricked by his enemy. Islam makes the battle between man and Satan the main battle, and directs all the resources of a believer into combating Satan and the evil he spreads on earth. Thus, a believer joins God’s party and fights under God’s banner against Satan and his cronies. This is an ever-raging battle; it will never end. This because Satan will not stop waging it. A believer, on the other hand, will not ignore or withdraw from it. He knows that the choices available to him are either to join God’s party or Satan’s lot. There is no middle ground to hold. In this battle Satan is represented by all the vain desires he arouses, and by his followers who include all non-believers and all advocates of evil. A Muslim fights Satan himself and his followers in a long battle which lasts as long as life itself continues.
Wer Gott zum Beschützer nimmt, wird Erfolg haben, und wer Satan zum Beschützer nimmt, wird im Verderben enden: „Doch wer Satan statt Gott zum Herrn nimmt, erleidet fürwahr einen offenkundigen Verlust.“ (Vers 119) Der Qur’ān beschreibt, was Satan mit denen tut, die seinem Willen folgen, indem sie ihren eitlen Begierden nachgehen: „Er [d. h. Satan] verspricht ihnen Dinge und erfüllt sie mit eitlen Wünschen, doch was Satan verspricht, ist nur Täuschung.“ (Vers 120)
Whoever takes God for his patron will achieve success, and whoever takes Satan for his patron will end up in ruin: “But all who take Satan rather than God for their master do incur a manifest loss.” (Verse 119) The Qur’ān describes what Satan does with those who do his bidding in pursuing their vain desires: “He [i.e. Satan] holds out promises to them, and fills them with vain desires, but whatever Satan promises is meant only to deceive them.” (Verse 120)
Dies ist ein Beispiel dafür, wie die Aussicht auf die Erfüllung von Begierden die menschliche Natur vom Glauben weg in den Unglauben und in die Beigesellung von Partnern zu Gott lenkt. Hätte es diese Versuchung nicht gegeben, wäre die menschliche Natur rein geblieben und hätte auf die Leitung des Glaubens geantwortet. Es ist die Versuchung Satans, die die schlechten Taten eines Menschen so ausschmückt, dass er sie für schön hält. Er verspricht dem Menschen großen Gewinn und vollkommenes Glück, wenn er dem Weg des Ungehorsams gegenüber Gott folgt. So schließt sich der Mensch ihm auf diesem Weg an. Dann verspricht Satan dem Menschen, dass er der Strafe im Jenseits entgehen werde, doch dies führt nur zum unausweichlichen Untergang des Menschen: „Doch was Satan verspricht, dient nur dazu, sie zu täuschen.“ (Vers 120)
This is an example of raising the prospect of fulfilling desires which divert human nature away from faith into disbelief and associating partners with God. Had it not been for this temptation, human nature would have remained pure and responded to the guidance of faith. It is Satan’s temptation which adorns the had deeds of a human being so that he sees them as fair. He promises man much gain and complete happiness when he follows the path of disobeying God. Thus, man joins him along that road. Satan then promises man that he will escape punishment in the hereafter, but this leads only to man’s inevitable ruin: “but whatever Satan promises is meant only to deceive them.” (Verse 120)
Wenn die ganze Szene in dieser Form dargestellt wird, mit dem alten Feind, der die Fallen stellt und seine Opfer verführt, bleiben nur diejenigen ahnungslos gegenüber dem, was ihnen geplant wird, die nicht sehen wollen. Sie versuchen nicht einmal, das Ziel zu erkennen, zu dem sie getrieben werden, und den Abgrund, in den sie gestoßen werden.
When the whole scene is portrayed in this form, with the old enemy setting the traps and tempting his victims, only those who are unwilling to see continue to remain oblivious to what is being plotted for them. They do not even try to see the destination to which they are being driven, and into what precipice they are being pushed.
Diese überaus ergreifende Beschreibung rüttelt die Menschen auf, zeigt die Schlacht in ihrem wahren Licht und lässt dann den Kommentar folgen, der das Ende derer aufzeigt, die der Versuchung Satans erliegen. Sie sind diejenigen, mit denen er seine erklärten bösen Absichten verwirklicht. Es zeigt auch das Ende derer, die sich seinen heimtückischen Machenschaften entziehen, weil sie wahrhaft an Gott glauben. Wahre Gläubige sind gegen die boshaften Pläne Satans gefeit, denn als er um die Erlaubnis bat, die Menschheit zu verführen, erhielt er keine Erlaubnis, wahren Gläubigen nahezukommen. Während sie sich fest an Gottes Rechtleitung halten, erweist sich Satan im Vergleich als sehr schwach: „Er [d. h. Satan] macht ihnen Versprechungen und erweckt in ihnen eitle Wünsche, doch was Satan verspricht, dient nur dazu, sie zu täuschen. Solche werden die Hölle zur Wohnstätte haben. Sie werden keinen Weg finden, ihr zu entkommen. Jene aber, die glauben und rechtschaffene Taten tun, werden Wir in Gärten führen, durch die Bäche fließen, worin sie ewig verweilen werden. Dies ist in Wahrheit Gottes Verheißung. Wessen Wort könnte wahrhaftiger sein als das Gottes?“ (Verse 120–122)
This most touching of descriptions puts people on the alert, paints the battle in its true colours, and then follows the comment which shows the end result of those who succumb to Satan’s temptation. They are the ones with whom he accomplishes his declared evil intentions. It also shows the end of those who escape from his wicked schemes because they truly believe in God. True believers are immune from Satan’s wicked designs because, when he sought permission to try to seduce mankind, he received no permission to come near true believers. As they hold tight to God’s guidance, Satan is shown to be very weak by comparison: “He [i.e. Satan] holds out promises to them, and fills them with vain desires, but whatever Satan promises is meant only to deceive them. Such as these shall have Hell as their dwelling place. They shall find no way to escape from it. Yet those who believe and do righteous deeds We shall bring into gardens through which running waters flow, wherein they will abide beyond the count of time. This is, in truth, God’s promise. Whose word could be truer than Gods?” (Verses 120-2)
Die beiden weit auseinanderliegenden Bestimmungsorte sind also: die Hölle als unausweichliche Wohnstätte für diejenigen, die den Satan zum Beschützer nehmen, und das Paradies, ewig, für diejenigen, die wahrhaft gläubig sind.
The two far apart destinations, then, are hell as an inevitable dwelling place for those who patronise Satan and paradise, for ever, for those who are true believers.
Das ist das Versprechen Gottes, und „wessen Wort könnte wahrhaftiger sein als das Gottes?“ (Vers 122)
That is God’s promise, and “whose word could be truer than God’s?” (Verse 122)
Die absolute Wahrheit des Wortes Gottes zeigt sich im deutlichen Gegensatz zu allen Täuschungen und falschen Verlockungen Satans. Der Abstand ist in der Tat groß zwischen dem, der an Gottes Verheißung glaubt, und dem, der von Satan getäuscht wird.
The absolute truth of God’s word is shown in marked contrast to all of Satan’s deceptions and false temptations. The gulf is great indeed between one who believes in God’s promise and one who is deluded by Satan.