At-Tauba (die Reue) | Die Grundlage der zwischenmenschlichen Beziehungen 1-28
Al-tawbah (the Repentance) | The Basis Of Inter-communal Relations 1-28
Lossagung von Gott und Seinem Gesandten [wird hiermit verkündet] an jene der Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt. (1)
Disavowal by God and His Messenger [is hereby announced] to those of the idolaters with whom you have made a treaty. (1)
[Verkündige ihnen:] Ihr dürft euch vier Monate lang frei im Land bewegen, doch ihr müsst begreifen, dass ihr dem Urteil Gottes niemals entkommen könnt und dass Gott die Ungläubigen mit Schande bedecken wird. (2)
[Announce to them:] You may go freely in the land for four months, but you must realize that you can never escape God’s judgement, and that God shall bring disgrace upon the unbelievers. (2)
Und eine Verkündigung von Gott und Seinem Gesandten ergeht an alle Menschen am Tag der großen Wallfahrt: Gott ist von Verpflichtungen gegenüber den Götzendienern losgesagt, und so auch Sein Gesandter ﷺ. Wenn ihr umkehrt, so ist es zu eurem eigenen Besten; und wenn ihr euch abwendet, so wisst, dass ihr Gottes Gericht niemals entgehen könnt. Verkünde den Ungläubigen die Nachricht von schmerzhafter Pein. (3)
And a proclamation from God and His Messenger is hereby made to all mankind on this day of the greater pilgrimage: God is free from obligation to the idolaters, and so is His Messenger. If you repent, it shall be for your own good; and if you turn away, then know that you can never escape God’s judgement. Give the unbelievers the news of grievous suffering, (3)
ausgenommen jene Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die ihre Verpflichtungen [aus dem Vertrag] in jeder Hinsicht eingehalten und niemandem gegen euch geholfen haben. Denen gegenüber erfüllt eure Verpflichtungen, bis ihre Verträge ihre festgelegte Dauer erreicht haben. Gott liebt jene, die rechtschaffen sind. (4)
except for those idolaters with whom you have made a treaty and who have honoured their obligations [under the treaty] in every detail, and have not aided anyone against you. To these fulfil your obligations until their treaties have run their term. God loves those who are righteous. (4)
Wenn diese heiligen Monate vorüber sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, nehmt sie gefangen, belagert sie und lauert ihnen an jedem erdenklichen Ort auf.
When these months of grace are over, slay the idolaters wherever you find them, and take them captive, besiege them, and lie in wait for them at every conceivable place.
Wenn sie jedoch bereuen, das Gebet verrichten und die Zakāt entrichten, dann lasst sie ihres Weges ziehen.
Yet if they should repent, take to prayer and pay the zakāt, let them go their way.
Denn Gott ist Allvergebend, Barmherzig. (5)
For God is Much-forgiving, Merciful. (5)
Und wenn einer der Götzendiener bei dir Schutz sucht, so gewähre ihm Schutz, damit er das Wort Gottes hört, und bring ihn anschließend an seinen Ort der Sicherheit. Das deshalb, weil die Götzendiener Menschen sind, die kein Wissen besitzen.
If any of the idolaters seeks asylum with you, grant him protection, so that he may hear the word of God, and then convey him to his place of safety. That is because the idolaters are people who lack knowledge.
(6)
(6)
Wie kann es für die Götzendiener einen Bund bei Gott und bei Seinem Gesandten geben, außer bei denjenigen, mit denen ihr am Heiligen Gotteshaus einen Bund geschlossen habt? Solange sie euch gegenüber aufrichtig sind, seid auch ihr ihnen gegenüber aufrichtig; denn Gott liebt jene, die gottesfürchtig sind. (7)
How can there be a treaty with God and His Messenger for the idolaters, unless it be those of them with whom you have made a treaty at the Sacred Mosque? So long as they are true to you, be true to them; for God loves those who are God-fearing. (7)
Wie könnte es anders sein? Wenn sie die Oberhand über euch gewännen, würden sie weder Bündnis noch Verpflichtung der Verwandtschaft euch gegenüber achten. Sie gefallen euch mit ihren Worten, doch in ihren Herzen bleiben sie hartnäckig feindselig. Die meisten von ihnen sind Frevler. (8)
How [else could it be] when, should they prevail over you, they will respect neither agreement made with you, nor obligation of honour towards you? They try to please you with what they say, while at heart they remain adamantly hostile. Most of them are transgressors. (8)
Sie verkaufen die Offenbarungen Gottes für einen geringen Preis und halten andere von Seinem Weg ab. Schlecht ist wahrlich, was sie tun. (9)
They barter away God’s revelations for a paltry price and debar others from His path. Evil indeed is what they do. (9)
Sie achten weder Bündnis noch Verpflichtung der Ehre gegenüber einem Gläubigen. Gerade sie sind die Übertreter.
They respect neither agreement nor obligation of honour with regard to any believer. Those indeed are the aggressors.
(10)
(10)
Doch wenn sie umkehren, das Gebet verrichten und die Zakāt entrichten, sind sie eure Brüder im Glauben.
Yet, if they repent, take to prayers and pay the zakāt, they are your brethren in faith.
Klar. Wir offenbaren Unsere Zeichen den Menschen mit Wissen. (11)
Clear do We make Our revelations to people of knowledge. (11)
Doch wenn sie ihre Eide brechen, nachdem sie einen Vertrag mit euch geschlossen haben, und euren Glauben schmähen, dann kämpft gegen diese Anführer des Unglaubens, denen kein Eid heilig ist, damit sie ablassen.
But if they break their pledges after having concluded a treaty with you, and revile your religion, then fight these archetypes of faithlessness who have no [respect for a] binding pledge, so that they may desist.
(12)
(12)
Werdet ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre Eide gebrochen haben und sich vorgenommen haben, den Gesandten zu vertreiben, und die als Erste gegen euch angefangen haben? Fürchtet ihr sie? Gott allein ist es, den ihr fürchten solltet, wenn ihr wahre Gläubige seid. (13)
Will you not fight against people who have broken their solemn pledges and set out to drive out the Messenger, and who were the first to attack you? Do you fear them? It is God alone whom you should fear, if you are true believers. (13)
Kämpft gegen sie! Gott wird sie durch eure Hände bestrafen, sie mit Schande bedecken, euch den Sieg über sie gewähren und die Herzen derer, die gläubig sind, zufriedenstellen. (14)
Fight them: God will punish them at your hands, and will bring disgrace upon them; and will grant you victory over them and will grant heart-felt satisfaction to those who are believers, (14)
, indem Er alle Groll-Gefühle aus ihren Herzen entfernt. Gott wendet Sich in Seiner Barmherzigkeit demjenigen zu, dem Er will. Gott ist Allwissend und Allweise. (15)
removing all angry feelings from their hearts. God will turn in His mercy to whom He wills. God is All-knowing and Wise. (15)
Denkt ihr etwa, ihr würdet unbehelligt gelassen, ohne dass Gott jene von euch erkennt, die sich für Seine Sache einsetzen und keine andere enge Verbundenheit eingehen als mit Gott, Seinem Gesandten und den Gläubigen? Gott ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. (16)
Do you think that you will be left alone, unless God takes cognizance of those of you who strive hard for His cause and establish close association with none other than God, His Messenger and the believers? God is well aware of what you do. (16)
Es steht den Götzendienern nicht zu, die Gotteshäuser zu besuchen oder zu pflegen, denn sie bekennen selbst, ungläubig zu sein. Vergeblich sind ihre Taten, und im Feuer werden sie verweilen.
It is not for the idolaters to visit or tend God’s houses of worship; for they are selfconfessed unbelievers. Vain shall be their actions and they shall abide in the fire.
(17)
(17)
Wenn die Gotteshäuser nur von denen betreut werden dürfen, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben, das Gebet verrichten, die Pflichtabgabe (zakāt) entrichten und niemanden außer Gott fürchten, dann gehören sie zu denen, die vielleicht auf dem rechten Weg sein werden. (18)
If God’s houses of worship may be tended only by those who believe in God and the Last Day, are constant in prayers, pay zakāt (i.e. the obligatory charity) and fear none other than God. It is those who are likely to be rightly guided. (18)
Haltet ihr etwa die Versorgung der Pilger mit Trinkwasser und die Pflege der Heiligen Moschee für gleichwertig mit dem Glauben an Gott und den Jüngsten Tag und dem Einsatz auf dem Weg Gottes? Diese sind vor Gott nicht gleich. Gott leitet das Volk der Frevler nicht recht.
Do you, perchance, consider that the provision of drinking water to pilgrims and tending the Sacred Mosque are equal to believing in God and the Last Day and striving for God’s cause? These are not equal in God’s sight. God does not provide guidance for people who are wrongdoers.
(19)
(19)
Diejenigen, die glauben, auswandern und mit ihrem Vermögen und ihrem Leben auf Gottes Weg eifrig kämpfen, sind bei Gott im höheren Rang. Sie sind es, die triumphieren werden. (20)
Those who believe, and leave their homes and strive hard for God’s cause with their property and their lives stand higher in rank with God. It is they who shall triumph. (20)
Ihr Herr verkündet ihnen frohe Botschaft von Seiner Barmherzigkeit, Seinem Wohlgefallen und von Gärten der ewigen Wonne. (21)
Their Lord gives them the happy news of bestowing on them His grace, and acceptance, and of the gardens of eternal bliss (21)
…in denen sie ewig verweilen werden. Gottes Lohn ist wahrlich groß. (22)
where they shall reside for ever. God’s reward is great indeed. (22)
Gläubige, nehmt nicht eure Väter und Brüder zu Verbündeten, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen. Diejenigen unter euch, die sie zu Verbündeten nehmen, sind fürwahr Frevler. (23)
Believers, do not take your fathers and brothers for allies if they choose unbelief in preference to faith. Those of you who take them for allies are indeed wrongdoers. (23)
{Sag: „Wenn eure Väter, eure Söhne, eure Brüder, eure Ehepartner, eure Sippe und das Vermögen, das ihr erworben habt, und der Handel, bei dem ihr einen Niedergang befürchtet, und die Wohnungen, an denen ihr Gefallen findet, euch lieber sind als Gott und Sein Gesandter und der Kampf auf Seinem Weg, so wartet, bis Gott Seinen Ratschluss offenbar werden lässt. Gott leitet die Frevler nicht recht.“} (24)
Say: ‘If your fathers, your sons, your brothers, your spouses, your clan, and the property you have acquired, and the business in which you fear a decline, and the dwellings in which you take pleasure, are dearer to you than God and His Messenger and the struggle in His cause, then wait until God shall make manifest His will. God does not provide guidance to the evildoers.’ (24)
Gott hat dir Seinen Beistand auf manchem Schlachtfeld gewährt, auch in der Schlacht von Ḥunayn, als du dich auf deine zahlenmäßige Stärke verlassen hast, dir aber dies nichts nützte. Trotz ihrer Weite schien dir die Erde zu eng, und du wandtest dich zur Flucht. (25)
God has granted you His support on many a battlefield, and also in the Battle of Ĥunayn, when you took pride in your numerical strength, but it availed you nothing. For all its vastness, the earth seemed too narrow for you, and you turned back in flight. (25)
Dann ließ Gott von oben Seine Gelassenheit auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herabkommen, und Er sandte Heerscharen herab, die ihr nicht sehen konntet, und strafte jene, die ungläubig waren. Das ist die Vergeltung für die Ungläubigen. (26)
God then bestowed from on high an air of inner peace on His Messenger and on the believers, and He sent down forces whom you could not see, and punished those who disbelieved. Such is the reward for the unbelievers. (26)
Danach wird Gott Sich in Seiner Barmherzigkeit denen zuwenden, denen Er will, denn Gott ist Allvergebend, Barmherzig. (27)
God will then turn in His mercy to whom He wills, for God is Much-forgiving, Merciful. (27)
Gläubige, wisst, dass die Götzendiener gewiss unrein sind. Darum sollen sie sich nach diesem Jahr nicht mehr dem Heiligen Gotteshaus nähern. Wenn ihr Armut fürchtet, so wird Gott euch zu gegebener Zeit aus Seiner Huld bereichern, wenn Er will. Wahrlich, Gott ist allwissend und weise. (28)
Believers, know that the idolaters are certainly impure. So, let them not come near to the Sacred Mosque after this year is ended. If you fear poverty, then in time God will enrich you with His own bounty, if He so wills. Truly, God is All-knowing, Wise. (28)
Überblick
Overview
Dieser einleitende Abschnitt wurde später offenbart als der Rest der Sure. Wir haben in früheren Bänden erklärt, dass die endgültige Anordnung der Verse in jeder Sure den Anweisungen folgte, die der Prophet ﷺ selbst gegeben hatte. Das bedeutet, dass diese Anordnung endgültig ist und auf der Grundlage von Anweisungen erfolgte, die der Prophet ﷺ von oben empfangen hatte.
This opening passage was revealed later than the rest of the sūrah. We have explained in earlier volumes that the final ordering of the verses in each sūrah followed instructions given by the Prophet himself. This means that such ordering is final and done on the basis of instructions received by the Prophet from on high.
Diese Passage hebt Verträge und Abkommen auf, die damals zwischen den Muslimen und den Ungläubigen bestanden. Denjenigen, deren Verträge auf unbestimmte Zeit galten, oder die ihre Verträge gebrochen haben, wird eine Frist von vier Monaten gegeben.
This passage terminates treaties and agreements that were in force at the time between the Muslims and the unbelievers. A notice of four months is given to those who have treaties running indefinitely, or those who have violated their treaties.
Andere, die Verträge mit einer festgelegten Laufzeit haben und ihre Verpflichtungen aus diesen Verträgen eingehalten haben, ohne jemals jemanden gegen die Muslime unterstützt oder ihm dabei geholfen zu haben, wird versprochen, dass die Muslime ihre Verträge bis zum Ende ihrer festgelegten Laufzeit einhalten werden. Das endgültige Ergebnis ist somit die Beendigung aller Verträge mit Ungläubigen auf der Arabischen Halbinsel und das Ende des Gedankens, überhaupt einen Vertrag mit Götzendienern zu haben. Dies zeigt sich in einer Lossagung von allen Verpflichtungen gegenüber Götzendienern und in der Infragestellung der Vorstellung, dass Götzendiener einen Vertrag oder Bund mit Gott und Seinem Gesandten haben könnten.
Others who have treaties running for a specified term and have honoured their obligations under those treaties, without ever backing or aiding anyone against the Muslims, are promised to have their treaties honoured by the Muslims to the end of their specified terms. Thus, the final outcome is the termination of all treaties with unbelievers in the Arabian Peninsula, and an end to the very concept of having a treaty with idolaters. This takes the form of a disavowal of all obligations towards idolaters and questioning the very idea of idolaters having a treaty or covenant with God and His Messenger.
Die Passage enthält außerdem ein Verbot für Götzendiener, den Ṭawāf zu verrichten – also die rituelle Umrundung der Ka'ba –, oder die Ka'ba in irgendeiner Form zum Zweck der Anbetung aufzusuchen. Dadurch werden die früheren gegenseitigen Sicherheitsversprechen zwischen dem Propheten ﷺ und den Götzendienern aufgehoben, die die Sicherheit aller Menschen an der Ka'ba und während der heiligen Monate gewährleisteten.
Frieden oder kein Frieden
Peace or No Peace
Der verstorbene Scheich Muḥammad Rashīd Riḍā’, ein führender Gelehrter des späten neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhunderts, versucht, diese Glieder der Kette bereits von den Anfängen der islamischen Botschaft an zu identifizieren. Er unternimmt jedoch nicht den Versuch, den grundlegenden und beständigen Konflikt darzulegen, aus dem die ganze Begebenheit erwächst und der schließlich zu dem natürlichen Ergebnis führt, das in dieser Sūrah beschrieben wird. In seinem Korankommentar al-Manār schreibt er:
The late Shaikh Muĥammad Rashīd Riđā’, a leading scholar of the late nineteenth and early twentieth centuries, tries to identify these links in the chain right from the early days of the Islamic message. However, he does not try to outline the basic and permanent conflict which gives rise to the whole episode, leading eventually to the natural result outlined in this sūrah. In his commentary, al-Manār, he writes:
Eine allen Menschen bekannte, unbestreitbare Tatsache ist, dass Gott Seinen Gesandten Muhammad ﷺ, den letzten aller Propheten, mit der Botschaft des Islam gesandt hat, die eine vollständige und endgültige Fassung des göttlichen Glaubens darstellt. Sein größter Beweis ist der Qur'ān, der die Menschen mit einer vielschichtigen Herausforderung herausfordert, die wir in unserem Kommentar zu Vers 3 der Sure 2 dargelegt haben. Das Wesen der Verkündung der göttlichen Botschaft beruht auf unwiderlegbaren rationalen und wissenschaftlichen Beweisen.10 Er hat außerdem klar festgelegt, dass Zwang auf keinen Fall als Mittel zur Verbreitung des Glaubens angewendet werden darf. Dies haben wir in unserem Kommentar zu Vers 256 der Sure 2 dargelegt.
An indisputable fact known to all people is that God sent His Messenger, Muĥammad, the last of all prophets, with the message of Islam that provides a complete and final version of the divine faith. His greatest proof is the Qur’ān, which defies human beings with a multifaceted challenge that we have outlined in our commentary on verse 3 of Sūrah 2. The essence of advocacy of the divine message is based on irrefutable rational and scientific evidence.10 He has also established clearly that compulsion could in no way be adopted as a means of spreading the faith. This has been outlined in our commentary on verse 256 of Sūrah 2.
Die Götzendiener nahmen eine Haltung des Widerstands ein und unterzogen die Gläubigen einer Verfolgungs- und Folterkampagne, um sie zu zwingen, sich vom Islam abzuwenden.
The idolaters took an attitude of resistance, subjecting the believers to a campaign of persecution and torture to force them to turn away from Islam.
Sie versuchten auch, den Propheten gewaltsam daran zu hindern, seine Botschaft den Menschen zu überbringen. Niemand, der den neuen Glauben annahm und an die Botschaft des Propheten glaubte, fühlte sich vor Tod und Folter sicher, es sei denn, er genoss den Schutz eines Verbündeten oder Verwandten. Daher mussten sie immer wieder auswandern.
Unter starkem Druck
Under Strong Pressure
Im Gegensatz dazu geht Muḥammad ʿIzzat Darwazah in seinem Buch al-Tafsīr al-Ḥadīth weit über die Grundursachen hinaus, auf denen die islamische Haltung gegenüber anderen Gemeinschaften beruht.
By contrast, in his book, al-Tafsīr al-Ĥadīth, Muĥammad `Izzat Darwazah goes far beyond the root causes on which the Islamic attitude to other communities is based.
Wie andere zeitgenössische Autoren, die unter dem Druck der bedrückenden Lebensbedingungen der heutigen Muslime und der allzu sichtbaren Stärke gegenwärtiger Götzendiener, Atheisten und Anhänger anderer Religionen schreiben, verfolgt auch er ein klares Ziel. Daher bemüht er sich sehr, zu beweisen, dass der Islam eine Religion des Friedens ist, die nichts anderes anstrebt, als innerhalb ihrer Grenzen in Frieden zu leben. Wo immer es möglich ist, einen Friedensvertrag zu schließen, sollte der Islam darauf bedacht sein, diesen zustande zu bringen, und es sollte sein klares Ziel sein.
Like other contemporary authors writing under oppressive pressures of the miserable conditions of today’s Muslims and the all-too-visible strength of contemporary idolaters, atheists and followers of other religions, he has a clear purpose in mind. Hence, he tries hard to prove that Islam is a religion of peace, aiming at nothing more than to live within its borders in peace. Wherever it is possible to make a peace treaty, Islam should be keen to put it in place, making it its clear objective.
Daher findet Muḥammad ʿIzzat Darwazah keinen Grund für diese neuen und endgültigen Bestimmungen, die in dieser vorliegenden Sure enthalten sind, außer dem Vertragsbruch einiger Götzendiener. Denjenigen aber, die ihre Verträge eingehalten haben, sei es solche von begrenzter oder unbegrenzter Dauer, gibt die Sure den Muslimen die Anweisung, sie einzuhalten. Er behauptet sogar, dass mit ihnen nach Ablauf ihrer gegenwärtigen Verträge neue Verträge geschlossen werden können. Dasselbe gilt seiner Ansicht nach für diejenigen, die ihre gegenwärtigen Verträge gebrochen haben. Er ist der Auffassung, dass die Verse, die vorläufige Regelungen enthalten, Vorrang vor den Grundsätzen haben, die in den letzten Versen gegeben werden.
Hence, Muĥammad `Izzat Darwazah finds no reason for these new and final provisions, included in this present sūrah, other than the violation by some idolaters of their treaties. As for those who honoured their treaties, whether these were of limited or indefinite duration, the sūrah gives instructions to the Muslims to honour them. Indeed, he claims that new treaties may be concluded with them after the expiry of their present ones. The same applies, in his view, to the violaters of their present treaties. He considers the verses giving provisional rulings to prevail over the principles given in the final verses.
Das Wesen der islamischen internationalen Beziehungen
The Nature of Islamic International Relations
Zu Beginn unseres Kommentars sagten wir: „Wenn wir die Ereignisse überprüfen, die zu Lebzeiten des Propheten ﷺ stattfanden, um einen Abriss des geschichtlichen Verlaufs und des Wesens des offensiven Vorgehens des Islam zu zeichnen, seiner fortschreitenden Stufen und seiner letztendlichen Ziele, sehen wir sehr deutlich, dass dieser entscheidende Schritt zu seinem passendsten Zeitpunkt getan wurde. Es war nun möglich, die Beziehungen zwischen der islamischen Gemeinschaft und anderen Lagern neu zu ordnen, sei es mit Götzendienern oder mit Menschen früherer Offenbarungen.“ Eine Erfahrung nach der anderen hatte das Wesen des Gesetzes offenbart, das die Beziehungen zwischen der islamischen Gesellschaft, die Gottheit, Herrschaft, Souveränität und das Recht zur Gesetzgebung allein Gott zuschreibt, und den unwissenden, oder, um den islamischen Begriff zu gebrauchen, den jāhiliyyah-Gesellschaften regeln, die all dies irgendwelchen anderen Wesen als Gott zuweisen oder behaupten, Gott habe Teilhaber, die mit Ihm all diese Eigenschaften teilen. Dieses Gesetz ist im Wesentlichen ein Gesetz des Konflikts, was in den Worten Gottes im Qur’ān zum Ausdruck kommt: { Und wenn Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abwehrte, dann wären Klöster, Kirchen, Synagogen und Moscheen zerstört worden, in denen der Name Gottes reichlich gepriesen wird. } (22:40) { Und hätte Gott nicht die einen Menschen durch die anderen abgewehrt, so wäre die Erde voller Verderbnis. } (2:251)
At the beginning of our commentary we said: “When we review the events that took place during the Prophet’s lifetime so as to draw an outline of the historical progress and nature of the proactive approach of Islam, its progressive stages and ultimate goals, we see very clearly that this decisive step was taken at its most appropriate time. It was now possible to reorganize relations between the Islamic community and other camps, whether idolaters or people of earlier revelations.” One experience after another had revealed the nature of the law that governs relations between Islamic society which attributes Godhead, Lordship, sovereignty and the authority to legislate to God alone, and ignorant or, to use the Islamic term, jāhiliyyah societies which assign all this to some beings other than God, or claim that God has partners sharing with Him all these attributes. This law is essentially one of conflict, which is expressed in God’s statements in the Qur’ān: “Were it not that God repels some people by means of others, monasteries, churches, synagogues and mosques — in all of which God’s name is abundantly extolled — would have been destroyed.” (22: 40) “Had it not been for the fact that God repels one group of people by another, the earth would have been utterly corrupted’’ (2: 251)
Kristallisierung von Einstellungen
Crystallizing Attitudes
Die Notwendigkeit eines so entschiedenen Schrittes mag für die islamische Führung damals sehr klar gewesen sein, doch das bedeutete nicht zwingend, dass sie für alle Gruppen innerhalb der muslimischen Gemeinschaft gleichermaßen klar war, insbesondere für die neuen Konvertiten zum Islam und für jene, die lediglich freundschaftliche Beziehungen zu den Muslimen unterhielten.
The need for such a decisive step might have been very clear for the Islamic leadership at the time, but that did not necessarily mean that it was similarly clear to all groups in the Muslim community, particularly the newcomers to Islam and those who were only on friendly terms with the Muslims.
Einige Menschen in der muslimischen Gemeinschaft, vielleicht unter den edelsten und hingebungsvollsten Muslimen, mögen sich unbehaglich gefühlt haben angesichts der Aufkündigung aller Verträge mit den Ungläubigen zu den Bedingungen, die in der Sure dargelegt sind: nach vier Monaten für diejenigen, die ihre Verträge gebrochen hatten, sowie für diejenigen, deren Verträge keine Laufzeit festlegten, für diejenigen, deren Verträge in weniger als vier Monaten endeten, und für diejenigen, die keine Verträge hatten und nicht im Krieg mit den Muslimen standen. Diejenigen, die Verträge mit festgelegter Laufzeit hatten und ihre Verpflichtungen weiterhin einhielten, sollten ihre Verträge für die verbleibende Laufzeit geachtet und eingehalten sehen. Solche gewissenhaften Muslime könnten verstanden haben, dass die Verträge mit den Vertragsbrüchigen und mit denjenigen, von denen Vertragsbruch zu erwarten war, aufgekündigt werden sollten, wie es in der vorläufigen Anweisung an den Propheten ﷺ in der vorangegangenen Sure klar zum Ausdruck kam: „Und wenn du von einem Volk Verrat befürchtest, so wirf ihnen [deinen Vertrag mit ihnen] auf faire Weise zurück. Gott liebt die Verräter nicht.“ (8: 58)
Some people in the Muslim community, perhaps among the noblest and most dedicated Muslims, might have felt uneasy about the termination of all treaties with the unbelievers on the terms outlined in the sūrah: after four months for those who violated their treaties, and those with treaties that did not specify a term, and those whose treaties ended in less than four months and those who had no treaties and were not at war with the Muslims. Those who had treaties with specified terms and continued to honour their obligations would have their treaties respected and observed for the remainder of their terms. Such conscientious Muslims might have understood that the treaties with the violators and those from whom violation was expected should be terminated, as was clear in the provisional instructions given to the Prophet in the previous sūrah: “if you fear treachery from any folk, cast [your treaty with them] back to them in a fair manner. God does not love the treacherous.” (8: 58)
Eine Bekanntmachung wird gemacht
An Announcement is Made
Lossagung von Gott und Seinem Gesandten [wird hiermit verkündet] an jene Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt. (Verkündet ihnen:) Ihr könnt vier Monate lang frei im Land umherziehen, doch müsst ihr erkennen, dass ihr dem Gericht Gottes niemals entkommen könnt, und dass Gott die Ungläubigen in Schande stürzen wird. Und eine Proklamation von Gott und Seinem Gesandten ergeht hiermit an alle Menschen am Tag der großen Pilgerfahrt: Gott ist von Verpflichtungen gegenüber den Götzendienern befreit, und ebenso Sein Gesandter ﷺ. Wenn ihr umkehrt, wird es zu eurem eigenen Vorteil sein; wendet ihr euch aber ab, so wisst, dass ihr dem Gericht Gottes niemals entkommen könnt. Verkündet den Ungläubigen die Nachricht von schmerzhafter Pein, außer jenen Götzendienern, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die ihre Verpflichtungen [aus dem Vertrag] in allen Einzelheiten eingehalten und niemandem gegen euch geholfen haben. Ihnen erfüllt eure Verpflichtungen bis zum Ablauf ihrer Verträge. Gott liebt jene, die gottesfürchtig sind. Wenn diese Monate der Schonfrist vorüber sind, dann tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, nehmt sie gefangen, belagert sie und lauert ihnen an jedem denkbaren Ort auf. Wenn sie aber umkehren, das Gebet verrichten und die Zakāt entrichten, so lasst sie ihres Weges ziehen. Denn Gott ist Allvergebend, Barmherzig. Wenn einer der Götzendiener bei euch Schutz sucht, so gewährt ihm Schutz, damit er das Wort Gottes hören kann, und bringt ihn dann an seinen sicheren Ort. Das deshalb, weil die Götzendiener Menschen sind, die keine Erkenntnis besitzen. (Verse 1–6) Diese Verse und die folgenden bis Vers 28 bilden einen Rahmen, der die Beziehungen zwischen der muslimischen Gemeinschaft, die inzwischen in Madinah und allgemein auf der Arabischen Halbinsel fest etabliert war, und den Ungläubigen in Arabien regelt, die sich dafür entschieden hatten, den Islam nicht anzunehmen. Die Beziehungen wurden damit zu jenen Arabern geregelt, die ihre Verträge mit dem Propheten ﷺ gebrochen hatten, als sie meinten, die Muslime stünden kurz davor, bei Tabūk den Byzantinern gegenüberzutreten und ihnen gewachsen zu sein. Auch die Beziehungen zu jenen Arabern, die keinen Vertrag hatten, aber gute Beziehungen zu den Muslimen pflegten, wurden auf eine ordentliche Grundlage gestellt, ebenso zu jenen, die einen Vertrag hatten, den sie weiterhin einhielten, ohne Gedanken an Verrat zu hegen.
Disavowal by God and His Messenger [is hereby announced] to those of the idolaters with whom you have made a treaty. (Announce to them:) You may go freely in the land for four months, but you must realize that you can never escape God’s judgement, and that God shall bring disgrace upon the unbelievers. And a proclamation from God and His Messenger is hereby made to all mankind on this day of the greater pilgrimage: God is free from obligation to the idolaters, and so is His Messenger. If you repent, it shall be for your own good; and if you turn away, then know that you can never escape God’s judgement. Give the unbelievers the news of grievous suffering, except for those idolaters with whom you have made a treaty and who have honoured their obligations [under the treaty] in every detail, and have not aided anyone against you. To these fulfil your obligations until their treaties have run their term. God loves those who are righteous. When these months of grace are over, slay the idolaters wherever you find them, and take them captive, besiege them, and lie in wait for them at every conceivable place. Yet if they should repent, take to prayer and pay the zakāt, let them go their way. For God is Much-Forgiving, Merciful. If any of the idolaters seeks asylum with you, grant him protection, so that he may hear the word of God, and then convey him to his place of safety. That is because the idolaters are people who lack knowledge. (Verses 1-6) These verses and the following ones, up to verse 28, provide a framework demarcating relations between the Muslim community, now well established in Madinah and the Arabian Peninsula generally, and the unbelievers in Arabia who chose not to accept Islam. Relations were thus regulated with those Arabs who had violated their treaties with the Prophet when they felt that the Muslims were about to meet their match from the Byzantines at Tabūk. Relations were also put on a proper footing with those Arabs without a treaty but who maintained good relations with the Muslims, and those who had a treaty which they continued to observe, entertaining no thoughts of treachery.
Die Prinzipien der internationalen Beziehungen
The Principles of International Relations
„Lossagung von Gott und Seinem Gesandten [wird hiermit verkündet] an jene Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt.“ (Vers 1) Dies ist eine allgemeine Erklärung mit scharfem Rhythmus, die die grundlegenden Prinzipien darlegt, die damals auf der gesamten Arabischen Halbinsel die Beziehungen zwischen den Muslimen und den Götzendienern bestimmten. Die Verträge, auf die sie sich bezieht, waren jene, die der Prophet ﷺ mit den Götzendienern in Arabien geschlossen hatte. Die Lossagung von diesen Verträgen durch Gott und Seinen Gesandten ﷺ bestimmt die Haltung jedes Muslims. Sie hinterlässt im Denken der Muslime einen sehr starken Eindruck und lässt nicht den geringsten Raum für Zögern oder zweite Gedanken.
“Disavowal by God and His Messenger [is hereby announced] to those of the idolaters with whom you have made a treaty.” (Verse 1) This is a general declaration, carrying a sharp rhythm, which outlines the basic principles that governed relations between the Muslims and the idolaters at the time, throughout the Arabian Peninsula. The treaties to which it refers were those that the Prophet had concluded with the idolaters in Arabia. The disavowal of these treaties by God and His Messenger defines the attitude of every Muslim. It generates a very strong impression on Muslim minds to leave no room whatsoever for hesitation or second thought.
„[Verkündet ihnen:] Ihr könnt vier Monate lang frei im Land umherziehen, doch sollt ihr begreifen, dass ihr dem Gericht Gottes niemals entkommen könnt und dass Gott die Ungläubigen mit Schande bedecken wird.“ (Vers 2) Diese allgemeine Aussage wird durch Einschränkungen und Erläuterungen ergänzt. Sie stellt die Bedingungen klar, die nun den Ungläubigen gestellt werden: Ihnen wird eine Frist von vier Monaten gewährt, in der sie sich frei bewegen können, um Geschäfte abzuschließen, ihren Verpflichtungen nachzukommen und ihre Lage in Frieden zu ordnen. Es waren vier Monate, in denen sie sicher sein konnten, dass ihre Verträge gewissenhaft eingehalten würden. Dies galt sogar für jene Götzendiener, die ihre Verträge rasch brachen, wenn sie glaubten, dass der Prophet ﷺ und seine Gefährten von ihrem Feldzug nach Tabūk nie zurückkehren, sondern stattdessen von den Byzantinern gefangen genommen würden. Dies war auch der Ausgang, den die Heuchler in Madīnah erwarteten.
This general statement is followed by qualifications and explanations: “[Announce to them:] You may go freely in the land for four months, but you must realize that you can never escape God’s judgement, and that God shall bring disgrace upon the unbelievers.” (Verse 2) This statement clarifies the terms now given to the unbelievers: they are given a period of four months during which they can move about freely to carry out business transactions, fulfil their commitments and modify their situations in peace. Those were four months when they would be sure that their treaties would be scrupulously honoured. That included even those idolaters who were quick to violate their treaties, when they felt that the Prophet and his followers would never return from their expedition to Tabūk, but would instead be taken captive by the Byzantines. That was also the eventuality expected by the hypocrites in Madinah.
Verpflichtungen einhalten
Honouring Commitments
Die Ausnahme gilt dann für Verträge, in denen eine Laufzeit der Gültigkeit festgelegt ist.
The exception is then made in the case of treaties specifying a term of validity.
Diese blieben für den Rest ihrer Laufzeit in Kraft: „Ausgenommen sind jene Götzendiener, mit denen ihr einen Vertrag geschlossen habt und die ihre Verpflichtungen [aus dem Vertrag] in jeder Hinsicht eingehalten und niemanden gegen euch unterstützt haben. Erfüllt ihnen gegenüber eure Verpflichtungen bis zum Ablauf ihrer Verträge. Gott liebt die Gottesfürchtigen.“ (Vers 4)
These were allowed to remain in force for the rest of their term: “Except for those idolaters with whom you have made a treaty and who have honoured their obligations [under the treaty] in every detail, and have not aided anyone against you. To these fulfil your obligations until their treaties have run their term. God loves those who are righteous.” (Verse 4)
Vielleicht ist die zuverlässigste Überlieferung hinsichtlich der Identität jener Menschen, die von dieser Ausnahme profitierten, dass es sich um einen Stamm der Bakr handelte, den Clan der Khuzaymah ibn ʿĀmir aus dem Stamm der Bakr ibn Kinānah. Sie waren Vertragspartner des Vertrags von al-Ḥudaybiyah, den der Prophet ﷺ mit den Quraisch und ihren Verbündeten geschlossen hatte.
Perhaps the most accurate report concerning the identity of those people who benefited by this exception is that they were a clan of Bakr, named the Khuzaymah ibn `Āmir clan of the Bakr ibn Kinānah tribe. They were party to the Treaty of al Ĥudaybiyah which the Prophet had concluded with the Quraysh and their allies.
Dieser Stamm nahm nicht an dem Angriff teil, den die Bakr gegen den Stamm der Khuzā`ah unternahmen.
This clan did not take part in the attack made by the Bakr against the Khuzā`ah tribe.
Diese Aggression, bei der die Banu Bakr von den Quraisch unterstützt wurden, verletzte den Friedensvertrag von al-Hudaibiyya. Somit wurde dieser Vertrag, der zehn Jahre währen sollte, bereits nach nur zwei Jahren treulos gebrochen. Der Stamm der Khuzaima hielt sich weiterhin an die Bedingungen seines Abkommens, während andere Ungläubige dies nicht taten. Dem Propheten ﷺ wird hier befohlen, seine Verpflichtungen aus dem Vertrag gegenüber diesen Leuten für den Rest der vereinbarten Laufzeit zu erfüllen.
That aggression, in which the Bakr were aided by the Quraysh, violated the alĤudaybiyah peace treaty. Thus, that treaty which was to last for ten years, was treacherously breached after only two years. This Khuzaymah clan continued to observe the terms of their agreement while other unbelievers did not. The Prophet is here instructed to honour his obligations under the treaty to those people for the rest of the term agreed.
Wenn die Gnadenfrist vorüber ist
When the Period of Grace is Over
Somit machen die einleitenden Verse der Sure deutlich, dass Gott und Sein Gesandter mit den Götzendienern keinerlei Verbindung haben würden, ganz gleich, ob sie einen Vertrag mit dem Propheten ﷺ hatten oder nicht. Ihnen wurde eine Frist von vier Monaten gewährt, in der sie in Sicherheit waren. Nach Ablauf dieser Frist sollten Verträge bis zum Ende ihrer Laufzeit eingehalten werden, jedoch nur mit denjenigen, die ihren Verpflichtungen aus diesen Verträgen treu blieben und keinem Feind der Muslime Beistand leisteten. Nun erwähnt die Sure, was die Muslime tun sollten, wenn die viermonatige Frist abgelaufen war.
Thus the opening verses of the sūrah make it clear that God and His Messenger would have no dealings whatsoever with the idolaters, whether or not they had a treaty with the Prophet. They were given a four-month period of grace in which they were safe. When this period was over, treaties would continue to be observed to the end of their terms, but only with those who were true to their obligations under those treaties, and did not collaborate with any enemy of the Muslims. Now the sūrah mentions what the Muslims were to do when the four-month grace period was over.
Die Anweisung des Qur'ān ist sehr eindeutig. Daraufhin sollte ein Zustand des totalen Krieges erklärt werden: { Wenn die heiligen Monate verstrichen sind, so tötet die Götzendiener, wo immer ihr sie findet, ergreift sie, belagert sie und lauert ihnen an jeder erdenklichen Stelle auf. Wenn sie sich aber bekehren, das Gebet verrichten und die Zakāt entrichten, so lasst sie ihres Weges ziehen. Denn Gott ist allvergebend, barmherzig. } (Vers 5)
The Qur’ānic instruction is very clear. A state of all-out war was then to be declared: “When these months of grace are over, slay the idolaters wherever you find them, and take them captive, besiege them, and lie in wait for them at every conceivable place. Yet if they should repent, take to prayer and pay the zakāt, let them go their way. For God is Much forgiving, Merciful.” (Verse 5)
Das Wort, das im Qur'āntext verwendet wird, um jene vier Monate zu beschreiben, ist „ḥurum“, dasselbe, mit dem die vier Monate bezeichnet werden, in denen Kampfhandlungen nicht erlaubt sind, außer zur Abwehr einer Aggression. Diese bilden jedes Jahr zwei Zeitabschnitte, in denen die Menschen frei umherziehen können, sicher vor jeder Kriegsgefahr. Aufgrund dieser gleichen Verwendung haben Gelehrte in ihrer Auslegung dieser Aussage uneinigkeit gezeigt, und zwar darüber, ob mit den vier Monaten dieselben gemeint sind, die jährlich begangen werden, also Dhu l-Qa'dah, Dhu l-Ḥijjah, Muḥarram und Rajab. In diesem Fall wäre die verbleibende Frist der Schonzeit, die nach der Verkündung der Aufkündigung der Verträge gewährt wird, nur der Rest von Dhu l-Ḥijjah und Muḥarram, also
The word which is used here to describe those four months in the Qur’ānic text is ‘ĥurum’, which is the one that describes the four months when fighting is not allowed except to repel aggression. These form two periods every year when people can go freely, secure from any danger of war. Because of the same usage scholars have disagreed in their interpretations of this statement here, on whether the four months meant the same ones observed annually, i.e. Dhu’l-Qa`dah, Dhu’l-Ĥijjah, Muĥarram and Rajab. In that case, the remaining period of grace given after the declaration of the termination of treaties would only be the rest of Dhu’l-Hijjah and Muĥarram, i.e.
Asyl für den Feind
Asylum for the Enemy
Doch trotz der Kriegserklärung gegen alle Götzendiener nach Ablauf der vier Monate beweist der Islam weiterhin seine Gnade sowie seinen ernsten und realistischen Ansatz. Er strebt nicht danach, alle Götzendiener auszurotten. Im Gegenteil, er ruft auch eine Kampagne der Rechtleitung aus, wann immer dies möglich ist. Einzelnen Götzendienern, die nicht Teil einer feindseligen und kriegerischen Gemeinschaft sind, wird Sicherheit im Land des Islam garantiert. Gott weist Seinen Gesandten an, ihnen Asyl zu gewähren, damit sie das Wort Gottes hören und sich der Natur der islamischen Botschaft bewusst werden können, bevor ihnen freies Geleit zu ihren eigenen Wohnstätten gewährt wird. All dies, obwohl sie noch immer Götzendiener sind: „Und wenn einer von den Götzendienern dich um Schutz bittet, so gewähre ihm Schutz, damit er das Wort Gottes hören möge, und bringe ihn dann an seinen sicheren Ort. Dies, weil die Götzendiener Menschen sind, die kein Wissen besitzen.“ (Vers 6)
Yet despite the declaration of war against all the idolaters after the four months are over, Islam continues to demonstrate its grace as well as its serious and realistic approach. It does not seek to exterminate all idolaters. On the contrary, it also declares a campaign of guidance whenever that is possible. Individual idolaters who are not part of a hostile and belligerent community are guaranteed safety in the land of Islam. God instructs His Messenger to give them asylum so that they may listen to God’s word and become aware of the nature of the Islamic message before they are given safe conduct to their own domiciles. All this, even though they are still idolaters: “If any of the idolaters seeks asylum with you, grant him protection, so that he may hear the word of God, and then convey him to his place of safety. That is because the idolaters are people who lack knowledge.” (Verse 6)
Dies zeigt, wie sehr der Islam bestrebt war, jedes Herz mit seiner Rechtleitung zu erreichen. Kein einzelner Fall sollte leichtgenommen werden. Wer um Schutz bittet, dem soll er gewährt werden. Wer solches Asyl sucht, kann zugleich nicht versuchen, sich einer feindlichen Streitmacht anzuschließen, die die muslimische Gemeinschaft zu untergraben sucht. Die Gewährung von Schutz an eine solche Person gibt ihr daher die Gelegenheit, dem Qur'ān zuzuhören und das wahre Wesen des islamischen Glaubens kennenzulernen. Wenn Gottes Wort in einer solchen Atmosphäre gehört wird, mögen Herzen durchaus positiv darauf reagieren. Selbst wenn sie es nicht tun, sind die Muslime dennoch verpflichtet, die Sicherheit eines jeden zu gewährleisten, der um ihre Hilfe bittet, bis er an einen Ort zurückgebracht wird, an dem er sich sicher fühlt.
This shows how Islam was keen to reach out to every heart with its guidance. No single case was to be taken lightly. Whoever appeals for protection shall be granted it. Anyone who seeks such asylum cannot at the same time try to join a hostile force seeking to undermine the Muslim community. Hence granting protection to such a person provides him with the opportunity to listen to the Qur’ān and to get to know the true nature of the Islamic faith. When God’s word is heard in such an atmosphere, hearts may well respond positively. Even if they do not, the Muslims are still required to ensure the safety of anyone who appeals for their help until he is returned to a place where he feels secure.
Kein Frieden möglich
No Peace Possible
„Wie kann es für die Götzendiener einen Vertrag mit Gott und Seinem Gesandten geben?“ (Vers 7) Die Götzendiener unterwerfen sich Gott nicht wirklich, noch erkennen sie Seinen Gesandten an oder die Botschaft, die er ihnen überbringt. Wie könnten sie dann einen Vertrag mit Gott und Seinem Gesandten haben? Sie leugnen nicht einfach ein Geschöpf wie sie selbst oder eine von Menschen ersonnene Verfassung. Vielmehr leugnen sie Den, der sie erschaffen hat und ihnen weiterhin den Lebensunterhalt gewährt, um ihr Leben zu erhalten.
“How can there be a treaty with God and His Messenger for the idolaters?” (Verse 7) The idolaters do not submit themselves truly to God, nor do they acknowledge His Messenger or the message he conveys to them. How could they, then, have a treaty with God and His Messenger? They do not simply deny a creature like themselves, or a constitution devised by human beings. Rather, they deny the One who has created them and continues to provide them with sustenance to preserve their lives.
Auf diese Weise stellen sie sich gegen Gott und Seinen Gesandten. Wie ist es dann vorstellbar, dass sie einen Vertrag mit ihnen haben sollten? Die rhetorische Frage, die die Sure stellt, betrifft den Grundsatz selbst, einen solchen Vertrag zu schließen. Sie befasst sich nicht mit einer bestimmten Anwendung dieses Grundsatzes.
By so doing they place themselves in opposition to God and His Messenger. How is it conceivable, then, that they should have a treaty with them? The rhetorical question posed by the sūrah addresses the very principle of having such a treaty. It is not concerned with any particular application of the principle.
Hier kann man einwenden, dass einige der Götzendiener solche Verträge hatten und Gott anordnete, dass einige dieser Verträge eingehalten werden müssen. Es wurden auch nach der Gründung des muslimischen Staates in Madinah Verträge geschlossen, einige mit den Götzendienern und einige mit den Juden. Außerdem wurde der Friedensvertrag von al-Ḥudaybiyah im sechsten Jahr des islamischen Kalenders unterzeichnet. Frühere Sūrahs enthielten Verse, die solche Verträge eindeutig erlaubten, wenngleich sie auch die Beendigung solcher Verträge im Falle vermuteten oder tatsächlichen Verrats gestatteten. Wenn also gerade das Prinzip, Vereinbarungen zu treffen, hier verurteilt wird, wie war es dann möglich, dass solche Verträge erlaubt waren und geschlossen wurden?
It may be said here that some of the idolaters had such treaties and God ordered that some of these treaties must be honoured. There were also treaties concluded after the establishment of the Muslim state in Madinah, some of which were with the idolaters and some with the Jews. Moreover, the peace agreement of al-Ĥudaybiyah was signed in the sixth year of the Islamic calendar. Earlier sūrahs included verses that clearly permitted such treaties, although they also permitted the termination of such treaties in case of surmised or actual treachery. So if it is the very principle of having agreements that is condemned here, how was it possible that such treaties were permitted and concluded?
Keine Verpflichtung eingehalten
No Obligation Honoured
„Die meisten von ihnen sind Frevler. Sie verkaufen die Offenbarungen Gottes für einen geringen Preis und halten andere von Seinem Weg ab. Schlimm ist wahrlich, was sie tun.“ (Verse 8-9) Der grundlegende Grund für ihre treulose Haltung liegt darin, dass sie Frevler sind, die weit von der Rechtleitung Gottes abgewichen sind. Sie haben die Offenbarungen Gottes für einen geringen Preis verkauft, nämlich für flüchtige Vergnügen und vorübergehende Bequemlichkeiten. Sie fürchten, dass die Annahme des Islam sie um einige oder alle dieser Vorteile bringen oder mit einem finanziellen Opfer verbunden sein könnte. Deshalb lehnen sie den Islam nicht nur ab, sondern versuchen auch, andere davon abzuhalten, seinen Weg zu gehen. Dies ist also die Folge des Handels, den sie geschlossen haben, als sie die Botschaft Gottes gegen einen geringen Preis eintauschten. Daher wenden sie sich vom Weg Gottes ab und hindern andere daran, ihm zu folgen. Was sie tun, ist wahrlich schlimm, wie Gott selbst sagt: „Schlimm ist wahrlich, was sie tun.“ (Vers 9)
“Most of them are transgressors. They barter away God’s revelations for a paltry price and debar others from His path. Evil indeed is what they do.” (Verses 8-9) There is a basic reason for their treacherous attitude: that they are transgressors who have deviated widely from God’s guidance. They have bartered away God’s revelations for a paltry price in the shape of fleeting pleasures and temporary comforts. They fear that adopting Islam will deny them some or all of these interests or that it may involve some financial cost. Hence they do not merely refuse to accept Islam, but they also try to debar others from its path. This is, then, the result of the deal they made when they exchanged God’s message for a paltry price. Hence, they turn away from God’s path and debar others from following it. What they do is evil indeed, as God Himself states: “Evil indeed is what they do.” (Verse 9)
Der Groll, den sie hegen, richtet sich nicht persönlich gegen dich, und ihre bösen Taten zielen nicht auf dich als Einzelperson oder auf eine bestimmte Gruppe. Ihr Groll gilt jedem Gläubigen, und ihre bösen Taten werden sich stets gegen jeden Muslim richten. Es ist eine Feindseligkeit, die sich gegen die Dualität des Glaubens selbst richtet, ja gegen den Glauben an sich.
The grudge they harbour is not directed against you personally, nor are their evil actions levelled at you as individuals or a particular group. Their grudge is against every believer, and their evil deeds shall always be levelled against every Muslim. It is an animosity directed at the very Duality of faith, or indeed against faith itself.
Dies war stets der Fall bei den Feinden des Glaubens, in allen Epochen der Geschichte.
This has always been the case with the enemies of faith, in all periods of history.
Eine durch die Geschichte bestätigte Haltung
An Attitude Confirmed by History
Es stellt sich nun die Frage: Auf welche Abschnitte der Geschichte und auf welche Gemeinschaften treffen diese Aussagen zu? Welche historischen und gesellschaftlichen Dimensionen gelten für sie?
It is now pertinent to ask: to what stages of history and to what communities do these statements apply? What sort of historical and social dimensions apply to them?
Gelten sie nur für Arabien zur Zeit der Offenbarung? Oder reichen sie über diese Zeit und diesen Ort hinaus? Diese Verse spiegeln eine Lage wider, die damals in Arabien zwischen den Muslimen und dem Lager des Götzendienstes herrschte. Es besteht kein Zweifel, dass die Regelungen, die sie festlegen, jene Lage betreffen; die Götzendiener, von denen sie sprechen, sind jene in Arabien zu jener bestimmten Zeit. All dies ist wahr; doch wie weit sind sie anwendbar und in welchen Situationen? Um diese Fragen zu beantworten, müssen wir die Haltungen betrachten, die Götzendiener im Lauf der Geschichte gegenüber den Gläubigen eingenommen haben.
Are they valid only in the case of Arabia at the time of revelation? Or do they extend to other times and places? These verses reflect a situation that prevailed at the time in Arabia between the Muslims and the camp of idolatry. There is no doubt that the rulings they outline deal with that situation; the idolaters they mention are those in Arabia at that particular time. All this is true; but how far are they applicable and in which situations? In order to answer these questions, we need to review the attitudes idolaters have adopted towards the believers throughout history.
Was die arabische Epoche betrifft, so genügen die Ereignisse zur Zeit des Propheten ﷺ, um eine klare Antwort zu geben. Allein in unserem Kommentar zu dieser Sure finden wir genügend Informationen, um die Haltung der Götzendiener gegenüber dieser Religion und ihren Anhängern zu beschreiben, von ihren Anfängen in Makkah an bis zur Offenbarung dieser Verse. Es stimmt zwar, dass der spätere und weit länger andauernde Konflikt zwischen dem Islam einerseits und den Juden und Christen andererseits bestand und nicht zwischen dem Islam und dem Götzendienst. Dennoch haben die Götzendiener stets dieselbe Haltung gegenüber den Muslimen eingenommen, wie sie in diesen Versen beschrieben wird: „Wie [könnte es anders sein], wo sie doch, wenn sie über euch die Oberhand gewinnen, weder Bündnis mit euch noch Verpflichtung der Ehre euch gegenüber achten werden? Sie versuchen, euch mit ihren Worten zu gefallen, während ihre Herzen unnachgiebig feindselig bleiben. Die meisten von ihnen sind Frevler. Sie verkaufen die Zeichen Gottes für einen geringen Preis und halten andere von Seinem Weg ab. Schlimm ist fürwahr, was sie tun.“
As for the Arabian stage, the events that took place during the lifetime of the Prophet are sufficient to give us a clear answer. In our commentary on this sūrah alone we have enough information to describe the attitude of the idolaters towards this religion and its followers ever since its early days in Makkah up to the time of the revelation of these verses. It is true that the later and much longer-lasting conflict was between Islam on the one hand and the Jews and Christians on the other, rather than between Islam and idolatry. Nevertheless, the idolaters have always adopted the same attitude towards Muslims as described in these verses: “How [else could it be] when, should they prevail over you, they will respect neither agreement made with you, nor obligation of honour towards you? They try to please you with what they say, while at heart they remain adamantly hostile. Most of them are transgressors. They barter away God’s revelations for a paltry price and debar others from His path. Evil indeed is what they do.
Feindseligkeit ungebrochen
Hostility Unabated
So waren die Tatsachen der Geschichte, als die Götzendiener die Muslime überwältigten. Sie achteten weder die Bestimmungen irgendeines Vertrags noch irgendeine Verpflichtung der Ehre. Die Frage, die hier zu stellen ist, lautet: War dies eine vereinzelte Episode der alten Geschichte, nur für die Tataren in jener bestimmten Zeitspanne typisch?
Such were the facts of history when the idolaters overpowered the Muslims. They respected no provision of any treaty, nor any obligation of honour. The question to be asked here is whether this was an isolated episode of ancient history, typical only of the Tartars at that particular period of time?
Die Antwort ist zweifellos eine negative. In der neueren Geschichte finden wir Beispiele ähnlich abscheulicher Gräueltaten. Was die indischen Götzendiener zur Zeit der Teilung Indiens getan haben, ist keineswegs weniger scheußlich oder entsetzlich als das, was die Tataren einst taten.
The answer is certainly a negative one. In modern history we find examples of similarly ghastly atrocities. What the Indian idolaters did at the time of the partition of India is by no means less hideous or appalling than what the Tartars of old did.
Acht Millionen Muslime entschlossen sich zur Auswanderung nach Pakistan, als sie um ihr Leben fürchteten, infolge der barbarischen Angriffe, die gegen jene Muslime verübt wurden, die sich entschieden hatten, in Indien zu bleiben. Nur drei Millionen von ihnen schafften es bis an die pakistanischen Grenzen.
Eight million Muslims decided to migrate to Pakistan when they were in fear of their lives as a result of the barbaric attacks launched against those Muslims who decided to stay in India. Only three million of them managed to reach the Pakistani borders.
Die anderen fünf Millionen wurden unterwegs getötet. Sie wurden von gut organisierten hinduistischen Milizen angegriffen. Diese waren der indischen Regierung wohlbekannt und wurden tatsächlich von einigen hochrangigen Beamten der indischen Regierung selbst kontrolliert. Diese fünf Millionen Muslime wurden wie Schafe abgeschlachtet. Ihre Leichen blieben entlang der Straßen liegen, nachdem viele von ihnen auf eine Weise verstümmelt worden waren, die nicht weniger grauenhaft war als das, was die Tataren einst in Bagdad taten.
The other five million were killed on the way. They were attacked by well organized Hindu militia. These were well known to the Indian government, and indeed were controlled by some highly placed officials in the Indian government itself. Those five million Muslims were slaughtered like sheep. Their bodies were left along the roads after many of them were disfigured in a way which was no less horrendous than what the Tartars of old did in Baghdad.
Zweifel ausgeräumt
Doubts Dispelled
Werdet ihr nicht gegen Leute kämpfen, die ihre feierlichen Eide gebrochen haben und den Gesandten vertreiben wollten und die als Erste den Angriff gegen euch begonnen haben? Fürchtet ihr sie? Gott allein ist es, den ihr fürchten solltet, wenn ihr wahre Gläubige seid. Kämpft gegen sie: Gott wird sie durch eure Hände bestrafen, sie der Schmach preisgeben und euch den Sieg über sie gewähren, und Er wird denen, die gläubig sind, Genugtuung im Herzen schenken und allen Zorn aus ihren Herzen nehmen. Gott wendet sich in Seiner Barmherzigkeit zu, wem Er will. Gott ist allwissend und weise. Glaubt ihr etwa, ihr würdet sich selbst überlassen bleiben, solange Gott nicht diejenigen von euch kennt, die sich eifrig für Seine Sache einsetzen und keine andere Verbundenheit eingehen als mit Gott, Seinem Gesandten und den Gläubigen? Gott ist wohl darüber unterrichtet, was ihr tut. (Verse 13-16)
Will you not fight against people who have broken their solemn pledges and set out to drive out the Messenger, and who were the first to attack you? Do you fear them? It is God alone whom you should fear, if you are true believers. Fight them: God will punish them at your hands, and will bring disgrace upon them; and will grant you victory over them and will grant heart felt satisfaction to those who are believers, removing all angry feelings from their hearts. God will turn in His mercy to whom He wills. God is All-knowing and Wise. Do you think that you will be left alone, unless God takes cognizance of those of you who strive hard for His cause and establish close association with none other than God, His Messenger and the believers? God is well aware of what you do. (Verses 13-16)
Diese Verse folgen unmittelbar auf Fragen, die über den Grundsatz selbst aufgeworfen wurden, ob ein Bündnis oder ein Vertrag den Götzendienern von Gott und Seinem Gesandten gewährt werden könne. In denselben Versen wurde den Götzendienern die Wahl gelassen: entweder den Glauben anzunehmen, der auf der Unterwerfung allein unter Gott beruht, oder offene Kriegführung, ausgenommen die Person, die bei den Muslimen Zuflucht suchen mag. Einer solchen Person wird Schutz gewährt, und man lässt sie die Offenbarungen Gottes hören, bevor man ihr sicheres Geleit zu ihrem Ort der Sicherheit gewährt. Der Grund, den Grundsatz selbst in Frage zu stellen, liegt darin, dass die Götzendiener niemals einen Vertrag oder eine Verpflichtung der Ehre gegenüber einem Gläubigen achten werden, wenn sie über die Muslime die Oberhand gewinnen.
These verses come immediately after questions have been raised over the very principle of a treaty or a covenant being granted to the idolaters by God and His Messenger. In the same verses the idolaters were given the choice either to accept the faith based on submission to God alone or open warfare, except for the person who may seek refuge with the Muslims. Such a person is given shelter and made to listen to God’s revelations before he is given safe conduct to his place of security. The reason for questioning the principle itself is that the idolaters will never respect any agreement or obligation of honour with regard to any believer when they prevail over the Muslims.
Ein Befehl zum Kampf
An Order to Fight
Die Gefühle jener frühen Muslime wurden verstärkt, wenn sie an diese Ereignisse erinnert wurden: wie die Götzendiener planten, den Propheten ﷺ zu ermorden, und wie sie wiederholt ihre Vereinbarungen mit den Muslimen brachen und einen hinterhältigen Angriff gegen sie führten, wobei sie sie jedes Mal überraschten, wenn sich eine Gelegenheit bot.
The feelings of those early Muslims were heightened when they were reminded of those events: how the idolaters plotted to assassinate the Prophet, and how they repeatedly violated their agreements with the Muslims and launched a treacherous attack against them, taking them by surprise whenever a chance presented itself.
Sie erinnerten sich auch daran, dass die Götzendiener in ihrer despotischen Überheblichkeit als Erste den Angriff gegen sie geführt hatten. Da ihre Gefühle nun aufgewühlt waren, werden sie ermutigt, gegen die Götzendiener zu kämpfen, und ihnen wird der Sieg über sie verheißen: „Kämpft gegen sie: Gott wird sie durch eure Hände bestrafen und sie mit Schande bedecken; Er wird euch den Sieg über sie verleihen und den Herzen der Gläubigen Genugtuung schenken, indem Er all den Zorn aus ihren Herzen entfernt.“ (Verse 14-15)
They also remembered how the idolaters, in their despotic insolence, were the first to attack them. With their feelings so heightened, they are encouraged to fight the idolaters and are promised victory over them: “Fight them: God will punish them at your hands, and will bring disgrace upon them; and will grant you victory over them and will grant heart felt satisfaction to those who are believers, removing all angry feelings from their hearts.” (Verses 14-15)
Wenn ihr gegen sie kämpft, wird Gott euch zum Werkzeug der Vollstreckung Seines Willens machen, und Er wird ihre Bestrafung durch eure Hände herbeiführen, indem Er sie besiegt und erniedrigt, nachdem sie in ihrem Hochmut ihre Macht zur Schau gestellt haben.
When you fight them, God will make you the means of the execution of His will, and He will bring about their punishment by your hands, causing them to be defeated and humiliated after they have arrogantly been demonstrating their power.
Mit dem Sieg, den Er euch gewähren wird, wird Gott die Gläubigen, die unter der Unterdrückung und Verfolgung durch die Götzendiener zu leiden hatten, erfreuen. Diese Freude wird aus dem vollständigen Sieg der Wahrheit und der Niederlage des Falschen und seiner Verfechter erwachsen.
With the victory He will grant you, God will make the believers who had been at the receiving end of the idolaters’ repression and persecution happy. This happiness will come about as a result of the complete victory of the truth and the defeat of falsehood and its advocates.
Wer darf die Häuser Gottes pflegen
Who May Tend God’s Houses
Den Götzendienern steht es nicht zu, Gottes Gotteshäuser zu besuchen oder zu pflegen, denn sie bekennen selbst, ungläubig zu sein. Vergeblich sind ihre Werke, und im Feuer werden sie ewig bleiben. Gottes Gotteshäuser dürfen nur von denen gepflegt werden, die an Gott und den Jüngsten Tag glauben, das Gebet verrichten, die Zakāt (d. h. die Pflichtabgabe) entrichten und niemanden außer Gott fürchten. Diese dürfen hoffen, zur rechten Leitung zu gelangen. Haltet ihr etwa das Tränken der Pilger und das Pflegen der Heiligen Moschee für gleichwertig mit dem Glauben an Gott und den Jüngsten Tag und dem Einsatz auf Gottes Weg? Vor Gott sind sie nicht gleich. Gott leitet das ungerechte Volk nicht recht.
It is not for the idolaters to visit or tend God’s houses of worship; for they are selfconfessed unbelievers. Vain shall be their actions and they shall abide in the fire. God’s houses of worship may be tended only by those who believe in God and the Last Day, are constant in prayers, pay zakāt (i.e. the obligatory charity) and fear none other than God. It is those who are likely to be rightly guided. Do you, perchance, consider that the provision of drinking water to pilgrims and tending the Sacred Mosque are equal to believing in God and the Last Day and striving for God’s cause? These are not equal in God’s sight. God does not provide guidance for people who are wrongdoers.
Diejenigen, die glauben, auswandern und mit ihrem Besitz und ihrem Leben auf Gottes Weg eifrig kämpfen, stehen bei Gott in höherem Rang. Sie sind es, die triumphieren werden.
Those who believe, and leave their homes and strive hard for God’s cause with their property and their lives stand higher in rank with God. It is they who shall triumph.
Ihr Herr verkündet ihnen die frohe Botschaft Seiner Barmherzigkeit, Seines Wohlgefallens und der Gärten der ewigen Wonne, in denen sie für immer verweilen werden. Der Lohn Gottes ist wahrlich groß. (Verse 17-22)
Their Lord gives them the happy news of bestowing on them His grace, and acceptance, and of the gardens of eternal bliss where they shall reside for ever. God’s reward is great indeed. (Verses 17-22)
Mit der zu Beginn der Sure erfolgten Lossagung und Aufkündigung der Verträge mit den Ungläubigen kann es für niemanden eine Entschuldigung geben, der sich weigert, gegen die Götzendiener zu kämpfen. Außerdem könnte es Zögern gegeben haben, ihnen den Zutritt zur Heiligen Moschee in Makkah zu verbieten, deren Nutzung sie in vorislamischer Zeit genossen hatten. Die Sure stellt die Ansprüche der Götzendiener infrage, die Heilige Moschee besuchen zu dürfen, denn dies ist ein ausschließliches Recht der Gläubigen, die ihren Pflichten nachkommen, Gott allein zu verehren. Dass die Götzendiener die Moschee besuchten und den Pilgern Trinkwasser bereitstellten, änderte an der Lage in keiner Weise etwas. Diese Verse wenden sich an jene verunsicherten Muslime, die diesen grundlegenden islamischen Grundsatz möglicherweise noch nicht vollständig verstanden haben.
Einstellungen, die von Gefühlen geprägt sind
Attitudes Shaped by Feelings
„Gläubige, nehmt eure Väter und Brüder nicht zu Verbündeten, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen.“ (Vers 23) Alle Bande des Blutes und der familiären Beziehungen werden gelöst, wenn das Band des Glaubens nicht an deren Stelle in den Herzen der Menschen tritt. Die Loyalität gegenüber der Familie wird hinfällig, wenn die auf dem Glauben beruhende Loyalität nicht existiert. Das erste Band ist das zwischen dem Menschen und Gott. Es ist das Band, das die gesamte Menschheit vereint. Wenn dieses durchtrennt wird, können keine Beziehungen, Verbindungen oder Bindungen mehr bestehen. „Diejenigen von euch, die sie zu Verbündeten nehmen, sind wahrlich Frevler.“ (Vers 23) Der Begriff „Frevler“ bezeichnet hier die Götzendiener, denn die Aufrechterhaltung von Loyalitäts- und Bündnisbeziehungen zu Familie und Gemeinschaft, wenn diese den Unglauben dem Glauben vorziehen, ist eine Form des Götzendienstes, die Gläubige nicht dulden dürfen.
“Believers, do not take your fathers and brothers for allies if they choose unbelief in preference to faith.” (Verse 23) All ties of blood and family relations are severed if the tie of belief does not take its place in people’s hearts. Family loyalty is nullified when loyalty based on faith is nonexistent. The first bond is that which exists between man and God. It is the bond which unites all humanity. When this is severed, no relationships, ties or bonds may exist. “Those of you who take them for allies are indeed wrongdoers.” (Verse 23) The term `wrongdoers’ here means the idolaters, because to maintain ties of loyalty and alliance with family and community when they prefer unbelief to faith is a form of idolatry which believers may not entertain.
Die Sure begnügt sich nicht damit, den Grundsatz bloß festzustellen. Sie fährt fort und zählt alle Arten von Bindungen, Bestrebungen und Vergnügungen auf, fasst sie zusammen und stellt sie dem Glauben und seinen Forderungen gegenüber, um sie abzuwägen. So nennt sie in der ersten Gruppe Väter, Kinder, Brüder, Ehegatten und Sippe (also die Bindungen des Blutes und der Familie), Besitz und Geschäft (also
The sūrah does not merely state the principle. It goes on to list all types of ties, ambitions and pleasures, grouping them all together and putting them in the scale against faith and its requirements. Thus we have in the first group fathers, children, brothers, spouses and clan (i.e. ties of blood and family), property and business (i.e.
...der natürliche Wunsch nach Geld), sowie bequeme Häuser und Wohnstätten (d. h. die Annehmlichkeiten des Wohlstands). Dem steht die Liebe zu Gott und Seinem Gesandten sowie das Streben für die Sache Gottes gegenüber. Es ist wichtig zu erkennen, dass dieses Streben hier große Mühsal und Opferbereitschaft voraussetzt. Es kann bedeuten, Unterdrückung zu erleiden, in den Krieg zu ziehen und das eigene Leben gänzlich zu opfern. Darüber hinaus muss all dieses Streben von jedem Verlangen gereinigt sein, bekannt zu sein oder öffentlich Anerkennung und Wertschätzung zu finden. Sobald dieses Streben auf solche Anerkennung abzielt, bringt es von Gott keinerlei Lohn ein.
Erinnerung an ein großes Ereignis
Reminder of a Great Event
Die Sure lässt darauf eine kurze Erinnerung an einige der Ereignisse folgen, die die erste muslimische Generation erlebte. Den Muslimen wird das Gedenken an die vielen Schlachten nahegelegt, in denen sie schwach und schlecht ausgerüstet waren, in denen Gott ihnen jedoch den Sieg schenkte.
The sūrah follows this with a quick reminder of some of the events that the first Muslim generation experienced. The Muslims are reminded of the many battles when they were weak and poorly equipped but where God granted them victory.
Man erinnert sie auch an die Schlacht von Ḥunayn, als sie trotz ihrer zahlenmäßigen Stärke geschlagen wurden, dann aber gewährte Gott ihnen Seine Unterstützung. An jenem Tag schloss sich dem Heer, das die Eroberung Makkas vollbrachte, eine Zahl von 2.000 Menschen aus ihrem Volk an, die vom Propheten ﷺ begnadigt worden waren. An jenem Tag gab es einen Moment, in dem die Muslime für einige Sekunden ihr Vertrauen auf Gott außer Acht ließen, um ihre Stärke und ihre große Anhängerschaft zu bewundern. Die Ereignisse jenes Tages lehrten die Muslime die Lehre, dass völlige Hingabe an die Sache Gottes und die Stärkung ihrer Bindung zu Ihm die besten Mittel zum Sieg sind. Diese werden sie niemals im Stich lassen, während Reichtum, Freunde und selbst engste Verwandte dies durchaus tun können.
They are also reminded of the Battle of Ĥunayn when they were defeated despite their numerical strength, but then God granted them His support. On that day, the army which achieved the conquest of Makkah was joined by 2,000 of its people who were pardoned by the Prophet. On that day, there was a time when, for a few seconds, the Muslims overlooked their reliance on God to admire their strength and large following. The events of that day taught the Muslims the lesson that complete dedication to God’s cause and strengthening their ties with Him are the best equipment for victory. These will never fail them, while wealth, friends and even closest relatives may do so.
Gott hat dir Seinen Beistand auf vielen Schlachtfeldern gewährt, auch in der Schlacht von Ḥunayn, als du stolz auf deine zahlenmäßige Stärke warst, doch sie nützte dir nichts.
God has granted you His support on many a battlefield, and also in the Battle of Ĥunayn, when you took pride in your numerical strength, but it availed you nothing.
Obwohl die Erde trotz ihrer Weite für euch zu eng wurde und ihr euch zur Flucht wandtet, ließ Gott über Seinen Gesandten und die Gläubigen Seine Ruhe herabkommen und sandte Heerscharen herab, die ihr nicht sehen konntet, und Er bestrafte diejenigen, die ungläubig waren. Das ist der Lohn der Ungläubigen. Danach wird Gott sich in Seiner Gnade demjenigen zuwenden, dem Er will, denn Gott ist allvergebend und barmherzig. (Verse 25-27)
Große Streitkräfte nützen nichts
Large Forces Avail Nothing
So fand die Schlacht statt, in der die Muslime erstmals ein Heer von 12.000 Mann hatten. Sie fühlten sich zuversichtlich, als sie auf ihre Zahl blickten. Sie übersahen die wichtigste Ursache des Sieges. Daher ließ Gott zunächst zu, dass sie eine Niederlage erlitten, damit sie sich erinnerten. Danach schenkte Er ihnen den Sieg durch die kleine Schar, die beim Propheten ﷺ standhielt und ihn mit aller Tapferkeit verteidigte, die sie aufbringen konnte. Die Sure schildert einige Szenen der Schlacht, um die Gefühle wachzurufen, die jene erlebten, die sich auf dem Schlachtfeld befanden: „Als ihr euch an eurer Anzahl berauschtet, aber sie euch nichts nützte. Bei all ihrer Weite schien euch die Erde zu eng, und ihr wandtet euch zur Flucht.“ (Vers 25)
Such was the battle in which the Muslims had for the first time an army which was 12,000 strong. They felt confident when they looked at their numbers. They overlooked the most essential cause of victory. So God allowed defeat to befall them at first so that they might remember. He then granted them victory at the hands of the small group which remained steadfast with the Prophet and defended him with all the bravery they could muster. The sūrah portrays some scenes of the battle in order to recall the feelings experienced by those who were on the battlefield: “When you took pride in your numerical strength, but it availed you nothing. For all its vastness, the earth seemed too narrow for you, and you turned back in flight.” (Verse 25)
Dies beschreibt, wie das übermäßige Selbstvertrauen eines großen Heeres zu einer geistigen Niederlage führte, sodass die Muslime eine so schwere Last empfanden, dass ihnen die weite Erde zu eng erschien. Darauf folgte eine körperliche Niederlage, und jene großen Streitkräfte befanden sich auf dem Rückzug. Doch was geschah danach?
This describes how the excessive confidence felt by a large force led to spiritual defeat causing the Muslims to feel such a heavy burden that made the vast earth seem too narrow. This then led to a physical defeat and those large forces were on the retreat. But what happened next?
„Gott ließ dann von oben eine Gelassenheit auf Seinen Gesandten und auf die Gläubigen herabkommen.“ (Vers 26) Diese „Gelassenheit“ scheint wie ein Gewand zu sein, das die Menschen trugen, um ihre Gefühle zu beruhigen und ihnen Ruhe zu schenken. „Und Er sandte Heerscharen herab, die ihr nicht sehen konntet.“ (Vers 26) Wir kennen die Natur dieser Heerscharen nicht und wissen nicht, wer sie wirklich waren. Niemand außer Gott Selbst weiß, welche Heerscharen Er herbeiführen mag. „Und Er bestrafte jene, die ungläubig waren. Das ist die Vergeltung für die Ungläubigen.“ (Vers 26) Die Tötung einiger ihrer Krieger, die Gefangennahme anderer und die Niederlage, die sie alle traf, gehörten zur Strafe, die sie in diesem Leben empfingen, und sie waren nur eine angemessene Vergeltung für ihre Leugnung Gottes und ihre Ablehnung des Glaubens.
8 Muḥammad ibn Jarīr al-Ṭabarī, Jāmi` al-Bayān, Dār al-Fikr, Beirut, 1984, Bd. 10, S. 62-63.
8 Muĥammad ibn Jarīr al-Tabarī, Jāmi` al-Bayān, Dār al-Fikr, Beirut, 1984, Vol. 10, pp. 62-63.
9 Al-Tabarī, ebd., S. 61–62.
9 Al-Tabarī, ibid., pp. 61-62.
10 Es sei hier darauf hingewiesen, dass Schaich Raschīd Ridā ein Anhänger derselben Schule Imām Muḥammad ʿAbduhs war, die deutlich von Descartes und seiner Philosophie beeinflusst ist, welche dem Islam fremd ist. Diese Schule legt äußerst starkes Gewicht auf die Vernunft und räumt ihr dadurch großen Spielraum in Glaubensfragen ein.
10 It should be stated here that Shaikh Rashid Riđā’was a proponent of the same school of Imām Muĥammad `Abduh, which is clearly influenced by Descartes and his philosophy, which is alien to Islam. This school places very strong emphasis on reason, allowing it great scope in matters of faith.
Daher ist es wichtig, zu den rationalen und wissenschaftlichen Beweisen auch die einfachen, instinktiven und natürlichen Belege hinzuzufügen, die den gesamten Menschen ansprechen, einschließlich seines Verstandes und seines Gefühls.
Hence, it is important to add to rational and scientific proofs the simple, instinctive and natural evidence which appeals to the entire human make up, including mind and feeling.
11 Sūrah 8 wird in Band 7 behandelt. — Anmerkung des Herausgebers.
11 Sūrah 8 is discussed in Volume 7. — Editor's note.
12 Dies trifft zu, wenn damit gemeint ist, dass der grundlegende und ursprüngliche Standpunkt darin besteht, den Glauben durch Argumente und Überzeugung zu verbreiten. Es geht jedoch zu weit, wenn damit gemeint ist, dass Dschihad nur eine defensive Strategie zum Schutz der Muslime sei und dass Frieden in jeder anderen Situation verpflichtend sei, wie Schaich Muhammad Raschid Rida (Gott erbarme sich seiner) offenbar vertreten hat.
12 This is true if it means that the initial and basic standpoint is to try to spread the faith by argument and conviction. However, it goes too far if it means to argue that jihād is only a defensive strategy to protect the Muslims, and that peace is obligatory in any other situation as Shaikh Muĥammad Rashid Riđā’(may God shower His mercy on him) seems to have maintained.