Saba (Saba' / Saba) Sheba (Verschiedene Wege, unterschiedliche Enden) 22-27
Saba Sheba ( Distinct Ways, Different Ends) 22-27
Sprich: „Ruft jene an, von denen ihr meint, sie seien Teilhaber Gottes. Sie besitzen nicht einmal das Gewicht eines Stäubchens an Macht, weder in den Himmeln noch auf der Erde, und sie haben keinerlei Anteil an beidem, noch hat Er unter ihnen einen Helfer.“ (22)
Say: ‘Call upon those whom you imagine to be partners with God. They do not have even an atom’s weight of authority either in the heavens or the earth, nor have they any share in either, nor does He have any helper from among them. (22)
Vor Ihm nützt keine Fürsprache, außer von demjenigen, dem Er die Erlaubnis dazu erteilt hat.
Before Him, intercession is of no avail, except by one to whom He may have granted permission.
Wenn der Schrecken von ihren Herzen genommen ist, werden sie [einander] fragen: „Was hat euer Herr verordnet?“ Sie werden antworten: „Die Wahrheit. Und Er ist der Erhabene, der Große.“ (23)
When the terror is lifted from their hearts, they will ask [one another]: ‘What has your Lord ordained?’ They will answer: ‘The truth. He is the Most High, the Supreme.’(23)
Sag: „Wer versorgt euch mit Nahrung aus den Himmeln und der Erde?“ Sag: „Gott! Und entweder wir oder ihr befinden uns auf dem rechten Weg oder seid offenkundig in die Irre gegangen!“ (24)
Say: ‘Who is it that gives you sustenance out of the heavens and the earth?’ Say: ‘It is God; and either we or you are on the right path or have clearly gone astray!’(24)
„Sag: ‚Ihr werdet nicht für das zur Rechenschaft gezogen, was wir begangen haben, und wir werden nicht für das zur Rechenschaft gezogen, was ihr tut.‘ (25)"
Say: ‘Neither shall you be called to account for whatever we have become guilty of nor shall we be called to account for whatever you are doing.’ (25)
„Sprich: ‚Unser Herr wird uns alle zusammenführen, und dann wird Er die Wahrheit zwischen uns in Gerechtigkeit offenlegen. Er allein ist Derjenige, der alle Wahrheit eröffnet, der Allwissende.‘“ (26)
Say: ‘Our Lord will bring us all together, and then He will lay open the truth between us, in justice. He alone is the One who opens all truth, the All-Knowing.’ (26)
{Sag: „Zeigt mir doch diejenigen, die ihr Ihm als Teilhaber beigesellt! Nein! Vielmehr ist Er allein Gott, der Allmächtige, der Allweise."} (27)
Say: ‘Show me those whom you allege to be partners with Him. Nay! He alone is God, the Almighty, the Wise.’ (27)
Übersicht
Overview
Diese kurze Passage behandelt das Thema der Einheit Gottes im Gegensatz zur Zuschreibung von Teilhabern an Ihn. Doch sie führt uns auf einen Rundgang durch das Universum, sowohl durch dessen sichtbaren Bereich als auch durch das, was uns verborgen ist, durch seine Gegenwart und Vergangenheit, Himmel und Erde, dieses Leben und das Leben im Jenseits. Unsere Herzen erschauern vor Ehrfurcht schon bei der bloßen Erwähnung mancher dieser majestätischen Aspekte. Die Passage spricht auch vom Lebensunterhalt, von den Taten und vom Lohn des Menschen. Sie betrachtet, wie Menschen zusammengefasst und dann in zwei deutlich getrennte Gruppen geschieden werden. All dies wird in einem raschen Rhythmus mit kräftigen, begleitenden Akzenten vorgetragen. Das Wort „Sprich“ wird wiederholt verwendet, um die Betonung zu verstärken. Nach jeder solchen Verwendung wird ein neuer Beweis angeführt, der sowohl unwiderlegbar als auch überwältigend ist.
This short passage tackles the issue of God’s oneness in contrast to attributing partners to Him. Yet it takes us on a round of the universe, with both its apparent realm and that which is hidden from us, its present and past, heavens and earth, this life and the life to come. Our hearts shudder with awe at the mere mention of some of these majestic aspects. The passage also refers to man’s sustenance, actions and reward. It looks at how people are grouped together and then separated into two distinct parties. All this is delivered in a quick rhythm with strong accompanying beats. The word, say,’ is repeatedly used for added emphasis. After each such usage, a new proof is given which is both irrefutable and overpowering.
Die Wahrheit kommt ans Licht
The Truth Will Out
„Sprich: ‚Ruft jene an, die ihr euch als Teilhaber Gottes vorstellt. Sie besitzen nicht einmal das Gewicht eines Atoms an Macht, weder in den Himmeln noch auf der Erde, noch haben sie irgendeinen Anteil an beidem, und Er hat unter ihnen auch keinen Helfer.‘“ (Vers 22) Der Vers beginnt mit einer Herausforderung, die das gesamte Universum umfasst, ohne jede Ausnahme: „Sprich: ‚Ruft jene an, die ihr euch als Teilhaber Gottes vorstellt.‘“ Ruft sie auf, vor der ganzen Welt zu erscheinen. Sie sollen dann sagen, oder ihr könnt selbst sagen, ob sie irgendetwas in den Himmeln oder auf der Erde besitzen, Großes oder Kleines. „Sie besitzen nicht einmal das Gewicht eines Atoms an Macht, weder in den Himmeln noch auf der Erde.“ (Vers 22) Sie können nicht einmal behaupten, etwas in den Himmeln oder auf der Erde zu besitzen. Wer etwas besitzt, hat volle Verfügungsgewalt darüber: Er kann damit tun und lassen, was er will. Was besitzen also jene vermeintlichen Gottheiten in diesem weiten Universum?
“Say: ‘Call upon those whom you imagine to be partners with God. They do not have even an atom’s weight of authority either in the heavens or the earth, nor have they any share in either, nor does He have any helper from among them.” (Verse 22) The verse begins with a challenge that applies to the entire universe, without exception: “Say: ‘Call upon those whom you imagine to be partners with God.” Call on them to come and stand before all the world. Let them then say, or you can say yourselves, if they own anything in the heavens or on earth, large or small. “They do not have even an atom’s weight of authority either in the heavens or the earth.” (Verse 22) They cannot even claim to own anything in the heavens or the earth. An owner of something has full authority over it: he can do or dispense with it as he likes. What, then, do those alleged deities own in this vast universe?
Sie besitzen weder als ihr Eigentum noch als etwas, woran sie einen Anteil haben, auch nur das Gewicht eines Atoms: „und sie haben keinen Anteil an beidem.“ (Vers 22)
They do not own an atom’s weight either as their own private property or as something in which they have a share: “nor have they any share in either.” (Verse 22)
Außerdem bedarf Gott ihrer Hilfe in nichts. Er ist nicht auf Hilfe angewiesen: „Und Er hat keinen Helfer unter ihnen.“ (Vers 22)
Moreover, God does not seek their help in anything. He is in no need of help: “nor does He have any helper from among them.” (Verse 22)
Der Vers scheint sich auf eine bestimmte Art vermeintlicher Teilhaber Gottes zu beziehen. Gemeint sind die Engel, die die Araber als Töchter Gottes bezeichneten, in der Behauptung, sie könnten bei Gott für die Menschen Fürsprache einlegen. Vielleicht gehörten sie zu jenen Teilhabern, von denen die Araber sagten: „Wir verehren sie nur deshalb, damit sie uns Gott näherbringen.“ () Deshalb verneint die Sure im folgenden Vers, dass sie irgendein Mittel zur Fürsprache besitzen, und zeichnet zugleich ein Bild, das die Herzen mit Furcht erfüllt: „Vor Ihm nützt keine Fürsprache, außer bei demjenigen, dem Er die Erlaubnis dazu gegeben hat.“ (Vers 23) Die Fürsprache hängt also von der Erlaubnis Gottes ab.
Entweder das eine oder das andere
Either One Or The Other
Das war die erste Note dieser prächtigen und ehrfurchtgebietenden Szene. Die zweite Note bezieht sich auf die Versorgung, die ihnen gewährt wird. Obwohl sie die Quelle, die ihnen ihre Versorgung gibt, nicht beachten, beweist die Tatsache, dass sie diese besitzen, Seine Einheit und dass niemand sonst irgendeine Kontrolle darüber hat, was Er zu geben oder zu versagen beschließt. „Sprich: ‚Wer versorgt euch mit Nahrung aus den Himmeln und der Erde?‘ Sprich: Es ist Gott; und entweder wir oder ihr befinden uns auf dem rechten Weg oder seid deutlich im Irrtum!“ (Vers 24) Die Versorgung mit Nahrung ist etwas, das die Menschen aus ihrem Leben kennen, während es geschieht. Sie kommt vom Himmel in Form von Regen, Wärme und Licht, die den Menschen, an die sich der Koran zuerst wandte, bekannt waren, aber auch in anderen Formen und Gestalten, die der Mensch zu der einen oder anderen Zeit entdeckt. Andere Versorgung kommt von der Erde in Form von Pflanzen, Tieren, Wasser, Ölen, Metallen und Schätzen. Vieles davon war den Menschen früherer Zeiten bekannt, und vieles wird im Laufe der Zeit entdeckt.
That was the first note of this splendid and awe-inspiring scene. The second note refers to the provisions granted to them. Although they are oblivious to the source that gives them their provisions, the fact that they have them proves His oneness and that no one else has any control over what He decides to give or deny. “Say: ‘Who is it that gives you sustenance out of the heavens and the earth?’ Say: it is God; and either we or you are on the right path or have clearly gone astray!’“ (Verse 24) Providing sustenance is something people know about as it happens in their lives. It comes from heaven in the form of rain, heat and light, which were known to the people addressed first by the Qur’ān, but also in other forms and shapes which man discovers at one time or another. Other sustenance comes from the earth in the form of plants, animals, water, oils, metals and treasure. Much of these were known to the people of olden days and much is discovered as time passes on.
Die Frage lautet: „Wer versorgt euch aus den Himmeln und der Erde mit Nahrung?“ Eine Antwort wird nicht erwartet. Vielmehr wird dem Propheten ﷺ befohlen zu sagen: „Gott.“ Sie können darüber nicht streiten und auch keinen gegenteiligen Anspruch erheben. Dem Propheten ﷺ wird außerdem geboten, die Angelegenheit hinsichtlich des Schicksals beider Parteien ganz Gott zu überlassen. Die eine Partei ist zwangsläufig im Recht und die andere im Unrecht; die eine ist rechtgeleitet und die andere irregeleitet.
The question is: “Who is it that gives you sustenance out of the heavens and the earth?” The answer is not awaited. In fact, the Prophet is told to say: “It is God.” They cannot argue about this or make any contrary claim. What the Prophet is also instructed to do is to leave matters entirely to God concerning the fates of both parties. One party is inevitably right and the other wrong; one is guided aright and the other is in error.