Muhammad ﷺ
Muhammad
Prolog
Prologue
Diese Sure, Muhammad, wurde in Madinah offenbart. Sie ist auch unter einem anderen Namen bekannt, al-Qitāl, was „Kampf“ bedeutet. Dieser zweite Titel ist sehr treffend, denn das Kämpfen ist das Thema der Sure, das den Großteil ihrer Bilder liefert und ihr ihren unverwechselbaren Rhythmus verleiht. Sie beginnt mit einer Erklärung über das wahre Wesen sowohl der Ungläubigen als auch der Gläubigen, die die Form eines moralischen Angriffs auf die Ersteren und eines lobpreisenden Monologs über die Letzteren annimmt. Die klare Schlussfolgerung ist, dass Gott der Feind der Ungläubigen und der Beschützer derer ist, die glauben. Darüber hinaus ist dies in Gottes Augen eine wahre Tatsache. So dient der Anfang der Sure als Kriegserklärung Gottes gegen Seine Feinde, die Seinem Glauben feindlich gesinnt sind: „Jene, die ungläubig sind und andere vom Weg Gottes abhalten, deren Taten wird Er zunichtemachen. Jene aber, die glauben und gute Werke tun und an das glauben, was Muhammad offenbart wurde – denn es ist die Wahrheit von ihrem Herrn –, deren üble Taten wird Er ihnen tilgen, und Er wird ihren Zustand verbessern. Das liegt daran, dass die Ungläubigen dem Falschen folgen, während jene, die glauben, der Wahrheit von ihrem Herrn folgen. So legt Gott den Menschen ihre Verhaltensregeln dar.“ (Verse 1–3)
This surah, Muhammad, was revealed in Madinah. It also goes by another name, al-Qitdl, meaning ‘Fighting. This secondary title is very apt because fighting is the surah's subject matter providing most of its images and giving it its distinctive beat. It begins with an explanation of the true nature of both the unbelievers and the believers which takes the form of a moral attack on the former and a monologue of praise of the latter. The clear implication is that God is the enemy of the unbelievers and the protector of those who have faith. Furthermore, this is a true fact in Gods sight. Thus, the opening of the surah serves as a declaration of war by God against His enemies who are hostile to His faith: “ Those who disbelieve and debar others from God's path will have their deeds brought to nothing by Him, whereas those who have faith and do righteous deeds, and believe in what has been revealed to Muhammad, for it is indeed the truth from their Lord - He will forgive them their bad deeds and bring them to a happy state. This is because the unbelievers follow falsehood, whereas those who believe follow the truth from their Lord. Thus does God lay down for mankind their rules of conduct.” (Verses 1-3)
Nachdem diese Kriegserklärung gegen die Ungläubigen erfolgt ist, ergeht an die Gläubigen ein ausdrücklicher, nachdrücklicher Befehl, sich diesem Krieg gegen sie anzuschließen. Auf diesen Befehl folgt eine Darlegung der Regeln, die für Kriegsgefangene gelten, sobald die blutige Schlacht vorüber ist: „Wenn ihr auf die Ungläubigen im Kampf trefft, dann schlagt ihre Nacken. Wenn ihr sie dann gründlich unterworfen habt, bindet sie fest. Danach entlasst sie entweder aus Gnade oder gegen Lösegeld, bis der Krieg seine Last niedergelegt hat.“ (Vers 4) Hinzu kommt eine Erklärung über den Zweck des Kampfes und die Ermutigung der Gläubigen, sich ihm anzuschließen und Gutes zu tun, sowie ein Versprechen der Ehre für diejenigen, die als Märtyrer fallen. Ferner wird denjenigen, die sich im Kampf zur Unterstützung der Sache Gottes beteiligen, Beistand versprochen, mit der zusätzlichen Erwiderung, dass die Ungläubigen vernichtet werden und ihre Taten zunichtewerden.
Once this declaration of war against the unbelievers is made, an express, resounding order is given to the believers to join this war against them. This order is followed by an outline of the rules that apply to captives of war once the bloody battle is over: “Now when you meet the unbelievers in battle, smite their necks. Then when you have thoroughly subdued them, bind them firmly. Thereafter, set them free either by an act of grace or against ransom, until war shall lay down its burden.” (Verse 4) Added to this order is an explanation about the purpose of fighting and encouragement to the believers to join with it and do well, and a promise of honour for those who fall as martyrs. A further promise of help is given to those who join the fighting in support of Gods cause, with an added rejoinder making clear that the unbelievers will be destroyed and their deeds will come to nothing:
„So verhält es sich. Hätte Gott es gewollt, so hätte Er sie selbst bestrafen können. Doch es ist Sein Wille, dass Er euch alle durcheinander prüft."
“ Thus [shall it be]. Had God so willed, He could have punished them Himself, but it is His will that He tests you all by means of one another.
Was aber diejenigen betrifft, die im Weg Gottes getötet werden: Er wird ihre Werke niemals zunichtemachen. Er wird sie rechtleiten, ihren Zustand bessern und sie in das Paradies eingehen lassen, das Er ihnen bereits bekanntgemacht hat. Ihr Gläubigen! Wenn ihr Gott unterstützt, wird Er euch unterstützen und eure Schritte festigen. Den Ungläubigen aber steht Verderben bevor, und Er wird ihre Werke zunichtemachen. Das ist deshalb so, weil sie verabscheuen, was Gott herabgesandt hat, und Er daher ihre Werke vergeblich macht.
And as for those who are slain in God's cause, never will He let their deeds go to waste. He will grant them guidance, and bring them to a happy state, and will admit them to the Garden He has already made known to them. Believers! If you support [the cause of] God, He will support you and will make your steps firm; but as for the unbelievers, ill fortune awaits them as He will bring their deeds to nothing. This is because they hate what God has bestowed from on high, and thus He causes their deeds to go to waste.” (Verses 4-9)
Eine ernste Warnung ergeht an die Ungläubigen, verbunden mit einer Erklärung Gottes über Seinen Schutz der Gläubigen. Die Ungläubigen werden somit alles verlieren; sie werden schwach bleiben und von keiner Seite Unterstützung erhalten: „Sind sie denn nicht im Land umhergezogen und haben gesehen, welches das Ende derer war, die vor ihnen lebten? Gott hat sie vollständig vernichtet. Ein ähnliches Schicksal erwartet die Ungläubigen. Dies geschieht, weil Gott die Gläubigen beschützt, während die Ungläubigen niemanden haben, der sie beschützt." (Verse 10-11) Eine weitere Warnung richtet sich gezielt gegen die Stadt, die den Propheten ﷺ vertrieben hat: „Wie viele Städte, die mächtiger waren als deine Stadt, die dich vertrieben hat, haben Wir vernichtet, und sie hatten niemanden, der ihnen half." (Vers 13)
A strong warning is issued to the unbelievers, coupled with a declaration from God about His protection of the believers. The unbelievers will, thus, lose all; they will remain weak and lack support from any quarter: “Have they never travelled through the land and seen what was the end of those who lived before their time? God destroyed them utterly. A similar fate awaits the unbelievers. This is because God protects the believers, while the unbelievers have no one to protect them.” (Verses 10-11) A further warning singles out the city which drove the Prophet out: “How many cities of greater power than this your city which has driven you out have We destroyed, and they had none to help them.” (Verse 13)
Nachdem die Sure mit einem so starken Angriff auf die Ungläubigen begonnen hat, fügt sie einen vielfältigen Diskurs über Glauben und Unglauben hinzu, der die Zustände der Gläubigen und der Ungläubigen sowohl in dieser Welt als auch im Jenseits beschreibt. Sie unterscheidet zwischen dem Genuss der guten Dinge durch einen Gläubigen und der Art, wie Ungläubige die Freuden dieser Welt genießen, die sich nicht von der des Viehs unterscheidet: „Gott wird diejenigen, die glauben und gute Werke tun, gewiss in Gärten eingehen lassen, durch die Bäche fließen, während diejenigen, die ungläubig sind, [in dieser Welt] genießen und essen, wie das Vieh frisst; das Feuer aber wird ihr Aufenthaltsort sein“ (Vers 12). Sie beschreibt, was die Gläubigen im Paradies trinken werden: reines Wasser in verschiedener Form, Milch mit unverändertem Geschmack, köstlichen Wein und reinen, geklärten Honig. Diese Getränke sind so reichlich vorhanden, dass sie wie Flüsse dahinfließen. Außerdem gibt es von jeder Art Früchte in Fülle, dazu Gottes Vergebung und Sein Wohlgefallen an ihnen. Anschließend wird eine rhetorische Frage hinzugefügt: „Sind sie etwa denen gleich, die im Feuer bleiben werden und mit siedendem Wasser getränkt werden, das ihre Eingeweide zerreißt?“ (Vers 15)
Having opened with such a strong attack on the unbelievers, the surah adds a varied discourse on faith and unbelief, describing the states of the believers and the unbelievers both in this world and in the life to come. It distinguishes between a believer’s enjoyment of goodly things and the way unbelievers enjoy the pleasures of this world in a way that does not differ from that of cattle: “God will indeed admit those who believe and do righteous deeds into gardens through which running waters flow, while those who disbelieve will enjoy their life [in this world] and eat as cattle eat; but the fire shall be their abode” (Verse 12) It describes what the believers will drink in heaven, variously pure water, milk with unaltered taste, delightful wine and pure, clarified honey. These drinks are so plentiful that they flow like rivers. Moreover, they have plenty of every type of fruit, together with God’s forgiveness and His being pleased with them. A rhetorical question is then added: “Are they to be compared to those who are to abide in the fire and be given a drink of scalding water that tears their bowels?' (Verse 15)
Diese erste Runde im ewig tobenden Kampf zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen ist vorbei, und die Sure eröffnet eine neue Runde mit den Heuchlern, die zusammen mit den Juden in Madinah eine Gefahr für die muslimische Gemeinschaft darstellten. Das Problem, das sie aufwarfen, war nicht weniger ernst als das der Götzendiener, die von Makkah und seiner Umgebung aus offenen Krieg gegen den Islam führten. Die Ereignisse, auf die die Sure Bezug nimmt, deuten darauf hin, dass sie von der Zeit spricht, die auf die Schlacht von Badr folgte, aber vor der Schlacht am Graben.1 Letztere kündigte eine vernichtende Niederlage für die Juden und einen schweren Rückschlag für die Heuchler an, wie in unserem Kommentar zur Sure 33, Band XIV, erläutert.
This first round in the ever-raging battle between the believers and the unbelievers over, the surah starts another round with the hypocrites who, together with the Jews in Madinah, represented a danger to the Muslim community. The problem they posed was no less serious than that of the idolaters who were waging open war on Islam from Makkah and its surrounding areas. The events to which the surah refers suggest that it talks about the period that followed the Battle of Badr but prior to the Encounter of the Moat.1 The latter heralded a crushing defeat for the Jews and a serious setback for the hypocrites, as explained in our commentary on Surah 33, Volume XIV.
Auch die Erwähnungen der Heuchler erfolgen in derselben konfrontativen und kämpferischen Weise wie der Rest der Sure. Dies zeigt sich bereits bei ihrer ersten Erwähnung, die beschreibt, wie unaufmerksam sie sind, wenn sie beim Propheten ﷺ sitzen, und in einem Kommentar, der sie als weit vom rechten Weg abgekommen und ihren Begierden folgend darstellt: „Manche von ihnen hören dir zu, doch kaum haben sie deine Gegenwart verlassen, sagen sie [spöttisch] zu denen, denen Wissen gegeben wurde: ‚Was hat er eben gesagt?' Solche sind diejenigen, deren Herzen Gott versiegelt hat und die ihren Begierden folgen." (Vers 16) Sie werden davor gewarnt, dass die Stunde unweigerlich kommen wird, und dann werden sie nicht einmal mehr in der Lage sein, sich ermahnen zu lassen: „Warten sie etwa darauf, dass die Stunde plötzlich über sie kommt? Ihre Anzeichen sind bereits erschienen; doch wenn sie einmal da ist, welchen Nutzen wird es ihnen dann bringen, wenn sie sich ermahnen lassen?" (Vers 18)
References to the hypocrites are made in the same confrontational and fighting manner as the rest of the surah. This is noticeable right from their first mention, which describes how they are absent minded when they sit with the Prophet and its comment that describes them as being far astray, following their desires: “Some of them listen to you, but no sooner do they leave your presence than they [scornfully] say to those endowed with knowledge: 'What is it that he said just now?' Such are the ones whose hearts God has sealed, and who follow their desires." (Verse 16) They are warned that the Last Hour will inevitably come, and, then, they will not even be able to take heed: "Are they waiting for the Last Hour to come upon them of a sudden? Its portents have already come; but once it has arrived, what benefit will it then be to them if they take heed?' (Verse 18)
Die Sure beschreibt dann ihre Panik, wenn sie mit einem ausdrücklichen Befehl des Qur'an zum Kampf konfrontiert werden. Sie haben sich als Gläubige ausgegeben, und hier zeigt die Sure deutlich den Unterschied zwischen ihnen und den wahren Gläubigen: „Die Gläubigen sagen: 'Hätte doch eine Sure herabgesandt werden mögen.' Doch wenn eine Sure von eindeutiger Bedeutung herabgesandt wird und darin vom Kampf die Rede ist, siehst du jene, in deren Herzen Krankheit ist, auf dich starren, wie jemand, der aus Furcht vor dem Tod ohnmächtig zu werden droht." (Vers 20). Während sie aufgefordert werden, Gott und Seinem Gesandten zu gehorchen und wahrhaftig und standhaft zu sein, verurteilt die Sure ihr Verhalten und erklärt ihnen den Krieg.
The surah then describes their panic when they are confronted with an express Qur’anic order to fight. They have pretended to be believers, and here we see how the surah makes abundantly clear the difference between them and true believers: “ The believers say: 'Would that a surah had been revealed.’ Yet when a surah of clear import is revealed, and fighting is mentioned in it, you see those who are sick at heart staring at you like one who is about to faint for fear of death." verse 20) While they are urged to obey God and His messenger and to be truthful and firm, the surah condemns their behaviour and declares war against them.
Sie sind von Gottes Barmherzigkeit ausgeschlossen: „Besser wäre es für sie, gehorsam zu sein und ein angemessenes Wort zu sprechen. Und wenn die Sache des Kampfes beschlossen ist, wäre es besser für sie, Gott gegenüber aufrichtig zu sein. Wenn ihr euch nun abwendet, ist dann zu erwarten, dass ihr Unheil auf der Erde stiftet und eure verwandtschaftlichen Bande zerreißt? Es sind diese, die Gott verstoßen hat, indem Er sie taub und blind machte." (Vers 20–23)
They are expelled from God’s mercy: "Far better for them would be obedience and an appropriate word. Moreover, when fighting is decided upon, it is better for them to be true to God. If you turn away now, is it to be expected of you that you will spread corruption in the land and break your ties of kinship? It is such as these whom God rejects, leaving them deafand blind." verses 20-23)
Die Pläne der Heuchler werden aufgedeckt: Sie hören auf Satan, schließen Freundschaft mit den Juden und verschwören sich mit ihnen gegen die Gläubigen. Daher werden sie vor der Folter gewarnt, die ihnen im Augenblick des Todes zuteilwerden würde. Sie werden auch davor gewarnt, innerhalb der muslimischen Gemeinschaft, der sie vorgeben anzugehören, bloßgestellt zu werden, obwohl sie in Wahrheit nicht wirklich dazugehören. Im Gegenteil, sie schmieden Ränke gegen sie: „Diejenigen, die sich abwenden, nachdem ihnen die Rechtleitung zuteilgeworden ist, werden von Satan verführt, der ihnen falsche Hoffnungen einflößt. Das ist so, weil sie zu jenen, die all das verabscheuen, was Gott offenbart hat, sagen: 'Wir werden euch in einigen Angelegenheiten gehorchen.' Doch Gott kennt ihre geheimen Machenschaften. Wie wird es ihnen ergehen, wenn die Engel sie im Tod einsammeln und ihnen ins Gesicht und auf den Rücken schlagen? Das ist so, weil sie dem folgen, was den Zorn Gottes erregt, und verabscheuen, was Ihm wohlgefällt. Daher wird Er gewiss alle ihre Taten vergeblich machen. Meinen etwa jene, in deren Herzen eine Krankheit ist, Gott werde ihre Bosheit niemals ans Licht bringen? Hätten Wir es gewollt, hätten Wir sie dir zeigen können, und du hättest sie an ihren Merkmalen erkannt; doch du wirst sie mit Gewissheit an ihrem Redeton erkennen. Gott kennt alles, was ihr tut. Gewiss werden Wir euch prüfen, um zu sehen, wer von euch sich bemüht und standhaft bleibt; und Wir werden die Wahrheit eurer Behauptungen erproben.“ (Verse 25-31)
The hypocrites’ schemes are exposed: they listen to Satan and befriend the Jews and conspire with them against the believers. Therefore, they are warned about torture that would be inflicted on them at the point of death. They are also warned about exposure within the Muslim community to which they pretend to belong when they are not really part of it. On the contrary, they scheme against it: “ Those who turn their backs after guidance has been given to them are seduced by Satan who fills them with false hopes. That is because they say to those who abhor all that God has revealed, 'We will obey you in some matters, ’ but God knows all their secret schemes. How will they feel when the angels gather them in death, striking their faces and their backs? That is because they follow what incurs God's anger, and hate what pleases Him. Therefore, He will surely make all their deeds come to nothing. Do those who are sick at heart assume that God will never bring their malice to light? Had We so willed, We could have pointed them out to you, and you would have recognized them by their marks; but you will most certainly recognize them by the tone of their speech. God knows all that you people do. Most certainly We shall put you to the proof to see who of you strive hard and remain firm; and We shall test the truth of your assertions. ” (Verses 25-31)
Die dritte und letzte Runde der Sure greift erneut den Angriff auf die Ungläubigen unter den Quraisch und den Juden auf: „Diejenigen, die ungläubig sind und andere vom Weg Gottes abhalten und sich feindselig gegen den Propheten ﷺ stellen, nachdem ihnen die Rechtleitung klargeworden ist, können Gott keinesfalls schaden; aber Er wird alle ihre Werke zunichtemachen." (Vers 32) Sie warnt die Gläubigen davor, in dieselben Fallen zu geraten wie ihre Feinde: „Ihr Gläubigen, gehorcht Gott und gehorcht dem Gesandten ﷺ, und lasst eure Werke nicht zunichtewerden. Diejenigen, die ungläubig sind und andere vom Weg Gottes abhalten und als Ungläubige sterben, denen wird Gott keine Vergebung gewähren." (Verse 33–34) Sie werden ermutigt, im Kampf standhaft zu bleiben: „Verliert also nicht den Mut und bietet keinen Frieden an. Ihr seid es, die die Oberhand haben, und Gott ist mit euch. Er wird eure Werke niemals verloren gehen lassen." (Vers 35)
The surah's third and final round again takes up the attack against the unbelievers from among the Quraysh and the Jews: “ Those who disbelieve and debar others from the path of God, and take a hostile stand against the Prophet after they have seen the light of guidance, can in no way harm God; but He will surely make all their deeds come to nothing." (Verse 32) It warns the believers against falling into the same traps as their enemies: “Believers, obey God and obey the messenger, and do not let your deeds come to nothing. Those who disbelieve and debar others from the path of God, and in the end die unbelievers shall not be granted forgiveness by God." (Verses 33-34) They are encouraged to remain firm during the fight: “ Therefore, do not lose heart or sue for peace. It is you who have the upper hand, and God is with you. He will never let your deeds go to waste." (Verse 35)
Das Leben dieser Welt wird als belanglos dargestellt. Die Gläubigen werden aufgefordert, einen Teil ihres Vermögens zur Unterstützung der Sache Gottes zu verwenden. Sie sollen nicht ihr gesamtes Hab und Gut weggeben; Gott kennt ihre menschliche Natur und weiß, dass sie es als zu schwer empfinden würden, ein solches Opfer zu bringen, falls es von ihnen verlangt würde: „Das Leben dieser Welt ist nur Spiel und Zeitvertreib. Wenn ihr aber glaubt und gottesfürchtig seid, wird Er euch euren Lohn geben. Er verlangt nicht von euch, all euren Besitz aufzugeben. Würde Er euch alles abverlangen und euch stark bedrängen, so würdet ihr geizig werden, und Er würde euren Groll ans Licht bringen." (Verse 36-37) Die Sure schließt mit einer Warnung an die Muslime, falls sie knauserig sind und nicht bereit, einen Teil ihres Vermögens für die Sache Gottes aufzuwenden: „Ihr werdet aufgerufen, in Gottes Sache zu geben, doch manche unter euch werden sich als knauserig erweisen. Wer knauserig ist [in der Sache Gottes], ist knauserig gegen sich selbst. Gott ist die Quelle allen Reichtums, ihr aber seid diejenigen, die bedürftig sind. Wenn ihr euch abwendet, wird Er andere Leute an eure Stelle setzen, und sie werden nicht wie ihr sein." (Vers 38)
The life of this world is shown to be trivial. Believers are urged to spend some of their money to support Gods cause. They are not meant to give away all they have; God knows their human nature and that they would find it too difficult to make such a sacrifice should it be asked of them: “ The life of this world is but play and amusement, but if you believe and are God fearing, He will grant you your reward. He does not ask you to give up all your possessions. If He were to ask you all and press you hard, you would grow tight-fisted, and He would bring your malice to light." (Verses 36-37) The surah concludes with a note of warning to the Muslims, should they be niggardly, unwilling to spend some of their money for Gods cause: “ You are called upon to give in God's cause, but some among you will turn out to be niggardly. Whoever h niggardly [in God's cause] is niggardly towards himself. God is the source of all wealth, whereas you are the ones in need. If you turn away, He will substitute other people for you, and they will not be like you." (Verse 38)
Die Atmosphäre der Schlacht prägt die Sure von Anfang bis Ende; sie ist für jeden ihrer Abschnitte kennzeichnend. Die Schlussworte ihrer Verse klingen wie schwere Bombardements. Werden solche Schlussworte in einem sanfteren Ton vorgetragen, wirken sie wie Schwerter, die in die Luft gezeichnet werden. Die Bilder, welche die Sure zeichnet, sind so hart wie die Worte, mit denen sie ausgedrückt werden. Wenn die Sure auf tatsächliche Kämpfe Bezug nimmt, heißt es: „Wenn ihr auf die Ungläubigen im Kampf trefft, dann schlagt ihnen auf die Nacken“ (Vers 4). Das eigentliche Töten und die Gefangennahme werden anschaulich beschrieben: „Wenn ihr sie dann gründlich niedergerungen habt, so fesselt sie fest“ (Vers 4). Die Verurteilung der Ungläubigen wird in ebenso kraftvollen Worten ausgedrückt: „Was aber die Ungläubigen betrifft, so wartet auf sie ein böses Schicksal, und Er wird ihre Taten zunichtemachen“ (Vers 8). Auch das Schicksal früherer Gemeinschaften wird auf eine in Worten wie in ihren Konnotationen höchst eindrucksvolle Weise dargestellt: „Gott hat sie vollständig vernichtet.“
The air of battle colours the surah from start to finish; it is characteristic of its every section. The ending of its verses sound like heavy bombardments. When such endings are given a softer tone, they seem like swords branded in the air. The images the surah draws are as hard as the words expressing them. When referring to actual fighting, the surah says: “when you meet the unbelievers in battle, smite their necks.” (Verse 4) The actual killing and the taking of prisoners is described graphically: “ Then when you have thoroughly subdued them, bind them firmly” (Verse 4) The condemnation of the unbelievers is expressed in equally powerful words: “As for the unbelievers, ill fortune awaits them as He will bring their deeds to nothing” (Verse 8) The fate of earlier communities is also documented in a highly resounding way, both in words and connotations: “God destroyed them utterly.
Ein ähnliches Schicksal erwartet die Ungläubigen.“ (Vers 10) Während sie in der Hölle leiden müssen, werden die Ungläubigen so dargestellt, dass ihnen „siedendes Wasser zu trinken gegeben wird, das ihnen die Eingeweide zerreißt“ (Vers 15). Ebenso wird der Zustand der Panik, der die Heuchler überkommt, eindringlich geschildert: „Du siehst die, in deren Herzen Krankheit ist, auf dich blicken wie einer, der ohnmächtig wird vor Todesfurcht.“ (Vers 20) Selbst die sanfte Warnung an die Gläubigen, sich abzuwenden, wird in Form einer entschiedenen Drohung ausgesprochen: „Wenn ihr euch abwendet, wird Er an eure Stelle ein anderes Volk setzen, und sie werden nicht so sein wie ihr“ (Vers 38).
A similar fate awaits the unbelievers.” (Verse 10) As they are made to suffer in hell the unbelievers are shown as being “given a drink of scalding water that tears their bowels” (Verse 15) Likewise, the state of panic that overtakes the hypocrites is drawn intensely: “you see those who are sick at heart staring at you like one who is about to faint for fear of death.” (Verse 20) Even the gentle warning to the believers against turning away is given in the form of a decisive threat: “If you turn away, He will substitute other people for you, and they will not be like you” (Verse 38)
So sehen wir, dass die Sure von vollkommener Harmonie durchdrungen ist – ihr Gegenstand, ihre Bilder, ihre Konnotationen und ihr Rhythmus.
Thus we see perfect harmony permeating the surah-, its subject matter, images, connotations and rhythm.
1. Die Schlacht von Badr fand im Monat Ramadan im zweiten Jahr des islamischen Kalenders statt, während die Schlacht am Graben gegen Ende des fünften Jahres stattfand (entsprechend 623 bzw. 626 n. Chr.) – Anmerkung des Herausgebers.
1. The Battle of Badr took place during Ramadan, year 2 of the Islamic calendar, while the Encounter of the Moat occured towards the end of year 5, (623 and 626 CE respectively) - Editor’s note.