Al-Anfāl (Die Beute des Krieges) | Verschiedene Arten des Sieges 1-29
Al-anfāl (the Spoils Of War) | Different Types Of Victory 1-29
Sie fragen dich nach der Kriegsbeute. Sag:
They ask you about the spoils of war. Say:
Die Beute gehört Gott und dem Gesandten. So fürchtet Gott und bessert euer Verhältnis untereinander. Gehorcht Gott und Seinem Gesandten, wenn ihr gläubig seid. (1)
The spoils of war belong to God and the Messenger. So, have fear of God and set right your internal relations. Obey God and His Messenger, if you are true believers. (1)
Wahre Gläubige sind nur diejenigen, deren Herzen beben, wenn Gott erwähnt wird, und deren Glaube zunimmt, wenn Seine Verse ihnen vorgetragen werden, und auf ihren Herrn vertrauen sie.
True believers are only those whose hearts are filled with awe whenever God is mentioned, and whose faith is strengthened whenever His revelations are recited to them. In their Lord do they place their trust. (2)
Sie verrichten regelmäßig ihr Gebet und spenden von dem, womit Wir sie versorgt haben. (3)
They attend regularly to their prayers and spend on others some of what We have provided them with. (3)
Das sind diejenigen, die wahrhaft gläubig sind. Sie werden bei ihrem Herrn hohe Ränge erhalten, Vergebung ihrer Sünden und reichliche Versorgung. (4)
It is those who are truly believers. They shall be given high ranks with their Lord, and forgiveness of sins and generous provisions. (4)
So wie dein Herr dich aus deinem Haus zur Wahrheit hinausgeführt hat, obwohl ein Teil der Gläubigen dem abgeneigt war. (5)
Just as your Lord brought you forth from your home for the truth, even though some of the believers were averse to it. (5)
Sie stritten mit dir über die Wahrheit, nachdem sie bereits offenbar geworden war, als würden sie in den sicheren Tod getrieben und sähen ihn mit eigenen Augen. (6)
They would argue with you about the truth even after it had become manifest, just as if they were being driven to certain death and saw it with their very eyes. (6)
Gott hat euch versprochen, dass eine der beiden Heerscharen euch zufallen werde. Ihr wünschtet, dass diejenige, die nicht über Macht verfügte, euch gehören möge, doch Gottes Wille war es, die Wahrheit gemäß Seinen Worten zu festigen und die Ungläubigen auszurotten. (7)
God promised you that one of the two hosts would fall to you. It was your wish that the one which was not powerful to be yours, but it was God’s will to establish the truth in accordance with His words and to wipe out the unbelievers. (7)
So würde Er gewiss die Wahrheit festigen und das Falsche als falsch erweisen, auch wenn es den Übeltätern zuwider ist. (8)
Thus He would certainly establish the truth firmly and show false- hood to be false, however hateful this might be to the evildoers. (8)
„Als ihr euren Herrn um Hilfe anflehtet, antwortete Er: ‚Ich werde euch mit tausend Engeln verstärken, die in Reihen heranziehen.'“ (9)
When you implored your Lord for help, He answered: `I will reinforce you with a thousand angels advancing in ranks.’ (9)
Gott hat dies nur als frohe Botschaft bestimmt, damit sich eure Herzen beruhigen. Der Sieg kommt nur von Gott. Gewiss, Gott ist der Allmächtige, der Allweise. (10)
God made this only as good news with which to reassure your hearts, for victory comes only from God. Indeed, God is Almighty, Wise. (10)
Er ließ den Schlaf über euch kommen als eine Beruhigung von Ihm, und Er sandte Wasser vom Himmel herab, um euch damit zu reinigen und die Unreinheit Satans von euch zu nehmen, um eure Herzen zu stärken und eure Schritte festzumachen. (11)
He made slumber fall upon you, as an assurance from Him, and He sent down water from the sky to cleanse you and to remove from you Satan’s filth, to strengthen your hearts and steady your footsteps. (11)
Dein Herr offenbarte den Engeln: „Ich bin mit euch. So festigt diejenigen, die gläubig sind. Ich werde in die Herzen der Ungläubigen Schrecken werfen. So schlagt ihnen auf die Nacken und schlagt ihnen jede Fingerspitze ab.“ (12)
Your Lord inspired the angels, saying: `I am with you. So, give courage to the believers. I shall cast terror into the hearts of the unbelievers. Strike, then, their necks and strike off their every fingertip.’ (12)
Das ist deshalb, weil sie Gott und Seinem Gesandten widersetzt haben. Wer Gott und Seinem Gesandten widersetzt, für den gilt: Gott ist streng im Strafen. (13)
This is because they have defied God and His Messenger. Whoever defies God and His Messenger [will find out that] God is severe in retribution. (13)
Das ist für euch, [Feinde Gottes]! Kostet es denn! Die Ungläubigen werden die Qual des Feuers zu erleiden haben. (14)
This is for you, [enemies of God]! Taste it, then. The unbelievers shall be made to suffer the torment of fire. (14)
Gläubige, wenn ihr auf die Ungläubigen im Kampf trefft, dann kehrt ihnen nicht den Rücken in der Flucht. (15)
Believers, when you meet in battle those who disbelieve, do not turn your backs to them in flight. (15)
Wer an jenem Tag ihnen den Rücken kehrt, außer wenn er sich zum Kampf neu formiert oder sich einer anderen Schar anzuschließen sucht, der zieht den Zorn Gottes auf sich, und die Hölle wird sein Aufenthaltsort sein – und welch schlimmer Ort der Heimkehr!
Anyone who turns his back to them on that day, except when manoeuvring for battle or in an endeavour to join another troop, shall incur God’s wrath, and hell shall be his abode: how vile a journey’s end.
(16)
(16)
„Nicht ihr habt sie erschlagen, sondern Gott hat sie erschlagen. Und als du [eine Handvoll Staub] warfst, da hast nicht du geworfen, sondern Gott hat geworfen, damit Er die Gläubigen auf die Probe stelle, eine schöne Prüfung von Seiten Seiner selbst."
It was not you who slew them, but it was God who slew them. When you threw [a handful of dust], it was not your act, but God’s, so that He might put the believers through a fair test of His own making.
Gewiss, Gott hört alles und weiß alles. (17)
Indeed, God hears all and knows all. (17)
So ist es: Gott ist es, der die Listen der Ungläubigen schwächen wird. (18)
That is so; it is God who shall make feeble the schemes of the unbelievers. (18)
Wenn ihr um einen Richterspruch gebeten habt, so ist euch nun der Richterspruch gekommen. Und wenn ihr aufhört, so ist es besser für euch; und wenn ihr zu eurem Frevel zurückkehrt, so kehren auch Wir zurück [mit Unserer Strafe]. Eure Schar, so zahlreich sie auch sein mag, wird euch nichts nützen; denn Gott ist mit den Gläubigen. (19)
If you were seeking a judgement, then a judgement has come to you. If you desist, it will be best for you; and if you revert to your erring ways, We will also be back [with Our punishment]. Your host, numerous as it may be, shall avail you nothing; for God is with the believers. (19)
Gläubige, gehorcht Gott und Seinem Gesandten, und wendet euch nicht von ihm ab, nachdem ihr [seine Botschaft] gehört habt. (20)
Believers, obey God and His Messenger, and do not turn away from him now that you have heard [his message]. (20)
Seid nicht wie diejenigen, die sagen: „Wir haben gehört", während sie nicht zuhören. (21)
Do not be like those who say: `We have heard,’ while they do not listen. (21)
Wahrlich, die schlimmsten aller Geschöpfe in den Augen Gottes sind die Tauben und Stummen, die der Vernunft entbehren. (22)
Indeed, the worst of all creatures, in God’s sight, are the deaf and dumb who are devoid of reason. (22)
Hätte Gott irgendein Gutes in ihnen gekannt, so hätte Er sie gewiss hören lassen.
If God had known of any good in them, He would certainly have made them hear.
Doch selbst wenn Er sie hören ließe, würden sie sich abwenden und sich weigern zuzuhören. (23)
But even if He were to make them hear, they would have turned away and refused to listen. (23)
Gläubige, folgt dem Ruf Gottes und des Gesandten, wenn er euch zu dem ruft, was euch Leben gibt, und wisst, dass Gott zwischen einen Menschen und sein Herz tritt und dass ihr alle zu Ihm versammelt werden sollt. (24)
Believers, respond to the call of God and the Messenger when he calls you to that which will give you life, and know that God comes in between a man and his heart, and that to Him you shall all be gathered. (24)
Hütet euch vor einer Versuchung, die nicht nur diejenigen unter euch trifft, die Unrecht getan haben. Und wisst, dass Gott streng im Strafen ist. (25)
Beware of temptation that does not lure only those among you who are wrongdoers. Know that God is severe in retribution. (25)
Denkt daran, als ihr wenige und schwache Menschen in dem Land wart, in ständiger Angst, die Leute könnten euch vernichten: Wie Er euch Zuflucht gewährte, euch mit Seiner Unterstützung stärkte und euch mit vielen guten Dingen versorgte, auf dass ihr dankbar sein möget. (26)
Remember when you were few and helpless in the land, fearful lest people do away with you: how He sheltered you, strengthened you with His support and provided you with many good things so that you might be grateful. (26)
Gläubige, betrügt nicht Gott und den Gesandten, noch betrügt wissentlich das Vertrauen, das euch anvertraut wurde. (27)
Believers, do not betray God and the Messenger, nor knowingly betray the trust that has been reposed in you. (27)
Wisset, dass euer Besitz und eure Kinder nur eine Prüfung sind, und dass bei Gott ein großer Lohn ist. (28)
Know that your worldly goods and your children are but a trial, and that with God there is a great reward. (28)
Ihr Gläubigen, wenn ihr gottesfürchtig bleibt, wird Er euch ein Unterscheidungsmerkmal geben, an dem ihr das Wahre vom Falschen unterscheiden könnt, und Er wird eure schlechten Taten von euch tilgen und euch vergeben. Gottes Huld ist wahrlich groß. (29)
Believers, if you remain God- fearing, He will give you a standard by which to discern the true from the false, and will wipe off your bad deeds, and forgive you. God’s bounty is great indeed. (29)
Überblick
Overview
Dieser einleitende Abschnitt der Sure enthält Gottes Bestimmung über die Beute, die Muslime in ihren Feldzügen zur Sache Gottes gewinnen können. Diejenigen, die an der ersten großen Schlacht bei Badr zwischen dem neu gegründeten muslimischen Staat und den heidnischen Arabern teilnahmen, stritten untereinander über deren Verteilung. Gott gibt hier Seine Bestimmung und erinnert sie daran, dass sie Ihn fürchten und Ihm gehorchen müssen, und ebenso Seinem Gesandten gehorchen sollen. Er erinnert sie an ihren Glauben und daran, dass sie dessen Werte leben müssen.
This opening passage of the sūrah provides God’s ruling over the booty that Muslims may gain in their campaigns to serve God’s cause. Those who fought in the first major battle that took place at Badr between the newly-established Muslim state and the pagan Arabs disputed among themselves over its distribution. God gives here His ruling and reminds them of their need to fear and obey Him, and also obey His Messenger. He reminds them of their faith and that they need to live up to its values.
Gott erinnert sie außerdem daran, dass sie gehofft hatten, eine Handelskarawane zu erbeuten, Gott aber für sie etwas weit Besseres wollte: Stärke und Sieg. Ferner stellt Er ihnen vor Augen, welche Umstände den Ausgang der Schlacht zu ihren Gunsten wendeten, als sie einem Feind gegenüberstanden, der ihnen an Zahl und Ausrüstung weit überlegen war. Sie erhielten Unterstützung durch Engel. Regen gab ihnen Wasser zu trinken und machte den Boden fester, sodass sie nicht durch einen sandigen Kampfplatz behindert wurden. Schlaf überkam sie, um ihnen Ruhe und Zuversicht zu geben. Ihre Feinde wurden von Furcht übermannt und erlitten am Ende eine harte Strafe.
God also reminds them that they had hoped to gain a trade caravan, but God wanted something much better for them: strength and victory. He further puts before their eyes the factors that made the battle go in their favour when they were facing an enemy who was far superior to them in numerical strength and equipment. They were given support by angels. Rain gave them water to drink, and made the terrain firmer so that they were not impeded by a sandy battleground. Slumber overwhelmed them to give them calmness and reassurance. Their enemies were overwhelmed with fear, and ended up suffering stern punishment.
Den Gläubigen wird geboten, in jeder Schlacht standhaft zu bleiben, gleichgültig wie stark und uneinnehmbar ihre Feinde zunächst erscheinen mögen. Gott ist es, der plant, handelt und tötet. Sie sind lediglich ein Mittel, mit dem Er Seinen Willen verwirklicht. Er kann mit ihnen tun, was Er will.
The believers are commanded to remain steadfast in every battle, no matter how strong and unassailable their enemies may initially appear to be. It is God who plans, acts and kills. They are merely a means with which He accomplishes His will. He may do with them what He pleases.
Streit um die Kriegsbeute
Dispute Over the Spoils of War
Man fragt dich nach der Kriegsbeute. Sprich: „Die Kriegsbeute gehört Gott und dem Gesandten. So fürchtet Gott und bringt euer gegenseitiges Verhältnis in Ordnung. Gehorcht Gott und Seinem Gesandten, wenn ihr wahre Gläubige seid.“ Wahre Gläubige sind nur jene, deren Herzen mit Ehrfurcht erfüllt werden, sooft Gott erwähnt wird, und deren Glaube gestärkt wird, sooft Seine Offenbarungen ihnen rezitiert werden. Auf ihren Herrn vertrauen sie. Sie verrichten ihr Gebet regelmäßig und spenden an andere von dem, was Wir ihnen gegeben haben. Das sind die wahrhaft Gläubigen. Ihnen werden hohe Ränge bei ihrem Herrn zuteil, Vergebung der Sünden und großzügige Versorgung. (Verse 1–4)
They ask you about the spoils of war. Say: “The spoils of war belong to God and the Messenger. So, have fear of God and set right your internal relations. Obey God and His Messenger, if you are true believers.” True believers are only those whose hearts are filled with awe whenever God is mentioned, and whose faith is strengthened whenever His revelations are recited to them. In their Lord do they place their trust.They attend regularly to their prayers and spend on others some of what We have provided them with. It is those who are truly believers. They shall be given high ranks with their Lord, and forgiveness of sins and generous provisions. (Verses 1-4)
Im Prolog haben wir eine Reihe von Berichten erwähnt, die von den Anlässen der Offenbarung dieser Verse sprechen. Es ist nützlich, hier noch einige weitere Berichte anzuführen, um sich des vorherrschenden Klimas zur Zeit der Offenbarung der Sure voll bewusst zu werden, insbesondere jener Verse, die von der Kriegsbeute handeln. Dies wird uns ein klares Bild von der tatsächlichen Lage der muslimischen Gemeinschaft nach ihrer ersten großen Schlacht seit der Gründung des muslimischen Staates in Madinah verschaffen.
We mentioned in the Prologue a number of reports speaking about the reasons for the revelation of these verses. It is useful to add here some more reports in order to be fully aware of the prevailing atmosphere at the time when the sūrah was revealed, particularly those verses that speak of the spoils of war. This will give us a clear view of the actual situation of the Muslim community after its first major battle since the establishment of the Muslim state in Madinah.
In seinem Kommentar zum Qur'ān zitiert Ibn Kathīr einen Bericht, der von Abū Dāwūd, al-Nasā'ī und anderen auf die Autorität Ibn 'Abbās' überliefert wird, der sagt: „Am Tag der Schlacht von Badr sagte der Prophet ﷺ: ‚Wer dies oder jenes tut, dem wird soundso viel zustehen.' Die jungen Muslime kämpften tapfer, um ihre Ansprüche durchzusetzen, während die älteren Leute die Banner hielten. Als es Zeit war, die Beute zu verteilen, erhoben sie ihre Forderungen. Die älteren Leute sagten: ‚Nehmt nicht alles für euch allein, denn wir haben euch unterstützt. Hättet ihr eine Niederlage erlitten, hättet ihr unseren Schutz gebraucht.' Es entstand ein Streit darüber zwischen ihnen. Da offenbarte Gott den einleitenden Vers der Sūrah." Ein anderer Bericht von Ibn 'Abbās lautet: „Am Tag von Badr sagte der Prophet ﷺ: ‚Wer einen feindlichen Kämpfer tötet, dem wird dies und das zustehen, und wer einen Gefangenen bringt, dem wird soundso viel zustehen.' Ein Mann namens Abū al-Yasīr brachte zwei Männer, die er gefangen genommen hatte, und sagte: ‚Gesandter Gottes, du hast uns etwas versprochen.' Sa'd ibn 'Ubādah sagte: ‚Gesandter Gottes, wenn du nur diesen Leuten geben würdest, bliebe nichts für deine Gefährten übrig. Wir sind nicht zurückgeblieben, weil wir die Belohnung gering geschätzt hätten oder aus Feigheit. Wir sind nur zurückgeblieben, um dich zu schützen, falls der Feind dich von hinten angreifen sollte.' Ein Streit brach aus, und der erste Vers der Sūrah wurde offenbart. Gott offenbarte auch Vers 41, der die Verteilung der Kriegsbeute festlegt."
Wesentliche Eigenschaften der Gläubigen
Essential Qualities of Believers
So erinnert der Anfang der Sure die Herzen derer, die über die Beute stritten, daran, dass sie die Furcht vor Gott bewahren sollen. Preis sei dem Schöpfer, der die Geheimnisse aller Herzen kennt. Nur die Furcht vor Gott und das Verlangen, Sein Wohlgefallen sowohl in diesem Leben als auch im Jenseits zu erlangen, wendet die menschlichen Herzen davon ab, den Reichtum und die Freuden dieser Welt hoch zu schätzen und um sie zu streiten, obwohl ein solcher Streit auch den Beigeschmack haben sollte, ein Zeugnis dafür zu sein, sich mit ganzer Kraft für die Sache Gottes einzusetzen. Ein Herz, das sich nicht gänzlich Gott zuwendet, aus Furcht, Seinen Zorn auf sich zu ziehen, und bestrebt ist, Sein Wohlgefallen zu erlangen, wird niemals in der Lage sein, sich von der Versuchung weltlicher Bequemlichkeiten und Reichtümer zu befreien. Die Furcht vor Gott bewirkt, dass die Herzen der Menschen bereit sind, sich mit Leichtigkeit und Demut leiten zu lassen, sodass sie freundschaftliche Beziehungen pflegen und die Bande der Brüderlichkeit untereinander fördern können: „So fürchtet Gott und bringt eure gegenseitigen Beziehungen in Ordnung.“ (Vers 1) Durch die Furcht vor Gott gelangen sie dazu, Gott und Seinem Gesandten vollkommen zu gehorchen: „Gehorcht Gott und Seinem Gesandten, wenn ihr wahrhaft gläubig seid.“ (Vers 1)
Thus, the opening verse of the sūrah reminds the hearts of those who disputed over the booty that they should maintain fear of God. Glory be to the Creator who knows all hearts’ secrets. It is only the fear of God and the desire to earn His pleasure in this life, as well as in the life to come, that turns human hearts away from valuing the riches and pleasures of this world and disputing over them, even though such a dispute should also have an overtone of having a testimony for fighting hard to serve God’s cause. A heart that does not turn in its totality to God, fearing to incur His anger and seeking to earn His pleasure, will never be able to get rid of the temptation of worldly comforts and riches. Fearing God is what makes people’s hearts willing to be guided with ease and humility so that they can maintain friendly relations and promote bonds of brotherhood between them: “So, have fear of God and set right your internal relations.” (Verse 1) It is through fearing God that they are led to total obedience of God and His Messenger: “Obey God and His Messenger, if are true believers.” (Verse 1)
Der erste Aspekt des Gehorsams in diesem Zusammenhang besteht darin, sich seiner Entscheidung über die Kriegsbeute zu fügen. Sie gehörte nicht länger einem der Kämpfer. Die gesamte Beute gehört Gott und Seinem Gesandten ﷺ, und ihnen allein steht die Entscheidung über ihre Verwendung zu. Jene Gläubigen konnten sich Gottes Entscheidung und der Teilung der Beute durch den Propheten ﷺ nur mit leichtem Herzen und frohem Sinn fügen. Sie mussten außerdem ihre brüderliche Verbundenheit bewahren, die durch nichts geschwächt werden konnte, vorausgesetzt, dass „ihr wahre Gläubige seid".
Das, was wir predigen, auch selbst praktizieren
Practising What We Preach
Die Gefährten des Propheten ﷺ waren in der Tat Vorbilder wahrer Gläubiger. Der Koran übte eine besondere Wirkung auf sie aus, die durch die allgemeine Atmosphäre in ihrer Gemeinschaft verstärkt wurde, in der die Menschen sich nach Kräften bemühten, nach dem Koran zu leben, und sich nicht damit begnügten, seine Bedeutung nur intellektuell zu würdigen. Wir haben bereits einige Berichte erwähnt, die den Anlass für die Offenbarung des Eröffnungsverses der Sure schildern. Diese Berichte handeln von Sa'd ibn Mālik, der den Propheten ﷺ bat, ihm ein bestimmtes Schwert zu geben, und zwar noch vor der Offenbarung, die dem Propheten ﷺ die vollständige Verfügungsgewalt über die Kriegsbeute und deren Verteilung gab. Der Prophet ﷺ sagte zu ihm: „Dieses Schwert gehört weder dir noch mir. Leg es hin.“ Als Sa'd dieser Anweisung nachkam und sich entfernte, dann aber zurückgerufen wurde, fürchtete er, dass seine Bitte durch eine Offenbarung beantwortet worden sein könnte. Den Bericht über Sa'd fortführend heißt es: „Ich sagte:
The Prophet’s Companions were indeed models of true believers. The Qur’ān had a special effect on them, enhanced by the general atmosphere in their community in which people tried their best to practically live by the Qur’ān and not confine themselves to an intellectual appreciation of its meaning. We have mentioned certain reports that relate the incident leading to the revelation of the opening verse of the sūrah. These reports speak of Sa`d ibn Mālik30 who requested the Prophet to give him a particular sword before the revelation that gave the Prophet complete control over the spoils of war and how they were to be distributed. The Prophet said to him: “This sword belongs neither to you nor to me. Put it down.” When Sa`d complied with this instruction and went away, and was then called back, he feared that his request might have been answered by revelation. Quoting Sa`d, the report goes on: “I said:
„Hat Gott etwas über mich offenbart?“ Der Prophet ﷺ antwortete ihm: „Du hast mich gebeten, dir dieses Schwert zu geben, obwohl es nicht mir gehörte. Nun wurde es mir gegeben, und ich schenke es dir.“ So lebten sie mit ihrem Herrn und mit dem Qur’ān, der offenbart wurde. Das war in der Tat großartig und fand in einer bemerkenswerten Periode der Menschheitsgeschichte statt. Die Gefährten des Propheten ﷺ waren so in der Lage, den Qur’ān auf ihre eigene vorbildliche Weise zu würdigen. Dass sie ihre eigenen praktischen Angelegenheiten führten, geleitet von den Weisungen des Qur’ān, machte ihre eigene Würdigung des Qur’ān sowohl praktisch als auch äußerst wirksam. Zwar ist eine Wiederholung des ersten Aspekts in dem Sinne nicht möglich, dass keine menschliche Gemeinschaft den Qur’ān heute noch unmittelbar empfangen kann, doch die Art der Auseinandersetzung mit dem Qur’ān, die die Gemeinschaft der Gefährten des Propheten ﷺ kennzeichnete, kann durchaus wiederholt werden. Dazu bedarf es nur einer Gemeinschaft von Gläubigen, die sich bemüht, diese Religion des Islam im praktischen Leben zu verwirklichen, so wie es die erste muslimische Gemeinschaft getan hat. Eine solche Gemeinschaft von Gläubigen wird gewiss dieselbe Art der Würdigung des Qur’ān haben und ihr Glaube wird jedes Mal gestärkt werden, wenn er rezitiert wird, weil sie von vornherein eine gläubige Gemeinschaft ist. Für sie verlangt der wahre Glaube, dass sie handeln, um diese Religion in der Praxis zu etablieren, nachdem die Dschahiliyya die Kontrolle über die ganze Welt zurückgewonnen hat. Für sie beschränkt sich der Glaube nicht auf Wunschdenken, sondern bedeutet etwas, das tief im Herzen verwurzelt ist und dem durch Handeln Glaubwürdigkeit verliehen wird.
Besser als der Wunsch des Gläubigen
Better than the Believer’s Desire
Nachdem die Sure zu Beginn das Wesen des wahren Glaubens dargelegt hat, verweist sie auf die Schlacht, durch die die muslimische Gemeinschaft die Kriegsbeute erlangte, die zum Gegenstand ihres Streits wurde, und zwar in einem Maße, dass ihr Verhalten nicht ganz angemessen war, wie der Gefährte des Propheten ﷺ, ʿUbādah ibn al-Ṣāmit, offen eingesteht. Die Sure erwähnt in allgemeiner Weise die verschiedenen Ereignisse, die sich zutrugen, und wie die Gefährten des Propheten ﷺ darauf reagierten und sich verhielten. Dieser Hinweis macht deutlich, dass die Gefährten des Propheten ﷺ lediglich das Mittel waren, durch das der Wille Gottes verwirklicht wurde. Es ist klar, dass all diese Ereignisse und die daraus entstandene Lage, einschließlich der Kriegsbeute, über die sie stritten, nur durch Gottes Willen, Seine Planung und die Hilfe, die Er jenen Gläubigen gab, möglich wurden. Was sie sich von dieser Schlacht erhofft hatten, war nur ein kleiner, begrenzter Gewinn. Er war nicht zu vergleichen mit dem, was Gott für sie wollte: dass sie diejenigen sein sollten, durch die die große Scheidelinie zwischen Wahrheit und Falschheit in den Himmeln und auf der Erde errichtet wird. Dieses große Kriterium ist das Hauptanliegen der erhabenen Gemeinschaft im Himmel ebenso wie das Anliegen der Menschen auf Erden und der Menschheitsgeschichte insgesamt. Die Sure erinnert sie daran, dass eine Gruppe von ihnen gegen ihre bevorzugte Wahl in die Schlacht zog. Eine andere Partei missbilligte, dass die Kriegsbeute unter ihnen verteilt werden sollte. Nun wollte Gott, dass sie erkennen, dass das, was sie bevorzugt hatten, nicht mit dem zu vergleichen ist, was Gott bevorzugt oder was Er zu verwirklichen wählt. Er kennt den Ausgang aller Dinge.
Now that the sūrah has established at the outset the nature of true faith, it refers to the battle which allowed the Muslim community to gain the spoils of war that became the subject of their dispute to the extent that their behaviour was not all that becoming, as the Prophet’s Companion, `Ubādah ibn al-Şāmit, candidly states. The sūrah refers in a general way to the various events that took place, and how the Prophet’s companions felt and behaved in response. This reference makes it clear that the Prophet’s Companions were merely the means through which God’s will was accomplished. It is clear that all those events, and the situation that arose from them, including the spoils of war over which they disputed, were only made possible through God’s will, His planning and the help He gave to those believers. What they had hoped to achieve from this battle was only a small, limited gain. It could not be compared to what God wanted for them, to be the ones through whom the great divide between truth and falsehood is established in the heavens and on earth. It is this great criterion which is the main preoccupation of the Supreme Society in heaven as well as the preoccupation of the people on earth and human history generally. The sūrah reminds them that a group of them went into the battle against their preferred choice. Another party did not like that the spoils of war should be divided among them. Now God wanted them to realize that what they had preferred is not to be compared with what God prefers or what He chooses to accomplish. He knows the results of all matters.
Ein Ziel, das über allen menschlichen Hoffnungen steht
An Aim Superior to All Human Hopes
Die muslimische Gruppe wünschte sich weiterhin, dass sie es mit der weniger mächtigen Schar zu tun bekommen würde und nicht mit dem Heer der Quraisch. „Gott hat euch versprochen, dass eine der beiden Scharen euch zufallen werde. Ihr aber wünschtet, dass diejenige, die nicht wehrhaft war, euch gehören solle.“ (Vers 7) Dies war ihr Wunsch, doch Gott wollte für sie eine andere Aussicht. Er wollte durch sie einen anderen Zweck verwirklichen: „Gott aber wollte die Wahrheit durch Seine Worte bestätigen und die Ungläubigen vernichten. So wird Er die Wahrheit gewiss festigen und das Falsche als falsch erweisen, auch wenn es den Frevlern verhasst ist.“ (Verse 7-8)
The Muslim group continued to wish that they would have to face the less powerful host, rather than the Quraysh army. “God promised you that one of the two hosts would fall to you. It was your wish that the one which was not powerful to be yours.” (Verse 7) This was their wish, but God wanted a different prospect for them. He wanted to accomplish a different purpose through them: “But it was God’s will to establish the truth in accordance with His words and to wipe out the unbelievers. Thus He would certainly establish the truth firmly and show falsehood to be false, however hateful this might be to the evildoers.” (Verses 7-8)
Durch Seine Gnade wollte Gott, dass die Begegnung keine solche sein sollte, die materiellen Gewinn bringt. Er wollte, dass sie eine vollwertige Schlacht zwischen Wahrheit und Unwahrheit wird, damit die Wahrheit siegen und fest gegründet werden konnte, und die Unwahrheit widerlegt und als falsch erkannt wurde. Er wollte, dass die Ungläubigen in die Flucht geschlagen werden, schwere Verluste erleiden und viele von ihnen gefangen genommen werden. So würden sie gedemütigt, und ihre Macht würde stark geschwächt, während das Banner des Islam hoch erhoben bliebe und Gottes Wille durchgesetzt würde. Auf diese Weise verleiht Gott der muslimischen Gemeinschaft Macht, die die Lebensordnung umsetzt, die Gott offenbart hat. Durch eine solche Umsetzung wird der Grundsatz der Einheit Gottes fest etabliert, während Tyrannei und Unwahrheit vollständig zerschmettert werden. Gott wollte, dass all dies durch Bemühung und harten Kampf sowohl im praktischen Leben als auch auf dem Schlachtfeld verdient und erworben wird, nicht als ein Geschenk, das wahllos gewährt wird, denn Gott tut nichts wahllos.
By His grace, God did not want the encounter to be one that brings materialistic gains. He wanted it to be a full-fledged battle between truth and falsehood, so that the truth could triumph and be well established, and falsehood be proven and seen as false. He wanted the unbelievers to be routed, suffering heavy losses and many of them to be taken captive. Thus, they would be humiliated and their power greatly weakened while the banner of Islam would remain hoisted high and God’s will enforced. In this way, God gives power to the Muslim community which implements the code of living God has revealed. Through such implementation, the principle of God’s oneness is firmly established, while tyranny and falsehood are completely shattered. God wanted all this to be earned and merited through endeavour and hard struggle both in practical life and on the battlefield, not to be a gift granted haphazardly, for God does not do anything haphazardly.
Ein Aufruf und eine Antwort
An Appeal and a Response
An dieser Stelle erinnert die Sure an die Atmosphäre der Schlacht von Badr, an die Umstände, die zu ihr führten, und an die Haltungen, die vor der Schlacht und während ihr eingenommen wurden. Sie zeichnet ein vollständiges Bild der Lage, in der sich die Muslime befanden, dessen, was Gott für sie vorgesehen hatte, und wie der Sieg, den sie errangen, Teil Seiner Planung war. In dem unnachahmlichen Stil des Qur'ān wird ihnen die ganze Situation mit ihren verschiedenen Szenen, Ereignissen, Gefühlen und Reaktionen wieder vor Augen geführt, damit sie sie noch einmal durchleben können, diesmal jedoch im Licht der Weisungen des Qur'ān. So sind sie in der Lage, deren wahre Dimensionen zu ermessen, die weit über Badr, die Arabische Halbinsel und die ganze Erde hinausgehen und sich über das Universum erstrecken und bis zur Höchsten Gemeinschaft reichen. Sie gehen auch über den Tag von Badr, die arabische und die Menschheitsgeschichte im Allgemeinen hinaus und reichen über dieses Leben hinaus bis zur Zeit der Abrechnung im Jenseits und der vollkommenen Belohnung. Die muslimische Gemeinschaft kann so ihren Wert in Gottes Augen ermessen und erkennen, wie Er die Schritte und Taten einzelner Menschen und Gemeinschaften im Dienst ihres Glaubens wertschätzt.
At this point, the sūrah recalls the atmosphere of the Battle of Badr, the circumstances leading to it and the attitudes adopted prior to the Battle and during it. It paints a complete picture of the conditions that the Muslims were in, what God planned for them and how the victory they attained was part of His planning. In the inimitable style of the Qur’ān, the whole situation is brought back to them with its different scenes, events, feelings and reactions so that they could relive it, but this time in the light of Qur’ānic directives. Thus they are able to appreciate its true dimensions that go far beyond Badr, the Arabian Peninsula and the whole earth to stretch across the universe and reach up to the Highest Society. It also goes beyond the day of Badr, Arabian and human history in general, and beyond this life to reach to the time of reckoning in the life to come and the perfect reward. The Muslim community is thus enabled to appreciate its value in God’s sight, and how He values the moves and actions of individuals and communities in the service of their faith.
Als ihr euren Herrn um Hilfe anflehtet, erhörte Er euch: „Ich werde euch mit tausend Engeln verstärken, die in Reihen heranziehen.“ Gott bewirkte dies nur als frohe Botschaft, damit eure Herzen Ruhe finden, denn der Sieg kommt allein von Gott. Gewiss, Gott ist Allmächtig, Allweise.
When you implored your Lord for help, He answered: “I will reinforce you with a thousand angels advancing in ranks.” God made this only as good news with which to reassure your hearts, for victory comes only from God. Indeed, God is Almighty, Wise.
Gottes Beistand in allen Formen
God’s Support in All Forms
Dieser Schlaf und diese Beruhigung gehörten zu der Unterstützung, die Gott dem muslimischen Heer bei Badr gewährte. „Als Er Schlummer über euch kommen ließ, als Zeichen der Sicherheit von Ihm.“ (Vers 11) Die Wortwahl ist hier sehr bedeutsam: „kommen ließ“, „Schlummer“, „Sicherheit“ sind Begriffe, die ein Gefühl von Zuversicht und Vertrautheit vermitteln. Die Sure zeichnet das vollständige Bild und hebt den großen Wert jenes Augenblicks hervor, der die zwei gegensätzlichen Lagen trennte, die das muslimische Heer erlebte.
This slumber and reassurance were part of the reinforcement God granted to the Muslim host at Badr. “He made slumber fall upon you, as an assurance from Him.” (Verse 11) The wording here is very significant; “fall upon you”, “slumber”, “assurance” are all words that impart a feeling of confidence and friendliness. The sūrah paints the complete picture and highlights the great value of that moment which separated two opposite situations experienced by the Muslim host.
Das Wasser bzw. der Regen war somit eine weitere Form der Unterstützung, die den muslimischen Kämpfern zuteilwurde. Ein Bericht von ʿAbdullāh ibn ʿAbbās erzählt die Geschichte folgendermaßen: „Als der Prophet ﷺ gen Badr aufbrach, machten er und seine Gefährten an einem öden Ort halt, während die Ungläubigen näher an den Brunnen lagerten. Die Muslime waren offensichtlich erschöpft.
The water or the rain was, then, another form of support given to the Muslim fighters. A report by `Abdullāh ibn `Abbās tells the story as follows: “When the Prophet marched towards Badr, he and his Companions stopped at a barren area with the unbelievers closer to the wells. The Muslims were apparently exhausted.
Satan begann, ihnen ins Ohr zu flüstern, und versuchte, Zweifel und Misstrauen zu säen. Er sagte: „Wie könnt ihr behaupten, dass Gott euer Beschützer ist und sein Gesandter unter euch weilt, wo doch die Götzendiener euch das Wasser weggenommen haben, so dass ihr nun im Zustand ritueller Unreinheit betet?“ Da sandte Gott strömenden Regen herab, der den Muslimen ermöglichte, zu trinken und sich zu reinigen. Gott entfernte so Satans Unreinheit von ihnen. Der sandige Boden, auf dem sie standen, wurde fester, so dass Menschen und Tiere leicht gehen konnten. Sie zogen gegen ihre Feinde los. Dann unterstützte Gott Seinen Gesandten mit eintausend Engeln, wobei der Engel Gabriel fünfhundert von ihnen auf der einen Seite anführte und der Engel Michael weitere fünfhundert auf der anderen Seite. Dies geschah, bevor der Prophet den Rat befolgte, den ihm sein Gefährte al-Ĥubāb ibn al-Mundhir gegeben hatte. Dieser schlug vor, sich direkt am Hauptbrunnen von Badr niederzulassen und die übrigen Brunnen zuzuschütten. Ibn Kathīr berichtet: „Es ist allgemein bekannt, dass der Prophet ﷺ, als er nach Badr kam, sich an dem nächstgelegenen Brunnen lagerte, den er fand. Al-Ĥubāb ibn al-Mundhir trat vor und fragte ihn: ‚Gesandter Gottes, hat Gott dir befohlen, hier Halt zu machen, so dass wir nicht weiter vorrücken dürfen, oder hast du diesen Ort als Teil deiner Kriegslist gewählt?‘ Der Prophet ﷺ sagte ihm, dass es seine eigene Wahl und Strategie sei. Da sagte al-Ĥubāb: ‚Gesandter Gottes, dies ist nicht der richtige Ort zum Lagern. Führe uns weiter vor, bis wir die dem Feind nächstgelegene Wasserquelle erreichen, und dann schütten wir alle anderen Brunnen zu. Wir können auch die Wasserbecken füllen, so dass wir Wasser haben, sie aber nicht.‘ Der Prophet ﷺ handelte nach seinem Rat.“ In jener Nacht, noch vor dem Rat des al-Ĥubāb ibn al-Mundhir, befanden sich die Muslime in der Lage, an die hier erinnert wird. Die Unterstützung, die sie empfingen, war materieller wie geistlicher Art. In der Wüste ist Wasser die Quelle des Lebens und ein Mittel zum Sieg. Ein Heer ohne Wasser in der Wüste ist schon vor Beginn der Schlacht zwangsläufig entmutigt. Hinzu kam die seelische Verunsicherung, die aus dem Flüstern Satans entstand: Die Gläubigen fühlten sich unbehaglich, weil sie im Zustand ritueller Unreinheit waren und kein Wasser hatten, um sich zu reinigen. Damals war ihnen noch nicht die Erleichterung der trockenen Waschung, der Tayammum, gewährt worden. Diese Erleichterung wurde erst in einer späteren Schlacht im fünften Jahr der islamischen Zeitrechnung gegeben. In einer solchen Lage überwiegen Sorgen und Ungewissheit. Satan mag versuchen, durch die Tür des Glaubens einzudringen, um diese Sorgen zu vergrößern. Wenn Menschen mit einer derartigen Sorge und einem solchen Zweifel in die Schlacht ziehen, können sie leicht besiegt werden. In diesem Augenblick kommt die Unterstützung sehr gelegen: „Er ließ vom Himmel Wasser herabkommen, um euch damit zu reinigen und den Schmutz Satans von euch zu nehmen, um eure Herzen zu stärken und eure Schritte festzumachen.“ (Vers 11) So verbindet sich die geistliche Unterstützung mit der materiellen. Die Sorge weicht, da Wasser reichlich vorhanden ist, und die Ungewissheit weicht der Zuversicht, nachdem sie sich gereinigt hatten. Ihr Marsch wird sicherer, da der Boden fester wird.
„Außer aus taktischen Gründen"
Except for Tactical Reasons
Nachdem der entscheidende Sieg auf seine wahren Ursachen zurückgeführt worden ist: Gottes Planung, Seine Unterstützung, das Vertrauen der Gläubigen auf Ihn allein und ihre Annahme dessen, was Er an Ausgang bestimmt – nun, da alle Gedanken das gesamte Geschehen vor Augen haben und alle Herzen bereit sind für die beste Antwort, wird den Gläubigen der Befehl erteilt, standhaft zu bleiben, wann immer sie in der Schlacht auf Ungläubige treffen. Sie dürfen niemals die Flucht ergreifen, denn Sieg oder Niederlage werden durch Gottes Willen bestimmt, und die Faktoren, die zu dem einen oder dem anderen beitragen, sind andere als die Faktoren, die die Menschen sehen mögen. Die ganze Schlacht und all ihre Ereignisse sind Gottes eigenes Werk und Seine eigene Planung: „Ihr Gläubigen, wenn ihr in der Schlacht auf jene trefft, die ungläubig sind, so kehrt ihnen nicht den Rücken in der Flucht. Wer ihnen an jenem Tag den Rücken kehrt, außer wenn er sich zum Kampf neu aufstellt oder sich einer anderen Schar anzuschließen sucht, der zieht den Zorn Gottes auf sich, und die Hölle wird seine Bleibe sein – welch schlimmer Ort der Heimkehr!“ (Verse 15–16)
Now that the decisive victory has been attributed to its true factors: God’s planning, support, the believers’ reliance on Him alone and acceptance of whatever eventuality He determines — now with all minds visualizing the whole event, and all hearts ready for the best response, the believers are given an order to remain steady whenever they meet unbelievers in battle. They must never run away, since victory or defeat are determined by God’s will and the factors contributing to either of them are different from the factors people may see. The whole battle and all its events are of God’s own making and planning: “Believers, when you meet in battle those who disbelieve, do not turn your backs to them in flight. Anyone who turns his back to them on that day, except when manoeuvring for battle or in an endeavour to join another troop, shall incur God’s wrath, and hell shall be his abode: how vile a journey’s end.” (Verses 15- 16)
Diese Verse beginnen mit einer ernsten Warnung, einer furchterregenden Drohung. Sollten die Gläubigen auf ihre Feinde treffen, die sich womöglich in einer großen Machtdemonstration zeigen, dürfen sie unter keinen Umständen den Rücken kehren, außer aus taktischen Gründen. Diese können etwa darin bestehen, eine bessere Stellung zu wählen, einen wirksameren Plan durchzuführen, sich einer anderen Gruppe von Gläubigen anzuschließen oder sich in eine andere muslimische Festung zurückzuziehen, um den Kampf wieder aufzunehmen. Deserteure und Menschen, die in der Flucht den Rücken kehren, verdienen die schrecklichste doppelte Strafe: den Zorn Gottes auf sich zu ziehen und in die Hölle geworfen zu werden.
These verses begin with a strong warning, a fearsome threat. Should the believers face their enemies who may in essence present themselves in a great show of power, they must not, under any circumstances, turn away, except for tactical reasons. These may include choosing a better position, carrying out a more effective plan, joining another group of believers, or moving to another Muslim stronghold in order to resume the fight. Deserters and people who turn away in flight deserve the most terrible double punishment of incurring God’s wrath and being thrown into hell.
Gottes Planung und die menschliche Umsetzung
God’s Planning and Human Implementation
Die Sure geht dann dazu über, Gottes Hand zu zeigen, wie Er die Ereignisse lenkt: Er tötet die Feinde der Gläubigen und wirft, was geworfen wird. Dennoch erhalten die Gläubigen den Lohn, denn Gott will Seine Gnade an ihnen vollenden, ihnen helfen, die Prüfung, die Er ihnen auferlegt hat, gut zu bestehen, und sie dafür gut zu belohnen:
The sūrah then moves on to show God’s hand as He dictates events, killing the enemies of the believers, and throwing whatever is thrown. The believers, nevertheless, receive the reward, because God wants to perfect His grace on them, helping them to pass well the test He has set for them, and to reward them well for it:
„Nicht ihr habt sie erschlagen, sondern Gott hat sie erschlagen. Und als du [eine Handvoll Staub] warfst, da warfst nicht du, sondern Gott warf, damit Er die Gläubigen mit einer wohlgefälligen Prüfung von Seiner Seite prüfe. Gewiss, Gott ist allhörend und allwissend.“ (Vers 17)
“It was not you who slew them, but it was God who slew them. When you threw [a handful of dust], it was not your act, but God’s, so that He might put the believers through a fair test of His own making. Indeed, God hears all and knows all.” (Verse 17)
Viele authentische Überlieferungen erklären, dass das hier erwähnte Werfen sich auf die Handvoll Staub bezieht, die der Prophet in Richtung der Ungläubigen warf und dabei sagte: „Häßlich sind diese Gesichter! Häßlich sind diese Gesichter!“ Der Staub traf die Gesichter derer, von denen Gott vorherbestimmt hatte, dass sie getötet werden. Die Aussage des Qur’ān hat jedoch eine weit umfassendere Bedeutung. Sie bezieht sich auf Gottes Lenkung der gesamten Angelegenheit, über das Handeln des Propheten ﷺ und seiner Gefährten hinaus. Deshalb folgen darauf die Worte Gottes: „Damit Er die Gläubigen einer guten Prüfung unterziehe, die von Ihm selbst gefügt ist.“ (Vers 17) Das bedeutet, dass Gott die Gläubigen leitet, sich durch die Prüfung mit großer Entschlossenheit zu bewähren, damit Er ihnen durch sie den Sieg schenkt und ihnen dafür Lohn gibt. Dies ist die Art überreicher Gnade, die Gott Seinen Dienern zuteil werden lässt.
Many authentic reports explain that the throwing mentioned here refers to the handful of dust the Prophet threw in the direction of the unbelievers, saying “Ugly are those faces! Ugly are those faces!”‘ The dust hit the faces of those God had predetermined to be killed. But the Qur’ānic statement has a much wider import. It refers to God’s planning of the whole affair, beyond the actions of the Prophet and his Companions. This is the reason for following it with God’s words: “So that He might put the believers through a fair test of His own making.” (Verse 17) This means that God guides the believers to prove themselves by going through the test with great determination, so that He grants them victory through it and gives them reward for it. This is the sort of abounding grace that God bestows on His servants.
Viel Kraft, wenig Nutzen
Much Power, Little Avail
Nachdem die Sure klar erklärt hat, dass Gott gewiss die List der Ungläubigen schwächen wird, richtet sie ihre Ansprache an bestimmte Personen unter den Ungläubigen.
When the sūrah has clearly stated that God is certain to make feeble the unbelievers’ scheming it directs its address to certain people among the unbelievers.
Kurz vor Beginn der Schlacht baten jene Ungläubigen um ein göttliches Urteil, indem sie beteten, dass die Partei, die sie als die irregeleitetere bezeichneten, die Unerhörtes erfindet und die Verwandtschaftsbande zerreißt, in einer elenden Niederlage enden möge. Genau dies war das Gebet Abū Jahls, der um das Urteil Gottes bat. Die Niederlage war dann der Ausgang der Bemühungen der Ungläubigen. Nun werden sie direkt angesprochen, und ihr Gebet um ein Urteil wird getadelt. Ihnen wird versichert, dass das, was bei Badr geschah, die Regel und nicht die Ausnahme war. Ihre Streitkräfte, so zahlreich sie auch sein mögen, werden ihnen nichts nützen, denn es ist eine beständige Regel, dass Gott stets auf der Seite der Gläubigen steht: „Wenn ihr ein Urteil erbeten habt, so ist euch nun ein Urteil gekommen. Wenn ihr ablasst, so ist es besser für euch; und wenn ihr zu eurem irrenden Weg zurückkehrt, so kehren auch Wir [mit Unserer Strafe] zurück.
Just before the start of battle, those unbelievers sought a divine judgement, praying that the party which they described as more astray, fabricating what was unheard of and severing ties of kinship should end in miserable defeat. That was exactly Abū Jahl’s prayer, seeking God’s judgement. Defeat was then the outcome of the unbelievers’ endeavours. Now they are addressed directly and their prayer for a judgement is decried. They are assured that what happened at Badr was the rule not the exception. Their forces, numerous as they may be, will avail them of nothing, because it is a consistent rule that God will always be on the side of the believers: “If you were seeking a judgement, then a judgement has come to you. If you desist, it will be best for you; and if you revert to your erring ways, We will also be back [with Our punishment].
„Eure Schar mag noch so zahlreich sein, sie wird euch nichts nützen; denn Gott ist mit den Gläubigen.“ (Vers 19)
Your host, numerous as it may be, shall avail you nothing; for God is with the believers.” (Verse 19)
Ihr habt Gott um ein Urteil zwischen den Muslimen und euch gebeten, und ihr habt Ihn angefleht, die Partei zu vernichten, die im Irrtum war und die Bande der Verwandtschaft zerschnitt. Gott hat geantwortet, und die Niederlage ist euch zuteilgeworden, wie ihr es erbeten habt. Nun wisst ihr mit Gewissheit, welche Partei irregeleiteter ist und welche die Bande der Verwandtschaft zerschneidet.
Antwort auf einen Ruf zum Leben
Response to a Call to Life
Früher erwähnte die Sūra, dass die Gläubigen deutlich machten, dass Gott auf ihrer Seite ist.
Earlier, the sūrah mentioned the believers making it clear that God is on their side.
Nun werden sie wiederholt angesprochen, um sie zum Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Gesandten aufzufordern und sie davor zu warnen, sich von Ihm abzuwenden. Täten sie dies, befänden sie sich in derselben Lage wie jene, die Offenbarungen Gottes rezitiert hören und ihnen keine Beachtung schenken. Sie sind taub und stumm, obwohl sie Ohren zum Hören und Zungen zum Sprechen haben mögen. Sie sind die Verabscheuungswürdigsten aller Geschöpfe auf Erden, denn sie lassen sich von dem, was sie hören, nicht leiten.
Now they are addressed repeatedly to encourage them to obey God and His Messenger and to warn them against turning away from Him. Should they do so they will be in the same position as those who hear God’s revelations being recited and who pay no heed to them. They are deaf and dumb although they may have ears to hear with and tongues to speak with. These are the vilest of all creatures on earth because they are not guided by what they hear.
Gläubige, gehorcht Gott und Seinem Gesandten und wendet euch nicht von ihm ab, nachdem ihr [seine Botschaft] gehört habt. Seid nicht wie jene, die sagen: „Wir haben gehört“, während sie nicht zuhören. Die schlimmsten aller Geschöpfe vor Gott sind wahrlich die Tauben und Stummen, die ohne Verstand sind. Hätte Gott in ihnen irgendein Gutes gekannt, so hätte Er sie gewiss hören lassen. Doch selbst wenn Er sie hören ließe, würden sie sich abwenden und sich weigern zuzuhören. (Verse 20-23)
Believers, obey God and His Messenger, and do not turn away from him now that you have heard [his message]. Do not be like those who say: ‘We have heard,’ while they do not listen. Indeed, the worst of all creatures, in God’s sight, are the deaf and dumb who are devoid of reason. If God had known of any good in them, He would certainly have made them hear. But even if He were to make them hear, they would have turned away and refused to listen. (Verses 20-23)
Den Gläubigen wird geboten, Gott und Seinem Gesandten zu gehorchen und sich nicht abzuwenden, wenn sie Seine Offenbarungen vernehmen. Dieser Aufruf folgt auf eine Reihe eindrucksvoller Einleitungen und auf einen Bericht über die Ereignisse der Schlacht, in der die Hand Gottes deutlich am Werk zu sehen war, als Er den Lauf der Dinge bestimmte und Hilfe und Beistand gewährte. All dies gab den Gläubigen die Gewissheit, dass Gott mit ihnen war und dass Er die Pläne der Ungläubigen mit Sicherheit vereiteln würde. Danach war der einzig angemessene Weg für sie, zuzuhören und zu gehorchen. Sich von Gottes Gesandtem abzuwenden und nach alledem seinen Anordnungen keine Beachtung zu schenken, wäre offensichtlich in höchstem Maße unangemessen für jeden, der einen Verstand besitzt, um nachzudenken und zu reflektieren.
Sieg, die auf den Fersen der Not folgt
Victory Coming on the Heels of Hardship
Sie werden dann davor gewarnt, eine negative Haltung gegenüber dem Dschihad einzunehmen, auf den Ruf zum Leben negativ zu reagieren oder sich davor zu drücken, ihrer Pflicht nachzukommen, das Unrecht zu verändern, in welcher Form auch immer es auftritt: „Hütet euch vor einer Versuchung, die nicht nur diejenigen unter euch trifft, die Unrecht getan haben. Wisst, dass Gott streng im Strafen ist.“ (Vers 25) Eine Gemeinschaft, die zulässt, dass ein Teil ihrer Mitglieder ungerecht handelt, wird sich selbst des Unrechts oder der Missetat schuldig machen. Wenn eine Gemeinschaft sich den Übeltätern nicht entgegenstellt, wenn sie keine positiven Schritte unternimmt, um Übertreter zu bestrafen, verdient sie es, an der Strafe dieser Übeltäter und Übertreter teilzuhaben. Es sei gesagt, dass die schlimmste Form des Unrechts darin besteht, das Gesetz Gottes preiszugeben, das Er festgelegt hat, um im menschlichen Leben umgesetzt zu werden. Als System besitzt der Islam eine ernsthafte Ausrichtung, die auf gegenseitiger Hilfe und Solidarität innerhalb der Gemeinschaft beruht. Der Islam erlaubt seinen Anhängern nicht, untätig zuzusehen, wenn Ungerechtigkeit, Verderbnis und Unrecht weiterhin wüten, geschweige denn, dass der Glaube an Gott preisgegeben und Seine Gottheit geleugnet wird, um durch falsche Behauptungen ersetzt zu werden. Solche Menschen können nicht darauf hoffen, von Prüfung und Versuchung verschont zu bleiben, nur weil sie in sich selbst gut sind.
They are then warned against adopting a negative attitude to jihād, or making a negative response to the call to life, or refraining from the fulfilment of their duty to change what is wrong, whatever form it may take: “Beware of temptation that does not lure only those among you who are wrongdoers. Know that God is severe in retribution.” (Verse 25) A community that allows a section of its members to be unjust will be guilty of injustice or wrongdoing. When a community does not stand up to wrongdoers, when it does not take any positive steps to punish transgressors, it deserves to share in the punishment of those wrongdoers and transgressors. It should be said that the worst type of wrongdoing is to abandon God’s law which He has laid down to be implemented in human life. As a system, Islam has a serious outlook based on mutual help and solidarity within the community. Islam does not allow its followers to sit idle when injustice, corruption and wrongdoing continue on the rampage, let alone sees God’s faith abandoned and His Godhead denied in order to be substituted by false claims. Such people cannot hope to be spared trial and temptation simply because they are good within themselves.
Da Widerstand gegen Ungerechtigkeit und Unrecht große Opfer an Leben und Besitz verlangt, erinnert der Qur’ān die erste muslimische Gemeinschaft an ihre eigene Schwäche, ihre geringe Zahl, die Furcht und Verfolgung, die sie erduldete. Er erinnert diese frühen Muslime auch daran, wie Gott ihnen Seinen Schutz gewährte und ihnen Sicherheit und reichliche Versorgung schenkte. Sie darf daher niemals zögern, auf die Lebensweise zu antworten, zu der Gottes Gesandter sie ruft, oder die Verantwortung dieses Lebens zu übernehmen, die ihre Würde, Freiheit und Unabhängigkeit sichert: „Gedenkt, als ihr wenige und schwache Menschen im Land wart, in ständiger Furcht, die Leute würden euch vernichten. Da bot Er euch Unterkunft, stärkte euch mit Seiner Hilfe und versorgte euch mit vielen guten Dingen, damit ihr dankbar sein möget.“ (Vers 26)
Ein beruhigendes Kriterium
A Reassuring Criterion
Ein weiterer Aufruf an die Gläubigen folgt. Gott weiß, dass Besitz und Kinder Menschen davon abhalten können, auf einen solchen Ruf angemessen zu antworten, da sie dazu neigen, Züge von Furcht und Geiz zu verstärken. Deshalb hebt der Qur'ān hervor, dass Besitz und Kinder Gegenstand einer Prüfung sein können, und warnt vor Schwächen, die Menschen in einer solchen Prüfung scheitern lassen können. Sie könnten zu zögerlich sein, dem Ruf zum Jihād zu folgen oder die Verantwortung für das Vertrauen zu übernehmen, das Gott ihnen anvertraut hat, und für die Treueversprechen, die sie gegeben haben. Sich der Erfüllung solcher Pflichten zu entziehen, ist ein Verrat an Gott und Seinem Gesandten sowie ein Verrat an dem Vertrauen, das Gott der muslimischen Gemeinschaft auf Erden übertragen hat. Dieses Vertrauen verlangt von der muslimischen Gemeinschaft, sich darum zu bemühen, das Wort Gottes zum Sieg zu führen, Seine Gottheit als absolut zu festigen und Wahrheit und Gerechtigkeit zu bewahren. Verbunden mit dieser Warnung ist die Erinnerung an die große Belohnung, die Gott für sie bereithält und die den Wert von Besitz und Kindern bei Weitem übertrifft: „Ihr Gläubigen, verratet nicht Gott und den Gesandten, noch verratet wissentlich das Vertrauen, das euch anvertraut wurde. Wisset, dass euer Hab und Gut und eure Kinder nur eine Prüfung sind und dass bei Gott eine große Belohnung ist.“ (Verse 27–28)
Another address to the believers follows. God knows that property and children may discourage people from giving the proper response to such a call as they tend to enhance traits of fear and miserliness. Therefore, the Qur’ān highlights the fact that property and children may be the subject of a trial and warns against weaknesses that may cause people to fail in such a trial. They may feel too reluctant to respond to the call of jihād, or to shoulder the responsibilities of the trust God placed in them and the pledges of loyalty they have given. To refrain from the fulfilment of such duties is a betrayal of God and His Messenger, and a betrayal of the trust God has assigned to the Muslim community on earth. This trust requires the Muslim community to strive to make God’s word triumphant, establish His Godhead as absolute, and maintain truth and justice. Coupled with this warning is a reminder of the great reward that God has in store for them which outweighs by far the value of property and children: “Believers, do not betray God and the Messenger, nor knowingly betray the trust that has been reposed in you. Know that your worldly goods and your children are but a trial, and that with God there is a great reward.” (Verses 27-28)
Die Vernachlässigung der Pflichten, die Gott der muslimischen Gemeinschaft auferlegt hat, ist ein Verrat an Gott und an Seinem Gesandten. Die grundlegende Frage im islamischen Glauben ist, die Gottheit allein und ausschließlich Gott zuzuschreiben und nur dem zu folgen, was uns von Seinem Gesandten, dem Propheten Muḥammad ﷺ, überliefert wurde. Im Laufe der Menschheitsgeschichte haben die Menschen Gott nicht insgesamt geleugnet, sondern ihm meist Teilhaber beigesellt. Dies geschah bisweilen in Form von Glaubensvorstellungen und Verehrung, weitaus häufiger jedoch in Form der Zuschreibung von Herrschaft und Autorität an andere neben Ihm. Die grundlegende Aufgabe besteht daher nicht darin, die Menschen dazu zu bringen, an Gott zu glauben, sondern darin, diesen Glauben von jeder Verfälschung rein zu halten. Die Bezeugung, dass es keine Gottheit außer Gott gibt, bedeutet, dass Er der Herrscher über ihr Leben auf Erden ist, so wie sie Seine Herrschaft im Universum anerkennen. Dies findet seinen Ausdruck in der Aussage des Qur’ān: { Und Er ist es, der im Himmel Gott ist und auf der Erde Gott. } () Diese grundlegende Frage bringt ferner mit sich, dass der Gesandte Gottes die einzige Quelle ist, durch die übermittelt wird, was Gott von den Menschen will, und dass sie daher allen seinen Anordnungen und Weisungen folgen müssen.
30 Mālik ist auch unter dem Namen Abū Waqqāş bekannt. Daher wird Sa'd häufig als Sa'd ibn Abī Waqqāş bezeichnet.
30 Mālik is also known as Abū Waqqāş. Therefore Sa`d is often referred to as Sa`d ibn Abī Waqqāş.
31 Sir James Jeans, The Mysterious Universe, Cambridge University Press, 1931, S. 18–19.
31 Sir James Jeans, The Mysterious Universe, Cambridge University Press, 1931, pp. 18-19.
32 Al-Jaşşāş, Aĥmad Ibn `Alī, Aĥkām al-Qur’ān. Dār al-Kitāb al-`Arabī, Beirut, Bd. III, S. 47-48
32 Al-Jaşşāş, Aĥmad Ibn `Alī, Aĥkām al-Qur’ān. Dār al-Kitāb al-`Arabī, Beirut, Vol. III, pp. 47-48
33 Ibn al-`Arabī, Muĥammad Ibn `Abdullāh, Aĥkām al-Qur’ān. Dār al-Ma`rifah, Beirut, Bd. II, S. 843–844
33 Ibn al-`Arabī, Muĥammad Ibn `Abdullāh, Aĥkām al-Qur’ān. Dār al-Ma`rifah, Beirut, Vol. II, pp. 843- 844