Al-A'râf (Die Höhen) | Viel Flehen, wenig Nutzen 35-53
Al-a`rāf (the Heights) | Much Pleading, Little Use 35-53
Kinder Adams! Wenn zu euch Gesandte aus euren eigenen Reihen kommen, die euch Meine Offenbarungen verkünden, dann wird denjenigen, die Mich fürchten und rechtschaffen handeln, keine Furcht zukommen, und sie werden nicht trauern. (35)
Children of Adam! Whenever there come to you messengers from among yourselves to relate to you My revelations, then those who are conscious of Me and live righteously shall have nothing to fear, nor shall they grieve. (35)
Doch diejenigen, die Unsere Offenbarungen leugnen und verspotten, sind die Gefährten des Feuers, in dem sie ewig verweilen werden. (36)
But those who deny and scorn Our revelations are the ones destined for the fire, where they shall abide. (36)
Wer ist frevelhafter als jemand, der Lügen über Gott erdichtet oder Seine Offenbarungen leugnet? Diese werden das erhalten, was ihnen zugeteilt ist. Wenn Unsere Gesandten kommen, um ihre Seelen abzuholen, werden sie sagen: „Wo sind nun jene, die ihr anstelle Gottes anzurufen pflegtet?“ Sie werden antworten: „Sie haben uns im Stich gelassen!“ So werden sie gegen sich selbst bezeugen, dass sie Ungläubige gewesen waren. (37)
Who is more wicked than one who invents lies about God or denies His revelations? These shall have whatever has been decreed to be their lot [in life]. When Our messengers come to carry off their souls, they will say: “Where, now, are those whom you used to invoke besides God?” They will reply: “They have forsaken us!” Thus, they will bear witness against themselves that they had been unbelievers. (37)
[Gott] wird sprechen: „Tretet ins Feuer ein, zusammen mit den Heerscharen der Dschinn und Menschen, die vor euch dahingegangen sind.“ Jedes Mal, wenn eine Heerschar hineingeht, wird sie ihre Schwestergruppe verfluchen. Wenn sie alle dort versammelt sind, wird der Letzte von ihnen über den Ersten sagen: „Unser Herr, diese sind es, die uns irregeführt haben, so gib ihnen doppelte Qual im Feuer.“ Er wird antworten: „Jedem von euch wird doppelte Qual zuteil, doch ihr wisst es nicht.“ (38)
[God] will say: “Enter into the fire to join the hosts of the jinn and humans who have gone before you.” Every time a host enters [the fire], it will curse its fellow host. When all are gathered there, the last of them will say of the first: “Our Lord, these are the ones who have led us astray, so give them double suffering in the fire.” He will answer: “Every one of you shall have double suffering, although you may not know it.” (38)
Und die Ersten von ihnen werden zu den Letzten sagen: „Ihr hattet keinerlei Vorzug vor uns. So kostet nun diese Strafe für das, was ihr zu tun pflegtet.“ (39)
And the first of them will say to the last: `In no wise were you superior to us. Taste, then, this suffering on account of what you have been doing.’ (39)
Denjenigen, die Unsere Zeichen leugnen und sich über sie hochmütig hinwegsetzen, werden die Tore des Himmels nicht geöffnet werden, und sie werden das Paradies nicht betreten, bis ein Kamel durch das Nadelöhr geht. So vergelten Wir den Übeltätern. (40)
For those who deny Our revelations and scorn them the gates of heaven shall not be opened; nor shall they enter paradise any more than a thick, twisted rope can pass through a needle’s eye. Thus do We reward the evil-doers. (40)
Die Hölle wird ihre Wohnstätte sein, und Feuerschichten werden sie umhüllen. So vergelten Wir den Frevlern.
Hell shall be their resting place, and sheets of fire shall cover them. Thus do We reward the wrongdoers.
(41)
(41)
Denjenigen, die glauben und gute Werke tun, legen Wir keiner Seele mehr auf, als sie zu tragen vermag. Sie sind die Bewohner des Paradieses, darin sie ewig bleiben werden. (42)
As for those who believe and do righteous deeds, We never burden a soul with more than it can bear. They are destined for paradise, where they will abide. (42)
Wir werden jeglichen Groll, der in ihren Herzen sein mag, entfernen. Unter ihnen werden Flüsse zu ihren Füßen fließen; und sie werden sagen: „Aller Lobpreis gebührt Gott, Der uns hierher geführt hat. Hätte Gott uns nicht geleitet, so hätten wir gewiss den rechten Weg nicht gefunden. Die Gesandten unseres Herrn haben gewiss die Wahrheit gebracht.“ Man wird ihnen zurufen: „Dies ist das Paradies, das ihr erbt aufgrund dessen, was ihr zu tun pflegtet.“ (43)
We shall remove any rancour that may be lingering in their hearts. Running waters will flow at their feet; and they will say: “All praise is due to God who has guided us to this. Had He not given us guidance, we would certainly have not found the right path. Our Lord’s messengers have certainly brought us the truth.” [A voice] will call out to them: “This is the paradise you have inherited by virtue of what you used to do.” (43)
Die Bewohner des Paradieses werden den Insassen des Feuers zurufen: „Wir haben gefunden, was unser Herr uns versprochen hat, als wahr. Habt auch ihr gefunden, was euer Herr euch versprochen hat, als wahr?“ Sie werden antworten: „Ja.“ Daraufhin wird jemand aus ihrer Mitte ausrufen: „Verflucht sind wahrlich die Frevler“ (44)
The dwellers of paradise will call out to the inmates of the fire: “We have found what our Lord promised to be true. Have you, too, found the promise of your Lord to be true?” They will answer: “Yes,” whereupon someone from their midst will proclaim: “Cursed indeed are the wrongdoers (44)
„die andere von Gottes Weg abhalten und ihn als krumm erscheinen lassen wollen und die die Wahrheit des Jenseits leugnen.“ (45)
who turn others away from God’s path and try to make it appear crooked, and who reject the truth of the life to come.” (45)
Zwischen beiden Gruppen wird eine Trennwand sein, und auf den Höhen werden Männer stehen, die jeden an seinem Aussehen erkennen. Sie werden den Bewohnern des Paradieses zurufen: „Friede sei mit euch!“ – ohne es selbst betreten zu haben, doch voller Verlangen [danach]. (46)
Between the two parties there will be a barrier, and on the Heights there will be men who recognize everyone by their looks. They will call out to the dwellers of paradise: “Peace be upon you”, — not having entered it themselves, but longing still [to be there]. (46)
Und wenn ihre Blicke sich den Bewohnern des Feuers zuwenden, werden sie sagen: „Unser Herr, stelle uns nicht zu diesem Volk der Ungerechten.“ (47)
And whenever their eyes are turned towards the inmates of the fire, they will say: “Our Lord, do not place us alongside such wrongdoing people.” (47)
Dann werden die auf den Höhen gewisse Leute anrufen, die sie an ihren Gesichtszügen erkennen, und sagen:
Then those on the Heights will call out to certain people whom they recognize by their looks, saying:
„Was haben dir deine große Anzahl und dein falscher Stolz genützt?" (48)
“What have your great throngs and your false pride availed you? (48)
„Sind das etwa diejenigen, von denen ihr geschworen habt, dass Gott ihnen niemals Barmherzigkeit erweisen werde?“ (Nun wird ihnen gesagt:) „Tretet ins Paradies ein. Ihr habt nichts zu befürchten, und ihr werdet nicht traurig sein.“ (49)
“Are these the self-same people whom you swore that God would never show them mercy?” (Now they have been told,) “Enter Paradise. You have nothing to fear, nor will you grieve.” (49)
Und die Insassen des Feuers werden den Bewohnern des Paradieses zurufen: „Gießt etwas Wasser über uns oder gebt uns von dem, was Gott euch an Nahrung beschert hat.“ Sie werden erwidern: „Gott hat beides den Ungläubigen verboten.“ (50)
And the inmates of the fire will cry out to the dwellers of paradise: “Pour some water on us, or give us some of the sustenance God has provided for you.” They will reply: “God has forbidden both to the unbelievers, (50)
die ihre Religion zum Zeitvertreib und zu einem müßigen Spiel gemacht haben und vom diesseitigen Leben betört wurden.“ Heute werden Wir sie vergessen, so wie sie die Begegnung an diesem ihrem Tag vergessen haben und so wie sie Unsere Offenbarungen zu leugnen pflegten. (51)
who have taken their religion for a pastime and an idle sport, and who have been beguiled by the life of this world.” Today We shall be oblivious of them as they were oblivious of the meeting on this day of theirs, and as they used to deny Our revelations. (51)
Wahrlich, Wir haben ihnen ein Buch gebracht, das Wir klar und weise dargelegt haben, als Rechtleitung und Barmherzigkeit für Menschen, die glauben. (52)
We have indeed given them a Book which We have clearly and wisely spelled out, a guidance and a grace for people who have faith. (52)
Warten sie darauf, dass sich seine endgültige Bedeutung entfaltet?
Are they waiting for its final meaning to unfold?
An diesem Tag, an dem sich seine letztgültige Bedeutung entfaltet, werden jene, die zuvor achtlos dagegen waren, sagen:
On this Day when its final meaning unfolds, those who previously were oblivious of it will say:
„Unser Herr, die Gesandten unseres Herrn haben uns gewiss die Wahrheit gebracht. Haben wir denn Fürsprecher, die für uns eintreten könnten? Oder könnten wir wieder zurückgebracht werden, damit wir anders handeln als früher.“ Sie haben sich selbst verloren, und all das, was sie erdichtet hatten, ist ihnen abhandengekommen. (53)
“Our Lord’s messengers have surely told us the Truth. Have we, then, any intercessors who could plead on our behalf? Or could we live our lives again, so that we may act differently from the way we used to act.” They have lost their souls and all that which they invented has failed them. (53)
Vorschau
Preview
Der vorangegangene Abschnitt der Sure enthielt einen ausführlichen Kommentar zur Geschichte der Erschaffung des Menschen und zur Auseinandersetzung mit der unwissenden arabischen Gesellschaft und mit allen Gesellschaften der Jāhiliyyah über die Frage von Anstand und Sittsamkeit. Solche Werte verlangen, dass die Körper mit angemessener Kleidung bedeckt und die Seelen mit der Furcht vor Gott geschmückt werden. Die ganze Frage steht in unmittelbarem Zusammenhang mit dem zentralen Thema des Glaubens.
The previous passage in the sūrah provided a long comment on the story of man’s creation and the confrontation with the ignorant Arabian society, and indeed all jāhiliyyah societies, over the question of propriety and decency. Such values require that bodies be covered with appropriate dress and that souls be adorned with fear of God. The whole question relates directly to the major issue of faith.
Diese neue Ansprache an die Menschheit behandelt die zentrale Frage, mit der die Frage der Kleidung im vorangegangenen Abschnitt zusammenhing. Sie befasst sich mit der Frage, wem man in Bezug auf religiöse Riten und Praktiken sowie in rechtlichen Angelegenheiten und tatsächlich in allen Lebensbereichen folgen soll. Die Menschheit muss den Gesandten folgen, die ihnen Offenbarungen von ihrem Herrn bringen. Auf der Grundlage ihrer Antwort auf diese Gesandten wird die Rechenschaft und Belohnung am Tag des Gerichts bestimmt werden.
This new address to mankind tackles the central issue to which the question of dress was related in the previous passage. It deals with the question of whom to follow in connection with religious rites and practices, as well as in legal issues, and indeed in all matters of life. Mankind must follow the messengers who bring them revelations from their Lord. It is on the basis of their response to those messengers that accountability and reward on the Day of Judgement will be determined.
„O Kinder Adams! Wenn zu euch Gesandte aus eurer Mitte kommen, die euch Meine Offenbarungen vortragen, dann wird jene, die gottesbewusst sind und rechtschaffen handeln, keine Furcht befallen, und sie werden auch nicht traurig sein. Diejenigen aber, die Unsere Offenbarungen leugnen und sie verachten, das sind die Gefährten des Feuers; darin werden sie ewig bleiben.“ (Verse 35-36)
“Children of Adam! Whenever there come to you messengers from among yourselves to relate to you My revelations, then those who are conscious of Me and live righteously shall have nothing to fear, nor shall they grieve. But those who deny and scorn Our revelations are the ones destined for the fire, where they shall abide.” (Verses 35-36)
Es ist der Bund, den Gott mit Adam und seinen Nachkommen geschlossen hat, und die Bedingung, die Er dafür festgelegt hat, dass dem Menschen die Aufgabe der Statthalterschaft auf Erden übertragen wird. Denn Gott ist es, der die Erde erschaffen und sie zu einem für das Leben geeigneten Ort gemacht hat, bevor Er den Menschen die Aufgabe übertrug, sie zu gestalten, und ihnen die nötigen Fähigkeiten, Begabungen und Mittel gab, um ihren Pflichten gemäß dem Bund Gottes nachzukommen. Solange die Menschen nicht den Gesandten folgen, die Gott zu ihnen sendet, wird alles, was sie in diesem Leben tun, zurückgewiesen werden. Niemand, der sich Gott unterwirft, wird solche Taten annehmen, die am Tag des Gerichts zu einer Last werden, die unausweichlich in die Hölle führt: „O Kinder Adams! Wenn zu euch Gesandte aus euren eigenen Reihen kommen, die euch Meine Zeichen verkünden, dann werden diejenigen, die gottesfürchtig sind und rechtschaffen leben, keine Furcht zu befürchten haben und nicht trauern.“ (Vers 35)
Gegen sich selbst aussagen
To Testify Against Oneself
Wir haben nun eine Reihe von Szenen, die das Ende dieses Lebens und den Beginn des nächsten darstellen. Wir sehen zuerst eine Szene des Todes, wie er jene überfällt, die falsche Behauptungen gegen Gott erfinden und vorgeben, ihre überlieferten Vorstellungen, Philosophien sowie die Traditionen und Gesetze, die sie für sich selbst erlassen, seien von Gott gutgeheißen. Solche Menschen leugnen die Offenbarungen Gottes, wenn sie ihnen von Seinen Gesandten überbracht werden, obwohl diese einen vollkommenen göttlichen Kodex enthalten. So ziehen sie ihr zweifelhaftes, unbestätigtes Wissen der bestätigten Wahrheit der Offenbarungen Gottes vor. Sie haben bereits empfangen, was ihnen als Anteil an den Annehmlichkeiten dieser Welt bestimmt wurde. Sie haben die Prüfungszeit, die Gott ihnen zugedacht hatte, vollendet und ihren Teil an den Offenbarungen erhalten, die Gott Seinen Gesandten gegeben hat, welche sie wiederum an sie weitergaben: „Wer ist frevelhafter als jener, der Lügen über Gott erdichtet oder Seine Zeichen leugnet? Diese werden das erhalten, was ihnen [im Leben] bestimmt ist. Wenn Unsere Gesandten kommen, um ihre Seelen abzuholen, werden sie sagen: ‚Wo sind nun jene, die ihr anstatt Gottes angerufen habt?‘ Sie werden antworten: ‚Sie haben uns im Stich gelassen!‘ So werden sie gegen sich selbst bezeugen, dass sie Ungläubige gewesen waren.“ (Vers 37)
We have now a series of scenes portraying the end of this life and the beginning of the next one. We see first a scene of death as it overwhelms those who fabricate false claims against God, alleging that their inherited concepts and philosophies and the traditions and laws they enact for themselves have been sanctioned by God. Such people deny God’s revelations when they are conveyed to them by His messengers although these contain a perfect divine code. Thus, they prefer their suspect, unconfirmed knowledge to the confirmed truth of God’s revelations. They have already received what was decreed to be their lot of the comforts of this world. They have completed the period of test God had willed them to go through, and received their part of the revelations God has given to His messengers who, in turn, conveyed it to them: “Who is more wicked than one who invents lies about God or denies His revelations? These shall have whatever has been decreed to be their lot [in life]. When Our messengers come to carry off their souls, they will say: `Where, now, are those whom you used to invoke besides God?’ They will reply: ‘They have forsaken us!’ Thus, they will bear witness against themselves that they had been unbelievers.” (Verse 37)
Hier sehen wir vor unseren Augen die Szene derer, die Lügen gegen Gott erdichtet und Seine Offenbarungen geleugnet haben. Die Engel kommen, um ihre Seelen einzusammeln und sie sterben zu lassen, woraufhin einige Worte zwischen den beiden Gruppen ausgetauscht werden. Die Engel fragen sie: „Wo sind nun jene, die ihr anstatt Gottes angerufen habt?“ (Vers 37) Was ist aus den erfundenen Behauptungen geworden, die ihr zu betonen pflegtet?
Eine Szene im Kontrast
A Scene in Contrast
Betrachten wir nun die gegenteilige Szene: „Jene, die glauben und gute Werke tun – Wir belasten keine Seele über ihr Vermögen hinaus. Sie sind die Bewohner des Paradieses, darin sie ewig verweilen werden. Und Wir werden jeglichen Groll entfernen, der in ihren Herzen sein mag.
Let us now look at the opposite scene: “As for those who believe and do righteous deeds, We never burden a soul with more than it can bear. They are destined for paradise, where they will abide. We shall remove any rancour that may be lingering in their hearts.
Unter ihren Füßen werden Flüsse fließen; und sie werden sagen: Aller Lobpreis gebührt Gott, der uns hierzu geleitet hat. Hätte Er uns nicht rechtgeleitet, wir hätten gewiss den rechten Weg nicht gefunden. Die Gesandten unseres Herrn haben uns gewiss die Wahrheit gebracht.“ (Eine Stimme) wird ihnen zurufen: „Dies ist das Paradies, das ihr erbt aufgrund dessen, was ihr zu tun pflegtet.“ (Verse 42–43)
Running waters will flow at their feet; and they will say: All praise is due to God who has guided us to this. Had He not given us guidance, we would certainly have not found the right path. Our Lord’s messengers have certainly brought us the truth.’ (A voice) will call out to them: ‘This is the paradise you have inherited by virtue of what you used to do.’” (Verses 42- 43)
Hier haben wir eine Beschreibung des Schicksals derer, die glauben und gute Taten vollbringen, so gut sie können. Diese kehren ins Paradies zurück, denn sie sind durch Gottes Gnade dessen rechtmäßige Besitzer. Er hat es ihnen als Lohn für ihre guten Taten geschenkt, die aus dem Glauben hervorgehen. Sie sind es, die den Gesandten Gottes gefolgt sind, die den Geboten ihres Herrn gehorcht haben, des Allmächtigen, des Barmherzigen, und die Satan, ihrem uralten Feind, nicht gefolgt sind. Wäre es nicht Gottes Gnade gewesen, hätten ihre Taten angesichts ihrer begrenzten Fähigkeiten nicht ausgereicht. Der Prophet ﷺ sagt in einem authentischen Ḥadīth, überliefert von Muslim: „Keiner von euch wird aufgrund seiner Taten ins Paradies eingehen.“ Seine Gefährten fragten: „Auch du nicht, Gesandter Gottes?“ Er antwortete:
Here we have a description of the destiny of those who believe and do righteous deeds as best they can. These return to paradise, because they are, by God’s grace, its rightful owners. He has granted it to them as a reward for their good deeds which are motivated by faith. It is they who followed God’s messengers, obeyed the commandments of their Lord, the Almighty, the Merciful and disobeyed Satan, their age- old enemy. Had it not been for God’s grace, their actions would not have been sufficient, considering their limited ability. The Prophet says in an authentic ĥadīth related by Muslim: “No one of you will be admitted into heaven by virtue of his action.” His companions asked: “Not even you, Messenger of God?” He replied:
Dialog über die Trennlinien hinweg
Dialogue Across the Divide
Der Gegensatz zwischen den beiden Gruppen ist vollkommen, doch die Sure geht weiter und führt uns eine Szene vor Augen, die später stattfindet als die, die wir eben miterlebt haben. Nun sehen wir die Bewohner des Paradieses, die sich bequem in ihrer Wohnstätte eingerichtet haben, während die Bewohner der Hölle nun ihres Verderbens gewiss sind. Die erstgenannte Gruppe ruft den anderen zu und fragt sie nach Gottes Verheißung: „Die Bewohner des Paradieses werden den Insassen des Feuers zurufen: ‚Wir haben gefunden, dass sich wahr erwiesen hat, was unser Herr uns versprochen hat. Habt auch ihr gefunden, dass sich wahr erwiesen hat, was euer Herr euch versprochen hat?‘ Sie werden antworten: ‚Ja.‘ Daraufhin wird jemand aus ihrer Mitte ausrufen: ‚Verflucht seien fürwahr die Frevler, die andere vom Weg Gottes abwenden und ihn krumm erscheinen lassen wollen und die die Wahrheit des kommenden Tages verwerfen.‘“ (Verse 44–45)
The contrast between the two groups is total, but the sūrah moves on to raise before our eyes a scene that comes later than the one we have just witnessed. Now we see the people of heaven having settled down comfortably in their dwelling place, while the people of hell are now certain of their doom. The former group calls out to the latter asking them about God’s promise: “The dwellers of paradise will call out to the inmates of the fire: ‘We have found what our Lord promised to be true. Have you, too, found the promise of your Lord to be true?’ They will answer: ‘Yes,’ whereupon someone from their midst will proclaim: ‘Cursed indeed are the wrongdoers who turn others away from God’s path and try to make it appear crooked, and who reject the truth of the lift to come.’” (Verses 44-45)
Die Frage selbst ist voller Ironie. Die Gläubigen sind absolut gewiss, dass das, wovor Gott gewarnt hat, tatsächlich eingetreten ist, so wie Seine Verheißung erfüllt wurde. Dennoch fragen sie die Bewohner der Hölle darüber. Die Antwort wird mit einem einzigen Wort gegeben: „Ja".
The question itself is full of irony. The believers are absolutely certain that what God has warned against has actually come to pass in the same way as His promise has been fulfilled. Nevertheless, they ask the people of hell about it. The answer is given in a single word: “Yes”.
So endet der Dialog, der über die große Kluft zwischen Himmel und Hölle geführt wird, als eine Stimme von beiden Gruppen vernommen wird. Jemand wird in ihrer Mitte ausrufen: „Verflucht seien tatsächlich die Frevler, die andere vom Weg Gottes abhalten und ihn krumm erscheinen lassen wollen und die die Wahrheit des kommenden Lebens leugnen.“ (Verse 44–45) Diese Aussage bestimmt eindeutig die Bedeutung von „den Frevlern“, was im Qur'ān häufig als Synonym für „Ungläubige“ verwendet wird. Es sind diejenigen, denen der Glaube fehlt, die die Menschen vom Weg Gottes abbringen und sich eifrig bemühen, ihn krumm erscheinen zu lassen. Sie glauben nicht an das kommende Leben.
Die Höhen
The Heights
An dieser Stelle lenkt die Sure unsere Aufmerksamkeit auf ein weiteres Detail dieser Szene. Wir sehen, dass die beiden Gruppen durch eine Trennwand voneinander geschieden sind, auf der einige Leute stehen, die die Bewohner des Paradieses und die Insassen des Feuers an ihrem Aussehen und ihren Gesichtszügen erkennen. Es ist wichtig herauszufinden, wer diese Leute sind und was sie mit den beiden Gruppen zu tun haben, die entweder für das Paradies oder für die Hölle bestimmt sind.
At this juncture, the sūrah draws our attention to something additional painted in this scene. We see that the two camps are separated by a barrier over which stand some people who recognize the dwellers of heaven and the inmates of the fire by their looks and features. It is important to find out who these people are and what have they got to do with the two groups destined either for heaven or hell.
Zwischen den beiden Parteien wird eine Trennwand sein, und auf den Höhen werden Männer stehen, die jeden an seinem Aussehen erkennen. Sie werden den Bewohnern des Paradieses zurufen:
Between the two parties there will be a barrier, and on the Heights there will be men who recognize everyone by their looks. They will call out to the dwellers of paradise:
„Friede sei mit euch“ – sie sind noch nicht hineingegangen, doch sie sehnen sich danach. Und wenn sich ihre Blicke den Insassen des Feuers zuwenden, sagen sie: „Unser Herr, stelle uns nicht zu den ungerechten Leuten.“ Dann werden die auf den Höhen gewisse Leute rufen, die sie an ihren Gesichtszügen erkennen, und sagen:
“Peace be upon you” — not having entered it themselves, but longing still [to be there]. And whenever their eyes are turned towards the inmates of the fire, they will say: “Our Lord, do not place us alongside such wrongdoing people.” Then those on the Heights will call out to certain people whom they recognize by their looks, saying:
„Was haben euch eure großen Scharen und euer falscher Stolz genützt? Sind das etwa dieselben Leute, von denen ihr geschworen habt, dass Gott ihnen niemals Barmherzigkeit erweisen werde?“ (Nun wird ihnen gesagt:) „Tretet ins Paradies ein. Ihr habt nichts zu fürchten, und ihr werdet auch nicht traurig sein.“ (Verse 46–49)
“What have your great throngs and your false pride availed you? Are these the selfsame people whom you swore that God would never show them mercy?” (Now they have been told,) “Enter Paradise. You have nothing to fear, nor will you grieve.” (Verses 46-49)
Es wurde überliefert, dass jene Menschen auf den Höhen, die Himmel und Hölle voneinander trennen, Menschen sind, deren gute Taten und schlechte Taten sich in Gewicht und Maß die Waage halten. Daher reichen ihre guten Taten nicht aus, um ihnen den Einlass ins Paradies zu garantieren, und ihre Sünden haben sie auch nicht dem Feuer verdammt. Sie verharren dazwischen und warten darauf, dass Gottes Gnade ihnen zuteilwird. Sie erkennen die Menschen des Paradieses an ihrem Aussehen, wahrscheinlich daran, dass ihre Gesichter weiß und strahlend sind, oder an dem Licht, das sie begleitet. Ebenso erkennen sie die dem Feuer bestimmten Menschen an ihren Zügen, wahrscheinlich an ihren dunklen Gesichtern oder an den Zeichen, die auf ihre Nasen gedrückt sind und die sie aus Hochmut emporzuhalten pflegten. Das Aufdrücken dieses Zeichens auf ihre Nasen wird in Sure 68, Al-Qalam, erwähnt. Sie grüßen die Menschen des Himmels mit dem Friedensgruß, und sie hegen dabei offensichtlich die Hoffnung, dass Gott ihnen Seine Barmherzigkeit schenkt und auch sie ins Paradies einlässt. Wenn ihr Blick auf die Menschen des Feuers fällt, die ihnen absichtlich vor Augen geführt werden, flehen sie darum, von ihrem Schicksal verschont zu bleiben.