Ibrahim (Anmut und Dankbarkeit) 28-52
Ibrahim (Grace and Gratitude) 28-52
Hast du nicht gesehen, jene, die Gottes Gnade mit Undankbarkeit vertauscht und ihr Volk in das Haus des Verderbens geführt haben, (28)
Have you not seen those who have exchanged God’s blessings for unbelief, and landed their people in the House of Perdition, (28)
Hölle, die sie erleiden müssen! Welch scheußlicher Ort, um dort zu verweilen! (29)
hell, which they will have to endure? How vile a place to settle in! (29)
Sie stellen falsche Gottheiten gleich mit Gott auf und führen so die Menschen vom Weg Gottes ab. Sag: „Genießt [dieses Leben], denn ihr werdet gewiss im Höllenfeuer enden.“ (30)
They set up false deities as equal to God, and so they lead people to stray from His path. Say: ‘Enjoy yourselves [in this life], for you will surely end up in hell.’ (30)
Sag Meinen Dienern, die zum Glauben gekommen sind, sie sollen das Gebet regelmäßig verrichten und heimlich wie offen von dem spenden, was Wir ihnen als Versorgung gegeben haben, bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft geben wird. (31)
Tell My servants who have attained to faith that they should attend regularly to their prayers and spend [in My way], secretly and openly, out of the sustenance We provide for them, before a day shall come when there will be no trading and no friendship. (31)
Gott ist es, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und vom Himmel Wasser herabsendet, mit dem Er Früchte als Versorgung für euch hervorbringt. Er hat euch die Schiffe dienstbar gemacht, damit sie auf dem Meer mit Seinem Befehl dahinfahren, und Er hat euch die Flüsse dienstbar gemacht, zu eurem Nutzen. (32)
It is God who has created the heavens and the earth, and who sends down water from the sky with which He brings forth fruits for your sustenance. He has placed under your service ships which by His leave sail through the sea, and He has made the rivers subservient to [His law] for your benefit. (32)
Und zu eurem Nutzen hat Er die Sonne und den Mond dienstbar gemacht, die beide unermüdlich ihre Bahnen ziehen; und Er hat die Nacht und den Tag dienstbar gemacht. (33)
And for your benefit He has made the sun and the moon, both diligently pursuing their courses, subservient to [His law]; and has made the night and the day subservient to [His law]. (33)
Und Er gibt euch von allem, worum ihr Ihn bittet. Und wolltet ihr die Gunst Gottes zählen, ihr könntet sie nicht aufzählen. Doch der Mensch ist unermüdlich im Unrecht, undankbar und verstockt. (34)
And He gives you of everything you ask of Him. Should you try to count God’s blessings, you will never be able to compute them. Yet man is persistent in wrongdoing, stubbornly ungrateful. (34)
Ibrahim sprach: „Mein Herr! Mach dieses Land sicher und bewahre mich und meine Nachkommen davor, Götzen anzubeten."
Abraham said: ‘My Lord! Make this land secure, and preserve me and my children from ever worshipping idols. (35)
Mein Herr, sie haben in der Tat viele Menschen irregeführt. Wer mir folgt, der gehört wahrlich zu mir. Und wer mir ungehorsam ist, nun, Du bist wahrlich Allvergebend, Barmherzig. (36)
My Lord, they have indeed led many people astray. Hence, he who follows me belongs to me. As for him who disobeys me, well, You are truly Much- Forgiving, Merciful. (36)
„Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommenschaft in einem Tal ohne Anbau bei Deinem heiligen Haus angesiedelt, damit sie das Gebet verrichten. Lass daher die Herzen der Menschen sich zu ihnen hinneigen und versorge sie mit Früchten, auf dass sie dankbar sein mögen." (37)
Our Lord, I have settled some of my offspring in a valley without cultivation, by Your Sacred House, so that they may establish regular prayers. So, cause You people’s hearts to incline towards them, and provide them with fruits, so that they may give thanks. (37)
Unser Herr, Du weißt gewiss alles, was wir verbergen, und alles, was wir offenbaren:
Our Lord, You certainly know all that we conceal and all that we bring into the open:
Denn nichts, weder auf der Erde noch im Himmel, kann vor Gott verborgen bleiben. (38)
for nothing whatever, on earth or in heaven, can be hidden from God. (38)
Alles Lob gebührt Gott, der mir im Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Wahrlich, mein Herr hört alle Gebete. (39)
All praise is due to God who has given me, in my old age, Ishmael and Isaac. Surely my Lord hears all prayers. (39)
{Mein Herr, mache mich und einen Teil meiner Nachkommen zu solchen, die das Gebet verrichten. Mein Herr, nimm mein Bittgebet an.} (40)
My Lord, cause me and [some of] my offspring to establish regular prayers. My Lord, accept my prayer. (40)
„Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und allen Gläubigen am Tag, an dem die Abrechnung stattfinden wird.“ (41)
Our Lord, grant Your forgiveness to me and my parents, and all the believers on the Day when the reckoning will come to pass.’ (41)
Denke niemals, Gott sei unachtsam gegenüber dem, was die Ungerechten tun. Er gewährt ihnen nur Aufschub bis zu dem Tag, an dem die Blicke vor Entsetzen starr sein werden, (42)
Never think that God is unaware of what the wrongdoers are doing. He only grants them respite till the Day when eyes will stare fixedly in horror, (42)
Wenn sie eilends herbeistürzen, die Köpfe emporgereckt, unfähig, ihren Blick von dem abzuwenden, was sie erblicken, und ihre Herzen völlig leer. (43)
when they will be dashing in confusion, with their heads lifted up, unable to turn their eyes from what they behold, and their hearts an utter void. (43)
Warne daher die Menschheit vor dem Tag, an dem Qual über sie kommen kann; an dem diejenigen, die Unrecht getan haben, sagen werden: „Unser Herr, gewähre uns einen kurzen Aufschub, damit wir Deinem Ruf folgen und Deinen Gesandten nachfolgen.“ „Warum? Habt ihr nicht früher geschworen, dass ihr keinen Niedergang erleiden werdet? (44)
Hence, warn mankind of the Day when suffering may befall them; when those who do wrong will say: ‘Our Lord, grant us respite for a short while, so that we may respond to Your call and follow Your messengers.’ ‘Why? Did you not in time past swear that you would suffer no decline? (44)
Und ihr wohntet in den Wohnstätten derer, die sich selbst Unrecht getan hatten, bevor ihr kamet.
And you dwelt in the dwellings of those who wronged their own souls before you.
„Doch ihr wusstet genau, wie Wir mit ihnen verfahren haben, und Wir haben euch viele Beispiele vor Augen gestellt.“ (45)
Yet you knew for certain how We had dealt with them, and We placed many examples before you.’ (45)
Sie schmiedeten ihre Ränke, doch alle ihre Ränke liegen in Gottes Hand, auch wenn ihre Ränke so mächtig sind, dass sie Berge versetzen könnten.
They devised their plots, but their plots are all within God’s grasp, even though their plots are so powerful as to move mountains.
(46)
(46)
Denke niemals, dass Gott jemals das Versprechen nicht erfüllen könnte, das Er Seinen Gesandten gegeben hat. Gewiss, Gott ist Allmächtig, der Rächer des Bösen! (47)
Never think that God may ever fail to fulfil the promise which He has given to His messengers. Indeed God is Almighty, avenger of evil! (47)
An dem Tag, an dem die Erde in eine andere Erde verwandelt wird, ebenso wie die Himmel, und an dem alle Menschen vor Gott treten, dem Einen, der über alles herrscht, was existiert.
On the day when the earth shall be changed into another earth, as shall be the heavens, and when all people stand before God, the One who holds sway over all that exists.
(48)
(48)
An jenem Tag wirst du die Schuldigen in Fesseln aneinandergekettet sehen, (49)
On that day you will see the guilty chained together in fetters, (49)
in Gewändern aus schwarzem Pech, und ihre Gesichter von Flammen bedeckt. (50)
wearing garments of black pitch, and their faces covered with flames. (50)
Gott wird jede Seele für das vergelten, was sie getan hat. Gott ist wahrlich schnell im Abrechnen. (51)
God will requite each soul according to what it has done. God is indeed swift in reckoning. (51)
Dies ist eine Botschaft an die gesamte Menschheit. Mögen sie dadurch gewarnt sein und wissen, dass Er der Einzige und Alleinige Gott ist.
This is a message to all mankind. Let them be warned thereby, and let them know that He is the One and Only God.
Lasst diejenigen, die mit Einsicht begabt sind, sich warnen lassen. (52)
Let those who are endowed with insight take heed. (52)
Überblick
Overview
Dieser zweite Teil der Sure knüpft an den ersten an. Der erste Teil legte den Zweck der Botschaft des Propheten Muhammad ﷺ dar, nämlich „alle Menschen mit der Erlaubnis ihres Herrn aus der Finsternis ins Licht zu führen“. (Vers 1) Und er legte den Zweck der Botschaft Moses’ dar: „Führe dein Volk aus der Finsternis ins Licht und erinnere es an die Tage Gottes.“ (Vers 5) Er erklärte ihnen seine Botschaft und erinnerte sie an die Gunst und die Segnungen Gottes. Er verkündete ihnen auch, was Gott ihnen versprochen hatte: „Wenn ihr dankbar seid, werde ich euch gewiss mehr geben; wenn ihr aber undankbar seid, dann wird Meine Strafe wahrlich hart sein.“ (Vers 7) Danach erzählte er ihnen die Geschichte der Propheten mit Gemeinschaften, die sich weigerten, ihnen zu glauben. Tatsächlich begann er diese Erzählung, verschwand jedoch sogleich wieder, um die Sure sie mit großartiger Inszenierung darlegen zu lassen, die in der Szene gipfelt, in der die Ungläubigen auf Satan hören, der ihnen eine denkwürdige Lehre erteilt, die zu spät kommt, um ihnen noch von Nutzen zu sein.
This second part of the sūrah begins where the first ends. The first part outlined the purpose of the Prophet Muĥammad’s message, namely, “to bring forth all mankind, by their Lord’s leave, from darkness into the light.” (Verse 1) And it outlined the purpose of Moses’s message: “Lead your people out of darkness into the light, and remind them of the Days of God.” (Verse 5) He explained to them his message and reminded them of God’s favours and blessings. He also announced what God had promised them: “If you are grateful, I shall certainly give you more; but if you are ungrateful, then My punishment shall be severe indeed.” (Verse 7) He then related to them the history of prophets with communities who refused to believe them. In fact he began this narrative, but immediately disappeared to let the sūrah relate it with magnificent theatre, culminating in the scene where the unbelievers listen to Satan giving them a memorable lesson, which comes too late to be of any benefit.
Nun wendet sich die Sure den Ungläubigen unter der Gemeinschaft des Propheten Muhammad ﷺ zu, denen eine lange Reihe der großen Ereignisse der Geschichte vorgeführt wurde.
Now the sūrah turns to the unbelievers among the Prophet Muĥammad’s community, who have been given a long reel showing the great episodes of history.
Diese Menschen wurden in der Tat mit vielen Gunstbeweisen Gottes gesegnet.
These people have indeed been blessed with many favours granted to them by God.
Eine dieser großen Gnaden ist, dass Gott ihnen einen Gesandten geschickt hat, um sie aus der Finsternis ins Licht zu führen und sie aufzufordern, umzukehren, damit sie Seine Vergebung erlangen. Doch sie verwerfen Gottes Segnungen und leugnen Seine Botschaft. Der zweite Teil der Sure beginnt daraufhin mit einem Ausdruck des Erstaunens über solche Menschen, die ihre Gemeinschaften ins Verderben führen, so wie jene vor ihnen, die ihre Anhänger in die Hölle führten.
Gottes Segnungen gegen Geringes eintauschen
Bartering Away God’s Blessings
Diese Passage beginnt damit, die Aufmerksamkeit auf einen höchst besonderen Sachverhalt zu lenken:
This passage begins with drawing attention to a highly singular state of affairs:
„Hast du nicht gesehen, jene, die Gottes Segnungen gegen Unglauben eingetauscht und ihr Volk in das Haus des Verderbens geführt haben – die Hölle, in der sie brennen werden? Welch schlimmer Ort, sich dort niederzulassen! Sie stellen falsche Gottheiten Gott gleich und führen so die Menschen davon ab, auf Seinem Weg zu gehen. Sprich: ‚Genießt [dieses Leben] nur, denn euer Ende wird gewiss das Höllenfeuer sein.‘“ (Verse 28–30)
“Have you not seen those who have exchanged God’s blessings for unbelief and landed their people in the House of Perdition, hell, which they will have to endure? How vile a place to settle in! They set up false deities as equal to God, and so they lead people to stray from His path. Say: ‘Enjoy yourselves [in this life], for you will surely end up in hell.’“ (Verses 28-30)
Dies sind Menschen, denen Gottes Segen zuteilwurde in Gestalt eines Propheten, der sie aufrief, an Gott zu glauben, und der sie auf dem Weg zu Gottes Vergebung ihrer Sünden und zu einem himmlischen Schicksal führen sollte. Doch sie verwerfen all dies und entscheiden sich stattdessen für einen Zustand des Unglaubens. Diese, so wird dem Propheten ﷺ gesagt, sind die Oberhäupter seines eigenen Volkes, die dieselbe Praxis befolgen wie die Ältesten oder die Anführer der meisten Gemeinschaften.
These are people who have been granted God’s blessings in the form of a prophet sent to call on them to believe in God, and to lead them along the way to God’s forgiveness of their sins, and to a heavenly destiny. Yet they abandon all this and choose instead a state of unbelief. These, the Prophet is told, are the chiefs of his own people who follow the same practice as the elders or the chiefs of most communities.
So verführen sie durch ihren einzigartigen Tausch ihre Gemeinschaften in die Hölle. Wie wir es in den Geschichten früherer Völker und Gemeinschaften gesehen haben, die früher in dieser Sure erwähnt wurden, bringen sie ihr Volk in die Hölle. Es ist eine verabscheuungswürdige und schmachvolle Wohnstätte.
Thus by their singular exchange, they lead their communities to hell. Just as we have seen in the histories of past nations and communities mentioned earlier in the sūrah, they land their people in hell. It is a vile and ignominious abode.
Die Sure fordert den Propheten ﷺ und jeden Gläubigen auf, sich über das seltsame Verhalten solcher Menschen zu wundern, zumal sie gesehen haben, was mit früheren Gemeinschaften geschah. All dies wurde in dieser Sure auf eindrucksvolle Weise zu ihrem Nutzen dargestellt, indem berichtet wird, was sich zwischen den Ungläubigen und den Gesandten, die zu ihnen gesandt wurden, ereignete. Es wurde ihnen so gezeigt, als würde es sich direkt vor ihren Augen abspielen. Tatsächlich stellt der Koran das, was im Jenseits geschehen wird, nur so dar, als geschähe es jetzt oder als hätte es sich soeben vor unseren Augen ereignet.
Gottes zahlreiche Segnungen
God’s Numerous Blessings
An dieser Stelle öffnet die Sure gleichsam das Buch des Universums, in dem jede Seite von Gottes zahllosen Segnungen spricht. Diese reichen über den entferntesten Punkt hinaus, den unsere Sinne erreichen können, und erstrecken sich auf die Himmel, die Erde, die Sonne, den Mond, Tag und Nacht, das Wasser, das vom Himmel herabströmt, und die Früchte aller Pflanzen auf der Erde, auf die Ozeane und Meere, in denen Schiffe und Boote segeln, und auf die Flüsse, die mit den verschiedenen Mitteln zur Hervorbringung dessen fließen, was das Leben erhält. All diese universellen Bilder liegen für jedermann offen zutage, doch die Menschen schauen nicht hin, denken nicht nach und bringen keine Dankbarkeit zum Ausdruck. Der Mensch ist wahrlich ungerecht und undankbar, er tauscht Gottes Segnungen gegen Unglauben ein und setzt Gottheiten ein, die er Gott gleichstellt, obwohl Gott es ist, der das Universum und alle Geschöpfe darin erschafft, erhält und lenkt: „Gott ist es, der die Himmel und die Erde erschaffen hat und vom Himmel Wasser herabsendet, mit dem Er Früchte zu eurer Versorgung hervorbringt. Er hat Schiffe in deinen Dienst gestellt, damit sie durch Seinen Befehl auf dem Meer fahren, und Er hat die Flüsse in deinen Dienst gestellt. Und zu eurem Nutzen hat Er die Sonne und den Mond, die beide beharrlich ihre Bahnen ziehen, in deinen Dienst gestellt; und Er hat die Nacht und den Tag in deinen Dienst gestellt. Und Er gibt euch von allem, worum ihr Ihn bittet.“
At this point, the sūrah opens the book of the universe where every page speaks of God’s countless blessings. These extend beyond the furthest point our senses can reach, and go into the skies, the earth, the sun, the moon, the day and night, the water pouring down from the skies and the fruits of all plants on earth, the oceans and seas where ships and boats sail, and the rivers flowing with the different means of producing what sustains life. All these universal images are available for all to see, but people do not look, reflect or express gratitude. Man is truly unjust, ingrate, exchanging God’s blessings for unbelief, and setting up deities which he claims to be equal to God, when it is God who creates, sustains and controls the universe and all creatures therein: “It is God who has created the heavens and the earth, and who sends down water from the sky with which He brings forth fruits for your sustenance. He has placed under your service ships which by His leave sail through the sea, and He has made the rivers subservient to [His law] for your benefit. And for your benefit He has made the sun and the moon, both diligently pursuing their courses, subservient to [His law]; and has made the night and the day subservient to [His law]. And He gives you of everything you ask of Him.
Wenn ihr versuchtet, die Gnaden Gottes zu zählen, würdet ihr sie niemals berechnen können. Doch der Mensch ist beharrlich im Unrecht, hartnäckig undankbar." (Verse 32-34)
Leidenschaftliches Gebet eines hingebungsvollen Gläubigen
Passionate Prayer By A Devoted Believer
Wenn das Gewissen des Menschen erwacht, blickt er auf das Universum um sich und erkennt, dass es zu seinem Nutzen geschaffen ist, sei es unmittelbar oder durch die Harmonie zwischen seinen Gesetzen und dem menschlichen Leben und seinen Bedürfnissen. Wenn er sich umschaut, findet er alles durch die Gnade Gottes freundlich gestaltet, und durch Seine Macht und Erlaubnis ist es sowohl hilfreich als auch nützlich. Wenn der Mensch nachdenkt und sinniert, muss er ehrfürchtig vor seinem Herrn stehen, sich niederwerfen und seine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen. Er blickt stets zu seinem Herrn empor, damit Er jede Not, in der er sich befindet, mühelos ersetzt und jeden Aspekt der Gnade und des Glücks, das er genießt, bewahrt.
When man’s conscience is awakened, he looks at the universe around him and realizes that it is made for his benefit, either directly or through the harmony between its laws and human life and needs. When he looks around him, he finds it all made friendly by God’s grace, and by His power and permission it is both helpful and useful. When man considers and contemplates, he must stand in awe of his Lord, prostrate himself and express his gratitude. He always looks up to his Lord to replace with ease any hardship he may be going through, and to preserve any aspect of grace and happiness he may be enjoying.
Das vollkommene Beispiel für einen Menschen, der sich stets an Gott erinnert und Ihm seine Dankbarkeit ausdrückt, ist Abraham, der Vater der Propheten. Sein wahrhaft dankbarer Charakter verleiht der ganzen Sure eine bestimmte Atmosphäre, die auch Gottes Gnade widerspiegelt und zeigt, wie sie mit Dankbarkeit oder Undankbarkeit aufgenommen wird. Abraham wird hier in einer Szene der Hingabe gezeigt, wie er Gott aus tiefstem Herzen anruft. Sein wohlklingendes Bittgebet ist inspirierend, denn es steigt zu Gott im Himmel empor:
The perfect example of a human being who always remembers God and expresses his gratitude to Him is Abraham, the father of prophets. His truly thankful character imparts a definite ambience to the whole sūrah, which also reflects God’s grace and how it is received with gratitude or ingratitude. Abraham is shown here in a scene of devotion, making a heartfelt appeal to God. His melodious supplication is inspirational as it rises to God in heaven:
Abraham sagte: „Mein Herr, lass dieses Land sicher sein und bewahre mich und meine Nachkommen davor, jemals Götzen anzubeten. Mein Herr, sie haben in der Tat viele Menschen irregeführt."
Abraham said: ‘My Lord.’ Make this land secure, and preserve me and my children from ever worshipping idols. My Lord, they have indeed led many people astray.
Daher gehört derjenige, der mir folgt, zu mir. Was aber denjenigen betrifft, der mir ungehorsam ist, so bist Du wahrlich Allvergebend, Barmherzig. „Unser Herr, ich habe einen Teil meiner Nachkommen in einem Tal ohne Anbau neben Deinem Heiligen Haus angesiedelt, damit sie das Gebet verrichten. Lass daher die Herzen der Menschen sich ihnen zuneigen und versorge sie mit Früchten, damit sie dankbar sein mögen. Unser Herr, Du weißt gewiss, was wir verbergen und was wir offenbaren; denn nichts auf der Erde und nichts im Himmel bleibt Gott verborgen. Alles Lob gebührt Gott, der mir im Alter Ismael und Isaak geschenkt hat. Gewiss, mein Herr hört das Bittgebet. Mein Herr, mache mich und einen Teil meiner Nachkommen zu Verrichtern des Gebets. Unser Herr, nimm mein Bittgebet an. Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und allen Gläubigen am Tag, an dem die Abrechnung stattfindet.“ (Verse 35–41)
Ein Gebet für alle Zeiten
A Prayer For All Time
Abraham lässt auf seinen Dank ein Bittgebet zu Gott folgen, dass Er ihn stets dankbar sein lasse. Sein Dank nimmt die Form des Gebets, der Anbetung und des Gehorsams gegenüber Gott an. So erklärt er seinen Entschluss, stets ein frommer Anbeter zu sein, fürchtet jedoch, dass ihn etwas davon abbringen könnte. Daher bittet er Gott, ihm zu helfen, sein Vorhaben zu verwirklichen: „Mein Herr, mache mich und [einige] meiner Nachkommen zu solchen, die das Gebet verrichten. Mein Herr, nimm mein Bittgebet an.“ (Vers 40)
Abraham follows his thanksgiving with a supplication to God to make him always thankful. His thanks take the form of prayer, worship and obedience to God. Thus he declares his determination to always be a devout worshipper, but fears that something may divert him from it. Hence, he prays that God may help him to carry out his intention: “My Lord, cause me and [some of] my offspring to establish regular prayers. My Lord, accept my prayer.” (Verse 40)
Abrahams Bittgebet zeigt die Ironie in der Haltung der Quraisch, des arabischen Stammes, der die Hut über die Ka'ba innehatte. Abraham bittet Gott um Hilfe, damit er sein Gebet verrichten kann, und darum, es ihm zu ermöglichen, dies jederzeit zu tun. Sie aber wenden sich davon ab und leugnen die Wahrheit dessen, was Gottes Gesandter ihnen darüber berichtet, wie Abraham für sich selbst und für seine Nachkommen gebetet hat. Abraham beschließt sein demütiges Bittgebet, indem er Gott bittet, ihm zu vergeben, ebenso seinen Eltern und allen Gläubigen. Er betet darum, dass diese Vergebung am Tag des Gerichts zuteilwird, an dem niemandem etwas nützt außer den guten Werken, die er oder sie im Leben getan haben mag, und Gottes Vergebung für das, was sie möglicherweise begangen oder unterlassen haben.
Abraham’s supplication shows the irony in the Quraysh’s attitude, the Arab tribe which had custody of the Ka`bah. Abraham is appealing to God for help to attend to his prayers, and to enable him to perform these at all times. They, however, turn away from it, denying the truth of what God’s Messenger tells them of how Abraham prayed for himself and his offspring. Now, Abraham concludes his humble supplication by appealing to God to forgive him and forgive his parents and all believers. He prays for that forgiveness to be forthcoming on the Day of Judgement when nothing is of benefit to anyone except the good works he or she may have done in life and God’s forgiveness for what they might have committed or omitted to do:
„Unser Herr, vergib mir und meinen Eltern und allen Gläubigen am Tag, an dem die Abrechnung stattfinden wird.“ (Vers 41)
“Our Lord, grant Your forgiveness to me and my parents, and all the believers on the Day when the reckoning will come to pass.” (Verse 41)
Keine Beachtung früherer Lehren
No Heeding Of Past Lessons
Die Sure fährt mit ihrer Darlegung dieser Fragen fort und wendet sich an jene, „die Gottes Segnungen gegen Unglauben eingetauscht und ihr Volk in die Wohnstatt des Verderbens geführt haben“. (Vers 28) Sie spricht sie an, während sie auf ihrem irregeleiteten Weg weitergehen, bevor sie Gottes Strafe ausgesetzt werden. Sie sind diejenigen, denen der Prophet ﷺ gesagt werden sollte: „Genießt euer Leben in dieser Welt, denn ihr werdet gewiss im Höllenfeuer enden.“ (Vers 30) Er erhält ferner die Anweisung, sich an jene zu wenden, die an Gott glauben, und ihnen zu gebieten, ihre Gebete zu verrichten und ihre Zakāt zu entrichten: „Sag Meinen Dienern, die zum Glauben gelangt sind, sie sollen ihre Gebete regelmäßig verrichten und von dem, was Wir ihnen als Lebensunterhalt gegeben haben, heimlich wie öffentlich spenden [auf Meinem Weg], bevor ein Tag kommt, an dem es weder Handel noch Freundschaft geben wird.“ (Vers 31)
The sūrah moves on with its presentation of these issues, speaking to those “who have exchanged God’s blessings for unbelief and landed their people in the House of Perdition.” (Verse 28) It speaks to them as they continue with their erring ways, before they are subjected to God’s punishment. They are the ones whom the Prophet had been told to say to them: “Enjoy yourselves in this life, for you will surely end up in hell.” (Verse 30) He is further ordered to address those who believe in God, and to command them to offer their prayers and pay their zakāt: “Tell My servants who have attained to faith that they should attend regularly to their prayers and spend [in My way], secretly and openly, out of the sustenance We provide for them, before a day shall come when there will be no trading and no friendship.” (Verse 31)
Hier vervollständigt die Sure das Bild und zeigt, was Gott für jene Ungläubigen bereithält, die Gottes Gaben leugnen, und wann sie ihrem unausweichlichen Schicksal begegnen werden. Dies geschieht in raschen Bildern vom Tag des Gerichts, die unsere Herzen mit Furcht erfüllen: „Denke niemals, dass Gott unachtsam wäre gegenüber dem, was die Frevler tun. Er gewährt ihnen nur Aufschub bis zu dem Tag, an dem die Augen vor Entsetzen starr sein werden, an dem sie eilends und verwirrt dahinlaufen werden, mit erhobenen Köpfen, unfähig, ihre Blicke von dem abzuwenden, was sie sehen, und ihre Herzen eine völlige Leere sein werden.“ (Verse 42-43)
Here the sūrah completes the picture, showing what God has prepared for those unbelievers who deny God’s blessings, and tells when they will face their inevitable destiny. This comes in quick images of the Day of Judgement which fill our hearts with fear: “Never think that God is unaware of what the wrongdoers are doing. He only grants them respite till the Day when eyes will stare fixedly in horror, when they will be dashing in confusion, with their heads lifted up, unable to turn their eyes from what they behold, and their hearts an utter void.” (Verses 42-43)
Gerechte Belohnung für alle
Fair Reward For All
Dem Propheten wird erneut gesagt: „Denke niemals, dass Gott das Versprechen, das Er Seinen Gesandten gegeben hat, jemals nicht erfüllen würde. Gewiss, Gott ist Allmächtig, der Vergelter des Bösen!" (Vers 47)
The Prophet is told again: “Never think that God may ever fail to fulfil the promise which He has given to His messengers. Indeed God is Almighty, avenger of evil!” (Verse 47)
Was die Ungläubigen ersinnen, ist ohne Bedeutung. Es kann die Erfüllung der Verheißung Gottes an Seine Gesandten, ihnen den Sieg zu gewähren und den Ungläubigen eine gewaltige Strafe aufzuerlegen, nicht verhindern: „Wahrlich, Gott ist allmächtig, ein Rächer des Bösen!“ (Vers 47) Er lässt Ungerechtigkeit nicht ungestraft. Wer zu Ränken greift und üble Pläne schmiedet, wird nicht verschont bleiben. Das Wort „rächen“ passt hier besonders gut, denn es vermittelt die Bedeutung, dass es sowohl der Ungerechtigkeit als auch der boshaften Ränkeschmiederei entgegenwirkt. Ein Täter solcher Ungerechtigkeit und Bosheit verdient es, Gottes Rache zu erleiden, die vom Standpunkt Gottes aus die Ausübung göttlicher Gerechtigkeit ist.
What the unbelievers devise is of no consequence. It cannot obstruct the fulfilment of God’s promise to His messengers to grant them victory and to inflict a mighty punishment on the unbelievers: “Indeed God is Almighty, avenger of evil!” (Verse 47) He does not let injustice escape punishment. Those who resort to scheming and devising foul plans will not be spared. The word “avenge” is especially suitable here as it gives the meaning that counters both injustice and wicked scheming. A perpetrator of such injustice and wickedness deserves to suffer God’s vengeance, which is, from God’s point of view, the exercise of divine justice.
Dies ist gewiss unvermeidlich: „An dem Tag, an dem die Erde in eine andere Erde verwandelt werden wird, ebenso wie die Himmel.“ (Vers 48) Wie dies geschieht, wissen wir nicht, und wir kennen auch nicht die Beschaffenheit der neuen Erde oder der neuen Himmel noch ihre jeweiligen Stellungen. Die Aussage vermittelt uns lediglich einen Eindruck von der Macht Gottes und von Seiner Fähigkeit, Erde und Himmel zu verändern. Dagegen sind die Ränke, die die Ungläubigen ersinnen, allesamt viel zu schwach.
This is certainly inevitable, “On the day when the earth shall be changed into another earth, as shall be the heavens.” (Verse 48) We do not know how this happens, nor are we aware of the nature of the new earth or the new heavens, or their respective positions. The statement only gives us an impression of God’s might and His ability to change the earth and heavens. By contrast, the schemes the unbelievers devise are all too weak.
Plötzlich sehen wir es, als wäre es bereits geschehen: „Wenn alle Menschen vor Gott treten, dem Herrscher über alles, was existiert.“ (Vers 48) Sie erkennen, dass sie bloßgestellt sind, ohne Decke oder Schirm, der sie schützt. Sie befinden sich weder in ihren Häusern noch in ihren Gräbern. Sie stehen offen da, vor dem Allmächtigen. Die Betonung liegt hier auf der Macht Gottes, der nicht widerstanden werden kann, auch nicht durch die Ränke der mächtigen Tyrannen, die beinahe Berge zum Wanken bringen könnten.
Beseitigung heidnischer Vorstellungen
Elimination Of Pagan Concepts
Die Sure endet dann mit einem Abschnitt, der ihrem Anfang ähnelt, jedoch in Form einer offenen und lauten Verkündung, die alle Menschen unterrichten soll: „Dies ist eine Botschaft an alle Menschen. Mögen sie dadurch gewarnt werden und wissen, dass Er der Einzige und Alleinige Gott ist. Mögen jene mit Verstand daraus Lehren ziehen.“ (Vers 52) Der wesentliche Zweck dieser Botschaft und der Warnung, die sie enthält, ist, dass die Menschen erkennen, dass „Er der Einzige und Alleinige Gott ist“. Dies ist der Grundgedanke dieser Religion, auf dem ihr Lebenskodex aufgebaut ist.
The sūrah then ends with something similar to its opening, but it comes in the form of an open and loud declaration, intended to inform all mankind: “This is a message to all mankind. Let them be warned thereby, and let them know that He is the One and Only God. Let those who have insight take heed.” (Verse 52) The essential purpose of this message and the warning it contains is that people should know that “He is the One and Only God.” This is the basic concept of this religion on which its code of living is built.
Hier wird nicht verlangt, dass die Menschen lediglich solches Wissen erwerben.
What is required here is not that people should merely acquire such information.
Der Zweck besteht darin, dass sie ihr Leben auf der Grundlage dieses Wissens führen. Es geht darum, dass sich die Menschen allein Gott unterwerfen, da Er der Einzige und einzige Gott ist. Gott ist es, der es verdient, der Herr zu sein, d. h. der Souverän, der Herrscher und der Gesetzgeber.
The purpose is that they should conduct their lives on the basis of this knowledge. It is that people should submit to God alone, since He is the One and only God. It is God who deserves to be the Lord, i.e. the Sovereign, the Ruler and the Legislator.
Wenn das Leben auf dieser Grundlage geführt wird, unterscheidet es sich völlig von jeder Art von Leben, das auf der Herrschaft von Geschöpfen beruht, was bedeutet, dass manche sich anderen unterwerfen, die als souverän über sie gelten. Der Unterschied betrifft Glauben, Anbetung, Moral, Maßstäbe und Werte, Verhalten und Praktiken sowie politische, wirtschaftliche und soziale Systeme und jeden Aspekt des Lebens des Einzelnen wie der Gesellschaft.
When life is conducted on this basis it becomes totally different from every type of life based on the lordship of creatures, which means that some submit to others who are considered sovereign over them. The difference involves faith, worship, morality, standards and values, behaviour and practices, as well as political, economic and social systems and every aspect of the life of the individual and society alike.