Al-Ma'arij (Die Stufen des Aufstiegs)
Al-Ma carij (Ways of Ascent)
Prolog
Prologue
Diese Sure kann als Teil der langen, behutsamen, aber präzisen und tiefgründigen Auseinandersetzung mit den Spuren der Dschahiliyya, der Unwissenheit, in der menschlichen Seele betrachtet werden. Dies zeigte sich am deutlichsten, als der Koran in Makkah offenbart wurde, gilt aber überall dort, wo die Dschahiliyya herrscht. Zwischen verschiedenen Situationen mag es Unterschiede geben, doch diese sind oberflächlich und betreffen nur die äußere Erscheinung. Alternativ kann man sagen, dass diese Sure eine Etappe in dem langen, harten Kampf darstellt, den der Koran in der menschlichen Seele führt, indem er tief in sie eindringt, um alle verbliebenen Spuren der Dschahiliyya auszumerzen. Dieser Kampf ist größer und währt länger als die Kriege, die die Muslime später gegen ihre zahlreichen Feinde führen mussten. Zudem sind diese Spuren hartnäckiger und in ihrem Widerstand schwerer zu überwinden als die gewaltigen Kräfte, die gegen die islamische Botschaft aufgeboten wurden, oder jene, die auch heute noch von verschiedenen Gesellschaften der Dschahiliyya gegen sie aufgeboten werden.
This surah may be described as being part of the long, slow, yet accurate and profound treatment of the traces of jahiliyyah, or ignorance, within the human soul. This was most evident as the Qur’an was being revealed in Makkah but is true wherever jahiliyyah reigns. There may be differences in different situations, but these are superficial affecting only appearances. Alternatively, we may say that this surah represents a round in the long, hard battle the Qur’an fights within the human soul, going deep inside it to eradicate all lingering traces of jahiliyyah. This battle is greater and longer lasting than the wars the Muslims later had to fight against their many enemies. Moreover, these traces are more persistent and harder in their resistance than the great forces that were marshalled against the Islamic message, or those which continue to be raised against it by different jahiliyyah societies.
Das zentrale Thema der Sure ist das Jenseits und die Vergeltung, die die Menschen für ihr Tun im diesseitigen Leben empfangen, insbesondere die Strafe, die die Ungläubigen erleiden. Um die Wahrheit des Jenseits zu bekräftigen, spricht die Sure davon, wie die menschliche Seele auf Situationen der Not und des Wohlergehens reagiert. Solche Reaktionen unterscheiden sich stark zwischen einem Gläubigen und einem, dem der Glaube fehlt. Die Sure zeichnet außerdem einen Umriss der Hauptmerkmale der Gläubigen, ihrer Gefühle und ihres Verhaltens, und sie legt dar, dass sie Ehre verdienen. Ebenso zeigt sie, dass die Ungläubigen von Gott geringgeschätzt werden, und sie malt ein Bild der Erniedrigung, die für sie bereitet ist. Es ist eine Erniedrigung, die die Hochmütigen durchaus verdienen. Darüber hinaus stellt die Sure die Tatsache fest, dass die Werte, Maßstäbe und Waagen, die Gott anwendet, von denen verschieden sind, die die Menschen hochhalten.
The major issue the surah focuses on is that of the hereafter and peoples requital for what they do during their lives on earth, particularly the punishment suffered by the unbelievers. In order to establish the truth of the hereafter, the surah speaks of how the human soul reacts to situations of hardship and comfort. Such reactions differ greatly between a believer and one who is devoid of faith. The surah also provides an outline of the believers’ main features, their feelings and behaviour, and it states how they deserve to be honoured. It also shows that the unbelievers are held in disregard by God, and gives a picture of the humiliation prepared for them. It is a humiliation the arrogant thoroughly deserve. Furthermore, the surah establishes the fact that values, standards and scales applied by God are different from those which human beings uphold.
Der Koran führte seine langwierige Behandlung und focht seinen harten Kampf in der menschlichen Seele, ausgerüstet mit nichts anderem als seinem eigenen kraftvollen Argument. Er errang seinen großen Sieg bei seinen Anhängern, noch bevor er ein Schwert besaß, mit dem er jene Gläubigen hätte verteidigen können, geschweige denn, seine Feinde zur Unterwerfung zu zwingen.
The Qur’an administered its long treatment and fought its hard battle within the human soul equipped with nothing other than its own powerful argument. It achieved its great victory within its followers even before it had a sword with which to defend those believers, let alone force its enemies into submission.
Wer den Koran liest und dabei die Ereignisse zur Zeit des Propheten ﷺ im Sinn behält, wird die überwältigende Wirkung nicht verkennen, die der Koran auf jene Menschen in Makkah ausübte, bis sie seine Führung freiwillig annahmen. Wir sehen die große Bandbreite an Stilen, derer sich der Koran bedient.
Whoever reads the Qur’an bearing in mind the events that took place during the Prophet’s lifetime will not fail to appreciate the overpowering effect the Qur’an had on those people in Makkah until they willingly accepted its lead. We see the wide range of styles the Qur’an employs.
Er kann die menschliche Seele mit einer gewaltigen Flut überzeugender Beweise und mächtiger Wirkungen konfrontieren; oder er kann ein kraftvolles Mittel einsetzen, das keine Spur der Unwissenheit übrig lässt, ohne sie vollständig zu zerschlagen; oder er kann die menschliche Seele mit etwas konfrontieren, das einer harten Peitsche gleicht und die Empfindung so entfacht, dass der zugefügte Schmerz kaum zu ertragen ist. Er wechselt seine Ansätze zwischen einem sanften, freundlichen Appell, der die Herzen gewinnt, einem lauten, erschreckenden Aufschrei, der vor einer drohenden und großen Gefahr warnt, einer klaren Darlegung kraftvoller und unwiderlegbarer Argumente und einer Weckung von Hoffnung durch die Aussicht auf ein erstrebenswertes Ergebnis. Bisweilen bewegt sich der Qur'an gleichsam physisch durch die menschliche Seele, geht durch ihre Gassen und um ihre Ecken herum und wirft auf jede dieser Stellen Licht. So legt er dies dem Menschen vor, damit er es betrachtet, wodurch er an manchen Dingen Abneigung empfindet, sich bei anderen schämt und auf seine eigenen Reaktionen aufmerksam wird, die er sonst übersehen hatte.
It may face the human soul with a great flood of inspiring proofs and powerful effects; or it may use a powerful tool that leaves nothing of the traces of ignorance without completely crushing it, or it may confront the human soul with something akin to a hard whip that kindles sensation so that the pain it inflicts is very hard to bear. It alternates its approaches between a calm friendly appeal that wins hearts, a loud terrifying outcry that warns of an impending and great danger, a clear presentation of powerful and irrefutable argument, and a raising of hopes with the prospect of an appealing outcome. At times the Qur’an moves physically through the human soul, going along its alleyways and round its corners, shedding light on each of these. It, thus, puts these before man so that he looks at them, making him dislike certain aspects, feel ashamed at others, and alert to his own reactions, which he normally overlooked.
Der Koran bedient sich Hunderter solcher Berührungen, Appelle und Einflussnahmen, während er seinen langen Kampf führt und seine langsame Heilung betreibt. Wir können diesen nachgehen, während wir den Koran lesen, und daraus lernen, wie er seinen großen Sieg über den hartnäckigen Widerstand errang, den die menschliche Seele von innen leistete. Die vorliegende Sure ist eine Etappe dieses koranischen Bemühens, die Wahrheit des Jenseits und anderer damit verbundener Wahrheiten zu festigen.
The Qur’an uses hundreds of such touches, appeals and influences in conducting its long battle and administrating its slow treatment. We can follow these as we read the Qur’an and learn how it achieved its great victory against the stiff resistance the human soul put up from within. The present surah is one instalment of this Qur’anic endeavour to establish the truth of the hereafter and other related truths.
Die vorangehende Sure, Al-Haqqa (Die Unvermeidliche Wahrheit), verfolgte dasselbe Ziel, nämlich die Wahrheit des Jenseits zu begründen, doch die Methoden in beiden Suren unterscheiden sich stark. Der Weg, den die vorangehende Sure einschlägt, zielt darauf ab, den großen universalen Umbruch aufzuzeigen, der am Tag des Gerichts stattfinden wird, und zwar durch Schrecken einflößende Bilder wie: „Wenn in die Posaune ein einziges Mal gestoßen wird und die Erde und die Berge emporgehoben und mit einem gewaltigen Schlag zermalmt werden, dann wird an jenem Tag geschehen, was geschehen soll. Der Himmel wird sich spalten, denn er wird an jenem Tag brüchig geworden sein.“ (69:13-16) Sie stellt zudem die erhabene Natur jenes Tages in einer majestätischen Szene dar: „Und die Engel werden an seinen Seiten stehen, und an jenem Tag werden acht von ihnen den Thron deines Herrn über sich tragen.“ (69:17)
The preceding surah. The Inevitable Truth, aimed to establish the same truth of the hereafter, but the methods employed in both surahs are widely different. The line followed in the preceding surah aimed to show the great universal upheaval taking place on the Day of Judgement through terror-striking images such as: “ When the trumpet is sounded a single time, and the earth and mountains are lifted up and with one mighty crash are flattened, that which is certain to happen will on that day have come to pass. The sky will be rent asunder, for, it will have become frail on that day? (69: 13-16) It also depicts the awesome nature of that day in a majestic scene: “The angels will stand on all its sides and, on that day, eight of them will bear aloft the Throne of your Lord? (69:
17) Es lässt uns erschüttert zurück, denn es beschreibt, wie alles offengelegt wird: „An jenem Tag werdet ihr vor Gericht gebracht, und keines eurer Geheimnisse wird verborgen bleiben?" (69:18) Die so gezeichneten Bilder der Bestrafung verstärken die furchteinflößende Wirkung der Sure. Sie beginnt mit der Art und Weise, wie das Urteil verkündet wird: „Packt ihn und fesselt ihn, und brennt ihn im Feuer der Hölle, und dann bindet ihn an eine Kette von siebzig Ellen Länge?" (69:30-32)
17) It leaves us shaken as it describes how everything is laid bare: “On that day you shall be brought to judgement and none of your secrets will remain hidden? (69: 18) The images so drawn of punishment add to the terrifying effect of the surah. This starts with the way judgement is announced: “Lay hold of him and shackle him, and burn him in the fire of hell, and then fasten him in a chain seventy cubits long? (69: 30-32)
Solche Gefühle des Schreckens spiegeln sich lebhaft in den Klagerufen derer wider, die dieses Urteil empfangen: „O hätte ich doch nie mein Buch empfangen und nie gewusst, was meine Abrechnung ist! O hätte doch der Tod mein Ende gewesen!“ (69: 25-27)
Such feelings of terror are vividly reflected in the outcries of lamentation voiced by those receiving such judgement: “ Would that I had never been shown my record and knew nothing of my account! Would that death had been the end of me!” (69: 25-27)
In der vorliegenden Sure wird die Erhabenheit weniger im Universum und seiner großartigen Szenerie empfunden als in den Regungen, Gedanken und Bewegungen der menschlichen Seele. Selbst in den Bildern des Universums, die diese Sure darstellt, erscheint die Furcht beinahe psychologischer Natur. Sie ist gewiss nicht der auffälligste Aspekt. Tatsächlich ergreift solche Furcht die menschliche Seele, und ihr Ausmaß zeigt sich in der Panik, die sie hervorruft: an dem Tag, an dem der Himmel wie geschmolzenes Blei sein wird und die Berge wie Flocken aus Wolle, an dem kein Freund nach seinem Freund fragen wird, obwohl sie einander sehen können. Der Schuldige wird sich wünschen, er könnte sich an jenem Tag von der Qual loskaufen, indem er seine eigenen Kinder, seine Frau, seinen Bruder, seine Sippe, die ihm Zuflucht gewährte, und alle auf Erden hingäbe, wenn es ihn retten könnte? (Verse 8-14)
In the present surah, awesomeness is felt in the features, thoughts and movements of the human soul, rather than the universe and its great scenery. Even in the scenes of the universe presented in this surah, the fear appears to be almost psychological. It is certainly not the most prominent aspect. Indeed, such fear takes hold of the human soul, and its extent is reflected in the panic it produces: the day when the sky will be like molten lead, and the mountains like tufts of wool, when no friend will ask about his friend, though they may be within sight of one another. The guilty one will wish he could ransom himself from the suffering on that day by sacrificing his own children, his wife, his brother, the kinsfolk who gave him shelter, and all those on earth, if it could save him? (Verses 8-14)
In dieser Sure hat die Hölle selbst eine Seele, eigene Empfindungen und ein eigenes Bewusstsein. Wie lebende Wesen trägt sie dazu bei, die Wirkung des Schreckens hervorzurufen:
In this surah, hell itself has a soul, feelings and consciousness of its own. Like living creatures, it plays a part in producing the fright effect:
„A ist das lodernde Feuer, das die Haut vom Kopf reißt. Es wird all jene an sich ziehen, die sich abwenden und sich von der Wahrheit abkehren, Reichtümer anhäufen und horten.“ (Verse 15–18) Selbst die Strafe und das Leiden sind eher psychischer als physischer Natur: „an dem Tag, an dem sie eilends aus ihren Gräbern kommen werden, als strömten sie zu einem Banner, mit gesenkten Blicken, während Schande sie überwältigt.“
“A is the ragingfire that tears the skin away. It will claim all who turn their backs, and turn away from the truth, amass riches and hoard them? (Verses 15-18) Even the punishment and suffering is more psychological than physical: “the day when they shall come in haste from their graves, as if rallying to a flag with eyes downcast, with ignominy overwhelming them.
„So ist der Tag, der ihnen versprochen wurde.“ (Verse 43–44)
Such is the day they have been promised.” (Verses 43—44)
Die Bilder, Szenen und Eindrücke in dieser Sure unterscheiden sich von denen der vorangehenden aufgrund des Unterschieds in ihrer allgemeinen Ausrichtung, obwohl beide dasselbe zentrale Thema behandeln.
The images, scenes and impressions in this surah are different from those of the preceding one because of the difference in their general outlooks, despite the fact that they address the same central theme.
Die Sure bietet außerdem Bilder der menschlichen Psyche in günstigen und widrigen Lagen sowie im Fall des Glaubensübertritts oder dessen Gegenteil. Dies passt hervorragend zu ihrem besonderen psychologischen Schwerpunkt. Sie beschreibt den Menschen mit den folgenden Worten: „Der Mensch ist ungeduldig geschaffen: Wenn ihn Unheil trifft, ist er verzagt; und wenn ihm Gutes widerfährt, wird er geizig. Nicht so jene, die beten“ (Verse 19–22). Die Sure fährt fort, ein Bild der Gläubigen und ihrer äußeren und inneren Eigenschaften zu zeichnen.
The surah also provides images of human psychology in positive and adverse situations, and in cases of embracing faith or otherwise. This fits perfectly with its special psychological emphasis. It describes man in the following terms: “Man is born with a restless disposition: when misfortune befalls him, he is fretful; and when good fortune comes his way, he grows tight-fisted. Not so those who pray” (Verses 19-22) The surah goes on to provide a picture of believers and their apparent and inner characteristics.
Dies entspricht dem allgemeinen Stil der Sure. „Ausgenommen sind jene, die beten und stets auf ihr Gebet achten; die einen festgesetzten Anteil ihres Besitzes geben, dem, der bittet, und dem, der entbehrt; die an den Tag des Gerichts glauben; die sich vor der Strafe ihres Herrn fürchten, denn vor der Strafe ihres Herrn kann sich niemand völlig sicher fühlen; die ihre Keuschheit bewahren, außer gegenüber ihren Ehepartnern oder jenen, die sie rechtmäßig besitzen – denn dann trifft sie kein Tadel, wohingegen jene, die darüber hinaus suchen, wahrhaftig Übertreter sind; die ihren Treuhandschaften und ihren Verpflichtungen gewissenhaft nachkommen; die für die Wahrheit einstehen, wenn sie Zeugnis ablegen; und die unermüdlich auf ihr Gebet achten.“ (Verse 22–34)
This is in line with the general style of the surah-. “Not so those who pray, and always attend to their prayers; who give a due share of their possessions to the one who asks (for help] and the one who is deprived; who believe in the Day of Judgement; who stand in fear of their Lord's punishment, for none may feel totally secure from their Lord's punishment; who guard their chastity except with those joined to them in marriage, or those whom they rightfully possess - for then, they are free of all blame, whereas those who seek to go beyond that [limit] are indeed transgressors; who are faithful to their trusts and to their pledges; who stand up for the truth when they bear witness; and who attend to their prayers without fail.” (Verses 22-34)
Die Hauptrichtung der vorangegangenen Sure bestand darin, absolute Ernsthaftigkeit in der Glaubensfrage zu etablieren. Daher war die Wahrheit des Jenseits eine von mehreren Wahrheiten in dieser Sure, neben der Wahrheit, dass denjenigen, die den Glauben ablehnen, rasch Strafe in dieser Welt zuteilwird, und dass bei der Bestrafung derer, die die Grundsätze des Glaubens verändern, keine Nachsicht geübt wird. Die Richtung dieser Sure hingegen besteht darin, die Wahrheit des Jenseits und die Vergeltung aller zu etablieren sowie die Maßstäbe dieser Vergeltung darzulegen. Das bedeutet, dass das Jenseits die Hauptwahrheit ist, von der die Sure spricht. Daher stehen die anderen hier genannten Wahrheiten in direktem Bezug zum Jenseits. Ein Beispiel dafür ist der Unterschied zwischen der Art, wie die Sure Gottes Tage und die Berechnung menschlicher Tage erwähnt, und wie Gott den Tag des Gerichts sieht und wie Menschen ihn sehen: „Zu Ihm steigen die Engel und der Geist empor an einem Tag, dessen Länge fünfzigtausend Jahre beträgt. So ertrage mit schöner Geduld alle Widrigkeiten. Sie halten ihn für fern, Wir aber sehen ihn nahe“ (Verse 4–7). Ein weiteres Beispiel ist der Unterschied in der menschlichen Psychologie in den beiden Fällen von Not und Wohlergehen, wenn diese mit Glauben oder Unglauben verbunden sind. Beides bestimmt die Art der Vergeltung, die am Tag des Gerichts empfangen wird. Die Sure spricht außerdem über die Überheblichkeit der Ungläubigen, die die Hoffnung hegen, in Gärten der Wonne eingelassen zu werden, obwohl sie in Gottes Maßstab bedeutungslos sind.
The main drift in the preceding surah was to establish absolute seriousness in the question of faith. Hence the truth of the hereafter was one of several in the surah, alongside that of meting out swift punishment in this world to those who reject faith, and showing no leniency in the punishment of those who alter the principles of faith. By contrast, the drift in this surah is to establish the truth of the hereafter and the requital of all, as well as outlining the standards of such requital. This means that the hereafter is the main truth the surah speaks about. Hence, other truths mentioned here directly relate to the hereafter. An example of this is the difference in the way the surah mentions God’s days and the reckoning of human days, and how God sees the Day of Judgement and how people see it: “All the angels and the Spirit will ascend to Him, on a day the length of which is fifty thousand years. Therefore, endure all adversity with goodly patience. People think it to befar away, but We see it near at hand" (Verses 4—7) Another example is the difference affecting human psychology in the two cases of hardship and comfort when these are combined with faith or unfaith. Both are determinants of the type of requital received on the Day of Judgement. The surah also speaks of the unbelievers’ arrogance as they entertain hopes of being admitted to gardens of bliss when they are of no importance in God’s measure.
Sie können Seiner Strafe nicht entgehen. So sehen wir, dass die Sure fast vollständig der Wahrheit des Jenseits gewidmet ist, die sie fest in den Köpfen der Menschen verankern will.
They cannot evade His punishment. Thus we see that the surah is almost entirely devoted to the truth of the hereafter, which it aims to firmly establish in people’s minds.
Ein weiterer Aspekt dieser Sure ist ihr besonderer musikalischer Rhythmus, der ihrer Ausdrucksweise entspricht. Der wechselnde Takt der vorangehenden Sure antwortete auf den Wechsel des Reimes von einem Abschnitt zum anderen und auf die jeweilige Stimmung. Hier sind die Veränderungen umfassender, denn sie beziehen den vielfältigen musikalischen Aufbau der Sure ein, nicht nur ihren wechselnden Reim. Hier ist jeder musikalische Abschnitt komplexer und tiefgründiger. Das gilt besonders für ihren ersten Teil, in dem wir drei Melodien haben, die sich in Länge und Weise unterscheiden, aber denselben Schlusston teilen. Die erste umfasst die Verse 1–5 und endet auf einem langen „a“-Laut. Dies wiederholt sich zweimal in den beiden folgenden kurzen Versen.
Another aspect of this surah is its particular musical rhythm that echoes its line of expression. The varied beat of the preceding surah responded to the change of the rhyme from one section to another, and the ambience of each. Here, the changes are wider in scope, because they incorporate the varied musical structure of the surah, not merely its varying rhyme. Here, every musical section is more complex and profound. This is particularly true of its first part where we have three melodies that differ in length and tune, but which share the same final beat. The first takes up verses 1-5, ending with a long 'a sound. This is repeated on two further occasions in the two short verses that follow.
Eine zweite Melodie umfasst drei weitere Verse, wobei die ersten beiden unterschiedliche Endungen haben, der dritte jedoch den langen V-Laut am Ende wiederaufnimmt.
A second melody takes up three more verses, with the first two having different endings, but the third echoing the long V sound at the end.
Eine dritte Melodie besteht aus fünf Versen, die in den ersten vier einen „eeh“-Ausgang beibehalten, den fünften jedoch mit einem anderen langen „a“ enden lassen. Danach folgen sechs kurze Verse, die alle mit einem langen „a“ enden, wobei sich der Reim in den ersten drei von dem der anderen drei unterscheidet. Der übrige Teil der Sure bewahrt einen Ausgang auf „m“ oder „n“, dem ein langes „e“ oder „o“ vorausgeht. Der Rhythmus im ersten Abschnitt ist sowohl komplex als auch tiefgründig. Ein feines Gehör wird seine Raffinesse nicht verfehlen zu würdigen, die jenen fremd ist, die an den arabischen Rhythmus gewöhnt sind. Der Stil des Qur'an macht es jedoch leicht, ihn zu schätzen, indem er ihn so formt, dass seine Fremdheit überwunden wird und er dadurch durchaus annehmbar wird.
A third melody is composed of five verses, maintaining an 'eeh’ ending in the first four, but ending the fifth with another long 'a*. Then we have six short verses, all ending with a long ‘a\ but the rhyme in the first three is different from that of the other three. The remainder of the surah maintains an "m" or "n" Vending preceded by a long ‘e' or 'o'. The rhythm in the first section is both complex and profound. A sensitive ear will not fail to appreciate its sophistication, which is unfamiliar to those used to Arabic rhythm. However, the Qur’anic style makes it easy to appreciate, moulding it in such a way as to overcome its unfamiliarity and so making it perfectly acceptable.