Diese Passage erzählt die Geschichte des Propheten Schu'ayb, die aus historischer Sicht vor der des Moses liegt, doch sie wird hier wegen der Lehren erzählt, die in allen Geschichten dieser Sure enthalten sind. Die Bewohner der „bewaldeten Täler“ waren höchstwahrscheinlich die Leute von Madyan. Es scheint, dass Madyan nahe dieses waldreichen Landes lag, dicht bewachsen mit Bäumen, wie die Beschreibung im Qur'ān nahelegt. Madyan liegt nahe dem Golf von 'Aqaba, im Gebiet zwischen der Provinz Ḥiǧāz in Saudi-Arabien und Palästina.
This passage tells the story of the Prophet Shu`ayb which, from a historical point of view, comes before that of Moses, but it is told here for the lessons involved in all the stories given in this sūrah. The dwellers of the ‘wooded dales’ were most probably the people of Madyan. It seems that Madyan was close to this wooded land, thick with trees, as the Qur’ānic description implies. Madyan lies close to the Gulf of `Aqaba, in the area between the Ĥijāz province of Saudi Arabia and Palestine.
Schu'ayb begann wie die anderen Propheten, indem er die Menschen zum Glauben aufrief, ihnen die grundlegenden Glaubensgrundsätze erklärte und deutlich machte, dass er für seine Verkündigung keinen Lohn verlangte. Dann sprach er zu ihnen über die Missstände, die ihre eigene Gesellschaft plagten:
Shu`ayb began in the same way as other prophets calling on people, explaining to them the basic essentials of faith, and making it clear that he sought no gain in return for his advocacy. He then spoke to them about the ills that plagued their own society:
„Gebt volles Maß, und seid nicht unter denen, die anderen weniger geben [als ihnen zusteht]; und wiegt mit gerechter Waage; und entzieht den Menschen nicht, was ihnen zusteht; und treibt auf der Erde kein Unwesen und verbreitet kein Verderben.“ (Verse 181–183)
“Give full measure, and be not of those who give others less [than their duel; and weigh with even scales; and do not deprive others of what rightfully belongs to them; and do not act wickedly on earth spreading corruption.” (Verses 181-183)
Wie in den Sūrahs 7 (Al-A'rāf) und 11 (Hūd) deutlich erwähnt wird, pflegten sie beim Abwiegen von Waren den Menschen zu wenig zuzumessen. Sie nutzten zudem ihre Macht, um mehr zu nehmen, als ihnen rechtmäßig zustand, während sie den Menschen weniger gaben, als ihnen geschuldet war. Sie kauften Waren unter ihrem gerechten Preis, verkauften sie aber zu höheren Preisen. Es scheint, dass sie nahe an den Karawanenhandelswegen lebten, und dies ermöglichte es ihnen, ihre Bedingungen zu diktieren. Der Gesandte, den Gott zu ihnen schickte, riet ihnen, in allen solchen Geschäften Gerechtigkeit anzustreben. Er predigte den wahren Glauben, der notwendigerweise eine gute Behandlung anderer verlangt und der Ungerechtigkeit in Geschäften und im Umgang zwischen Menschen nicht hinnehmen kann.
As clearly mentioned in Sūrahs 7 and 11, The Heights and Hūd respectively, they used to give people short measure whenever they weighed things out for them. They also used their power to take more than what was rightly theirs, while they would give people less than what was due to them. They would buy things for less than their fair price, but would sell for higher prices. It appears that they lived close to the caravan trade routes, and this enabled them to dictate their terms. The messenger God sent them counselled them to pursue fairness in all such dealings. He preached the true faith which inevitably requires good treatment of others, and which cannot overlook injustice in dealings and interactions between people.
Schuʿaib appellierte daraufhin an ihr Gefühl der Gottesfurcht, indem er sie an den Schöpfer erinnerte, der sie ins Dasein gebracht hat, so wie er es auch bei allen früheren Generationen getan hat.
Shu`ayb then appealed to their sense of the fear of God as he reminded them of the Creator who brought them into existence as He did with all past generations:
„Fürchtet Ihn, der euch erschaffen hat und die unzähligen Generationen der Vorzeit.“ (Vers 184)
“Fear Him who has created you as well as the countless generations of old.” (Verse 184)
Ihre Antwort war absurd. Sie beschuldigten ihn, verzaubert zu sein, und redeten allerlei Unsinn, ohne zu wissen, was er sagte: „Sie sprachen: Du bist nur einer, der verzaubert wurde.“ (Vers 185) Außerdem stellten sie in Frage, dass er ein Gesandter Gottes sei, da er einer von ihrer eigenen Art sei. Ein Gesandter Gottes, meinten sie, müsse anders sein. Deshalb warfen sie ihm vor, zu lügen: „Du bist nur ein Mensch wie wir! Und wir glauben gewiss, dass du lügst.“ (Vers 186) Ferner forderten sie ihn heraus, seine Warnungen wahr zu machen und Gottes Strafe über sie zu bringen; sie verlangten, dass er den Himmel auf sie herabstürzen lasse: „So lass doch Stücke vom Himmel auf uns herabfallen, wenn du ein wahrhaftiger Mann bist.“ (Vers 187)
Their response was absurd. They accused him of being bewitched, speaking all sorts of nonsense without knowing what he said: “They said: You are but one who has been bewitched.” (Verse 185) They also questioned the fact that he was God’s messenger, since he was a man of their own kind. To them, a messenger of God should be different. Hence, they accused him of telling lies: “You are only a human being like us! And, indeed, we believe that you are lying.” (Verse 186) They further challenged him to put his warnings into effect, bringing God’s punishment upon them, demanding that he should cause the sky to fall upon them: “Cause, then, fragments of the sky to fall down on us, if you are a man of truth.” (Verse 187)
Eine solche Herausforderung konnte nur von unbedachten Menschen ausgehen, die die Folgen wenig bedenken. Sie gleicht der Herausforderung, die die Götzendiener in Makkah dem Propheten ﷺ entgegenbrachten, als er sie aufrief zu glauben. Doch Schu'aib entschied sich, auf ihre gedankenlose Herausforderung nicht einzugehen. Er beschränkte seine Antwort darauf, nur zu sagen: „Mein Herr weiß wohl, was ihr tut.“ (Vers 188)
Such a challenge could only be made by careless people who think little of the consequences. It is akin to the challenge the idolaters in Makkah put to the Prophet when he called on them to believe. But Shu`ayb chose not to answer their thoughtless challenge. He limited his reply to simply saying: “My Lord knows fully well all that you do.” (Verse 188)
Die Sure geht direkt dazu über, uns über das Ende zu berichten, das sie erlitten, doch ohne irgendein Detail hinzuzufügen: „Aber sie bezichtigten ihn der Lüge. Da ergriff sie die Strafe am Tag der Wolke der Verfinsterung. Es war wahrlich die Strafe eines gewaltigen Tages.“ (Vers 189)
The sūrah moves straight on to tell us about the end they met, but without adding any detail: “But they denied him. Thus suffering overtook them on the day of the darkening cloud. It was indeed the suffering of an awesome day.” (Verse 189)
Es wird überliefert, dass sie zunächst unter einer sehr heißen Witterung litten, die das Atmen erschwerte und schwer auf ihrer Lunge lastete. Dann sahen sie eine Wolke, die sie begrüßten, und sie suchten den Schatten, den sie spendete, und spürten die Kühle, die sie ihnen zunächst verschaffte. Doch bald vernichtete sie ein gewaltiger Blitzschlag, und sie alle kamen um. Dies war der „Tag der verdunkelnden Wolke“, da die Wolke sein auffälligstes Kennzeichen war.
It is reported that they first suffered very hot weather that made breathing difficult and which weighed heavily on their lungs. Then they saw a cloud, which they welcomed and sought the shade it provided, feeling the coolness it initially gave them. But soon a great thunderbolt destroyed them all. This was the ‘day of the darkening cloud’, as the cloud was its most distinctive mark.
Darauf folgt dieselbe Schlussfolgerung, die die Sure nach jeder der Geschichten früherer Gemeinschaften bringt, die sie erwähnt: „Gewiss liegt darin ein deutliches Zeichen; doch die meisten von ihnen glauben nicht. Und wahrlich, dein Herr ist der Allmächtige, der Barmherzige.“ (Verse 190–191)
This is followed by the same conclusion given in the sūrah after each of the stories of past communities it mentions: “Indeed, there is in this a sure sign; yet most of them will not believe. And indeed it is your Lord who is the Mighty One, the Merciful.” (Verses 190- 191)