Al-Ahzab Die Verbündeten (Die Furcht vor gesellschaftlicher Reaktion) 36-48
Al-Ahzab The Confederates ( Fearing Social Reaction) 36-48
{Und keinem gläubigen Mann und keiner gläubigen Frau steht es zu, wenn Gott und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, dass sie dann eine Wahl in ihrer Angelegenheit haben. Und wer Gott und Seinem Gesandten ungehorsam ist, der ist gewiss in offenkundigem Irrtum geraten.} (36)
Whenever God and His Messenger have decided a matter, it is not for a believing man or a believing woman to claim freedom of choice in that matter. Whoever disobeys God and His Messenger strays far into error. (36)
Du sagtest zu dem, dem Gott Gunst erwiesen hatte und dem du selbst Gunst erwiesen hattest: „Behalte deine Frau und fürchte Gott.“ Und so verbargst du in deinem Herzen, was Gott ans Licht bringen wollte. Du fürchtetest die Menschen, wo es doch Gott allein war, den du hättest fürchten sollen. Als nun Zayd seine Ehe mit ihr beendet hatte, gaben Wir sie dir zur Frau, damit für die Gläubigen kein Makel darin liege, die Frauen ihrer Adoptivsöhne zu heiraten, wenn diese ihre Ehe mit ihnen beendet haben. Gottes Ratschluss muss vollzogen werden.
You did say to the one whom God had shown favour and you had shown favour, ‘Hold on o your wife and have fear of God.’ And thus you would hide in your heart that which God wanted o bring o light. You stood in awe of people, whereas it was God alone of whom you should have stood in awe. Then, when Zayd had come o the end of his union with her, We gave her o you in marriage, so that no blame should attach to the believers for marrying the spouses of their adopted sons when the latter have come o the end of their union with them. God’s will must be fulfilled.
(37)
(37)
Dem Propheten ﷺ wird keinerlei Vorwurf gemacht, weil er das tut, was Gott ihm vorgeschrieben hat. So war Gottes Weg mit denen, die vor ihm gelebt haben.
No blame whatsoever attaches to the Prophet for doing what God has ordained for him. Such was God’s way with those who went before him.
Der Wille Gottes ist stets das absolute Schicksal. (38)
God’s will is always destiny absolute. (38)
Das sind diejenigen, die die Botschaften Gottes überbringen, Ihn fürchten und niemanden außer Gott fürchten. Und Gott genügt als Rechenschaftsnehmer. (39)
Those are the ones who convey God’s messages and stand in awe of Him, and hold none but God in awe. Sufficient is God to reckon all things. (39)
Muḥammad ist nicht der Vater eines eurer Männer, sondern der Gesandte Gottes und das Siegel aller Propheten. Gott hat tatsächlich vollkommenes Wissen über alles. (40)
Muĥammad is not the father of any one of your men, but is God’s Messenger and the seal of all prophets. God has indeed full knowledge of everything. (40)
Gläubige! Gedenkt Gottes stets, (41)
Believers! Remember God always, (41)
und preise Ihn morgens und abends. (42)
and glorify Him morning and evening. (42)
Er ist es, Der über euch Seine Segnungen herabsendet, und Seine Engel (beten für euch), damit Er euch aus den Finsternissen ins Licht hinausführe. Und Er ist den Gläubigen gegenüber barmherzig. (43)
It is He who bestows His blessings upon you, with His angels, so that He might take you out of the depths of darkness into the light. He is truly merciful to the believers. (43)
Am Tag, an dem sie Ihm begegnen, werden sie mit „Frieden“ gegrüßt werden, und Er hat ihnen eine überaus großzügige Belohnung bereitet. (44)
On the day when they meet Him, they will be greeted with ‘Peace’, and He will have prepared for them a most generous reward. (44)
„O Prophet! Wir haben dich als Zeugen, als Verkünder froher Botschaft und als Warner gesandt;" ﷺ
Prophet! We have sent you as a witness, a hearer of good news and a warner; (45)
und als jemand, der mit Seiner Erlaubnis zu Gott einlädt, und als leuchtende Fackel. (46)
one who calls people to God by His leave and a light-giving beacon. (46)
Verkünde den Gläubigen die frohe Botschaft, dass sie eine große Gunst von Gott erwartet. (47)
Give to the believers the good news that a great bounty from God awaits them. (47)
Gib den Ungläubigen und den Heuchlern nicht nach und ignoriere ihre verletzenden Handlungen. Vertraue auf Gott; denn Gott allein ist aller Vertrauens würdig.
Do not yield o the unbelievers and the hypocrites, and disregard their hurting actions. Place your trust in God; for God alone is worthy of all trust.
(48)
(48)
Überblick
Overview
Diese Passage stellt eine weitere Etappe bei der Neuordnung der muslimischen Gemeinschaft auf der Grundlage der islamischen Lehren dar. Sie befasst sich insbesondere mit dem Adoptionssystem, auf das zu Beginn der Sure Bezug genommen wurde, und hebt dessen Wirkungen auf. Gott hat es so bestimmt, dass Sein Gesandter Muĥammad (ﷺ) derjenige ist, der die Aufhebung dieser Tradition in der Praxis vollzieht. Die Araber pflegten die geschiedene Frau eines Adoptivsohnes genauso zu behandeln, als wäre sie die Frau des eigenen Sohnes, das heißt, sie war für den Vater dauerhaft zur Ehe verboten. Sie konnten nicht akzeptieren, dass eine Frau, die zuvor mit einem Adoptivsohn verheiratet gewesen war, für sie rechtmäßig zur Ehe sei, und diese Lage bestand so lange fort, bis es ein Beispiel gab, das die neue Regel praktisch anwendete. Deshalb wurde der Prophet (ﷺ) auserwählt, diese neue Verantwortung zusätzlich zu seiner Last der Überbringung der Botschaft Gottes zu übernehmen. Betrachtet man dies genauer, so wird sofort deutlich, dass niemand außer dem Propheten (ﷺ) diese sehr schwere Verantwortung hätte tragen können, da er die Gemeinschaft mit einer Handlung konfrontierte, die ihre anerkannten Normen herausforderte. Wir sehen auch, dass der Koran-Kommentar zu dieser Lage lang ist; er betont die Verbundenheit der Gläubigen mit Gott und Seinem Gesandten und verdeutlicht die Rolle des Propheten (ﷺ) in ihrer Gemeinschaft. All dies wird dargelegt, um es den Menschen leichter zu machen, dies anzunehmen, und sie bereitwilliger zu machen, die Gebote Gottes umzusetzen, die dieses neue gesellschaftliche System umreißen.
This passage represents another stage in reorganizing the Muslim community on the basis of Islamic teachings, addressing in particular the adoption system o which reference was made at the beginning of the sūrah and annulling its effects. God has willed that His Messenger, Muĥammad (peace be upon him), be the one who undertakes in practice the annulment of this tradition. The Arabs used o treat the divorcee of an adopted son in the same way as if he was one’s own son, i.e. she was permanently forbidden in marriage to the father. They could not accept that a woman who had previously been married to an adopted son was lawful for them to marry and this situation held until there was a precedent giving practical application to the new rule. Hence, the Prophet was chosen o undertake this new responsibility in addition to his burden of delivering God’s message. When we examine this more closely, it is immediately apparent that no one other than the Prophet could have discharged this very heavy responsibility, facing as he did the community with an action that challenged its accepted norms. We also see that the Qur’ānic comment on this situation is long, stressing the believers’ bond with God and His Messenger and clarifying the role of the Prophet in their community. All this is stated so as to make things easier for people to accept and make them more willing to implement God’s orders outlining this new social system.
Hintergrundfälle
Background Cases
Wenn Gott und Sein Gesandter eine Angelegenheit entschieden haben, steht es einem gläubigen Mann oder einer gläubigen Frau nicht zu, in dieser Angelegenheit eine freie Wahl für sich zu beanspruchen. Wer Gott und Seinem Gesandten ungehorsam ist, irrt in offenkundiger Weise weit ab. (Vers 36)
Whenever God and His Messenger have decided a matter, it is not for a believing man or a believing woman to claim freedom of choice in that matter. Whoever disobeys God and His Messenger strays far into error. (Verse 36)
Berichten zufolge wurde dieser Vers im Zusammenhang mit Zaynab bint Jaĥsh offenbart, als der Prophet ﷺ alle gesellschaftlichen Erwägungen beseitigen wollte, die die Menschen in verschiedene soziale Schichten einteilten. Diese Schichtungen hatte die muslimische Gemeinschaft aus den Tagen vor dem Islam übernommen. Der Prophet ﷺ wollte nun jedoch die volle Gleichheit aller Menschen betonen, wobei das einzige Kriterium, das sie voneinander unterscheidet, ihre Gottesfurcht und gute Taten sind. Bis zu diesem Zeitpunkt wurden freigelassene ehemalige Sklaven in eine Klasse unterhalb der ihrer früheren Herren eingeordnet. Einer dieser ehemaligen Sklaven war Zayd ibn Ĥārithah, den der Prophet ﷺ adoptiert hatte.
Reports suggest that this verse was revealed in respect of Zaynab bint Jaĥsh when the Prophet wanted to remove all social considerations dividing people into different social classes. These strata were inherited by the Muslim community from their pre- Islamic days. The Prophet now, however, wanted to emphasize the full equality of all people, making the only factor that distinguishes between them their fear of God and good action. Up until this point, former slaves that had been freed were placed in a class lower than that of their masters. One such former slave was Zayd ibn Ĥārithah whom the Prophet had adopted.
Der Prophet wollte die vollständige Gleichheit unter den Menschen herstellen, indem er Zayd eine Frau von edler Herkunft gab, eine aus seinem eigenen Clan der Haschimiten, nämlich seine Cousine Zaynab bint Dschahsch. Auf diese Weise würde der Prophet ﷺ selbst die Standesunterschiede innerhalb seiner eigenen Familie beseitigen. Er hatte erkannt, dass die Standesunterschiede in der Gesellschaft so tief verwurzelt waren, dass sie nur durch sein eigenes praktisches Beispiel überwunden werden konnten. Seine Handlung würde der Auslöser sein, der es der Menschheit ermöglichte, in seine Fußstapfen zu treten.
The Prophet wanted to establish the full equality among people by giving Zayd a wife of noble birth, one from his own Hāshimite clan, and his own cousin, Zaynab bint Jaĥsh. In this way, the Prophet himself would remove class distinction within his own family. He had realized that class distinctions were so deeply entrenched in society that they could only be removed by his own practical example. His action would be the catalyst enabling humanity to follow in his footsteps.
Ein Grundsatz wird festgelegt
Establishing A Principle
Die Bedeutung des Verses reicht jedoch weit über einen einzelnen Fall hinaus. Denn er betrifft auch die Aufhebung der Wirkungen der Adoption, die Erlaubnis, die geschiedenen Frauen früher adoptierter Söhne zu heiraten, und die Ehe des Propheten ﷺ mit Zaynab, nachdem Zayd sich von ihr scheiden ließ. Dieser letztere Fall erregte damals viel Gerede. Tatsächlich benutzen auch heute noch manche Menschen, die dem Islam feindlich gegenüberstehen, ihn, um den Propheten ﷺ zu kritisieren und Legenden über ihn zu erfinden. Ob der Vers im Zusammenhang mit den zuvor genannten Fällen oder mit der Ehe des Propheten ﷺ mit Zaynab offenbart wurde, so stellt er dennoch eine Regel auf, die weit allgemeiner ist als jeder einzelne Fall, und eine, die das Leben der Muslime tiefgreifend beeinflusst.
However, the import of the verse is much wider than just any one case. This because it also relates o the annulment of the effects of adoption, the permission to marry the divorcees of formerly adopted sons, and the Prophet’s marriage to Zaynab after Zayd divorced her. This last situation attracted much talk at the time. In fact, some people who are hostile to Islam still use it to criticize the Prophet (peace be upon him) and to fabricate legends about him. Whether the verse was revealed in connection with the cases mentioned earlier or with the Prophet’s own marriage to Zaynab, it nonetheless states a rule which is far more general than any specific case and one which has a profound effect on Muslims’ lives.
Dieses Prinzip des islamischen Glaubens war folglich klar etabliert und tief in den Herzen der muslimischen Gemeinschaft verankert, und es prägte ihre Gefühle. Im Wesentlichen besagt diese Regel, dass Muslime keine Kontrolle über irgendetwas haben, das ihnen gehört. Sie und alles, was sie besitzen, gehören Gott, und Er wählt für sie, was Ihm gefällt. Jedes einzelne Individuum ist nur ein winziger Teil des Universums, das dem allumfassenden Gesetz folgt, das Gott für es festgelegt hat. Der Schöpfer des Universums, der es lenkt, bestimmt seine Angelegenheiten und weist ihnen ihre Rollen im Drama zu, indem Er all ihre Handlungen auf dieser universellen Bühne festlegt. Sie können die Rolle, die sie spielen, nicht selbst wählen, denn sie kennen das volle Ausmaß des Dramas nicht. Ebenso können sie keine Handlung nach ihrem Belieben wählen, denn diese passt möglicherweise nicht zu der ihnen insgesamt zugewiesenen Rolle. Sie haben das Stück weder geschrieben, noch gehört ihnen die Bühne. Sie sind lediglich beauftragte Schauspieler, die für ihre Handlungen ihren Lohn verdienen. Das Endergebnis jedoch liegt nicht in ihrer Verantwortung.
This principle of the Islamic faith was, as a result, clearly established and deeply rooted in the hearts of the Muslim community, and it moulded their feelings. In essence, this rule is such that Muslims have no control over anything that belongs to them. They and all that they own belong o God, and He chooses for them whatever He pleases. Each and every individual is only a tiny part of the universe which follows the overall law God has set for it. The Creator of the universe who controls it determines their affairs and assigns to them their roles in the drama, stipulating all their actions on this universal stage. They cannot choose the role they play, because they do not know the full extent of the drama. Nor can they choose an action they prefer, because this may not fit in with the overall role assigned to them. They neither wrote the play nor do they own the stage. They are merely commissioned actors who earn their wages for their actions. The end result, however, is not their concern.
Zaynabs Heirat
Zaynab’s Marriage
Die Sure verweist dann auf die Ehe des Propheten ﷺ mit Zainab bint Dschahsch und auf die Urteile und Anweisungen, die dieser vorausgingen oder folgten.
The sūrah then refers to the Prophet’s marriage to Zaynab bint Jaĥsh and the rulings and directives that preceded or followed it:
Du sagtest zu dem, dem Gott Gunst erwiesen hatte und dem du selbst Gunst erwiesen hattest: „Behalte deine Frau und fürchte Gott.“ Und so verbargst du in deinem Herzen, was Gott ans Licht bringen wollte. Du fürchtetest dich vor den Menschen, während es doch Gott allein war, vor dem du dich hättest fürchten sollen. Als Zayd dann seine Ehe mit ihr beendet hatte, gaben Wir sie dir zur Frau, damit es den Gläubigen keine Schuld sei, die Ehefrauen ihrer Adoptivsöhne zu heiraten, wenn diese ihre Ehe mit ihnen beendet haben. Der Wille Gottes muss erfüllt werden. Dem Propheten ﷺ erwächst keinerlei Schuld daraus, dass er tut, was Gott ihm bestimmt hat. So war Gottes Weg schon bei jenen, die vor ihm lebten. Gottes Wille ist stets ein unabwendbares Verhängnis.
You did say to the one to whom God had shown favour and you had shown favour, ‘Hold on to your wife and have fear of God.’ And thus you would hide in your heart that which God wanted to bring to light. You stood in awe of people, whereas it was God alone of whom you should have stood in awe. Then, when Zayd had come to the end of his union with her, We gave her to you in marriage, so that no blame should attach to the believers for marrying the spouses of their adopted sons when the latter have come to the end of their union with them. God’s will must be fulfilled. No blame whatsoever attaches to the Prophet for doing what God has ordained for him. Such was God’s way with those who went before him. God’s will is always destiny absolute.
Diejenigen sind es, die die Botschaften Gottes überbringen und Ihn fürchten und niemanden außer Gott fürchten. Und Gott genügt als Rechenschaftsgeber. Muhammad ist nicht der Vater irgendeines eurer Männer, sondern er ist der Gesandte Gottes und das Siegel der Propheten. Und Gott weiß über alle Dinge Bescheid.ﷺ (Verse 37-40)
Those are the ones who convey God’s messages and stand in awe of Him, and hold none but God in awe. Sufficient is God to reckon all things. Muĥammad is not the father of any one of your men, but is God’s Messenger and the seal of all prophets. God has indeed fill knowledge of everything. (Verses 37-40)
Klare Anweisungen wurden zu Beginn der Sure erteilt, die die Adoption untersagten und verlangten, dass adoptierte Kinder mit den Namen ihrer leiblichen Väter gerufen werden, wodurch die Familienverhältnisse zu ihrer normalen Struktur zurückkehrten: „Er macht eure Adoptivsöhne nicht wirklich zu euren Söhnen. Das sind nur Worte, die ihr mit euren Mündern aussprecht, doch Gott spricht die Wahrheit, und Er allein zeigt den rechten Weg. Ruft sie bei den Namen ihrer Väter; das ist gerechter vor Gott. Wenn ihr aber nicht wisst, wer ihre Väter sind, so behandelt sie als eure Brüder im Glauben und als eure Schützlinge. Es soll euch kein Vorwurf treffen, wenn ihr euch irrt, sondern nur für das, was eure Herzen beabsichtigen. Gott ist wahrlich Allvergebend, Barmherzig.“ (Verse 4-5) Die Adoption hatte jedoch Auswirkungen auf das praktische Leben der arabischen Gesellschaft, und die Aufhebung dieser praktischen Auswirkungen sollte nicht so leicht sein wie das Verbot der Adoption. Gesellschaftliche Traditionen haben einen starken Griff auf die Menschen. Daher werden praktische Beispiele benötigt, die als Präzedenzfälle dienen. Doch auch solche Präzedenzfälle stießen zunächst auf feindliche Aufnahme.
Aus der Finsternis ins Licht
From Darkness Into Light
Die Sure geht weiter und festigt diese letzte Bedeutung in den Herzen der Gläubigen, indem sie die Verbindung zu Gott lebendig hält, der für Seinen Gesandten ﷺ bestimmte, was Er wollte, und für die muslimische Gemeinschaft wählte, was ihr jedes Gute brachte, und die Finsternis durch Licht ersetzte:
The sūrah goes on to establish this last meaning in the hearts of believers, keeping alive their relation with God who ordained whatever He willed for His Messenger and chose for the Muslim community what brought about their every good, replacing the darkness with light:
Gläubige! Gedenkt Gottes allezeit und preist Ihn am Morgen und am Abend. Er ist es, der euch segnet, und Seine Engel (beten für euch), damit Er euch aus den Tiefen der Finsternis ins Licht führt. Gewiss, Er ist barmherzig gegenüber den Gläubigen. An dem Tag, an dem sie Ihm begegnen, wird ihr Gruß „Frieden“ sein, und Er wird ihnen einen überaus großzügigen Lohn bereitet haben. (Verse 41-44)
Believers! Remember God always, and glorify Him morning and evening. It is He who bestows His blessings upon you, with His angels, so that He might take you out of the depths of darkness into the light. He is truly merciful to the believers. On the day when they meet Him, they will he greeted with ‘Peace; and He will have prepared for them a most generous reward. (Verses 41-44)
Gottes zu gedenken bedeutet, dass das Herz für das Gedenken an Gott lebendig ist, und nicht bloß, dass man Seinen Namen erwähnt. Man sollte stets darauf achten, in allem, was man tut, innerhalb dessen zu bleiben, was Gott erlaubt. Das regelmäßige Verrichten des Gebets gehört zum Gedenken an Gott. Tatsächlich gibt es viele Aḥādīṯ und Überlieferungen, die das Gedenken an Gott beinahe mit dem Verrichten des Gebets gleichsetzen. Der Prophet ﷺ soll gesagt haben: „Wenn ein Mann seine Frau nachts weckt und sie beide zwei Rak'ahs des Nachtgebets verrichten, werden sie in dieser Nacht zu denen gezählt, die Gottes stets gedenken.“ [Überliefert von Abū Dāwūd, Al-Nasā’ī und Ibn Mājah.] Das Gedenken an Gott ist jedoch umfassender als das Gebet. Es schließt jede Weise ein, in der ein Mensch sich seines Herrn voll bewusst ist, ob seine Zunge sich nun bewegt, um Ihn zu erwähnen, oder nicht. Wovon wir hier sprechen, ist ein Bewusstsein, das zum Handeln antreibt. Ein menschliches Herz bleibt verloren oder ratlos, bis es seine Verbindung zu Gott herstellt, Seiner gedenkt und sich in Seiner Obhut geborgen fühlt. Dann kennt es den Weg, den es gehen soll, die Methode, die es anwenden soll, und wie es all dies verwirklichen kann. Aus diesem Grund ermahnen der Qur’ān und die Sunnah die Menschen immer wieder, Gottes zu gedenken. Der Qur’ān verbindet dies häufig mit den verschiedenen Zeiten und Lagen, in denen sich der Mensch befindet, sodass diese ihm als Erinnerung dienen, diese Pflicht nicht zu vernachlässigen: „Ihr Gläubigen! Gedenkt Gottes stets und preist Ihn morgens und abends.“ (Verse 41–42)
Die Rolle des Propheten
The Prophet’s Role
Der Prophet, der ihnen überbringt, was Gott erwählt hat, und ihnen durch sein praktisches Vorbild zeigt, wie die Gesetze umzusetzen sind, die Gott für sie erlassen hat, wird hier in seiner eigenen Rolle umrissen. Auch seine Stellung im Verhältnis zu den Gläubigen wird erklärt. ﷺ
The Prophet who delivers to them what God has chosen, and shows them by practical example how to implement the laws God has enacted for them, is here given an outline of his own role. His position in relation o the believers is also explained.
Prophet! Wir haben dich als Zeugen gesandt, als Überbringer froher Botschaft und als Warner; als einen, der die Menschen mit Gottes Erlaubnis zu Gott ruft, und als leuchtende Fackel. ﷺ Verkünde den Gläubigen die frohe Botschaft, dass sie eine große Gnade von Gott erwartet. Gib den Ungläubigen und den Heuchlern nicht nach und missachte ihr verletzendes Verhalten. Vertraue auf Gott, denn Gott allein ist aller Vertrauens würdig. (Verse 45-48)
Prophet! We have sent you as a witness, a bearer of good news and a warner; one who calls people to God by His leave and a light-giving beacon. Give to the believers the good news that a great bounty from God awaits them. Do not yield to the unbelievers and the hypocrites, and disregard their hurting actions. Place your trust in God; for God alone is worthy of all trust. (Verses 45-48)
Die Stellung des Propheten unter ihnen ist die eines Zeugen. Sie sollten daher daran arbeiten, das Zeugnis, das er ablegt, zu verbessern, denn es stellt die Tatsachen dar, ohne etwas zu verändern, und enthält nichts Falsches. Er ist außerdem ein „Überbringer froher Botschaft“ ﷺ, der erklärt, was jene erwartet, die sich nach Gottes Gnade ernsthaft und gut bemühen: Vergebung der Sünden, Ehre und Lohn. Darüber hinaus ist er ein „Warner“ ﷺ für jene, die ihre Pflichten vernachlässigen, und er teilt ihnen mit, was die Frevler an Strafe und Leid erwartet. So werden sie nicht unvorbereitet überrascht. Ferner ist er jemand, der zu Gott ruft ﷺ, nicht zu weltlichem Ruhm, nationalem Stolz, persönlichem Gewinn oder Machtstellung. Er ruft nur auf beständige Weise zu Gott, die zu Ihm führt „mit Seiner Erlaubnis“. Er erfindet nichts und sagt nichts aus eigenem Willen. Er erfüllt seine Aufgabe mit Gottes Erlaubnis, so wie Er es ihm geboten hat. Er ist in der Tat eine „lichtspendende Leuchte“ ﷺ. Er vertreibt die Finsternis, beseitigt Zweifel und erhellt den Weg. Er ist eine Leuchte, die Licht gibt, um die Menschen recht zu leiten, wie eine Lampe, die auf dem Weg die Dunkelheit vertreibt ﷺ.
The Prophet’s position among them is that of a witness. They should, then, work o improve the testimony he gives, as it will state the facts, changing nothing and containing nothing that is false. He is also the ‘bearer of good news, explaining what awaits those who work hard and well of God’s grace, forgiveness of sins, honour and reward. Moreover, he is ‘a warner’ to those who overlook their duties, telling them of what awaits the wrongdoers of punishment and suffering. Thus, they are not taken unawares. Furthermore, he is one who Calls people to God, not to worldly glory, national pride, personal gain or position. He only calls to God in a consistent way that leads to Him ‘by His leave’. He does not invent anything, nor does he say anything of his own volition. He fulfils his task by God’s leave, as He has commanded him. He is indeed ‘light-giving beacon’. He dispels darkness, removes doubts and enlightens the way. He is a beacon that gives light to guide people aright, like a lamp that dispels darkness on the road.