Al-Imran (Lehren für alle muslimischen Generationen) 121 – 136
Al-Imran ( Lessons For All Muslim Generations ) 121 - 136
Erinnere dich, als du in der Frühe von deinem Haus aufbrachst, um die Gläubigen an ihre Kampfposten zu stellen. Gott hört alles und weiß alles. (121)
emember when you set out from your home at an early hour to assign the believers to their battle posts. God hears all and knows all. (121)
Zwei Ihrer Gruppen waren nahe daran, den Mut zu verlieren, doch Gott war ihr Beschützer. Und auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. (122)
Two of your groups were about to lose heart, but God was their protector. In God shall the believers trust. (122)
{Gott gab euch den Sieg bei Badr, als ihr ganz schwach wart. So fürchtet Gott, auf dass ihr dankbar sein möget.} (123)
God gave you victory at Badr when you were utterly weak. Therefore fear God, that you may have cause to be grateful. (123)
Du sagtest zu den Gläubigen: „Genügt es euch nicht, dass euer Herr euch mit dreitausend Engeln unterstützt, die herabgesandt werden? (124)
You said to the believers: “Is it not enough for you [to know] that your Lord should send down three thousand angels to support you? (124)
„Gewiss, wenn ihr standhaft seid und gottesfürchtig, und sie [die Ungläubigen] euch plötzlich überfallen, wird euer Herr euch mit fünftausend herabstürzenden Engeln zu Hilfe kommen.“ (125)
“Indeed, He will, if you are patient in adversity and fear God, and if they [the non-believers] suddenly attack you, your Lord will supply you with five thousand angels swooping down.” (125)
Gott hat dies nur als frohe Botschaft für euch gemacht, damit eure Herzen dadurch Trost finden.
God made this only as a happy news for you, so that your hearts might take comfort from it.
Der Sieg kommt nur von Gott, dem Mächtigen, dem Weisen. (126)
Victory comes only from God, the Mighty, the Wise. (126)
Es ist geboten, einige Ungläubige zu vernichten und andere so zu demütigen, dass sie unterliegen und sich zurückziehen.
It is in order to destroy some of the non-believers, and so abase others that they lose and withdraw.
(127)
(127)
Du hast hierbei kein Mitspracherecht. [Es liegt bei Ihm,] ihre Reue anzunehmen oder sie zu bestrafen. Sie sind Frevler.
You have no say in the matter. [It is for Him] to accept their repentance or punish them. They are wrongdoers. (128)
Ihm gehört alles, was in den Himmeln und auf der Erde ist. Er vergibt, wem Er will, und bestraft, wen Er will. Gott ist Allvergebend und Barmherzig.
To Him belongs all that is in the heavens and the earth; He forgives whom He wills and punishes whom He wills. God is Forgiving and Merciful.
(129)
(129)
Gläubige, verschlingt nicht Wucherzinsen, indem ihr das Geld immer wieder verdoppelt. Fürchtet Gott, damit ihr Erfolg habt. (130)
Believers, do not gorge yourselves on usury, doubling [your money] again and again. Have fear of God, so that you may prosper. (130)
Hütet euch vor dem Feuer, das für die Ungläubigen bereitet wurde; (131)
Guard yourselves against the fire which has been prepared for the unbelievers; (131)
Und gehorcht Gott und dem Gesandten, auf dass euch Barmherzigkeit zuteilwerde. (132)
and obey God and the messenger, that you may be graced with mercy. (132)
Eilt alle zur Erlangung der Vergebung eures Herrn und zu einem Paradies, dessen Weite Himmel und Erde gleicht und das für die Gottesfürchtigen bereitet ist. {(133)}
Hasten, all of you, to the achievement of your Lord’s forgiveness, and a paradise as vast as the heavens and the earth, prepared for the God- fearing, (133)
die in Seinem Weg spenden, sowohl in Zeiten des Überflusses als auch in Zeiten der Not, ihren Zorn zügeln und ihren Mitmenschen vergeben. Gott liebt die Wohltätigen.
who spend [in His way] in time of plenty and in time of hardship, and restrain their anger, and forgive their fellow men. God loves the benevolent.
(134)
(134)
Diejenigen, die, wenn sie eine schändliche Tat begehen oder sich selbst Unrecht antun, an Gott denken und um Vergebung ihrer Sünden bitten – denn wer außer Gott könnte Sünden vergeben? – und nicht wissentlich bei dem Unrecht verharren, das sie begangen haben mögen. (135)
Those who, when they commit a gross indecency or wrong themselves, remember God and pray for the forgiveness of their sins — for who but God can forgive sins? — and do not knowingly persist in doing the wrong they may have done. (135)
Diese werden von ihrem Herrn Vergebung als Lohn erhalten und Gärten, unter denen Flüsse fließen, darin sie ewig bleiben werden. Welch vortrefflicher Lohn für diejenigen, die [gut] arbeiten. (136)
These shall have the reward of forgiveness by their Lord, and gardens underneath which rivers flow, where they shall abide. Excellent is the reward for those who labour [well]. (136)
Übersicht
Overview
Vom Schlachtfeld der Worte, Ideen und Konzepte wendet sich die Sure nun dem Schlachtfeld des bewaffneten Kampfes zu: der Schlacht von Uĥud.
From the battlefield of words and ideas and concepts the sūrah turns now to that of armed combat: the Battle of Uĥud.
Uhud war jedoch nicht allein eine bewaffnete Auseinandersetzung; vielmehr war es ein Ringen im Gewissen der Muslime. Es umfasste die gesamte Bandbreite menschlichen Verhaltens, Empfindens, Gefühls, Strebens, Instinkts und menschlicher Grenzen. Der Qur'an war da, um die menschliche Seele auf die sorgsamste und sanfteste Weise zu lenken, und auf eine Art, die umfassender und wirksamer ist als jede gewaltsame Konfrontation.
Uĥud was not, however, solely an armed confrontation; it was rather a struggle within the Muslim conscience. Its scope encompassed the whole gamut of human behaviour, feelings, emotions, aspirations, instincts and limitations. The Qur’ān was there to coach the human soul in the most caring and gentle way, and in a manner that is more comprehensive and effective than any forceful confrontation.
Zuerst kam der Sieg, dann der Rückschlag. Der süßere und größere Triumph aber stand noch bevor. Es war der Triumph der Erleuchtung und einer Klarheit des Verstehens der Tatsachen, so wie der Qur’ān sie darlegt. Es war der Triumph, diese Tatsachen als feste Überzeugungen zu festigen. Die Herzen der Muslime wurden geprüft und gereinigt, ihre Reihen wurden voneinander geschieden, und die ganze Gemeinschaft ging mit klareren Vorstellungen, bestimmteren Werten und stärkeren Gefühlen voran als zuvor. Darüber hinaus wurden die Heuchler weitgehend ausgesondert. In dem, was danach folgte, traten die Merkmale von Heuchelei und Aufrichtigkeit, wie sie sich in Gefühlen, Worten, Verhalten und Handlungen zeigen, weit deutlicher hervor, ebenso die Pflichten des Glaubens und die Verantwortung, die mit ihm einhergeht. Die Schlacht legte deutlich dar, welche Vorbereitungen die Muslime in Wissen, Hingabe, Organisation, Gehorsam und völligem Vertrauen auf Gott den Allmächtigen auf jedem Schritt ihres Weges benötigen. Alles lag und liegt allein in Seiner Hand, in Zeiten des Sieges wie in Zeiten der Niederlage, im Leben wie im Tod.
First came the victory, and then the setback. The sweeter and greater triumph, however, was still to come. It was the triumph of enlightenment and of a clarity of understanding the facts as the Qur’ān lays them down. A triumph of having those facts established as convictions. Muslim hearts were put to the test and purified, their ranks were set apart and the whole community proceeded with clearer concepts, more definite values, and stronger feelings than before. Furthermore, the hypocrites were largely set apart. In what ensued, the characteristics of hypocrisy and sincerity, as manifested in feelings, words, behaviour and actions, became much clearer, as did the obligations of faith and the responsibilities attendant on it. The battle clearly defined the preparations required of the Muslims in knowledge, devotion, organisation, compliance and total dependence on God Almighty, every step of the way. Everything was and is up to Him alone, in times of victory as in times of defeat, in life as in death.
Alte Loyalitäten völlig außer Acht gelassen
Old Loyalties Totally Disregarded
Der erste Mann, der aus den Reihen der Quraisch vortrat, war Abū ʿĀmir, bekannt als „der Mönch“, den der Prophet ﷺ jedoch „den Frevler“ nannte. Vor dem Islam war er ein Anführer des Stammes der Aus, doch er weigerte sich, den Islam anzunehmen, und erklärte dem Propheten ﷺ offen die Feindschaft. Er hatte Madinah verlassen, um sich den Quraisch in Mekka anzuschließen, mit dem Ziel, sie gegen die Muslime zu sammeln. Er verleitete die Mekkaner zum Krieg gegen die Muslime und versprach ihnen die Unterstützung seines Stammes, der Aus, die, wie er sagte, ihm folgen würden, sobald sie ihn sähen. Er war der erste Mann, der in den Kampfplatz trat; er stellte sich vor und rief seine Leute unter dem Heer des Propheten ﷺ auf, zu ihm überzutreten. Er wurde abgewiesen und verflucht. Indem er erklärte, dass seinem Volk „ein Unheil“ widerfahren sei, kämpfte er daraufhin mit fanatischem Eifer gegen die Muslime.
The first man to come forward from the Quraysh was Abū. `Āmir, known as “the Monk”, but whom the Prophet nick-named “the Transgressor”. He was a leader of the Aws tribe before Islam but he refused to accept Islam and declared open hostility towards the Prophet. He had left Madinah to join the Quraysh in Makkah with the aim of rallying them against the Muslims. He enticed the Makkans to go to war against the Muslims, promising them the support of his tribe, the Aws, whom he said would follow him as soon as they saw him. He was the first man to step into the fighting arena, introduced himself and called over to his people among the Prophet’s army to come over to his side. He was rejected and cursed. Declaring that “some evil” had befallen his people, he went on to fight the Muslims with fanatical zeal.
Abū Dujānah, Ţalĥah ibn `Ubayd Allah, Ĥamzah ibn `Abd al-Muţţalib, `Alī ibn Abī Ţālib, al-Nađīr ibn Anas, Sa`d ibn al-Rabī`, um nur einige zu nennen, zeigten außerordentlichen Mut, als der Kampf begann.
Abū Dujānah, Ţalĥah ibn `Ubayd Allah, Ĥamzah ibn `Abd al-Muţţalib, `Alī ibn Abī Ţālib, al-Nađīr ibn Anas, Sa`d ibn al-Rabī`, to mention but a few, showed tremendous courage when the combat started.
Am Anfang des Tages siegten die Muslime, und 70 der tapfersten Krieger der Quraisch fielen. Der Großteil der arabischen Truppen wurde zerstreut und floh zurück zu dem Lager, in dem sich die Frauen befanden. Die Frauen rafften ihre Kleider hoch und ergriffen selbst die Flucht.
In the early part of the day, the Muslims prevailed and 70 of the most valiant of the Quraysh fell. The bulk of the Arab troops were scattered and ran back to where the women were camped. The women lifted their dresses and themselves took flight.
Als die muslimischen Bogenschützen sahen, dass sich die Ungläubigen zurückzogen, verließen sie ihre zugewiesenen Stellungen, die der Prophet ﷺ ihnen befohlen hatte niemals zu verlassen. Sie riefen: „Die Beute! Die Beute!“ Ihr Befehlshaber befahl ihnen zurückzukehren und erinnerte sie an die Anweisungen des Propheten ﷺ, doch sie beachteten ihn nicht. Sie stürzten sich auf die Beute und ließen die Stellungen am Berg Uḥud ungeschützt zurück.
Einblicke in muslimische Hingabe
Glimpses Of Muslim Dedication
Diese Zusammenfassung deckt keineswegs alle Aspekte der Schlacht ab und schildert auch nicht alle bedeutenden Ereignisse jenes Tages. Ergänzend wollen wir daher einige der bemerkenswertesten Begebenheiten dieser denkwürdigen Episode betrachten.
This summary by no means covers all aspects of the battle or details all the significant events of that day. As a complement, therefore, let us review some of the more remarkable incidents of that memorable episode.
Auf dem Höhepunkt der Kämpfe, nachdem die muslimischen Bogenschützen ihre Stellungen verlassen hatten, die Umzingelung durch die Götzendiener erfolgte, der Ruf erscholl, Muhammad ﷺ sei getötet worden, und unter den Muslimen Chaos ausbrach, gehörte `Amr ibn Qami'ah zu den Ungläubigen, denen es gelang, bis nahe an den Propheten ﷺ heranzukommen. In jenem verwirrenden Durcheinander deckte eine Frau namens Nusaibah bint Ka`b al-Mazinijjah, auch bekannt als Umm `Imarah, den Propheten ﷺ mit großer Standhaftigkeit. Sie schlug mehrmals mit ihrem Schwert auf `Amr ibn Qami'ah ein, doch er war durch seine beiden Schilde gut geschützt. Seinerseits traf er Nusaibah mit seinem Schwert an der Schulter und verletzte sie schwer.
At the climax of the fighting, following the Muslim archers’ desertion of their positions, the encirclement by the idolaters, the cry that “Muĥammad had been killed”, and the outbreak of mayhem among the Muslims, `Amr ibn Qamī’ah was one of the unbelievers who managed to get close to the Prophet. In that bewildering state of confusion, a lady called Nusaibah bint Ka`b al-Māziniyyah, also known as Umm `Imārah, was staunchly covering the Prophet. She hit `Amr ibn Qamī’ah several times with her sword, but he was well-protected by his two shields. In return, he hit Nusaibah on her shoulder with his sword, seriously wounding her.
Abū Dujānah schützte ebenfalls den Propheten ﷺ. Trotz des Hagels von Pfeilen, die auf seinen Rücken einschlugen, wich er keinen Fingerbreit, und die ganze Zeit beugte er sich über den Propheten ﷺ.
Abū. Dujānah was also shielding the Prophet. Despite the volley of arrows that were hitting his back, he never wavered, all the while leaning over the Prophet.
An einer Stelle stürzte sich Ţalĥah ibn ‘Ubaid Allah auf den Propheten ﷺ zu und war der Einzige, der ihn verteidigte. Diese Stellung hielt er, bis er fiel. Ibn Ĥibbān überliefert, dass ‘Ā’ishah, die Frau des Propheten ﷺ, berichtete, ihr Vater Abū Bakr habe gesagt: „Als der Prophet ﷺ in Uĥud allein gelassen war, war ich der Erste, der zu ihm ging. Ich fand einen Mann, der ihn verteidigte, und sagte: ‚Lass es Ţalĥah sein; lass es Ţalĥah sein.‘ Bald darauf kam Abū ‘Ubaydah ibn al-Jarrāĥ wie ein Vogel zu mir geflogen, und wir beide eilten zum Propheten ﷺ, um Ţalĥah verwundet am Boden zu finden. Der Prophet ﷺ bat uns, uns um ihn zu kümmern. Der Prophet ﷺ war von einem Pfeil getroffen worden, und zwei Ringe seines Helms waren in seine Wange eingedrungen. Ich ging hin, um einen davon herauszuziehen, als Abū ‘Ubaydah mich bat, ihn es herausziehen zu lassen. Er packte den Ring mit seinen Zähnen und begann, ihn vorsichtig herauszuziehen, darauf bedacht, den Propheten ﷺ nicht zu verletzen. Es gelang ihm, ihn herauszuziehen, doch dabei brach ihm selbst ein Vorderzahn aus. Dann ging ich, um den anderen Ring aus der Wange des Propheten ﷺ zu ziehen, doch Abū ‘Ubaydah bat mich erneut, es ihm zu überlassen. Er zog ihn behutsam mit seinen Zähnen heraus, und dabei fiel ihm ein weiterer Vorderzahn aus.“ Der Prophet ﷺ drängte uns die ganze Zeit, zu gehen und Ţalĥah zu helfen, der an mehr als zehn Stellen getroffen worden war. ‘Alī ibn Abī Ţālib reinigte die Wunde des Propheten ﷺ mit Wasser, und Fāţimah, seine Frau und eine der Töchter des Propheten ﷺ, half ihm dabei. Als sie sah, wie das Blut aus der Wunde quoll, verbrannte sie Stroh und legte es auf die Wunde, um die Blutung zu stillen.
Behandlung der Ereignisse der Schlachten im Qur’ān
Treatment Of The Battle Events In The Qur’ān
Dies sind einige Schlaglichter vom Schlachtfeld einer Auseinandersetzung, die zwischen Sieg und Niederlage schwankte, getrennt nur durch einen vorübergehenden Ungehorsam oder eine flüchtige Vernachlässigung der Pflicht. Uḥud erlebte das Höchste des Hohen und das Niedrigste des Niedrigen und sah einzigartige Beispiele von Tapferkeit und Mut ebenso wie von Heuchelei und Defätismus.
These are some glimpses from the battlefield of a confrontation that oscillated between victory and defeat, separated only by a passing disobedience or a fleeting neglect of duty. Uĥud witnessed the highest of the high and the lowest of the low, and saw unique examples of bravery and courage as well as of hypocrisy and defeatism.
Das Gesamtbild spiegelt einen Mangel an Zusammenhalt und Geschlossenheit unter den Muslimen sowie einen Zustand der Verwirrung und Unklarheit in manchen ihrer Köpfe wider. Wie es dem Willen Gottes entsprach, führte die Lage zu einem bitteren Ausgang und schweren Opfern für die Muslime. Das Schwerwiegendste darunter war die Verwundung des Propheten ﷺ selbst, was für seine Gefährten äußerst schmerzlich und belastend gewesen sein muss. So zahlten sie einen hohen Preis, lernten aber zugleich eine äußerst tiefgründige Lehre. Gott wollte ihre Herzen prüfen und ihre Reihen läutern. Er wollte außerdem ihre Gemeinschaft auf die größere Aufgabe vorbereiten, die Menschheit zu führen und Seine Ordnung auf Erden in ihrer vollkommenen, zugleich aber wirklichkeitsnahen Form zu errichten.
The overall picture reflects a lack of cohesion and inconsistency among the Muslims and a state of confusion and haziness in some of their minds. As was God’s will, the situation led to a bitter outcome and heavy sacrifices for the Muslims. The most serious of these was the wounding of the Prophet himself, which must have been extremely painful and distressing for his companions. Thus they paid a heavy price, but they learnt a most profound lesson. God wanted to test their hearts and cleanse their ranks. He also wished to prepare their community for the greater mission of leading humankind and establishing His order on earth in its most perfect but realistic form.
Schauen wir uns nun an, wie der Qur'ān in seinem einzigartigen Stil mit der Situation umging. Der Qur'ān-Text berichtet die Ereignisse der Schlacht nicht chronologisch, sondern verfolgt, was in den Herzen und Köpfen der Beteiligten vorgeht. Ereignisse und Begebenheiten dienen ihm als Material zur Verdeutlichung und zur Anleitung.
Let us now see how the Qur’ān, in its unique style, tackled the situation. The Qur’ānic text does not relate the events of battle in sequence, but traces what goes on inside the hearts and minds of the participants. Events and incidents are used as material for clarification and guidance.
Vorbereitung auf die Schlacht
Preparation For Battle
Gedenke, als du in der Frühe von deinem Haus aufbrachst, um die Gläubigen zu ihren Kampfposten zu weisen. Gott hört alles und weiß alles. Zwei eurer Gruppen waren drauf und dran, den Mut zu verlieren, doch Gott war ihr Beschützer. Auf Gott sollen die Gläubigen vertrauen. (Verse 121-2)
Remember when you set out from your home at an early hour to assign the believers to their battle posts. God hears all and knows all. Two of your groups were about to lose heart, but God was their protector. In God shall the believers trust. (Verses 121-2)
Dies ist die Eröffnungsszene, in all ihrer Wirklichkeit und Lebendigkeit wiedergegeben, während sie noch frisch und klar in den Köpfen derer lebt, die so angesprochen werden. Die Sure jedoch rückt andere Faktoren in den Blickpunkt, die zur Zeit des Geschehens nicht sichtbar waren. Erstens Gottes Gegenwart und Sein Wissen um alles, was vor sich ging. Der Qur’ān prägt den Muslimen diese Tatsache stets ein, um in ihren Herzen einen klareren und tieferen Glauben und ein tieferes Verständnis zu festigen. Sie ist das wichtigste und grundlegendste Merkmal des islamischen Systems, und niemand kann behaupten, diese Religion vollständig zu verstehen, solange sie nicht sowohl in seinem Gewissen als auch in seinem Verstand fest verankert ist.
This is the opening scene, recalled in all its reality and vigour whilst still fresh and clear in the minds of those being so addressed. The sūrah, however, brings into focus other factors that were not visible at the time. First, God’s presence and knowledge of all that was going on. The Qur’ān always impresses this fact upon the Muslims so as to reinforce in their hearts a clearer and deeper faith and understanding. It is the major and most fundamental facet of the Islamic system and no one can claim a full understanding of this religion without it being firmly established in both their conscience and their mind.
„Denke daran, als du frühmorgens von deinem Haus aufbrachst, um die Gläubigen auf ihre Kampfposten zu verteilen. Gott hört alles und weiß alles.“ (Vers 121) Dies bezieht sich auf den Propheten ﷺ, der von Ā’ishahs Haus aufbrach, nachdem er seine Kampfkleidung angelegt hatte, sich mit seinen Gefährten beriet und sie alle zu dem Konsens gelangten, dass die Muslime hinausgehen und dem Feind außerhalb von Madinah entgegentreten sollten. Der Prophet ﷺ ging daraufhin daran, die muslimischen Truppen zu organisieren, einschließlich der Bogenschützen, und wies ihnen Aufgaben und Positionen rund um das Schlachtfeld zu. Doch die Sūrah führt zugleich eine neue Tatsache ein: „Gott hört alles und weiß alles.“ Welch ein bedeutsames Ereignis. Gott, der Allmächtige, beobachtete das Geschehen. Wie erhaben! Gott war Zeuge der Beratung und wusste, was in den Herzen und Köpfen all jener vorging, die anwesend waren.
“Remember when you set out from your home at an early hour to assign the believers to their battle posts. God hears all and knows all.” (Verse 121) This is a reference to the Prophet setting out from `Ā’ishah’s home, having donned his battle dress, consulted with his Companions and all of them having arrived at the consensus that the Muslims should go and meet the enemy outside Madinah. The Prophet went on to organise the Muslim troops, including the archers, assigning them duties and positions around the battlefield. But the sūrah also introduces a new fact: “God hears all and knows all.” What a momentous event. God Almighty was witnessing the proceedings. How awesome! God was witnessing the consultation and was aware of what was going on inside the hearts and minds of all those present.
Eine Erinnerung an vergangenen Sieg
A Reminder Of Past Victory
Die Sure behandelt die Schilderung der Schlacht, in der die Muslime, obwohl sie dem Sieg nahe waren, nicht den Sieg errangen. Sie beginnt mit einem Hinweis auf den Heuchler ʿAbdullāh ibn Ubayy und seine Anhänger, die ihre eigenen egoistischen Interessen über die Interessen des Glaubens stellten. Sie spielt auf die beiden muslimischen Gruppen an, die beinahe den Mut verloren und sich zurückzogen, und endet mit dem Verlassen ihrer Stellungen durch die Bogenschützen, angetrieben von Gier nach der Beute. Das vorbildliche Verhalten einiger Muslime auf dem Schlachtfeld bewahrte das muslimische Lager nicht vor dem letztendlich enttäuschenden Ergebnis. Dies war die Folge von Mängeln in ihren Reihen und Verwirrung in ihrem Denken.
The sūrah takes up the discussion of the battle in which, though they were close to victory, the Muslims did not prevail. It begins with a reference to the hypocrite `Abdullāh ibn Ubayy and his followers, who put their own selfish interests ahead of the interests of the faith. It alludes to the two Muslim groups who almost lost heart and withdrew, and concludes with the archers’ desertion of their positions, driven by greed in pursuit of booty. The exemplary conduct of some Muslims on the battlefield did not spare the Muslim camp the final and dismal outcome. This was the result of flaws in their ranks and confusion in their thinking.
Bevor die Sure dazu übergeht, die Ereignisse von Uḥud zu analysieren und zu überprüfen, werden die Muslime jedoch an ihren Sieg in der Schlacht von Badr erinnert. Dies gibt ihnen die Gelegenheit, die beiden Situationen miteinander zu vergleichen und über die Grundursachen und Folgen sowohl von Sieg als auch von Niederlage nachzudenken, ebenso über ihre eigenen Schwächen und Stärken.
Before the sūrah goes on to analyse and review the events of Uĥud, however, the Muslims are reminded of their victory at the Battle of Badr. This provides them with the opportunity to compare the two situations and to reflect on the root causes and results of both victory and defeat, as also on their own weaknesses and strengths.
Sie müssen erkennen, dass Sieg und Niederlage das Ergebnis der göttlichen Vorsehung sind, die zu einem bestimmten, im Voraus festgelegten Zweck herbeigeführt wird. Sie müssen glauben, dass letztlich alles unter allen Umständen in Gottes Händen liegt. Die Sure sagt diesbezüglich:
They have to realise that victory and defeat are the result of Divine providence, brought about for a specific, predetermined purpose. They have to believe that, after all, everything is in God’s hands in all circumstances. The sūrah says in this respect:
Gott gab euch den Sieg bei Badr, als ihr völlig schwach wart. Darum fürchtet Gott, damit ihr dankbar sein möget. Und als du zu den Gläubigen sagtest: „Genügt es euch nicht, dass euer Herr euch mit dreitausend herabgesandten Engeln beisteht?
Ein umfassender Überblick
A Comprehensive Outlook
Bevor die Sure zur Schlacht von Uĥud übergeht, folgt ein kurzer Abschnitt von sieben Versen, die vom Zinswesen und seinen Geschäften, vom Gehorsam gegenüber Gott und Seinem Gesandten, vom Spenden für die Sache Gottes in Zeiten des Wohlstands und der Not, vom islamischen genossenschaftlichen System im Gegensatz zum bösartigen Zinssystem, von der Beherrschung des eigenen Zorns, vom Vergeben der Fehler anderer Menschen, vom Bitten um Vergebung bei Gott und von der Umkehr zu Ihm nach einem begangenen Fehler handeln.
Before the sūrah moves on to refer specifically to the Battle of Uĥud, we have a short passage of seven verses which speak about usury and its transactions, obeying God and His Messenger, spending money in God’s cause at times of prosperity and adversity, the Islamic co-operative system as opposed to the evil usurious system, controlling one’s anger, forgiving other people’s mistakes, praying to God for forgiveness and turning to Him in repentance when a mistake is committed.
Diese Anweisungen werden unmittelbar vor der Erörterung der militärischen Auseinandersetzung gegeben, und zwar als implizite Bezugnahme auf ein grundlegendes Merkmal des islamischen Glaubens.
These directives are given immediately before the discussion of the military confrontation by way of implicit reference to a basic characteristic of the Islamic faith.
Der Islam ist ein einheitliches und umfassendes System, das jeden Bereich des menschlichen Lebens regelt und jede menschliche Tätigkeit um einen wesentlichen Wert kreisen lässt, nämlich die Unterwerfung unter Gott, die sich darin zeigt, dass man allein Ihn anbetet und alles im menschlichen Leben Ihm widmet. In jedem Lebensbereich müssen wir zuerst sicherstellen, was Gott uns gebietet, und Seinen Geboten willig folgen. Dass diese Anweisungen in der Sure so zusammengestellt sind, ist ein klarer Hinweis darauf, dass alle Bereiche menschlicher Tätigkeit voneinander abhängig sind und diese gegenseitige Abhängigkeit einen erheblichen Einfluss auf die Gesamtheit menschlichen Handelns hat.
Islam is a single and comprehensive system which caters for every aspect of human life and makes every human activity revolve around one essential value, namely, submission to God as represented by worshipping Him alone and dedicating everything in human life to Him. In every sphere of human life, we must first make sure of what God bids us and willingly do His bidding. The fact that these instructions are so grouped together in the sūrah is a clear reference to the fact that all aspects of human activity are mutually interdependent, and their interdependence has a considerable effect on the total sum of human activity.
Das islamische System betrachtet den Menschen als eine Ganzheit. Es ordnet das gesamte Leben der muslimischen Gemeinschaft auf umfassende Weise, die es jeder stückweisen Regelung vorzieht. Vor diesem Hintergrund sollte man auch diese Verbindung sehen: einerseits die Vorbereitung auf eine militärische Auseinandersetzung, andererseits die Läuterung der Seelen und Herzen, die Zügelung der Begierden sowie die Verbreitung von Liebe und Freundlichkeit innerhalb der Gemeinschaft. All diese Aspekte wirken aufeinander ein. Wenn wir sie im Einzelnen erörtern und jede Anweisung für sich betrachten, werden wir zwangsläufig ihre wesentliche Rolle im Leben der muslimischen Gemeinschaft erkennen, ebenso ihren Einfluss auf die Stärke und die Möglichkeiten dieser Gemeinschaft auf dem Schlachtfeld wie in allen anderen Lebensbereichen.
Wucher: Der Weg zum unausweichlichen Ruin
Usury: The Way To Inevitable Ruin
Gläubige, verschlingt nicht Zins, indem ihr ihn immer wieder verdoppelt.
Believers, do not gorge yourselves on usury, doubling (your money] again and again.
Fürchtet Gott, auf dass ihr Erfolg habt. Hütet euch vor dem Feuer, das für die Ungläubigen bereitet wurde; und gehorcht Gott und dem Gesandten, auf dass euch Barmherzigkeit zuteilwird. (Verse 130-2)
Have fear of God, so that you may prosper. Guard yourselves against the Fire which has been prepared for the unbelievers; and obey God and the messenger, that you may be graced with mercy. (Verses 130-2)
Wir haben das Thema des Wuchers ausführlich in unserem Kommentar zu den Versen 275–281 der Sure 2, al-Baqarah oder Die Kuh, behandelt. Hier werden wir nur kurz auf die Frage der Vervielfachung des Kapitalbetrags eines Darlehens eingehen. Manche Menschen in unserer heutigen Zeit wollen diesen Vers so auslegen, dass das gerade verboten ist, was Gott verboten hat, für erlaubt zu erklären. Sie sagen, das Verbot beschränke sich nur auf den übermäßigen Wucher, der dazu führt, dass sich der Kapitalbetrag des Geldes immer wieder vervielfacht. Sie behaupten weiter, Zinssätze von 4, 5, 7 oder 9 Prozent und ähnliche Sätze führten zu keiner solchen Vervielfachung. Deshalb, so argumentieren sie, fielen sie nicht unter das Verbot des Wuchers.
We have discussed the subject of usury in detail in our commentary on verses 275- 81 of sūrah 2, entitled al-Baqarah, or The Cow. Here we will only briefly comment on the subject of multiplication of the principal sum of a loan. Some people in our modern times want to manipulate this verse in order to make lawful what God has forbidden. They say that the prohibition is limited only to excessive usury which leads to the multiplication of the principal amount of money time after time. They further claim that rates of interest of 4, 5, 7 or 9 per cent and similar rates do not lead to any such multiplication. Hence, they argue, they are not included in the prohibition of usury.
Lassen Sie uns zunächst klar festhalten, dass der Hinweis auf Vielfache lediglich eine Beschreibung dessen ist, was zu jener Zeit im Leben geschah. Er ist keine Bedingung dafür, dass das Verbot greift. Die Aussage des Qur'ān in der Sure 2, Al-Baqara (Die Kuh), enthält ein eindeutiges Verbot jeglichen Wuchers. Sie richtet sich an die Gläubigen und gebietet ihnen, „auf das zu verzichten, was an Zinsen noch aussteht“ (2:278). Sie gilt für alles, was den Kapitalbetrag übersteigt, ohne jede Einschränkung.
Let us begin by stating clearly that the reference to multiples is simply a description of something that was happening in life. It is not a condition for the prohibition to operate. The Qur’ānic statement in sūrah 2, The Cow, makes a clear prohibition of all usury. It addresses the believers and bids them “give up what remains outstanding of usury.” (2: 278) It applies to all that exceeds the principal amount, without qualification.
Eine Belohnung, um die es sich zu wetteifern lohnt
A Reward Worth Competing For
Eine Belohnung, um die es sich zu wetteifern lohnt {Wetteifert miteinander nach der Vergebung eures Herrn und einem Paradies, dessen Weite Himmel und Erde gleicht und das für die Gottesfürchtigen bereitet ist, die in Zeiten des Überflusses wie in Zeiten der Not spenden, die ihren Zorn bezähmen und den Menschen vergeben. Gott liebt die Gutes Tuenden.} (Verse 133-134)
A Reward Worth Competing For Hasten, all of you, to the achievement of your Lord’s forgiveness, and a paradise as vast as the heavens and the earth, prepared for the God-fearing, who spend [in His way] in time of plenty and in time of hardship, and restrain their anger, and forgive their fellow men. God loves the benevolent. (Verses 133-4)
Das Verbot des Wuchers wird im vorausgehenden Sure al-Baqara, oder Die Kuh, umfassender und ausführlicher dargelegt. In unserer Besprechung dieser Verse in Band I haben wir festgestellt, dass die Sure, wenn sie das Verbot des Wuchers nennt, zugleich die freiwillige Wohltätigkeit lobt, da beide zwei gegensätzliche Haltungen zu den sozialen Beziehungen innerhalb des Wirtschaftssystems darstellen.
The prohibition of usury is stated more comprehensively and in greater detail in the preceding sūrah al-Baqarah, or The Cow. In our discussion of those verses in Volume I, we noted that when the sūrah states the prohibition of usury, it also speaks highly of voluntary charity since the two represent opposite approaches to social relations within the economic system.
Sie sind die herausragendsten Merkmale zweier diametral entgegengesetzter Systeme: des auf Wucher beruhenden einerseits und des auf dem genossenschaftlichen System beruhenden andererseits. Auch hier finden wir, dass auf das Verbot des Wuchers eine Betonung der Tugend freiwilliger Ausgaben sowohl in Zeiten des Wohlstands als auch in Zeiten der Not folgt.
They are the most prominent characteristics of two diametrically opposed systems: the one based on usury the other on the cooperative system. Here again we find that the prohibition of usury is followed by an emphasis on the virtue of voluntary spending at times of prosperity and hardship alike.
Diese Verse enthalten ein eindeutiges Verbot jeglicher Form von Wucher, warnen die Gläubigen vor dem Feuer, das für die Ungläubigen bereitet ist, und rufen sie auf, Gott stets zu fürchten in der Hoffnung, Seiner Barmherzigkeit teilhaftig zu werden und Wohlergehen zu erlangen. Unmittelbar darauf folgt die Aufforderung, sich eilends um die Erlangung der Vergebung Gottes und den Einzug ins Paradies zu bemühen, das so weit ist wie die Himmel und die Erde. Uns wird mitgeteilt, dass dieses Paradies für die Gottesfürchtigen bereitet ist. „Die erste Eigenschaft, die diesem Menschenschlag hier zugeschrieben wird, ist, dass sie ‚in Zeiten des Wohlstands und in Zeiten der Not [auf Seinem Wege] spenden‘. Sie sind also eine Klasse von Menschen, die sich völlig von jenen unterscheidet, die sich am Wucher mästen und ihr Geld ohne eigene Anstrengung vermehren. Ihre weiteren Eigenschaften werden ebenfalls bestimmt: ‚Eilt, ihr alle, zur Erlangung der Vergebung eures Herrn und eines Paradieses, so weit wie die Himmel und die Erde, das für die Gottesfürchtigen bereitet ist, die [auf Seinem Wege] spenden in Zeiten des Wohlstands und in Zeiten der Not, die ihren Zorn zügeln und ihren Mitmenschen vergeben. Gott liebt die Wohltätigen.‘“
Mann: Heiliger oder Sünder
Man: Saint Or Sinner
Diejenigen, die, wenn sie eine Schandtat begehen oder sich selbst Unrecht tun, Gottes gedenken und um Vergebung ihrer Sünden bitten – denn wer außer Gott kann Sünden vergeben? –, und die nicht wissentlich auf dem Unrecht beharren, das sie möglicherweise begangen haben. Diese erhalten als Lohn die Vergebung durch ihren Herrn und Gärten, unter denen Flüsse dahinfließen, in denen sie ewig verweilen werden. Vortrefflich ist der Lohn für jene, die [recht] handeln. (Verse 135-136)
Those who, when they commit a gross indecency or wrong themselves, remember God and pray for the forgiveness of their sins — for who but God can forgive sins? — and do not knowingly persist in doing the wrong they may have done. These shall have the reward of forgiveness by their Lord, and gardens underneath which rivers flow, where they shall abide. Excellent is the reward for those who labour [well]. (Verses 135-6)
Eine weitere Eigenschaft der Gottesfürchtigen wird hier hervorgehoben. Sie sind jene, die um Vergebung bitten, wann immer sie in Sünde verfallen, und die darauf achten, Gottes Gebote nicht wissentlich zu übertreten. Wie barmherzig diese Religion ist. Bevor Er die Menschen dazu aufruft, einander barmherzig zu sein, zeigt Gott, erhaben ist Er in Seiner Herrlichkeit, ihnen einen Aspekt Seiner eigenen Barmherzigkeit, dessen Empfänger sie selbst sind, damit sie lernen.
Another quality of the God-fearing is highlighted here. They are those who seek forgiveness whenever they slip into sin and make sure of not knowingly disobeying God’s orders. How compassionate this religion is. Before He calls on people to be compassionate to one another, God, limitless is He in His glory, shows them one aspect of His own compassion of which they themselves are the recipients, so that they may learn.
Im islamischen Sprachgebrauch zählen die Gottesfürchtigen zur Elite der Gläubigen. Die Barmherzigkeit und das Erbarmen Gottes umfassen jedoch auch jene, die Gottes gedenken, nachdem sie eine schwere Unsittlichkeit begangen haben, oder die sich selbst Unrecht getan haben und Ihn um Vergebung ihrer Sünden bitten. Der Begriff „schwere Unsittlichkeit“ umfasst die abscheulichsten aller Sünden. Diese unsere Religion ist jedoch so tolerant, dass sie diejenigen, die in ihre Tiefe gesunken sind, weder als Ausgestoßene betrachtet noch ihnen Gottes Barmherzigkeit vorenthält. Ihnen wird nicht einmal der unterste Rang unter den Gläubigen zugewiesen. Vielmehr werden sie unter einer einzigen Bedingung in den Rang der Elite, der Gottesfürchtigen, erhoben. Diese Bedingung lautet, dass sie Gottes gedenken und Ihn bitten, ihre Sünden zu vergeben, dass sie nicht an ihrem Unrecht festhalten, obwohl sie wissen, dass es sündhaft ist, und dass sie die begangenen Sünden nicht schamlos zur Schau stellen. Mit anderen Worten: Sie sollen im Rahmen der Dienerschaft gegenüber Gott und der vollkommenen Unterwerfung unter Ihn bleiben.